Zero-Waste Tipp: Gemüsebrühe aus Küchenabfällen

Zero-Waste Tipp: Gemüsebrühe aus Küchenabfällen

Zero-Waste Tipp: Gemüsebrühe aus Küchenabfällen

Gerade wenn du viel frisch kochst, kennst du das wahrscheinlich: Nach dem Vorbereiten bleiben eine Menge Schalen und Gemüseabfälle übrig. Meist landen sie im Biomüll, auf dem Kompost oder sogar in der Restmülltonne, wenn es keine andere Option gibt. Dabei stecken in den Schalen und Resten mindestens genauso viele Aromen wie im verarbeiteten Gemüse. Eigentlich zu schade zum Wegwerfen, oder? | Bild via Canva

 

Was tun mit Gemüseabfällen?

Genau das dachte ich auch. Als ich dann irgendwo den Tipp gelesen habe, die Abfälle im Tiefkühler zu sammeln und später zu verwerten, war ich daher direkt begeistert. Aus den Resten kocht man dann, wenn genug beisammen sind, eine Gemüsebrühe. Entweder kannst du diese direkt verwenden oder du weckst sie für eine spätere Verwendung ein.

 

Ich persönlich bin kein Fan von Dingen, die super viel zusätzliche Arbeit machen. Dieser Zero-Waste Tipp macht quasi gar keine.

 

Und du brauchst weder spezielle Küchengeräte noch ein Talent fürs Kochen. Lediglich eine Möglichkeit, Dinge zu tiefkühlen, ist eine Voraussetzung. Ansonsten brauchst du die Gemüsereste nicht sonderlich vorzubereiten. Lediglich waschen, ggf. blanchieren (bei Brokkoli mache ich das ganz gern) und ab in den TK-Beutel und in den Froster. Achte darauf, keine verdorbenen oder angeschimmelten Schalen einzufrieren. Aber das versteht sich eigentlich von selbst, oder?

 

Gemüsebrühe aus Gemüseabfällen – So geht’s!

Du brauchst:

  • 700-800 Gramm Gemüseabfälle (bei mir ist das ungefähr ein voller 3-Liter-Gefrierbeutel)
  • 2-3 Liter Wasser
  • Einen ausreichend großen Topf (lieber zu groß als zu klein, damit du bequem umrühren kannst)
  • Sieb zum Abgießen
  • saubere Weckgläser in entsprechender Größe, falls du die Brühe für später einkochst

 

So geht’s:

  • Gib deine Gemüsereste in den Topf. Lass es gern etwas antauen, es geht aber auch mit gefrorenem Gemüse.
  • Übergieße das Ganze mit ausreichend Wasser. Das Gemüse sollte gut bedeckt sein (min. 1 Fingerbreit)
  • Anschließend kochst du alles einmal auf und lässt es ab dann auf niedriger Hitze etwa eine halbe Stunde lang köcheln.
  • Anschließend gießt du die Brühe durch ein Sieb ab und fängst sie entweder in einem Messbecher oder einem zweiten Topf auf.
  • Nun kannst du die Brühe weiterverwenden.
  • Um die Brühe haltbar zu machen, kochst du sie noch einmal auf, füllst sie heiß in saubere, möglichst sterile Weckgläser und verschließt diese sofort.

Du kannst natürlich auch noch Gewürze oder Salz zur Brühe hinzufügen. Ich nutze sie gern als neutrale Basis und würze das Essen dann passend.

 

Ein paar Fragen zum Schluss

Dürfen Zwiebelschalen in die Reste-Tüte?

Ich lese sehr häufig, dass die braunen Zwiebelschalen die Brühe bitter machen. Tatsächlich kann ich das nicht bestätigen. Ich habe bisher immer einen nicht unerheblichen Teil Zwiebelabfälle in meinen Brühen gehabt und keine davon ist bitter geworden. Du solltest natürlich nicht ausschließlich Zwiebelschalen verwenden, aber ein paar sind meiner Erfahrung nach nicht schlimm.

 

Welches Gemüse eignet sich für die Gemüsebrühe?

Prinzipiell kann alles rein, was auch sonst in einer Gemüsebrühe landen würde. Bei mir ist normalerweise in einer Restetüte:

  • Karottenschalen
  • Kartoffelschalen (Augen und Keime vorher entfernen)
  • Reste von Lauch und Frühlingszwiebeln (auch der untere Teil)
  • Äußere Blätter von Kohlarten (sofern sie halbwegs in Ordnung sind)
  • Strunke von Brokkoli, Blumenkohl, Pak Choi etc.
  • Pilzreste (sofern sie sich gut sauber machen lassen)
  • Reste von Stangen- oder Knollensellerie
  • Zucchini-Abschnitte (fallen ohnehin nur selten bei mir an)

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