Na, hast du schon genug von den ganzen Bärlauch-Bildern auf Instagram? Nein? Sehr gut! Ich nämlich auch nicht! Und deshalb habe ich mich gefreut, wie ein Kind, als ich bei uns im Wald ebenfalls Bärlauch-Wiesen entdeckt habe. Und nicht nur eine, sondern gleich fünf oder sechs! Ein Traum! Bevor dich jetzt aber auch das Such-und-Sammel-Fieber packt, lies dir kurz die Hinweise durch, wie du Bärlauch erkennen kannst, damit du nicht versehentlich eine falsche Pflanze sammelst!
Bärlauch erkennen: So geht’s!
Die einfachste Antwort: Am Geruch! Wenn du ein Bärlauchblatt abzupfst oder schneidest, dann riecht es intensiv nach Knoblauch. Also wirklich intensiv! Das kannst du gar nicht falsch deuten 😉
Ansonsten sind die Blattform, die Farbe und das weitere Aussehen Erkennungsmerkmale. Bärlauch hat eine tiefgrüne Farbe (gerade jetzt im wenig belaubten Wald kannst du Bärlauchwiesen meist schon von weitem erkennen). Die Blätter sind oval und spitz zulaufend. Und sie sind matt. Daran kannst du sie zum Beispiel auch von den giftigen Maiglöckchen unterscheiden, deren Blätter glänzen!
Übrigens: Bärlauch findest du vor allem in schattigen Laubwäldern! Wenn du so einen in der Nähe hast, dann lohnt sich ein Spaziergang mit der Intention, nach Bärlauch Ausschau zu halten 😉
Und noch eine Info: Ab etwa Mitte Mai beginnt der Bärlauch zu blühen und die Blätter verlieren stark an Aroma. Die beste Zeit zum Sammeln ist also jetzt!
Bärlauch-Pesto und Bärlauch-Butter selber machen
Zurück mit deiner Ausbeute und Lust, sie direkt zu verarbeiten? Dann kommen hier zwei schnelle Rezeptideen, die du ganz einfach umsetzen kannst!
Bärlauch-Pesto
Dafür brauchst neben Bärlauch Mandeln, Olivenöl, etwas Salz, kaltes Wasser und je nach Geschmack etwas Hafersahne. Ach, und ein leistungsstarker Pürierstab ist auch hilfreich!
Gib alle Zutaten in ein hohes Gefäß und püriere alles bis es eine leicht cremige, pesto-artige Konsistenz hat. Je nachdem, wie intensiv du den Bärlauchgeschmack haben willst, gibst du einfach etwas mehr von den anderen Zutaten dazu. Wenn dir dein Pesto noch zu scharf ist, dann hilft ein Schuss Hafersahne.
Ich habe das Ganze kurz aufgekocht, um es anschließend in Gläsern einzuwecken. So tötest du auch alle etwaigen Keime wie den Fuchsbandwurm, ab.
Wenn du dein Pesto frisch verzehren oder den Bärlauch in der Bärlauchbutter verarbeiten willst, solltest du ihn extra gründlich und mit heißem Wasser waschen.
Bärlauchbutter
Für die Bärlauchbutter habe ich eine Hand voll Bärlauch klein gehackt und mit ein wenig Salz zur weichen Butter gegeben, ordentlich verrührt und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Natürlich kann sie auch direkt auf den Tisch, aber der Geschmack wird intensiver, wenn du es etwas stehen lässt 😉
Noch mehr Inspiration für Blüten und Kräuter auf dem Teller gibt es hier.



