Frühjahrsputz fürs Rad - So geht's umweltfreundlich

Frühjahrsputz fürs Rad – aber umweltfreundlich!

Frühjahrsputz fürs Rad – aber umweltfreundlich!

Wer Fahrrad fährt, tut etwas für die Umwelt. Und wer sein Fahrrad putzt? Der lässt Chemikalien in den Boden laufen. Schlimmstenfalls. Hier erfährst du, wie du dein Rad nachhaltig fit für die neue Saison machst – ohne unnötigen Müll und mit naturverträglichen Alternativen. BILD: ©torwaiphoto | Stock.Adobe.com

 

6 Tipps, wie du dein Rad ohne Schadstoffe fit machst 

 

#1 Fahrrad reinigen ohne Mikroplastik

Weg mit dem Winterschmutz! Statt aggressiver Chemikalien kannst du eine DIY-Seifenlösung aus Kernseife und warmem Wasser nutzen. Eine alte Zahnbürste hilft bei schwer erreichbaren Stellen, und mit einem weichen Tuch wird der Rahmen schonend sauber. 

 

#2 Bio-Kettenöl statt Erdölprodukte

Viele herkömmliche Kettenöle enthalten Erdöl. Dabei gibt es mittlerweile Bio-Kettenöle auf Pflanzenbasis, die genauso gut schmieren, aber die Umwelt weniger belasten. Achte beim Kauf darauf, dass es wirklich zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Einfach ein paar Tropfen auf die Kette geben, überschüssiges Öl mit einem Lappen abwischen – fertig!

 

#3 Recycling & Upcycling-Zubehör

Wusstest du, dass es Fahrrad-Zubehör aus recyceltem Plastik gibt? Sattelbezüge, Fahrradtaschen, Flaschenhalterungen. Vieles wird inzwischen aus alten PET-Flaschen hergestellt. Falls du also dein Bike aufpeppen willst, gibt es nachhaltige Alternativen! Du kannst zudem darauf achten, dass die Produkte in deiner Region hergestellt werden. (Adressen wo du gucken kannst wären z. B. Vaude oder Avocadostore)

 

#4 Reifen: nachhaltig rollen

Wenn du neue Reifen brauchst, lohnt sich ein Blick auf Modelle aus recyceltem Gummi. Einige Hersteller setzen auf nachhaltige Materialien und langlebige Produktion. Alternativ: den alten Reifen mit einer guten Pflege und dem richtigen Luftdruck länger nutzen. (Der deutsche Hersteller Schwalbe hat hier z. B. einiges im Programm.)

 

#5 Bremsbeläge ohne Schadstoffe

Früher enthielten Bremsbeläge Asbest. Heute ist das nicht mehr der Fall, doch trotzdem unterscheiden sich die Beläge durch ihre Umweltfreundlichkeit. Metallfreie, organische Bremsbeläge sind eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Varianten, da sie weniger Schadstoffe freisetzen. Beim nächsten Austausch lohnt sich ein Blick auf diese umweltfreundliche Option.

 

#6 Dynamo oder Qualitätsleuchten (ohne Solar)

Energieeffiziente Dynamos, die während der Fahrt Strom erzeugen, sind die beste Alternative zu Fahrradlampen mit Akku oder Batterien. Viele haben “Angst” vor der Verkabelung, aber wenn du dir einmal einen vernünftigen Nabendynamo am Rad einbauen lässt, so hält er rund 10 Jahre! 

Bei den Fahrradleuchten mit Solar-Energie sind wir allerdings skeptisch. Ich habe nämlich früher viel über Solarprodukte geschrieben und Tests dazu ausgewertet. Meine Erkenntnis: Diese Gadgets für Powerbanks oder Fahrradleuchten taugen in der Regel nichts. Umweltfreundlicher ist es da, auf eine langlebige Qualitätsleuchte zu setzen (wie sie z. B. immer wieder von der Stiftung Warentest ermittelt werden) und diese natürlich mit Akkus und nicht Wegwerf-Batterien zu betreiben. 

 

Fazit

Dein Fahrrad frühlingsfit zu machen, geht auch nachhaltig! Mit ein paar bewussten Entscheidungen kannst du nicht nur dein Bike pflegen, sondern auch die Umwelt schonen. 

PS: Genannte Firmen oder Websites sind meine persönlichen Empfehlungen, wir erhalten keine Provision dafür!


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