Green Travel Guide Dolomiten – Langsam und Bewusst erleben

Dolomiten nachhaltig erleben – Slow-Travel im UNESCO-Welterbe

Dolomiten nachhaltig erleben – Slow-Travel im UNESCO-Welterbe
©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

Zwischen schroffen Felsformationen und stillen Almen laden dich die Dolomiten dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu erleben – und zu bewahren. Als UNESCO-Weltnaturerbe sind sie nicht nur ein spektakuläres Reiseziel, sondern auch ein Ort für nachhaltiges Entdecken und echtes Slow-Travel-Gefühl. In diesem Green Travel Guide über die Dolomiten lernst du nachhaltige Unterkünfte, kulinarische Highlights und die schönsten Ausflugsziele für deinen nächsten Urlaub kennen.

 

Der besondere Charakter der Dolomiten

Die Dolomiten gehören zu den Alpen und sind ein weltweit einzigartiges Gebirge in Norditalien. Es erstreckt sich über Südtirol, Trentino und die Provinz Belluno. Charakteristisch für sie sind die schroffen, oft hellgrauen bis rosafarben schimmernden Felsformationen, die aus dem namensgebenden Dolomitgestein (einer besonderen Form von Kalkstein ) bestehen.

Die Gipfel reichen zum Teil über 3.000 Meter in die Höhe. Der höchste Berg ist die Marmolata mit 3.343 Metern. Insgesamt gliedern sich die Dolomiten in mehrere Gebirgsgruppen, darunter die Geislergruppe, der Schlern, der Rosengarten, die Sella-Gruppe und der Drei-Zinnen-Stock, die zu den bekanntesten zählen.

Neben der beeindruckenden Landschaft zeichnet sich die Region durch ihre kulturelle Vielfalt aus – hier treffen ladinische, deutsche und italienische Traditionen aufeinander. Die Dolomiten bieten also nicht nur spektakuläre Aussichten, sondern auch eine alpine Lebenswelt, in der Natur und Kultur eng miteinander verwoben sind.

UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten in Südtirol Italien markante Bergspitze
©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Reiseregion mit Verantwortung

Seit 2009 gehören die Dolomiten zum UNESCO-Weltnaturerbe – eine Auszeichnung, die ihre geologische und landschaftliche Einzigartigkeit würdigt. Insgesamt wurden neun Teilgebiete aufgenommen, die gemeinsam eine Fläche von rund 142.000 Hektar umfassen.

Die UNESCO hebt dabei besonders die geologische Bedeutung des Dolomitgesteins sowie die außergewöhnliche Schönheit der Gebirgslandschaft hervor. Die scharfen Kontraste zwischen steilen Felswänden, grünen Almen und tief eingeschnittenen Tälern machen die Region zu einem herausragenden Beispiel alpiner Natur.

Eine Aufnahme in die Welterbeliste bringt jedoch nicht nur Anerkennung, sondern auch Verantwortung mit sich: Ziel ist es, die empfindliche Landschaft langfristig zu schützen und nachhaltig zu entwickeln – im Einklang mit Natur, Kultur und Tourismus.

 

Natur im Wandel – Bedrohte Vielfalt in den Dolomiten

Die Dolomiten sind ein sensibles Ökosystem, das zunehmend unter Druck gerät. Der Klimawandel hinterlässt deutliche Spuren: Die Gletscher schmelzen rapide, was nicht nur das Landschaftsbild verändert, sondern auch die Lebensräume spezialisierter Pflanzen und Tiere bedroht. Besonders betroffen sind Arten, die auf die kühlen Bedingungen der Hochgebirgsregionen angewiesen sind. Beispielsweise sind alpine Pflanzen wie der Gletscher-Hahnenfuß und bestimmte Steinbrech-Arten gefährdet, da ihre Lebensräume durch die Erwärmung schrumpfen.

 

Insektensterben in Südtirol

Seiser Alm - Europas höchste Alm
Die Seiser Alm ist ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere. ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Auch die Tierwelt steht vor Herausforderungen. In erster Linie trifft es die Wirbellosen. Die Rote Liste Südtirols dokumentiert die Bedrohung von Heuschrecken, Libellen, Tagfaltern, Käfern und weiterer Kleintiere. Bei den Käfern gelten laut einer Publikation vom Naturmuseum Südtirol beispielsweise “427 Arten als verschollen”.

Nun haben diese Tiere nicht so eine große Lobby wie z. B. das niedliche Murmeltier, das bereits vom Aussterben bedroht war, sich dank gezielter Bemühungen jedoch wieder vermehrte. Wie wir in unserem Blog über die Bedeutung des Insektensterbens dokumentiert haben, stehen die Insekten am Anfang der Nahrungspyramide. Verschwinden sie, bringt es die ganze Pyramide zu Fall!

Wenn du dich in deinem Urlaub für den Artenschutz engagieren möchtest, so bieten die folgenden Naturschutzorganisationen verschiedene Veranstaltungen, wie z. B. Pflanzaktionen, bei denen du aktiv werden kannst:

 

Tourismus im Spannungsfeld – Zwischen Wirtschaft und Umwelt

Murmeltier in den Alpen - mhp - stock.adobe.com
Das Murmeltier gehörte bereits zu den bedrohten Tierarten, doch inzwischen grüßen dich wieder viele Murmeltiere in den Alpen. ©mhp – stock.adobe.com

 

Der Tourismus ist für die Dolomitenregion ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, bringt jedoch auchProbleme. Beliebte Ziele wie das Pragser Tal und die Drei Zinnen erleben in den Sommermonaten einen regelrechten Besucheransturm, was zu überfüllten Wanderwegen, Verkehrsproblemen, gesteigertem Müllaufkommen und einer Belastung der natürlichen Ressourcen führt.

Reinhold Messner, der bekannte Südtiroler Bergsteiger, kritisiert diese Entwicklung scharf. In einem Gastartikel in der WELT fand er deutliche Worte: „Der Funpark Alpen ist ein Irrweg.“ Er warnt davor, dass die Kommerzialisierung und der Massentourismus die einzigartige Bergwelt zerstören könnten.

“Alle wollen im Bergurlaub das, was sie auch in ihrem städtischen Habitat einfordern: Infrastrukturen, Komfort, Absicherung. (…) Diese Konsumhaltung ist es, die nicht in die Berge passt.” – Reinhold Messer

Er forderte auch eine Eintrittsgebühr für die Dolomiten und setzt sich für verschiedene Maßnahmen ein, den Tourismus zu entzerren und umweltfreundlicher (z. B. autofrei) zu gestalten.

Ein aktuelles Beispiel für die Gefährdung sensibler Naturräume ist der Bau der Bobbahn in Cortina d’Ampezzo für die Olympischen Winterspiele 2026. Trotz der Lage im UNESCO-Welterbe sollen hierfür wertvolle Lebensräume (von zum Teil bedrohten Arten) gerodet werden. Es ist ein Projekt, das exemplarisch zeigt, wie wirtschaftliche Interessen und Großereignisse den Naturschutz unter Druck setzen.

 

Umweltfreundliche Mobilität – Dolomiten ohne Auto

Mann auf dem E-Bike in den Dolomiten
Entdecke die Dolomiten mit dem E-Bike. ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Gute Nachricht: Innerhalb von Italien gilt Südtirol als Vorzeigeregion für öffentlichen Personenverkehr. Um die beeindruckende Bergwelt ohne Auto zu erreichen, eignen sich sowohl der Zug, als auch der Fernbus. Vor Ort bewegst du dich dann ebenfalls mit den „Öffis“, mit dem Fahrrad oder zu Fuß.

 

Anreise mit Bahn und Fernbus

Internationale Zugverbindungen führen nach Bozen, Brixen, Klausen, Franzensfeste und Trient. Von dort aus geht es weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln (siehe hierzu gleich noch die Info zu den Gästekarten weiter unten). Hotels und nachhaltig ausgerichtete Unterkünfte bieten meist auch einen Shuttle-Service an.

Eine kostengünstige und ebenfalls nachhaltige Option ist auch der Fernbus. FlixBus bietet beispielsweise direkte Verbindungen nach Südtirol an – mit Stopps in Bozen, Brixen, Klausen, Sterzing, Meran, Lana und Marling. Von diesen Haltestellen aus sind viele Unterkünfte bequem erreichbar, beispielsweise durch den „Südtirol Transfer“, der einen Anschluss-Shuttle-Service zu zahlreichen Ferienunterkünften bietet.

Weitere Informationen zu neuen Zugverbindungen in Italien und deren Beitrag zum nachhaltigen Reisen findest du in meinem Artikel: Italien mit der Bahn – Neue Züge ab 2024 sollen nachhaltiges Reisen fördern.​

 

Gästekarten: Nachhaltige Mobilität vor Ort

Neue Züge in Italien 2024 Italien mit der Bahn Historische Touristenzüge
Der Orien Express – ein historischer Sonderzug auf der Fahrt nach Bozen. BILD: Wikimedia Commons

 

Die gute Nachricht: 90 Prozent aller Unterkünfte in Südtirol bieten dir kostenlos den Südtirol Guest Pass oder eine regionalere Alternative. Mit den Gästekarten kannst du alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Und nicht nur das: Auch viele Seilbahnen gehören zum öffentlichen Nahverkehr! 🙂

Zusätzlich zum Südtirol Guest Pass gibt es den Val Gardena Guest Pass in Gröden, die DolomitiMobil Card in Villnöss und die Dolomiten Aktiv Card für Osttirol (Österreich).
Diese Gästekarten sind in der Regel im Zimmerpreis enthalten und fördern eine umweltfreundliche Fortbewegung während deines Aufenthalts.​

Tipp: Frage bei deiner Unterkunft nach, ob du die Gästekarte schon vor deiner Anreise vom Hotel zugeschickt bekommen kannst oder die Login-Daten für eine e-version bekommst. So kannst du die Card schon bei deiner Anreise einsetzen.

 

Nachhaltige Unterkünfte in den Dolomiten

Du findest in den Dolomiten eine Reihe von nachhaltig geführten Hotels und Ferienwohnungen. Zwei ganz besondere davon gehören zum Green PearlsⓇ Netzwerk.

 

Paradiso Pure.Living Vegan Hotel: Art-Hotel auf der Seiser Alm

Nachhaltiges Hotel Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in den Dolomiten im Winter
©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel ist kein Hotel wie jedes andere, sondern ein avantgardistisches Art-Hotel mit Künstler-Zirkel, laufenden, zeitgenössischen Kunstausstellungen und einer 100 % veganen Küche, die von Küchenchefin Aggeliki Charami (“Rockstar der veganen Küche) geleitet wird.

Das Hotel liegt auf der berühmten Seiser Alm, der größten Hochalm Europas auf über 2000 Metern. Es bietet eine Kombination aus natürlichem Luxus, pflanzenbasierter Küche und einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitskonzept. Neben der Nähe zur Natur und veganem Fine Dining genießt du hier auch ein exklusives Wellnessangebot mit Spa und Yoga. Zudem hast du die Skipiste und Wanderwege direkt vor der Haustür! Das Hotel legt großen Wert auf einen minimalen ökologischen Fußabdruck und fördert einen bewussten Lebensstil im Einklang mit der Natur.

 

My Arbor – Baumhotel bei Brixen auf der Plose

Nachhaltig reisen in Südtirol im umweltfreundlichen Hotel My Arbor
Wellness und Naturerleben im nachhaltigen Adults-Only Hotel my Arbor bei Brixen © BC für My Arbor

 

Etwas näher am städtischen Leben ist das Adults-only-Hotel My Arbor. Es liegt 15 Autominuten entfernt von Brixen und ist ein auf Stelzen stehendes Baumhotel, das sich harmonisch in die Wälder der Plose einfügt. Mit seiner Architektur vermittelt es das Gefühl, in den Baumwipfeln zu wohnen, sodass du hier städtische Kultur einwandfrei mit Erholung in der Natur verbinden kannst. Das Hotel bietet moderne Suiten mit Panoramablick, einen großzügigen Spa mit Innen- und Außenbereichen sowie eine Küche, die regionale und saisonale Produkte verwendet. Die Nähe zur Plose-Seilbahn ermöglicht dir einen autofreien Zugang zu Wander- und Skigebieten.

 

Nachhaltig genießen in den Dolomiten – Ausgewählte Restaurants und Hütten

Die Dolomiten bieten nicht nur atemberaubende Landschaften, sondern auch kulinarische Erlebnisse, die Nachhaltigkeit und Regionalität in den Mittelpunkt stellen.​

 

OMNIA – Pflanzliche Gourmetküche auf der Seiser Alm

Küchenchefin Aggeliki Charami blickt liebevoll auf Kräuter
Küchenchefin Aggeliki Charami @Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Das OMNIA, Teil des Paradiso Pure.Living Vegan Hotels, ist auch für externe Gäste geöffnet und ein Vorreiter in der veganen Gastronomie der Dolomiten. Das außergewöhnliche Restaurant hat Platz für lediglich 10 Personen und es gibt für alle ein 9-Gang-Menü – präsentiert von Küchenchefin Aggeliki Charami und ihrem Team persönlich.

Hier verschmelzen alpine, mediterrane und asiatische Aromen zu kreativen, pflanzlichen Gerichten der Spitzenklasse. Die Zutaten stammen überwiegend aus biologischem Anbau und der Region, was den ökologischen Fußabdruck minimiert.​

 

Naturbäckerei Profanter – Traditionelles Handwerk in Brixen

In der Naturbäckerei Profanter wird Brot mit Leidenschaft und Respekt für die Umwelt gebacken. Verwendet werden alte Getreidesorten, die in der eigenen Steinmühle vermahlen werden, ganz ohne Zusatzstoffe. Die Bäckerei in Brixen beliefert unter anderem das Hotel My Arbor und setzt auf regionale Bio-Zutaten sowie erneuerbare Energiequellen in der Produktion.

​Hier auf dem Blog habe ich dieses Interview mit Benjamin Profanter über nachhaltiges Brot geführt.

 

Weitere nachhaltige Genussadressen

  • AlpINN: Dieses Restaurant liegt in Bruneck im Pustertal in den Dolomiten und ist das Restaurant des 3-Sterne-Kochs Norbert Niederkofler. Bekannt für sein „Cook the Mountain“-Konzept kreiert er Gerichte aus lokalen, saisonalen Zutaten. Interessant zu wissen: Sein jahrelanger Sous-Chef Berni Aichner ist mittlerweile der Küchenchef von unserem Green PearlsⓇ Partner OLM Nature Escape. Ein energieautarkes Aparthotel, in Sand in Taufers. Also ebenfalls in Südtirol, aber nicht in den Dolomiten. Berni Aichner veranstaltet dort auch öfter Koch-Events – zuletzt zusammen mit Reinhold Messner.
  • Huber Schwaige: “Heimische Küche direkt vom Hof” so wirbt die Hütte Huber Schweige auf der Seiser Alm. In der traditionellen Almhütte werden Südtiroler Spezialitäten serviert, begleitet von einem herrlichen Blick auf die Dolomiten.​
  • Rifugio Scotoni: Diese Berghütte ist seit über 50 Jahren in Familienbesitz und bekannt für ihre authentische Küche und die Verwendung von Zutaten aus der Umgebung. Sie liegt in der Fanesgruppe und eignet sich ideal für die Einkehr bei einer Wanderung.​
  • Ütia de Börz: Ebenfalls eine Almhütte, die dafür bekannt ist, Zutaten der Region zu verwenden. Am Fuße des Peitlerkofels auf über 2.000 Metern gelegen bietet diese Hütte traditionelle ladinische Gerichte und pflegt einen bewussten Umgang mit Ressourcen.​

 

Natur erleben mit Rücksicht – nachhaltige Aktivitäten und Highlights in den Dolomiten

Wandern in den Dolomiten - Wanderschuhe vor Bergpanorama
©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Wenn du in den Dolomiten unterwegs bist, merkst du schnell: Die Berge laden nicht zum schnellen Durchrauschen, sondern zum bewussten Innehalten ein. Ob auf Panorama-Wanderwegen, bei stillen Sonnenaufgängen am Gipfel oder bei einer geführten Wildbeobachtungstour – nachhaltige Erlebnisse und Slow-Travel stehen hier hoch im Kurs.

 

#1 Naturparks

Ein Highlight sind die Naturparks, wie der Naturpark Schlern-Rosengarten oder der Naturpark Puez-Geisler. Sie bieten gut ausgeschilderte Wanderwege, Informationszentren und geführte Touren mit Ranger*innen, die dir tiefe Einblicke in die alpine Flora und Fauna geben.

 

#2 Bergsport

Wenn du es sportlicher magst, kannst du dich für sanften Bergsport wie Klettern, Biken (auf den Wegen!!!) oder Skitouren entscheiden – idealerweise mit zertifizierten Guides und möglichst ohne motorisierte Unterstützung.

 

#3 Wildbeobachtungen und Birdwatching

Im Nationalpark Hohe Tauern leben rund 40 Steinadler-Brutpaare
Steinadler ©Nationalpark Hohe Tauern

 

Auch Wildtierbeobachtungen etwa bei Sonnenaufgang oder Birdwatching sind eine wunderbare Gelegenheit, dich mit der Natur zu verbinden und hautnah zu erfahren, dass diese Erde auch von anderen Lebewesen bewohnt wird und sie ihren Lebensraum brauchen! Am besten geht dies mit lokalen Bergführer*innen/ Ranger*innen.

 

Typische Wildtiere der Dolomiten sind:

  • Gämse
  • Steinböcke
  • Murmeltier
  • Rothirsche
  • Rehe
  • Füchse
  • Schneehasen

Besondere Vogelarten:

  • Steinadler
  • Alpendohle
  • Birkhuhn und Auerhuhn (Selten, aber mit viel Glück zu entdecken)
  • Uhu
  • Waldkauz
  • Tannenhäher
  • Mauerläufer
  • Ringdrossel

 

#4 Kräuterwanderungen und Themenwege

Kräuterwanderungen mit lokalen Expert*innen sind beliebte Möglichkeiten, Natur und Kultur zu verbinden. Viele Regionen bieten zusätzlich Themenwege, wie den „Naturerlebnisweg Zans“ im Villnösstal, die Wissen spielerisch vermitteln.

 

#5 Skifahren

Veganer Skiurlaub in den Dolomiten Südtirol
Nachhaltiger Skiurlaub in Südtirol | ©Annika Vossen for Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Skifahren, zumindest Abfahrt-Ski, gehört jetzt nicht gerade zur Kategorie Slow-Travel. Doch da hier das berühmte Dolomiti Superski Skigebiet liegt, wollen wir es erwähnen. Das Dolomiti Superski ist eines der größten Skigebiete in den Alpen. Es verbindet 12 einzelne Skigebiete und rund 1.200 Pistenkilometer. Durch die Lage inmitten des UNESCO-Naturerbes wird hier auch einiges für die Nachhaltigkeit getan. (Was allerdings nicht heißt, dass es hier keine Schneekanonen gibt). Daher haben wir 7 Tipps zum nachhaltigen Skiurlaub gesammelt, die du auch auf einen Winterurlaub in den Dolomiten anweden kannst.

 

 

Kleine Gesten, große Wirkung – dein Beitrag zum nachhaltigen Reisen

Dass nachhaltiger Tourismus nicht nur vom Angebot lebt, sondern auch von deinem eigenen Verhalten abhängt, müssen wir dir hier nicht noch mal sagen. Tun es aber trotzdem 🙂

Abgesehen von den üblichen Tipps (eigene Trinkflasche mitbringen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen, etc.), ist es in den Dolomiten besonders wichtig, dass du auf den ausgeschilderten Wegen bleibst, um die empfindliche Vegetation zu schützen!

Beim Beobachten von Wildtieren, solltest du den nötigen Abstand wahren. Tiere nicht aufscheuchen oder mit Blitz fotografieren und niemals füttern! Begleitete Führungen mit lokalen Guides sind ideal. Denn sie wissen, wie man sich in der Natur und den Wildtieren gegenüber richtig verhält. Darüber hinaus können sie viel Spannendes berichten. Außerdem kennen sie die Lieblingsplätze der Tiere, sodass du mit etwas mehr Wahrscheinlichkeit die selteneren Bewohner der Dolomiten siehst.

Tipp: Vielleicht nutzt du den Urlaub in den Dolomiten auch, um neue Lebensweisen auszuprobieren – wie eine pflanzenbasierte Ernährung. Die Gastgeber des Paradiso Pure.Living Vegan Hotel berichten im Interview, dass viele ihrer Gäste zu Hause gar nicht vegan leben, sich bei ihnen aber neugierig und offen auf die pflanzliche Ernährung einlassen. Wer weiß – vielleicht entdeckst du ja neue Lieblingsgerichte.

 

Bewusst, entschleunigt und inspirierend

Die Dolomiten sind ein einzigartiges Natur- und Kulturerbe, das zum Staunen, aber auch zum Umdenken anregt. Zwischen veganer Gourmetküche, sanften Abenteuern und alpiner Achtsamkeit. Hier zeigt sich, wie moderner Tourismus im Einklang mit der Natur funktionieren kann – und muss.

 


Speichere dir den Green Travel Guide für deine nächste Reise in die Dolomiten!

Eine Frau in Sportkleidung betrachtet die dramatischen Gipfel der Dolomiten unter einem klaren Himmel. Der Text „Reiseführer Dolomiten“ überlagert die Szene und weckt Abenteuerlust und Ruhe.

Panoramablick auf das vegane Hotel Paradiso Pure.Living in den Dolomiten, umgeben von grünen Hügeln und Bergen, das umweltfreundliches Reisen in den Vordergrund stellt. Unten vermitteln ein Radfahrer, eine gemütliche Hotellounge und ein Yoga-Kurs Entspannung und Wellness.


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