Milch ist eines der Grundnahrungsmittel, welche in fast jedem Haushalt konsumiert werden. Sei es der morgendliche Cappuccino, die Cornflakes oder die vielen anderen Milchprodukte wie Butter, Käse und Co, die wir über den Tag verteilt essen oder trinken. Doch wie so viele andere Produkte trägt auch die Milchproduktion zum CO2-Anstieg und damit leider auch zum Klimawandel bei. Warum das so ist und was du selbst dagegen tun kannst, erklären wir dir in diesem Insight. BILD: tookapic | Pixabay
Milch als Klimaschädling
Ein wesentlicher Grund für die Klimaschädlichkeit stellt der Methanausstoß von Milchkühen da. Dieses entsteht bei der Verdauung der Wiederkäuer und wird von ihnen in großen Mengen ausgestoßen. Laut Umweltbundesamt ist eine Tonne emittiertes Methan dabei auf 100 Jahre gesehen so klimaschädlich wie 25 Tonnen Kohlendioxid! Aber auch die Erzeugung des Futters für die Kühe, z.B. durch den Einsatz von Düngemitteln, Monokulturen und Pestiziden, trägt erheblich zur schlechten Klimabilanz der Milch bei. Nicht artgerechtes Futter erhöht zudem den Methanausstoß. Laut einer weiteren Studie des Umweltbundesamtes verursacht das Futter allein sogar 18-34% der CO2-Emissionen der Milch. Aber natürlich sind auch der Transport von Milchprodukten sowie die Herstellung und Entsorgung von Verpackungsmaterial ein Problem für Klima und Umwelt. Es handelt sich also um ein vielschichtiges Problem, das nur schwer zu lösen ist.
Was man selbst dagegen tun kann
Natürlich ist es schwierig, ganz auf Milch zu verzichten, da sie in so vielen Lebensmitteln enthalten ist. Deshalb empfehlen wir dir, zunächst den Konsum zu reduzieren und öfters mal Alternativen auszuprobieren. Auch solltest du auf Biomilch und Biomilchprodukte umsteigen. Diese sind nämlich fast immer umweltfreundlicher als ihre konventionellen Konkurrenten, nicht zuletzt, weil die Kühe hier öfter auf der Weide grasen und so ein Teil des Futters wegfällt und ihre Diät damit natürlicher ist. Auch die Tierhaltung ist auf Biohöfen „artgerechter“, man kann sie also ebenfalls mit besserem Gewissen trinken.
Eine andere Möglichkeit ist es, wie bereits erwähnt, häufiger (und schließlich ganz) auf pflanzliche Milchalternativen wie Mandel-, Hafer- oder Sojamilch zurückzugreifen. Diese haben oft eine geringere Klimabelastung als Kuhmilch und bieten zudem eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Alternativen. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem entfällt bei solchen Alternativen die Tierhaltungskomponente komplett, also sind diese Alternativen nicht nur gut, für das Klima, sondern auch für das Tierwohl! Und schließlich gilt natürlich wie immer beim Verpackungsmaterial: Richtig trennen, z.B. den Deckel in den Kunststoff- und nicht in den Papiermüll, und am Ende richtig entsorgen!
Wenn du dich von diesem Insight inspiriert fühlst und ein paar vegane Pflanzendrinks ausprobieren möchtest, dem empfehlen wir abschließend einen Blick in diesen Blog zu werfen. 🙂
Nachhaltig, gesund, klimafreundlich? Beliebte Pflanzendrinks aus grünen Hotels im Check



