Alle lieben Pizza! Doch bezüglich der Nachhaltigkeit gibt es einige Probleme: Sie lauten Käse, Salami, Verpackung … hier erfährst du, die Klimaauswirkungen und wie du Pizza nachhaltig genießen kannst. (z. B. vegan, wegan wie hier im Bild) @M4rtine für Pixabay
Studie: TK Pizza verbraucht kaum mehr CO2 als selbstgemacht
Eine Studie vom Öko-Institut bezüglich Tiefkühlkost hat bereits 2012 gezeigt: TK-Pizza ist weniger schädlich für das Klima als viele annehmen:
- 100 Gramm Tiefkühlpizza verursachen 556 bis 610 Gramm CO2
- 100 Gramm selbst zubereitete Pizza verursachen 569 bis 580 Gramm CO2
Käse und Salami sind das Problem
“Die Rohwarenbereitstellung (hat) den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen”
So heißt es in der Studie und das erklärt auch, warum Lieferweg, Lagerung und Kühlung keinen so großen Unterschied in der Berechnung ausmachen.
- 49 % der Treibhausgase einer Pizza entfallen auf den Käse
- 29 % auf die Salami
Klassische Basiszutaten für Teig und Soße haben eine weitaus geringere CO2 Bilanz. So verursachen:
- Mehl: 9 %
- Tomatenmark: 8 %
- Öl: 4 %
Die weiteren CO2-Emissionen einer Pizza (sowohl TK als auch selbst gemacht) entstehen durch
- Einkauf (Fahrt zum Supermarkt)
- Zubereitung (30 Minuten bei 180 Grad Umluft im Ofen)
- Spülen
Wie umweltschädlich ist die Pizzaverpackung?
Tiefkühlpizzen sind in Plastikfolie eingeschweißt und befinden sich in einem Karton. Auf beides kannst du bei der Zubereitung zu Hause verzichten. Dadurch, dass die einzelnen Zutaten allerdings auch bei dir zu Hause verpackt sind (es sei denn, du kaufst konsequent unverpackt) so hat die handgemachte Pizza auch hier leider keinen CO2-Vorteil. Laut der Studie fallen für Herstellung und Verpackung einer TK-Pizza 14 bis 35 Gramm CO2-Emissionen an. Gemessen auf die gesamte Wertschöpfungskette sind dies 4 %.
Pizzakartons dürfen ins Altpapier
Wie die ELW-Entsorgungsbetriebe in ihrem Abfall-Lexikon sowie weitere Quellen bestätigen, dürfen Pizzakartons (wohl von der TK-Pizza als auch vom Italiener) ins Altpapier. Wichtig ist, dass sie nicht zu schmutzig sind und keine Essensreste enthalten. (Falls der Karton mit geschmolzenem Käse verklebt ist, muss er in den Restmüll.)
Wie wird Pizza nachhaltiger?
Am nachhaltigsten ist eine vegane Variante ohne Käse (und Fleisch). Du benötigst auch keinen Käseersatz wie Hefeschmelz oder Mandelmus, sondern kannst den Pizzateig einfach mit Gemüse (am besten Bio-Gemüse aus deiner Region) belegen. Geschmacklich interessant wird eine solche Variante beispielsweise durch Rucola oder geschmorte Zwiebeln.
Weiterhin kannst du beim Einkauf das Fahrrad verwenden und versuchen, Verpackung zu vermeiden und durch korrekte Trennung dem Recycling zuzuführen.
PS: Wusstest du, dass Pizza in Neapel sogar ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe ist? Mehr dazu erfährst du in unserem Blog:
UNESCO-Welterbestätten – Ihre Bedeutung für die Nachhaltigkeit und passende Urlaubsorte




