Sand als Reisesouvenir? Darum nicht!

Sand als Reisesouvenir: Warum man ihn lieber liegen lassen sollte

Sand als Reisesouvenir: Warum man ihn lieber liegen lassen sollte

Die Verlockung ein bisschen Sand als Reisesouvenir von deinem Lieblingsstrand mitzunehmen ist groß. Schließlich ist er kostengünstiger und persönlicher als ein Souvenir aus dem Laden und sogar vermeintlich umweltfreundlicher. Doch warum es besser ist, ihn einfach liegenzulassen, erfährst du hier. BILD: davidraynisley | Pixabay

 

Rechtliche Gründe: Es gibt viele Länder wie Thailand, Ägypten und Italien, in denen die Mitnahme von Sand streng verboten ist. Auf Sardinien etwa kann ein Gesetzesbruch ein Bußgeld von 500 bis 3000 Euro nach sich ziehen. Zwar ist es in anderen Ländern wie Deutschland und Kroatien grundsätzlich erlaubt, jedoch gibt es andere triftige Gründe, es zu unterlassen.

 

Sand als erschöpfbare Ressource: Wie der Business Insider 2018 berichtete, verbrauchen wir Menschen weitaus mehr Sand als „nachproduziert“ wird. Etwa 50 Milliarden Tonnen pro Jahr! Benutzt wird dieser für Mikrochips, Kosmetik, Medizin, Beton etc. und stammt hauptsächlich von Fluss-, See- und Meeresböden. Dies führt unter anderem dazu, dass Strände auf der ganzen Welt schrumpfen und in einigen Gebieten sogar Sand importiert wird, um dem entgegenzuwirken.

 

Umwelteffekte: Sandstrände sind Lebensräume verschiedener Arten, einschließlich brütender Vögel, Meeresschildkröten und Pflanzen, die speziell an salzige Bedingungen angepasst sind. Das Entfernen von Sand beeinträchtigt ihre Fortpflanzung und Nahrungssuche und somit auch das Ökosystem an sich. Zudem stellen Dünen und Sandstrände natürliche Barrieren gegen Sturmfluten dar und können somit die Auswirkung von Naturkatastrophen lindern. Eine Schutzwirkung, die durch ihre Abtragung natürlich beeinträchtigt wird.

 

Was machst du am Ende mit dem Sand? Klar, ist es eine schöne Idee, ein bisschen Sand seines Lieblingsstrandes als Erinnerung aufzubewahren. Aber brauchst du wirklich einen weiteren (nutzlosen) „Staubfänger“ in deinem Haus? Vor allem in Hinblick auf die möglichen Umweltauswirkungen desselben?

Und ein Glas Sand mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, aber wenn man es auf Millionen von Touristen hochrechnet, kommen sehr schnell große Mengen zusammen. Weshalb wir empfehlen, ihn einfach liegenzulassen und anstatt Reisesouvenir lieber andere Souvenirs in Betracht zu ziehen.

 

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