Das Buch liegt griffbereit auf dem Nachttisch, der Lesevorsatz ist gefasst – und doch greift man nach einem langen Tag oft lieber zur Fernbedienung oder zum Smartphone. Im Alltagsstress kommt das Lesen oft zu kurz. Wenn es dir auch so geht, ist ein „Reading Retreat“ vielleicht genau das Richtige für dich. BILD: ©tunedin | Stock.Adobe.com
Was steckt hinter dem Trend?
Reading Retreats sind mehr als „Lesen im Urlaub“. In der Regel trifft sich eine kleine Gruppe von Buchliebhaber*innen für ein Wochenende oder einige Tage länger in einer gemütlichen Unterkunft. Mit dem gemeinsamen Ziel, sich bewusst nur auf das Lesen zu konzentrieren, dem Alltagsstress zu entfliehen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Meist gibt es keine „Pflichtlektüre“. Jede*r bringt einfach die Bücher mit, die schon lange auf der eigenen Liste stehen. So kommt jede*r auf seine Kosten und es entsteht ein vielfältiger Austausch.
Die Retreats kannst du auf Seiten wie BookRetreat.com buchen oder du organisierst kurzerhand selbst eins mit Freunden, Bekannten oder Gleichgesinnten aus der Social-Media-Bubble. Falls das etwas für deinen nächsten Wochenende-Trip mit Freunden wäre, haben wir hier ein paar Tipps für dich.
Tipps für ein selbst geplantes Reading Retreat
#1 Allein oder gemeinsam?
Bevor es an die Planung geht, lohnt sich die Grundsatzfrage: Willst du absolute Ruhe und Me-Time oder den Austausch mit anderen? Wenn Letzteres der Fall ist, frage dich am besten im Freundeskreis um oder poste einen Aufruf auf Instagram & Co. Du wirst überrascht sein, wie viele Gleichgesinnte es gibt.
#2 Die richtige Unterkunft finden
Hier entscheidet sich, wo du dich zum Lesen am wohlsten fühlst: Rustikale Ferienwohnung auf dem Land? Wellnesshotel mit Spa-Pausen? Oder vielleicht ein Full Board Hideaway, wo du dich um nichts kümmern musst? Alles ist erlaubt – Hauptsache, dein Buch bekommt endlich die Aufmerksamkeit, die es verdient.
#3 Die Buchfrage
Natürlich musst du dich auch um die wichtigste Frage kümmern: Was willst du lesen? Findest du es zum Beispiel cooler, wenn alle das gleiche Buch lesen, oder bevorzugst du Abwechslung beim Austausch? Übrigens: Die Umgebung kann die Buchwahl durchaus beeinflussen – Hemingway unter südlicher Sonne? Passt meiner Meinung nach perfekt.
Übrigens: Wer noch Inspiration für die passende Reiseliteratur braucht, findet hier ein paar (nachhaltige) Tipps auf unserem Blog.
#4 Tagesablauf planen
Reine Lesezeit oder kleine kulturelle Highlights zwischendurch? Vielleicht gibt es ein Museum etc., das thematisch zum Buch passt? Oder spielt es in einer Stadt in der Nähe? Wie dein idealer Tag aussieht, musst du selbst entscheiden, aber ich würde dir empfehlen, Austauschrunden am Vormittag oder am Abend einzuplanen. So kommt auch der soziale Aspekt nicht zu kurz und man kann sich in der Gruppe über das Gelesene austauschen.
#5 Packen
Beim Packen solltest du daran denken, dass es sich um eine Lesereise handelt. Das heißt: unbequeme Abendkleidung raus aus dem Koffer und gemütliche Kuschelsocken rein. Snacks und Tee? Yes. Ein kleines Kissen und Jogginghose/Leggings? Unbedingt. Pack alles ein, was das Lesen angenehmer macht.
Ich persönlich plane nach dem Schreiben dieses Artikels wohl selbst eine. Denn neben meinem Bett verstauben leider nicht nur ein, sondern gleich mehrere Bücher. Ich hoffe, ich konnte auch bei dir die Lust darauf wecken! Wenn ja, dann schreibe gerne deine Erfahrungen anschließend in die Kommentare.



