Wusstet ihr, dass allein in Deutschland jährlich rund 11 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll landen? Ein bewusster Umgang mit Nahrungsmitteln und Lebensmittelresten sollte zwar in den eigenen vier Wänden anfangen, aber nicht dort aufhören. Auch Hotels und Gastronomiebetriebe müssen sich mit dem Problem der Lebensmittelverschwendung auseinandersetzen. Wohin mit Essensresten? Und wie vermeidet man am besten von Anfang an eine Überproduktion? Die Küchen unserer Green Pearls® Hotels haben sich da schon längst was einfallen lassen und überraschen mit einfachen, aber auch kreativen Lösungen.
GEKONNTE PLANUNG & MENÜ STATT BUFFET
Anfangen kann man mit einer guten Planung. Bei der Vorbereitung der Speisen wird die Anzahl der Gäste berücksichtigt, Buffets werden nicht zu voll gemacht und auch bei einem Menü wird auf die Größe der Portionen geachtet. Eine gute Vorbereitung und Planung können die meisten unserer grünen Hotels aus dem Effeff. Im Creativhotel Luise wird bei der Vorbereitung des Frühstücksbuffets drauf geachtet, dass nicht zu viele verderbliche Lebensmittel auf dem Tisch stehen. Auch im SCHWARZWALD PANORAMA wird Lebensmittelverschwendung durch spezielle Bestückungsabläufe bei Buffets vermieden. Warum ein Menü nachhaltiger ist? Weil aufgrund der Hygienevorschriften bei einem Buffet am Ende besonders viel im Müll landet.
BEWUSST ESSEN MACHT DEN UNTERSCHIED
Der Hotelbetreiber des Gili Lankanfushi lebt es vor. Er sensibilisiert seine Mitarbeiter mit einem sogenannten „No-Bin-Day“ für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Sie werden dadurch angehalten, kleinere Portionen zu konsumieren und alles aufzuessen, was auf dem Teller liegt, damit nichts im Müll landet. Auch wir können uns eine Scheibe davon abschneiden bei unserem nächsten Urlaub. Lieber mehrmals zum Buffet gehen, als von Anfang an zu viel auf den Teller zu laden. Und wir erinnern uns an den Spruch unserer Kindheit: “Wenn du alles aufisst, gibt es morgen gutes Wetter!” Auch das Hotel Outside hat eine gute Idee gegen Lebensmittelverschwendung. Serviert werden eher kleine Portionen, ein Nachschlag ist aber immer willkommen!
KREATIVE RESTEKÜCHE
Wenn dann trotzdem Lebensmittelreste anfallen, haben sich unsere kreativen Köche etwas Besonderes einfallen lassen. Was man aus Lebensmittelresten noch Feines herstellen kann, zeigt euch z.B. das Hofgut Hafnerleiten. Aus Übriggebliebenem aus der Küche können wunderbar Saucen, Brühen, Fonds und Füllungen hergestellt werden. Aus dem Baguette vom Vortag lassen sich noch köstliche Bruschetta zaubern. In der Berg.See.Küche des Genießerhotels Die Forelle wird die Schale von Roter Bete getrocknet und zu Pulver vermahlen. Dieses landet dann als Topping auf dem Frühstücksbuffet. Daraus lässt sich übrigens auch hervorragend ein Rote-Bete-Latte herstellen. Die Idee, von einem Lebensmittel so viel wie möglich zu verwenden, ist ebenfalls ein guter Ansatz. Aus dem Grün von Möhren könnt ihr beispielsweise ein hervorragendes Pesto machen.
DEN KREISLAUF SCHLIESSEN: EARTH-TO-TABLE-TO-SOIL
Viele unserer Green Pearls® Hotels haben einen eigenen Hotelgarten, wo sie Bio-Gemüse und -Obst anbauen. So auch das Gili Lankanfushi. Lebensmittelreste landen auf dem Kompost, der wiederum wertvolle Nährstoffe für den Biogarten liefert. Dass das Anlegen eines eigenen Komposts nicht schwer ist, beweist uns der Geschäftsführer des Gili Lankanfushi in einem Beitrag zur richtigen Kompostierung. Wichtig zu wissen ist, welche Lebensmittel auf den Kompost dürfen, z. B. Gemüseschalen, Kaffeesatz oder Eierschalen. Auch das Hofgut Hafnerleiten und das Keemala betreiben einen eigenen Kompost zum Düngen des Hotelgartens. Das Biohotel Grafenast geht noch einen Schritt weiter und stellt seinen Bio-Dünger mithilfe einer hoch-effizienten Kompostiermaschine her. Hier können fast alle Lebensmittelreste reingeworfen werden, heraus kommt ein hochwertiger, trockener und geruchsarmer Bio-Dünger, der sofort verwendet werden kann. Die Nahrungsmittelreste des SCHWARZWALD PANORAMA und des Reethi Faru landen entweder im Kompost der Gartenanlage oder in der eigenen Biogasanlage. Das entstandene Biogas kann dann z.B. zum Kochen weiterverwendet werden, wodurch der Bedarf an traditionellem, nicht erneuerbarem Kochgas reduziert wird.
FOODSHARING
Organisationen wie foodsharing oder Too Good To Go wollen der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken, indem sie frühzeitig aussortierte, übrig gebliebene sowie abgelaufene, aber noch essbare Lebensmittel aus Supermärkten, Restaurants, Cafés und Bäckereien auffangen und weiterverteilen. Diesen Ansatz haben auch einige Hotels in ihrer Küche übernommen. Im Creativhotel Luise werden übrig gebliebene sowie abgelaufene, aber noch essbare Lebensmittel an die Mitarbeiter weitergegeben. Im Villenwunderland Keemala ist eine ganz besondere Partnerschaft entstanden: Mit der Organisation Scholars of Sustenance in Phuket werden überschüssige Lebensmittel aus dem Restaurant an benachteiligte Gemeinden und Waisenhäuser in ganz Phuket umverteilt.
Unsere Green Pearls® Hotels beweisen: Lebensmittelverschwendung muss nicht sein und ist mit ein paar kreativen Ideen leicht vermeidbar. Dass man in unseren Green Pearls® Hotels zudem hervorragend speisen kann, davon könnt ihr euch gerne selbst überzeugen.
Weiterlesen: KREATIVER UMGANG MIT LEBENSMITTELN – SMOOTHIE-REZEPTE DER GREEN PEARLS® HOTELS
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