Liebst du es auch, an deinem Urlaubsort die Sagen und Geschichten der Region kennenzulernen? Faszinieren die Wesen wie das legendäre Monster von Loch Ness oder der Yeti? Willst du vielleicht selbst einmal auf Mythenjagd gehen? Um dir den Start dafür zu erleichtern (und weil wir selbst auch ein bisschen neugierig waren), haben wir bei unseren Green PearlsⓇ für dich nachgefragt, ob mythische Wesen bei ihnen in der Umgebung leben und welche Sagen und Legenden sich darum herum ranken. Dabei haben wir festgestellt: Die Welt ist voller Magie! Es sind so viele Geschichten, dass wir sie gar nicht alle erzählen können! Es lohnt sich also, auf deiner nächsten Reise mal vor Ort nach sagenumwobenen Orten, nach magischen Kreaturen und mythischen Wesen zu fragen. Ein paar davon lernst hier bei uns schon einmal kennen.
Wie das Alpenglühen auf der Seiser Alm entstand
Wenn du einmal das Alpenglühen gesehen hast, hast du sicherlich gespürt, dass die leuchtenden Berggipfel weit mehr sind, als nur irgendein naturwissenschaftlich-erklärbares Lichtspiel. Dahinter verbirgt sich die Geschichte von König Laurin, die man sich gern im Paradiso Pure.Living erzählt. Das vegetarisch/vegane Hotel in Südtirol liegt nämlich direkt auf der Seiser Alm und bietet einen prächtigen Blick auf die Dolomiten-Gipfel – und das berühmte Alpenglühen.

Die Sage von Zwergenkönig Laurin und dem Rosengarten
Vor vielen Jahrhunderten lebte in den Bergen der Seiser Alm der Zwergenkönig Laurin. Er schürfte nach Erzen, baute wertvolle Mineralien ab und besaß alles in seinem Reich. Sein ganzer Stolz war der Rosengarten, der schönste, den man sich vorstellen konnte. Das Einzige, was ihm in seinem Reich und in seinem Garten fehlte, war eine Frau…
Eines Tages beschloss der König eines Nachbarlandes seine schöne Tochter Similde zu verheiraten. Viele Prinzen und Könige wurden eingeladen, um das Herz der schönen Similde zu gewinnen. Der Einzige, der keine Einladung erhielt, war der Zwergenkönig Laurin.

König Laurin war wütend und beschloss, mit Hilfe von Zauberei die schöne Prinzessin zu sehen. Er setzte seine Tarnkappe auf und betrat das Fest. Als Laurin Similde sah, verliebte er sich auf der Stelle in sie und nahm die schöne Prinzessin mit in sein Reich. Die Ritter verfolgten die Prinzessin, um sie zu befreien. Als König Laurin die Verfolger in der Nähe seines Schlosses sah, nahm er seine Tarnkappe und einen Zaubergürtel, der ihm die Kraft von einem Dutzend Männern verlieh. Der Kampf fand im Rosengarten statt. Und obwohl Laurin unsichtbar war, erkannten ihn die Ritter an den Bewegungen der Rosen um ihn herum und konnten ihn besiegen.
König Laurin entschied, dass seine Rosen ihn verraten hatten und verfluchte den Garten. Er sagte, dass niemand mehr die Schönheit seines Rosengartens sehen würde, weder bei Tag noch bei Nacht. In seinem Fluch vergaß Laurin jedoch den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zu erwähnen. Der Sage nach ist die Schönheit des Zauberrosengartens heute als das wunderschöne Phänomen des Alpenglühens (oder Enrosadira) zu sehen, wenn sich der Himmel rosa färbt und die Berge bei Sonnenauf- und -untergang violett und orange werden.
Die rote Moorjungfrau


Das STURM ist im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön gelegen. Die besondere Landschaft ist ebenfalls ein Quell für viele Sagen und Geschichten. Eine besondere Faszination haben natürlich die beiden Moore, die du vom STURM aus besuchen und auf einem Pfad aus Holzbohlen begehen kannst. Es gibt das Schwarze Moor und das Rote Moor – zwei der bedeutendsten Moore in Mitteleuropa.
Die rote Moorjungfrau geistert noch heute übers Moor
Im Dreißigjährigen Krieg kamen schwedische Soldaten an die Rhön, wo es ein verstecktes Moordorf im Roten Moor gab. Hätten die Schweden das Dorf entdeckt, wären die Bewohner wohl alle hingemetzelt worden. Doch eine junge Frau aus dem Dorf opferte sich, um den Rest des Orts zu schützen. Die schöne Moorjungfer erschien vor den schwedischen Soldaten mit einem leuchtend roten Kleid. Die Schweden verfolgten sie in hemmungsloser Gier und die Moorjungfer leitete sie in den tiefsten, sumpfigsten Teil des Moores – wo alle Soldaten versanken.

Noch heute, fast 400 Jahre später, steigt die rote Moorjungfer in schwülen Nächten aus einem Moorauge. Sie streift mit ihrem nassen Kleid über das Moor und sucht ihr Dorf. Da sie es nicht findet, wird ihre Suche wohl für immer andauern.
Wie man uns aus dem STURM erzählt, werden Gäste, die ein rotes Kleid tragen, gern darauf angesprochen. 🙂
Rübezahl – Wie der Berggeist ins Allgäu kam


Im Allgäu, in der Märchenwelt von Ludwig II, liegt das Hotel Das Rübezahl. Oft wird man dort gefragt, wer oder was das Rübezahl eigentlich ist. Die Geschichte dahinter erzählt Familie Thurm nur allzu gern!
Das mythische Wesen Rübezahl ist ein Berggeist aus dem Riesengebirge – der alten Heimat der Gastgeberfamilie Thurm, die nun bereits in der dritten Generation das Boutiquehotel leitet. Zu den Besonderheiten des Geistes gehören unter anderem seine magischen Rüben.
In einer Erzählung aus dem Jahr 1783 entführte Rübezahl die Königstochter Emma in sein unterirdisches Reich. Die Prinzessin war sehr unglücklich und der Berggeist versuchte mit den Rüben, die sich in jede beliebige Gestalt verwandeln konnten, ihr Heimweh zu stillen. Doch es blieb wirkungslos.
Die Gefangene stellt eine Bedingung
Schließlich willigt die Prinzessin ein, ihn zu heiraten. Sie habe lediglich eine Bedingung. Er müsse alle Rüben auf dem Feld zählen und ihr die genaue Zahl nennen. Eifrig machte sich der Berggeist an die Arbeit. Nachdem er alle Rüben auf dem Feld gezählt hatte, zählte er sie gleich noch einmal, um wirklich sicher zu sein. Hierbei kam er allerdings zu einem anderen Ergebnis, sodass er wieder von vorn beginnen musste.
Die Zeit, in der der Berggeist mit den Rüben beschäftigt war, nutzte die Königstochter für ihre Flucht. Sie ritt zu ihrem Prinzen Ratibor, indem sie eine der Zauberrüben in ein Pferd verwandelte. Dort verspottet sie den Berggeist als “Rübezahl”.
Wenn man diesen Spottnamen auf einer Wanderung im Siebengebirge ausspricht, so heißt es zumindest, beschwört man den Zorn des Berggeistes herauf. Die korrekte Anrede lautet nämlich“Herr der Berge”. Auf den Wanderwegen im Allgäu kann dir dies allerdings nicht passieren. Ob du es ausprobierst, bleibt allerdings dir überlassen.
Das Seemännlein im Glaswaldsee im Schwarzwald
Etwa eineinhalb Stunden vom nachhaltigen, Bad Herrenalber Hotel SCHWARZWALD PANORAMA entfernt, liegt der Glaswaldsee. Er gehört wegen seiner Unberührtheit zu den schönsten “blauen Augen” des Schwarzwaldes. Im 17. Jahrhundert stand hier eine Glashütte. Außerdem pflegten sich dort Seemännlein aufzuhalten. Sie waren klein wie Kinder, hatten einen menschlichen Oberkörper und einen fischähnlichen Unterkörper. Zudem konnten sie sich unsichtbar machen.
Eines dieser Seemännlein freundete sich mit den Hofbewohnern vom nahegelegenen Seebenhof an. Jeden Morgen kam es und weckte die Seebenhofler. Dann blieb es bis zum Abend und erledigte allerhand von Aufgaben rund um den Hof.
“Nicht zu wenig und nicht zu viel”

Immer, wenn ihm eine Aufgabe aufgetragen wurde, musste man folgende Worte sprechen “Nicht zu wenig und nicht zu viel”. Sagt man dies nicht, tat das Seemännlein entweder zu wenig oder viel zu viel. Täglich bekam das Seemännlein ein Essen, doch nie kam der Bauer auf die Idee, ihm neue Kleidung zu kaufen. Dabei war sein Hut schon ganz abgetragen und seine Jacke zerrissen. Schließlich entschied er sich eines Winters doch dazu, ihm ein Röcklein schneidern zu lassen. Als er es dem Seemännlein gab, sagte es: “Sobald man ausbezahlt wird, ist es Zeit zu gehen. Ab morgen komme ich nicht mehr zu euch.” Der verdutzte Bauer versuchte ihm zu versichern, dass es kein Lohn, sondern nur ein Geschenk sei, doch das mythische Wesen ließ sich nicht umstimmen.
Die Magd war darüber so erbost, dass sie ihm kein Essen servierte. So zog das Männlein mit leerem Magen von dannen. Am Morgen war die Magd verschwunden und weder die Magd noch das Seemännlein wurden je wieder gesehen.
Mythische Wesen in Seefeld
Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol ist eine hervorragende Location für Sagen und Geschichten. Schließlich wurde das nachhaltige Hotel auf 500 Jahre alten Klostermauern errichtet und wird mittlerweile schon in der 6. Generation geführt. Auf die Frage nach mystischen Wesen konnte uns das Klosterbräu-Team über 20 (!) nennen. Ohne irgendwo nachzuschauen! Eines davon war der Drache im Seefelder See.

Der Drache im Seefelder See
In Seefeld gab es einst zwei große Bergseen. Im Volksglauben hieß es, dass einer der beiden eine unergründliche Tiefe habe. Ein Mann aus Seefeld wollte dies untersuchen und ritt mit seinem Pferd in den größeren der beiden Seen. Zunächst war der See flach, doch bald musste das Ross mit seinem Reiter schwimmen. Da entstieg mitten aus dem See ein grauenvoller Drache, der mit drohender Stimme rief:
Wenn du willst den See ergründen,
So will ich ganz Seefeld schlünden!
Mit diesen Worten verschlang der Drache den Reiter und sein Pferd. Nach einigen Wochen fand man den Sattel des Pferdes, den der Drache nicht verdaut hatte, im zweiten See. Somit wussten die Menschen, dass eine unterirdische Verbindung zwischen den Seen bestand – und niemand wagte es danach, die Tiefe des Sees ergründen zu wollen.

Die Sirenen von der Insel am Punto Licosa

Die Ferienunterkünfte auf dem Landgut A‘ Cràpa Mangia in Kampanien, Süditalien liegen nur wenige Kilometer von Punta Licosa entfernt. Punta Licosa war das erste Naturschutzgebiet im Cliento und gilt als Wanderparadies.
Vor der Küste von Punta Licosa liegt eine kleine Insel, von der ein Teil durch ein Seebeben im Meer versank – zusammen mit dem alten griechischen Ort “Leucosia”. Du kannst hier bis heute antike Straßenzüge und Häuser mit bloßem Auge im Wasser erkennen! (Bei der versunkenen Stadt handelt es sich nicht um eine Sage, sondern Geschichte, die Stefany bei ihrer Reise ins A`Crápa Mangia selbst sehen konnte und in diesem Blog-Beitrag beschreibt.
Mythische Wesen: Die Insel am Punto Licosa ist ein Schauplatz in der Odyssee
Die Insel am Punto Licosa umgibt aber auch eine mythische Legende. Sie findet nämlich Erwähnung in “Die Odyssee”, dem Epos des griechischen Dichters Homer. Hier lebten Sirenen. Mythische Wesen, die durch ihren schönen Gesang die Seefahrer auf die Klippen und somit in ihren Tod trieben.
Odysseus entkam den verführerischen Sirenen mit einem Trick: Er verstopfte seinen Seefahrern die Ohren und ließ sich selbst am Segelmast festbinden. So konnte er den bezaubernden Gesang hören, ohne sein Leben zu riskieren.
Wie die Geschichte des Helden der griechischen Mythologie genau endet, ist übrigens nicht ganz klar. Laut einigen Schriftstellern hat Athene ihn in ein Pferd verwandelt. Nach einer anderen Variante war es nicht Athene, sondern eine Zauberin, bei der er blieb, bis er an Altersschwäche verstarb.
Noch nicht genug? Wenn du noch weitere Mythen und Legenden erfahren möchtest, siehe dir folgenden Blog-Beitrag an:
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