Die Folgen der Erderwärmung sind längst keine abstrakte Zukunftsprognose mehr. Sowohl in Deutschland als auch im Rest der Welt spüren wir die Auswirkungen immer deutlicher: Der Sommer 2024 war der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen, die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 war unter anderem auf den Klimawandel zurückzuführen und selbst kleinere Veränderungen wie ein früherer und längerer Pollenflug beeinflussen unseren Alltag. In diesem Blog geben wir dir fünf Tipps, die dir eine Orientierung geben sollen, wie du dein Zuhause auf die Komplikationen des Klimawandels vorbereiten kannst. BILD ©Eduardo Almeida | Stock.Adobe.com
5 Tipps, um dein Zuhause für den Klimawandle zu wappnen
#1 Dämmung/Isolierung
Eine Dämmung bietet gleich doppelt Schutz: Im Winter bleibt die Wärme im Haus und im Sommer die Hitze draußen. Das spart Heizkosten und Energie, sorgt ganzjährig für ein ausgeglichenes Raumklima und ist gleichzeitig gut für die Umwelt. Umweltfreundliche Dämmstoffe sind solche, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen (z. B. Hanf, Flachs, Holzfasern, Kork oder Schafwolle). Hier informierst du dich am besten bei den Anbietern, welcher Naturdämmstoff für deinen Zweck und Standort infrage kommt.
#2 Sonnenschutzverglasung
Wenn du zusätzlich auf Sonnenschutzverglasung setzt, bietet diese weiteren Schutz vor hohen Temperaturen im Sommer. Zwar sind die Investitionskosten zunächst hoch, doch die Einsparungen beim Energieverbrauch und bei den Klimatisierungskosten gleichen sie nach einigen Jahren wieder aus.
#3 Verschattung
Gerade bei steigenden Temperaturen spielt die Verschattung eine wichtige Rolle. Markisen, Pergolen oder strategisch gepflanzte Bäume können die Sonneneinstrahlung reduzieren und so das Haus auf natürliche Weise kühlen. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, Bäume zu pflanzen, wie das Hotel Luise, das (unter anderem zur Schattenbildung) einen Mikrowald angelegt hat. Außenliegende Rollläden oder Lamellen verhindern, dass sich die Räume aufheizen.
#4 Effiziente Lüftung
Ein weiterer Punkt, der gegen steigende Temperaturen und sogar gegen Pollenflug und die Verbreitung von Krankheiten (Stichwort Corona) helfen kann, ist eine Lüftungsanlage. Wenn diese außen an einem schattigen Ort installiert ist, kann sie im Sommer dabei helfen, die Raumtemperatur zu regulieren und das Eindringen von Pollen durch geöffnete Fenster zu reduzieren. Im Winter geht weniger Wärme durchs Lüften verloren und mit Modellen mit Wärmerückgewinnung können sogar Heizkosten gespart werden.
#5 Starkregenfest machen
Um dein Zuhause auf den Klimawandel vorzubereiten, ist ein auch ein ausreichender Schutz gegen Starkregen und Überflutungen wichtig. In älteren Gebäuden sollte die Außenisolierung zunächst von einem Experten überprüft und anschließend regelmäßig auf Schäden begutachtet werden. Zudem empfiehlt es sich, den Einbau einer Rückstauklappe zwischen Gebäude und Kanalisation in Betracht zu ziehen, da die Kanalisation bei Starkregen volllaufen kann, was zu Rückstauproblemen und Schäden führen kann. Die Außenflächen wie Terrasse und Einfahrt sollten ebenfalls nicht vollständig versiegelt werden, sondern das Versickern des Wassers ermöglichen. Auch die regelmäßige Reinigung von Regenrinnen und Fallrohren ist wichtig. Falls du Elektrogeräte im Keller stehen hast (z. B. Waschmaschine, Kühltruhe etc.) kannst du diese Aufbocken (z. B. auf gebrauchten Europaletten).
Zwar erscheinen viele dieser Maßnahmen zunächst aufwendig und kostspielig, doch langfristig gesehen sind sie eine Investition in die eigene Sicherheit, den Komfort und den Werterhalt der Immobilie. Und können sogar dabei helfen, laufende Kosten zu sparen.
Ein letzter Hinweis: Recherchiere einmal genau die „wahrscheinlichen“ Gefahren für deine Region (Erdbeben, Wirbelstürme, Hochwasser… ) und plane einmal für dich und deine Familie, was ihr im Fall des Falles tun werdet und erarbeite einen Notfallplan (dies kann von „einmal drüber sprechen“ bis zu konkreten Maßnahmen (Wasservorrat, bereitliegende Bretter) etc. reichen).
Ich hoffe, dass ich dir eine kleine Orientierung geben konnte. Hast du vielleicht weniger aufwendige Maßnahmen, mit denen du dich auf den Klimawandel vorbereitest, oder andere Ideen? Dann schreib sie gerne in die Kommentare!



