Klingt verrückt? Das Hotel Luise in Erlangen hat’s gemacht. Auf nur wenigen Quadratmetern ist hier ein sogenannter Mikrowald entstanden – eine Mini-Ausgabe eines echten Waldes, dicht bepflanzt, artenreich und überraschend wirkungsvoll. Statt klassischem Garten wächst dort heute ein kleines Ökosystem, das zur natürlichen Kühlung des Gebäudes beiträgt – ein Effekt, der mit jedem Jahr stärker wird. BILD ©Hotel Luise / Kollage lf
So wirst du Waldmeister*in
👉 Schon ab ca. 5 m² kann’s losgehen! Die Methode basiert auf dem Konzept des japanischen Botanikers Dr. Miyawaki: mindestens 3 Pflanzenarten pro Quadratmeter, möglichst dicht gepflanzt. Die Bäume wachsen dadurch besonders schnell in die Höhe und bilden nach 10 Jahren ein Ökosystem, das mit einem 100-jährigen Wald vergleichbar ist – was Biodiversität, Kühlung und CO₂-Speicherung betrifft.
Mikrowald vom Hotel Luise mitten in Erlangen
- Mehr als 100 heimische Bäume, besonders eng gesetzt
- Retentionsanlage & Schottergraben zur Speicherung von Regenwasser
- Holz-Häcksel und Stroh zur Isolierung und Feuchtigkeitsspeicherung
- Drip-Schlauch-Bewässerung mit Regenwasser
- Schichtung des Bodens: lockerer Mutterboden, sandige Zwischenschicht, lehmiger Untergrund – für optimale Wasserspeicherung
Mehr Infos findest du auf der Webseite.
Pflanztipp für deinen Mikrowald
Geeignet sind Bäume und Pflanzen, die in deiner Klimazone heimisch sind. In Deutschland eignen sich z. B. Stieleiche, Hainbuche, Feldahorn, Wildkirsche, Winterlinde – ergänzt durch Sträucher (Hasel, Holunder, Kornelkirsche) und Bodendecker (Waldmeister, Farn). Pflanze kleine, kräftige Setzlinge (60–100 cm), am besten aus regionaler, nachhaltig arbeitender Baumschule.
Das Hotel Luise zeigt: Ein Wald beginnt nicht mit Fläche, sondern mit der Entscheidung, die Welt ein Stück grüner zu machen und an die Zukunft zu denken.



