Schloss Lerchenhof Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/tag/schloss-lerchenhof/ GREEN PEARLS® – curated for sustainable impact Thu, 11 Jun 2026 11:36:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://green-travel-blog.com/wp-content/uploads/2019/10/cropped-logo-perle-green-pearls.png Schloss Lerchenhof Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/tag/schloss-lerchenhof/ 32 32 Aktivurlaub mit Haltung: Natur erleben, bewusster unterwegs sein https://green-travel-blog.com/de/aktivurlaub-mit-haltung-natur-erleben-bewusster-unterwegs-sein/ https://green-travel-blog.com/de/aktivurlaub-mit-haltung-natur-erleben-bewusster-unterwegs-sein/#respond Tue, 16 Jun 2026 06:06:37 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74915 Den ganzen Tag im Liegestuhl abhängen? Zu viel Essen, zu wenig Bewegung? Am Ende des Urlaubs hast du zwar jede Menge Fotos auf dem Handy, aber die Orte darauf nicht wirklich erlebt. Aktivurlaub ist genau das Gegenteil davon. Hier heißt es nicht „Ich vor einem…

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Den ganzen Tag im Liegestuhl abhängen? Zu viel Essen, zu wenig Bewegung? Am Ende des Urlaubs hast du zwar jede Menge Fotos auf dem Handy, aber die Orte darauf nicht wirklich erlebt. Aktivurlaub ist genau das Gegenteil davon. Hier heißt es nicht „Ich vor einem Berg“, sondern „ich und der Berg“.

 

Welche Arten von Aktivurlaub passen zu dir?

Bist du lieber am Wasser oder lieber im Wald? Es gibt aktuell sechs Aktivurlaub-Arten die als besonders beliebt gelten und wovon dich sicherlich eine ansprechen wird.

Hier stellen wir sie vor – inklusive passender Regionen und individueller Unterkünfte. Einige Hotels unterstützen dich dabei sogar mit Equipment, Tourentipps, Guides oder praktischer Logistik für deine Outdoor-Abenteuer.

 

#1 Wandern & Trekking: Langsamer unterwegs sein

Wandern im Nationalpark Hohe Tauern
Wandern im National Park Hohe Tauern ©Martin Lugger für Nationalpark Hohe Tauern

 

Wandern gehört zu den beliebtesten Formen des Aktivurlaubs. Kein Wunder: Du brauchst oft nicht viel mehr als gute Schuhe, Zeit und Motivation. Eine solide Grundfitness ist zwar hilfreich, aber du in den meisten Regionen wirst du eine Tour finden, die zu deinem Level passt. Beim Wandern erleben viele Menschen etwas, das im Alltag oft verloren geht: Ruhe, Konzentration und das Gefühl, wirklich in einer Landschaft anzukommen.

Empfehlenswert für deinen Wanderurlaub sind Regionen, die nicht nur klassische Panoramawege bieten, sondern auch bewusst naturnahe Konzepte entwickeln.

Das Team vom SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb schwärmt vom „ALBTAL.Abenteuer.Track“, welcher direkt in der Nähe des Hotels startet. Die Route führt abseits klassischer Wanderwege durch den Nordschwarzwald. Querliegende Äste, matschige Passagen und steilere Abschnitte (mit Seilhilfe) gehören hier zum Konzept. Statt perfekt präparierter Wege geht es um echtes Trekkinggefühl mit Wildnis-Flair. Gleichzeitig wurde die Strecke so angelegt, dass Schutzgebiete und sensible Lebensräume berücksichtigt werden. Das heißt, es fühlt sich an, als würdest du abseits der markierten Wege wandern, bist es aber nicht.

 

Wandern mit Guides und Rangern im Hohe Tauern Nationalpark

Auch Osttirol zeigt, wie sich Aktivurlaub und Naturerlebnis verbinden lassen. Das Naturhotel Outside in Matrei liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern – zwischen Großglockner und Großvenediger. Das Wanderhotel unterstützt dich bei der Planung und Durchführung deines Wanderurlaubs das ganze Jahr über mit geführten Touren und Leih-Ausrüstung. Das bewusste Erleben der Bergwelt steht im Vordergrund, wie Wanderconcierge Karin Steiner im Interview erzählt.

Lies hier ihre Tipps zum Wandern in Hohe Tauern.

 

Lama-Trekking

Mädchen führt ein Lama auf einer Wanderung durch den Wald
Lama-Trekking im Wald ©Bobby | Stock.Adobe.com

 

Eine besonders entschleunigte Variante empfiehlt das APIPURA hotel rinner auf dem Ritten in Südtirol. Dort kannst du bei einem nah gelegenen Anbieter mit Lamas und Alpakas wandern. Die Tiere werden an der Hand geführt und geben automatisch das Tempo vor. Angeboten werden unterschiedliche Touren – vom entspannten Familienausflug bis zu längeren Wanderungen Richtung Dolomiten oder Drei Zinnen.

 

Kurzer Nachhaltigkeits-Check Wandern

Wandern gilt grundsätzlich als ressourcenschonende Reiseaktivität. Entscheidend ist aber das Verhalten vor Ort.

Unsere Tipps:

  • Bleibe auf den markierten Wegen.
  • Hinterlasse keinen Müll.
  • Respektiere Wildruhezonen.
  • Nutze öffentliche Verkehrsmittel oder Shuttle-Angebote um zu deinen Startpunkten zu gelangen.
  • Unterstütze lokale Guides und kleinere Anbieter.

 

#2 Radfahren & E-Bike-Touren: Regionen intensiv erleben

Mann auf dem E-Bike in den Dolomiten
Mit dem E-Bike vom Hotel unterwegs durch die Dolomiten ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Kaum eine Reiseform boomt derzeit so sehr wie der Fahrrad- und E-Bike-Urlaub. Besonders Regionen wie Südtirol profitieren davon: Gut ausgebaute Wege, Bergpanorama, Almen und Täler machen die Region ideal für Touren unterschiedlichster Fitnesslevel.

E-Bikes ermöglichen es zudem längere Strecken oder Höhenmeter entspannt zu bewältigen. Gleichzeitig entsteht ein langsameres Reisegefühl als mit dem Auto.

 

Alpen-Hotels mit E-Bike-Verleih

Das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel liegt auf 2.000 Metern Höhe mitten in der Berglandschaft der Seiser Alm in den Dolomiten. Im Sommer starten direkt vor der Tür zahlreiche Mountainbike- und E-Bike-Routen mit Panorama-Ausblick auf die UNESCO-geschützte Naturkulisse. Gäste können E-Bikes direkt im Hotel leihen und die Region autofrei erkunden. Da sich das Hotel im geschützten Naturgebiet befindet, sind viele Verkehrsbewegungen dort ohnehin reguliert. Um die sensible Berglandschaft zu entlasten, darfst du zum Beispiel dein Auto nur am An- und Abreisetag mit einer Genehmigung zum Hotel fahren.

Das vegane Adults-only-Hotel LA VIMEA befindet sich in Naturns bei Meran – einer Region, die für ihr besonders vielfältiges Netz aus Radwegen bekannt ist. Hier treffen mediterranes Klima, Obstgärten und alpine Berglandschaften aufeinander. E-Bikes kannst du hier ebenfalls direkt im Hotel ausleihen und damit sowohl gemütliche Talstrecken als auch anspruchsvollere Bergtouren erkunden.

Im My Arbor bei Brixen können Gäste ebenfalls unkompliziert Fahrräder mieten. Das Hotel arbeitet dafür mit dem lokalen Anbieter Sportservice Erwin Sticker zusammen. Die gewünschte Ausrüstung wird direkt ins Hotel geliefert. Wenn du dein eigenes Fahrrad mitbringst, kannst du es im großen Fahrradraum sicher unterstellen (und laden). Für Mountainbiker gibt es Downhill-Trails über die Plose oder du wählst lange Strecken ins Dolomiten Gebirge.

Als viertes Hotel mit eigenem E-Bike-Verleih schlagen wir das Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa im Berchtesgadener Land vor. Vom Hotel aus starten zahlreiche Touren durch die deutsche Alpenregion.

 

Geführte Bike-Touren & regionale Angebote

Urlaub mit dem Fahrrad im Schwarzwald
© SCHWARZWALD PANORAMA

 

Der Ritten in Südtirol ist eine weitere vielseitige Bike-Region in den Alpen. Die ADLER Lodge RITTEN hat nicht nur einen kostenlosen E-Bike-Verleih, sondern bietet auch mehrmals wöchentlich geführte E-Bike-Touren (ebenfalls kostenlos) mit ihren Guides an. Beliebt sind z. B. Touren zu den Erdpyramiden.

Das APIPURA hotel rinner arbeitet mit dem Tourismusverein Ritten zusammen. Dieser bietet ebenfalls wöchentlich E-Bike-Touren mit lokalen Guides an. Als Hotelgast erhältst du kostenlos die RittenCard, mit der dann auch der Fahrradverleih und die Touren kostenfrei sind.

 

Kurzer Nachhaltigkeits-Check E-Bike & Fahrrad

Fahrradreisen können helfen, Autofahrten vor Ort zu reduzieren – besonders in Regionen mit guter Infrastruktur. Trotzdem gilt:

  • nicht querfeldein fahren
  • sensible Alm- und Waldwege respektieren
  • gute Akkupflege
  • lokale Verleihstationen nutzen

Mehr Inspiration findest du auch hier:

 

#3 Wasser erleben: Rafting, SUP & Küstenabenteuer

Urlaub und Wasser sind besonders im Sommer eine tolle Kombination. Gleichzeitig gehören Seen, Küsten und Flüsse zu sensiblen Ökosystemen und gerade bei Wassersport solltest du besonders bewusst unterwegs sein.

Das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz setzt daher auch auf ruhige Wasseraktivitäten wie Kajakfahren und Stand-up-Paddling. Viele Gäste bringen eigenes Equipment mit oder leihen es bei kleinen lokalen Anbietern aus. So lässt sich die Küste intensiv erleben, ohne Motorboote oder große Infrastruktur.

Das Lifestylehotel SANDnature in Timmendorfer Strand eignet sich als Ausgangspunkt für Windsurfen, SUP oder Kajakfahren an der Ostsee. In Zusammenarbeit mit regionalen Surfschulen (z. B. Surfschule Timmendorfer Strand) kannst du Kurse buchen oder Ausrüstung leihen. Gerade die Ostsee mit ihren flachen Einstiegen gilt als guter Spot für Anfänger*innen.

 

Wildwasser-Rafting in den Alpen

Nachhaltiger Wassersport in Südtirol
Rafting auf wilden Flüssen ©EKH-Pictures | Stock.Adobe.com

 

Wenn du Action suchst, könnte Rafting genau das richtige für dich sein. Hier haben uns zwei Unterkünfte in Tirol ihre Rafting-Tipps gegeben:

Das Bio- und Wellnessresort Stanglwirt empfiehlt Wildwasser- und Raftingtouren auf der Tiroler Ache. Sie arbeiten mit dem Anbieter Mountain-High zusammen, der von familienfreundlichen Schlauchbootfahrten bis zu sportlicheren Touren eine große Auswahl hat. Ramona vom Stanglwirt betont, dass ihnen die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern wichtig ist und die geführten Touren, Naturerlebnis und Sicherheit verbinden.

Auch die Summit Lodges Pfunds und das Schloss Lerchenhof in Kärnten empfehlen Rafting-Erlebnisse mit professionellen, lokalen Guides.

Die Summit Lodges sind Ferienhäuser für bis zu 6 Personen und nicht weit von dem bekannten Rafting-Klassiker Imster Schlucht entfernt. Mehr Infos zu den Touren (für Pros oder Familien) findest du auf Lemmingtours.

Das Hotel Schloss Lerchenhof passt gut zu dir, wenn du Slow-Food-Küche, Hofprodukte und familiäre Atmosphäre magst. Informationen zum Rafting auf der Gail findest du auf der verlinkten Seite.

 

Nachhaltigkeits-Check Wassersport

Nicht jeder Wassersport ist automatisch naturverträglich. Besonders wichtig:

  • möglichst unmotorisiert fahren
  • Abstand zu Brut- und Schilfzonen halten
  • keine Tiere verfolgen
  • keine Sonnencreme mit problematischen Inhaltsstoffen ins Wasser bringen
  • nur erlaubte Bereiche nutzen
  • lokale Regeln beachten

Mehr dazu:

 

#4 Winter-Aktivurlaub

Junge Frau beim Skifahren in den Dolomiten
Skifahren in den Dolomiten | ©Annika Vossen for Paradiso Pure.Living

 

Winterurlaub bedeutet heute nicht mehr automatisch nur Ski fahren. Schon allein aufgrund des Schneemangels vielerorts erweitern viele Regionen ihr Angebot bewusst um ruhigere und naturbezogenere Aktivitäten wie Winterwandern, Schneeschuhwandern oder Langlauf.

Gleichzeitig versuchen auch einige Skigebiete sich stärker zu engagieren, indem z. B. Konzepte für Kunstschnee entwickelt werden, bei denen Wasser speziell dafür gestaut wird oder der Gondelbetrieb auf Ökostrom umgestellt wird.

Es gibt einige Green PearlsⓇ Hotels, die direkt an der Skipiste liegen. Das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel befindet sich im Gebiet Dolomiti Superski. Das Hotel Bella Vista Zermatt wiederum bietet Zugang zum bekannten Zermatter Skigebiet Matterhorn Ski Paradise.

 

Winteraktivitäten ohne Ski

Wenn du ohne Skier aktiv sein möchtest, findet in den Hygna Chalets im Tiroler Alpbachtal eine schöne Region für Winterwanderungen oder Schneeschuhtouren. In den Chalets findest du einen Rückzugsort mit Sauna, Infinitypool und teilweise privatem Whirlpool. Dieser wird nur auf Knopfdruck befüllt und beheizt und läuft durch moderne Technik so energieeffizient wie möglich mit Ökostrom.

 

BU Im My Arbor auf der Plose gibt es geführte Winterwanderungen und als Ausflugsziel bietet sich der Plosebob an. XXXXX

 

Nachhaltigkeits-Check Wintersport

Winterurlaub ist komplex. Beschneiungsanlagen und Liftinfrastruktur stehen immer wieder in der Kritik und der Klimawandel stellt den klassischen Wintersport vor Herausforderungen.

Bewusster reisen im Winter kann bedeuten:

  • Skigebiete mit Schneesicherheit wählen (wobei diese trotzdem beschneit werden, aber dann zumindest nur zusätzlich und nicht ausschließlich)
  • Winterausrüstung (Ski, Schneeschuhe etc.) leihen und nicht kaufen
  • länger bleiben statt Wochenendtrips
  • Bahn statt Auto nutzen
  • Aktivitäten ohne große Infrastruktur ausprobieren (z. B. Langlauf statt Downhill)
  • Unterkünfte wählen, die transparente Maßnahmen zu Energie und Mobilität kommunizieren

HIER auch wieder weitere Verlinkungen?

 

Canyoning am Wasserfall
Beim Canyoning geht es mit einem Seil hinunter in die Schlucht BILD: Pixabay

#5 Bergsteigen & Canyoning

Vielleicht suchst du im Aktivurlaub auch bewusst eine Herausforderung. Nicht um Rekorde zu brechen, sondern um mentale Stärke, Konzentration und Naturerfahrung zu gewinnen.

In Zermatt gehört Bergsteigen seit Jahrzehnten zur Identität der Region. Das Hotel Bella Vista Zermatt ist ein guter Ausgangspunkt für alpine Bergtouren – vom geführten Breithorn-Aufstieg für Einsteiger*innen bis zur berühmten Matterhorn-Besteigung für erfahrene Alpinist*innen.

Eine ganz andere Form von Abenteuer bietet Canyoning. Dabei bewegst du dich durch Schluchten, Wasserläufe und natürliche Felsformationen. Das italienische Relais del Maro empfiehlt Touren mit „Movimento & Natura“ in Ligurien. Die Routen starten nur 20 Minuten vom Hotel entfernt und führen durch klare Bergbäche und enge Schluchten – begleitet von professionellen Guides und angepasst an unterschiedliche Erfahrungslevel.

 

Nachhaltigkeits-Check Bergsport

Gerade in sensiblen Gebirgsregionen gilt:

  • nur mit erfahrenen Guides auf anspruchsvolle Touren gehen
  • vorher recherchieren (Wetter, Bedingungen, Schwierigkeitsgrad) und sich selbst ehrlich einschätzen
  • Wetterbedingungen respektieren
  • keine Drohnen in Schutzgebieten nutzen
  • keine Abkürzungen quer durchs Gelände nehmen
  • kleine Gruppengrößen bevorzugen

 

#6 Abenteuer & Multisport

Nicht alle Aktivurlaube drehen sich nur um klassische Sportarten. Immer beliebter werden auch Multisport-Angebote, Outdoor-Challenges oder Natur-Workshops.

 

Gleitschirmfliegen als Alternative zum Fallschirmspringen

Ein besonders spannender Trend ist Gleitschirmfliegen. Im Gegensatz zum Fallschirmspringen benötigt Paragliding kein Flugzeug als Absprunghilfe. Gestartet wird meist vom Berg aus. Dadurch verursacht Gleitschirmfliegen deutlich weniger Emissionen.

Regionen rund um die Plose, den Wilden Kaiser oder Berchtesgaden bieten zahlreiche Anbieter für Tandemflüge – etwa beim My Arbor (Anbieter Tandem-Fly), Bio- und Wellnessresort Stanglwirt (mehrere Anbieter auf der Webseite der Region Wilder Kaiser) OLM Nature Escape (nur 12 Kilometer entfernt in Ahornach) oder Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa (wo du ebenfalls eine Reihe von Anbietern bei der Tourismusinformation Bad Reichenhall findest).

 

Aktive Spiele, Workshops und Outdoor-Funparks

Angeln, Holzhacken und andere aktivtäten für Männer-Aktivurlaub in Tirol
Mens Craft Days ©Hotel Klosterbräu

 

Wer lieber am Boden bleibt, findet ebenfalls außergewöhnliche Erlebnisse.

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld veranstaltet beispielsweise die „Men Craft Days“. Dabei stehen im Winter Aktivitäten wie Schneeschuhwandern, Eisbaden, Biathlonschießen oder Iglu-Bau auf dem Programm. Im Sommer geht es z. B. zum Fischen oder Holzhacken gemeinsam in die Natur.

Das SCHWARZWALD PANORAMA empfiehlt die „Black Forest Games“. Dies sind Team-Challenges mit Bogenschießen, Hufeisenwerfen oder Laser-Biathlon.

Im Schloss Lerchenhof wiederum wartet ein naturnah angelegtes Felsenlabyrinth mit Flying Fox, Hochseilelementen und Waldparcours. Auch der Abenteuerpark Immenstaad am Bodensee beim Naturresort Gerbehof verbindet Bewegung und Naturerlebnis.

 

Nachhaltigkeits-Check Abenteuerurlaub

Action muss nicht automatisch schlecht für die Umwelt sein. Entscheidend sind:

  • regionale Anbieter
  • kleine Gruppen
  • Sicherheitsstandards
  • respektvoller Umgang mit Landschaften und Natur
  • möglichst wenig zusätzliche Infrastruktur

 

Fazit: Aktivurlaub funktioniert am besten mit Respekt vor der Natur

Ob Wandern, Radfahren, Wassersport oder Abenteuer: Aktivurlaub ist eine wunderbare Gelegenheit, deine Urlaubsregion intensiver wahrzunehmen, neue Erfahrungen zu machen und wieder stärker mit der Natur in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig förderst du deine Gesundheit und kannst dich auch mental ganz anders entspannen als auf einem Liegestuhl. Bei einer anspruchsvollen Trekkingtour musst du dich auf deine Schritte konzentrieren – da bleibt keine Zeit, um über etwas anderes nachzudenken.

Der Umwelt zuliebe lohnt es sich, Aktivitäten bewusst auszuwählen und sie mit Rücksicht auf Tiere, Pflanzen und lokale Gemeinschaften zu gestalten. Professionelle Guides können dabei helfen, Regionen sicher und respektvoll zu erleben – besonders in sensiblen Naturgebieten oder bei anspruchsvolleren Sportarten.

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Essen. Schlafen. Krise. Was hilft? Urlaub, der dich aus deiner Komfortzone bringt https://green-travel-blog.com/de/essen-schlafen-krise-was-hilft-urlaub-der-dich-aus-deiner-komfortzone-bringt/ https://green-travel-blog.com/de/essen-schlafen-krise-was-hilft-urlaub-der-dich-aus-deiner-komfortzone-bringt/#respond Fri, 05 Jun 2026 06:45:35 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74451 Hungrig? Schnell Essen per App bestellen. Orientierung verloren? Das Handy kennt den Weg. Geschafft nach dem Arbeitstag? Netflix an. Neue Menschen kennenlernen? Swipe nach rechts. Unser Alltag ist voll von Dingen, die bequem geworden sind. Doch Experten warnen davor, dass wir uns in einer Komfort-Krise…

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Hungrig? Schnell Essen per App bestellen. Orientierung verloren? Das Handy kennt den Weg. Geschafft nach dem Arbeitstag? Netflix an. Neue Menschen kennenlernen? Swipe nach rechts. Unser Alltag ist voll von Dingen, die bequem geworden sind. Doch Experten warnen davor, dass wir uns in einer Komfort-Krise befinden, die zu mentalen und körperlichen Problemen führt.

 

Was ist die Komfort-Krise?

Den Begriff „Comfort Crisis“ prägte der US-Autor Michael Easter mit seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 2021. Dafür begab er sich unter anderem allein in die Wildnis Alaskas – bewusst fern von Komfort, Dauerablenkung und ständiger Verfügbarkeit. Seine zentrale These:

Unser modernes Leben ist zwar bequemer geworden als je zuvor, doch genau das kann uns auf Dauer unzufriedener, gestresster und mental weniger widerstandsfähig machen.

In seinem Buch verbindet Easter wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und beschäftigt sich mit Themen wie Bewegung, Ernährung, Einsamkeit, Langeweile, Natur und Stress.

Hier sind einige der wichtigsten Gedanken aus „The Comfort Crisis“ (zusammengefasst vom Online-Magazin Baige)

  • Herausforderungen machen widerstandsfähiger: Wer sich regelmäßig bewusst kleinen Herausforderungen aussetzt, lernt besser mit Stress umzugehen. Resilienz entsteht nicht durch Dauerkomfort, sondern durch Erfahrungen außerhalb der eigenen Routine.
  • Alleinsein kann guttun: Viele Menschen empfinden Einsamkeit sofort als etwas Negatives. Dabei kann bewusste Zeit allein helfen, sich selbst besser kennenzulernen.
  • Dauerablenkung verhindert Kreativität: Smartphone, Streaming und Social Media füllen jede freie Minute. Langeweile ist jedoch nicht automatisch schlecht – sie kann ein Impuls sein, kreativ zu werden oder neue Ideen zu entwickeln.
  • Natur wirkt beruhigend: Studien zeigen, dass Aufenthalte in der Natur den Cortisolspiegel senken können (besonders dann, wenn wir dabei nicht permanent aufs Handy schauen).
  • Bewusst essen statt nebenbei konsumieren
  • Nicht alles muss sofort bequem sein: kleine unbequeme Momente können langfristig dabei helfen, sich lebendiger und präsenter zu fühlen.
  • Die Endlichkeit des Lebens macht vieles klarer: Sich bewusst zu machen, dass Zeit begrenzt ist, kann helfen, Prioritäten neu zu setzen. Was ist wirklich wichtig? Was tut gut? Und womit verbringen wir eigentlich unsere Tage?

 

Durchbreche deine Komfort-Krise – im Urlaub

Fahrradfahren ist gut für die Phsyche belegen Studien
Es muss nicht immer bequem sein. An Herausforderungen wächst du. ©vilma3000 | Stock.Adobe.com

 

Urlaub kann ein Raum sein, um Dinge anders zu machen. Neues auszuprobieren. Stille auszuhalten. Sich selbst wieder zu spüren. Oder auch einfach mal etwas zu wagen, das man sich zuhause niemals trauen würde. Da du eh außerhalb deiner gewohnten Routinen unterwegs bist, fällt es leichter, auch mal unbequeme und neue Dinge auszuprobieren.

Um Ideen zu sammeln, wie du auf Reisen aus deinen eingefahrenen Routinen ausbrechen kannst, haben wir mit Gastgeber*innen aus dem Green Pearls® Netzwerk gesprochen.

 

Für den Start: Verlasse auch die Komfortzone des „unreflektierten Reisens“

Schmelzende Gletscher, Artensterben, Mikroplastik, Meeresmüll – manchmal wirkt die Klimakrise so groß, dass wir lieber wegsehen. Schnell mal ein Flug übers Wochenende, Einwegplastik im Urlaub oder ein fix gebuchtes Hotel, bei dem du nicht weißt, woher Essen oder Energie eigentlich kommen.

Bei Umfragen geben Reisende immer wieder an, dass sie gern nachhaltiger reisen “würden” und dies an sich gut und wichtig finden, nur bei dem “Wie” da wirkt die Recherche schon wieder wie eine Hürde, für die man zu träge geworden ist.

Damit kannst du für die nächste Reise gleich anfangen und z. B. Unterkünfte auswählen, die transparent über ihre Maßnahmen sprechen. Unterstütze solche, die regionale Lebensmittel einsetzen, erneuerbare Energien nutzen, Naturkosmetik verwenden und Mitarbeitenden faire Arbeitsbedingungen ermöglichen. Viele Hotels im Green Pearls® Netzwerk erfüllen dies und fördern zudem eine autofreie Anreise.

Nachhaltiger zu reisen ist nicht immer der bequemste Weg. Aber es ist auch nicht der unbequemste, sondern oft nur ein kleiner Schritt mehr oder abseits der gewohnten Weisen. Und jeder kleine Schritt macht deinen Urlaub bewusster.

 

Trau dich was! Urlaubsideen für alle, denen der Alltag zu bequem geworden ist

#1 Boxen mit Björn Schulz im Stanglwirt

Boxen klingt für viele erstmal einschüchternd und schmerzhaft. Doch genau deshalb kann es spannend sein.

Ramona aus dem Team des Bio- und Wellnessresort Stanglwirt erzählt:

„Eine Möglichkeit, aus der eigenen Komfortzone herauszutreten, ist bei uns das Angebot, sich auch auf ungewohnte Formate einzulassen – etwa im Rahmen einer Box-Session mit Björn Schulz, die nicht nur körperlich fordert, sondern auch mentale Stärke, Fokus und Energie vermittelt.“

Beruhigend: Im Mittelpunkt vom Training mit Björn stehen nicht Härte oder Aggression, sondern Konzentration, Ausdauer und Fitness.

Personal Trainer Bjön Schulz hilft Gästen vom Stanglwirt aus der Komfortzone herauszukommen.
Screenshot vom Instagram-Account von @bjoern.schulz.personalcoach. Hier siehst du ihn u. a. im Training mit der ungeschlagenen Profiboxerin Elisa Frey und mit Arnold Schwarzenegger.

 

#2 Teufelssprung und Hängebrücke in Osttirol

Das Naturhotel Outside liegt mitten im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol – umgeben von Dreitausendern, Schluchten und wilden Flüssen. Die Region bietet viele Möglichkeiten, die eigene Komfortzone ziemlich deutlich hinter sich zu lassen.

Zum Beispiel beim „Teufelssprung“: einem kontrollierten freien Fall von rund 40 Metern in eine bis zu 140 Meter tiefe Schlucht. Oder auf der Hängebrücke über der Iselschlucht. Sie ist 84 Meter lang und führt in rund 90 Metern Höhe über die tosende Isel.

Frau hängt am Bunjee-Seil über der Schlucht
Teuffelssprung in Matrei ©Peter Maier | TVB Osttirol

 

#3 Stand-Up-Paddling an der Ostsee

Nicht jede Herausforderung muss extrem sein. Manchmal reicht schon ein Brett auf dem Wasser.

Marion Muller vom SANDnature an der Ostsee empfiehlt Stand-Up-Paddling als Möglichkeit, Neues auszuprobieren. Balance halten, ins Wasser fallen, wieder aufstehen. Gleichzeitig wirst du beim „SUP“ schnell Erfolgsmomente haben und Spaß macht es obendrein.

Das SANDnature selbst liegt nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Nach einem Frühstück mit Bio-Produkten kannst du direkt Richtung Meer starten.

Nachhaltigkeitstipp: Statt ein eigenes Board zu kaufen, kannst du dir vor Ort eines leihen oder an einem SUP-Kurs teilnehmen (z. B. in der Surfschule Timmersdorf)

 

#4 Wattwanderung im Wattenmeer

Wandern im Wattenmeer
Wattwanderung ©smile-design | Stock.Adobe.com

 

Das Wattenmeer verändert sich ständig. Ebbe und Flut, Wind und Strömungen – hier spürst du die Gewalten der Natur und lernst die Artenvielfalt kennen, der wir oft keine Beachtung schenken.

Das SANDglow an der Nordsee rät Gästen, sich auf das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer (LINKXXX) einzulassen – etwa bei geführten Wattwanderungen oder Ausflügen zu Halligen. Gerade in den kühleren Jahreszeiten oder bei ungemütlichem Wetter, kostet es dich vielleicht Überwindung, hinaus auf’s Watt zu gehen (und dann auch noch barfuß). Doch wenn du danach bei einem Tee das Erlebnis Revue passieren lässt, fühlst du dich so lebendig wie selten zuvor.

 

Handy. Termine. Krise. Warum Abschalten manchmal die größte Herausforderung ist

Vielleicht kennst du das: Selbst freie Minuten fühlen sich nicht mehr wirklich frei an. Sobald irgendwo eine Lücke entsteht, greifen wir automatisch zum Smartphone. Nachrichten, Bilder, Termine, Arbeit, Social Media.

Stille, ohne dass wir sie mit Technik füllen, wird ungewohnt und kann sogar eine echte Herausforderung sein.

 

#1 Digital Detox am See

Gastgeber Klaus Pichler vom Hotel Weihrerhof in Südtirol sagt:

„Im Weihrerhof laden wir unsere Gäste bewusst dazu ein, ihre Komfortzone auf eine besondere Weise zu verlassen: durch Digital Detox. Wir schlagen vor, das Handy zwischendurch bewusst beiseitezulegen, Benachrichtigungen auszuschalten und sich ganz auf See, Wald und Stille einzulassen. Kein Muss, sondern eine Einladung.“

 

Frau im nachhaltigen Hotelzimmer genießt Blick auf den See in Südtirol
Die ruhige Lage direkt am Wasser macht es vielen Gästen leichter, wirklich abzuschalten. Zudem gibt es eine kleine “Digital-Detox-Überraschung” für dich. ©Hotel Weihrerhof

 

#2 Nichts tun erlaubt

„Und, was hast du im Urlaub gemacht?“

„Nichts.“

Für viele klingt das fast wie ein Scheitern. Urlaub scheint oft nur dann „gelungen“, wenn er voller Aktivitäten und Programmpunkte ist, die man mit hunderten von Fotos belegen kann.

Das Baumhotel My Arbor bei Brixen sieht das anders. Gastgeberin Alexandra Huber sagt:

„Bei uns dürfen Gäste sich ruhig trauen, einmal ganz bewusst nichts zu tun.“ – My Arbor

Ausschlafen ohne Wecker. Im Wald sitzen. Den Tag nicht komplett durchplanen. Für manche Menschen ist genau das die eigentliche Herausforderung.

Auch das Naturresort Gerbehof am Bodensee setzt auf Ruhe, Natur und Rückzug. Umgeben von Wald und Obstplantagen finden Gäste hier Raum zum Durchatmen – mit Möbeln aus Holz aus dem eigenen Wald, Wellnessangeboten und stillen Orten zum Ankommen.

 

#3 Waldbaden im LA VIMEA

Mann mit Augenmaske küsst einen Baum beim Waldbaden in Naturns Südtirol
Waldbaden: Bist du bereit, dich so auf die Natur einzulassen? ©goinggreenmedia für LA VIMEA

Das vegane Hotel LA VIMEA in Südtirol bietet geführtes Waldbaden an – inspiriert vom japanischen Shinrin Yoku. Gemeinsam mit Yoga- und Meditationslehrer*innen gehen Gäste bewusst langsam durch den Wald, nehmen Geräusche, Gerüche und Licht wahr und konzentrieren sich auf die Verbindung zur Natur.

 

#4 Yoga statt Dauerstress

Auf der kroatischen Insel Iž liegt das Hotel Korinjak – ein Ort, an dem das Verlassen der Komfortzone nicht bedeutet, etwas Spektakuläres zu tun, sondern langsamer zu werden.

Das Team beschreibt es so:

„Die Komfortzone zu verlassen muss keine lauten “Extrem-Challenges” beinhalten. Für manche Gäste ist es bereits ungewohnt, einfach mal einen Gang runter zu schalten.”

Weiterhin wissen sie:

“Der Weg zur Selbsterkenntnis ist selten der einfachste. Manchmal bedeutet er, unangenehme Gefühle auszuhalten, Gewohnheiten zu hinterfragen oder den ständigen Drang nach Produktivität loszulassen. Doch genau darin kann Wachstum entstehen.“

Unterstützt werden Gäste dabei z. B. durch Yogakurse, Breathwork, tägliche Klangschalen-Sessions und meditative Angebote.

 

Fasten: Weniger Essen, mehr Wahrnehmen

Jeder hat schon von Heilfasten gehört, doch kannst du dir auch vorstellen, dies wirklich selbst einmal auszuprobieren? Mehrere Hotels aus dem Green PearlsⓇ Netzwerk bieten Fastenwochen in einem begleitenden Rahmen an:

Im SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb gibt es Fasten nach Dr. Buchinger oder basische Fastenkuren. Ergänzt werden sie durch Yoga, geführte Fasten-Wanderungen, Meditationen und Anwendungen im Selfness-Bereich. Es gibt zudem einen Wellnessbereich mit Schwimmbad. Nachhaltiger Pluspunkt: Gäste übernachten dort unter anderem in sogenannten Circular Living Zimmern, die mit komplett kreislauffähigen Materialien ausgestattet sind.

 

Der Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern bietet Leberfasten nach Dr. Worm und hat auch Angebote speziell für Alleinreisende. Das Vier-Sterne-Superior Hotel ist ein Gesundheitshotel und verfügt über ein integriertes Gesundheitszentrum. Gastgeber Dr. med. Färber ist es wichtig, dass seine Methoden wissenschaftlich fundiert sind.

 

Auf Teneriffa ist an das OCÉANO Health Spa Hotel ein F.X.-Mayr-Zentrum angeschlossen, das seit über 20 Jahren Fastenkuren nach der F.X.-Mayr-Methode begleitet. Das Hotel wurde ebenfalls von Gastgebern gegründet, die gleichzeitig Ärzte sind. Gäste werden dort medizinisch und therapeutisch betreut und können unterschiedliche Programme wählen – vom klassischen Einstieg bis zu Kombinationen mit Bewegung oder Stressmanagement.

Oceano, fastenkuren, Teneriffa
Das Fastenzentrum direkt am Atlantik hilft dir bei einer Fastenkur. ©OCÉANO Health Spa Hotel

 

Mitmachen statt nur konsumieren

„Bei uns darf man nicht nur zuschauen – man darf mitmachen“, sagt Johann Steinwender vom österreichischen Schloss Lerchenhof. Dies sei ebenfalls ein Weg für manche Gäste, die Komfort-Krise zu durchbrechen. Gäste könnten mit in den Stall kommen, die Schweine füttern, auf dem Feld bei der Ernte helfen oder verschiedene Slow-Food-Workshops mit ihm besuchen.

 

Sprich Italienisch

Martina Dellerba vom Relais del Maro hat einen Vorschlag, für alle, die schon ein bisschen Italienisch können:

„Sprich im Urlaub Italienisch – und versuche es vielleicht sogar mit dem ligurischen Dialekt.“

Eine Überwindung, die sich lohnt. Nicht nur wirst du merken, dass du schnell besser wirst, auch wirst du mit Sicherheit von den Einheimischen mit offenen Armen empfangen und deine Bemühungen werden wertgeschätzt (Das gilt übrigens nicht nur in Italien!)

Das Albergo Diffuso Relais del Maro liegt mitten im kleinen Dorf Borgomaro in Ligurien. Du wohnst somit nicht abgeschottet in einer Hotelanlage, sondern Tür an Tür mit den Bewohner*innen. Sehr hilfreich, wenn du dich trauen willst, kleine Gespräche auf Italienisch zu führen.

 

Raus aus der Komfortzone und näher zu dir selbst

Ein Urlaub ist immer eine gute Möglichkeit, die eigene Routine zu durchbrechen und Neues zu erleben. Wir hoffen, wir konnten dir noch einige Ideen geben, was du dich zusätzlich “trauen” könntest, um deine eigene Komfortzone zu verlassen.

Das Gute daran ist, dass du auch Dinge, die erstmal ein bisschen unangenehm erscheinen, als Chance für persönliches Wachstum begreifen kannst. (z. B. den Zug statt dem Auto nehmen oder versuchen, Menschen in einer dir fremden Sprache anzusprechen). Und wenn es dir im Urlaub gelingt, immer mal deine bequemen Routinen zu durchbrechen, dann wird es dir auch zu Hause leichter fallen!

 


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Eine Person mit roter Jacke steht auf einem Felsen und blickt auf eine wolkenverhangene Berglandschaft im Morgen- oder Abendlicht. Im Vordergrund ist großflächig weißer Text platziert: 'ESSEN. SCHLAFEN. KRISE. WAS HILFT? EIN URLAUB, DER DICH AUS DEINER KOMFORTZONE'.

Hängeseilbrücke über einen reißenden Fluss in einer bewaldeten Schlucht mit zwei wandernden Personen

Der Beitrag Essen. Schlafen. Krise. Was hilft? Urlaub, der dich aus deiner Komfortzone bringt erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

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Umbauen statt Neubauen: Wie Hotels alte Mauern retten https://green-travel-blog.com/de/umbauen-statt-neubauen-wie-hotels-alte-mauern-retten/ https://green-travel-blog.com/de/umbauen-statt-neubauen-wie-hotels-alte-mauern-retten/#respond Tue, 26 May 2026 06:06:55 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74367 „Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere…

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„Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere Nutzungen werden weitererzählt.

Ehemalige Klöster werden zu Wellnesshotels, historische Bauernhöfe zu Bio-Retreats und alte Bausünden zu Design-Hideaways. Gebäude, die eigentlich ihre Funktion verloren hatten, bekommen ein neues Leben – oft mit viel Feingefühl für Architekturgeschichte, Materialität und Atmosphäre.

Hotels wandeln sich vom “Ort zum Übernachten” zu „Bewahrern“ von Baukultur.

 

Warum Umbauen als Zukunftsmodell gilt

Inkaterra La Casona in Cusco. © Inkaterra Hotels - nachhaltig Reisen in Peru - UNESCO Welterbe Cusco
Der Spa-Bereich vom La Casona in Cusco befindet sich in einem historischen Gebäude. ©Inkaterra Hotels

 

Jahrzehntelang galt Neubau in der Architektur als Ideal: größer, effizienter, moderner. Heute wächst dagegen das Bewusstsein dafür, wie viele Ressourcen bereits im Bestand stecken.  

In Mauern, Fundamenten, Dachstühlen und Fassaden ist sogenannte „graue Energie“ gespeichert – also jene Energie, die bereits bei Herstellung, Transport und Nutzung (also dem „Verbauen“) der Materialien verbraucht wurde. Wird ein Gebäude abgerissen und das Material entsorgt, geht diese Energie verloren.

Gleichzeitig mit dem Bewusstsein für Ressourcennutzung verändert sich auch der ästhetische Blick. Sichtbare Spuren der Vergangenheit gelten längst nicht mehr als Makel. Im Gegenteil: Gewachsene Architektur wirkt oft authentischer als makellose Neubauten. Alte Gewölbe, historische Stuben, Natursteinmauern oder originale Holzbalken erzählen Geschichten, die kein Neubau imitieren kann.

Hotels eignen sich besonders für diese Art der Transformation. Sie können historische Gebäude wirtschaftlich erhalten und gleichzeitig öffentlich zugänglich machen. Statt leerzustehen, werden ehemalige Klöster, Höfe oder Herrenhäuser wieder genutzt und bleiben damit Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Region.

 

Ist Umbauen wirklich ressourcenschonender als Neubauen?

Ja. Darauf weisen zahlreiche Studien und Fachinstitutionen hin. Entscheidend ist vor allem der Erhalt der bereits vorhandenen Bausubstanz.

Was dafür spricht:

  • Erhalt grauer Energie: In bestehenden Gebäuden steckt bereits viel Energie aus Herstellung und Bau der Materialien. Abriss vernichtet diese Ressourcen.

  • Weniger Bauabfälle: Der Gebäudesektor verursacht große Mengen an Abfall. Abriss und Neubau erzeugen deutlich mehr Materialverbrauch als Sanierungen.

  • Geringere Emissionen über den Lebenszyklus: Laut Studien des Wuppertal Instituts verursacht die energetische Sanierung eines typischen Mehrfamilienhauses über den gesamten Lebenszyklus betrachtet etwa halb so viele CO₂-Emissionen wie ein Neubau.

  • Schutz von Flächen: Umbauten benötigen häufig keine zusätzliche Flächenversiegelung.

  • Erhalt kultureller Identität: Historische Gebäude prägen Ortsbilder und regionale Baukultur.

 

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass in Deutschland weiterhin tausende Gebäude abgerissen werden, ohne zuvor die Auswirkungen auf Klima und Ressourcen zu prüfen.

Auch international wächst der Druck auf die Baubranche: Laut World Economic Forum entfallen rund 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf den Gebäudesektor. Durch das fortlaufende Bevölkerungswachstum wird bis 2060 extrem viel neue Wohnfläche benötigt. Wenn dies alles neu gebaut werden würde (Rechnungen zufolge würden wir dann jeden Monat eine neue Großstadt benötigen!), würde dies enorme negative Umweltauswirkungen haben.

 

Klosterhotels: Wenn spirituelle Architektur weiterlebt

Nachhaltiges Hotel Klosterbräu Luxushotel Inneneinrichtung mit nachhaltigen Materialien
Das 5-Sterne-Hotel Klosterbräu verbindet Geschichte und Moderne. ©David Johansson | Hotel Klosterbräu

 

Ein geschichtsträchtiger Gebäudetyp sind die Klöster. Jahrhunderte lang waren sie Zentren christlicher Spiritualität, Orte des Wissens, der Heilkunst, der Landwirtschaft und Gastfreundschaft. Doch die Zeit der Klöster ist vorbei. Weltweit sinkt die Zahl der Mönche und Nonnen in einen verschwindenden Bereich.

Was passiert mit diesen oft denkmalgeschützten Anlagen?

Ehemalige Klöster in Hotels umzubauen, gilt (was mich bei meinen Recherchen zum Artikel über Klosterhotels überraschte) als ein “best case” Szenario. Die katholische Kirche erlaubt Verkäufe solcher Gebäude nur für eine „ehrwürdige Nutzung“. Und Hotels, die das klösterliche Erbe sichtbar bewahren, werden ausdrücklich begrüßt. (Dinge wie Wellness mit “textilfreien Bereichen” oder Zimmer an Unverheiratete sieht die Kirche heute offensichtlich anders als im Mittelalter.)

 

Hotel Klosterbräu: Vom Augustinerkloster zum Wellnesshotel

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol zeigt eindrucksvoll, wie historische Nutzung weitergeführt werden kann. Ursprünglich war das Gebäude ein Augustinerkloster, gegründet Anfang des 16. Jahrhunderts. Schon damals wurden hier Pilger beherbergt.

Heute ist daraus ein Fünf-Sterne-Wellnesshotel geworden. Doch viele architektonische Elemente des Klosters blieben erhalten: der Gewölbekeller, originales Mauerwerk und sogar die ehemalige Klosterglocke, die heute über dem Außenpool hängt.

Auch die Brautradition wurde bewahrt. Damit bleibt nicht nur die Architektur sichtbar, sondern auch ein Teil der immateriellen Geschichte des Hauses.

 

Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa: Architektur der Gesundung

Klosterhoh, nachhaltiges Gesundheitshotel in Deutschland - Drohnenshot der Hotelanlage + Außenansicht
Das Hotel Klosterhof beherbergte einst Augustiner-Mönche und hat eine wunderbare Lage in Berchtesgaden. ©Klosterhof Alpine Hideaway & Spa

 

Auch das 4-Sterne-Superior Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain war einst Teil eines Augustinerklosters. Die historischen Strukturen der einstigen Klosterökonomie reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Ein verbindendes Element zur Geschichte des Hauses ist die Heilkunde. Gastgeber Dr. Andreas Färber integrierte ein medizinisches Gesundheitszentrum in das Hotel – eine zeitgenössische Interpretation jener Heiltradition, für die viele Klöster früher bekannt waren.

 

Green Spirit Hotel Le Pavillon in Paris: Ein ehemaliges Frauenkloster

Mitten im 7. Arrondissement von Paris findest du das Green Spirit Hotel Le Pavillon, einst ein Frauenkloster. Das Gebäude entstand im 19. Jahrhundert.

Gerade in Paris, wo Klöster über Jahrhunderte das Stadtbild prägten, erzählen solche Orte viel über die Geschichte der Stadt. Statt leerzustehen, bleibt die historische Architektur heute Teil des urbanen Lebens und bietet dir einen ruhigen Rückzugsort inmitten der Stadt.

 

Schlosshotels: Nach der Dekadenz kommt die Denkmalpflege

3 Generationen der Familie Steinwender vor dem nachhaltigen Schloss Lerchenhof
3 Generationen der Familie Steinwender kümmern sich um die Gäste ©Schloss Lerchenhof

 

Schlösser sind Monumente vergangener Machtverhältnisse. Sie stehen für Reichtum, Repräsentation und Herrschaft. Nachhaltigkeitsgedanken spielten beim Bau solcher Anwesen naturgemäß keine Rolle.

Und trotzdem wäre ein Abriss kaum vorstellbar. Denn Schlösser sind nicht nur Gebäude, sondern kulturelle Zeugnisse ihrer Zeit. Aber: Viele könnten ohne touristische Nutzung gar nicht erhalten werden.

 

Schloss Lerchenhof: Liebevoll erhalten durch die Familie

Im Kärntner Schloss Lerchenhof setzt die Gastgeberfamilie Steinwender bewusst auf Weiterentwicklung und Denkmalpflege.

Wenn du im heutigen Boutiquehotel Urlaub machst, siehst du nicht nur die historische Schlossfassade, sondern gehst auch durch ein historisches Stiegenhaus zu den Zimmern.

Doch nicht nur die Prestige-Zimmer wie die Bibliothek werden weitergenutzt. Der ehemalige Kuhstall ist heute ein stilvoller Festsaal. Die historische Struktur blieb erhalten, die Nutzung änderte sich vollständig.

  • Wenn du mehr über die Geschichte (psst: es ist eine wirklich tolle und ein bisschen skandalöse Liebesgeschichte) erfahren willst, lies diesen Blogartikel über Schloss Lerchenhof.

 

 

Inkaterra La Casona: Ein Herrenhaus wird zum Boutique-Hotel

Inkaterra La Casona
©Inkaterra La Casona

 

Das Inkaterra La Casona in Cusco befindet sich zwar nicht in einem Schloss, aber in einem bedeutenden Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde auf den Überresten ehemaliger Inka-Anlagen erbaut. Einst lebten hier spanische Konquistadoren wie Diego de Almagro, später residierte sogar der Befreiungskämpfer Simón Bolívar in der Casona.

Das Haus wurde mit viel Liebe behutsam zu einem Boutique-Hotel umgewandelt und wirkt durch die restaurierten Artefakte und Deckenbemalungen fast wie ein bewohnbares Museum.

 

Alte Bauernhöfe: Architektur, die gewachsen ist

Für diesen Teil gehen wir weit zurück in der Geschichte: Denn mit dem Sesshaft-Werden der Menschen entstand einer der ältesten und prägendsten Errungenschaften der Menschheit: die Landwirtschaft. Der Anbau von Nahrung und die Tierhaltung prägten über Jahrtausende nicht nur Landschaften, sondern auch Architektur. Fast jede Region entwickelte ihre eigenen bäuerlichen Bautraditionen – angepasst an Klima, Materialien und Arbeitsweisen.

Der klassische Bauernhof bestand dabei selten nur aus einem einzelnen Gebäude. Vielmehr entstand ein funktionaler Gebäudekomplex aus Wohnhaus, Stallungen, Scheunen, Speichern und Werkstätten. Oft lässt sich daher an der Architektur erkennen, welche Art von Hof einst betrieben wurde.

Allein in Deutschland unterscheiden sich beispielsweise:

  • norddeutsche Hallenhäuser mit großem zentralem Wirtschaftsraum,
  • alpine Einhöfe mit Wohn- und Stallbereich unter einem Dach,
  • Vierseithöfe in Mitteldeutschland, die einen geschlossenen Innenhof bilden,
  • oder süddeutsche Gutshöfe mit repräsentativen Wohntrakten und Wirtschaftsgebäuden.

Und auch wenn die Funktionalität natürlich im Vordergrund stand, so zeigte man auch handwerkliches Können, Geschmack und die Zugehörigkeit zu einer Region. Interessant sind z. B. Dachformen, Fenster, Ornamente, Schnitzereien, Bemalung und Verzierungen.

 

Gut Sonnenhausen: Historische Substanz trifft zeitgenössische Gestaltung

Bauernhaus umgebaut zum Hotel. Zimmer mit blick in die Natur
Das über 200 Jahre alte Bauernhaus auf dem Gelände von Gut Sonnenhausen. Dort blieben alte Strukturen sichtbar, während Materialien wie Lehmputz und Holz den historischen Charakter aufnehmen. ©Gut Sonnenhausen

 

Das Gut Sonnenhausen bei München wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Münchner Architekten Wilhelm Spannagel als Pferdegestüt nach englischem Vorbild erbaut.

Unter Öko-Pionier Georg Schweisfurth wurden die Gebäude (ehemalige Ställe,Reithalle, Bauernhaus etc.) behutsam restauriert und weiterentwickelt. Verschiedene Innenarchitekt*innen arbeiteten mit der bestehenden Struktur statt gegen sie. Historische Substanz, zeitgenössische Kunst und moderne Gestaltung verbinden sich zu einer Architektur, die bewusst nicht perfekt homogen wirkt.

 

Der Stanglwirt: Ein Hotel, das über Generationen gewachsen ist

Beim Bio- und Wellnessresort Stanglwirt in Tirol wurde Bestehendes nie vollständig ersetzt, sondern über Jahrzehnte weiterentwickelt.

Das Hotel ist kein durchgeplantes Designobjekt, sondern ein organisch gewachsenes Ensemble mit 400 Jahren Geschichte. Es ist auch das zu Hause der Familie Hauser. Der Seniorchef kam sogar in einem der Zimmer zur Welt. Die Bio-Landwirtschaft mit Kühen ist seit Generationen ein wichtiger Teil des Luxushotels und die eigenen Milchprodukte gibt es zum Frühstück.

Gäste fühlen sich hier “wie zu Hause”. Das ist den Gastgebern sehr wichtig. Ebenso ihr Selbstverständnis als Landwirt*innenn erster Linie – und nur wie nebenbei noch Gastgerber*innen und Inhaber*innen eines der bekanntesten Tiroler Hotels. 🙂

 

Albergo Diffuso: Wie ganze Dörfer gerettet werden

Relais del Maro Blick vom Pool auf das Albergo diffuso
Der Pool gehört zum Haupthaus, bestehend aus einer ehemaligen Dorf-Metzgerei. @Relais del Maro

 

Landflucht ist in vielen Dörfern ein Problem. Junge Menschen ziehen in die Städte. Dort wachsen dann auch ihre Kinder auf. Die Dörfer verfallen. Leerstand, geschlossene Geschäfte … Aus dieser Situation entstand das Konzept des Albergo Diffuso – des „verstreuten Hotels“. Statt ein großes Hotel neu zu bauen, werden mehrere bestehende Häuser eines Dorfes zu Gästeunterkünften umfunktioniert. Besonders in Italien ist diese Hotelform eine beliebte Möglichkeit, ungenutzte Gebäude vor dem Verfall zu bewahren und dir als Gast gleichzeitig ein authentisches Italien-Gefühl zu vermitteln.

 

Relais del Maro: Ein Hotel aus alten Dorfhäusern

Das Relais del Maro in Ligurien zeigt, wie dieses Konzept funktioniert. Gastgeberin Elena Scalambrin verwandelte mehrere Wohn- und Geschäftshäuser ihrer Familie in ein Vier-Sterne-Hotel. Das Haupthaus war früher beispielsweise eine Metzgerei. Heute befinden sich dort Frühstücksterrasse und Pool.

Das Spannende daran: Nicht nur die Gebäude bleiben erhalten. Auch das Dorf selbst profitiert. Gäste beleben lokale Cafés, Restaurants und Geschäfte – und tragen dazu bei, dass kleine Orte am Leben bleiben.

 

Wenn alte Hotels neu gedacht werden

Es muss nicht immer ein Bauwerk mit historischer Substanz sein – auch ein Bau aus den 1970er-Jahren kann radikal transformiert werden.

 

Lifestyle Resort Zum Kurfürsten: Vom Bus-Hotel zum Wellnessresort

Das heutige Lifestyle Resort Zum Kurfürsten an der Mosel war früher ein einfaches Null-Sterne-Bushotel. Gastgeber Heiner Buckermann entwickelte es Schritt für Schritt weiter – inklusive eigenem TCM-Zentrum. Statt Abriss entstand eine vollständige Neupositionierung innerhalb der bestehenden Struktur.

 

STURM in Mellrichstadt: Vom 70er-Jahre Klinkerbau zum Designhotel

Hotel STURM Außenansicht die zeigt wie man Hotels mit Umbauen statt Neubauen erhalten kann.
Im Hintergrund sieht man den ehemaligen „Klingerbau“ der nun weiß getüncht ist. Die „Loebermann-Fassade“ ist als Design-Element hinzugekommen. ©STURM

 

Das STURM in Mellrichstadt zeigt ebenfalls sehr eindrucksvoll, wie Bestand transformiert werden kann.

Das Hotel entstand in den 1970er-Jahren als typischer Klinkerbau nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Gemeinsam mit dem Architekten Prof. Matthias Loebermann verwandelten es die heutigen Gastgeber Christa und Matthias Schulz Dieckhoff in ein Design-Hideaway. Christa ist die Tochter des Erbauers und mit den beiden Söhnen Xaver und Julius ist bereits die dritte Generation im Hotel aktiv.

22 Handwerker trugen jeden einzelnen Klinkerstein von Hand ab. Die Fassade erhielt eine natürliche Oberfläche mit weiß getünchten Kalkschlamm. Davor steht heute ein Holz-Paravent – eines der Vorzeige-Objekte von Loebermann.

Auch innen setzt das Hotel auf Lehmputz, Holz und behutsame Modernisierung statt radikaler Erneuerung. Alte Deckenelemente im Restaurant wurden nicht entfernt, sondern nur schwarz gefasst, wodurch sie sich optisch zurückziehen.

 

Weitere Hotels, die auf Weiterbauen statt Abriss setzen

Viele weitere Green Pearls® Hotels zeigen, wie unterschiedlich Umbauen interpretiert werden kann:

  • Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in Südtirol renovierte innerhalb strenger UNESCO-Vorgaben mit Naturmaterialien wie Kalkputz, Stein und Holz statt neu zu bauen. Das Hotel liegt auf über 2000 Metern auf der Seiser Alm im UNESCO-Schutzgebiet Dolomiten.
  • Hotel Korinjak in Kroatien setzt auf kreative Wiederverwendung bestehender Materialien – etwa Möbel aus recycelten Holzpaletten.
  • Das Naturhotel Outside in Osttirol entwickelte seinen Wellnessbereich mit regionalen Materialien wie Lärchenholz, Lehm und Naturstein der Region weiter.
  • Im APIPURA hotel rinner in Südtirol werden während der Schließzeit historische Mauern für neue Zimmer adaptiert.
  • Der Weiherhof gestaltete Zimmer nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip um.
  • Das Hotel Luise in Erlangen experimentiert seit Jahren mit kreislauffähigen Materialien, Upcycling und nachwachsenden Rohstoffen.

All die genannten Hotels sind übrigens familiengeführt. Das heißt, die Kinder haben das Hotel von ihren Eltern (und Großeltern) übernommen.

 

Was wir von den Hotels lernen können

Umbauen ist oft komplizierter als Neubauen. Alte Mauern bringen Überraschungen mit sich, Denkmalauflagen begrenzen Möglichkeiten und historische Grundrisse lassen sich nicht beliebig verändern.

Das Alte zu bewahren ist demnach eine Herausforderung, lohnt sich aber für die Umwelt. Zudem lebt Geschichte in den Wänden, die eine besondere Atmosphäre zaubert.

Die spannendsten Hotels entstehen heute oft nicht neu auf der grünen Wiese, sondern dort, wo schon lange vor uns Menschen gelebt, gearbeitet und gebaut haben.

 


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Vier Fotos von Hotels: Oben links ein historisches Gebäude mit Rundbögen und Innenhof, oben rechts ein modernes Hotel in ländlicher Berglandschaft, unten links ein altes Gebäude mit Turm und rotem Dach, unten rechts ein moderner Bau mit Holzgeländer und weißer Fassade.

Oben ein langgestrecktes Hotelgebäude vor bewaldeten Bergen, unten ein modernes Hotel mit Holzfassade und großen Fenstern in einer grünen Parklandschaft.

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“Geiles Frühstück” – Was Hotels von Gästestimmen mitnehmen https://green-travel-blog.com/de/geiles-fruehstueck-was-hotels-von-gaestestimmen-mitnehmen/ https://green-travel-blog.com/de/geiles-fruehstueck-was-hotels-von-gaestestimmen-mitnehmen/#respond Fri, 22 May 2026 06:09:29 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74256 Bevor wir buchen, schauen wir erst mal auf die Bewertungen, oder? Und damit sind wir nicht allein. Studien zeichnen seit Jahren ein ziemlich klares Bild: Die große Mehrheit der Reisenden (oft über 80 %) liest vor der Buchung Gästestimmen. Und viele vertrauen diesen Bewertungen ähnlich…

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Bevor wir buchen, schauen wir erst mal auf die Bewertungen, oder? Und damit sind wir nicht allein. Studien zeichnen seit Jahren ein ziemlich klares Bild: Die große Mehrheit der Reisenden (oft über 80 %) liest vor der Buchung Gästestimmen. Und viele vertrauen diesen Bewertungen ähnlich stark wie persönlichen Empfehlungen – vorausgesetzt, sie wirken authentisch und differenziert. Plattformen wie Google Reviews, Booking.com oder TripAdvisor spielen demnach eine wichtige Rolle in der Buchungsentscheidung, auch wenn sich die Nutzung je nach Zielgruppe unterscheidet. Aber lesen die Hoteliers diese Bewertungen eigentlich auch selbst? Allerdings. Und genau da wird es spannend.

 

Was sagen Gästestimmen über Hotels aus?

Wir haben 18 Green Pearls® Unterkünfte gefragt: Was erwähnen eure Gäste eigentlich am häufigsten?

Die Antworten kamen aus ganz unterschiedlichen Regionen – von Tirol bis Peru, von der Ostsee bis Südtirol. Gäste-Feedback erfolgt dabei nicht nur über Plattformen, sondern auch direkt vor Ort. Im Gespräch, beim Check-out oder beiläufig zwischendurch. Wiederkehrende Eindrücke und häufige Wiederholungen bestimmter Aspekte, Angebote oder Details geben Hoteliers eine Idee davon, wie sie wahrgenommen werden.

 

Ankommen und sofort wohlfühlen

Johann Steinwender und seine Frau Karin an der Bar des nachhaltigen Boutique Hotels Schloss Lerchenhof
Johann und Karin sind Teil der großen Steinwender-Gastgeberfamilie und sorgen persönlich für die Gäste. ©Schloss Lerchenhof

„Atmosphäre“ klingt erstmal nach Floskel. Aber es ist ein absoluter Gästeliebling. Wo die Atmosphäre stimmt, fühlt man sich wohl.

Im Bio- und Wellnessresort Stanglwirt sprechen Gäste davon, sich „wie daheim“ zu fühlen – ein Eindruck, der so häufig geäußert wurde, dass er sogar zum Slogan des luxuriösen Wellnesshotels am Wilden Kaiser wurde. Entscheidend ist dabei nicht nur das Ambiente, sondern auch die sichtbare und spürbare Präsenz der Gastgeberfamilie Hauser.

Ähnlich klingt es im Hotel Klosterbräu: Gäste berichten, dass sie das Haus betreten und es sich sofort vertraut anfühlt. Die Verbindung aus jahrhundertealter Geschichte und persönlicher Betreuung durch die Gastgeberfamilie Seyrling wird hier immer wieder hervorgehoben.

Im Schloss Lerchenhof sagen die Gäste sogar, sie würden hier nicht nur Urlaub machen, sondern für eine Zeit Teil des Hauses zu sein. Auch hier spielt die enge, persönliche Beziehung zur Familie Steinwender und dem Team eine große Rolle.

Im Hotel Okelmann’s in Niedersachsen wird genau diese Mischung aus familiärem Umfeld und persönlicher Betreuung geschätzt. Familie Okelmann erwartet dich hier immer wieder mit vertrauten Gesichtern.

  • Was bei all diesen Schilderungen auffällt: Es geht selten nur um „Freundlichkeit“, sondern um Wiedererkennung, persönliche Ansprache und Authentizität. Wenn dir dies im Urlaub besonders wichtig ist, findest du hier noch mehr Hotels mit “zu Hause Gefühl”

 

Zimmer, in denen man länger bleiben will als geplant

Neben dem persönlichen Flair durch die Gastgeber(familie) spielt auch der Raum selbst eine große Rolle. Dies wird vor allem dann deutlich (und häufiger in Bewertungen erwähnt), wenn Architektur und Umgebung zusammen gedacht werden.

Die Inkaterra Hotels in Peru zeigen, wie stark die Gestaltung eines Hotels eine Erfahrung prägen kann. Die von Mitgründerin Denise Guislain entwickelten Designkonzepte verbinden lokal-inspirierte Bauweisen, natürliche Materialien und die jeweilige Landschaft Perus zu einem Gesamtbild. Im Amazonasgebiet etwa öffnen sich die Cabañas mit großen Veranden im Inkaterra Reserva Amazonica direkt in den Regenwald. Übergänge zwischen Innen und Außen verschwimmen bewusst. Im Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel dagegen verstecken sich die weißgetünchten Casitas entlang verschlungener Wege im Nebelwald.

Naturhotel Inkaterra Reserva Amazónica © Inkaterra Reserva Amazónica
Zimmer im Inkaterra Reserva Amazónica © Inkaterra Reserva Amazónica

 

Ein ganz anderes, aber ebenso prägnantes Beispiel ist das My Arbor in Südtirol: ein Baumhotel auf Stelzen mitten in den Baumwipfeln. Gäste sprechen hier oft von Ruhe und Naturverbundenheit. Aber auch von besonderen Momenten, etwa einem Whirlpool auf dem Balkon mit Blick bis zu den Dolomiten.

  • Architektur wird dann besonders geschätzt, wenn sie ein Teil des Erlebnisses ist.

 

Frühstück, über das man noch zu Hause spricht

Zero-Waste Frühstück mit Frühstücksei im Lifestylehotel SAND
Frühstück mit Bio-Produkten bis 13 Uhr. ©SANDnature

 

Manche Dinge bleiben länger im Kopf als andere. Und ein einzigartiges Frühstück gehört oft dazu, wie viele Bewertungen zeigen.

Im LA VIMEA in Südtirol wird besonders das rein pflanzliche Frühstücksbuffet hervorgehoben. Gäste schätzen die Vielfalt und die Möglichkeit, eine 100% vegane Küche kennenzulernen.

Im Relais del Maro in Ligurien wird das Frühstück als sehr liebevoll wahrgenommen, was wohl an den vielen selbstgemachten, regionalen Produkten liegt (und der Herzlichkeit des Personals).

Im SANDnature gibt es ein Langschläfer-Frühstück bis 13 Uhr mit einer Front-Cooking-Station für Bio-Eierspeisen sowie Hafermilch für den Kaffee auf Knopfdruck. Dies ist vielen schon positiv aufgefallen.

 

Kleine Gäste, große Erwartungen

Mädchen probieren Honig. Nachhaltig Reisen
Bio-Honigschlecken im Hotel mit eigener Imkerei ©APIPURA hotel rinner

 

Wer mit Familie reist, achtet oft auf andere Dinge, aber auch hier zeigen sich klare Muster.

Im APIPURA hotel rinner auf dem Ritten wird die Kombination aus entspannter Atmosphäre und familienfreundlicher Infrastruktur geschätzt: vom gesicherten Spielplatz über großzügige Außenflächen bis hin zu besonderen Angeboten wie einem Bienenlehrpfad und einem Spielraum für Regentage.

Das Hotel Weihrerhof, ebenfalls auf dem Ritten, punktet mit seiner Lage direkt am Wolfsgrubener See. Gäste schätzen hier neben der Ruhe, die Möglichkeiten für Aktivitäten am Wasser, wie Baden, Ruderboot- oder Tretbootfahren. Für Familien besonders angenehm: Der Spielplatz ist von der Terrasse aus einsehbar.

 

Die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Während große Themen oft die Berichterstattung und Websites dominieren, sind es häufig die Details, die in Erinnerung bleiben und bei Bewertungen besonders auffallen.

Im Hotel Bella Vista in Zermatt beginnt der Aufenthalt zum Beispiel mit selbstgebackenen Keksen und einem handgeschriebenen Willkommensgruß. Statt elektronischer Karten gibt es Zimmerschlüssel mit handgeschnitzten Holzherzen aus einer sozialen Werkstatt. Diese “liebevollen Details” bleiben bei den Gästen nicht unentdeckt und werden oft positiv erwähnt.

Das SANDnature an der Ostsee bekommt oft Komplimente für den “Check-in/Check-out”. Das Team gibt besonders bei der An- und Abreise ihre volle Aufmerksamkeit den Gästen, führt Gespräche und erfüllt gern individuelle Wünsche.

  • Genau solche Details machen einen guten Aufenthalt noch besser und Feedback dazu bestätigt die Hoteliers darin, auf solche Kleinigkeiten zu achten.

 

Lage, Lage, Lage

UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten in Südtirol Italien markante Bergspitze
UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten in Südtirol ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Auch die Umgebung spielt eine zentrale Rolle. Klar, oft ist diese ja das eigentliche Reiseziel.

Das Paradiso Pure.Living vegan Hotel liegt auf über 2.000 Metern Höhe in den Dolomiten auf der Seiser Alm direkt an der Skipiste. Eine besondere Lage, die Gäste immer wieder hervorheben. Weite Ausblicke in das UNESCO-Welterbe und die unmittelbare Natur prägen hier den Aufenthalt.

Im Hotel Das Rübezahl im Allgäu sorgt der Blick auf Schloss Neuschwanstein für einen besonderen Rahmen. Viele Gäste wandern hier gern zu den Berghütten oder genießen das Schlosspanorama vom Wellnssgarten aus.

Das Relais del Maro in Ligurien zeigt, dass auch weniger bekannte Orte beeindrucken können: Das kleine Dorf Borgomaro wird von Gästen oft als echter Geheimtipp beschrieben.

Im Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iž wird vor allem die ruhige, reduzierte Umgebung geschätzt. Das Hotel ist das einzige auf der ganzen Insel. Viele Gäste sprechen von einem Gefühl des bewussten Rückzugs: Abschalten unter Pinienbäumen. Im Meer schwimmt mit Glück sogar ein Delfin vorbei.

 

Wellness: Rückzugsorte mit Konzept

Wellness wird häufig genannt. Doch hierunter werden sehr viele Dinge verstanden.

Im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten steht ein umfangreicher Spa-Bereich im Mittelpunkt, der sich über mehrere Ebenen erstreckt und unterschiedliche Anwendungen, zahlreiche Saunen (inkl. „Chinesischer Hölle“ mit 95°C) sowie Ruhebereiche kombiniert. Gäste heben immer wieder die Vielfalt der Angebote hervor.

Das Naturresort Gerbehof am Bodensee setzt dagegen stärker auf individuelle Behandlungen und eine ruhige, entschleunigende Atmosphäre. Gastgeberfamilie Wagner bietet ihren Gästen verschiedene heilmedizinische Behandlungen wie bioenergetische Massagen und Vegeto-Behandlungen.

 

Schlafen – und wirklich zur Ruhe kommen

Neues Hotelzimmer Circular Living vom Hotel SCHWARZWALD PANORAMA - nachhaltiges Hotelzimmer
Die „Falkenstein Suite“ ist ein nachhaltiges Hotelzimmer nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip @SCHWARZWALD PANORAMA

 

Ein Bereich, der in Bewertungen ebenfalls ein Trend ist, ist der Schlaf. (Es gibt ja mittlerweile sogar schon Schlaf-Tourismus, wie wir berichtet haben.)

Im SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb steht der Schlaf oft im Fokus der Gästestimmen. Gäste heben die verwendeten Materialien (ausgewiesen schadstofffrei und kreislauffähig), die Gestaltung der Zimmer und die Schlafqualität hervor. Aspekte, die auch durch externe Auszeichnungen wie den „Green Sleeping Award“ eingeordnet werden.

Übrigens: Du schläfst hier auf SWISSFEEL Matratzen mit kreisslauffähigem Schweizer Mineralschaum.

 

Was uns überrascht hat

Je mehr Rückmeldungen wir über Rückmeldungen gelesen haben, desto klarer wurde:

  • wie oft „Herzlichkeit“ genannt wird
  • wie wichtig scheinbar kleine Abläufe sind
  • und wie ähnlich die Wünsche von Gästen sind – unabhängig von Region oder Hoteltyp

 

Was Gäste seltener sagen, aber trotzdem wichtig ist

Interessant ist auch, was (leider) seltener direkt angesprochen wird: die nachhaltigen Bemühungen und Maßnahmen des Hotels.

Obwohl sich alle Green PearlsⓇ Unterkünfte durch ihre nachhaltigen Maßnahmen auszeichnen, welche zu jedem Hotel transparent und nachvollziehbar aufgelistet sind, werden diese im Gäste-Feedback nur selten erwähnt.

Lediglich das Naturhotel Outside in Osttirol mitten im Nationalpark Hohe Tauern berichtet, dass viele Gäste loben, dass Nachhaltigkeit sich hier in allen Bereichen zeige, von natürlichen Materialien über die regionale Küche bis zum naturnahen Lebensstil.

 

Und jetzt du

Worauf achtest du, wenn du Bewertungen liest? Sind es eher die großen Themen oder die kleinen Details zwischen den Zeilen? Und worauf willst du für deine nächste Bewertung vielleicht mehr achten? Kennst du schon die drei Fragen, mit denen du in Hotels punktest?

 


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Finger tippt auf einem Tablet mit einer Gästebewertungsumfrage neben einer Sonnenbrille und einem Glas

Ein Hotelmitarbeiter im Anzug steht hinter einem Empfangstresen und hält die Hand einer Frau mit langen braunen Haaren, die ihm gegenübersteht

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10 Food-Erlebnisse im Urlaub, die Genuss und Verantwortung zusammenbringen https://green-travel-blog.com/de/10-food-erlebnisse-im-urlaub-die-genuss-und-verantwortung-zusammenbringen/ https://green-travel-blog.com/de/10-food-erlebnisse-im-urlaub-die-genuss-und-verantwortung-zusammenbringen/#respond Tue, 19 May 2026 06:02:06 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74175 Du planst deinen nächsten Trip nicht nach Sehenswürdigkeiten, sondern nach Geschmack? Willkommen im Club. Food-Erlebnisse sind stark im Trend. Doch aufgepasst: Nicht alle Delikatessen und Trends sind auch wirklich vertretbar (z. B. Wagyu-Beef in Japan, Heart Attack Grill in Vegas oder der Online-Trend Mog-Bang). Stattdessen…

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Du planst deinen nächsten Trip nicht nach Sehenswürdigkeiten, sondern nach Geschmack? Willkommen im Club. Food-Erlebnisse sind stark im Trend. Doch aufgepasst: Nicht alle Delikatessen und Trends sind auch wirklich vertretbar (z. B. Wagyu-Beef in Japan, Heart Attack Grill in Vegas oder der Online-Trend Mog-Bang). Stattdessen kannst du auch Dinge erleben, die wirklich cool sind, und dabei deine Haltung bewahren. Wie wären z. B. ein “Secret Forest Diner” mit nur 11 anderen Leuten an einem geheimen Ort? Veganes Fine-Dining? Eine kulinarische Nachtfahrt mit dem Zug oder ein Slow-Food-Workshop? Hier kommen 10 besondere Food-Erlebnisse als Highlight für deine nächste Reise.

 

Vegan Fine Dining als Erlebnis: OMNIA plant-based restaurant im Paradiso Pure.Living in Südtirol

Veganes Dessert "The Tree Desert" von Aggeliki Charami
„The Tree Desert“ ©OMNIA Plant Based Restaurant

 

Ein Restaurant mit nur sechs Tischen. Ein Menü mit neun Gängen. Und eine tätowierte Küchenchefin, die Geschichten vom mystischen Wald kochen kann.

Im OMNIA plant-based restaurant im Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in den Dolomiten wird vegane Küche zur Inszenierung. Executive Chef Aggeliki Charami gehört zu den spannendsten Stimmen der pflanzenbasierten Fine-Dining-Szene in Südtirol. Ihr Menü erzählt Geschichten, ist geheimnisvoll – und im OMNIA präsentiert sie jeden Gang persönlich. Davor bekommst du auch noch einen Einblick in die Küche, bei der Fermentationstechniken wie Koji oder SCOBY erklärt werden. Der ganze Abend ist ein sehr intimes “Meet the creator of your dish”-Erlebnis und das Restaurant wurde schon in seinem ersten Jahr mehrfach ausgezeichnet (u. a. Gault&Millau, Identità Golose).

 

Geheim, reduziert, intensiv: Secret Forest Dinner im Klosterhof in Bayerisch Gmain

Secret Forest Dinner Fine Dining angerichtet auf einer Steinplatte mit Rauch.
Secret Forest Dinner auf einer Steinplatte. Was genau dich erwartet, bleibt eine Überraschung. ©Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Ein Tisch. Zwölf Plätze. Eine Location, die du vorher nicht kennst.

Beim „Secret Forest Dinner“ im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa wird Fine Dining bewusst zelibriertaber ohne klassische Restaurantkulisse. Stattdessen: Natur, Atmosphäre, Überraschung.

Küchenchef Sascha Förster und sein Team bereiten die Gerichte direkt vor deinen Augen zu. Du sitzt mit den anderen Gästen gemeinsam am Chef’s Table, erlebst die Entstehung jedes Gangs und bekommst Einblicke in Techniken, Zutaten und Ideen. Ein Erlebnis, das stark über Atmosphäre und neue Begegnungen funktioniert.

 

Vom Ursprung auf den Teller: Stanglwirt in Tirol

Koch im Stanglwirt mit großer Pfeffermühle würzt Fleisch in der Küche.
Koch Patrik in der Küche vom Stanglwirt beteiligt sich an Koch-Events und Food-Erlebnissen für die Gäste. ©Stanglwirt

 

Luxus, Bio-Bauernhof und prominente Köche.

Wusstest du, dass das Bio- und Wellnessresort Stanglwirt sich nicht als Luxushotel versteht, sondern in erster Linie als Bio-Bauernhof? “Die eigene Landwirtschaft prägt das Haus seit Generationen und ist für uns ein zentrales Element”, berichten sie. Fleisch- und Milchprodukte stammen direkt aus eigener Herstellung.

Für Gäste wird dies auf verschiedene Weis erlebbar gemacht, wie z. B. im Kaiserschmarrn-Kurs im Wochenprogramm. Hinzu kommen Food-Erlebnisse mit bekannten Persönlichkeiten (in der Vergangenheit z. B. Sally von „Sally backt“ sowie Sarah Wiener).

 

Kulinarische Nachtfahrt: Rittner Bahn Erlebnis in Südtirol

Vier Stopps, vier Gänge, ein Abend mit der historischen Eisenbahn.

Um 19 Uhr steigst du am Bahnhof Oberbozen in die historische Rittner Bahn, erlebst die Landschaft und steigst an vier Haltestellen aus, wo verschiedene Gastbetriebe jeweils einen Gang beisteuern. Einer dieser Betriebe ist das APIPURA hotel rinner, ein Green PearlsⓇ Hotel mit eigener Bio-Imkerei und Mitglied bei “Bio Fair Südtirol”. Begleitet wird die kulinarische Reise von Wein, Säften und Musik. Ende ist gegen Mitternacht.

 

Käsefondue mit Blick aufs Matterhorn: Bella Vista Zermatt

Matterhorn Fass auf der Terrasse vom Hotel Bella Vista Zermatt
Schweizer Kästefondue auf der Terrasse des Hotels ist ein Highlight für Foodies. ©Hotel Bella Vista Zermatt

 

Fondue gehört zur Schweiz wie die Berge. Aber hier wird es besonders inszeniert.

Im Hotel Bella Vista Zermatt kannst du ein Fondue aus dem Holzfass auf der Terrasse genießen. Von hier aus wandert dein Blick direkt zum Matterhorn, während du dir den Käse aus der Region, z. B. vom lokalen Produzenten Walker, auf der Zunge zergehen lässt.

Zwei Fässer reichen für acht Personen und zum Abschluss gibt es noch einen “Schlummertrunk”.

 

Alpines Tapas-Show-Cooking: OLM Nature Escape

Tapas in Südtirol? Hier wird Essen zum sozialen Erlebnis.

Im OLM Nature Escape gibt es ein Tapas-Konzept mit Show-Cooking. Warme und kalte Gerichte werden frisch vor deinen Augen zubereitet und im “Sharing-Stil” serviert. Jede*r darf alles probieren und am Ende werden garantiert alle satt. 

Beim APÈRO Dinner sind die Tapas international inspiriert, während beim OLM Local nur Produkte und Gerichte aus der Region verwendet werden.

  • Das APÈRO Dinner gibt es jeden Donnerstag und OLM Local immer mittwochs & samstags für 35,00 € pro Person und wird nur für Gäste des Aparthotels angeboten.

 

Slow-Food-Workshop im Schloss Lerchenhof, Kärnten

Seniorchef vom Schloss Lerchenhof begutachtet Speck.
Im Slowfood-Workshop lernst du alles über Speck. ©Schloss Lerchenhof

 

Wie entsteht eigentlich Speck?

Im Schloss Lerchenhof in Kärnten geht es genau darum. Beim Workshop „Faszination Speck“ erlebst du den gesamten Prozess: vom Rohprodukt bis zum fertigen Ergebnis in einem 2-Tage-Arrangement.

Du kannst selbst Hand anlegen, lernst traditionelle Techniken kennen und bekommst ein Gefühl dafür, wie viel Zeit und Wissen hinter solchen Produkten steckt. Ein echtes „Nose-to-Tail“-Erlebnis. 500 Gramm Speck bekommst du nach der Reifezeit nach Hause geschickt.

 

Farm-to-Table & Einblicke: ADLER Lodge RITTEN in Südtirol

Ein Blick hinter die Kulissen eines Farm-to-Table Resorts.

Die ADLER Lodge RITTEN ist bekannt für das Farm-to-Table Konzept. Doch bekommst du hier nicht nur frische Produkte auf den Teller, du kannst auch an Führungen teilnehmen, die dich vom Bauerngarten des Hotels bis in die Küche führen. Dort siehst du, wie ein Team täglich für rund 90 Gäste kocht – inklusive Planung, Abläufe und Zusammenarbeit. Zusätzlich gibt es Besuche bei lokalen Produzenten, etwa bei den „Rittner Milchbuam“, die Milch und Joghurt liefern.

 

Ligurien zum Selbermachen: Relais del Maro

Bella Italia. In Ligurien wirst du selbst aktiv und lernst Pasta & Pesto authentisch zuzubereiten.

Das Relais del Maro ist ein Albergo Diffuso im kleinen Dort Borgomaro (Hinterland von Imperia) und entsprechend verwurzelt mit der Region. Als Food-Erlebnis empfiehlt das Hotel unter anderem den:

Die Kurse sind bewusst persönlich gehalten und verbinden Kochen mit Austausch und Kultur. Perfekt, wenn du nicht nur essen, sondern auch etwas lernen willst.

 

Wildküche mit Kontext: Naturresort Gerbehof am Bodensee

Ralph Wagner vom Naturresort Gerbehof
Juniorchef Ralph ist Jäger. Steht im Hotel aber auch gern mal hinter dem handgeschreinerten Tresen. ©Naturresort Gerbehof

 

Fleisch bewusst genießen – aber wie?

Im Naturresort Gerbehof kommt Wild auf den Teller, das aus der direkten Umgebung stammt. Gastgeber Bruno Wagner und sein Sohn sind selbst Jäger und kennen die regionalen Bestände.

Der Ansatz: kurze Wege, klare Herkunft, respektvoller Umgang mit dem Tier. Wildfleisch unterscheidet sich von konventionell erzeugtem Fleisch u. a. durch die freie Lebensweise der Tiere und ihre natürliche Ernährung. Zu den Food-Erlebnissen gehört Reh während der Jagdsaison (Februar bis April ist Schonzeit), zudem wir hier auch ein Rezept (XXXXLINK) haben.

 

Fazit: Essen als Zugang zur Welt

Ob pflanzenbasiertes Fine Dining, traditionelles Handwerk oder gemeinsames Kochen – Food-Erlebnisse können Reisen intensiver machen. Du nimmst nicht nur Eindrücke mit, sondern auch Wissen, Gespräche und Erinnerungen. Wichtig ist, dass es darum geht, das Essen wertzuschätzen und respektvoll damit umzugehen.

 


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Was die KI nicht weiß, oder warum Urlaub mehr ist als ein perfekter Plan https://green-travel-blog.com/de/was-die-ki-nicht-weiss-oder-warum-urlaub-mehr-ist-als-ein-perfekter-plan/ https://green-travel-blog.com/de/was-die-ki-nicht-weiss-oder-warum-urlaub-mehr-ist-als-ein-perfekter-plan/#respond Fri, 15 May 2026 06:41:35 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74026 Du gibst dein Reiseziel ein und in Sekunden spuckt dir die KI einen kompletten Urlaubsplan aus: ein Hotel, das zu dir passt; Ausflüge, die deinen Interessen entsprechen. Dazu Öffnungszeiten, Preise, Kalorienverbrauch. Voll effizient. Doch was macht das mit unserem Urlaub?   Kann KI gute Reiseplanung?…

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Du gibst dein Reiseziel ein und in Sekunden spuckt dir die KI einen kompletten Urlaubsplan aus: ein Hotel, das zu dir passt; Ausflüge, die deinen Interessen entsprechen. Dazu Öffnungszeiten, Preise, Kalorienverbrauch. Voll effizient. Doch was macht das mit unserem Urlaub?

 

Kann KI gute Reiseplanung?

Viele Reisende nutzen inzwischen KI-Tools zur Planung. “Wir nehmen wahr, dass Gäste heute sehr gut informiert ankommen”, sagt beispielsweise Gastgeber Klaus Pichler vom Hotel Weihrerhof am Wolfsgrubener See in Südtirol. “Sie haben viel gelesen, verglichen, recherchiert.” Digitale Tools und KI spielten dabei eine große Rolle.

Perfekt geplant ist noch nicht erlebt. Daher sagt Klaus Pichler weiter: “KI kann vieles strukturieren. Aber sie kennt nicht die Stimmung am frühen Morgen am See. Nicht das Licht nach einem Sommergewitter. Wir erleben daher, dass persönlicher Austausch weiterhin sehr geschätzt wird, vielleicht sogar bewusster als früher.”

Hotel Weihrerhof, Ritten
Die morgendliche Stimmung am Wolfsgrubener See auf dem Ritten in Südtirol @Hotel Weihrerhof

 

KI kann nicht erleben

Das beschreibt das Team vom Paradiso Pure.Living Vegan Hotel auf der Seiser Alm sehr konkret: „Der Blick auf die Dolomiten, die klare Bergluft, der Duft blühender Almwiesen, Schnee unter den Füßen, Sonne und Wind auf der Haut – das kann KI nicht vorhersagen“

Alexandra Huber vom My Arbor (ein Baumhotel in der Nähe von Brixen, Südtirol) sagt: „Unsere Gäste schätzen unser Gespür für ihre Bedürfnisse und die kleinen, persönlichen Tipps.“ Auch das kann die KI nicht.

Alexandras Onkel Günther und Hannes sind im My Arbor die Wanderguides. Sie haben nicht nur Wissen über den Hausberg Plose, sondern sind täglich selbst dort vor Ort. Sie sagen dir nicht “Achtung, das Wetter kann in den Bergen schnell umschlagen”, sondern sie haben es selbst erlebt und können dir erklären, worauf du achten musst, um vorbereitet zu sein. Frag sie also ruhig! Sie können dir nämlich außerdem viel erzählen, was in keinem Blog und auf keiner Website steht (und was die KI daher auch nicht weiß) 🙂

 

Exkurs: Du denkst, die KI kennt dich. Doch sie kennt dich nicht wirklich.

KI-Infobild zum Thema was kann die KI bei der Reiseplanung
ChatGPT gibt über sich eine Selbstauskunft.

 

Im „Gespräch“ mit einer KI oder einem sogenannten LLM (Large Language Module) wie ChatGPT bekommt man manchmal das Gefühl, die KI kenne einen in- und auswendig. Doch das täuscht und dessen solltest du dir bewusst sein, wenn du deine Urlaubsplanung in ihre „Hände“ gibst.

Dazu eine kleine Anekdote aus der Zeit, wo KI noch nicht so groß war: Ein mir bekannter Journalist wurde einmal in Israel am Flughafen zu einem 4-Stündigen-Verhör festgehalten. “Du bekommst das Gefühl, sie wissen ALLES über dich”, hat er mir erzählt. “Sie wissen, was du an welchem Tag gegessen hast, mit dem du unterwegs warst, wo du eingekauft hast.” Erst nach späterer Reflexion (und einem Gespräch mit der Polizei) wurde ihm klar, dass sie lediglich einen Einblick in die Kreditkartenabrechnung hatten und vielleicht hatten sie noch mal kurz aufs Facebook-Profil (damals war das noch ein Ding!) geguckt. Dies reichte, um Panik, Faszination und Unbehagen hervorzurufen.

 

Warum eine KI oft ziemlich gut liegt

Wenn eine KI sagt „Das passt zu dir“, basiert das meist auf:

  • deinem bisherigen Verhalten (Chatverlauf, Suchen, Klicks, Buchungen)
  • Daten von ähnlichen Nutzer*innen (Was ihnen gefällt, gefällt wahrscheinlich auch dir)
  • Bewertungen und Mustern („Wer X mochte, mochte auch Y“)

Deshalb funktionieren KI-Empfehlungen bei Dingen wie:

  • Hotelstil (Boutique vs. großes Resort)
  • Preisklasse
  • groben Interessen (Wellness, Wandern, Kultur)

Wichtig zu wissen: Die KI gibt dir die Antwort auf deine Frage, die statistisch betrachtet am wahrscheinlichsten ist. In den genannten Bereichen kommt es daher häufig vor, dass die Empfehlungen einer KI auch passend für dich sind.

 

Wo KI danebenliegen kann

Problematisch wird es bei allem, was schwer messbar ist:

  • Stimmung & Timing (Du willst vielleicht für diesen Urlaub Ruhe, obwohl du sonst Action liebst.)
  • Atmosphäre (Ob sich ein Ort „richtig“ für dich anfühlt, lässt sich kaum aus Daten ableiten.)
  • Zwischenmenschliches (Freundlichkeit, Gespräch, Energie im Hotel)
  • Feine Unterschiede (Zwei Unterkünfte können auf dem Papier identisch wirken, bieten aber komplett andere Stimmungen.)

 

Gäste mögen Menschlichkeit

Eine junge Frau und ein älterer Mann sitzen auf einem Sofa im Freien, lächeln und unterhalten sich. Die Umgebung ist entspannt, mit Möbeln in neutralen Farbtönen.
Mikela und ihr Großvater Radko Vlahof von der Gastgeber-Familie in Kroatien. Der Großvater errichtete das einzige Hotel auf der kleinen Insel (nach vielen Jahren Weltreise) mit Yoga, Klangbädern und vegetarischm Essen. ©Hotel Korinjak

 

Das SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb ist sogar schon soweit, dass sie Persönlichkeit mehr in den Vordergrund stellen als Tipps und Informationen. “Gäste möchten verstanden werden – nicht nur datenbasiert, sondern menschlich”, sagen sie. “Gerade in einer digitalisierten Welt wächst die Sehnsucht nach authentischen Begegnungen und persönlicher Beratung.”

Mehrere Hotels berichten unabhängig voneinander vom gleichen Effekt: Je digitaler die Reiseplanung wird, desto stärker wächst der Wunsch nach echten Begegnungen.

Das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iž formuliert es so: “In einer zunehmend automatisierten Welt wächst bei vielen Menschen das Bedürfnis nach etwas Langsamerem, Greifbarem und zutiefst Menschlichem. Es geht weniger um Effizienz, sondern um Authentizität, Empathie und gelebte Erfahrung.”

Johann Steinwender vom Schloss Lerchenhof in Österreich berichtet: „Gäste fragen weniger nach Fakten, sondern mehr nach persönlicher Empfehlung, Erfahrung und echter Begegnung.“ Eben nach dem, was eine KI oder Google-Suche ihnen nicht geben kann.

 

Die Rolle von Hoteliers verändert sich durch KI-Urlaubsplanung

Christian Schmidt von der SANDcollection (SANDnature an der Ostsee und SANDglow an der Nordsee) sagt: „Wir werden nicht weniger gefragt, sondern anders.“

Seiner Erfahrung nach suchen Gäste heute:

  • Orientierung statt Information
  • Austausch statt reiner Antwort
  • Verbindung statt nur Service

Deshalb entstehen neue Formate wie persönliche Begegnungen vor Ort – etwa „Meet & Greet“-Abende, bei denen Gespräche zwischen Gästen und Gastgebern bewusst Raum bekommen.

hotel Das Rübezahl, Allgäu, Guide Basti
Wanderconcierge Bergbaschdi steht dir bei Wanderungen zur Seite. ©Hotel Das Rübezahl

 

Auch das Hotel das Rübezahl im Allgäu sieht diesen Trend: “Gäste suchen ehrliche Empfehlungen und menschliche Nähe”, sagt Gastgeber Alexander Thurm. Dies merkt auch Wanderführer “Bergbaschdi” vom Hotel. Seine persönlichen Führungen würden sehr gut angenommen, berichtet er im Interview. Es hätte sich zwar ein Trend breit gemacht, beim Wandern nur noch die Bestzeit auf Outdooractive knacken zu wollen, für ihn gehöre jedoch auch eine “Heilung der Seele” zum Wandern. Dies hieße, mit sich selbst ins Reine zu kommen, die Umgebung bewusst wahrzunehmen.

Bei seinen Touren ginge es oft darum, den Leuten das richtige Tempo zu vermitteln. Und dies ist natürlich etwas, das du wirklich nur live erleben kannst. Mit Wanderschuhen unter den Füßen und dem Wanderguide an deiner Seite.

 

Mehr Zeit für Gäste vor Ort durch KI

Viele Hotels setzen KI aber auch gezielt ein, sogar für die Kommunikation mit den Gästen. Ruf doch z. B. im Hotel Okelmann’s an. Schon nach dem ersten Klingeln hörst du “Hallo hier ist Lena (…) du kannst mit mir wie mit einem echten Menschen sprechen”. Für diesen Artikel habe ich mich gleich einige Minuten mit Lena unterhalten. Sie prüft für mich die Preise vom Doppelzimmer, schlägt mir mehrere Zimmerkategorien vor, sagt mir, dass ich einen Hund mitbringen darf usw.

“Der Start war zwar etwas holprig, aber mittlerweile läuft das System sehr gut”, erzählt Kristin Okelmann. Man könne sich jederzeit auch zu einem Menschen durchstellen lassen doch viele fänden die KI-Assistenz “ganz spannend” und es würde gern genutzt.

“(Die KI) gibt uns die Möglichkeit, viel mehr Zeit in Gespräche und Kontakt mit den Gästen vor Ort zu investieren. Für uns absolut ideal!” – Kristin Okelmann

 

Wo KI an ihre Grenzen stößt

Klangschalenmassage in nachhaltigen Hotels
Klangschalenmassage im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa – wie du dich damit fühlst, kann keine KI vorraussehen. ©Lisa Schuster

 

Nicht überall ist der Einsatz von KI angebracht oder ratsam. Bestimmte Themen sind zu komplex oder persönlich, als dass sie einer KI anvertraut werden können bzw. sollten. Hier kommen die Hoteliers ins Spiel. Als Berater*innen und Ansprechpartner*innen für deine Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen.

  • Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern ist ein Health-Hotel mit integriertem Gesundheitszentrum. Gerade bei gesundheitlichen Themen, Kuren und Therapien, die das Wohlbefinden oder deine Gesundheit steigern sollen, steht der echte menschliche Kontakt im Vordergrund.
  • Im Hotel Klosterbräu in Seefeld, Tirol, merken die Gastgeber, dass Gäste ihren Empfehlungen einfach mehr vertrauen. “Unsere Gäste fragen weiterhin nach Insider-Tipps, nach dem besten Tisch im Weinkeller oder der schönsten Loipe am Morgen.” Durch ihre regionale Verwurzelung und ein “Gespür für den richtigen Moment” ist die Gastgeberfamilie Seyrling, die das Hotel schon in der 5. Generation führt, authentisch und einzigartig.

 

Technologische Erneuerungen sind keine Bedrohung, sondern eine Entwicklung

  • Auch das Hotel Bella Vista im schweizerischen Zermatt sieht ihre Rolle als familiengeführtes Hotel unersetzbar durch eine KI. “Wer zehn Stunden wandern will, ohne einer Menschenseele zu begegnen, kann mich fragen”, sagt z. B. Fabienne Anthamatten. Sie kennt nicht nur die Gegend, sondern auch die Touristenbewegungen und die Stoßzeiten. Auch über Veränderungen in der Landschaft, wie beispielsweise die Gletscherschmelze, kann sie dir viel berichten und du kannst es mit eigenen Augen erleben. “Unsere Gäste schätzen den sozialen Kontakt zu uns sehr und wir sind froh, dass die menschliche Zwischenebene bei uns immer noch so eine große Rolle spielt”, heißt es im Bella Vista.
  • “Der persönliche Kontakt ist immer noch der Wichtigste”, findet auch Gastgeberin Ursula Wagner vom Naturresort Gerbehof. Hier kümmert sich ebenfalls die ganze Familie um die Gäste. Vater und Sohn bringen z. B. ein Reh aus dem Wald fürs Abendessen, die Tochter triffst du im angeschlossenen Pferdehof und bei Ursula kannst du z. B. Heilmassagen nach der Philippi-Methode buchen.

 

Fazit: Dein Urlaub ist mehr als das Ergebnis eines Algorithmus‘

Glückliche und natürliche Familie beim Urlaub am Strand
©Drobot Dean | Stock.Adobe.com

 

KI kann dir helfen, schneller zu planen, besser zu vergleichen und informierter zu entscheiden. Aber sie weiß nicht, wie sich ein Ort wirklich anfühlt. Sie kennt keine Gänsehautmomente, keine spontanen Gespräche, kein Bauchgefühl.

Eine Untersuchung aus der Tourismusforschung zeigt: Reisende erinnern sich langfristig vor allem an unerwartete Erlebnisse und persönliche Begegnungen (nicht an perfekt geplante Programmpunkte).

 

Bonus: So nutzt du KI sinnvoll für deine Reiseplanung

KI ist ein starkes Werkzeug, daher haben wir dir als Bonus einen kleinen Leitfaden erstellt, der dir dabei hilft, sie für deine Urlaubsplanung richtig einzusetzen:

KI ist gut geeignet für:

  • erste Inspiration (Reiseziele, Regionen, Reisezeit)
  • grobe Planung (Routen, Dauer, Budgetrahmen)
  • praktische Infos (Entfernungen, mögliche Verbindungen)
  • Zusammenfassungen von Bewertungen oder Reiseberichten

 

Tipps:

  • Lass dir von der KI gezielt unterschiedliche Perspektiven zeigen
    (z. B. „Was kritisieren Gäste an Hotel XY?“)
  • Bitte sie um Vergleiche statt nur Empfehlungen.
  • Nutze sie, um Fragen vorzubereiten, die du vor Ort stellen kannst.
  • Bei praktischen Infos wie Öffnungszeiten, Preisen, Dauer einer Ausstellung etc. frage nach der Webseite und prüfe die Angaben nochmal gegen. Hier können sich nämlich Fehler einschleichen, wie dass dir eine Graffiti-Kunst empfohlen wird, welche schon längst übermalt wurde, oder eine Sonderausstellung, die nur noch eine Woche läuft.

Und dann: Fahr hin. Sprich mit Menschen. Lass Raum für das, was nicht planbar ist.

 


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Strand mit klarem Wasser, Sand und Schatten einer Person, die eine Kokosnuss mit Strohhalm hält, darüber der Text 'WAS DIE KI NICHT WEISS, ODER WARUM URLAUB MEHR IST ALS EIN PERFEKTER PLAN'

Oben eine Person, die an einem Laptop mit dunklem Bildschirm tippt, unten eine Hand, die in einem Notizbuch auf einer Landkarte schreibt, umgeben von Miniatur-Eiffelturm, Spielzeugauto, Kompass und Glas mit Aufschrift 'Travel'.

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Billigreisen vs. Nachhaltigkeit: Der Reality-Check https://green-travel-blog.com/de/koennen-billigreisen-nachhaltig-sein-der-reality-check/ https://green-travel-blog.com/de/koennen-billigreisen-nachhaltig-sein-der-reality-check/#respond Tue, 05 May 2026 06:42:56 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73905 500 Euro für eine Woche Urlaub inklusive Flug, Hotel und All-inclusive-Versorgung. Klingt nach einem Schnäppchen. Aber kann das überhaupt nachhaltig sein? Oder zahlt jemand (oder etwas) anderes den Preis dafür?   Kann man Nachhaltigkeit am Preis erkennen? Die klare Antwort ist: Nein. Auch wenn wir…

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500 Euro für eine Woche Urlaub inklusive Flug, Hotel und All-inclusive-Versorgung. Klingt nach einem Schnäppchen. Aber kann das überhaupt nachhaltig sein? Oder zahlt jemand (oder etwas) anderes den Preis dafür?

 

Kann man Nachhaltigkeit am Preis erkennen?

Die klare Antwort ist: Nein. Auch wenn wir Menschen dazu neigen, Qualität und eben auch Nachhaltigkeit an einem höheren Preis festzumachen. „Was mehr kostet, ist mehr wert“, ist es eine verbreitete Fehleinschätzung. Doch ein Blick auf aktuelle Daten bestätigt: So einfach ist es nicht.

Eine Studie des Umweltbundesamts von 2025 zeigt, dass es keinen klaren Zusammenhang zwischen Reisepreis und Nachhaltigkeit gibt.

Nachhaltigere Reisen sind mal günstiger, mal teurer. Eine systematische Preissteigerung aufgrund nachhaltigerer Maßnahmen, Unterkünfte oder Programmpunkte lässt sich nicht erkennen. Das liegt vor allem daran, dass Nachhaltigkeit nur einen geringen Teil  der Gesamtausgaben ausmacht. Viel entscheidender ist, wie du reist: Kürzere Distanzen, andere Verkehrsmittel oder die gewählten Unterkünfte beeinflussen den Preis oft stärker als Nachhaltigkeitsaspekte selbst.

Besonders spannend: Reisende, für die Nachhaltigkeit ein entscheidender Faktor ist, geben im Schnitt sogar weniger Geld pro Tag aus!

 

„Der Preis ist nicht das Problem“

Prof. Harald Zeiss (Forschungsschwerpunkt Nachhaltiger Tourismus) sieht das ähnlich. Für ihn ist der Preis kein verlässlicher Indikator. Er sagt, das Bauchgefühl (dass z. B. bei der „grünen“ 500-Euro-Reise sagt, “das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen”) könne täuschen.

Denn niedrige Preise entstünden nicht immer nur durch schlechte Bedingungen und Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt, sondern manchmal auch durch politische oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen, etwa wenn Länder gezielt den Tourismus fördern.

Strandbar an der türkischen Riviera aus naturmaterialien
Strandurlaub an der türkischen Riviera ⒸMegasaray Club Belek

 

Auch All-inclusive-Anlagen seien nicht automatisch unnachhaltig. Ein großer Teil des Geldes bliebe oft im Land. Mitarbeitende werden bezahlt und Lebensmittel kommen im besten Fall aus der Region.

Mit dem Megasaray Club Belek an der türkischen Riviera ist ein   All-Inclusive-Resort Teil von Green PearlsⓇ geworden. Im Vordergrund siehst du hier eine riesige Hotelanlage mit allen Annehmlichkeiten (jede Menge Pools, Spa, verschiedene Restaurants, Fitness- und Sportanlagen, Strand …), doch im Hintergrund wird das nachhaltige Engagement deutlich: Strom kommt aus einem eigenen Solarpark, es werden regionale Produkte bezogen, die Grünanlagen sind größtenteils mit heimischen, dürreresistenten Pflanzen bepflanzt, Mitarbeitende werden fair behandelt und bezahlt.

  • Wenn du noch mehr über die nachhaltigen Maßnahmen wissen willst, findest du sie auf der Mircosite vom Megasaray Club Belek untder den „grünen Initiativen“ aufgelistet.

Unser Fazit also? Billig heißt nicht automatisch unethisch. Und teuer ist noch lange kein Beweis für Nachhaltigkeit.

 

Aber…

… jetzt einfach das billigste Angebot suchen und ab gehts in den Urlaub? So einfach ist es auch nicht. Der Preis kann durchaus ein Hinweis sein. Vor allem, wenn er extrem niedrig ist für das, was darin enthalten ist (z. B. bei unserem Eingangsbeispiel der 500-Euro-Pauschalreise inkl. Flug, All-Inclusive-Verpflegung, etc.) Aber was ist „extrem niedrig“, was angemessen? Wir haben uns dafür an die Hoteliers aus dem Green PearlsⓇ Netzwerk gewandt und interessante Einblicke in die Preiskalkulation der Hospitality-Branche erhalten:

 

Wie setzt sich der Preis einer Urlaubsreise zusammen?

Zero-Waste Frühstück mit Frühstücksei im Lifestylehotel SAND
Möchtest du zum Frühstück Bio-Produte? ©SANDnature

 

Ein großer Teil der Kosten für einen Urlaub entfällt (wenig überraschend) auf die faire Bezahlung von Menschen.

Marion Muller von der SANDcollection erklärt:

“Der wichtigste Kostenfaktor sind die Personalkosten, gefolgt vom Wareneinsatz – also Lebensmittel, Materialien und Produkte.”

Wenn ein Angebot extrem günstig ist, wird oft genau hier gespart. Das heißt:

  • niedrigere Löhne für Mitarbeitende
  • günstigere oder importierte Lebensmittel
  • einfachere, billigere Materialien
  • geringere Qualität bei Service und Ausstattung

Gastgeberin Marion meint, Verantwortung habe ihren Preis. Dies spiegele sich in der Unterkunft wider, etwa in der Qualität von Materialien, Lebensmitteln und Arbeitsbedingungen. Im SANDnature an der deutschen Ostsee schläfst du z.B. auf handgefertigten (und dadurch ziemlich teuren) COCO-Mat Betten aus Naturmaterialien, bekommst regionale Bio-Produkte zum Frühstück und das Personal wird fair bezahlt und erhält verschiedenste Benefits und Schulungen.

“Dumping Preise” bietet Marion Muller daher nicht an. Trotzdem gibt es eine Übernachtung mit Frühstück im SANDnature schon ab 99 Euro – günstig für einen beliebten Ferienort wie Timmendorfer Strand direkt an der Ostsee.

 

Die wichtigsten Preis-Bausteine für deinen Urlaub im Überblick

Der Preis einer Reise setzt sich in der Regel aus mehreren Komponenten zusammen:

  • Transport (Flug, Bahn, Transfer – oft einer der größten Kostenpunkte, sowohl preislich als auch was die Nachhaltigkeit angeht)
  • Unterkunft & Infrastruktur (Gebäude, Instandhaltung, Energie, Wasser)
  • Personal (Service, Küche, Reinigung, Management – einer der größten Kostenpunkte in einem Hotel)
  • Lebensmittel & Waren (regional vs. importiert, bio vs. konventionell)
  • Nachhaltigkeitsmaßnahmen (z. B. Abfallmanagement, Zertifizierungen, Schulungen)
  • Auslastung & Geschäftsmodell (Masse vs. Qualität, saisonale Schwankungen, Preisstrategie)
  • Externe Einflüsse auf den Preis (z. B. staatliche Förderungen oder Subventionen, Weltgeschehen)

An jeder dieser Stellschrauben kann gespart oder bewusst investiert werden. Wenn du also ein extrem günstiges Angebot siehst, kannst du dir eine einfache Frage stellen: An welcher dieser Stellen wird vermutlich gespart, um dir diesen Preis anbieten zu können? Denn wie die Hoteliers im Green Pearls® Netzwerk übereinstimmend sagen:

Der Preis verschwindet nicht. Er wird nur verlagert.

 

Versteckte Kosten im Urlaub: „Einer zahlt immer“

ADLER Lodge RITTEN
ADLER Lodge RItten ©Thaddaeus Salcher

 

Caroline Pescoll, die Nachhaltigkeitsbeauftragte der ADLER Spa Resorts & Lodges sagt: “Sehr günstige Angebote lassen oft vermuten, dass die echten Kosten an anderer Stelle entstehen.” Nachhaltigkeit bedeute eben auch, faire Löhne zu zahlen, in Umwelt- und Klimaschutz zu investieren und die lokale Wirtschaft zu stärken.

Ähnlich sehen es Johann Steinwender vom Schloss Lerchenhof im österreichischen Kärnten und das Team vom kroatischen Hotel Korinjak: Mit zu niedrigen Preisen, ließe sich ihr Engagement für faire Arbeit und regionale Wertschöpfung nicht umsetzen.

Verantwortung hat einen Preis – nicht im Sinne von „teuer“, sondern im Sinne von fairen und realistischen Preisen, die Qualität, nachhaltiges Wirtschaften und regionale Strukturen ermöglichen.” – Johann Steinwender, Schloss Lerchenhof

 

Faire Löhne & Qualität: Woran nicht gespart werden sollte

Wie du jetzt weißt, entfällt ein großer Teil des Reisepreises auf Personal. Auch Lebensmittel bzw. Waren allgemein sind ein großer Kostenfaktor in Hotels. Hier zeigt sich oft, wie nachhaltig ein Angebot wirklich ist.

Ursula Wagner vom Naturresort Gerbehof am Bodensee spricht von „Wertschätzung“: für Mitarbeitende, für hochwertige Lebensmittel und für die Arbeit dahinter. Bio, faire Bezahlung und Qualität seien schlicht nicht zum Schleuderpreis möglich.

Der Meinung ist auch Gastgeber Alexander Thurm vom Hotel Das Rübezahl im Allgäu. “Extrem günstige Reisen können kaum nachhaltig sein”, sagt er. Neben fairen Löhnen und der regionalen Wertschöpfung sei es auch einfach die Qualität. Wenn man sich für hochwertige Produkte, die sich durch Langlebigkeit und Schadstofffreiheit auszeichnen, entscheide, sei dies besser für den Planeten, aber eben auch nicht billig.

 

Masse statt Klasse: Das Problem mit dem Billigprinzip

Ben Förtsch checks the beehive. © Creativhotel Luise
Gastgeber Benjamin Förtsch züchtet Bienen, die für das Hotel Honig produzieren. ©Hotel Luise

Günstige Preise funktionieren im Tourismus oft über das Prinzip „Masse statt Klasse“. Hierauf weist Marco Spiss von den Summit Lodges Pfunds hin. Seine zwei Ferien-Holzblockhäuser (mit eigener Sauna und Kamin) stehen mitten in der Natur im Tiroler Oberland, eine hoch touristische Region. Niedrige Preise seien meist nur durch hohe Auslastung und große Volumen möglich. Die bekannte Folge davon sei Overtourism. Im Interview spricht er darüber, wie dieser die Natur gefährdet und welche Möglichkeiten es gibt, den Tourismus in eine sanftere Richtung zu lenken.

Ben Förtsch vom Hotel Luise in Erlangen wird richtig deutlich:

Billige all-you-can-fress-and-sauf Urlaube zerstören touristische Orte eher als sie zu fördern. In Hotelbunkern nur die Luft und die Sonne haben, aber nie das Gelände verlassen, kann nicht der Sinn vom Reisen sein. Es sollte für alle Menschen zugänglich sein, in Urlaub zu fahren. Doch das bedeutet nicht, dass Fliegen so billig sein sollte. Es bedeutet nicht billig, billig, billig.” – Benjamin Förtsch, Hotel Luise

 

Im Tourismus ist nicht nur aber auch der Preis ein Anhaltspunkt. Vielmehr solltest du dir bei der Auswahl deiner Reise oder deiner Unterkunft aber das System dahinter anschauen und darauf achten, wohin dein Geld fließt. Und das nicht nur bei Billigreisen, sondern immer!

Das SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb empfiehlt dir folgende Herangehensweise:

“Die entscheidende Frage sollte nicht sein: “Wie günstig kann ich reisen?“, sondern „Welchen Beitrag möchte ich mit meiner Reise leisten?“” – SCHWARZWALD PANORAMA

 

„Reisen darf erschwinglich sein“

Relais del Maro, Ligurien, Paerchenurlaub
©Relais del Maro

Auch das Relais del Maro betont: “Reisen darf erschwinglich sein – aber nicht auf Kosten des Planeten.” Das 4-Sterne-Hotel wurde im kleinen Dorf Borgomaro in Ligurien als Albergo Diffuso errichtet. Das heißt, es ist auf mehrere ehemalige Wohn- und Geschäftshäuser des Dorfes verteilt. Der Tourismus ist hier kein Problem, sondern Teil der Lösung. Durch den Tourismus wurden die Bewohner vor Landflucht bewahrt, die leeren Gebäude bekamen eine neue Funktion. Das Dorf wurde bewahrt.

Mit einem Startpreis ab 115 Euro pro Nacht liegt das Relais del Maro deutlich unter dem italienischen Durchschnitt und das trotz der nachhaltigen Renovierung der Gebäude und den zahlreichen Maßnahmen rund um Regionalität und Umwelt. (Laut momondo kostet ein Doppelzimmer in Italien durchschnittlich zwischen 159 und 220 Euro pro Nacht).

 

Billigreisen auf Kosten der Menschen und Umwelt: Wann sollten deine Alarmglocken klingeln?

Zuletzt wollen wir auch noch darauf hinweisen, dass sich hinter Billigangeboten für Reisen teilweise auch Betrugsmaschen oder Ausbeutung verstecken. Bei der Verbraucherzentrale steht das Thema Reisen an 4. Stelle bei den Themen, wo Verbraucher*innen sich betrogen fühlen. Oliver Buttler, Reiseexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erklärt z. B. gegenüber der Berliner Morgenpost, dass Leute immer wieder auf Fake-Angebote hereinfallen. Sie buchen und zahlen z. B. extrem günstige Flüge und müssen später feststellen, dass diese Flüge nie existiert haben.

Oft passiert dies über Seiten wie Skyscanner oder andere Drittanbieter, die keine Haftung für Betrugsfälle übernehmen. Oliver Buttler empfiehlt daher lieber direkt bei der Fluggesellschaft oder der Unterkunft zu buchen. So siehst du, dass es die Angebote wirklich gibt.

 

Direktbuchungen sind fair  

Bei Green PearlsⓇ, einer Plattform für Unterkünfte, die ihr Engagement in den Bereichen Soziales, Umwelt, Energie, Lebensmittel etc. transparent und nachvollziehbar darstellt, empfehlen wir dir ebenfalls, die Unterkunft direkt auf der Hotelwebseite zu buchen.

Dadurch stellst du sicher, dass dein Geld komplett (also ohne den Abzug einer Provision) in der Unterkunft ankommt. Zum Teil wirst du vom Hotel auch mit einem kleinen Extra belohnt (z. B. ein Begrüßungs-Drink im Relais del Maro,ein kostenfreier Parkplatz im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayersich Gmain oder andere Nettigkeiten).

Badeurlaub in der Türkei - Familie mit Schwimmreifen im Meer
Spaß mit Haltung. Wenn du auf ein paar Dinge achtest, stellst du sicher, dass dein „Reise-Euro“ an der richtigen Stelle ankommt. ⒸMegasaray Club Belek

 

Red Flags bei Billigangeboten

Folgende Dinge sollten bei einer Reisebuchung ein Grund für dich sein, Nachforschung zu betreiben, besonders, wenn du eher nachhaltig unterwegs sein möchtest:

  • Flug + Hotel + All-inclusive zu extrem niedrigem Preis
  • unrealistisch perfekte Bilder + wenig echte Infos
  • Druck („nur noch heute“, „letzte Plätze“)
  • keine Infos zu Herkunft von Lebensmitteln
  • keine Transparenz zu Arbeitsbedingungen

 

Wir würden dir auch empfehlen, auf Veranstalter oder Plattformen zu verzichten, die extrem unnachhaltige Reiseangebote wie z. B. “für ein Shopping-Wochenende nach New York fliegen”, “Skifahren in Dubai” oder “Elefantenreiten in Thailand” promoten. Hier hilft oft einfach der gesunde Menschenverstand, der dir sagt, ob dies eine vertretbare Form des Reisens ist oder nicht.

 

Verantwortung übernehmen für die eigenen Entscheidungen

Am Ende geht es nicht um billig oder teuer, sondern um die Wirkung deiner Reise. Du kannst bei Reisen unfassbar viel Geld ausgeben. Nach oben ist dem Ganzen kein Limit gesetzt. Um nachhaltiger zu reisen, musst du das allerdings nicht. Du kannst dich für ein günstigeres Hotel entscheiden, das sich für die Umwelt und die Region einsetzt. Und gleichzeitig kannst du auf den Billig-Flug verzichten und das teurere Bahnticket kaufen. Wichtig ist, dass wir unsere Reiseentscheidungen bewusst treffen und nicht einfach das Günstigste nehmen, weil es günstig ist.

 


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Füße einer Person mit rotem Nagellack hängen über klarem Wasser, darüber ein großer Strohhut und der Text 'NACHHALTIGE BILLIGREISEN?' mit weiterem Text zu günstigen Urlaubsangeboten.

Person liegt in einer Hängematte zwischen Palmen am Strand bei Sonnenuntergang

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Mit diesen 3 Fragen punktest du in Hotels mit Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit https://green-travel-blog.com/de/mit-diesen-3-fragen-punktest-du-in-nachhaltig-engagierten-hotels/ https://green-travel-blog.com/de/mit-diesen-3-fragen-punktest-du-in-nachhaltig-engagierten-hotels/#respond Fri, 01 May 2026 06:22:58 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73878 Durch Fragen kannst du nicht nur dein Wissen erweitern, sondern auch kompetenter, reflektierter und interessiert wirken. Gute Fragen zeigen, dass du mitdenkst, Zusammenhänge erkennst und nicht einfach nur konsumierst. Und sie können manchmal sogar echte Veränderung anstoßen. Für deine nächste Reise solltest du dir deshalb…

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Durch Fragen kannst du nicht nur dein Wissen erweitern, sondern auch kompetenter, reflektierter und interessiert wirken. Gute Fragen zeigen, dass du mitdenkst, Zusammenhänge erkennst und nicht einfach nur konsumierst. Und sie können manchmal sogar echte Veränderung anstoßen. Für deine nächste Reise solltest du dir deshalb vielleicht nicht nur „Hallo“, „Bitte“ und „Danke“ in der Landessprache merken, sondern auch ein paar kluge Fragen überlegen.

 

Umfrage im Green Pearls® Netzwerk nach den häufigsten Fragen im Urlaub

Das Netzwerk von Green Pearls® besteht aus individuellen, oft familiengeführten Hotels, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Wir haben dort nachgefragt: Welche Fragen stellen Gäste eigentlich?

Das Ergebnis: 100 % der Hotels bestätigen, dass ihre Gäste viele Fragen stellen. Man könnte also sagen, dass Fragen fast schon zur Identität des Eco-Travelers gehören.

Ana vom Korinjak auf Kroatien bringt es auf den Punkt:

Gäste, die sich bewusst für ein nachhaltiges Hotel entscheiden, kommen oft mit durchdachten Fragen – und genau das begrüßen wir. Transparenz ist Teil von Verantwortung. – Hotel Korinjak

Aber nicht alle Fragen haben die gleiche Qualität. Wir verraten dir, welche Fragen dauernd kommen, welche kritisches Denken (Sokratische Methode) beinhalten und womit du sogar Dinge anstoßen kannst.

 

Was wird in Hotels am häufigsten gefragt?

Stilvolles Hipster-Mädchen hält leckeren veganen Burger und trinkt Smoothie in Glasgefäß bei Street Food Festival. Happy Boho Frau Verkostung Burger mit gesunden Getränk im Sommer Straße.
Ist dieses Essen vegan? ©sonyachny – stock.adobe.com

 

Wie geht’s? Wie lang ist die Rezeption besetzt? Ab wann/ bis wann gibt es Frühstück? Kleiner Scherz. Um diese Fragen geht es hier nicht. Es geht um die ECHTEN Fragen. Die, mit denen du in Erinnerung bleibst, weil sie ehrliches Interesse zeigen.

Unsere Umfrage zeigt: Das Thema Lebensmittel steht klar auf Platz 1. Nahezu alle Hotels berichten, dass Gäste oft nach der Herkunft der Produkte fragen.

 

Platz 1: “Woher kommen eure Lebensmittel?”

Gäste wollen sich vergewissern, dass die Produkte wirklich regional oder fair gehandelt sind. Die Green Pearls® Gastgeber*innen wissen, dass es besonders gut bei den Gästen ankommt, wenn die Produkte aus der Umgebung bezogen werden und der/die Produzent*in genau bekannt ist.

Solche Fragen konnten schon einiges verändern. So verzichten die meisten nachhaltigen Hotels und Ferienhäuser mittlerweile auf tropische Früchte. Oft wirst du auf dem Frühstücksbuffet allerdings auch kleine Schildchen mit Erklärungen finden.

Danach folgen bereits Grundsatzfragen zur Nachhaltigkeit:

 

Platz 2: „Was bedeutet Nachhaltigkeit bei euch konkret?“

Ein Paar sitzt lächelnd in einem türkisfarbenen Boot auf ruhigem Wasser während des Sonnenuntergangs. Der Horizont ist mit entfernten Inseln übersät, was eine friedliche, ruhige Szene schafft.
Hotelgründer Ratko-Vlahov umschifft mit seiner Frau die Insel Iz. Als Gastgeber brachte er viele Neuerungen, nach denen du ihn fragen kannst. z. B. wie kroatisches Essen auch vegetarisch funktioniert. ©Hotel Korinjak

 

Hier geht es ums große Ganze: Prozesse, Philosophie, echte Maßnahmen vs. Marketing. Es ist eine Frage, die kritisches Denken und der Sokratischen Methode entspricht. Sokratische Fragen sind solche, die nicht mit “Ja” oder “nein” beantwortet werden können und tiefere Einsichten ermöglichen.

Antworten, die du auf diese Frage bekommst, sehen z. B. so aus:

  • SCHWARZWALD PANORAMA: “Nachhaltigkeit bedeutet für uns, ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll zu handeln. Das umfasst z. B. biologische & regionale Lebensmittel, faire Arbeitsbedingungen, Ressourcenschonung und den Schutz der Natur rund um unser Hotel – ohne auf Komfort zu verzichten.”
  • Hotel Korinjak: “Für uns ist Nachhaltigkeit keine einzelne Maßnahme, sondern gelebte Praxis. Dazu gehören vegetarische Küche, ein bewusster Umgang mit Wasser und Energie, überschaubare Strukturen, langfristige Mitarbeiterbeziehungen und die Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten. Da wir auf einer Insel mit begrenzten Ressourcen liegen, sind sorgfältige Planung und Zurückhaltung ganz selbstverständlich.”

Eine clevere Nachfrage wäre jetzt:

„Welche dieser Maßnahmen hat denn den größten Einfluss?“

Oder:

„Was davon ist für euch am schwierigsten umzusetzen?“

Mit solchen Fragen gehst du einen Schritt weiter. Das zeigt nicht nur Interesse, sondern auch kritisches Denken und macht den Unterschied zwischen Smalltalk und Smarttalk.

Noch stärker wird es, wenn du an die Antwort anknüpfst:

„Heißt das, dass ihr euch bewusst gegen bestimmte Dinge entschieden habt?“
„Und wie hat sich das im Laufe der Zeit verändert?“

Das nennt man übrigens Folgefragen. Sie sind eine der effektivsten Techniken, um ein Gespräch zu vertiefen. Du beweist, dass du wirklich zuhörst und Zusammenhänge erkennst.

 

Mit diesen 3 Fragen punktest du in nachhaltig engagierten Hotels

Relais del Maro Italy Liguria sustainable hotel
Das Dorf Borgomaro wurde durch das Albergo Diffuso wiederbelebt. © Relais del Maro

 

Jetzt kennst du die Klassiker und weißt, wie du mit klugen Nachfragen tiefer einsteigen kannst. Aber welche Fragen bringen dich wirklich auf das nächste Level?

Hier kommen drei Fragen, die sich Hoteliers wünschen würden, dass sie mal jemand fragt, oder Fragen, die den Hoteliers noch lange im Gedächtnis bleiben und zum Nachdenken und Reflektieren anregen:

#1 “Welchen Beitrag leistet euer Haus für die (wirtschaftliche) Situation des Orts?” oder auch „Wie beeinflusst euer Haus euren Heimatort?

Dies würde sich Martina Dellarbar vom Relais del Maro einmal als Frage wünschen. Das Albergo Diffuso im italienischen Dorf Borgomaro hat nämlich in diesem Punkt beachtliches geleistet und man könnte sogar sagen “das Dorf gerettet” und die Bewohner vor Landflucht bewahrt.

#2 „Ist eure Art zu wirtschaften finanziell überhaupt tragbar?”

Eine Frage, die eher ungewöhnlich ist für Gäste, die Gastgeber aber sehr berührt. Johann Steinwender vom Schloss Lerchenhof berichtet, dass es rührend ist, wenn sich die Gäste regelrecht Sorgen machen, ob das österreichische Schloss in Kärnten, dass die Familie in ein Slow Food Boutiquehotel verwandelt hat, vielleicht sogar zu viel an die Umwelt und zu wenig an Profit denkt.

#3 „Was ist euer persönliches Herzensprojekt in Sachen Nachhaltigkeit?“

Nicht jede nachhaltige Maßnahme hat den gleichen Impact. Manche sind technisch oder sogar unsichtbar, wie Energieversorgung oder Dämmung. Andere sind emotional und bergen oft spannende Geschichten, die erzählt werden wollen. Seniorchef Paul Rinner vom APIPURA hotel rinner ist z. B. leidenschaftlicher Imker und berichtet gern über seinen Bio-Honig, den Bienenstock, das Dasein als Wander-Imker oder die spezielle Api-Wellness.

Im Naturhotel Outside kocht Seniorchef Sepp Ganzer selbst Sirupe ein, die oft von den Gästen gelobt werden (was ihn natürlich immer freut). Die Familie ist auch sehr stolz darauf, einen Naturpool ganz ohne Chemie zu betreiben. Wie das möglich ist, erklären sie dir gern.

Das heißt: Mit einer Frage nach dem Herzensprojekt kannst du erfahren, welche Themen deine Gastgeber persönlich interessiert und (wenn du das möchtest) tolle Gespräche entfachen.

 

Fragen geschickt formulieren

Frau in Yoga-Pose blickt in die Kamera
Noch Fragen? ©Uriseguram Paradiso Pure.Living

Nicht nur was du fragst, macht den Unterschied, sondern auch wie. Es kann passieren, dass du eigentlich Interesse zeigen willst, es aber wie Kritik klingt.

Zum Beispiel im Paradiso Pure.Living Vegan Hotel (Seiser Alm, Südtirol) oder im LA VIMEA Vegan Hotel (Naturns, Südtirol) wird oft gefragt, warum es für alle Gäste das gleiche Menü gibt.

Es wird allerdings nicht wirklich klar, was du mit „Warum gibt es für alle das gleiche Menü?“ sagen willst. Meinst du es positiv bzw. interessierst du dich wirklich für den Grund dahinter, oder möchtest du versteckt Kritik anbringen?

Eine andere Formulierung wäre:

„Was ist die Idee hinter dem festen Menü?“

Oder:

„Hat das auch etwas mit eurer Nachhaltigkeitsstrategie zu tun?“

Das eröffnest du das Gespräch und bekundest Interesse. Wenn es tatsächlich von dir als Kritik gemeint ist (was ja auch legitim ist), dann sag doch besser genau was du dir wünscht: z. B. “Kann ich statt diesem Gang mit Pilzen auch etwas ohne Pilze bekommen?” Hier kann gleich eine Lösung für dich gefunden werden, anstatt das Küchenteam mit einem “ich würde gern irgendwie mehr auswählen” im Dunkeln lässt. (Zielorientiertes Fragen!)

Der Grund warum die beiden veganen Hotels unter der kulinarischen Leitung von Aggeliki Charami nur ein Gericht anbieten, ist übrigens der, dass die veganen Fine-Dining-Speisen zum Teil mehrere Tage für die Zubereitung benötigen, sehr exquisit sind und so Lebensmittelverschwendung vermieden wird.

Außenaufnahme der nachhaltigen Ferienhäuser von Marco Spiss
Summit Lodges Pfunds im Sommer ©Andreas Schalber

 

Ähnlich ist es bei den Summit Lodges Pfunds, wo Marco Spiess zwei Naturstammhäuser als nachhaltige Ferienhäuser ins Tiroler Oberland gebaut hat. Oft hört er:

„Warum habt ihr euch für ein Naturstammhaus entschieden und nicht für normale Bauweise mit den roten Ziegeln?“

Klingt erstmal neutral – kann aber auch mitschwingen lassen: Was ist denn an anderem schlecht? Oder: Ich vermisse die roten Ziegel.

Falls deine Frage offen gemeint ist, wäre besser:

„Was hat euch an der Bauweise mit Naturstämmen besonders überzeugt?“

Oder:

„Welche Vorteile hat ein Naturstammhaus für euch – auch in Bezug auf Nachhaltigkeit?“

 

Mit Fragen Gespräche eröffnen

Die Hoteliers Marion Muller und Lombertus Muller vom Lifesylehotel SAND an der Ostsee. Portrait
Die Gastgeber Marion und Lombertus Muller haben für Fragen ein offenes Ohr. ©SANDnature

Der Unterschied zu einer Frage und einem Statement ist der, dass die Frage zur Antwort führt. Marion Muller vom SANDnature in Timmendorfer Strand an der Ostsee berichtet z. B. dass Gäste oft nach den COCO-MAT Kissen fragen.

Möchtest du nur ein Kompliment geben, so würde man sagen:

“Ich konnte übrigens sehr gut schlafen. Gemütliche Kissen!”

Zielgerichtete Fragen könnten sein:

“Wie heißt das Kissenmodell? Kann man das normal kaufen?”

Wenn du ein Gespräch eröffnen möchtest könntest du stattdessen fragen:

“Was ist das Besondere an euren Kissen?“

„Spielt das auch eine Rolle in eurem Nachhaltigkeitskonzept?“

So wird aus einem einfachen Thema plötzlich ein Einstieg in etwas Größeres.

Das SANDnature denkt bei den Kissen nämlich auch an gesundheitliche Aspekte und einen ganzheitlichen Ansatz für besseren Schlaf.

 

Was deine Fragen bewirken können

Vielleicht denkst du jetzt: „Ist das nicht ein bisschen viel für den Urlaub?“ Gute Frage 🙂 Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Fragen sind Interesse. Und mit Interesse kannst du etwas bewegen:

  • Hotels merken, was Gästen wichtig ist.
  • Nachhaltige Maßnahmen und Entscheidungen werden sichtbarer und wertgeschätzt.
  • Neue Ideen entstehen im Gespräch.

Viele Gastgeber*innen wünschen sich genau das. Denn ein nachhaltigerer Tourismus lebt auch vom Austausch.

Was ebenfalls cool ist: Viele Gäste fragen auch Hoteliers, wie sie selbst nachhaltig aktiv werden können. So könnt ihr euch gemeinsam verbünden und Mitstreiter werden!

 


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Zwei Hände halten Getränke mit Strohhalmen vor einem Hotelgebäude mit Innenhof und Pool

Zwei Liegestühle aus Metall mit Polsterung stehen auf einem Kiesplatz, umgeben von grünen Bäumen, darüber weißer Text mit drei Fragen zu Hotels und Nachhaltigkeit

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Nachhaltiger Urlaub in Österreich – Alles rund um eine umweltfreundliche Anreise, Unterkünfte und Aktivitäten (Green Travel Guide) https://green-travel-blog.com/de/nachhaltiger-urlaub-in-oesterreich-alles-rund-um-eine-umweltfreundliche-anreise-unterkuenfte-und-aktivitaeten-green-travel-guide/ https://green-travel-blog.com/de/nachhaltiger-urlaub-in-oesterreich-alles-rund-um-eine-umweltfreundliche-anreise-unterkuenfte-und-aktivitaeten-green-travel-guide/#comments Fri, 17 Apr 2026 06:00:09 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=56727 Österreich begeistert jedes Jahr aufs Neue viele Reisende genau wie dich und uns. Leider ist genau das auch das Problem: Die Alpen begeistern viele. Zu viele, zumindest in den beiden Hochsaisons Sommer und Winter. Deshalb haben wir hier einen Green Travel Guide zusammengestellt, mit dem…

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Österreich begeistert jedes Jahr aufs Neue viele Reisende genau wie dich und uns. Leider ist genau das auch das Problem: Die Alpen begeistern viele. Zu viele, zumindest in den beiden Hochsaisons Sommer und Winter. Deshalb haben wir hier einen Green Travel Guide zusammengestellt, mit dem du dich auf deinen nächsten Urlaub in Österreich vorbereiten kannst, und den du natürlich auch vor Ort immer wieder zu Rate ziehen kannst, um nachhaltiger und umweltschonender zu reisen.

 

Beliebt, beliebter, Österreich

Im Jahr 2025 brach Österreich erneut einen Besucherrekord mit über 40 Millionen Übernachtungen allein zwischen Mai und Juli. Wie Gastgeber Marco Spiess im Interview erzählt, freue dies natürlich die touristischen Regionen wie das Tiroler Oberland, Tirol und Osttirol, bringe jedoch auch eine Menge von Herausforderungen mit sich. 

Um die eindrucksvolle Natur zu erhalten, ist ein nachhaltiges Verhalten im Urlaub in Österreich unerlässlich. Aber, was heißt das eigentlich?

Lipizzaner Pferde vor der Kulisse des Wilden Kaiser in Tirol
Lipizzaner vor der Kulisse des Wilden Kaiser in Tirol ©Stanglwirt

 

Was bedeutet nachhaltig reisen in Österreich?

Nachhaltig Reisen beinhaltet viele Aspekte. Wenn du dich genauer damit beschäftigen willst, dann schau doch mal in diese beiden Blogartikel über die Hintergründe zum nachhaltigen Reisen und Tipps zum nachhaltigen Reisen.

Generell hat die Anreise einen sehr hohen Anteil daran, dass der Tourismus als klimaschädlich betrachtet wird. Deshalb gilt: Je kürzer die Anreise, desto besser.

Wenn du mehr wissen willst, dann schau doch mal in unserem Hintergrundartikel über nachhaltiges Reisen oder bei den Expertentipps vorbei.

Österreich liegt sehr zentral in Europa und es ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Das heißt, du kannst bequem auf dein Auto verzichten und mit Bus und Bahn anreisen. Flugzeug? Innerhalb Europas unnötig!

Dazu kommt, dass sich immer mehr Urlaubsorte der Nachhaltigkeit verschreiben und darauf achten, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, eine grüne Anreise möglich zu machen und auch vor Ort Anreize zu schaffen, sich emissionsfrei zu bewegen. Was du selbst für einen nachhaltigen Urlaub in Österreich tun kannst, haben wir dir in diesem Green Travel Guide kompakt zusammengefasst.

 

Green Travel Guide: Nachhaltiger Urlaub in Österreich

Blick in ein österreichisches Tal in Osttirol
Blick in ein Tiroler Tal in Österreich | © Carolin Thiersch

 

Tipps für deine Anreise

Nutze den Zug anstelle des Autos. Verzichte auf Kurzstreckenflüge aus den Nachbarländern oder innerhalb Österreichs. Packe außerdem leicht. Zum einen musst du weniger tragen, zum anderen verbrauchen Verkehrsmittel mehr Treibstoff bei schwererer Beladung. Vor allem, wenn du doch mit dem Auto unterwegs bist, ist das für dich relevant. Eine oft übersehene Möglichkeit ist zudem der Fernbus. Dieser ist oft sehr viel günstiger als der Zug und Berechnungen des Umweltamts zufolge ebenso umweltfreundlich.

 

Mobilität vor Ort

Immer mehr Orte bieten ihren Gästen die Möglichkeit einer nachhaltigen Urlaubsgestaltung an. Sei es mit verbesserten Anbindungen an die Bahn, Gästekarten oder durch von Unterkünften geschaffene Anreize wie ein kostenfreier E-Bike-Verleih bei Anreise mit der Bahn. Das gibt es zum Beispiel im Hotel Klosterbräu in der beliebten Urlaubsregion Seefeld.

Andere Orte haben sich den Alpine Pearls angeschlossen und sich damit dem Klimaschutz und der Nachhaltigkeit im Tourismus verpflichtet. Die drei Alpine Pearls in Österreich, Mallnitz (Kärnten), Weissensee (Kärnten) und Werfenweng (Salzburger Land), sind autofrei. Wander-, Täler- und Skibusse bringen die Gäste überall hin. Zudem werden E-Bikes und Fahrräder kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Mountainbiken in Kals am Großglockner
Radfahren/ Mountainbiking in Österreich | ©Naturhotel Outside

 

Entlang der Donau haben sich die Regionen ebenfalls vernetzt, um den Gästen nachhaltige Mobilität zu garantieren. Die Transdanube Pearls bieten neben Bus, Bahn und Fahrrad auch Schifffahrten an, um die einzelnen Orte zu verbinden.

 

Exkurs: Seilbahn

Immer wieder wird Kritik beim Bau neuer Seilbahnen laut. Vielfach wird dabei jedoch nur an Freizeitvergnügen wie Skilaufen bzw. den touristischen Verkehr gedacht. Dabei sind Seilbahnen genauso öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn und zudem eine wichtige Versorgungslinie für abgelegene Hütten und Almen.

Die Trasse, die für den Bau zunächst geschlagen werden muss, wirkt natürlich im ersten Moment wider der Natur, doch überlegt man, wie viel Raum eine Straße eingenommen hätte (und wie viel mehr Lärm, Material und Zeit dafür gebraucht werden würde), dann wird dir vielleicht wie uns klar, dass so eine Seilbahn sogar weniger Platz einnimmt.

Wie umweltfreundlich eine Seilbahn ist, hängt dann im Endeffekt von der Betriebsart ab. Laut einer WKO-Erhebung nutzen bereits 85% der Mitglieder-Seilbahnbetriebe Ökostrom (oft aus Wasserkraft) und 78 % verfügen über eigene Photovoltaik-Anlagen. Einen sozialen Aspekt erfüllt sie zusätzlich: Sie ermöglicht es auch Senioren, Menschen mit Behinderung und Kindern die Bergwelt zu erleben. Mehr darüber liest du hier.

 

Nachhaltige Hotels und Ferienhäuser in Österreich

Ein wichtiger Punkt, wie du deinen Urlaub in Österreich nachhaltiger gestalten kannst, ist die Wahl einer nachhaltigen Unterkunft. Diese setzen sich für den Erhalt der einzigartigen Natur Österreichs ein und nehmen ihre eigene Verantwortung wahr. So kannst du guten Gewissens übernachten.

Nachhaltige Hotels und Ferienhäuser erkennst du zum Beispiel an bestimmten Siegeln wie dem EU-Ecolabel, dem Österreichischen Umweltzeichen oder GreenSign. Zudem kannst sie auf kuratierten Plattformen wie dem Green Pearls® Netzwerk finden, wo die nachhaltigen Initiativen jeder Unterkunft transparent aufgelistet werden. Beschäftige dich am besten vorher genau mit den Kriterien, die eine Unterkunft erfüllen muss. Bei Green Pearls® gehören dazu zum Beispiel eine nachhaltige Energiegewinnung, der lokale Bezug von Lebensmitteln, der Schutz der Umwelt beim Bau und im Betrieb sowie soziale Aspekte (Mitarbeitende, Projekte, …).

 

Green Pearls® Partner in Österreich

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Entdecke die Hotels und Ferienunterkünfte bei Green Pearls®: Hotel Klosterbräu | Bio- und Wellnessresort Stanglwirt | Ebner 1822 | Hygna Chaltes | Schloss Lerchenhof | Naturhotel Outside | Summit Lodges Pfunds | LENI MOUNTAIN Appartements & Chalet | The Peak Sölden

 

 

Gut für dich und für die Region

Wenn du in einem nachhaltigen Hotel übernachtest, sorgt dieses für regionale Produkte. Aber auch wenn du selbst einkaufst, weil du im Ferienhaus übernachtest, oder wenn du auswärts essen gehst, solltest du darauf achten, regional zu konsumieren. Damit hilfst du zum einen der lokalen Wirtschaft und unterstützt zum anderen indirekt die lokalen Landwirte. Als Orientierungspunkt bei Einkauf und Restaurantsuche eignen sich zum Beispiel das AMA-Siegel, dessen Standards noch über dem EU-Biosiegel liegen, sowie Bio Austria, Demeter und die Grüne Haube.

 

Nachhaltiger Aktivitäten-Guide für Österreich

Österreich erkundest du am besten zu Fuß. Die zahlreichen Wanderwege (laut dem Alpenverein sind es rund 40.000 Kilometer Wanderwege) führen dich in abgelegene Regionen und durch nahezu unberührte Natur. In diesem Blogartikel haben wir schon einmal Wanderwege herausgesucht, die du von den Green Pearls® Hotels aus bequem erreichst.

Wenn dich speziell das Wandern in Österreichs größtem Nationalpark Hohe Tauern interessiert, so verrät Wander-Concierge Karin vom Naturhotel Outside im Interview wichtige Insider Tipps für den größten Nationalpark in den österreichischen Alpen.

Wandern im Wanderhotel Naturhotel Outside
Wanderführer und Senior Chef Sepp Ganzer ist Experte im nachhaltigen Wandern. ©Naturhotel Outside

 

Aber nicht nur zum Wandern ist das Land in den Alpen perfekt. Auch Radfahrer, vom Tourenfahrer bis zum Mountainbiker, kommen voll auf ihre Kosten. Auch zu Pferd oder mit dem Kajak entdeckst du Österreich emissionsfrei und mit einer neuen Perspektive. Und falls du gar nicht für sportliche Aktivitäten zu haben bist: Wie wäre es mit einem Wellnessurlaub in einem nachhaltigen Wellnesshotel?

Zwei Freundinnen lassen ihre Füße in das türkisblaue Poolwasser des Hotel Klosterbräu baumeln. Sie tragen weiße Bademäntel
Wellnessurlaub in Österreich | ©Hotel Klosterbräu | Fotograf: David Johansson

 

Möchtest du nicht nur passiv im Urlaub etwas für den Umweltschutz tun, sondern selbst aktiv werden, dann schließe dich doch einem der CleanUP Days an, die von dem gemeinnützigen Verein Patron e.V. Plasticfree Peaks und lokalen Gemeinden organisiert werden. Mit einer Gruppe Gleichgesinnter säuberst du die Trails von Müll und leistest so deinen Beitrag.

 

Nachhaltiger Urlaub in Österreich – Nachhaltige Essentials für deine Packliste

Packen ist sehr individuell, aber ein paar Essentials gehören für einen nachhaltigen Urlaub in jedes Gepäck. Hier bekommst du sie auf einen Blick:

  • Trinkflasche aus Glas oder Metall, um Einweg-Plastikflaschen zu vermeiden
  • Jute- oder Stoffbeutel für deine Einkäufe
  • Bienenwachspapier oder Brotdose für deinen Snack am Berg
  • Naturkosmetik, feste Seifen, etc. ohne Mikroplastik (Tipp: Wenn du noch diese kleinen Duschbad-Reisefläschchen zu Hause hast, dann wirf sie nicht weg, sondern fülle für kürzere Reisen dein Duschbad oder Shampoo einfach um, wenn du nicht eh feste Produkte verwendest)
  • Umweltfreundliche Sonnencreme (auch im Winter!)

Tipp: Ausleih-Pools der Hotels und Ferienhäuser nutzen: Viele nachhaltige Unterkünfte verleihen auch Equipment. Das Naturhotel Outside stellt dir z. B. Wanderrucksack, Stöcke, Schneeschuhe und weitere Dinge gern zur Verfügung. Das wichtigste, das du selbst mitbringen solltest, sind gute Schuhe J

 

Ergänze die Liste doch gern in den Kommentaren 🙂

 

Zeit nehmen und Zeit lassen

Wandern in Tirol während eines nachhaltigen Urlaubs in Österreich
Wandern, Entspannen und Zeit nehmen in Österreich | © Carolin Thiersch

 

Österreich hat so viel zu bieten, dass es dazu verleitet von einem schönen Spot zum nächsten zu hetzen. Dabei können wir dir nur ans Herz legen, deinen nachhaltigen Urlaub in Österreich langsam zu verbringen. Lasse zu, dass dich ein Ort entschleunigt und entdecke ihn während deiner Urlaubszeit auf eine ganz neue Art und Weise. Das muss übrigens auch nicht in der Hochsaison sein. Auch im Frühling und im Herbst sind die Berge wunderschön. Vielleicht sogar noch ein bisschen schöner  😉

 

Dies ist ein Update vom 13. Januar 2023


 

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Das Bild zeigt eine weite Landschaft in Österreich mit grünen Wiesen und einer Berghütte im Vordergrund und hohen Bergen im Hintergrund

Die vier Bilder zeigen Impressionen aus Österreich von Bergen, über wilde Flüsse, Haflinger und Wanderwege.

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Die Geschichte hinter Schloss Lerchenhof: Wie ein mutiges Erbe den Grundstein für ein Hotel mit nachvollziehbaren Nachhaltigkeitsmaßnahmen legte https://green-travel-blog.com/de/die-geschichte-hinter-schloss-lerchenhof-wie-ein-mutiges-erbe-ein-nachhaltiges-hotel-begruendete/ https://green-travel-blog.com/de/die-geschichte-hinter-schloss-lerchenhof-wie-ein-mutiges-erbe-ein-nachhaltiges-hotel-begruendete/#respond Tue, 24 Mar 2026 07:55:17 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73161 Schloss Lerchenhof entstand als Sommerresidenz für eine bevorstehende Hochzeit – doch dazu kam es nie. Eine Geschichte aus Liebe, Schicksal und einer Entscheidung, die im 19. Jahrhundert gesellschaftliche Konventionen sprengte. Wir durften als Erste erfahren, was wirklich hinter der Geschichte von Schloss Lerchenhof steckt und…

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Schloss Lerchenhof entstand als Sommerresidenz für eine bevorstehende Hochzeit – doch dazu kam es nie. Eine Geschichte aus Liebe, Schicksal und einer Entscheidung, die im 19. Jahrhundert gesellschaftliche Konventionen sprengte. Wir durften als Erste erfahren, was wirklich hinter der Geschichte von Schloss Lerchenhof steckt und wie diese Haltung bis heute weiterlebt.

 

Was steckt wirklich hinter der „besonderen Liebesgeschichte“?

Historisches Stiegenhaus im Schloss Lerchenhof - Treppenaufgang im nachhaltigen Hotel
Das historische Stiegenhaus ©Schloss Lerchenhof

 

Wenn du heute durch das beeindruckende historische Stiegenhaus von Schloss Lerchenhof schreitest, spürst du: Dieses Haus trägt Geschichte in sich. Hohe Räume, Biedermeier-Stil, dicke Mauern aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Website ist von einer „besonderen Liebesgeschichte“ die Rede, durch die das Schloss in den Besitz von Familie Steinwender kam. Was genau dahinter steckt?

Das wollten wir natürlich auch wissen und haben bei der Familie Steinwender nachgefragt. Was uns Johann Steinwender erzählte, wurde bisher nirgends öffentlich so detailliert festgehalten. Du gehörst also zu den ersten, die diese Geschichte lesen dürfen.

 

1848: Ein Schloss zur Hochzeit

Julius Emanuel Wodley der Erbauer von Schloss Lerchenhof
Julius Emanuel Wodley. Ein schöner reicher Mann mit großen Plänen. ©Schloss Lerchenhof

Die Wurzeln des Hauses reichen bis ins Jahr 1848 zurück. Der junge Industrielle Julius Emanuel Wodley ließ das Schloss als Sommerresidenz errichten – zur bevorstehenden Hochzeit mit seiner Verlobten Susanne, genannt Susi. Hinter dem Schloss betrieb er die Hammerwerke im Gösseringgraben, nebenan lag der Bauernhof der Steinwenders. Schloss Lerchenhof sollte ein gemeinsamer Lebensort für das junge Paar werden.

Doch noch vor der Fertigstellung geschah das Unerwartete: Wodley verunglückte in den umliegenden Bergen tödlich. Jung, voller Pläne und ohne das Schloss je in seiner ganzen Pracht zu sehen oder es mit seiner Braut beziehen zu können.

 

Ein außergewöhnliches Erbe

Am Sterbebett vermachte er das Schloss seiner zukünftigen Frau. Außergewöhnlich zu dieser Zeit, wenn nicht sogar beinahe skandalös! Eine unverheiratete Frau als Erbin und überhaupt eine Frau als Eigentümerin von irgendwas – das war Mitte des 19. Jahrhunderts weder üblich noch gewollt.

Doch es geht noch weiter. Susanne war nämlich schwanger. Und auch wenn es nicht sicher belegt ist, so ist es doch wahrscheinlich, dass der junge Julius dies wusste und das Schloss somit nicht nur an seine Liebe, sondern auch an sein Kind vererben wollte.

Susannes Tochter, ebenfalls Susi genannt, heiratete 1880 einen Steinwender. So gelangte der Lerchenhof durch diese Verbindung von Liebe, Mut und gesellschaftlicher Grenzüberschreitung in jene Familie, die Schloss und Hof bis heute führt.

 

Zwei Brüder, ein Stall – und keine Differenzen

Gemälde Schloss Lerchenhof Winter
©Schloss Lerchenhof

 

Zunächst wurde das Schloss Teil des Stammbauernhofes der Familie Steinwender. 1928 kam es zur Aufteilung zwischen zwei Söhnen:

  • Der Stammbauernhof blieb bei dem einen Bruder
  • Schloss Lerchenhof wurde mit eigenem Bauernhof eigenständig vom anderen Bruder weitergeführt.

Und auch hier erzählt die Familie eine Geschichte, die viel über ihre Haltung verrät. Die beiden Brüder hatten sich so gut verstanden, dass sie sich unkompliziert im Stall trafen und die Kühe untereinander aufteilten. Freundschaftlich und ohne Streit. Innerhalb einer Nacht war alles geregelt.

Hans Steinwender übernahm den Lerchenhof, führte gemeinsam mit seiner Frau Frieda die Landwirtschaft weiter, betrieb Pferdezucht und engagierte sich auch öffentlich in der Region.

Kuhstall auf Schloss Lerchenhof Mann mit Mistgabel Historisches Bild der Pferdezucht auf Schloss Lerchenhof

Denkmalschutz fürs Schloss und die Eröffnung eines Gasthofs

1939 wurde das Anwesen unter Denkmalschutz gestellt und offiziell als „Schloss Lerchenhof“ anerkannt. Aus dem landwirtschaftlichen Gut wurde Schritt für Schritt ein Ort der Gastfreundschaft. 1959 übernahm die nächste Generation – erneut ein Hans Steinwender, diesmal mit seiner Frau Gertrude – und eröffnete einen Gasthof.

1996 folgte der nächste Entwicklungsschritt: Die Eltern der heutigen

Gastgeber, Hans und Gernhild Steinwender führten das Schloss als 4-Sterne-Hotel mit Komfortzimmern und Wohlfühlbereich weiter. Aus dem ehemaligen Gutshof war endgültig ein Boutiquehotel geworden – mit historischem Kern und moderner Ausrichtung.

2025 übernahmen Johann Steinwender und seine Frau Karin das Schloss offiziell von Johanns Eltern Hans und Gerhild. Zwei Jahre lang hatten sie den Betrieb bereits in einer Übergangsphase per Pacht betrieben und wuchsen so Schritt für Schritt in die neue Verantwortung hinein. “Ein vorbildhafter und selten gelungener Prozess, wie ich finde”, sagt Johann rückblickend. Und ganz im Sinne der Steinwender-Familien-Tradition, die großen Wert auf ein friedliches Miteinander legt.

3 Generationen der Familie Steinwender vor dem nachhaltigen Schloss Lerchenhof
3 Generationen der Familie Steinwender. 2025 übernahmen Johann Steinwender und seine Frau Karin das Schloss offiziell von Johanns Eltern Hans und Gerhild.

 

Johann Steinwender: Geschichte als Verantwortung

Johann Steinwender und seine Frau Karin an der Bar des nachhaltigen Boutique Hotels Schloss Lerchenhof
Die heutigen Gastgeber Johann und Karin Steinwender ©Schloss Lerchenhof

Wenn Johann Steinwender die Geschichte seiner Vorfahren erzählt, merkt man sofort, wie sehr er mit seinen Wurzeln verbunden ist. Er spricht mit sichtlichem Stolz und Begeisterung. Er und Karin führen das Boutiquehotel mit gerade einmal 20 Zimmern persönlich und herzlich und sind als Gastgeber vor Ort immer für dich ansprechbar.

 

Urlaub im Schloss – zwischen Geschichte und Zukunft

Wenn du im Schloss Lerchenhof ankommst, betrittst du kein Museum, sondern  ein lebendiges Haus. Du steigst das historische Stiegenhaus hinauf, ziehst dich in individuell gestaltete Zimmer zurück, liest in der Bibliothek oder genießt die Stille in den Sälen. Draußen erstreckt sich ein 14 Hektar großer Natur-Kraftplatz mit Wiesen, Wäldern und Feldern.

 

Energieautarkes Hideaway mit Kraftplatz und Slow Food Philosophie

Die Küche folgt einer klaren Haltung: Slow Food, Null-Kilometer-Produkte, eigene Landwirtschaft nach ökologischen Prinzipien, saisonale Naturküche und handwerkliche Qualität. Was auf den Teller kommt, hat Herkunft und Charakter und stammt größtenteils frisch von den eigenen Feldern.

Gleichzeitig ist das Hotel energieautark. Eine eigene Energiewirtschaft mit Kleinwasserkraftwerk und Biomasseanlage versorgt das historische Gebäude nachhaltig und ressourcenschonend mit Strom und Wärme.

Ein Biedermeier-Schloss, das seine Energie selbst erzeugt, das ist Weiterentwicklung im Sinne der Verantwortung.

 

Wenn du (so wie ich) ein Faible für Familiengeschichten hast und sehen willst, wie ein Biedermeier-Schloss aus dem Jahr 1848 heute nachhaltig und sogar energieautark geführt wird, dann könnte das Hotel Schloss Lerchenhof ideal für deinen nächsten Urlaub sein. Aber auch wenn du ein Genussmensch bist und die Region Kärnten kulinarisch kennenlernen möchtest, bist du hier an der richtigen Adresse. Und ganz nebenbei wirst du zum Teil der besonderen Geschichte des Hauses.

Manche Orte erzählen Geschichten. Und manche Orte sind selbst eine.

 


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Obere Bildhälfte zeigt zwei Hände, die eine Herzform aus Getreidekörnern halten, untere Bildhälfte zeigt das gelbe Gebäude des Hotels Schloss Lerchenhof mit Garten und Fahnen im Vordergrund

Oben steht eine schwarz-weiße Gruppenaufnahme von Menschen vor einem historischen Gebäude, darunter der Schriftzug 'Die Liebesgeschichte von Schloss Lerchenhof WIE EIN MUTIGES ERBE EIN SLOW FOOD HOTEL BEGRÜNDETE', unten ist eine farbige Außenansicht des Schlosses Lerchenhof mit blauem Himmel und Bäumen zu sehen.

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