Am 3. Mai war für Deutschland Schluss – zumindest, wenn es nach den Ressourcen geht, die dem Planeten für das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Dies zeigt Grafik vom Country Overshoot Day 2025 des Global Foodprint Networks.
Deutschland bräuchte 3 Erden
Würden alle Menschen so leben wie in Deutschland, wäre das globale Ökosystem bereits Anfang Mai überlastet. Damit liegt das EU-Land im oberen Drittel der „Überverbraucher“ und teilt sich diesen unrühmlichen Bereich mit Ländern wie Italien (6. Mai), der Schweiz (7. Mai) und den USA (13. März).
Spitzenreiter ist einmal mehr Katar: Dort fällt der nationale Overshoot Day bereits auf den 6. Februar. Heißt konkret: Würde die ganze Welt auf dem Ressourcenverbrauchsniveau Katars leben, bräuchten wir fast sechs Planeten, um den Bedarf nachhaltig zu decken. (Bei Deutschland sind es drei.) Der hohe Energieverbrauch – vor allem durch Klimatisierung, Entsalzungsanlagen und fossile Brennstoffe – trägt wesentlich dazu bei.
Auf der anderen Seite gibt es auch Länder, deren Lebensstil innerhalb der planetaren Grenzen bleibt. In der aktuellen Übersicht für 2025 fehlen deshalb Staaten wie Indien, Indonesien oder Ecuador – nicht etwa, weil sie nicht erfasst wurden, sondern weil ihr Ressourcenverbrauch so niedrig ist, dass kein Overshoot Day ermittelt werden musste. Das zeigt: Auch große und bevölkerungsreiche Länder können im Rahmen des globalen Budgets wirtschaften.
Ökologischen Fußabdruck beim Reisen minimieren
Was das mit Reisen zu tun hat? Eine Menge! Wie du die Folgen vom Klimawandel auf Reisen bemerken kannst, kannst du in diesem Blogartikel nachlesen. Und auch, wie du deinen ökologischen Fußabdruck minimierst.
Denn auch beim Urlaub kannst du bewusster entscheiden: nachhaltig reisen, faire Unterkünfte wählen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder auf regionale Produkte achten.
Klingt erstmal nach Verzicht? Muss es gar nicht sein. Im Gegenteil: Wer nachhaltig reist, entdeckt oft die authentischeren Orte, isst besser und begegnet Menschen, die wirklich etwas bewegen wollen. Und das ist doch eigentlich genau das, was wir uns vom Reisen wünschen, oder?



