Mathildenhöhe Darmstadt - Mein Tipp

Die Mathildenhöhe – Ein Welterbe im Herzen von Darmstadt

Die Mathildenhöhe – Ein Welterbe im Herzen von Darmstadt

Die Mathildenhöhe, genauer gesagt die Darmstädter Künstlerkolonie, wurde 2021 als Weltkulturerbe anerkannt und gehört zu den schönsten Orten, die das Rhein-Main-Gebiet zu bieten hat. (Wobei ich ein wenig voreingenommen sein könnte, da ich in Darmstadt aufgewachsen bin :D) Bestehend aus zwei Teilen, dem Hauptteil mit Hochzeitsturm, Russische Kapelle und Ausstellungsgebäude und der Dreihäusergruppe, thront sie über Darmstadt. Besonders im Sommer ein Muss. In diesem Insight will ich dir dieses Herzstück meiner Heimatstadt ein wenig näherbringen. BILD: @Branko Srot |Stock.Adobe.com

 

Geschichte der Mathildenhöhe

Die Mathildenhöhe wurde bereits im 19. Jahrhundert als großherzoglicher Hofgarten angelegt und 1897 auf Geheiß Ludwigs III., auf ihr die Darmstädter Künstlerkolonie gegründet. Ziel war es, ein Zentrum für die damals aufkommende Reformbewegung in Architektur, Kunst und Handwerk zu schaffen. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurde sie in vier Ausstellungen erweitert und präsentiert sich heute mit 23 Teilelementen als einzigartiges Zeugnis der frühen Moderne, von denen ich hier drei kurz vorstellen möchte.

 

Hochzeitsturm

Der wohl bekannteste Teil der Künstlerkolonie ist der Hochzeitsturm, auch Fünf-Finger-Turm genannt, der von Joseph Maria Olbrich entworfen und 1908 fertiggestellt wurde. Er wurde zu Ehren der zweiten Hochzeit von Großherzog Ernst Ludwig errichtet und auch heute noch haben Paare die Möglichkeit, sich hier trauen zu lassen. Doch auch außerhalb von seiner Verwendung als Hochzeitslocation ist der 48 Meter hohe Fünf-Finger-Turm einen Besuch wert. Er bietet mit seiner Aussichtsplattform nicht nur einen der besten Ausblicke über Darmstadt, sondern ist auch architektonisch und gestalterisch ein sehenswertes Bauwerk.

 

Ausstellungsgebäude

Direkt an den Fünf-Finger-Turm anschließend findest du das Ausstellungsgebäude, welches aber leider noch bis Herbst 2024 unter Renovierungsarbeiten steht. Ebenfalls entworfen von Joseph Maria Olbrich, wurde es zeitgleich mit dem Hochzeitsturm fertiggestellt und diente als Ort für Aus­stellungen, öffent­lichen Veran­stalt­ungen und kulturellen Tagungen der Stadt. Aber auch ohne Veranstaltungen würde ich jedem, der die Mathildenhöhe besucht, empfehlen, oben auf dem weitläufigen „Balkon“, ein wenig Rast zu machen und den wunderschönen Blick über die Stadt zu genießen.

 

Die Russische Kapelle

 Vor den anderen beiden und direkt hinter dem Lilienbecken findest du die Russische Kapelle mit ihren goldenen Kuppeln, die vor allem dadurch herausragt, dass sie ein wenig fehl am Platz wirkt. Gebaut wurde sie auch unabhängig von der Künstlerkolonie. Und zwar für die Besuche der Zarenfamilie, in die eine Schwester von Großherzog Ernst Ludwig hineingeheiratet hatte. Sie wurde bereits 1899 nach den Plänen von Leontij Benuas fertigstellt und dient heute der russischen Gemeinde in Darmstadt als Kirche und kann außerhalb deren Gottesdienste besucht werden.

 

Mein Tipp für Sommer:

Gerade im Sommer ist die Mathildenhöhe mit ihren Wiesen, Bänken und dem Café im Platanenhain ein wunderschöner Ort, um sich auszuruhen. Hier kannst du ein wenig Sonne tanken und später den Sonnenuntergang mit Blick über Darmstadt genießen. Etwas, was ich (und der Rest von Darmstadt) mindestens 2-3 Mal jeden Sommer mache 🙂 Außerdem ist der Rosenhöhenpark nicht weit von hier, dessen Besuch ich ebenfalls wärmstens empfehlen kann.

Autor: Ben Staudt


Related Posts