Warum reist du? Um neue Dinge kennenzulernen? Fremde Orte zu entdecken? Um dich zu erholen und entspannter in den Alltag zurückzukehren? Um aktiv zu sein, wandern zu gehen oder Fahrrad zu fahren? Vielleicht auch eine Kombination aus diesen Dingen? Auf jeden Fall reist du vermutlich nicht, um von Punkt A zu Punkt B zu hetzen, um alle Häkchen auf deiner Bucketlist auf einmal zu setzen, oder um am Ende einen Urlaub vom Urlaub zu brauchen. Richtig? Dann lass uns doch mal über Slow Travel sprechen.
Inhaltsverzeichnis
Slow Travel: Reiseform oder Mindset?
Der Ursprung: Slow Food Movement
Slow Food in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Definition: Was ist Slow Travel?
Slow Travel Prinzipien für deine nächste Reise
Die zwei Arten des langsamen Reisens

Slow Travel: Reiseform oder Mindset?
Ähnlich wie Nachhaltiges Reisen ist der Begriff „Slow Travel“ inzwischen ziemlich ausgelutscht und nichtssagend. Reiseveranstalter schmeißen damit um sich und werben mit einem langsamen Reisen, bei dem der einzige Unterschied zu den „normalen“ Angeboten ist, dass die Unterkunft nur alle drei Tage gewechselt wird und nicht täglich.
Die Idee hinter Slow Travel ist aber mehr als eine Reiseform. Damit einher geht ein Mindset, eine Art zu denken und zu handeln. Nicht nur im Urlaub, sondern auch zu Hause. Es geht also nicht darum im Urlaub auf 0 herunterzufahren, um sich dann zu Hause wieder in den Wahnsinn zu stürzen. Sondern es geht um einen bewussteren Umgang mit der eigenen Zeit und den eigenen Ressourcen sowie mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen und mit den Menschen um uns herum.
Der Ursprung: Slow Food Movement
Das Konzept entstammt der Slow Food Bewegung, die 1986 in Italien als Gegenbewegung zum Fast Food Boom gegründet wurde. Das Ziel des Slow-Movements ist ein bewussterer Genuss, ein Erheben von Qualität über Quantität und eine Wertschätzung des Regionalen und Lokalen. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen. Zeit zum Essen und für Genuss, aber auch Zeit beim Anbau und bei der Zubereitung.
Du willst mehr über Slow Food erfahren? Dann lies in diesem Blogartikel weiter!
Slow Food in Deutschland, Österreich und der Schweiz
1. STURM, Rhön
Seit 2006 ist das STURM Mitglied im Netzwerk Slow Food Germany. Als biologisch ausgerichtetes Hotel ist es für das Team selbstverständlich, auf Regionalität und die schonende Verarbeitung der Lebensmittel zu achten. Besonders am Herzen liegt ihnen jedoch, Gäste und Produzenten zusammenzubringen und so ein Bewusstsein für den Prozess zu schaffen, der vor dem kunstvoll dekorierten Gericht auf dem Dinnerteller stattfindet.
Daher gibt es im STURM eine offene Küche. Als Hotelgast kannst du den Köchen so direkt über die Schulter schauen, Fragen stellen und dir vielleicht auch den ein oder anderen Geheimtipp abholen 😉 Übrigens wirst du im Restaurant keine digitalen Medien finden. Du sollst dich voll und ganz auf den Genuss der Speisen konzentrieren. Auf das Hier und Jetzt. Dieses Ankommen in der Gegenwart ist auch ein Grund, warum es in den neu errichteten Gartenblickzimmern keinen Fernseher gibt. Entschleunigung pur, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.
2. HUBERTUS Mountain Refugio, Allgäu
Das Allgäuer Wellnesshotel hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Gästen die Möglichkeit zum „Raufkommen und Runterkommen“ zu bieten. Alles steht im Zeichen von Achtsamkeit, Entspannung, Langsamkeit und bewusstem Erleben. So auch das Essen. Mit vielen Produzenten arbeitet Inhaberfamilie Traubel schon seit Jahren oder Jahrzehnten zusammen. Und diese enge Beziehung geben sie auch gern an ihre Gäste weiter. Stolz zeigen sie, woher Milch, Käse, Gemüse oder Fleisch stammen. Slow Food beinhaltet neben der schonenden Verarbeitung eben auch das Wissen, woher die Lebensmittel stammen und die Unterstützung der Region.

3. Genießerhotel die Forelle, Kärnten
Am Weißensee in Kärnten, Österreich steht die Küche in der Forelle immer im Zeichen der Jahreszeiten und Mikrosaisons. Die Zutaten stammen aus der unmittelbaren Region, maximal aus Österreich. Als „importautark“ bezeichnet Chefkoch und Hotelinhaber Hannes Müller das Konzept seiner Berg.See.Küche und ist stolz, seinen Gästen zeigen zu können, wie lecker die gehobene Slow Food Küche ist. In der Forelle gibt es außerdem besondere Kochevents in dessen Mittelpunkt der historische, holzbefeuerte Ofen und Herd steht. Rückbesinnung auf alte Handwerkskunst und das bewusste Zurückschalten machen die Forelle Unplugged Abende, also Dinner-Abende ohne Strom, zu einem besonderen Reiseerlebnis!
4. CERVO Mountain Resort, Zermatt
Der achtsame Umgang mit der Natur und dem, was sie uns schenkt, steht im Mittelpunkt der Philosophie des CERVO in Zermatt. Das luxuriöse Hotel hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Ruhepol für seine Gäste zu schaffen, an dem sie Zeit für sich haben und die kleinen Dinge und Momente wieder wahrnehmen und wertschätzen können. Dass das CERVO ebenfalls Slow-Food-Mitglied ist, wird dich da kaum überraschen, oder?

Die Definition: Was ist Slow Travel?
Das langsame Reisen selbst ist quasi als Gegentrend zum Massentourismus entstanden und hat laut einer Studie des Zukunftsinstituts seine Wurzeln im Trend der zunehmenden Individualisierung. Dabei steht die „Selbstgestaltung des eigenen Urlaubsideals“ im Mittelpunkt. Ein weiterer Grund für den immer beliebter werdenden Slow Travel Ansatz: Wir haben das Gefühl, dass die Welt um uns herum immer schneller wird. Das kennst du vielleicht auch von dir selbst. Unser Alltag wird komplexer, Nachrichten prasseln auf uns herein und es gibt so viele Dinge, die wir beachten sollten und um die wir uns kümmern müssen. Slow Travel bietet da eine Möglichkeit, bewusst zurückzufahren und Abstand zu nehmen vom Alltag.
Wenn du langsam reist und nicht auch im Urlaub immer neue Eindrücke auf dich niederregnen, die du irgendwie verarbeiten musst, hast du Zeit, auch einmal von außen auf deinen Alltag zu schauen. Vielleicht siehst du dann Dinge, die du verändern kannst. Denn seien wir ehrlich, zu Hause nehmen wir uns die Zeit dafür nicht. Slow Travel ist eben mehr als eine Art zu reisen. Es ist eine Art zu leben.

Wie reise ich „slow“?
Die Art, wie du deine langsame Reise gestaltest ist ganz und gar dir überlassen. Schließlich geht es beim Slow Travel darum, etwas für dich zu tun und sich auf Dinge einzulassen. Daher ist Slow Travel auch nicht auf das klassische Backpacking beschränkt, wie du vielleicht denken würdest. Es ist egal, ob du Low-Budget oder luxuriös reist, ob du in der Stadt oder der Natur unterwegs bist, oder ob deine Reise privat oder geschäftlich ist. Slow Travel kannst du eigentlich immer praktizieren.
Slow Travel Prinzipien für deine nächste Reise
Reiseplanung
- Nutze wenn möglich die Bahn, den Bus, das Fahrrad oder gehe zu Fuß. Egal ob bei der Anreise oder vor Ort. Vielleicht fallen dir auch noch andere, alternative Transportmittel zu Flugzeug und Auto ein, die du auf deiner Reise nutzen und mit denen du deine Reise aus einem neuen Blickwinkel erleben kannst.
- Versuch doch mal, den Weg als Teil der Reise zu betrachten. Auch wenn du zum Beispiel geschäftlich unterwegs bist!
- Reise in der Nebensaison, wenn weniger Touristen unterwegs sind. In der Hochsaison kannst du versuchen, weniger stark frequentierte Ziele auszusuchen. So verteilt sich zudem das Touristenaufkommen breiter, was besser für die Umwelt und die Menschen vor Ort ist.
- Wenn möglich: Plane deine Reise individuell und verzichte auf Pauschalangebote.
- Übernachte in nachhaltigen, familiengeführten Hotels oder Privatunterkünften (Home oder Farm Stays).
Vor Ort
- Lasse dir Raum für spontane Unternehmungen und plane deine Urlaubstage nicht zu voll.
- Esse in lokalen Restaurants, die von Einheimischen geführt werden. Kaufe deine Souvenirs und Andenken bei Handwerkern oder Künstlern vor Ort.
- Versuche dir abzutrainieren nur daran zu denken, was du alles verpasst und konzentriere dich auf die Dinge, die du erlebst.
- Erinnere dich immer wieder daran, Dinge bewusst wahrzunehmen. Dazu gehört nicht nur das Sehen und Betrachten, sondern auch das Schmecken, Riechen, Hören und Fühlen. Nimm dir ab und an einen Moment Zeit und halte inne. (Übrigens auch ein guter Tipp für den Alltag!)
- Schalte dein Handy aus (oder in den Flugmodus) und nutze es höchstens um Fotos zu machen. Auch eine Reise ohne Google Maps kann eine spannende Angelegenheit sein und vielleicht entdeckst du dadurch Orte, die du sonst nicht gesehen hättest.
- Gehe auf Menschen zu. Zeige Interesse, Wertschätzung und Respekt. Lass dich auf Gespräche ein, auch wenn du die Sprache vielleicht nicht perfekt sprichst.

Die zwei Arten des langsamen Reisens
Grundsätzlich unterscheiden Reiseexperten zwei Ansätze beim Slow Travel: das langsame Reisen vor Ort sowie die Betrachtung der Anreise als Teil des Erlebnisses.
Langsam Reisen vor Ort
Beim ersten Ansatz geht es vor allem darum, dass du dir an deinem Reiseziel Zeit nimmst, um es zu erkunden und es wirklich kennenzulernen. Das heißt zum Beispiel, dass du dir, je nach Länge deines Urlaubs, nur eine oder zwei Unterkünfte buchst. Von denen aus erkundest du dann deine unmittelbare Umgebung statt alle zwei Tage das Hotel zu wechseln.
Oder du reist mit Auto, Bahn oder Flugzeug an, bist dann aber vor Ort zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Auch das ist langsames Reisen. Dieser Slow Travel Ansatz ist eine Art Kompromiss, der sich vor allem anbietet, wenn du weiter entfernte Reiseziele anpeilst, aber nicht unbedingt die Zeit hast, diese auf dem Landweg zu erreichen.
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob wir im Anbetracht des Klimawandels noch fliegen sollten und dürfen, findest du übrigens hier.
Durch langsames Reisen vor Ort lernst du nicht nur deine Destination viel intensiver kennen und kommst mit den Menschen ins Gespräch. Du gibst auch mehr zurück in Form von Ausgaben für Restaurantbesuche, Einkäufe, Eintritte und den Kauf von Souvenirs.
Reiseinspiration: Entdecke Phuket auf neue Art und Weise
Die thailändische Insel Phuket ist vor allem für seine Partymeilen bekannt. Abseits dieser kannst du aber echte Geheimtipps entdecken und die Insel ganz still und authentisch erleben. Vielerorts setzt sich die Bevölkerung dafür ein, die Natur zurückzuholen und sie Gästen und Einheimischen gleichermaßen zugänglich zu machen.

Ein Geheimtipp abseits der Hotspots hat uns das Keemala verraten. Am Cape Krating erlebst du Phuket auf neue Art und Weise, verspricht das Hotel-Team. Was du für die kurze Wanderung brauchst: Wanderschuhe, Wasserflasche, Sonnencreme, eine Taschenlampe (falls du zum Sonnenuntergang bleiben willst) und deine Kamera. Vom Cape Krating hast einen fast vollständigen Rundum-Blick über die Adaman-Bucht.
Übrigens: Auch das Keemala selbst bietet Raum für Langsamkeit. Die verschiedenen, privaten Villen laden zum Runterkommen ein. Gerade, wenn du eine längere Thailandreise planst und schon viel erlebt hast, ist das Keemala ein traumhafter Punkt, um für ein paar Tage in Luxus zu schwelgen und die Erlebnisse sacken zu lassen.
Du planst gerade eine Reise nach Thailand? Vielleicht interessiert dich dann dieser Blogartikel über eine Reise mit dem Zug durch Thailand.
Reiseinspiration: Ankommen zwischen Bergen und Meer
Auf der kanarischen Insel Teneriffa hat sich das OCÉANO Health Spa Hotel Achtsamkeit auf die Fahnen geschrieben und bietet dir Raum für eine nachhaltige Erholung und das Ändern deines Mindsets und Lebensstils. Dabei helfen dir die Profis des Gesundheitshotels so viel oder so wenig, wie du möchtest. Dazu gehören zum Beispiel Ernährungsberatungen, Meditationscoachings, Fitnessprogrammen oder Fasten- bzw. Detox-Angeboten.
Das Hotel ist zudem eine ruhige Ausgangsbasis, um die Insel Stück für Stück zu erkunden. Die Lage zwischen den rauen Wellen des Atlantiks und den Berghängen des Teide Nationalparks sorgt dafür, dass du die Natur bewusst wahrnimmst. Die tägliche Meeresluft und der Start in den Tag beim Morgenyoga auf der Dachterrasse oder beim Durchatmen auf dem eigenen Balkon mit Seeblick sorgen für ein ganz anderes Mindset, dass du dir mit nach Hause nehmen kannst.
Reiseinspiration: Wandern und Waldbaden im Schwarzwald
Im SCHWARZWALD PANORAMA weiß man um die heilsame Wirkung der Waldluft und vor allem um die positiven psychischen Effekte. Auch deshalb bietet es dir an, an einem geführten Schwarz-Waldbaden mit der Resilienztrainerin Petra Himmel teilzunehmen. Sie hilft dir dabei, den Wald mit allen Sinnen zu erleben und bewusst abzuschalten. Generell rät das Team des nachhaltigen Hotels seinen Gästen, auch beim Wandern immer wieder innezuhalten, durchzuatmen und den Moment zu genießen. Dazu gehört auch, das Handy einmal auszuschalten und sich selbst Raum für Spontanität zu lassen. „Sich nicht nur auf die Sehenswürdigkeiten zu konzentrieren, sondern alles zu schätzen, was man erlebt, selbst die kleinsten Momente richtig auszukosten und lebenslange Erinnerungen zu schaffen.“ So beschreibt das Team vom SCHWARZWALD PANORAMA, was es dir als Gast vermitteln will.

Die Anreise als Reiseerlebnis
Der zweite Ansatz beim Slow Travel ist die Betrachtung der Anreise als Teil des Reiseerlebnisses. Das heißt, sie ist mehr als nur das Mittel, um an dein Reiseziel zu kommen. Die Bahnfahrt zu deiner Unterkunft kannst du als Erlebnis betrachten, weil sie durch eine besonders schöne Landschaft führt. Wenn du mit dem Auto oder E-Auto unterwegs bist, nimmst du nicht den schnellsten Weg, sondern nutzt Nebenstraßen. Du fährst kleinere Umwege oder legst Zwischenstopps an besonders schönen Punkten am Wegesrand ein.
Panoramastraßen statt Autobahn
Auch besondere Straßen sind ein guter Anhaltspunkt für deine Anreise. So liegt das nachhaltige Berghotel Rehlegg zum Beispiel direkt an der Deutschen Alpenstraße. Die Panoramastraße verbindet den Bodensee mit dem Berchtesgadener Land und führt durch die schönsten Regionen der Alpen.
Klaus Pichler vom Weihrerhof legt seinen deutschen und österreichischen Gästen gern ans Herz, im Sommer doch mal einen Weg über einen der Alpenpässe zu nehmen, statt Autobahn zu fahren. Und auch im A‘ Crápa Mangia ganz im Süden Italiens freut man sich, wenn die Gäste von den Erlebnissen auf dem Weg erzählen. Gerade Italien bietet so viel Kultur, Geschichte und wunderschöne Landschaften, dass man kaum anders kann, als unterwegs immer wieder zu stoppen.

Wenn Kroatien auf deiner Liste steht, dann können wir dir nur den Scenic Drive entlang der Peljesac Halbinsel ans Herz legen. Von hier hast du wunderbare Blicke auf die Adria. Es gibt immer wieder Stopps und Raststellen für kurze und längere Pausen. Am Ende der Halbinsel kannst du dann mit der Fähre über auf die Insel Korcula übersetzen und dich in das Inselleben fallen lassen.
Hotel-Tipp: Eco Aparthotel The Dreamer’s Club
Die hellen, freundlichen Ferienappartements des Dreamer`s Club sind ideal für Familien und Reisende mit Hund. Es gibt jede Menge Platz, die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen und einen großen Garten mit Terrassen, Baumhaus, Spielmöglichkeiten und Yoga-Plattform. Aber auch wenn du nicht selber kochen willst, wirst du dich hier super wohlfühlen: Du kannst nämlich den Service des Hotels in Anspruch nehmen und dich mit leckeren Spezialitäten der Region zum Frühstück und Mittag verwöhnen lassen.
Der Dreamer’s Club unterstützt dich außerdem gern bei deiner langsamen Reise und ermutigt dich sogar dazu.
»Anstatt in aller Eile so viele Orte wie möglich zu besuchen, schlagen wir vor, mehr Zeit an weniger Orten zu verbringen, damit du die einzigartigen Angebote des Reiseziels, einschließlich seiner Strände, Buchten und seines kulturellen Erbes, wirklich entdecken und schätzen kannst. Mit dieser Herangehensweise kannst du dein Verständnis und deine Verbindung zu einem Ort vertiefen.«
Eco Aparthotel The Dreamer’s Club
Die Vorteile von Slow Travel
Für die Umwelt
Wenn du langsam reist, reist du bewusster. Auch was die Wahl deiner Verkehrsmittel angeht. Als Slow Traveler setzen wir häufiger auf Bus und Bahn statt Auto und Flugzeug. Wir gehen mehr zu Fuß oder nehmen das Fahrrad, um Orte zu erkunden. Das ist natürlich besser für die Umwelt.
Auch bei der Wahl der Unterkunft gehen Slow Traveler bewusster vor, wählen eher familiengeführte und nachhaltige Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen. Das wiederum wirkt sich nicht nur positiv auf deine eigene Umweltbilanz aus, sondern auch auf die Region.
Für die Region und die Menschen
Je länger du an einem Ort bleibst, desto mehr Geld gibst du dort aus. Natürlich möglichst lokale und regional, in dem du darauf achtest, lokal einzukaufen, in von Einheimischen geführten Restaurants zu essen, lokale Guides zu engagieren und nicht in Hotelketten zu übernachten.
Außerdem hängen da ja auch noch eine ganze Reihe weiterer Menschen dran. Zum Beispiel unterstützt mit dem Besuch eines lokalen Restaurants nicht nur die Inhaber, sondern auch die regionalen Produzenten, die das Restaurant beliefern. Und du wirst beim langsamen Reisen Orte entdecken, die der große Teil der Reisenden wahrscheinlich nicht entdeckt, weil sie abseits der typischen Touristen-Routen liegen. So unterstützt du auch Menschen, die sonst nur wenig vom Tourismus profitieren und stärkst gleichzeitig die ganze Region.
Du willst mehr wissen über die sozio-ökonomischen Auswirkungen deiner Reise? Dann schau doch mal im Blogartikel über soziale Nachhaltigkeit im Tourismus vorbei!
Für dich selbst

Auch für dich selbst hat das langsame Reisen Vorteile. Du erlebst dein Reiseziel intensiver und anders, lernst die Menschen vor Ort anders kennen und entdeckst neue Orte. Außerdem siehst du tatsächlich mehr von der Region, gerade wenn du zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs bist.
Dazu kommen natürlich die psychischen Vorteile, die daraus resultieren, dass du nicht in Reisestress verfällst. Es gibt zum Beispiel keinen Druck alle Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die möglich sind, auf deiner Liste abzuhaken. Beim Slow Travel schaffst du andere Erinnerungen, die du vielleicht nicht immer auf Fotos festhalten kannst, wie du es mit Sehenswürdigkeiten tust, aber sie bleiben im Herzen. Und du wirst dich immer wieder daran erinnern. Wahrscheinlich sogar eher, als an den Moment, wo das Foto von dir vor dem Eiffelturm entstanden ist. 😉
Fazit
Slow Travel ist also mehr als „nur“ langsames Reisen. Es geht um Bewusstes Erleben, Achtsamkeit und das Wertschätzen der kleinen Momente, die wir alle am Reisen so sehr lieben. Und ja, im Anbetracht von Müllfluten und Klimawandel geht es beim Slow Travel auch um ein nachhaltiges und umweltfreundliches Reisen. Aber das ist eben nicht das einzige.
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