Langsam essen, Nahrungsmittel wieder wertschätzen und dabei auf einen umwelt- und sozialverträglichen Umgang mit diesen achten. Bereits letzte Woche haben wir euch die Slow Food Philosophie vorgestellt: gut-fair-bewusst.
Unsere Green Pearls® Partner weltweit streben nach einem guten, fairen und bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Produkten. Die Zielsetzung ähnelt sich, die Ansätze aber sind genauso divers wie unsere Partner. Lest selbst.
Green Pearls®: Slow Food – Ihr wisst genau, wo alle Zutaten für euer Essen herkommen und ihr kocht nur saisonal und regional? Wieso habt ihr euch dafür entschieden und was ist euch wichtig?
Vanessa Senoner, Adler Lodge Ritten, Südtirol: „Auf dem Ritten können wir kulinarisch aus dem Vollen schöpfen. Unweit im Tal gedeiht Wein, in den Bergen über uns weiden Tiere und auf den Wiesen wachsen Kräuter. Wir arbeiten eng mit innovativen Landwirtschaftsbetrieben zusammen, die für uns Bio-Eier, Waldhonig und qualitativ hochwertiges Fleisch vom Wagyu- und Chianina-Rind produzieren. Für unsere Region und für den Genuss unserer Gäste. Das heimische Produkt hat Priorität. Natürlich achten wir dabei stets auch auf Saisonalität.
BEE happy! Hauseigener Honig

Schon mit 11 Jahren bekam Michael Hafner seinen ersten Bienenschwarm von seinem Großvater anvertraut. Heute bewirtschaftet Michael seine Völker in ausgewählten Tälern Südtirols mit unterschiedlichen Höhenlagen und klimatischen Bedingungen. Michael folgt der Philosophie, dass die Höhenlage sowie die Umgebung den Geschmack des Honigs am meisten beeinflussen. Unsere Bienen leben auf 1.250 m Meereshöhe. Michael hat sie Richtung Süd-Westen unter den hohen Bäumen ausgerichtet. Dort erhalten Sie genug Sonnenlicht und sind gleichzeitig von der Sommerhitze geschützt.
Hier findet ihr noch weitere Infos über die regionalen Partner von ADLER und die Mentalität. Sehr lesenswert.“
Kristin, Gastgeberin, Okelmann’s Warpe: „Wir kochen regional und saisonal und haben das große Glück, viele Landwirte und Produzenten in der direkten Umgebung zu haben. Iberico-Schweine, Duroc-Schweine, Hühnerfleisch und Eier aus Freilandhaltung, Bio-Ziegenkäse, Bioland-Kürbisse & Himbeeren oder Heidelbeeren von nebenan sind nur ein kleiner Teil der großen Vielfalt in unserer Region.“

Ganzheitlich vegan im La Vimea in Süd-Tirol.
Das Hotel ist seit 2016 zu 100 % vegan und teilt diese Philosophie und Ernährungsform gerne mit seinen Gästen. Übrigens nicht nur die Lebensmittel sind vegan, sondern auch die Einrichtung. Bis ins Detail wurden ausschließlich vegane, tierversuchsfreie und ökologisch rückführbare Materialien verwendet. Regionalität und Saisonalität stehen im Vordergrund, wie auch im Schwesterhotel dem Paradiso auf der Seiser Alm, dem ersten vegetarischen Hotel in den Dolomiten. Das Paradiso Pure.Living bietet euch 100 % vegetarische Gerichte und ist Inspiration für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln.

Slow Food und import-autark
Hannes Müller, Gastgeber und Koch im Genießerhotel Die Forelle, hat sich vor mehr als zehn Jahren für die „Importautarkheit“, entschieden. Das bedeutet, er verzichtet so viel wie möglich auf den Import von Waren und achtet genauestens darauf, möglichst alles zu verwerten. Obst- und Gemüseschalen, die früher im Bio-Müll landeten, werden getrocknet und finden pulverisiert am Frühstücksbuffet eine neue Verwendung – und die Gäste lieben es! In der Forelle genießt ihr regional und, das versteht sich von selbst, saisonal. Hannes und sein Team halten auch ganz viele Tipps für euch bereit, welche Produzenten und Manufakturen in der Nähe ihr euch anschauen könnt.
Kochkurse und Seminare rund um das Thema findet regelmäßig in der Forelle statt.

Maslina im Einklang mit der Natur
Das Maslina Resort legt viel Wert auf die Qualität regionaler Produzenten und saisonaler Zutaten. In diesem Jahr könnt ihr im Resort ein „a la carte“-Menü essen, das je nach Saison und Verfügbarkeit der Zutaten durch tägliche/wöchentliche Gerichte ergänzt wird. Der Küchenchef vom Maslina arbeitet dabei mit lokalen Erzeugern zusammenarbeiten und realisiert damit seine Vorstellung von ‚farm-to-table‘. Dabei setzt das Hotel auf Produzenten der Insel Hvar, die vor allem für Honig, Lavendel, Obst und heimischen Käse stehen. Viele Zutaten liefert auch der eigene Biogarten.
Berghotel Rehlegg: Billig zahlt sich nie aus
Das Berghotel Rehlegg setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Getragen wird das nachhaltige Konzept durch Respekt vor allen Lebewesen. Daher rührt auch die Überzeugung: Billig zahlt sich nicht aus. Im Restaurant erwarte euch ein Twist aus traditionellen Rezepturen mit modernen Komponenten: Frisch und vital. Verführerisch vegetarisch. Der Slogan lautet: Ein Mehr an Weniger. Weniger Kohlenhydrate, weniger Zucker. Keine Gluten, keine Verdickungsmittel, keine Zusatzstoffe. Stattdessen das volle echte Aroma und viele gesunde Vitamine.
Das klingt sehr verlockend. Nele unsere wundervolle Schreibfee hat es ausprobiert und war begeistert.

Nehmt Euch Zeit für eure Mahlzeit und lasst euch ganz auf die Aromen, Farben und Gerüche ein. Dann lernt ihr was es bedeutet bewusst zu genießen. Nachhaltig essen ist eine Haltung. Es geht nicht nur um das fertige Gericht auf deinem Teller, sondern um die Reise, den Ursprung und die Reinheit der Zutaten. Die Ruhe und Liebe der Zubereitung sowie die Umgebung und die Gesellschaft in der du dich befindest.
Weiterlesen: HISTORISCHE SEHENSWÜRDIGKEITEN IN DER NÄHE DER GRÜNEN PERLEN
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