Zwischen Atlantik und Vulkanlandschaft verbirgt sich auf Teneriffa eine Küche, die genauso ehrlich ist wie die Insel selbst: einfach, aromatisch, voll ursprünglicher Kraft. Gemeinsam mit dem Küchenteam des OCEANO Health Spa Resorts nehmen wir dich mit auf eine kulinarische Reise, bei der Mojo, Gofio und frischer Fisch die Hauptrolle spielen – immer mit Blick auf Gesundheit, Regionalität und Genuss.
Dies ist der zwölfte Teil unserer Serie Kulinarische Reise – jeden Monat gibt es eine neue Destination.
Die Seele der Inselküche von Terneriffa: Mojo, Gofio & Co.
Stell dir eine einfache, bodenständige, aber unglaublich aromatische Küche vor: viel frisches Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Feldfrüchte – dazu der Geschmack des Atlantiks in jedem Fisch. Genau das macht die Gastronomie Teneriffas aus.

Das unzertrennliche Duo: Mojo & Gofio-Pella
Mojo ist die Seele der kanarischen Küche. Es gibt ihn in vielen Varianten, doch zwei sind besonders typisch:
- Mojo Picón – kräftig, leicht scharf, auf Basis von Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch und Olivenöl
- Mojo Verde – frischer, grüner Dip mit Koriander oder Petersilie
Fast alles wird damit kombiniert: Kartoffeln, Fisch, Fleisch – sogar Brot.
Die zweite Hauptrolle spielt Gofio, ein traditionell geröstetes Getreidemehl (z. B. aus Mais oder Weizen), das bereits von den Ureinwohnern, den Guanches, verwendet wurde. Daraus entsteht die berühmte Gofio-Pella – eine Knetteig-artige Masse aus Gofio, Wasser, Öl und Salz, die zu Fisch oder Eintopf gereicht wird. Heute findet man Gofio auch in Desserts, Eiscreme oder als Topping auf Suppen.
Der „goldene Dreiklang“ der Gewürze
Die kanarische Küche kommt ohne komplizierte Gewürzmischungen aus. Stattdessen baut sie auf einen aromatischen Dreiklang:
- Kreuzkümmel – der König der Küche, unverzichtbar in Mojo, Eintöpfen und vielen traditionellen Gerichten
- Knoblauch – frisch, großzügig und selbstbewusst dosiert, z. B. in Marinaden oder Salmorejo
- Paprika / Pimentón – sorgt für Farbe, Tiefe und leichte Schärfe, oft geräuchert verwendet
Dazu kommt frischer Koriander, der besonders im Mojo Verde und in Fischgerichten für Frische sorgt.
So genießt du im OCEANO Health Spa Resort

Im OCEANO Health Spa Resort auf Teneriffa trifft diese traditionelle Inselküche auf moderne Gesundheitsküche. Die Restaurant-Philosophie: bewusst genießen, ohne Verzicht, im Einklang mit Körper und Umgebung.
#1 Abwechslungsreiche, ausgewogene Menüs
Die Menüs sind so gestaltet, dass sie Körper und Geist stärken:
- täglich wechselnde Gerichte
- viel frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte
- mageres Eiweiß wie gegrillter Fisch, Pute oder Huhn
- schonende Zubereitung statt Frittieren
Auch bei langen Aufenthalten bleibt es spannend: kein Tag gleicht dem anderen, trotzdem bleibt der Stil der Küche klar erkennbar.
#2 Für jede Ernährungsweise etwas dabei
Ob du klassisch isst, vegetarisch oder vegan lebst – im Resort findest du passende Optionen:
- vegetarische Gerichte wie gefüllte Zucchini, Risotto oder Gemüse mit Tahini
- vegane Kompositionen mit Hülsenfrüchten, Gemüse und Getreide
- klare Allergenkennzeichnung (z. B. Gluten, Laktose) für mehr Sicherheit und Wohlbefinden
So kannst du genießen, ohne ständig nachfragen zu müssen.

#3 Frische, Saison & „Km 0“
Die Küche setzt bewusst auf Produkte aus der Region:
- Saisonales Gemüse wie Süßkartoffeln, Pastinaken, Mangold und regionale Sorten
- Fisch aus dem Atlantik, bevorzugt gegrillt oder im Ofen gegart
- Obst aus der Umgebung, das je nach Jahreszeit variiert
Das Ergebnis: eine Küche, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch die Landschaft und das Klima Teneriffas widerspiegelt.
#4 Kreative Präsentation auf hohem Niveau
Trotz aller Bodenständigkeit ist die Küche im OCEANO Health Spa Resort raffiniert und modern:
Gerichte wie etwa ein cremiges Gemüsegericht mit Hummus, ein liebevoll angerichteter Fischgang oder überraschende Desserts zeigen, dass hier mit viel Technik, Erfahrung und Liebe zum Detail gearbeitet wird. Die Teller sind stilvoll, aber nie überladen – Genuss soll leichtfallen, nicht erschlagen.
„Unser Ziel ist es, dass sich die Gäste nach dem Essen leicht, genährt und energiegeladen fühlen – nicht müde und überfordert.“ – Küchenchef Fernando Hernández Izquierdo vom OCEANO Health Spa Hotel
#5 Essen im Rhythmus der Jahreszeiten
Im Frühling und Sommer dominieren leichtere, frische Gerichte mit viel Gemüse, Salaten, gegrilltem Fisch und kühlen Desserts. Im Herbst und Winter wird es wärmer, cremiger, würziger – mit Eintöpfen, Ofengemüse und herzhaften Schmorgerichten, die von innen wärmen.
So fügt sich das Restaurant perfekt in den ganzheitlichen Ansatz des Resorts ein: Wellness, Entschleunigung und Kulinarik greifen ineinander.
Die 6 „Must-Eats“ auf Teneriffa – ausgewählt von OCEANO-Küchenchef Fernando
Diese Klassiker solltest du bei deiner Teneriffa-Reise unbedingt probieren – ob im Hotel, im traditionellen Restaurant oder in einer kleinen Bar abseits der Tourist*innenpfade.
#1 Papas Arrugadas mit Mojo

Was ist das?
Kleine kanarische Kartoffeln, in stark gesalzenem Wasser gekocht, bis die Schale leicht „runzelt“ und eine salzige Kruste entsteht. Serviert werden sie mit Mojo Picón (rot, würzig) und Mojo Verde (grün, frisch).
Wo probieren?
Überall auf der Insel: im Hotelrestaurant, in traditionellen Tascas, in Strandbars oder in ganz einfachen Dorfkneipen. Papas Arrugadas sind Beilage, Tapas und Nationalsymbol in einem.
#2 Frittierter Fisch oder Sancocho Canario
Was ist das?
Der Geschmack des Atlantiks auf dem Teller:
- entweder als frisch frittierter Fisch
- oder als Sancocho Canario, ein traditioneller Fischeintopf mit gesalzenem Fisch, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Mojo
Wo probieren?
Am besten dort, wo das Meer nicht weit ist: in kleinen Strand-Chiringuitos oder Fischrestaurants an der Küste, zum Beispiel in Orten wie Los Abrigos, El Médano oder La Caleta de Adeje.

#3 Gegrillter Käse mit Mojo
Was ist das?
Ziegenkäse – außen goldbraun, innen cremig –, auf den Grill gelegt und mit Mojo serviert. Simpel, aber absolut suchterzeugend.
Wo probieren?
In fast jeder Tasca oder in einem Guachinche, den typischen kanarischen Familienbetrieben. Auf der Karte meist als „queso asado“ zu finden – eine der beliebtesten Tapas der Insel.
#4 Kaninchen in Salmorejo
Was ist das?
Ein rustikales Gericht mit intensivem Geschmack. Das Kaninchen wird in einer Marinade aus Knoblauch, Paprika, Kreuzkümmel, Öl und Wein eingelegt und anschließend geschmort. Das Ergebnis: zartes Fleisch mit tiefem Aroma.
Wo probieren?
Vor allem in ländlichen Restaurants und Guachinches im Inselinneren – perfekt, um die traditionelle Hausmannskost der Kanaren kennenzulernen.
#5 Gofio – in allen Variationen
Was ist das?
Die uralte Seele der Kanaren: geröstetes Getreidemehl, meist aus Mais oder Weizen. Geschmacklich intensiv, leicht nussig und erdig.
Klassisch wird Gofio als Pella serviert – eine kompakte Masse aus Gofio, Wasser, Öl und Salz, die zum Hauptgericht gegessen wird.
Modern taucht Gofio in Desserts, Eiscremes, Mousses oder als Topping auf Suppen auf – auch im OCEANO Health Spa Resort.
Wo probieren?
In traditionellen Restaurants als Pella, in modernen Restaurants oder Hotels in kreativen Dessertvarianten.

#6 Ropa Vieja – Teneriffa Treat für kalte Tage
Was ist das?
Der Name bedeutet „alte Kleidung“, tatsächlich handelt es sich aber um einen köstlichen Eintopf aus Kichererbsen, Gemüse und meist Fleisch, bei dem besonders die Struktur des Fleisches dem Gericht seinen Namen gibt. Wärmend, kräftig und ideal für Tage, an denen der Passatwind etwas frischer weht.
Wo probieren?
Am authentischsten in Familienrestaurants oder kleinen Dorf-Tascas – dort, wo noch nach alten Rezepten gekocht wird.
Fisch essen auf Teneriffa

Beim Fisch setzt Küchenchef Fernando Hernández Izquierdo auf nachhaltigen Einkauf. Laut WWF-Fischratgeber gilt der Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) – in der Gastronomie als Lubina bekannt – als „Gute Wahl“, wenn er per Wildfang mit Leinen gefangen wird oder aus nachhaltiger Aquakultur stammt. Die Goldbrasse schneidet dort nicht aus Aquakultur, sondern aus Wildfang am besten ab – hier fällt vergleichsweise wenig Beifang an. Meiden solltest du hingegen „Mero“ (Grouper): Der beliebte Speisefisch ist in vielen Regionen überfischt und damit keine nachhaltige Wahl.
Wichtig ist mir, Fisch und Meeresfrüchte verantwortungsvoll zu beziehen, auf saisonale Unterschiede zu achten und unseren Gästen stets die bestmögliche Qualität zu servieren.“ – Küchenchef Fernando
Extra-Tipp: Probier die Früchte von Teneriffa!
Ein echtes Highlight im OCEANO Health Spa Hotel: Schon beim Frühstück wartet ein großer Korb voller frischer Früchte direkt von der Insel auf dich – exotischer Genuss ganz ohne Transport-CO₂. Dank des subtropischen Klimas wachsen auf Teneriffa nicht nur Bananen, Orangen, Mangos und Avocados, sondern auch Drachenfrüchte (Pitayas), Kiwis, Ananas, Papayas, Zitronen, Erdbeeren und Trauben. Dazu kommen saisonale Schätze wie Cherimoyas, Feigen, Melonen oder Granatäpfel. Frischer geht’s nicht.

Bezüglich der Nachhaltigkeit gibt es allerdings Unterschiede. Denn auch wenn Bananen direkt auf der Insel wachsen, so benötigen sie enorm viel Wasser. Schätzungen zufolge verbrauchen Bananen rund 60 % des gesamten landwirtschaftlichen Wassers der Insel. Auch Avocados benötigen enorme Wassermengen (bis zu 1.000–2.000 Liter pro Kilo) und ihr boomender Anbau verdrängt teilweise traditionelle, weniger wasserintensive Kulturen.
Nachhaltiger Tipp: Wenn du bewusster genießen möchtest, greif im OCEANO gern zu Früchten, die natürlicherweise besser ans trockene Klima angepasst sind – etwa Drachenfrucht, die als Kaktusgewächs deutlich weniger Wasser benötigt. Auch Feigen, Granatäpfel oder saisonale Zitrusfrüchte sind oft die ressourcenschonendere Wahl und schmecken herrlich frisch.
Übrigens: Auf Teneriffa, so wie im gesamten spanischsprachigen Raum sagt man „¡Buen provecho!“ – um jemanden „Guten Appetit“ zu wünschen. „¡Buen apetito!“ ist zwar die wörtliche Übersetzung, wird im täglichen Sprachgebrauch aber nicht wirklich verwendet.



