Sieg für den Veggie-Burger (vorerst)

Veggie-Burger darf bleiben! Zumindest vorerst

Veggie-Burger darf bleiben! Zumindest vorerst

Erinnerst du dich noch an unseren kleinen Ausflug in den „Sprachsalat“ der EU? Vergangenes Jahr stand plötzlich zur Debatte, dass Begriffe wie Burger, Wurst oder Schnitzel nur noch für tierische Produkte verwendet werden dürfen. Für pflanzliche Alternativen hätten also kreative Neuschöpfungen wie „Pflanzenpressling“ hergemusst. BILD: Veggie-Burger im vegan/vegetarischen Hotel Korinjak auf Kroatien ©Hotel Korinjak

 

Die Fleischlobby sagte: Die Verbraucher seien verwirrt (und könnten ganz ausversehen ein fleischfreies Produkt kaufen!) Aldi, Lidl, Rügenwalder Mühle und Burgerking hielten dagegen. Verbracher*innen seien sehr wohl in der Lage, fleischliche und pflanzliche Produkte zu unterscheiden. 

 

Update zum Veggie-Burger aus Brüssel

Jetzt gibt es zumindest teilweise Entwarnung: Der Veggie-Burger darf bleiben. Unterhändler*innen der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich darauf geeinigt, dass Begriffe wie „Veggie-Burger“ oder „Tofu-Wurst“ weiterhin erlaubt sein sollen.

Ganz vom Tisch ist die Namensdebatte aber nicht. Künftig sollen bestimmte Bezeichnungen verschwinden, die sich direkt auf Tierarten oder Fleischstücke beziehen. „Veganer Speck“, „Veggie-Hühnchen“ oder „Tofu-Rippchen“ könnten also bald umbenannt werden müssen.

Der Kompromiss gilt als wichtiger Zwischenschritt. Ein komplettes Verbot wäre für die Branche der pflanzlichen Alternativen auch ziemlich teuer geworden. Allein in Deutschland werden laut dpa inzwischen über 126.000 Tonnen Fleischalternativen pro Jahr produziert.


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