In den letzten beiden Beiträgen (hier geht’s zu Teil 1 und Teil 2) habe ich euch schon von den ersten Stopps auf meiner Reise durch Peru erzählt. Heute erzähle ich euch von unseren nächsten Stopps: von Cusco ging es zur Ruine Choqueqirao, dann in die schöne Stadt Arequipa im Süden und von dort an die Küste und auf der Panamericana mit einigen Zwischenstopps bis nach Lima. Da das Land wirklich ziemlich groß ist und man für 500 km durchaus auch länger als 10 Stunden mit dem Bus brauchen kann, sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einplanen.
Beeindruckenden Ruinen und unberührte Natur
Unser nächstes Abenteuer entführte uns von Cusco zur „kleinen Schwester“ des Machu Picchu: Choqueqirao ist eine Ruinenstadt, die vom Aufbau her Machu Picchu ähnelt, allerdings noch nicht vollständig ausgegraben und vor allem sehr viel schwerer zu erreichen ist. Man kommt nur mittels einer eher anstrengenden 3-4 Tageswanderung nach Choqueqirao. Dabei durchquert man eine Schlucht, in der es auf der einen Seite gut 1.500 Höhenmeter hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch geht. An den nächsten beiden Tagen macht man das ganze noch einmal in umgekehrter Reihenfolge zurück. Hört sich anstrengend an – und ist es auch – aber es lohnt sich in jedem Fall. Nicht nur die Ruine selbst, sondern auch der Weg dorthin sind beeindruckend und die Aussicht ist wunderschön! Und wenn ihr am zweiten Tag müde und verschwitzt in Choqueqirao ankommt, entfaltet die Ruine eine beinahe magische Wirkung.


Entspannter Charme in Arequipa
Von Cusco aus führte uns der Weg weiter nach Arequipa im Süden Perus. Rund um die Stadt befinden sich drei Vulkane und in der Nähe liegen die Schluchten des Cotahuasi und des Colca Cañons, wegen denen sich viele Reisende hierher verirren. Doch auch Arequipa selbst ist die Anreise wert! Das Zentrum ist seit 2000 UNESCO Weltkulturerbe und die Stadt verströmt einen so entspannten Charme, dass wir uns hier nach der anstrengenden Trekkingtour perfekt erholen konnten. Auf jeden Fall einen Besuch wert (auch wenn es nicht ganz günstig ist) ist übrigens das Kloster Santa Catalina: es war einst eine autarke kleine Stadt inmitten der Stadt. Ich bin zwar normalerweise kein großer Kirchenbesucher, aber auch eine Führung durch die Kathedrale Arequipas ist wirklich spannend.


An der Küste entlang: Tiere, Natur und jede Menge Entspannung
Von Arequipa ging es für uns auf der Panamericana Sur an der Küste entlang. Einen längeren Stopp haben wir in Paracas eingelegt. Vor der Küste der Stadt liegen die Islas Ballestas, für die wohl die meisten Reisenden hier herkommen. Die Inseln können täglich mit kleinen Booten besichtigt werden und sind das Zuhause von vielen Tierarten, unter anderem leben hier Humboldtpinguine, Guanokormorane, Pelikane und verschiedene Robbenarten. Auch wenn die Touren eher touristisch waren, so war es doch ein ganz besonderes Erlebnis die vielen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Ebenfalls ein Highlight hier ist das Paracas National Reserve: Beeindruckt waren wir vor allem von den Wüstenlandschaften und den leeren Traumstränden. Offensichtlich nehmen sich nur wenige Reisende die Zeit um von Paracas und seiner Umgebung etwas mehr zu sehen – umso besser für uns!



Wir haben so viele Eindrücke gesammelt, dass wir unendlich weiterschwärmen könnten. Vielleicht schreiben wir ja irgendwann noch einen weiteren Blogpost. 😉 Von Paracas aus haben wir noch Stops in Ica, Huacachina und Chincha gemacht, bevor es nach Lima und dann zurück nach Hause ging. In vier Wochen haben wir nur einen Teil gesehen – Peru ist so vielfältig, also bringt etwas Zeit mit, wenn ihr hierher reist!
Gefällt Dir der Artikel? Teile ihn!




1 thought on “Peru: Von Choqueqirao über Arequipa bis Paracas”