Ist eine nachhaltige Ernährung auch eine gesunde Ernährung?

Ist eine nachhaltige Ernährung auch eine gesunde Ernährung?

Ist eine nachhaltige Ernährung auch eine gesunde Ernährung?

Unsere Ernährung hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Gesundheit, sondern auch auf die Umwelt. Von Verpackungsmüll über Umweltzerstörung bis hin zu hohen C02-Emissionen – die Auswirkungen sind vielfältig. Wenn du diesen Blog liest, ist das sicher nichts Neues für dich, deshalb ist doch die viel spannendere Frage: Ist eine nachhaltige Ernährung auch eine gesunde Ernährung? Dieser Frage gehen wir in diesem Insight nach und haben noch ein paar einfache Tipps für dich. (Bild: Veganer „Cherry Bomb Burger“ ©Flower Burger)

 

Was ist eine gesunde Ernährung?

Um diese Frage zu beantworten, muss zunächst geklärt werden, was eine gesunde Ernährung ausmacht. Hier gibt es unterschiedliche Auffassungen, aber ein zentraler Punkt ist in jedem Fall die Ausgewogenheit. Dazu gehören:

  • Viel Obst und Gemüse
  • Proteinreiche Nahrung wie Nüsse, Fisch, Sojaprodukte
  • Der Verzehr von Milchprodukten oder Alternativen
  • Wenig Fett, insbesondere gesättigte Fettsäuren
  • Reduzierter Zucker- und Salzverzehr

Das klingt einfach, aber jeder, der schon einmal versucht hat, seine Ernährung umzustellen, weiß, wie schwierig das in der Praxis sein kann.

Übrigens: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bietet detaillierte Richtlinien zu einer gesunden Ernährung, die hier nachgelesen werden können.

 

Und was ist nachhaltige Ernährung?

Wie bereits erwähnt, hat die Nahrungsmittelproduktion erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. So ist die Landwirtschaft laut Our World in Data ein wichtiger Treiber des Klimawandels und für etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Auch hat sie einen erheblichen Wasserverbrauch und beansprucht etwa die Hälfte der bewohnbaren Fläche der Erde. Dabei sind Faktoren wie die Produktion von Verpackungsmüll, vor allem Plastik, und der CO2-Ausstoß beim Transport noch gar nicht berücksichtigt.

Eine nachhaltige Ernährung zeichnet sich dabei durch einen geringen ökologischen Fußabdruck aus, der diese Faktoren berücksichtigt. Dazu gehört vor allem eine möglichst pflanzenbasierte Ernährung. Wie eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigt, sind pflanzenbasierte Ernährungsweisen nicht nur nachhaltiger, sondern wirken sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Aber auch andere Faktoren müssen berücksichtigt werden. Dazu gehören faire Produktionsbedingungen, Regionalität bzw. die Unterstützung der lokalen Wirtschaft oder die Saisonalität der Produkte. Es handelt sich also um einen echten Catch-All-Begriff, der jedoch mit ein paar einfachen Tipps in die Praxis umgesetzt werden kann:

 

Tipps für eine nachhaltige Ernährung

  • Weniger Fleisch und Milchprodukte essen oder ganz darauf verzichten: Laut dem Umweltbundesamt liegt der durchschnittliche Fleischkonsum in Deutschland bei rund 1.000 Gramm pro Woche. Das ist deutlich zu viel. Pflanzliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte oder Tofu sind eine nachhaltige Alternative.
  • Saisonal und regional einkaufen: Saisonales und regionales Obst und Gemüse verursacht weniger Emissionen durch den Transport und unterstützen die lokale Wirtschaft.
  • Bio- und Fairtrade-Produkte: Achte beim Einkauf auf die Gütesiegel und Arbeitsbedingungen. Die biologische Landwirtschaft kommt ohne Pestizide aus. Dies ist gut für deine Gesundheit (Stichwort Pestizid-Rückstände) und kommt dem Planeten zugute, da so die Böden und unser Grundwasser geschont werden und die Artenvielfalt erhalten bleibt. (Es sollten aber trotzdem keine Bio-Produkte vom anderen Ende der Welt sein – womit wir wieder beim Punkt saisonal und regional wären.)
  • Vermeidung von Plastikverpackungen: Unverpackte Produkte reduzieren Abfall und schonen die Umwelt. Außerdem wird so etwas gegen die stetig steigende Menge an Mikroplastik getan. 
  • Emissionsarm einkaufen: Wer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln einkauft, schont das Klima zusätzlich.

 

Fazit

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen. Jain: Eine nachhaltige Ernährung ist tendenziell gesünder, vor allem durch den Verzicht auf tierische Produkte. Aber auch hier geht es vor allem um Ausgewogenheit und darum, den Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er braucht. Für den Planeten und die Menschen, die auf ihm leben, ist es aber auf jeden Fall besser. Für den Rest musst du (leider) selbst sorgen.


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