Zugegeben, wir sind etwas spät dran für Neujahrsvorsätze, doch bevor die Urlaubssaison richtig losgeht, haben wir hier einige Reisegewohnheiten zusammengetragen, die wir im Jahr 2025 hinter uns lassen wollen. Inklusive Tipps, wie es gelingen kann. BILD: ©Zamrznuti Tonovi | Stock.Adobe.com
#1 Single-use-Plastik
Jährlich werden weltweit über 460 Millionen Tonnen Plastik produziert – ein beträchtlicher Teil davon landet in der Umwelt. Auch Hotels und wir als Reisende tragen dazu bei: Mini-Shampoos, Wasserflaschen aus Plastik, Coffee-to-go-Becher etc. Dabei ist es so einfach, etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel mit wiederbefüllbaren Flaschen oder indem man die Utensilien einfach selbst mitbringt und gar nicht erst auspackt. Man kann auch Hotels wählen, die ganz auf Einwegplastik verzichten.
#2 Overpacking
Jeder kennt sie, die „Was wäre wenn“-Gedanken beim Packen. Lieber ein Kleidungsstück zu viel mitnehmen, als im Regen stehen – ein Verhalten, das ich leider öfter an den Tag lege, als ich zugeben möchte. Aber jedes Kilo mehr Gepäck verbraucht mehr Treibstoff, egal ob im Flugzeug oder im Auto, und erhöht den CO2-Ausstoß der Reise. Aber auch unserem Rücken tut es gut, wenn wir etwas weniger einpacken :D. Also beim nächsten Packen einfach mal das Risiko eingehen, auf das Notfalloutfit zu verzichten und multifunktionale Kleidung wählen.
#3 Overtourismus
Die Problematik des Overtourism haben wir hier im Blog schon mehrfach thematisiert. Ungünstigerweise ist es immer noch ein Problem, mit dem wir uns als bewusste Reisende auseinandersetzen müssen. Denn oft liegen die Probleme genau an den Orten, die man selbst gerne sehen würde, wie z.B. Machu Pichu oder Venedig. Doch vorher sollte man innehalten und sich fragen, ob es nicht cooler wäre, unbekanntere Orte zu entdecken oder wie man seinen Aufenthalt so „sanft“ wie möglich gestalten kann, indem man zum Beispiel in der Nebensaison reist.
#4 Zu viel am Bildschirm
Seien wir ehrlich: Wir verbringen zu viel Zeit vor dem Smartphone, leider nicht nur zu Hause, sondern auch im Urlaub. Sei es die E-Mail, die noch schnell beantwortet werden muss, das Scrollen durch die sozialen Medien oder das tausendfache Urlaubsfoto, das man sich nie wieder anschauen wird. Dabei bedeutet nachhaltiges Reisen auch, bewusst zu reisen, sich mit der Umwelt und sich selbst auseinanderzusetzen. Ein Digital Detox im Urlaub kann dabei helfen und erhöht meiner Meinung nach auch den Erholungseffekt.
#5 Bequemlichkeit statt Achtsamkeit
Die letzte schlechte Angewohnheit, fast alle anderen zusammen. Statt Achtsamkeit wird gerade im Urlaub oft die Bequemlichkeit gewählt, denn „man ist ja im Urlaub“. Da gönnt man sich den Coffee-to-go, die Einwegslipper oder achtet nicht so genau darauf, woher das Souvenir kommt. (Und wo das alles am Ende landet.) Das kann ich gut verstehen, aber die Umweltprobleme machen auch im Urlaub nicht halt. Bei tausenden dieser kleinen Entscheidungen pro Tag kommt da schon einiges zusammen. Deshalb haben wir uns als Letztes vorgenommen, generell bei jedem Schritt bewusster an das Reisen heranzugehen. Und zwar um uns unserer Verantwortung gegenüber dem Planeten und uns selbst immer bewusst zu sein.
Gibt es schlechte Reisegewohnheiten, die du gerne ändern würdest? Oder teilst du unsere vielleicht? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!
Autor: Ben Staudt



