(Beinahe) Zero-Waste in der Festival-Edition - GREEN TRAVEL BLOG

(Beinahe) Zero-Waste in der Festival-Edition

(Beinahe) Zero-Waste in der Festival-Edition

Sommer, Sonne, Festivalzeit! Nach zwei Jahren Corona-Pause stehen viele Festivals endlich wieder in den Startlöchern oder sind bereits gelaufen. Kaum etwas ist schöner, als die Tage und Nächte mit Freunden zu verbringen, zu tanzen, zu feiern und ganz nebenbei noch die ein oder andere neue Band zu entdecken. Nicht selten bin ich mit neuen Lieblingsacts wieder nach Hause gekommen, die danach in Dauerschleife liefen. 

Was mich jedoch bei beinahe allen Festivalbesuchen stört, ist die Unmenge an Müll, die sich am Ende auftürmt. Und das leider nicht nur um die Recycling-Spots herum … Aber nachhaltig oder sogar Zero-Waste auf einem Festival? Geht das überhaupt? 

Starten wir beim Essen. Viele Festivals bieten inzwischen eine ganze Reihe vegetarischer oder veganer Food-Stände an. Und im Zweifel gibt es auf jeden Fall irgendwo Pommes. Im Camp herrschen dann aber doch die Raviolidosen vor. Dabei sind gerade vegane Lebensmittel wie gemacht für ein Sommerwochenende auf dem Festival! Couscous und Co. brauchen keine Kühlung, lassen sich mit etwas heißem Wasser aufgießen und mit beliebigen Zutaten aufpeppen. Süß oder salzig, scharf oder mild, ganz nach dem eigenen Geschmack (Top-Tipp: Couscous, Zimt, Apfel und ein bisschen Honig!) Wenn ihr vorher im Unverpacktladen wart, ist das Ganze auch Zero Waste.

Bei Kosmetik und Hygieneartikeln lässt sich der Müll sogar noch leichter vermeiden: ein Stück Seife statt der Duschgelflasche aus Plastik und ein Glas mit Zahnputztabs anstelle der Tube und schon ist man für den Festivalbesuch gerüstet. Wenn es doch das klassische Duschgel sein soll, dann macht bitte einen großen Bogen um die Probiergrößen. Die sind zum einen teuer und zum anderen bekommt ihr mehr Plastik als alles andere … 

Noch mehr Tipps für ein plastikfreies Badezimmer findet ihr hier.

Falls doch Müll entsteht (es ist echt nicht leicht, alles an Müll zu umgehen, gerade wenn man sich an den Foodstalls durchprobiert), dann entsorgt ihn an den entsprechenden Stationen. Noch besser wäre natürlich, wenn man ihn wieder mit nach Hause nimmt. Dort kann er in jedem Fall sauber getrennt werden, um das Recylingpotenzial voll auszuschöpfen.

Richtig erschreckend fand ich übrigens, wie viele Zelte, Schlafsäcke und sogar Möbelstücke nach so einem Festival einfach zurückgelassen werden! Vieles davon ist nur leicht kaputt oder schmutzig. Initiativen sammeln diese nach dem Festival auf, reinigen und reparieren diese und stellen die Ausrüstung anschließend Obdachlosen und Menschen in Not zur Verfügung. Über 100 Zelte wurden letztes Wochenende auf dem Hurricane eingesammelt! Für mehr Infos schaut euch dazu den Hashtag #NachSommerKommtKalt an. Als Nächstes wird übrigens auf dem Deichbrand gesammelt. Vielleicht sieht man sich dort 😉 


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