Zum Abschluss unserer kleinen Reihe über nachhaltige Green Pearls ® Hotels möchten wir Euch noch einige allgemeine Informationen zum Thema Nachhaltigkeit geben und Euch vier weitere besondere grüne Perlen vorstellen.
Carl von Carlowitz: Begründer der Nachhaltigkeit
Wusstet ihr, dass der Begriff der Nachhaltigkeit von Carl von Carlowitz (1645 – 1714), einem Oberberghauptmann aus Freiberg, geprägt wurde. Er gilt als Erfinder des Prinzips Nachhaltigkeit. In seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ hat er angesichts einer drohenden Holzverknappung gefordert, dass nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung wieder nachwachsen kann. Er gilt somit als Begründer der deutschen Forstwirtschaft und dem Prinzip des nachhaltigen Umgangs mit Rohstoffen.
Unterkünfte, die sich nachhaltig ausrichten, achten genau darauf. Ihnen geht es um den ressourcenschonenden Umgang mit der Natur, um die Minimierung des ökologischen Fußabdruckes und um ein faires und soziales Miteinander. Genau das zeichnet unsere nachhaltigen Green Pearls® Hotels aus.

Biohotel Sturm
Wenn ihr Ruhe und Entspannung in unberührter Natur sucht, seid ihr hier genau richtig. Das Biohotel Sturm ist das erste Biohotel im Biosphärenreservat in der Rhön im Dreiländereck Hessen- Thüringen- Bayern. Das Hotel ist seit 2011 bio-zertifiziert. Christa Sturm und ihr Mann Matthias Schulze Dieckhoff war schon damals klar, dass Nachhaltigkeit, ein ressourcenschonender Umgang mit Materialien, ein biologischer Anbau sowie die Verarbeitung dieser Produkte ein Muss sind. Die letzten zwei Jahre haben uns allen gezeigt, wie wichtig es ist, klimaneutral zu agieren und die Erde für die nächsten Generationen zu erhalten. Für das Hotel bedeutet Nachhaltigkeit, biologische Produkte zu verarbeiten und diese ressourcenschonend einzusetzen. Das Biohotel Sturm ist 100 % klimaneutral. Der Strom wird mit Fotovoltaik und Solarthermie erzeugt und ein Blockheizkraftwerk sorgt für die Wärme. Die neuen Gartenzimmer werden vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut, ohne Klebstoffe oder Nägel. Zudem wurden die Dächer bepflanzt. Die Herausforderung ist, den Gästewünschen zu 100 % gerecht zu werden, denn manchmal widerspricht nachhaltiges Handeln diesen Anforderungen. Deswegen seid auch ihr gefordert, eure Erwartungen und Wünsche ab und an zu hinterfragen.

Berghotel Rehlegg
Eingebettet in den Nationalpark Berchtesgaden und umgeben von einer traumhaften Kulisse der Alpen findet ihr das Rehlegg. Nachhaltigkeit ist für dort seit jeher eine Lebenseinstellung, die sich aus dem Gedanken nährt der Natur auch etwas zurückzugeben; zwei Drittel des Energieverbrauches kann das Hotel selbst begleichen, das letzte Drittel an Strom wird zu 100 % aus Wasserkraft bezogen. Damit wird das Hotel zu 100 % aus CO2-neutraler Energie versorgt. Restliche CO2-Ausstöße werden durch ein Aufforstungsprojekten in Panama kompensiert. Die Familie Lichtmannegger ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Natur und der Schönheit des Alpenraumes bewusst und strebt nach einer nachhaltigen und umweltschonenden Wirtschaftsweise.

HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu
Das HUBERTUS in Balderschwang, dem kleinsten Ort in Bayern, hat sich einer ganzheitlichen Philosophie verschrieben. Gastgeberin Christa Traubel hat mit ihrem HolisticLife ein Wohlfühl- und Gesundheitskonzept entwickelt, bei dem es um Achtsamkeit und Wohlbefinden im Einklang mit der Natur geht. Nachhaltigkeit ist im ganzen Hotel ein wichtiges Thema. Das HUBERTUS ist Mitglied im Klimabündnis Allgäu und klimaneutral zertifiziert. Das Hotel verfügt über eine automatische Verschattung, eine Solar-Anlage, ein eigenes Blockheizkraftwerk und eine eigene Bergquelle mit Frischwasser, die jeden Tag ca. 5.0900 Liter Wasser für den Pool liefert. In Seminaren und Kursen habt ihr die Möglichkeit auch viel an Inspirationen mit nach Hause zu nehmen.

Naturresort Schindelbruch
Im Südharz findet Ihr das Naturresort Schindelbruch inmitten der geschützten Stolberger Rotbuchen und Bergmischwälder auf einer Lichtung des Auerbergs. Grün, wo immer ihr auch hinschaut. Bereits die Fürsten zu Stolberg Stolberg wussten um die Besonderheit des Ortes, auf dem der Schindelbruch zu finden ist. Im Jahr 1928 errichteten sie hier das fürstliche Jagdhaus „Schindelbruch“, das heute unter Denkmalschutz steht und den Gästen als Gartencafé und Grillrestaurant oder als Veranstaltungsort zur Verfügung steht. Für den heutigen Eigentümer und Geschäftsführer Dr. Clemens Ritter von Kempski ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur selbstverständlich. „Auch spätere Generationen sollen die Natur intakt vorfinden. Ein nachhaltiger und achtsamer Umgang mit den Ressourcen soll dafür sorgen.“
Und genau das bedeutet Nachhaltigkeit. Oder ganz einfach ausgedrückt: man darf nicht mehr verbrauchen als man hat.
Und zum Schluss noch ein Wort von Suzann Heinemann, Gründerin des Nachhaltigkeitszertifikates GreenSign:
„Grundsätzlich ist es nicht schwierig, denn heute gibt es viele nachhaltige Alternativen in allen Bereichen. Oftmals ist eine reine Prozessumstellung nötig. Die derzeitigen Corona Auflagen sind allerdings in Sachen Nachhaltigkeit wirklich herausfordernd.“
Nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Entdecken der vielen nachhaltigen Initiativen bei unseren grünen Perlen. Wenn Ihr Lust habt, lasst uns doch wissen welche Erfahrungen ihr gemacht habt.
Hier lest ihr mehr über GRÜNE INITIATIVEN UND HOTELPROJEKTE IN THAILAND
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