Er ist nur so groß wie eine Walnuss und eines der außergewöhnlichsten Tiere unserer Erde: der Darwin-Frosch. BILD: ⒸZSL
Papa-Frosch „verschluckt“ seinen Nachwuchs und spuckt fertige Frösche wieder aus
In den moosigen, feuchten Wäldern Chiles und Argentiniens lebt er fast unsichtbar. Nur sein leiser, pfeifender Ruf verrät, dass er überhaupt da ist. Was ihn so besonders macht? Seine Art der Elternschaft ist einzigartig: Das Männchen trägt die Kaulquappen rund zwei Monate lang in seinem Kehlsack – bis kleine, fertige Frösche aus seinem Mund „geboren“ werden. Dadurch kann diese Art komplett an Land leben. Ein echtes Naturwunder.
Doch genau dieser außergewöhnliche Frosch ist stark bedroht. Eine tödliche Pilzkrankheit breitet sich laut einer aktuellen Studie der Zoological Society of London (ZSL) unbemerkt aus.
Amphibien wie der Darwin-Frosch gehören zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen weltweit: Über 40 % aller Amphibien-Arten gelten als gefährdet. Ihre durchlässige Haut macht sie besonders anfällig für Umweltgifte, Klimaveränderungen und Krankheiten wie den Chytridpilz. Ähnlich wie beim Insektensterben zeigt sich auch hier: Wenn diese sensiblen Arten verschwinden, gerät das gesamte Ökosystem aus dem Gleichgewicht.



