Unser digitaler Konsum ist für rund 10 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich. Interessant: Wird Ökostrom verwendet, verbessert es die CO2-Bilanz erheblich. BILD: ©Elshad Karimov | Stock.Adobe.com
So kannst du online CO2 sparen – 6 Tipps
Täglich verbringen wir viele Stunden vor dem Computer, dem Smartphone, Tablet und TV. Damit dies umweltfreundlicher geht, haben wir hier einige Zahlen und Tipps für dich.
#1 Ökostrom
Der Stromverbrauch unserer digitalen Geräte lässt sich automatisch grüner gestalten, wenn du echten Ökostrom beziehst. Viele unserer nachhaltigen Green PearlsⓇ Unterkünfte produzieren ihren grünen Strom sogar selbst und sind somit aktiver Teil der Energiewende.
#2 Beim Fernsehen: Auf HDR und Home-Cinema verzichten
Fernseher werden immer größer und können technisch immer mehr. Eine dieser Neuerungen nennt sich High Definition Range (HDR) und sorgt dafür, dass das Bild noch plastischer wirkt. Dieses Feature ist allerdings unglaublich energieintensiv und war sogar der Grund dafür, dass das Energieeffizienzsiegel für Fernseher überarbeitet werden musste.
Im Menü kannst du HDR bei einigen Smart-TVs deaktivieren (und vielleicht nur dann nutzen, wenn du wirklich mal einen tollen Fantasy-Film genießen möchtest, wo du dich wirklich auf die Bilder konzentrierst). Weiterhin verbrauchen kleinere Bildschirme in der Regel weniger Strom.
Einige nachhaltige Hotels verzichten übrigens komplett auf einen Fernseher, wie du in diesem Blogbeitrag über Hotel-Fernseher nachlesen kannst.
#3 Bei E-Mails auf die Bildanzeige verzichten
Ein schlaues Mailprogamm lässt sich so einstellen, dass die Bilder nur auf Wunsch angezeigt werden. Wenn ich einen Newsletter und Mails mit aufwendigen Bildsignaturen etc. erhalte – so sehe ich (bei Outlook) kleine “x”. Erst mit ein Klick auf den Befehl “Bilder anzeigen” – werden diese geladen.
Laut Carbonliteracy verursacht
- eine kurze Mail auf dem Laptop 0,2 Gramm und
- eine Mail, die zehn Minuten geschrieben und 3 Minuten gelesen wird 17 Gramm CO2.
- E-Mails mit “großem Anhang” benötigen nach Angaben der Donau-Universität sogar 50 Gramm.
#4 Bei WhatsApp CO2 sparen
Über WhatsApp werden laut Angaben des Unternehmens rund 100 Milliarden Nachrichten täglich versandt.
- Eine einzelne WhatsApp-Nachricht verursacht laut Think Digital Green mit 0,02 Gramm CO2 auch nur relativ wenig Kohlenstoffdioxid-Emissionen
- bei einem Foto sind es allerdings bereits 2 bis 4 Gramm und
- bei einer Videominute 30 bis 56 Gramm.
Hier kannst du dich einfach darauf trainieren, alles, was unnötig ist, einfach mal wegzulassen oder anstatt deine Gruppe gleich mit 40 Urlaubsbildern zu bombardieren, einfach die schönsten drei auszuwählen.
#5 CO2 Emissionen von TikTok liegt höher als bei YouTube
Wie Environment.co vorrechnet verursacht
- eine Minute TikTok gucken 2,63 Gramm CO2-Emissionen und
- eine Minute YouTube 0,46 Gramm
Der Grund dafür sei, dass Google als der Eigentümer von YouTube auf erneuerbare Energien setzt, was den CO2-Fußabdruck deutlich verringert (hier siehst du direkt ein Beispiel für die Wichtigkeit von Ökostrom, die wir bei Punkt 1 genannt haben).
#6 CO2-Fußabdruck von Instagram
Wie dir vielleicht aufgefallen ist, gibt es bei Instagram mittlerweile auch sehr viele bewegte Bilder – doch da es immer noch eine Foto-Plattform ist, verursacht sie mit
- 1,05 Gramm CO2 pro Instagram-Minute
weniger als TikTok (interessanterweise aber mehr als YouTube). Quelle: CarbonLitaracy
Fazit: Unsere digitalen Technologien konsumieren etwa 8 bis 10 des weltweiten Stroms und sind für 2 bis 4 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Bei (d)einem umweltbewussten Lebensstil solltest du dies somit beachten.
PS: Schon mal an Digital Detox gedacht? Hier erfährst du, wie ein Digital Detox Wochenende im HUBERTUS Moutain Refugio Allgäu aussehen könnte:
Digital Detox Wochenende im HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu



