Frische Luft, Sonne, flatternde Leinen – das Wäschetrocknen an der Luft, lebt das Sinnbild eines bewussten, nachhaltigen Alltags. Kein Stromverbrauch, keine Trocknerhitze, stattdessen: Sonnenkraft ganz natürlich genutzt. Doch so idyllisch das Bild auch ist – Sonnenlicht ist nicht nur Energiequelle, sondern auch ein chemischer Akteur. BILD © Matthew Ashmore| Stock.Adobe.com
Wäsche draußen trocknen – der häufigste Fehler
Nasse Wäsche in die pralle Sonnenstrahlung hängen. Das ist der häufigste Fehler und besonders bei deiner Buntwäsche nicht empfehlenswert. Bunte und schwarze Stoffe können unter intensiver UV-Strahlung ausbleichen. Der Grund: UV-Licht fördert die sogenannte Photodegradation. Dabei werden Farbmoleküle in der Kleidung durch energiereiche UV-Strahlen chemisch verändert – insbesondere in Kombination mit Feuchtigkeit. Die Folge: Die Farben verblassen, Weißes wird eventuell sogar gelbstichig.
Tipp: Den Fehler umgehst du, wenn du die Kleidung in einen halbschattigen Platz hängst – am besten auf links! Auch das Trocknen im Schatten ist effektiv – es dauert nur etwas länger, schont aber Stoffe und Farben.
Wäsche in der Wohnung trocknen?
Und wenn draußen kein Platz ist? Im Sommer ist das Trocknen in Innenräumen kein Problem – vorausgesetzt, man beachtet ein paar Dinge:
- Die Wäsche sollte (nach der umweltfreundlichen Wäsche) gut geschleudert sein,
- und ideal ist ein Raum mit Fenster, am besten sogar mit Querlüftung durch zwei Fenster.
- Der Keller hingegen ist meist zu feucht und wenig geeignet.
Anders im Winter: Da sollte man möglichst nicht drinnen Wäschetrocknen, da die Feuchtigkeit leicht zu Schimmelbildung führen kann.
Und ganz persönlich: Ich finde ja, Unterwäsche gehört nicht auf die Leine im Garten – ein bisschen Privatsphäre darf auch beim nachhaltigen Lebensstil sein 😉



