Tipps für einen klimafreundlichen Reiseblog

Tipps für einen klimafreundlichen Reiseblog

Tipps für einen klimafreundlichen Reiseblog

Der Betrieb einer Website oder eines Blogs verbraucht Strom und verursacht damit CO2-Emissionen. Solltest du einen eigenen Reiseblog oder eine Webseite betreuen, geben wir dir hier Tipps, wie du diese nachhaltig gestalten kannst und dabei deinen digitalen CO2-Abdruck reduzierst. BILD: ©IckeT | Stock.Adobe.com

 

#1 Grünen Hoster auswählen

Eine Maßnahme ist es, einen Hoster zu wählen, der seine Rechenzentren mit Ökostrom betreibt. Eine Liste an Hostern findest du zum Beispiel in dem Verzeichnis der Green Web Foundation. Es sind dort allerdings nicht alle Hoster gelistet, sodass sich zusätzlich ein Blick auf die Website deines Anbieters lohnt.

 

#2 Datenmenge reduzieren

Die zweite wichtige Maßnahme ist es, die Datenmenge der Website zu reduzieren. Mit Tools kannst du messen, wie viele Daten die Website pro Aufruf überträgt. Man nimmt an, dass die Übertragung von einem Gigabyte 358 Gramm CO2-Emissionen verursacht. Bei Beacon siehst du in der Auswertung, welche Daten den größten Anteil ausmachen und bekommst zudem eine Einstufung in der Kategorie A bis F.

 

Beacon Webseiten CO2-Check
Screenshot Rona Linke

Hinweis: Die hier angezeigte Datenmenge ist die Anzeige vom Aufruf einer Unterseite, allerdings ohne Zustimmung aus einem Cookie-Banner und ohne die Website zu scrollen. Es dient daher nur als erste Information. Der tatsächliche Verbrauch hängt im Weiteren von der Anzahl an Besuchern ab, dem Verhältnis von neuen und wiederkehrenden und vielem mehr.

In der Praxis zeigen sich immer wieder drei Werte: Skripte, Bilder und Schriftarten.

Skripte zu optimieren ist für eine*n Redakteur*in, der/die die Inhalte der Website pflegt, nicht möglich.

Hast du die Website selbst mit einem Template oder Baukasten aufgebaut, ist es ebenfalls kaum möglich, Einfluss zu nehmen. Hast du die Website bei einem*r Webdesigner*in erstellen lassen, frage an, ob er/sie eine klimafreundliche Website erstellen oder eure bestehende optimieren kann.

 

Besser nur eine Schriftart im Reiseblog

Bei Schriftarten (Fonts) ist es für die Benutzerfreundlichkeit sinnvoll, nicht zu viele Schriftarten parallel auf einer Seite zu verwenden. Gleichzeitig wird die Datenmenge reduziert, je weniger Schriften geladen werden. Setz Akzente über Schriftarten daher lieber sparsam ein, um ein klares Bild zu geben.

 

Möglichkeiten zur umweltfreundlichen Bildoptimierung im Web

Den größten Einfluss selbst hast du auf Bilder. Hier gibt es gleich mehrere Schritte und Möglichkeiten der Optimierung:

 

#1 Bilder in der Größe hinterlegen, die tatsächlich benötigt wird.

Es ist häufig der Fall, das Bilder in einer viel zu hohen Auflösung hinterlegt werden. Ein Beispiel-Bild mit einer Auflösung von 5.300 Pixeln hat eine Größe von 4,9 Megabyte (MB). In der Website wird es mit einer Breite von 700 Pixeln angezeigt. Wenn das Bild nur skaliert wird, hat es nur noch eine Größe von 226 Kilobyte (KB). Zusätzlich lassen sich Bilder komprimieren. Im getesteten Beispiel kommt das Bild damit auf 55 Kilobyte.

 

#2 Moderne Bildformate verwenden

Das Bildformat webp ist bereits sehr gut komprimiert. Wenn du Bilder in diesem Format verwendest, reicht der Arbeitsschritt, sie auf die passende Größe zu skalieren.

   

#3 Bilder nach Bedarf laden

Nicht nur das Bild selbst lässt sich optimieren, sondern auch die Art der Einbindung. Mit der Methode „lazy loading“ wird das Bild erst nachgeladen, wenn ein Benutzer scrollt. Es wird also nicht direkt beim Seitenaufruf schon übertragen.

Zusätzlich ist es sinnvoll, Browser-Caching zu aktivieren. Das reduziert die Datenmenge für wiederkehrende Besucher.

 

Wenn du die Datenmenge reduzierst, kommt es nicht nur der Umwelt zugute. Deine Website wird dadurch auch schneller. Das ist ein Faktor für Google, die Website zu bewerten. Und deine Nutzer werden es dir danken.

Weitere Tipps für digitale Sparsamkeit findest du in unserem Blogartikel zu CO2-Bilanz von E-Mail, Messengern und Social Plattformen.

 

Dies ist ein Gastbeitrag von Rona Linke | Netzum Sorglos


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