Habt ihr euch schon von den blutrünstigen Sagen, die wir Euch am Dienstag erzählt haben, erholt? Heute starten wir etwas entspannter in die Märchenwelt.
Los geht es im Harz in der Nähe des Schlosshotel Blankenburg und des Naturresort Schindelbruch. Und zwar mit einem ganz bekannten Ausflugsziel: der Teufelsmauer.
Diese Felsformation ragt zwischen Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg aus dem nördlichen Harzvorland.

Von einem Hahn besiegt
Die Legende besagt, dass Gott und der Teufel einst übereinkamen, ihre Herrschaftsgebiete im Harz zu trennen. Dabei wollte Gott das fruchtbare Flachland für sich behalten, der Teufel würde aber das erzhaltige Harz sein Eigen nennen dürfen. Es gab allerdings eine Bedingung: Der Teufel muss in einer Nacht bis zum Morgengrauen eine hohe Mauer um sein Gebiet errichten.
Der Teufel ging sofort ans Werk, und die Mauer wuchs in der Dunkelheit zu einer stattlichen Größe an. Doch dann passierte es: eine Bäuerin aus Timmenrode, stolperte, als sie mit ihrem Hahn im Korb zum Markt ging. Das Tier erschreckte sich und begann lauthals zu krähen.
Da dachte der Teufel, die Nacht sei zu Ende. Vor Wut zerstörte er einen Teil seines Mauerwerks, von dem noch Bruchstücken erhalten sind und welche bis heute die Teufelsmauer genannt werden.
Auch in der fränkischen Schweiz in der Nähe des Creativhotel Luise gibt es einige Sagen. Zum Beispiel in Pottenstein die Legende um das sogenannte „Hasenloch“. Darum geht es: Einige Pottensteiner Buben schwänzten eines Sonntagmorgens den Gottesdienst. Sie wollten lieber spielen. Um nicht beobachtet zu werden, schlichen sie in den Wald.
Dort waren sie vollkommen in ihr Spiel vertieft, bis sie einen weißen Hasen sahen. Das Tier konnte nicht richtig laufen und die Jungs machten sich einen Spaß daraus es zu jagen. Sie gerieten dabei immer tiefer in den Wald hinein, bis sie vor einer ihnen unbekannten Höhle standen, in die sich der Hase hineinflüchtete.
Verhängnisvolles fangen spielen
Ängstlich standen sie vor dem dunklen Zugang in den Berg. Nur einer der Knaben wagte sich hinein. Es rührte sich lange nichts, doch dann hörten die Buben ein jämmerliches Schreien aus der Höhle, worauf wieder Stille einkehrte.
Panisch rannten sie ins Dorf und alarmierten ihre Eltern. Der Vater des vermissten Jungen eilte sofort mit einigen anderen Männern zur Höhle. Dort fanden sie den Knaben zerfleischt am Boden liegen. Der Hase war nichts anderes als der Höhlenpöpel gewesen, der sich zum Spott in einen lahmen Hasen verwandelt hatte. Seitdem heißt die Höhle „Hasenloch“.
Keine Angst, das war es auch schon wieder mit der Blutrünstigkeit. Für die nächsten Legenden geht es nach Thailand und somit in die Gegend des Keemala, Zeavola und Tongsai Bay.

Ein traditionsreiches Land
Thailand hat, wie viele asiatische Länder, eine sehr große Vielfalt an landeseigenen Mythen. Wenn ihr einmal einen Tempel in Thailand besucht habt, sind euch vielleicht auch die Wesen aufgefallen, die aussehen wie eine Mischung aus einer Schlange und einem Drachen.
Tatsächlich handelt es sich bei diesen Wesen um Naga. Im Buddhismus und Hinduismus sind das halbgöttliche Wesen, die im Mekong-Fluss leben. Sie sollen auch für ein thailändisches Phänomen verantwortlich sein: Die Naga-Feuerbälle. Entgegen unserer bisherigen Sagen, sind Naga allerdings sanfte Wesen und gelten als Wächter, die böse Geister fernhalten.
Wenn ihr Thailand bereist, werdet ihr bestimmt auch das ein oder andere Mal Reis essen. Immerhin ist Thailand der zweitgrößte Reisexporteur weltweit. Das Geschäft mit dem weißen Korn bringt dem Land viele Arbeitsplätze und Einkommen. Daher beten viele Menschen, die in der Branche tätig sind, regelmäßig zu Phosop, auch bekannt als „die Reisgöttin“, oder bringen ihr Opfergaben dar. Dies geschieht in jeder Phase des Getreideanbaus und es wird angenommen, dass Phosop dafür sorgt, dass jeder genug zu essen hat. Auch die thailändische Königin Sirikit erkennt diesen Brauch an.
Seid ihr bereit, euch diese Gebiete näher anzuschauen? Dann schaut euch doch vorher mal hier vorbei: SO PACKST DU NACHHALTIGER
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