Radfahren ist eine umweltfreundliche Art der Fortbewegung und hält dich körperlich fit. Doch wusstest du auch, dass Radfahren dir auch mental hilft? BILD: ©vilma3000 | Stock.Adobe.com
Fahrradfahren hilft in sechs mentalen Problembereichen
Das Verbraucher-Magazin Utopia.de hat wissenschaftliche Studien zusammengesucht, welche sich mit den Auswirkungen von Radfahren auf das seelische Wohlbefinden beschäftigen.
#1 Radfahren reduziert Stress
Eine Studie der Universität Zürich untersuchte an 9.000 Probanden, ob Menschen, die im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sind, sich weniger gestresst fühlen, als Menschen, die andere Verkehrsmittel nutzen. Die Antwort: Ja, Fahrradfahren reduziert Stress. Laut der Wissenschaftler*innen sind die Gründe hierfür, dass
- die rhythmische Tretbewegung den Geist beruhige
- das Stresshormon Kortisol abgebaut wird.
#2 Fahrradfahren gegen Angstgefühle
Eine Psychologie-Studie, die in “Frontiers in Psychiatry” veröffentlicht wurde, bestätigt, dass sich Ausdauersport (allgemein, also nicht nur Radfahren) positiv gegen Angstgefühle auswirkt. Der Grund hierfür ist ebenfalls die Senkung bestimmter Stresshormone, welche mit Ängsten in Verbindung gebracht werden.
#3 Radfahren reduziert Wut (bei Kindern)
208 gesunde, aber übergewichtige Kinder wurden in den USA für eine Studie untersucht, ob Radfahren ihre Wutgefühle lindern kann. Der Grund dafür, dass übergewichtige Kinder ausgesucht wurden, war laut der Forscher*innen, dass diese öfter “Verhaltensauffälligkeiten” hätten und oft Opfer von Mobbing seinen. Daher hielten sie hier ein “Wutpotential” für wahrscheinlicher als bei normal-gewichtigen Kindern. Das Ergebnis der Untersuchung deutete darauf hin, “dass ein aerobes Trainingsprogramm nach der Schule die Zunahme von Wutausbrüchen bei übergewichtigen, sitzenden Kindern verringern oder verhindern kann”.
#4 Radfahren kann dein Selbstbewusstsein steigern
Die University of Central Missouri beschäftigte sich damit, ob Ausdauertraining (mindestens 30 Minuten Indoor-Radfahren, Laufband oder Ellipsentrainer) das Selbstwertgefühl steigere. Die kleine Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich das Selbstwertgefühl der sporttreibenden Testgruppe gegenüber der Gruppe, die (über einen Zeitraum von drei Wochen) keinen Sport trieben, deutlich steigerte.
#5 Fahrradfahren kann gegen Depressionen helfen
Für eine Studie der Universität Tübingen wurden 35 Frauen mit diagnostizierter Depression und 20 gesunde Frauen als Kontrollgruppe untersucht. Es ging darum, dass an Depression-Erkrankte, einen “verminderten Serumspiegel des neurotrophen Faktors (BDNF)” aufweisen. Dies war im Vergleich zur Kontrollgruppe auch der Fall. Nach einem 30-minütigen Training stieg der Spiegel signifikant an. Nach einer Ruhephase sank der Spiegel zwar wieder, doch zumindest kurzfristig führte das Training zu einem Erfolg und kann somit sinnvoll in eine Therapie eingebaut werden, meinen die Autor*innen.
#6 Fahrradfahren fördert den “sozialen Zusammenhalt” in der Gesellschaft
Die FernUniversität Hagen hat in ihrer Fakultät für Psychologie den Forschungsschwerpunkt “sozialer Zusammenhalt”. Laut Studienautor Harald Schuster wird dieser an verschiedenen Faktoren gemessen. Neben dem Punkt “Akzeptanz von Vielfalt” ginge es um eine “Orientierung am Gemeinwohl” – Dieses wird von Wissenschaftler*innen in vier Bereichen gemessen:
- Politische Partizipation
- Soziale Beteiligung an Organisationen
- Nachbarschaftssolidarität
- nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft
“Wir haben herausgefunden, dass Radfahren positiv mit diesen vier Aspekten zusammenhängt”, sagt der Studienautor.
Radfahren im Urlaub
Wenn du jetzt den Vorsatz gefasst hast, mehr Fahrrad zu fahren – so könntest du ja auch gleich deinen nachhaltigen Urlaub damit verbinden 🙂
Hier gibt es unsere Vorschläge für
Urlaub mit dem Fahrrad im Herbst
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