Vor Kurzem bin ich für einen ganzen Monat durch Peru gereist und habe dort jede Menge spannende Erfahrungen gesammelt. Vom Regenwald, über anstrengende Wanderungen und Städtetrips bis zum Strandtag war alles dabei. Einige Tipps und Eindrücke möchte ich heute und in den folgenden Blogposts zum Thema gerne mit euch teilen.
Sollte ich Peru mit einem Wort beschreiben, so wüsste ich wirklich nicht, welches das sein sollte. Das Land sieht auf der Landkarte zwar im Vergleich zum riesigen Brasilien nicht sehr groß aus, doch das täuscht. Viel wichtiger ist allerdings, dass die Landschaft hier so viele Facetten zeigt, dass es fast unmöglich scheint, sie in nur wenigen Worten zu beschreiben. Von der Küste mit ihren teils menschenleeren Sandstränden über die Wüste mit schier endlos erscheinenden Dünen. Von den unfassbar beeindruckenden Anden mit schneebedeckten Gipfeln, Gletschern aber auch waldbedeckten Bergen und Tälern bis hin zum Regenwald, durch den sich der Amazonas schlängelt.
Alleine aufgrund der Größe des Landes, mit unterschiedlichen Klimazonen und langen Distanzen, ist Peru kein Land für eine kurze Reise. Statt also in einer Woche nur die bekannten „Highlights“ abzuklappern, lohnt es sich wirklich, sich Zeit zu nehmen und tiefer in die Kultur einzutauchen, die immer wieder überraschende Natur zu bestaunen und mit einem vollen Koffer an Eindrücken zurück nach Hause zu reisen.

Ein Kindheitstraum wird wahr: ab in den Regenwald!
Wer als Kind Tarzan gesehen hat, der kann bestimmt verstehen, wie groß meine Begeisterung über die Reise in den peruanischen Regenwald war! Mit einem Boot über den Amazonas schippern, sich durch das Dickicht des Urwalds kämpfen und exotische Tiere entdecken, so habe ich mir den Aufenthalt vorgestellt – und bis auf das „Durchs-Dickicht-kämpfen“ ist es auch genau so gekommen. Übernachtet haben wir in der Inkaterra Reserva Amazónica in wunderschönen Cabañas, mit eigener Hängematte und Blick auf den Fluss. Morgens wurden wir von Brüllaffen geweckt und sind auf dem Weg zum Frühstück einem Tukan über den Weg gelaufen.

Neben dem exzellenten Service und Essen waren für mich die geführten Touren das eigentliche Highlight der Lodge: die Guides sind wirklich hervorragend ausgebildet! Wer schon häufiger auf Reisen an geführten Touren teilgenommen hat, weiß, welch großen Einfluss ein guter Guide auf das Erlebte hat.
Aber zurück zum Thema: Bei der Buchung der Inkaterra Reserva Amazónica sind einige der Touren inklusive, über weitere kann man sich im Eco-Center informieren und sie einfach dazu buchen. Wir haben eine Bootstour auf dem Lake Sandoval gemacht und konnten dabei sowohl einen kleinen Alligator, als auch Mini-Fledermäuse, Seeotter und jede Menge Vögel sehen. Sehr spannend und lecker war auch die Tour zu einer ökologischen Obstfarm (inkl. Vor-Ort-Verkostung :-)). Abends haben wir Tiere an den Ufern des Madre de Dios beobachtet, einen Vormittag lang eine Tierauffangstation besucht und bei einer weiteren Tour gelernt, wie man Paranüsse knackt und Schokolade aus Kakaobohnen selbst herstellt.

Orchideen, Machu Picchu und der Nebelwald
Nach diesem ersten Abenteuern dachte ich eigentlich, dass es nicht mehr besser werden kann – doch ich habe mich geirrt! Vom Regenwald ging es nach Cusco und anschließend mit dem Zug weiter nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt für den Besuch des UNESCO Weltkulturerbes Machu Picchu. Hier waren wir im Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel untergebracht, das auf einem wunderschön grün bewachsenen Areal liegt! Auf dem Gelände befindet sich auch eine Andenbär-Rettungsstation, ein Orchideengarten und einiges mehr. Eine Tour zu den Orchideen lohnt sich in jedem Fall sehr: Unser Guide hat uns so viel Spannendes über die Pflanzen erzählt und hatte zum Glück auch eine Lupe für die besonders kleinen Exemplare dabei. Ein weiteres Highlight auf der Tour: hier fliegen überall Kolibris!


Unser Ausflug zum Machu Picchu wurde ebenfalls von Inkaterra organisiert und auch hier hat sich der Guide extrem bewährt. So viele Infos hätten wir sonst bestimmt nicht bekommen! Übrigens sind wir erst nachmittags zur Inka-Ruine und hatten sie so fast für uns alleine. Da inzwischen die meisten Touristen früh morgens kommen, ist es nachmittags viel angenehmer und leerer. Und wenn dann noch die Sonne über den Bergen des Nebenwalds untergeht, erlebt man eine wirklich magische Stimmung. Aufgrund der Overtourism-Debatte waren meine Erwartungen an Machu Picchu nicht so hoch, aber es war wirklich ein besonderes Erlebnis.

Und da wir so viel erlebt und so viele Eindrücke gesammelt haben, nehmen wir euch im nächsten Teil mit nach Cusco und zum Rainbow-Mountain!
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