Der Wald im Harz - Waldentwicklung im Nationalpark - GREEN TRAVEL BLOG

Der Wald im Harz – Waldentwicklung im Nationalpark

Der Wald im Harz – Waldentwicklung im Nationalpark

Schön ist das nicht: Der Wald im Harz ist aktuell ein toter Fichtenwald. Ein Ranger führt Touristen im September 2023 und erklärt: Der Wald wird sich jetzt verändern. © Dietrich Cornelius

 

Der Wald im Harz soll sich von allein entwickeln

Der Ranger im Nationalpark Harz nennt es nicht Klimawandel, er sagt nur: Es ist wärmer geworden. Ein Klima, das Fichten gar nicht mögen. Die Fichte ist ein Baum der Hochlagen. Dass es auch in den Tieflagen so viele Fichten in Deutschland gibt, liegt daran, dass der Mensch bereits seit rund 2000 Jahren nachhilft. Fichten wachsen relativ schnell und ihr Holz wurde schon früh an Bergwerke und in die Städte verkauft. Der meiste Fichtenwald wurde im Harz kommerziell genutzt. Dies hat sich geändert, seit die Waldfläche 2006 in einen Nationalpark umgewandelt wurde. Das Naturschutzgebiet rund um den Brocken gehört zu den größten Waldnationalparks Deutschlands – doch aktuell geht es dem Wald nicht gut.

Auf der Webseite des Nationalparks heißt es:

„Stürme, Hitzewellen und Trockenheit als Folge des Klimawandels schwächen die Bäume. Borkenkäfer als Nutznießer dieser Schwäche lassen die meist menschengeprägten, älteren Fichtenforste im Nationalparkgebiet großflächig absterben.“

Dies soll allerdings als Neuanfang verstanden werden. In etwa 30 Jahren wird hier ein völlig neuer Wald stehen.

 

So wird sich der Waldnationalpark nun verändern:

  • In den Höhenlagen, wo der hohe Nadelbaum von Natur aus heimisch ist, wachsen nun neue junge Fichten. Der Nationalpark geht davon aus, dass die Fichte hier weiterhin die Hauptbaumart bleiben wird. Es siedeln sich allerdings auch ein paar Laubbäume an, wie die Weide, die Eberesche und der Bergahorn.
  • In den Tieflagen setzen sich überwiegend Laubbäume durch. Hier werden die Fichten verschwinden. Obwohl das oberste Ziel ist, dass sich der Wald von selbst entwickelt, hilft der Nationalpark mit vereinzelten Pflanzungen nach. Wie der Ranger erklärt, würden hier von Natur aus vor allem Buchen wachsen, weshalb jetzt stellenweise Buchen gepflanzt werden.
  • Das Totholz wird liegengelassen. Es bietet verschiedensten Waldbewohnern Unterschlupf und so ist das scheinbar Tote schon jetzt wieder voller Leben.

 

Der Nationalpark Harz sieht aktuell ziemlich schlimm aus – doch kannst du es auch als Chance verstehen und der neuen Wildnis bei ihrer Entstehung zusehen. Deine Kinder werden den Wald im Harz dann ganz anders erleben!

 


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