Nepal Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/reisen/nepal-de/ GREEN PEARLS® – curated for sustainable impact Wed, 20 May 2026 08:34:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://green-travel-blog.com/wp-content/uploads/2019/10/cropped-logo-perle-green-pearls.png Nepal Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/reisen/nepal-de/ 32 32 Hier wird selbst geerntet – Hotels mit eigener Landwirtschaft und Nachhaltigkeitsmaßnahmen https://green-travel-blog.com/de/hier-wird-selbst-geerntet-nachhaltige-hotels-mit-eigener-landwirtschaft/ https://green-travel-blog.com/de/hier-wird-selbst-geerntet-nachhaltige-hotels-mit-eigener-landwirtschaft/#respond Tue, 03 Feb 2026 07:42:08 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72429 Hotels mit eigener Landwirtschaft nutzen ihren Einfluss nicht nur als Konsument*innen – also indem sie regional einkaufen und Bio wählen. Sie  geben auch in der Produktion den Ton an: mit eigenen Gärten, Feldern oder Farmen direkt am Haus. Wir stellen dir Unterkünfte vor, die dir…

Der Beitrag Hier wird selbst geerntet – Hotels mit eigener Landwirtschaft und Nachhaltigkeitsmaßnahmen erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Hotels mit eigener Landwirtschaft nutzen ihren Einfluss nicht nur als Konsument*innen – also indem sie regional einkaufen und Bio wählen. Sie  geben auch in der Produktion den Ton an: mit eigenen Gärten, Feldern oder Farmen direkt am Haus. Wir stellen dir Unterkünfte vor, die dir auf deinen Reisen den Luxus bieten, zu sehen, wie etwas wächst – und es später auf dem Teller wiederzufinden.

 

Konzepte wie Bio-Landbau und Permakultur stärken zudem lokale Kreisläufe, bauen Böden (wieder) auf, fördern die Vielfalt und schaffen bzw. sichern faire Arbeitsplätze. „Farm-to-Table“ ist hier nicht nur ein hübscher Satz im Marketing, sondern die Essenz der Küche.

 

5 Hotels mit eigener Landwirtschaft in Deutschland, Österreich und Südtirol – mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmaßnahmen

 

#1 ADLER Lodge RITTEN, Südtirol

Adler Lodge Ritten, Hotelgarten, nachhaltig reisen
Hannes Pignater pflückt Kräuter direkt vor dem Hotel. ©AlexFilz | ADLER Lodge RITTEN

 

Die ADLER Lodge RITTEN, ein bewusst geführtes 5-Sterne-Hotel auf dem Ritten in Südtirol hat Farm-to-Tablevon Anfang in ihr Konzept integriert. Auf rund 4.000 Quadratmetern wurde ein vielfältiger Bauerngarten mit Äckern, Obststräuchern und Kräutergärten angelegt – direkt neben dem Hauptgebäude. Sommerweizen, Kartoffeln, verschiedenes Gemüse, Beeren und aromatische Kräuter wachsen dort.

Der Garten ist nicht nur Versorgungsquelle, sondern auch Erlebnisraum: mit Wegen, Bänken und Beschilderungen, die zeigen, was gerade wächst

Betreut wird der Bauerngarten von Christian Fink und Freundin Johanna, die auch den benachbarten Viehweiderhof bewirtschaften. Ihr Ansatz ist naturnah, vielfältig und ökologisch: Mischkulturen in den Beeten, Blumen zwischen den Pflanzen, die den Boden stärken und Bestäuber anziehen. Auch die Bienen der Lodge profitieren davon – und liefern den Honig für das Frühstücksbuffet gleich mit.

 

Farm-to-Table Konzept von Cristian Cinquemani

Was einst eine Herzensangelegenheit von Küchenchef Hannes Pignater war, wird heute weitergeführt. Sein Nachfolger, ADLER Lodge RITTEN Küchenchef Cristian Cinquemani hält das offene Küchen-Konzept mit lokalen Bio-Zutaten, Produkten aus eigenem Anbau und direktem Gästekontakt weiter am Leben und hat der Kulinarik einen Touch Inselflair von seiner Heimat Elba hinzugefügt.

 

#2 Hotel Klosterbräu, Tirol, Österreich

Mädchen kehren den Stall im Streichelzoo vom nachhaltigen Hotel Klosterbräu in Seefeld
In „Sigis Sauhaufen“ vom Hotel Klosterbräu können sich Kinder mit Tieren und Stallarbeit beschäftigen. ©David Johansson

 

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld knüpft mit seiner eigenen Landwirtschaft bewusst an die über 500-jährige Geschichte des Hauses an. Bereits die Augustinermönche bewirtschafteten die Flächen des einstigen Klosters selbst – mit Ackerbau, Hopfen für die Brauerei sowie Tierhaltung. Diese Tradition lebt Gastgeber Alois Seyrling heute neu auf: nachhaltig, zeitgemäß, konsequent biologisch – aber vegetarisch.

Seit 2017 betreibt das Klosterbräu die vegetarische Landwirtschaft „Sigis Sauhaufen“ nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen. Die Felder auf dem Pfarrhügel werden mit eigenem Kompost versorgt, der aus den Bio-Abfällen des Hotels entsteht. Angebaut werden Kartoffeln, Kräuter, Hopfen und Früchte wie Äpfel – alles klar auf den Eigenbedarf ausgerichtet. Ein besonderes Projekt ist die sogenannte „Plateau-Kartoffel“, die durch Farbe und Geschmack einzigartig ist.

 

Hotel mit Landwirtschaft und Streichelzoo

Zur Landwirtschaft gehört auch Tierhaltung mit viel Raum: Ein Wanderhühnerstall mit rund 200 Legehennen aus alten und seltenen Rassen liefert unter anderem die Frühstückseier. Ergänzt wird das Ganze durch den privaten Streichelzoo mit Ziegen, Zwergrindern und weiteren Kleintieren. Das Hotel eignet sich daher auch besonders gut, um Landwirtschaft auch für deine Kinder erlebbar zu machen.

 

#3 Naturresort Gerbehof, Bodensee, Deutschland

Apfelernte Naturresort Gerbehof - nachhaltiger Urlaub Bodensee Deutschland
Das Naturresort Gerbehof produziert eigene Bio-Äpfel ©Guenter Standl

 

Im Bio Hotel Naturresort Gerbehof wird Landwirtschaft ganzheitlich gedacht. Hotel und Hof bilden eine Einheit – beide sind zu 100 Prozent biozertifiziert und Teil eines konsequenten Kreislaufs. Als Mitglied bei Bioland steht der Betrieb für eine Landwirtschaft, die achtsam mit Ressourcen umgeht und Verantwortung über Generationen hinweg übernimmt.

Auf rund 22 Hektarn bewirtschaftet Gastgeberfamilie Wagner Obstplantagen mit Äpfeln und Birnen im Bio-Anbau. Ein Teil der Ernte geht in den regionalen Handel, ein anderer direkt in die eigene Verarbeitung: Apfelsaft, Destillate aus der hauseigenen Brennerei und Produkte, die du auf dem Frühstücksbuffet findest, entstehen also direkt vor Ort. Ergänzt wird die Landwirtschaft durch Weideflächen für Pferde, freilaufende Hühner sowie eine kleine Tierhaltung mit Wildschweinen.

Das Naturresort Gerbehof zeigt auch, wie Hotellerie und Klimaschutz miteinander verbunden sein können. Besonders konsequent ist der Ansatz beim Thema Energie und Ressourcen. Miscanthus-Gras aus eigenem Anbau dient als Heizmaterial und Einstreu für die Pferde – und wird in Form von Pferdemist später wieder als Dünger auf den Feldern eingesetzt. Für die Bewässerung gibt es Regenwasserzisternen und einen eigenen Brunnen.

 

#4 My Arbor, Südtirol

Landwirtschaft vom Hotel My Arbor
©Hotel My Arbor

 

Mit dem Projekt Agricoltura Pura hat das luxuriöse Wellnesshotel My Arbor bei Brixen eine Verbindung zur Landwirtschaft geschaffen, auch wenn sie nicht direkt an das Hotelgelände grenzt. Etwa 170 Kilometer entfernt, bei Albisano am Gardasee, werden rund 20 Hektar Land nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft bewirtschaftet – als groß angelegte Permakultur mit Obst, Gemüse, Oliven, Getreide, Wein und Kräutern.

Im Mittelpunkt stehen gesunde Böden, Biodiversität und funktionierende natürliche Kreisläufe. Statt kurzfristiger Erträge setzt das Projekt auf langfristige Bodenfruchtbarkeit und Vielfalt. Die geernteten Produkte gelangen direkt ins Hotel: frisch verarbeitet in der Küche oder veredelt, um sie das ganze Jahr über nutzen zu können. So entstehen unter anderem eingelegtes Gemüse, Marmeladen, Konserven und hausgemachtes Öl.

 

#5 Gut Sonnenhausen, Bayern, Deutschland

Luftaufnahme Gut Sonnenhausen. Das nachhaltige Hotel ist umgeben von Feldern, Natur und Wald
Luftaufnahme vom nachhaltigen Hotel Gut Sonnenhausen mit seiner Landwirtschaft ©Ekkehard Winkler

 

Das Prinzip der Permakultur ist auch bestimmend für die Landwirtschaft auf Gut Sonnenhausen bei München. Wie uns Hotelgärtnerin Marie Louise Troll im Interview berichtet, ist das Konzept der Permakultur auch eine Antwort auf die Klimakrise.

“Wir beschäftigen uns seit Jahren mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasservorkommen und das vermehrte Auftreten von Extremwetterereignissen. Die Permakultur-Prinzipien helfen, die Landwirtschaft dafür stark zu machen.” – Gut Sonnenhausen

Der Garten von Gut Sonnenhausen umfasst rund 2.700 Quadratmeter Gemüseanbau, 500 Quadratmeter Küchenkräuter und zusätzlich 25 Hektar Natur rund um das Hotel mit Obst- und Nussbäumen. Um mehr darüber zu erfahren (oder auch Tipps für deinen eigenen Garten mitzunehmen) kannst du am kostenlosen “Gartentreff” des Hotels teilnehmen.

 

Über den Tellerrand hinaus – wenn Landwirtschaft mehr verändert als das Menü

Gerade in der wohlhabenden DACH-Region zeigen viele Hotels, wie viel Gestaltungskraft in einer eigene Landwirtschaft steckt. Doch wer beim Reisen wirklich über den Tellerrand blickt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – erkennt: In anderen Teilen der Welt hat Bio-Landwirtschaft noch eine ganz andere Bedeutung. Hier geht es nicht nur um Geschmack, Qualität oder Transparenz, sondern um Existenzsicherung und echte Zukunftsperspektiven für lokale Gemeinschaften.

 

#1 The Pavilions Himalayas – The Farm, Nepal

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

The Pavilions Himalayas – The Farm wurde mit einer klaren Vision gegründet: lokalen Bauern den Übergang von konventioneller Landwirtschaft hin zum Bio-Anbau zu ermöglichen und anschließend ihre Existenz zu sichern. Auf den Feldern rund um das Resort wachsen saisonales Gemüse, Kräuter und es gibt Eier und Milch, die direkt in der nepalesischen Küche verarbeitet werden – frisch, pestizidfrei und im Einklang mit den Jahreszeiten. Typische Zutaten für Dal Bhat, Currys oder Momos stammen sogar direkt vom eigenen Land.

Noch wichtiger als die Ernte ist jedoch der Wissenstransfer. Lokale Bauern lernten neben dem ökologischen Anbau auch unternehmerische Grundlagen und versorgen heute eigenständig die Hotelküche mit Bio-Lebensmitteln und haben ein Einkommen für sich und ihre Familien.

Die Gründer des nepalesischen Eco-Resorts, Douglas und Insuba Maclagan, engagieren sich seit fast 30 Jahren in sozialen Projekten rund um Bildung, Gesundheit und Arbeitsplätze. Ihr Ansatz ist bewusst nicht profitorientiert: Ziel ist es vor allem, mit dem Tourismus eine positive Wirkung zu erzielen – für die Region, die Menschen und den gesamten Tourismussektor.

  • Mehr über ihre beeindruckende Geschichte kannst du in unserem Blogbeitrag über Tourismus mit Impact

 

#2 Canvas & Orchids Retreat, Kambodscha

Luftaufnahme von den Öko-Zelt-Villen auf dem Fluss in Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

Im Canvas & Orchids Retreat, ein nachhaltiges Resort mit luxuriösen und zum Teil schwimmenden Zelt-Villen inmitten der Natur, beginnt Landwirtschaft im Kleinen. Und wirkt dennoch weit. Auf der eigenen Farm wachsen grundlegende Gemüsesorten wie Auberginen, Gurken sowie Kräuter für die tägliche Küche. Das reduziert Transportwege und garantiert Frische auf dem Teller.

 

Gäste unterrichteten Kambodschaner*innen in der Hühnerhaltung

Darüber hinaus bezieht das Retreat bewusst die Nachbarschaft und sogar die Gäste ein. Ein besonders schönes Beispiel: Wiederkehrende Gäste mit Erfahrung in der Geflügelzucht unterstützten lokale Familien beim Aufbau kleiner Hühnerfarmen – mit Know-how und Ausstattung. Diese Familien liefern heute Eier und Fleisch direkt an das Retreat. Dadurch, dass Gäste die Initiative ergriffen, entstand eine besondere Form der Farm-to-Table-Verbindung, die bis heute Existenzen erhält und lokale Strukturen stärkt.

 

Zurück zur Erde – und zu einem bewussteren Reisen

Die hier vorgestellten Green PearlsⓇ Hotels zeigen, wie Reisen wortwörtlich wieder erdender werden können. Wenn du sie besuchst, verbindest du dich nicht nur mit einem Ort, sondern auch mit dem, was dort wächst. Du siehst Gemüsepflanzen,riechst Kräuter, die zur Region gehören, und genießt Essen, das frischer kaum sein könnte.

Gleichzeitig unterstützt du mit deinem Urlaub in einem solchen Hotel Menschen, die Landwirtschaft mit Verantwortung betreiben – sei es in den Alpen, am Bodensee oder am Tatai River in Kambodscha. Genau darin liegt für uns nachhaltiges Reisen: bewusst genießen und der Natur etwas zurückgeben.

 


Speichere den Artikel auf Pinterest.

Hände ernten frische Blätter auf einem Feld, darunter drei kleinere Bilder mit einer Frau im Gemüsegarten, einer Person vor einem Bauernhaus und einer Hand, die einen Apfel hält

Person hockt in einem Garten vor einem modernen Holzhaus und betrachtet Pflanzen

Der Beitrag Hier wird selbst geerntet – Hotels mit eigener Landwirtschaft und Nachhaltigkeitsmaßnahmen erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/hier-wird-selbst-geerntet-nachhaltige-hotels-mit-eigener-landwirtschaft/feed/ 0
Der grüne Reisekalender 2026: 12 Monate, um antizyklisch & nachhaltiger zu reisen https://green-travel-blog.com/de/gruener-reisekalender-2026/ https://green-travel-blog.com/de/gruener-reisekalender-2026/#respond Fri, 16 Jan 2026 07:51:17 +0000 https://greenpearlsuniqueplaces.de/?p=31492 Das Jahr ist noch ganz frisch und wir stellen euch Reisefans hier unseren Reisekalender für 2026 vor: mit zwölf inspirierenden Zielen, die für ein perfektes Urlaubserlebnis sorgen, ganz egal, wann ihr auf Reisen gehen wollt.  Nachhaltiger Reisen beginnt mit besseren Entscheidungen – und manchmal auch…

Der Beitrag Der grüne Reisekalender 2026: 12 Monate, um antizyklisch & nachhaltiger zu reisen erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Das Jahr ist noch ganz frisch und wir stellen euch Reisefans hier unseren Reisekalender für 2026 vor: mit zwölf inspirierenden Zielen, die für ein perfektes Urlaubserlebnis sorgen, ganz egal, wann ihr auf Reisen gehen wollt. 

Nachhaltiger Reisen beginnt mit besseren Entscheidungen – und manchmal auch einfach mit dem richtigen Zeitpunkt. Während sich viele Reiseziele in den klassischen Ferienmonaten unter Besucher*innenmassen biegen, zeigt antizyklisches Reisen eine nachhaltige Alternative: bewusst außerhalb der Hochsaison unterwegs sein.

 

Die Vorteile vom Reisen in der Nebensaison

Antizyklisch zu reisen bedeutet, Reiseziele dann zu entdecken, wenn sie Luft zum Atmen haben. Oder vereinfacht gesagt: Wenn alle in den Süden strömen, entdecken wir den Norden. Die Vorteile:

  • Weniger Andrang entlastet Natur, Infrastruktur und lokale Gemeinschaften.
  • Gleichzeitig erlebst du Orte oft ursprünglicher, ruhiger und authentischer – und (Bonus!) günstiger.
  • Auch für Gastgeber*innen ist diese Form des Reisens ein wichtiger Hebel, um Saisonspitzen abzuflachen, Arbeitsplätze ganzjährig zu sichern und nachhaltige Konzepte langfristig tragfähig zu machen.

 

Dein Antizyklischer Reisekalender für 2026

In unserem grünen Reisekalender 2026 zeigen wir dir deshalb zwölf Reiseideen – für jeden Monat eine Inspiration. Alle Ziele folgen einem einfachen Prinzip: nachhaltig reisen, Overtourism vermeiden und besondere Urlaubsmomente genau dann erleben, wenn andere noch gar nicht daran denken.

 

  1. Januar

Eine Region während der Regenzeit zu bereisen, hat zwei gute Vorteile: weniger Touristen und sattes Grün! Deshalb unser Januar-Tipp: Peru. Im Amazonasgebiet gibt es ohnehin keine klassische Trockenzeit. Etwa noch bis April regnet es allerdings (noch) häufiger und kräftiger. Und gerade diese Zeit lässt den Regenwald in sattem Grün explodieren. (Klar, Wege können matschig sein. Doch das gehört zum Dschungelerlebnis einfach mit dazu). Direkt im Regenwald wohnst du im Inkaterra Reserva Amazónica. Und wenn du die Anden in der Regenzeit genießen willst, so ist das Highlight Machu Picchu in der Nähe des Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel zumindest etwas weniger besucht als zur Hochsaison.

Green Travel Guide Peru - nachhaltig reisen in den anden
Peru ist zur Regenzeit ein Abenteuer. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY | Inkaterra

 

  1. Februar

Februar – weder Winter noch Frühling. Freiburg braucht allerdings keinen Frühling, um seine Besucher um den Finger zu wickeln. Die charmante Innenstadt hat einiges zu bieten, vor allem die historische Architektur, das Freiburger Bächle und der fast tägliche Wochenmarkt rund um das Freiburger Münster zählen zu den Wahrzeichen der Stadt. Bei schlechtem Wetter gibt es Kultur in Museen (Augustinermuseum, Natur und Mensch) sowie historische Orte (Colombischlössle) zu entdecken.

In Freiburgs Öko-Viertel Vauban findest du nach einem ereignisreichen Tag mit dem Green City Hotel Vauban eine besonders nachhaltige Unterkunft. Übrigens: Egal ob Wintereinbruch oder schon frühlingshafte Temperaturen – von hier aus bist du schnell in der zu jeder Jahreszeit schönen Schwarzwälder Natur.

 

  1. März

Skifahren muss nicht mitten im Hochwinter stattfinden. In der Schweiz kommt der Schnee vielerorts später, bleibt im Hochgebirge dafür aber auch länger liegen. Der März bietet deshalb oft beste Bedingungen – und das abseits der Hochsaison. In Zermatt sind die Pisten leerer, die Temperaturen milder und das Licht besonders intensiv. Fabienne Anthamatten aus Zermatt bringt es auf den Punkt:

 „Komm im März oder April zum Skifahren! Da düst du nicht auf Kunstschnee rum – und das macht richtig Spaß.“

Passend dazu empfehlen wir natürlich das Hotel Bella Vista Zermatt. Das familiengeführte Haus der Familie Anthamatten liegt direkt an der Skipiste, ist gemütlich mit viel Holz eingerichtet und bietet einen herrlichen Blick aufs Matterhorn – perfekt für entspannte Skitage ohne allzu großen Trubel.

 

Albtal, Schwarzwald © SCHWARZWALD PANORAMA
© SCHWARZWALD PANORAMA

 

  1. April

Wie wäre es zu Ostern einmal mit Waldbaden statt der Ostereiersuche? Das Selfnesshotel SCHWALRZWALD PANORAMA bietet  “Schwarz-Waldbaden” mit einer privaten Trainerin an.

Waldbaden (Shinrin Yoku) hat gesundheitsfördernde Auswirkungen auf euren gesamten Organismus, stärkt das Immunsystem und streichelt die Seele. Besonders für die Stressbewältigung bietet sich der meditative Ausflug ins Grün an. Und Waldbaden in Bad Herrenalb lohnt sich besonders, denn hier ist der Schwarzwald so wunderbar naturbelassen!

 

  1. Mai

Ein Badeurlaub an der Ostsee im Mai? Warum nicht, finden wir! Der Mai bietet schon genug Sonnenschein und gleichzeitig sind die Strände nicht überlaufen. Und euer Bad im (noch zugegebenermaßen kalten) Meer hat zudem noch den Charakter einer Klimatherapie und fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem. Wer sich anschließend aufwärmen will, genießt am besten den Ausblick von der Sauna auf der Dachterrasse im SANDnature am Timmendorfer Strand.

 

  1. Juni

Kathmandu in Nepal lässt sich nachhaltig entdecken. Eine Frau steht in der Tür eines nepalesischen Gebäudes.
©Napatsan | Stock.Adobe.com

 

Nepal wird meist mit der klassischen Trekking-Saison im Herbst verbunden – dabei ist der Juni eine besonders spannende Reisezeit. Kurz vor dem Monsun zeigt sich die Landschaft außergewöhnlich grün, die Luft klar und die Wege sind deutlich ruhiger als in den stark frequentierten Monaten. Wer antizyklisch reist, erlebt Nepal jetzt intensiver, ursprünglicher und entspannter.

Unser Tipp für diese Zeit ist The Pavilions Himalayas – The Farm bei Pokhara. Das Boutique-Resort liegt malerisch inmitten ökologisch bewirtschafteter Felder, sanfter Hügel und mit Blick auf das Himalaya-Gebirge. In nachhaltigen Villen erlebst du hier das traditionelle nepalesische Leben ebenso wie modernen, umweltbewussten Komfort, Yoga, Meditation und tolle Ausflugsmöglichkeiten, wie z. B. tierfreundliche Safaris.

 

  1. Juli

Wenn Strände und Städte im Juli überfüllt sind, bieten die Tiroler Berge eine erfrischende Alternative. Kühleres Klima, grüne Landschaften und viel Raum zum Durchatmen machen den Sommer in den Alpen ideal für antizyklisches Reisen.

In Seefeld verbindet das Hotel Klosterbräu nachhaltigen Fünf-Sterne-Wellnesskomfort mit über 500 Jahren Geschichte. Das familiengeführte Haus in sechster Generation bietet Ruhe, Natur und Entschleunigung – fernab von Hitze und Trubel.

Wer mehr Platz und Privatsphäre sucht, findet in den Summit Lodges Pfunds im Tiroler Oberland luxuriöse, nachhaltig geführte Ferienhäuser für bis zu sechs Personen. Mit privater Sauna und direkter Nähe zur Bergnatur genießt du hier den Sommer ganz entspannt.

 

  1. August

Den Spätsommer genießt ihr am besten in den Dolomiten! Wenn die Berge am Abend durch den Sonnenuntergang in Rot und Gold getaucht werden (die Einheimischen nennen das Spektakel „Enrosadira“), willst du an keinem anderen Ort mehr sein. Die Lage des Paradiso Pure.Living Vegan Hotel ist dafür ausgezeichnet und zudem ideal, um von hier aus auf Mountainbikes die Landschaft zu erobern oder die Wanderwege auf der Seiser Alm zu erkunden.

Alpenglühen in den Dolomiten
Alpenglühen ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

  1. September

Der September gilt laut einer britischen Reisestudie als beliebtester Reisemonat überhaupt – „Super September“. Gerade deshalb lohnt es sich, bewusst nicht dort zu sein, wo sich jetzt alle sammeln, sondern Reiseziele neu zu denken.

Sizilien zeigt sich im September von seiner entspannten Seite: Die große Sommerhitze ist vorbei, das Meer noch warm, das Leben auf der Insel kehrt in seinen eigenen Rhythmus zurück. Statt Hochsaison-Trubel erwarten dich Weite, Ruhe und echtes Dolce Vita.

Unser Tipp ist das ADLER Spa Resort SICILIA, das abgeschieden an einem WWF-geschützten Wildstrand liegt, der fast ausschließlich über das Resort zugänglich ist. Umgeben von Natur, mit viel Raum, nachhaltigem Anspruch und umfassenden Wellnessangebot.

 

  1. Oktober

Der Oktober ist ideal, um den Sommer bewusst zu verlängern – ohne Hitze, Ferienrummel und volle Strände. Auf der kroatischen Insel bist du jetzt ungestört.. Genau diese Zeit macht die Insel zu einem starken Ziel für antizyklisches Reisen.

Direkt am Meer liegt das nachhaltige Hotel Korinjak, umgeben vom Duft von Kiefern und Salzluft. Minimalistische Zimmer mit Meerblick, vegetarisch-mediterrane Küche und die unmittelbare Nähe zum Strand laden dazu ein, den Alltag hinter dir zu lassen. Yoga am Morgen, Gong-Klangbäder oder Retreats unterstützen diesen entschleunigten Rhythmus.

 

  1. November

Wenn es in Mitteleuropa grau und kalt wird, suchen viele die Sonne in der Ferne. Etwas näher liegt Teneriffa. Im November bietet die Kanareninsel ein mildes Klima (etwa 23° C bis 26 °C) und viel Natur – und das außerhalb der Hochsaison.

Direkt am Atlantik im Nordosten Teneriffas (also nochmal etwas weiter weg von den touristischen Hotspots) liegt das OCEANO Health Spa Hotel. Alle Zimmer bieten Meerblick, dazu kommen eine leichte, regionale Küche, Thalasso-Therapien und ein Meerwasser-Infinity-Pool sowie der direkte Zugang zum natürlichen Piscina Natural (Meerwasserbecken). Bewegungs-, Yoga- und Gesundheitsangebote machen den November zur idealen Zeit für bewusste Erholung. Auch ein Wanderurlaub auf Teneriffa ist zu dieser Zeit ideal.

 

  1. Dezember

Matrei in Österreich im Winter © Naturhotel Outside
© Naturhotel Outside

 

Zwar ist Wintersport im Dezember ein Klassiker und hat daher weniger mit antizyklischem Reisen zu tun, aber statt Skiern und Snowboards könntest du doch mal auf Schneeschuhen die Winterlandschaft genießen und den Trubel der Pisten hinter dir lassen. Im Naturhotel Outside in Matrei, Osttirol, wanderst du quer durch den eingeschneiten Nationalpark Hohe Tauern.

 

Zwölf Monate, zwölf Möglichkeiten, bewusst zu reisen. Wo du mich findest? Dort, wo andere gerade nicht sind. 🙂

Dies ist ein Update vom 8. Januar 2019

 


Speichere den Artikel auf Pinterest.

Zwei Personen gehen eine enge, von alten Gebäuden gesäumte Straße entlang, die von Pflanzen und Laternen belebt wird

Zwei Personen gehen eine enge, von alten Gebäuden gesäumte Straße entlang, die von Pflanzen und Laternen belebt wird

Der Beitrag Der grüne Reisekalender 2026: 12 Monate, um antizyklisch & nachhaltiger zu reisen erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/gruener-reisekalender-2026/feed/ 0
Dein Impact zählt: soziales Engagement in Green Pearls® Unterkünften https://green-travel-blog.com/de/dein-impact-zaehlt-soziales-engagement-in-green-pearls-unterkuenften/ https://green-travel-blog.com/de/dein-impact-zaehlt-soziales-engagement-in-green-pearls-unterkuenften/#respond Fri, 19 Dec 2025 07:57:20 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=71830 ansDu reist gerne? Dann gehörst du zu den privilegierten 20 bis 30 Prozent der Weltbevölkerung, die sich Urlaube (im Ausland) leisten können. Mit diesem Privileg kommt – unserer Meinung nach – auch die Verantwortung, sozial, fair und bewusst zu entscheiden und zu handeln.   Wir…

Der Beitrag Dein Impact zählt: soziales Engagement in Green Pearls® Unterkünften erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
ansDu reist gerne? Dann gehörst du zu den privilegierten 20 bis 30 Prozent der Weltbevölkerung, die sich Urlaube (im Ausland) leisten können. Mit diesem Privileg kommt – unserer Meinung nach – auch die Verantwortung, sozial, fair und bewusst zu entscheiden und zu handeln.

 

Wir wollen dir nicht das Reisen verbieten

Denn unserer Meinung nach, hat Reisen eben auch sehr viele Vorteile, trägt zu Verständnis und Veränderung bei und ist ganz nebenbei die Lebensgrundlage vieler Menschen auf der Welt. Falls dich dieses Thema interessiert, schau dir im Anschluss an diesen Blogartikel gern folgende Texte an:

 

Hotels formen Gesellschaft – das zeigt auch die Forschung

Eheleute Insuba und Douglas Maclagan vor ihrem Eco-Luxus-Resort in Nepal
Douglas Maclagan lernte in Nepal seine Frau Insuba kennen und baute dort ein Charity Hotel auf. ©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Zu den zentralen Akteuren im Tourismus gehören Hotels. Dementsprechend groß ist ihr Einfluss auf die Entwicklung und Nachhaltigkeit unserer Reisen.

Die neue FutureHotel-Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt zudem deutlich, dass Hotels durch den wachsenden Tourismussektor auch gesellschaftlich eine immer größere Rolle einnehmen. Sie prägen nicht nur das Reiseerlebnis ihrer Gäste, sondern beeinflussen auch Arbeitsbedingungen, die regionale Wirtschaft  und lokale Communities. Laut der Studie können Hotels aktiv soziale Veränderungen anstoßen – indem sie sichere, gesunde und inspirierende Umfelder schaffen und neue Perspektiven eröffnen.

Manche unserer Green Pearls® Partner gehen dafür besonders weit. In unserem Artikel über Charity-Hotels erzählen wir zum Beispiel die Geschichte des Pavilions Himalayas – The Farm, das ausschließlich gegründet wurde, um die lokale Bevölkerung Nepals zu unterstützen – ganze 70 Prozent des Profits fließen in Kinderprojekte. Zudem wurden die Bauern rund um das Resort in der biologischen Landwirtschaft geschult und haben gleich einen Abnehmer.

 

Soziale Projekte unserer Green Pearls® Partner

Natürlich muss nicht jedes nachhaltige Hotel gleich zur NGO werden. Und auch du musst nicht dein ganzes Leben dem Gemeinwohl widmen. Aber ein Teil vom eigenen Wohlstand lässt sich immer teilen.

Was könnte das konkret sein? Wir haben bei Green Pearls® Unterkünften nachgefragt, welche sozialen Projekte sie unterstützen. Lass dich inspirieren – oder freu dich einfach darüber, dass du mit deinem Aufenthalt ganz nebenbei soziale Initiativen in aller Welt förderst.

Beginnen wir in Kambodscha – einem wunderschönen, aber stark gebeutelten Land. Kriegsvergangenheit, Kinderarmut und zum Teil sogar Menschenhandel prägen noch heute viele Regionen.

 

Einsatz in Ländern des Globalen Südens: Beispiel Kambodscha

Tierwelt in Kambodscha
Nachhaltiger Urlaub in Kambodscha hilft der lokalen Bevölkerung. ©Canvas & Orchids Retreat

 

Im Canvas & Orchids Retreat ist soziales Engagement fest im Selbstbild verankert. Gastgeber Valentin erzählt uns, dass für ihn klar war:

„Naturschutz funktioniert nur, wenn die lokale Bevölkerung direkt profitiert.“

Viele der heutigen Mitarbeitenden lebten früher von illegaler Abholzung oder Wilderei. Heute sind sie ausgebildete Fachkräfte, die ihr Wissen über die Region und den Regenwald mit Gästen teilen.

Zwei der neu abgeschlossenen Projekte:

  • Sauberes Trinkwasser für die Schule in Tatai: Gemeinsam mit anderen lokalen Unternehmen installierte das Retreat ein Auffangsystem, nachdem das Schulwasser mit Abfällen verunreinigt war.
  • Bau der Koh Kong Khnong School: Eine marode zweiräumige Holzhütte wurde durch ein neues, sicheres Schulgebäude ersetzt – in Kooperation mit NGOs und mit langfristigem Community-Impact.

 

So kannst du als Gast aktiv werden

Auch als Gast kannst du dich engagieren – ganz unkompliziert und direkt vor Ort:

  • Bei Dorfrundgängen auf Koh Andet Island lernst du lokale Familien und ihr Leben kennen.
  • Die Mangroven-Touren unterstützen direkt die Community von Koh Kapik.
  • Während Ausflügen kannst du Bäume pflanzen oder Schulmaterial spenden
  • Unterstütze lokale Produzent*innen, z. B. durch den Kauf von Handwerkskunst oder regionalen Spezialitäten.

Oder wie Valentin es zusammenfasst: „Jeder Aufenthalt hilft, die Lebensgrundlagen der Menschen hier zu stärken.“

 

Soziale Projekte im Fokus: Green Pearls® Hotels in wohlhabenderen Regionen

Familie am Frühstückstisch im Prenn Restaunt vom OLM Nature Escape
©Hannes Niederkofler | OLM Nature Escape

 

Nun kommen wir zu unseren Green Pearls® Hotelpartnern im reicheren Teil der Welt – denn genau darum geht es in diesem Artikel. Viele dieser Hotels engagieren sich mit beeindruckend vielen sozialen Projekten. Die folgenden Beispiele sind also nur ein kleiner Ausschnitt aus all dem, was sie leisten – ausgewählt, weil sie uns besonders berühren.

Auffällig ist: Nachhaltige Unterkünfte wirken dort, wo sie stehen. Sie unterstützen Menschen in ihrer direkten Umgebung, schaffen Chancen und fördern lokale Initiativen. Unterstützung für fernere Länder läuft in der Regel über Spendenprojekte. Mehrere unserer Partner sind z. B. Partner von WIR (Water Is Right), die sich für sauberes Trinkwasser in ärmeren Regionen engagieren.

 

Menschen mit Behinderungen & erhöhtem Assistenzbedarf unterstützen

Bei sozialem Engagement geht es oft um Teilhabe – darum, Menschen mit einzubeziehen, die im Alltag oder auf dem Arbeitsmarkt weniger Chancen haben. Einige unserer Green Pearls® Unterkünfte setzen hier besonders starke Zeichen:

Im OLM Nature Escape in Sand in Taufers in Südtirol wird der Sägemüllerhof in Gais, ein Arbeitsrehabilitationsprojekt für Menschen mit psychischen Erkrankungen unterstützt durch

  • Einkauf von Produkten aus der Nähwerkstatt des Sägemüllerhofs
  • Spendenanteile bei ausgewählten Artikeln im Hotelshop
  • Gäste können direkt an der Rezeption spenden oder sich informieren

Auch der Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain ist Kunde einer solchen Arbeitsstätte: “Wir arbeiten kontinuierlich mit den Werkstätten der Einrichtung Hohenfried in Bayerisch Gmain zusammen”, erzählen uns die Gastgeber. Die Produkte und Werkstücke fließen in den Hotelalltag ein und erleben hier eine echte Wertschätzung.

 

ADLER Spa Resort SICILIA lädt monatlich zum Gourmetmenü

Authentische Küche auf Sizilien
Küchenchef Giuseppe Schimmenti | ©ADLER Spa Resort SICILIA by Alex Filz

Das luxuriöse ADLER Spa Resort SICILIA hatte eine schöne Idee, Inklusion spürbar zu machen. Jeden Monat veranstaltet das Resort einen besonderen Genussabend für Menschen mit Behinderungen oder erhöhtem Assistenzbedarf. Das Besondere: Die Gäste genießen nicht nur ein Gourmetmenü – sie gestalten den Abend mit. Sie decken die Tische, helfen in der Küche oder begrüßen die anderen Besucher*innen. Ein Abend voller Begegnungen, der zeigt, wie viel Verbindung entsteht, wenn Barrieren fallen. “Dies ist ein echtes Herzesprojekt von uns”, erzählt Sofia Rabanser.

 

Gelebte Inklusion im Green City Hotel Vauban

Noch weiter geht das Green City Hotel Vauban in Freiburg. Von 20 Mitarbeitenden haben zehn eine Behinderung.

Das integrative Konzept ist bewusst ganzheitlich aufgebaut:

  • Von Anfang an wurden nur regionale Handwerksbetriebe mit dem Bau beauftragt.
  • Träger wie die Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V. und die Freiburger Stadtbau GmbH stehen hinter der sozialen Mission.
  • Die Aus- und Weiterbildung erfolgt mit Unterstützung des erfahrenen Integrationsbetriebs Hofgut Himmelreich aus Kirchzarten.

Ein Hotel, das zeigt, wie viel möglich ist, wenn Inklusion nicht als Zusatz, sondern als Kern des eigenen Handelns gedacht wird.

 

So engagieren sich weitere Green Pearls® Hotels – thematisch sortiert & kurz vorgestellt

Neben den bereits genannten Initiativen gibt es in unserem Green Pearls® Netzwerk noch eine ganze Reihe weiterer Projekte. Viele Hotels engagieren sich gleich in mehreren Bereichen.

Damit dieser Artikel nicht ausufert, haben wir die Projekte für dich thematisch sortiert und kompakt zusammengefasst. Vielleicht findest du hier sogar eine Idee, die du selbst einmal unterstützen möchtest – zu Hause oder unterwegs.

 

THEMA 1: Wasser & lebenswichtige Versorgung

Allein Reisen in Südtirol - Frau im Panorama Whirlpool
Südtirol ist wegen der Schneeschmelze der Alpen eine wasserreiche Gegend. Der vorhandene Reichtum kann geteilt werden. ©Hotel My Arbor by Benno Prenn

 

Sauberes Trinkwasser ist eine der grundlegendsten Ressourcen – und doch in vielen Regionen nicht selbstverständlich. Um aktiv etwas zurückzugeben, engagieren sich mehrere Green Pearls® Unterkünfte genau hier: My Arbor unterstützt seit Jahren mit seiner „MY WATER Aktion“ regionale Hilfsorganisationen. Dafür wird Quellwasser vom Hausberg Plose auf 1.870 Metern abgefüllt und für den guten Zweck verkauft. So sind in den letzten Jahren Zehntausende Euro (!) an Vereine wie „Südtirol hilft“, das Weiße Kreuz oder den Wünschewagen gespendet worden.

Auch die ADLER Lodge RITTEN setzt ein Zeichen, indem sie eine öffentliche Refill-Station am Wanderweg ermöglicht hat – ein Projekt, das Wander*innen, Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugutekommt und Plastikflaschen ein Stück überflüssiger macht.

Weitere Wasserprojekte der Green PearlsⓇ Partner findest du im verlinkten Artikel.

 

THEMA 2: Tierschutz

Der Schutz junger Wildtiere liegt vielen Menschen am Herzen. Die Summit Lodges Pfunds unterstützen deshalb jedes Jahr die Kitzrettung Tiroler Oberland. Hierbei werden mithilfe von Drohnen die Rehkitze aufspürt und vor Mähmaschinen in Sicherheit gebracht. Gastgeber Marco Spiss ist selbst regelmäßig bei Einsätzen dabei – für ihn ist der Schutz junger Tiere ein Herzensanliegen, das er aktiv lebt und fördert.

Die SANDcollection (SANDnature und SANDglow) haben über ihre Booking Engine eine Spendenmöglichkeit für den Schweinswalschutz in Nord- und Ostsee über die WDC eingerichtet. Die beiden nachhaltigen Lifestylehotels liegen unweit der Nord- bzw. Ostseeküste. Mit etwas Glück kannst du die Wale dort sogar selbst beobachten.

Hier gibt es noch mehr zum Thema Tierschutz auf Reisen.

 

THEMA 3: Nachbarschaftshilfe & lokale Expertise fördern

Natural swimming pond © LA VIMEA
@ LA VIMEA

 

Nachbarschaftshilfe bedeutet, Verantwortung für das direkte Umfeld zu übernehmen – dort, wo man lebt und arbeitet. Das Hotel Bella Vista im Schweizer Bergdorf Zermatt zeigt dies durch seine jährliche Unterstützung von „Nachbar in Not“ und der lokalen Jugendarbeit, während das Naturhotel Outside in Matrei, Osttirol regionale Kultur- und Sportvereine stärkt und seinen Gästen authentische Begegnungen mit Produzentinnen ermöglicht.

Das LA VIMEA Vegan Hotel in Naturns, Südtirol, fördert zusätzlich lokales Wissen: Das Hotel organisiert regelmäßig (alpine) Kräuterkurse mit einer Expertin aus der Region, die altes Heilpflanzenwissen vermittelt und zeigt, wie man Naturkosmetik selbst herstellt.

Generell setzen viele Green Pearls® Hotels bewusst auf lokale Guides – von Wanderführer*innen bis zu Naturpädagog*innen – um regionale Expertise sichtbar zu machen und fair zu honorieren.

 

THEMA 4: Bildung, Kinder & Familien stärken

SchwaPa Biokids in der Küche
Die „Biokids“ sind seit vielen Jahren ein Herzensprojekt des Hotels. ©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Bildung ist eine der wichtigsten Grundlagen für Zukunftschancen – und nachhaltige Hotels können hier wertvolle Impulse setzen. Das SCHWARZWALD PANORAMA engagiert sich hier zum Beispiel mit seinem langjährigen Projekt „SchwaPa Biokids“, bei dem die Kinder ein Schuljahr lang lernen, wie Ernährung, Umwelt und Klimaschutz zusammenhängen.

Das Naturresort Gerbehof unterstützt das Kinderprojekt „Sternenland“ und bindet seine Gäste ein, indem Spenden über den Verzicht auf die Zimmerreinigung generiert werden.

Die ADLER Lodge RITTEN hat die Erweiterung eines nahegelegenen öffentlichen Spielplatzes unterstützt – ein Ort, von dem Einheimische und Gäste gleichermaßen profitieren. Gut Sonnenhausen beteiligt sich an Projekten von children e. V.“ und stellt Aufenthalte für Benefizaktionen zur Verfügung, während im SANDnature und SANDglow die Förderung junger Menschen in der Region durch ihr Engagement beim Round Table Deutschland im Mittelpunkt stehen.

 

Versteigern für einen guten Zweck – eine Idee, die du auch zu Hause umsetzen kannst

Zum Schluss haben wir vom Hotel Das Rübezahl noch eine Aktion erfahren, die ebenso simpel wie genial ist. Einmal im Jahr veranstaltet das Team einen Hüttenabend mit Herz: Fundsachen der Rohrkopfhütte und des Hotels – dazu gestiftete Sportartikel, Gutscheine oder kleine Schätze – werden in lockerer Atmosphäre zugunsten der Bergwacht versteigert.

Was als fröhliche Gaudi beginnt, endet jedes Jahr mit einer beeindruckenden Spendensumme, die die Gastgeberfamilie Thurm am Ende sogar noch großzügig aufstockt.

Eine solche Aktion kannst du auch zu Hause organisieren. Eine kleine Versteigerung im Freundeskreis, im Büro, im Verein oder in der Nachbarschaft reicht völlig aus. Jede*r bringt etwas mit, das versteigert werden darf, und der Erlös geht an ein Projekt, das euch wichtig ist. So wird aus Dingen, die sonst verstauben würden, konkrete Hilfe für andere.

Rohrkopfhütte im Allgäu als nachhaltiges Ausflugsziel für Slow-Travel und Ort für Versteigerungen für Soziale Zwecke
Rohrkopfhütte im Allgäu. ⒸHotel das Rübezahl

 

Wie viel sollte man eigentlich für soziale Projekte abgeben?

Die Antwort ist individuell – aber es gibt inspirierende Modelle. Oxford-Philosoph Toby Ord, Gründer von Giving What We Can, schlägt als „Further Pledge“ vor, alles Einkommen oberhalb eines bewusst niedrig gehaltenen Lebensstandards zu spenden, weil es für andere unvergleichlich mehr bewirken kann. Autor Rutger Bregman wiederum inspiriert viele Menschen damit, 10 % des eigenen Einkommens zu spenden, ein Konzept, das Giving What We Can ebenfalls fördert.

 

Wie reich bin ich?

Wenn du neugierig bist, wie privilegiert du im globalen Vergleich wirklich bist, kannst du das übrigens ganz einfach testen: Der Online-Rechner How rich am I? zeigt dir, wo dein Einkommen im Weltvergleich liegt – oft mit überraschenden Ergebnissen, die den Blick verändern und den Wunsch stärken, etwas zurückzugeben.

Ganz egal, für welchen Ansatz du dich entscheidest: Schon kleine Beträge, kreative Ideen oder bewusstes Teilen können Großes bewirken. Und dazu gehört auch die bewusste Auswahl von Reisezielen und Unterkünften.

Hast du noch weitere Ideen und Beispiele? Dann schreibe sie uns doch in die Kommentare.

 


Speichere den Artikel auf Pinterest.

Bildcollage mit einem Hotel in den Bergen, Leuten auf einem Reisfeld, einem Koch, der Essen anrichtet, und einer Marktszene. Der Text lautet: „Soziale Auswirkungen nachhaltiger Hotels“.

Der Beitrag Dein Impact zählt: soziales Engagement in Green Pearls® Unterkünften erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/dein-impact-zaehlt-soziales-engagement-in-green-pearls-unterkuenften/feed/ 0
So sieht Solo-Travel für Männer in 2026 aus https://green-travel-blog.com/de/so-sieht-solo-travel-fuer-maenner-in-2026-aus/ https://green-travel-blog.com/de/so-sieht-solo-travel-fuer-maenner-in-2026-aus/#respond Tue, 30 Sep 2025 06:13:15 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=71023 Solo-Travel wird ein immer stärkerer Trend – neuerdings auch für Männer. Neuerdings? Nun, historisch gesehen, waren die berühmtesten Reisenden alle Männer. Marco Polo, Ibn Battuta, Alexander von Humboldt – you name them. Bei modernen Reisebloggern und Abenteurern dominieren ebenfalls die männlichen Solo-Reisenden – was ist…

Der Beitrag So sieht Solo-Travel für Männer in 2026 aus erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Solo-Travel wird ein immer stärkerer Trend – neuerdings auch für Männer. Neuerdings? Nun, historisch gesehen, waren die berühmtesten Reisenden alle Männer. Marco Polo, Ibn Battuta, Alexander von Humboldt – you name them. Bei modernen Reisebloggern und Abenteurern dominieren ebenfalls die männlichen Solo-Reisenden – was ist dann also mit „neuerdings“ gemeint? Wir haben die Antworten, passende Destinationen, nachhaltige Unterkünfte und spezielle Angebote!

 

Männliche Solo-Travel-Vorbilder in den Medien

Nach der Schule ein Jahr auf Weltreise oder den Job hinschmeißen und Travel-Blogger werden – davon träumen viele und es hat (auch durch die mediale Ausschlachtung) den Anschein, als würde es allen gelingen. Oder zumindest sehr vielen. Die Wahrheit ist: Es sind nur sehr wenige. In meinem Abschlussjahrgang waren über 100 Menschen und nur einer davon ging zum Solo-Travel nach Thailand. Und Travel Blogger ist selbst er nicht geworden. Wie viele kennst du?

 

YouTube-Reisende im Trend

Zu den männlichen YouTube-Reisenden, die ich persönlich gerne mit meiner Familie ansehe, gehören Joe KhaTTab (Saudi Arabien, 18,3 Millionen Abonnenten) und Ibn Hattuta (Palästinensischer Flüchtling aus Jordanien, 3,1 Millionen Follower). Beide leben vom Reisen und sind seit Jahren allein unterwegs.

Johnny Ward verließ Irland in 2006. Seitdem hat er innerhalb von 11 Jahren jedes Land dieser Welt bereist und mit seinem Blog “oneStep4ward” rund 3 Millionen Dollar verdient. (Mittlerweile ist er aber nicht mehr allein unterwegs, sondern hat geheiratet und sich mit seiner Frau in Thailand niedergelassen – dies berichtet er z. B. als er in Kooperation mit uns das Keemala auf Phuket besucht hat.)

Screenshot Solo-Weltreise Instagram Johnny Ward
Als Mann Solo unterwegs – Screenshot vom Instagram-Acount von Johnny Ward (@onestep4ward) 91k Follower

 

Reisen, um die Welt zu verbessern

Es gibt viele Männer da draußen, die auf Reisen das Abenteuer suchen. Einige tun dies auch auf nachhaltige Art und versuchen, auf und durch ihre Reisen zu helfen. Sehr sympathisch fand ich z. B. den deutschen Survival-Experten Rüdiger Nehberg (bereits verstorben).

“Kann ein Einzelner die Welt verbessern? Natürlich, wer denn sonst!” –  Rüdiger Nehberg

Auch der Engländer Douglas Maclagan war in jungen Jahren als Solo-Traveler unterwegs – bis ihn das Schicksal nach Nepal brachte, wo er das nachhaltige The Pavilions Himalayas – The Farm aufgebaut hat. Die inspirierende Geschichte über das Resort mit Impact kannst du hier lesen.

Eheleute Insuba und Douglas Maclagan vor ihrem Eco-Luxus-Resort in Nepal
Douglas Maclagan lernte in Nepal seine Frau Insuba kennen und baute dort ein Charity Hotel auf. ©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Der Solo-Reisende von heute (Erkenntnisse der ITB)

Wenn die Reisebranche heute davon spricht, dass Solo-Reisen „neuerdings“ auch für Männer ein Trend geworden ist, dann sind damit allerdings in erster Linie diejenigen gemeint, die ein “normales” Leben führen. So wie Uwe, der ehemalige Arbeitskollege von meinem Vater, Jahrgang 1960, der sich für seinen Solo-Urlaub immer Gruppenreisen bucht. (Heißt, er bucht allein, und kommt dann in Kontakt mit Mitreisenden.)

Sonja Salzburger von der Süddeutschen Zeitung hat sich den Solo-Reisetrend auf der Tourismusmesse ITB Berlin 2025 angesehen.

Ihre Erkenntnisse und die sich daraus ergebenden Prognosen für 2026

  • Viele Solo-Reisende sind schon älter (ein Indiz dafür ist, dass Solo-Reisende sich laut Tui gern über Facebook verabreden)
  • Solo-Reisende sind nicht an Ferienzeiten gebunden und reisen gerne in der Nebensaison
  • Laut einer Umfrage von Tui, seien nur 4 % allein unterwegs, weil sie keine Reisepartner haben
  • Stattdessen sind die am häufigsten genannten Gründe bei der Tui-Umfrage: “Ich schätze die Unabhängigkeit” (Jede*r Dritte), “Zeit für eine persönliche Herausforderung” (Jede*r Vierte)
  • Laut der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) reisten im Reisejahr 2023 11,1 % der deutschen Urlauber*innen allein (7,13 Millionen)
  • Bei der Wahl der Reiseziele unterscheiden sich Alleinreisende nicht von anderen.

 

Mann im Korbstuhl liest Buch auf der Reise mit Blick auf den Strand
©tunedin | Stock.Adobe.com

 

Bereit für die (nachhaltige) Solo-Reise?

Wie du siehst, musst du bei einer Solo-Reise nicht vor dem Klischee fürchten, dass du keine Freunde hast. Stattdessen kannst du es genießen, Zeit für dich zu haben (Me-Time) und dabei flexibel, frei und unabhängig zu sein. Wenn du in der Nebensaison reist, ist dies auch nachhaltig, da es den Tourismus entzerrt, Jobs sichert und sich die Umwelt-Auswirkungen besser regulieren lassen.

Um deine Reise nachhaltig zu machen, solltest du insbesondere zwei Dinge beachten:

  • Anfahrt (wenn möglich umweltfreundlich mit dem Zug)
  • Unterkunft (hier empfehlen wir natürlich unsere Green PearlsⓇ Partner

 

Nachhaltige Urlaubs-Angebote für alleinreisende Männer

Wir haben in unserem Netzwerk nachgefragt, bei welchen Green PearlsⓇ Hotels häufig Solo-Reisende Männer zu Gast sind und wer für diese Zielgruppe sogar spezielle Angebote hat.

 

“Men’s Active Health” im OCÉANO Health Spa Hotel auf Teneriffa

Océano Hotel Teneriffa Meerblick
Nachhaltiger Solo-Urlaub auf Teneriffa ©Océano Health Spa Hotel

 

Ein Hotel, wo du z. B. viele Solo-Reisende antriffst, ist das OCÉANO Health Spa Hotel auf der Kanareninsel Teneriffa (ganzjährig warmes Klima). Das Hotel liegt direkt am Atlantik und bietet dir nicht nur Wellness, sondern auch Fastenkuren und Gesundheitsprogramme. “Die Zahl der alleinreisenden Frauen ist themenbedingt (Yoga, Wellness, Spa) höher”, erzählt uns Simone Schleicher vom Hotel. “Doch es kommen auch konstant Männer allein zu uns.”

Speziell für diese Zielgruppe gibt es ein Aktiv-Programm für eine definierte Shape und mehr Energie:

  • Einzelzimmer mit Meerblick
  • Health Spa Diät (bestehend aus regionalen (Bio-)Zutaten)
  • Nutzung des Spa-Bereichs, u.a. mit Thalasso Pool, Fitnesscenter, Saunen und Meerwasserpool
  • Einführendes Arztgespräch und HRV-Messung (Herzratenvariabilität)
  • Drei Therapeutische Anwendungen
  • Dreimal Personal Training
  • Eine Fußreflexzonenmassage
  • Einmal Express Power Lift for Men
  • Fünfmal Freie Teilnahme am Yoga- und Entspannungsprogramm

Zum Angebot: OCÉANO Men’s Active Health

 

“Me-Time” im Baumhotel My Arbor in Südtriol

Ruheraum mit Blick auf die Berge. Plose bei Brixen Südtirol - Nachhaltiger Urlaub
Me-Time mit Wellness und Natur nachhaltig erleben ©My Arbor

 

Lieber Berge statt Meer? Dann ist das nachhaltige Adults-Only Hotel My Arbor bei Brixen eine gute Adresse. In dem luxuriösen Wellnesshotel saunierst du mit Solarstrom und bist mit vielen anderen Solo-Reisenden zusammen. Das Hotel begrüßt Gäste erst ab 16 und achtet sehr darauf, dass Gäste ihren Aufenthalt ganz nach ihren eigenen Wünschen gestalten können.

“Den Trend zum Alleinreisen haben wir bei uns tatsächlich vermehrt bemerkt. Soloreisende sind bei uns herzlich willkommen und können aus einer Vielzahl von Aktivitäten wählen. ” – Alexandra Huber von der My Arbor Gastgeberfamilie

Der Solo-Travel-Trend betreffe sowohl Frauen als auch Männer und auch wenn es keine speziellen Angebote nur für Männer gibt, so ist z. B. das Angebot MY SPECIAL TIME für alle passend.

 

Nachhaltige Hotels für Motorradfahrer/ Biker?

Das Relais del Maro im italienischen Ligurien berichtet, dass als alleinreisende Männer gern Biker zu ihnen kommen – teilweise haben diese sich schon vorher als Gruppe zusammengetan. So ganz allein ist man als Biker ja nie. “Sie genießen dann Motocross-Touren in den Bergen und kaltes Bier auf unserer Terrasse”, erzählt Martina Dellarbar. Das Hotel selbst ist ein Albergo Diffuso und auf mehrere ehemalige Wohn- und Geschäftsgebäude im Dorf Borgomaro verteilt.

Dörfer im Wandel - Wie ein Albergo Diffuso ein italienisches Dorf retten kann.
Authentischer Urlaub im Dorf Borgomaro in Ligurien – 13 Kilometer von der Küste entfernt. @Relais de Maro

 

Auch im Wellnesshotel STURM in Mellrichstadt in Deutschland checken häufig Biker als Gäste ein. Früher einmal – bevor das Hotel sich ganz auf Bio, Natur und Nachhaltigkeit ausrichtete – war das Hotel nämlich ein “Biker Hotel” gewesen, das vielen in guter Erinnerung geblieben ist und bleibt.

Solo reisende Männer sind im STURM gern gesehene Gäste. Julius Schulze-Diekhoff von der Gastgeberfamilie verrät, dass bereits an einem speziellen Angebot für Männer getüftelt werde.

 

Frage: Ist Urlaub mit dem Motorrad ökologisch vertretbar?

Das kommt in erster Linie auf dein Motorrad an. Elektromotorräder sind aktuell noch wenig im Umlauf, wie der ADAC in seinem Marktbericht von 2025 erklärt. Im Gegensatz dazu, sind einige der neuesten Motorrad-Modelle sogar 20-Mal dreckiger als ein Verbrennerauto, weil sie riesige Motoren verbauen. Bei anderen Berechnungen schneidet ein Motorrad besser ab, als ein Auto – wenn im Auto nur eine Person sitzt.

Das Problem ist aber auch, dass Motorradfahren meist als “Freizeitsport” betrieben wird – und somit einfach nur Extra-CO2 in die Luft pustet. Als “Hobby” halten wir daher nur E-Motorräder für vertretbar. Wenn überhaupt. Und hier trifft es sich gut: Sowohl das Relais del Maro als auch das STURM stellen dir E-Ladesäulen zur Verfügung 🙂

 

“Männer-Auszeit” im Hotel Das Rübezahl

Wanderguide Bergbaschdi vom Hotel Das Rübezahl
Sebastian Remmler aka „Bergbaschdi“ ist dein Wanderguide im Hotel Das Rübezahl. Er selbst hat bereits über 54 Fünftausender erklommen. ©Hotel Das Rübezahl

Als Mann musst du aber nicht Bier trinken und Motorradfahren (dieses Klischee dürfen die 90er ehrlich gesagt gern zurückhaben). 2026 darf man(n) sich auch mal eine Wellness-Auszeit gönnen. So sieht es auch das Hotel Das Rübezahl im Allgäu. Rückenmassage, Kopf- und Nackenmassage, 4-Gang-Menü im Haubenrestaurant … Und das alles nur für dich! Wäre das nicht auch mal schön?

 

Männer allein und nachhaltig unterwegs

Wie du siehst – die Welt liegt dir als Solo-Reisender zu Füßen und viele Hotels haben sich sogar spezielle Angebote überlegt. Ebenfalls hat die aktuelle Auswertung gezeigt, dass viele das Alleinreisen für Selbstreflexion nutzen.

Du und deine Umwelt, du und der Planet. Jede Entscheidung, die du triffst, hat eine Auswirkung – das gilt auch fürs Reisen. Mit den Hotels, die wir dir vorgestellt haben, kannst du einen Beitrag dazu leisten, dass es nachhaltiger wird.

 


Speichere dir den Artikel auf Pinterest

Ein Mann mit cap sitzt draußen in einem gemütlichen Sessel und tippt auf seinem Laptop rum. Oben genießt ein anderer Typ die Aussicht auf die Küste. Der Text geht um Solo-Reisen für Männer.

Ein Mann, der mit einem Koffer vor einem historischen Gebäude rumläuft und dabei lächelt, strahlt eine entspannte, selbstbewusste Atmosphäre aus. Text: „Retreats & Achtsamkeit für Männer”.

Der Beitrag So sieht Solo-Travel für Männer in 2026 aus erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/so-sieht-solo-travel-fuer-maenner-in-2026-aus/feed/ 0
Reisen in der Regenzeit – Insider-Eco-Tipps aus Kambodscha, Nepal, Peru und den Malediven https://green-travel-blog.com/de/reisen-in-der-regenzeit-insider-eco-tipps-aus-kambodscha-nepal-peru-und-den-malediven/ https://green-travel-blog.com/de/reisen-in-der-regenzeit-insider-eco-tipps-aus-kambodscha-nepal-peru-und-den-malediven/#respond Thu, 28 Aug 2025 06:31:19 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=70367 Draußen flimmert die Sommerhitze, der Rasen ist verbrannt, die Erde staubtrocken – und dann erreicht mich eine Mail aus Nepal: „The monsoon has just started here – everything is green.“ Für einen Moment war ich gedanklich ganz woanders. Inmitten leuchtender Reisfelder, dampfender Erde, tropfender Blätter.…

Der Beitrag Reisen in der Regenzeit – Insider-Eco-Tipps aus Kambodscha, Nepal, Peru und den Malediven erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Draußen flimmert die Sommerhitze, der Rasen ist verbrannt, die Erde staubtrocken – und dann erreicht mich eine Mail aus Nepal: „The monsoon has just started here – everything is green.“ Für einen Moment war ich gedanklich ganz woanders. Inmitten leuchtender Reisfelder, dampfender Erde, tropfender Blätter. In einer Welt, die atmet. Während in Europa Wälder wie im Harz verdorren, versinkt der Süden Asiens im saftigen Grün. Lush Green, wie es so schön heißt.

 

Üppiges Grün statt staubiger Hitze

Der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Warum sehen wir die Regenzeit eigentlich als Nachteil, obwohl sie eigentlich die vielleicht schönste Zeit zum Reisen ist? Nachhaltig ist es obendrein, denn zur Regenzeit bist du in der Regel abseits der touristischen Massen unterwegs. Weniger überfüllte Sehenswürdigkeiten, niedrigere Preise und Natur pur. Deshalb habe ich Menschen aus unserem Netzwerk gefragt, wie sich das Reisen in der Regenzeit wirklich anfühlt. Den Anfang macht Kambodscha.

 

„Deo hat keinen Zweck“ – Regenzeit in Kambodscha (Juni bis November)

Nachhaltiger Urlaub im Regenwald Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

„Die Regenzeit in Kambodscha ist super”, sagt Valentin Pawlik, der gemeinsam mit seiner Frau Anna das Canvas & Orchids Retreat mitten im Regenwald Kambodschas leitet. Hier übernachtest du in Zelt-Villen auf schwimmenden Plattformen direkt auf dem Fluss. Umgeben von sattgrüner Natur – vor allem in der Regenzeit.

Der Monsun bringt Kambodscha nicht nur Regen, sondern auch Leben: Die Landschaften verwandeln sich in grüne Oasen, Flüsse schwellen an, die Reisfelder werden neu bepflanzt, und Wildtiere kehren zurück. „Wer noch nie einen Monsunregen erlebt hat, sollte das unbedingt mal tun – es ist unglaublich“, schwärmt Valentin.

In der Regel regne es nur ein paar Stunden am Tag – dabei sei es angenehm warm, und danach ruhig und frisch. „Angkor Wat im Regen ist magisch“, erzählt er weiter. „Manchmal lohnt es sich einfach, nass zu werden.“ Und Deo bräuchte man nicht einpacken – das sei durch die Hitze und die Nässe absolut zwecklos!

 

In der Regenzeit gibt‘s die besten Fotos!

Tierwelt in Kambodscha
In der Regenzeit hast du besseres Licht für Fotos. ©Canvas & Orchids Retreat

 

Für Fotograf*innen ist die Regenzeit übrigens ein Geheimtipp. Valentin erklärt: „Das Licht ist klarer, der Himmel spannender, die Farben intensiver“. Darum sei die Regenzeit die beste Zeit für Fotos (mit Glück auch von der besonderen Tierwelt).

 

Angkor Wat ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Kambodscha
Angkor Wat © tawatchai1990 | Stock.Adobe.com

Extra-Tipp: Yoga-Retreat bei Angkor Wat

Wenn du Angkor Wat besuchst, kannst du deine Reise wunderbar mit einem 3-tägigen Yoga-Retreat* verbinden – inklusive authentischem Yoga, Spa, Sound Healing und moderner Fitness.

Das Retreat im Angkor Grace Residence & Wellness Resort bietet dir englischsprachigen Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene.

 

 

Herausforderungen durch den Monsun

Natürlich bringt die Regenzeit auch Herausforderungen mit sich: Es kann zu Überschwemmungen in ländlichen Regionen kommen, manche Unterkünfte schließen in der Nebensaison, und Reisen auf dem Land dauert gelegentlich etwas länger. „Früher war es schwierig, während der Regenzeit zu reisen. Wegen schlechter Straßen und kaputter Brücken“, erklärt Valentin. „Aber heute sind die Hauptverbindungen gut ausgebaut, und viele Sorgen, die in alten Reiseführern stehen, sind überholt.“

Luftaufnahme von den Öko-Zelt-Villen auf dem Fluss in Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

Auswirkungen vom Klimawandel auf den Monsun

Der Klimawandel könnte allerdings schon bald wieder für neue Probleme sorgen. Greenpeace erklärt in diesem Artikel, wie die Klimakrise das Monsungleichgewicht durcheinander bringt: Der Indische Ozean wird wärmer, Trockenzeiten werden länger, Regenphasen unberechenbarer. Somit ist auch die Regenzeit etwas, das sich verändert, und das wir in Zukunft wohl nicht mehr so erleben können, wie es jetzt ist.

 

Monsunzeit in Nepal (Juni bis September) – begleite die Locals bei der Reisernte

Reisfeld in Nepal
Auf den Reisfeldern in Nepal geht die Arbeit traditionell zu. ©Pavilions Himalayas – The Farm

 

Rajiv Desraj Shrestha, General Manager des The Pavilions Himalayas – The Farm, schwärmt von der Regenzeit in seiner Heimat:

„Wie die Landschaft mit ihren Reisterrassen, nebligen Morgenstunden und ihrer bunten Flora zum Leben erwacht. Die Aussicht von deiner Villa ist dann wie ein lebendes Gemälde, das sich ständig verändert und die Seele berührt.“ – Rajiv

Von Mitte Juni bis Ende September bringt der Monsun neues Leben in die Hügellandschaft rund um Pokhara. Nebelschwaden ziehen durch das Tal, sattgrüne Reisterrassen stufen sich die Hänge hinab, und die Luft ist erfüllt vom Duft nasser Erde und frisch sprießender Pflanzen.

Ein besonderer Höhepunkt in dieser Zeit ist das traditionelle Ropain-Fest, zum Beginn der Reisernte (Termine 29.06.2025, TBC Juni 2026). Das Fest wird unterschiedlich begangen, doch um ein authentisches Instagram-Foto zu posten, musst du am Ende des Tages schlammverschmiert sein 🙂

 

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

Im The Pavilions Himalayas – The Farm, einem preisgekrönten Eco-Hotel mit Charity-Ansatz, spielt die Verbindung zur lokalen Landwirtschaft und dem Umstieg auf Bio-Produktion eine ganz besondere Rolle.

Mehr darüber erfährst du in diesem Artikel zur besonderen Geschichte des Resorts.

Wenn du magst, kannst du rund um das Resort sogar selbst mithelfen, barfuß durch den weichen, nassen Boden waten und Seite an Seite mit den Bäuer*innen Reissetzlinge in die Erde drücken.

 

 

Malediven und Regen? Dann erst recht ins Wasser!

„Was kümmert dich unter Wasser der Regen?“ – so bringen es unsere Partner vom Gili Lankanfushi auf den Punkt. Und tatsächlich: Wenn du jemals davon geträumt hast, Walhaien und Manta-Rochen beim Tauchen oder Schnorcheln zu begegnen, ist jetzt genau die richtige Zeit dafür.

Denn während des Westmonsuns von Mai bis November sammeln sich in der Hanifaru-Bucht im Baa-Atoll riesige Mengen an Plankton – und damit genau das, was diese Meeresriesen lieben. Bis zu 200 Mantas und 20 Walhaie wurden hier bereits gleichzeitig gesichtet. Selbst Schnorchler*innen können ihnen ganz nah kommen. Ein echtes Naturschauspiel, das du nicht verpassen solltest – und das es nur zur Regenzeit gibt.

Manta Rays - nachhaltig reisen auf den Malediven
Mit Mantarochen zu tauchen ist ein besonderes Erlebnis. ©Gili Lankanfushi

 

Info: Haie sind weltweit bedroht. Wie der WWF betont, stehen Haie unter Wasser an der Spitze der Nahrungskette und wenn ihre Population aus dem Gleichgewicht gerät, hat dies somit auch Folgen auf alle anderen Meerestiere. Informiere dich daher vorher über die Nachhaltigkeit deines Tour-Anbieters, das richtige Verhalten auf dem Boot und im Wasser, halte Abstand und begegne allen Tieren (unter und über Wasser) mit Respekt. Wenn du dir unsicher bist, ob dein gewählter Anbieter wirklich tierschutzkonform handelt, verzichte lieber auf den Trip.

Im Gili Lankanfushi wohnst du in luxuriösen Villen auf Stelzen über dem Wasser – perfekt, um nach einem Tauchgang direkt in die Lagune zu springen oder dich auf der Terrasse vom warmen Regen berieseln zu lassen. Das nachhaltige Green PearlsⓇ Resort setzt sich aktiv für den Schutz der Korallenriffe ein und arbeitet mit Meeresbiolog*innen vor Ort. Gäste können an Führungen teilnehmen, mehr über bedrohte Arten lernen oder selbst beim Korallenpflanzen helfen.

Gili Lankanfushi Resort auf den Malediven. Blick auf Stege und Himmel. Urlaubsatmosphäre
Urlaub umgeben von Wasser ©Gili Lankanfushi

 

Tipp: 8-tägiges Tauchcamp mit Tigerhaien – nur für erfahrene Taucher*innen

Wenn du bereits zertifizierte*r Taucher*in (min. AOWD oder gleichwertig) bist und Lust auf ein echtes Abenteuer hast, könnte dieses 8-tägige Tauchcamp auf der Insel Fuvahmulah* genau das Richtige für sein. Fernab der kommerziellen touristischen Tauchspots gilt Fuvahmulah als einer der letzten wilden Hotspots für Tigerhaie. An sechs Tauchtagen erwarten dich jeweils drei Tauchgänge mit erfahrenen englischsprachigen Guides. Infos zum Camp und zur Buchung findest du hier: 8 Day Fuvahmulah Tiger Shark Diving Trip

 

Affiliate Link (nur Engl) https://www.tripaneer.com/shark-island-dive/8-day-fuvahmulah-shark-diving-trip-for-certified-divers-only?lang=en&aid=10970

 

Peru zur Regenzeit erleben – Zwischen Dschungelregen und Nebelzauber

Amazonas Regenwald mit dem Inkaterra Reserva Amazonica Hotel im Nebel
Nachhaltig urlauben im Regenwald von Peru. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY | Inkaterra

 

Amazonasregen – Tierbeobachtung im Rhythmus des Wassers

Im peruanischen Amazonasgebiet gibt es keine klassische Trockenzeit. Der tägliche Kreislauf aus Verdunstung und Regen sorgt dafür, dass hier einer der artenreichsten Lebensräume der Erde gedeiht. Zwischen November und April regnet es allerdings häufiger und intensiver: Das ist die offizielle Regenzeit. Für Tierbeobachtungen ist diese Zeit ideal – denn Affen, Kaimane, Faultiere und unzählige Vogelarten nähern sich auf der Suche nach Nahrung den Uferzonen.

Klar, Wege können mal unpassierbar oder sehr matschig sein. Doch wer in den Dschungel reist, sucht schließlich das Abenteuer – und wird mit leuchtendem Grün, spektakulären Geräuschen und einem einmaligen Naturerlebnis belohnt.

Tipp: Die nachhaltige Dschungel-Lodge Inkaterra Reserva Amazónica mitten im Amazonas-Tiefland, am Rio Madre de Dios, bietet dir direkten Zugang zu einem spektakulären Netz aus Hochseilbrücken, auf denen du sicher durch die Baumkronen wanderst. Immer mit dabei: erfahrene Guides, die dir zeigen, was dein Auge allein vielleicht übersehen würde.

Mehr Infos zur Reisevorbereitung (Impfungen, Packliste etc.) findest du auch in unserem Artikel über dein nachhaltiges Dschungelabenteuer im Amazonas.

 

Mystischer Nebelwald statt Touristenmassen – Die Regenzeit in den Anden

Machu Picchu Peru im Nebel
Der Nebel ist etwas Typisches für Machu Picchu und macht es noch magischer. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY

 

Regenzeit in den peruanischen Anden bedeutet vor allem eines: Nebel. Und der verleiht Orten wie Machu Picchu eine fast mystische Atmosphäre. Viele Reisende bevorzugen die Trockenzeit zwischen Juni und August – was zu einem enormen Ansturm führt. Dabei ist es ruhiger und günstiger, in der Nebensaison von Oktober bis März zu reisen.

Der Nebelwald wurde übrigens mit Hilfe unseres Green PearlsⓇ Partners, dem Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel wieder aufgeforstet. Dort, wo heute das mehrfach ausgezeichnete Hotel steht, war einst karges Land. In den 1970er Jahren begann Inkaterra-Gründer José Koechlin an dieser Stelle, Bäume zu pflanzen. Es dauerte 15 Jahre, bis sich der Nebelwald zurückmeldete – mit Vögeln, Schmetterlingen, wilden Orchideen. Heute erwartet dich rund um das Hotel ein Refugium mit über 300 Vogelarten, 372 heimischen Orchideen und 98 Farnarten.

 

Fazit: Regenzeit – ein Naturwunder mit Abenteuergarantie

Nachhaltig Reisen in den Wald - Schlafen in Baumhaushotels
© Inkaterra Reserva Amazonica Peru

 

Die Regenzeit gehört zu den faszinierendsten Naturphänomenen unserer Erde. Sie ist Teil eines globalen Wettersystems, das Leben schenkt – und das durch die Klimakrise zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät. Wer sich entscheidet, genau in dieser Zeit zu reisen, erlebt nicht nur eine üppig grüne Landschaft, sondern auch eine tiefere Verbindung zur Natur und zu den Menschen vor Ort.

Aber beachte: Ein Urlaub zur Monsunzeit ist nichts für reine Liegestuhlurlauber*innen oder Genussreisende – er fordert dich heraus, lässt dich staunen, manchmal auch improvisieren, und vor allem wachsen. Mit erfahrenen lokalen Guides und Gastgeber*innen an deiner Seite, bist du aber bestens vorbereitet auf dein Regenzeit-Abenteuer.

Und noch ein letzter Tipp von Valentin aus dem kambodschanischen Regenwald: Die Locals tragen bei Regen am liebsten Flipflops – du aber solltest auf leichte, aber feste Trekking-Schuhe setzen. Sie werden nass – aber du bleibst sicher auf den Beinen.

 

FAQ: Häufige Fragen zum Reisen in der Regenzeit

1. Ist Reisen in der Regenzeit gefährlich?

Nein – zumindest nicht grundsätzlich. In vielen Ländern sind die Infrastrukturen heute deutlich besser als früher. So erklärt Valentin vom Canvas & Orchids Retreat in Kambodscha: „Das Straßennetz hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Früher konnte man bei starkem Regen tagelang steckenbleiben – heute ist das kein Thema mehr.“

Wichtig ist: Wer zur Regenzeit reist, sollte flexibel bleiben, sich vorab über regionale Besonderheiten informieren und erfahrene lokale Guides an seiner Seite haben.

 

2. Welche Tiere sieht man in der Regenzeit besonders gut?

Gerade in der Regenzeit lassen sich in vielen Regionen Tiere besonders gut beobachten:

  • Amazonas, Peru: Durch den höheren Wasserstand kommen viele Tiere näher ans Ufer. Die Chancen stehen gut, Affen, Faultiere, Kaimane und seltene Vögel zu sehen.
  • Kambodscha: Mit etwas Glück kannst du Languren, Eisvögel oder Wasserbüffel beobachten – meist ganz in der Nähe der Öko-Resorts.
  • Malediven: In der Hanifaru-Bucht sammeln sich zwischen Mai und November riesige Mengen Plankton – das lockt Manta-Rochen und Walhaie Schnorchler*innen können ihnen erstaunlich nah kommen.

 

3. Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Regenzeit aus?

Der Klimawandel bringt die Jahreszeiten aus dem Gleichgewicht – das gilt auch für den Monsun. Wie Greenpeace erklärt, hat sich die Regenzeit in vielen Regionen verändert: „Die steigende Temperatur des Indischen Ozeans führt dazu, dass Intensität und Regelmäßigkeit des Monsuns abnehmen – gleichzeitig kommt es immer häufiger zu extremem Starkregen.“ Folgen sind u. a. längere Trockenphasen, schwer planbare Regenperioden, Erdrutsche und Überschwemmungen – besonders in Regionen wie Indien, Bangladesch oder Pakistan.

 

4. Wie viel regnet es in der Regenzeit?

Das ist je nach Region sehr unterschiedlich – meist handelt es sich nicht um Dauerregen, sondern um kräftige Schauer, oft am Nachmittag oder in der Nacht. Manchmal einige Stunden lang.

  • In Kambodscha dauert die Regenzeit von Mai bis Oktober, oft gibt es nur eine Stunde bis drei Stunden Regen pro Tag.
  • Im peruanischen Amazonas regnet es zwar grundsätzlich oft, aber die eigentliche Regenzeit mit besonders starken Schauern geht von November bis April.
  • Auf den Malediven regnet es während des Westmonsuns (Mai–Oktober) vermehrt, aber auch hier ist es meist warm und sonnig zwischen den Schauern.

 

*Bei den mit Sternchen gekennzeichneten Angeboten erhalten wir eine Provision, wenn du das Angebot buchst. Für dich bedeutet das keine Mehrkosten!

 


Speichere den Artikel auf Pinterest als Inspiration für deine nächste Reise.

Bambusterrasse an einem Fluss, umgeben von üppig grünen Bäumen und fernen Hügeln unter einem bewölkten Himmel. Der Text lautet: „Reisen in der Regenzeit“.

Eine Person mit einem roten Regenschirm geht im Regen spazieren, sichtbar durch ein Fenster mit Wassertropfen. Der Text lautet „Reisen in der Regenzeit“ mit Eco-Tipps aus verschiedenen Ländern.

Der Beitrag Reisen in der Regenzeit – Insider-Eco-Tipps aus Kambodscha, Nepal, Peru und den Malediven erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/reisen-in-der-regenzeit-insider-eco-tipps-aus-kambodscha-nepal-peru-und-den-malediven/feed/ 0
Green & Gorgeous: Die schönsten Zimmer in Hotels mit Fokus auf Nachhaltigkeit weltweit https://green-travel-blog.com/de/green-and-gorgeous-die-schoensten-zimmer-in-nachhaltigen-hotels-weltweit/ https://green-travel-blog.com/de/green-and-gorgeous-die-schoensten-zimmer-in-nachhaltigen-hotels-weltweit/#comments Fri, 25 Jul 2025 06:23:41 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=69635 „Alle unsere Zimmer sind schön“ – das ist das Erste, was viele unserer Hotelpartner mir auf die Frage nach ihrem „BEST ROOM“ geantwortet haben. Doch im Endeffekt stellt sich heraus: Es gibt es wirklich – das ganz besondere Zimmer zum Ankommen, Staunen und Wohlfühlen. Mit…

Der Beitrag Green & Gorgeous: Die schönsten Zimmer in Hotels mit Fokus auf Nachhaltigkeit weltweit erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
„Alle unsere Zimmer sind schön“ – das ist das Erste, was viele unserer Hotelpartner mir auf die Frage nach ihrem „BEST ROOM“ geantwortet haben. Doch im Endeffekt stellt sich heraus: Es gibt es wirklich – das ganz besondere Zimmer zum Ankommen, Staunen und Wohlfühlen. Mit Privat-Spa, atemraubender Aussicht oder besonderen Materialien trumpfen die schönsten Zimmer auf unserer Green Pearls® Unterkünfte aus.Und wer weiß: Vielleicht ist ja auch dein nächstes Hotelzimmer dabei?

 

Das schönste Zimmer eignet sich zum Überraschen und Trumpfen

Als ich vor einigen Jahren in Tel Aviv gelebt habe, kamen meine Eltern zu Besuch. Ich empfahl ihnen ein Hotel direkt am Strand – mit zwei Seiten: Die einen Zimmer blickten auf die Straße, die anderen aufs Mittelmeer. Letztere waren teurer. Mein Vater entschied: „Wir nehmen den Meerblick. Wenn schon, denn schon.“ Sie entschieden sich zudem noch für ein Zimmer in den oberen Etagen. Jeden Tag hörte ich meine Mutter im Urlaub schwärmen: wie schön der Ausblick sei, wie fantastisch das Zimmer. Der Aufpreis? Voll gerechtfertigt.

Diese Erinnerung war auch der Auslöser für diesen Artikel. Ich wollte wissen: Haben unsere Partnerhotels auch so besondere Zimmer – die Gäste zum Staunen, zum Schwärmen und zum Weitererzählen bringen? Die Antwort: Ja, und wie!

 

20 Traumzimmer mit ressourcenschonendem Design

Das wirklich Traumhafte an den Zimmern, die wir dir hier vorstellen? Sie sind nicht nur individuell und besonders gestaltet – sondern auch nachhaltig. Hier geht es nicht um bloßen Luxus um des Luxus willens, sondern um bewussten Komfort: mit nachwachsenden und kreislauffähigen Materialien, grünem Strom und moderner Technik zum Wasser- und Energiesparen. Du wirst sehen: Abstriche oder Kompromisse musst du trotzdem nicht machen.

 

Round Viw Suite | Der Birkenhof***** Spa & Genussresort, Deutschland 

Die Round View Suite im Hotel Der Birkenhof***** Spa und Genussresort ist das beste Zimmer
©Birkenhof***** Spa & Genussresort

 

In der „Round View Suite“ vom 5-Sterne Hotel Der Birkenhof hast du einen umlaufenden Balkon mit Panoramablick über das Oberpfälzer Seenland. Gerade erst wurde das Hotel vom Falstaff-Guide zum „besten Spa Hotel in Deutschland 2025“ gewählt. Es gibt mehrere Pools, eine Sauna-Landschaft und ein Restaurant mit 2 Michelin Sternen. Der Strom dafür? Komplett aus nachhaltigen Quellen! 

 

Chalet | The Pavilions Himalayas – The Farm, Nepal

Nachhaltiges Hotelzimmer
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Das „Chalet“ im The Pavilions Himalayas – The Farm ist im traditionellen nepalesischen Stil erbaut und luxuriös eingerichtet. Ein privater Rückzugsort für dich und deine Lieblingsmenschen. Du befindest dich hier in der Gegend von Pokhara inmitten landwirtschaftlicher Flächen mit Bio-Anbau und umgeben von den höchten Gipfeln der Welt. Das Resort ist ein Charity-Hotel zugunsten nachhaltiger Projekte und eng verknüpft mit der NGO „Rights4Children“.

 

Treetop Suite | My Arbor, Italien

BEST Room mit fantastischem Balkon - Blick auf Plose und Private Whirlpool im Hotel My Arbor
©BP | My Arbor

 

Im Adults-Only Hotel My Arbor erwarten dich viele schöne Zimmer – doch das Highlight sind die „Treetop Suiten“ (davon gibt es drei Stück). Ausgestattet sind sie mit diesem traumhaften Balkon mit Blick über die Plose, einer eigenen Sauna und deinem privaten Whirlpool. 

 

Spa Loft | Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa, Deutschland

Spa Loft Hotelzimmer mit Privatsauna und Whirlwanne mit Panorama
©Günter Standl | Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Über eine Treppe erreichst du in den „Spa Lofts“ vom Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa  deinen ganz persönlichen Spa-Bereich mit Whirlwanne und Sauna. Das Beste ist der Ausblick aufs Brechtesgardener Land, den du auch von deinem privaten Balkon genießen kannst. Übrigens: Alle Möbel sind aus Apfelholz gefertigt. Die Bäume dafür stammten alle aus dem gleichen Bestand (und wurden nicht von verschiedenen Quellen bezogen).

 

AlmRausch | Hotel Das Rübezahl, Deutschland

Nachhaltiges Hotelzimmer AlmRausch Suite
©DR | Hotel Das Rübezahl

 

Die „AlmRausch Suite“ vom Hotel Das Rübezahl ist zwar nicht die größte Suite des Hotels, doch das persönliche Lieblingszimmer der Gastgeberfamilie. Das Besondere ist der freie Blick auf Schloss Neuschwanstein sowie eine eigene Infrarotkabine mit Blick auf die Allgäuer Bergwelt. Zum Chalet-Feeling des Zimmers tragen zudem ein Kamin, eine Bibliothek, ein Whirlpool und ein begehbarer Kleiderschrank bei. 

 

Sky Suite | Hotel Bella Vista Zermatt, Schweiz

Sky Lounge Room mit Blick auf die Alpen
©Hotel Bella Vista Zermatt

 

2024 hat das Hotel Bella Vista Zermatt seine Dachzimmer komplett neu saniert. Das Highlight sind die Dachfenster – du liegst im Bett und blickst hoch zur Spitze des Matterhorns! 

 

Familiensuite | Green City Hotel Vauban, Deutschland 

Familienzimmer mit Schlafkoje für die Kinder und Leiter im Hotel Vauban
©Green City Hotel Vauban

 

„Unser Herzstück ist unsere Familiensuite“, berichtet das Green City Hotel Vauban aus Freiburg. Sie sei nicht nur bei Familien mit Kindern beliebt, sondern auch bei Pärchen und Junggesell*innen-Abschieden. Durch die zwei getrennten Schlafzimmer und die schöne Dachterrasse fühlen sich hier alle Gäste wohl. Das Inklusionshotel ist Teil der modernen, ökologischen Stadtentwicklung des Stadtteils Vauban und hat ein integratives Konzept bezüglich der Mitarbeiter*innen.

 

Roarer Suite | Hotel Weihrerhof, Italien

Frau im nachhaltigen Hotelzimmer genießt Blick auf den See in Südtirol
©Hotel Weihrerhof

 

„Unser bestes Zimmer ist die „Roarer Suite“ mit freischwebendem Erker“, erklärt Gastgeber Klaus Pichler vom Hotel Weihrerhof ohne zu zögern. Du blickst von diesem aus direkt über den Wolfsgrubener See – einen der saubersten Badeseen in Italien. Das Hotel liegt auf dem Ritten in Südtirol und bietet dir eine wunderbare Residenz für Natururlaub – gern mit Kindern.

 

Lifestyle Loft 500 | Hotel Klosterbräu, Österreich

Loft 500 nachhaltiges Hotelzimmer im Hotel Klosterbräu Seefeld
©David Johannsen | Hotel Klosterbräu

 

Die „Lifestyle Loft 500“ ist das höchstgelegene Zimmer vom Hotel Klosterbräu und bietet einen Blick über ganz Seefeld. Zum Zimmer gehören eine 66 Quadratmeter große Südterrasse und ein 20 Quadratmeter Ost-Balkon! Zudem gibt es eine private Weitblick-Sauna, eine eigene Bar inkl. Bierzapfanlage und Weinschrank sowie ein Geheimzimmer. Auch das Bett mit Holzbaldachin zählt zu den Highlights.

 

Zirbensuite | Naturhotel Outside, Österreich 

Ein Paar entspannt sich in der Zirben Suite vom Naturhotel Outside
©Naturhotel Outside

 

In der „Zirbensuite“ vom Naturhotel Outside im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol sorgt Zirbenholz für eine natürliche Atmosphäre und besseren Schlaf. Die nächtliche Erholung wird unterstützt durch ein Massivholzbett aus Zirbe mit hochwertiger Taschenfederkernmatratze (180 x 200 cm) inkl. allergikerfreundliche Bettwäsche und Zirbenpolstern. Wanderungen in der Bergwelt, der Spa-Bereich und die ausgezeichnete Kulinarik (das Restaurant hat 3 Falstaff Gabeln) tun ihr übriges zu einer ganzheitlichen, naturhnahen Erholung. 

 

Inkaterra Suite | Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel, Peru

Suite Villa Terasse vom nachhaltigen Inkaterra Hotel Peru
©Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel

 

Die „Inkaterra Suite“ ist genau genommen kein Hotelzimmer, sondern eine eigene 176 Quadratmeter große Villa auf dem Gelände des Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotels. Hier hast du deinen eigenen Garten mit Pool, Daybed und Outdoor-Dusche sowie einen großzügigen Wohnbereich, mehrere Zimmer und einen Kamin. Direkt vom Hotel aus erkundest du auf Führungen mit erfahrenen Guides die ehemalige Inkastadt Machu Picchu. Die Betreiber des Hotels engagieren sich seit Jahren für den Erhalt des Welterbes sowie Umweltschutz, Artenschutz und Nachhaltigkeit in ganz Peru.

 

ApartSuite L | OLM Nature Escape, Italien

Suite L im Aparthotel OLM mit eigener Sauna und freistehender Badewanne
„ApartSuite L“ ©Hannes Niederkofler | OLM Nature Escape

 

Ein Apart-Zimmer mit Privat Sauna und freistehender Badewanne klingt für dich nach Energiesünde? Gut, dass das OLM Nature Escape in Sand in Taufers in Südtirol seinen kompletten Strom selbst produziert und durch Solarenergie und Erdsonden vollkommen energieautark ist. Ausgestattet mit eigener Küche, kannst du hier entscheiden, ob du das Restaurant in Anspruch nimmst oder lieber selbst kochst. 

 

Family Room No. 2 | Relais del Maro, Italien

Das Family Room im Albergo Diffuso Relais del Maro
©Relais del Maro

 

Das Relais del Maro ist ein Albergo Diffuso – das heißt, das 4-Sterne-Hotel ist auf mehrere alte Wohn- und Geschäftshäuser des Dorfs verteilt. Du lebst hier in Borgomaro in Ligurien Tür an Tür mit den Einheimischen und kannst echten Italien-Flair im Hinterland von Imperia genießen. Das schönste Zimmer ist, laut Gastgeberin Elena, das „Family Room No 2“ – elegant, großräumig und hell. 

 

Waldklang | SCHWARZWALD PANORAMA, Deutschland 

Suite Waldklang - Circula Living Zimmer im SCHWARZWALD PANORMA
©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Die „Suite Panorama Deluxe Waldklang“ gehört zu den „Circular Living“ Zimmern des Hotels. Das SCHWARZWALD PANORAMA im Kurort Bad Herrenalb wurde für diese Zimmer, zu denen auch die Falkenstein- und Freigeist-Suiten gehören, mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Von der Wandfarbe bis zu den Einrichtungsgegenständen und Stoffen ist alles 100 % recyclebar oder biologisch abbaubar und lässt sich so in den Kreislauf zurückführen. Ein weiteres Highlight ist natürlich der Panorama-Ausblick auf den Schwarzwald, der im „Waldklang“ besonders zur Geltung kommt.

 

Stallzimmer im Bauernhaus | Gut Sonnenhausen, Deutschland

Nachhaltiges Hotelzimmer
©Gut Sonnenhausen

 

In den „Stallzimmern“ im Bauernhaus von Gut Sonnenhausen bei München findest du liebevoll restaurierte, antike Bauernschränke aus Niederbayern und einen Mix aus Retro-Möbeln und moderner Gestaltung. Die Zimmer wurden mit Kaffee-Jutesäcken gedämmt. Zusammen mit dem Lehmputz und viel Fichtenholz haben die Zimmer ein wunderbares Raumklima sowie einen besonderen Charme. 

 

Apis Royal | APIPURA hotel rinner, Italien

Bestes Zimmer vom Apipura Rinner Hotel in Südtirol - die Suite Apis Royal
©APIPURA hotel rinner

 

„Wie in einem Bienenstock, gibt es auch bei uns im Haus nur eine Bienenköniginnen-Suite – unsere Suite Apis Royal“, erklärt Gastgeberfamilie Rinner schmunzelnd. Das APIPURA hotel rinner auf dem Ritten in Südtirol wurde von einem Wanderimker ganz im Zeichen der Biene gestaltet. In der „Suite Apis Royal“ hast du einen eigenen Privat-Spa-Bereich bestehend aus Whilwanne mit Lichtterapie (empfohlen wird ein Hydrobad mit Honig) sowie eine Infrarotkabine für zwei Personen.

 

Little Two+ | Lifestylehotel SAND, Deutschland

Bestes Hotelzimmer mit Coco-Mat und Balkon im SAND
©Lifestylehotel SAND

 

Im beliebten Ferienort Timmendorfer Strand an der Ostsee befindet sich das Lifestylehotel SAND. Die Mitarbeiter*innen vom Empfang empfehlen gern das Zimmer „Little Two+“: ein Doppelzimmer mit Balkon zur Meerseite und ausgestattet mit COCO-MAT Natur-Boxspringbett. Tipp: Im SAND kannst du auch eine deiner Urlaubsnächte in einem Schlafstrandkorb auf dem Dach verbringen! 

 

Nachwachsende Junior Suite | Hotel Luise, Deutschland

Nachwachsendes Hotelzimmer Junior Suite
©Hotel Luise

 

„Unser bestes Zimmer ist aus unserer Sicht unsere Nachwachsende Junior Suite“, meint das Team des Hotel Luise aus Erlangen. „Die Suite ist wie all unsere nachwachsenden Zimmer nach dem Cradle-to-Cradle Konzept gestaltet. Das heißt, nahezu alle Bestandteile sind zu 100% biologisch abbaubar oder recycelbar“. Du duschst hier zudem unter einer „Astronautendusche“, die bis zu 90% Wasser und bis zu 80% Energie spart. Das Zimmer hat einen Eckbalkon mit Blick über den Hotelgarten und begrünten Tiefhof. 

 

Gartenblickzimmer | STURM, Deutschland

Preisgekrönte Gartenblickzimmer im Hotel STURM Mellrichstadt
©STURM

 

2023 erweiterte das STURM in Mellrichstadt in der Röhn das Hotel um die „Gartenblickzimmer“. Zusammen mit Architekt Prof. Matthias Loebermann wurden Zimmer geschaffen, die „eine einzigartige Verbindung mit der Natur“ bieten. Direkt vor der Terrasse der Zimmer liegt der Schwimmteich – zusammen mit dem Verzicht auf Fernseher und den natürlichen Materialien ist dies die perfekte Ausgangslage für Entschleunigung und Erholung vom Alltag. Die Zimmer wurden mit dem „best architects award 2024“ ausgezeichnet.

 

Signature Suite | Eco-Hotel Okelmann‘s, Deutschland

Signature Suite vom Hotel Okelmanns
©Eco-Hotel Okelmann’s

 

Auch im Eco-Hotel Okelmann’s in Warpe in Niedersachsen gibt es ein neues Zimmer mit extra viel Ruhe. Zur „Signature Suite“ gehört ein eigener Garten und es gibt extra viel Platz für zwei bis sechs Personen. Persönliches Detail: Im Schlafzimmer steht der originale Hochzeitsschrank der Urgroßmutter der heutigen Okelmann-Gastgeberinnen.

 

Junior Suite | Naturresort Gerbehof, Deutschland

Junior Suite im Naturresort Gerbehof komplett aus natürlichen und nachhaltigen Materialien
©Naturresort Gerbehof

 

„Unsere beliebtesten Zimmer sind die Juniorsuite und Suite“, berichtet das Naturresort Gerbehof. Das Naturresort liegt an der deutschen Seite des Bodensees und ist umgeben von Apfelbäumen und einem eigenen Waldgebiet. Aus dem Wald stammt das Holz, womit die Möbel und unbehandeten Holzdielen für die Zimmer geschreinert wurden. Die „Juniorsuite“ bietet ein gesundes Wohnklima, extra viel Platz und einen eigenen Balkon.

 

 

Und? In welchem dieser Zimmer würdest du am liebsten nächtigen?

Schreib es uns in die Kommentare!

 


Speichere dir den Artikel auf Pinterest – so hast du immer Inspiration für deine nächste Reise zur Hand.

Gemütliches Hotelzimmer mit minimalistischem Design, mit einem Holzbett unter einer Holzbalkendecke. Textüberlagerung: „Best Rooms“ (Beste Zimmer), die Schönheit und Nachhaltigkeit hervorhebt.

Collage von schicken Hotelzimmern mit umweltfreundlichem Design, gemütlichen Holzinterieurs, einer weißen Badewanne mit Öko-Toilettenartikeln und toller Aussicht. Text: „Green & Gorgeous“ – Werbung für nachhaltige Hotels.

Der Beitrag Green & Gorgeous: Die schönsten Zimmer in Hotels mit Fokus auf Nachhaltigkeit weltweit erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/green-and-gorgeous-die-schoensten-zimmer-in-nachhaltigen-hotels-weltweit/feed/ 1
Wildtiere im Urlaub beobachten – mit Respekt und Geduld https://green-travel-blog.com/de/wildtiere-im-urlaub-beobachten-mit-respekt-und-geduld/ https://green-travel-blog.com/de/wildtiere-im-urlaub-beobachten-mit-respekt-und-geduld/#respond Tue, 08 Jul 2025 06:01:49 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=69846 Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, ist ein wunderbares Erlebnis. Ein Reh in der Morgendämmerung, ein Bussard, der über die Felder gleitet. Und jetzt stell dir vor, im Urlaub siehst du Wildtiere, die du sonst nur aus dem Zoo kennst. Da steht doch tatsächlich…

Der Beitrag Wildtiere im Urlaub beobachten – mit Respekt und Geduld erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten, ist ein wunderbares Erlebnis. Ein Reh in der Morgendämmerung, ein Bussard, der über die Felder gleitet. Und jetzt stell dir vor, im Urlaub siehst du Wildtiere, die du sonst nur aus dem Zoo kennst. Da steht doch tatsächlich ein Nashorn. Du weißt, dass es zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt gehört. Bist du als Tourist*in da völlig fehl am Platz?

 

Naturschutz durch Tourismus

Giraffe in der Wildniss und ein Safari Jeep mit Touristein
©Rob Schultz | Stock.Adobe.com

 

Wildtier-Tourismus kann auch Schutz bedeuten – wenn er richtig aufgezogen ist. In Ländern wie Kenia ist Safari-Tourismus eine tragende Säule der Wirtschaft. Die Einnahmen finanzieren Nationalparks, sichern Lebensräume und helfen, Wilderei zu bekämpfen. Die Jahre der Corona-Pandemie haben weltweit gezeigt: Wenn die Touristen wegbleiben, steigt die Wilderei. In Europa sind besonders Raubvögel bei Wilderern begehrt, in Afrika besonders die Nashörner.

Entscheidend ist, wo und wie du Tiere beobachtest. Tiere in ihrer natürlichen Umgebung – oder als Attraktion? In unserem Artikel Tierschutz auf Reisen erklären wir genau, wie verantwortungsvoller Umgang mit Tieren unterwegs aussieht. (Mit konkreten Tipps zu Themen wie Selfies, Fütterungen, Souvenirs, Auffangstationen etc.)

Wenn du den Weg des Respekts vor der Tierwelt mit uns gehen möchtest, stellen wir dir hier einige Orte vor, an denen das nachhaltig möglich ist – inklusive der passenden Unterkünfte!

 

#1 Safari in Nepal – Auf den Spuren von Tigern und Elefanten

Bengalischer Tiger im Chitwan Nationalpark, Nepal auf der Straße
Bengalischer Tiger im Chitwan Nationalpark, Nepal ©Anupam | Stock.Adobe.com

 

Inmitten dichter Dschungel, saftig-grüner Graslandschaften und geheimnisvoller Flussläufe liegt der Chitwan-Nationalpark – Nepals ältester Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe. Hier kannst du mit etwas Glück seltene Tiere wie Panzernashörner, Bengalische Tiger, Lippenbären oder Gangesgaviale (Krokodile) beobachten – und das auf nachhaltige Weise.

Unser Green PearlsⓇ Partner, das Eco-Resort The Pavilions Himalayas – The Farm in Pokhara, etwa fünf Autostunden vom Nationalpark entfernt, empfiehlt dafür bewusst die Safaris mit ihrem Partner Tiger Tops. Diese kleine, familiär geführte Lodge liegt am Rand des Nationalparks und verbindet Komfort mit Naturerlebnis – ob in charmanten Zimmern oder in einem von neun Safarizelten mitten im Dschungel.

Tiger Tops arbeitet eng mit der International Trust for Nature Conservation (ITNC) zusammen und unterstützt seit Jahrzehnten Schutzprojekte wie das „Longterm Tiger Monitoring Project“ oder das erste Gangesgavial-Zuchtprogramm Nepals. Der Gangesgavial ist der einzige heute noch lebende Vertreter der Gavialis-Gattung innerhalb der Krokodile.

 

Elefantenreiten? Nein, danke.

Vielleicht denkst du bei einer Safari in Asien automatisch an einen Elefantenritt. Aber wusstest du, dass genau das für die Tiere enormen Stress bedeutet? Tiger Tops hat deshalb schon 2015 alle Elefantensafaris eingestellt und stattdessen ein neues, respektvolles Konzept entwickelt.

Statt zu reiten, verbringst du den Tag mit den Elefanten auf eine ganz andere Weise. Du beobachtest sie beim Fressen, Ruhen, Herumlaufen und lernst ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten kennen. Sie leben auf einem 18 Hektar großen Gelände mit viel Platz zum Bewegen, Sozialkontakt und Entspannen. So entsteht eine stille Nähe, bei der du nicht nur viel über Elefanten lernst, sondern auch über dich selbst und deinen Einfluss als Reisende*r.

Mit deiner Entscheidung für diesen Weg unterstützt du ein neues Modell für den Umgang mit Elefanten – und setzt ein Zeichen für nachhaltiges Reisen in Nepal.

 

Übernachten mit Impact – zurück nach Pokhara

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Empfohlen wurde uns Tiger Tops von Rajiv, dem Leiter des The Pavilions Himalayas – The Farm. Auch hier in der Pokhara-Region stehen Verantwortung und Wirkung im Mittelpunkt: Bio-Landwirtschaft, soziales Engagement und ein eigenes Charity-Projekt zum Schutz von Kindern und Frauen.

👉 Lies hier die ganze Geschichte:
 Tourismus mit Impact: Ein Resort in Nepal bekämpft Kindersterblichkeit und Menschenhandel

 

#2 Meereswelt – Begegnungen mit Delfinen, Korallen und Schweinswalen

Delfine in der Adria
Delfine in der Adria vor Kroatien ©Friedberg | Stock.Adobe.com

 

Kroatien: Delfine rund um die Insel Iž

Du suchst Ruhe, Natur – und erhoffst dir einen Blick auf einen Delfin? Dann ist das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iž genau dein Ort. Die Insel liegt in der Adria, umgeben von unberührter Natur. Bei Bootsausflügen kannst du mit etwas Glück Delfine sichten, die hier in den klaren Gewässern leben.

“Die Begegnung mit den Delfinen, die im Archipel von Zadar leben, ist ein unvergessliches Erlebnis. Ich war selbst dort und die Tiere zu beobachten war wirklich unvergesslich. Ich fühlte mich wie ein Kind: Sie schwimmen und spielen zu sehen macht einen ganz aufgeregt und glücklich.” – Anna vom Hotel Korinjak

Auch an Land wartet die Tierwelt auf dich: Seevögel, Eulen und eidechsen zeigen sich bei Wanderungen, die von lokalen Guides geführt werden. So lernst du die wilde Schönheit der Insel noch intensiver kennen. Als Ausdruck der Tierliebe verzichtet das Hotel übrigens komplett auf Fleisch, Milch und Eier.

 

Malediven: Korallen schützen im Gili Lankanfushi

Gili Lankanfushi
©Gili Lankanfushi

 

Die Unterwasserwelt der Malediven ist atemberaubend – und gleichzeitig stark bedroht. Viele Riffe wurden bereits durch Klimawandel und Verschmutzung zerstört. Der Tourismus ist daran nicht ganz unschuldig … Im Gili Lankanfushi kannst du jedoch zum Teil der Lösung werden. Du schaust den Meeresbiolog*innen beim Züchten neuer Korallen über die Schulter oder erfährst in Vorträgen, wie das fragile Ökosystem funktioniert. Wenn du tauchen kannst, kannst du sogar aktiv mithelfen – bei Unterwasser-Reinigungen oder dem Aufbau neuer Coral Lines. Dein Engagement hinterlässt hier echte Spuren – im besten Sinne. Erfahre mehr dazu in unserem Blogartikel über nachhaltigen Urlaub auf den Malediven.

 

Deutschland: Schweinswale in der Ostsee

Wusstest du, dass es in der Ostsee noch Schweinswale gibt – eine der letzten Walarten, die in deutschen Gewässern leben? Vom Lifestylehotel SAND an der Ostsee aus kannst du sie mit etwas Glück beobachten, wenn das Meer ruhig ist. Das Hotel unterstützt aktiv den Schutz dieser bedrohten Tiere – denn, wie sie sagen: „Walschutz ist Klimaschutz“.

Wenn du wissen willst, wie es ist, einem dieser seltenen Tiere in freier Wildbahn zu begegnen, dann lies diesen Erfahrungsbericht von Beatrice von Reisezeilen, die im Lifestylehotel SAND übernachtete und genau in dem Moment als die Schweinswale auftauchen folgendes erlebte …
 👉 Hier geht’s zum Artikel

 

#3 Naturparks & Nationalparks in den Alpen und Mittelfranken

Murmeltier in den Alpen - mhp - stock.adobe.com
©mhp – Stock.adobe.com

 

Dolomiten: Wildtiere direkt vor der Hoteltür

Im Paradiso Pure.Living Vegan Hotel im Herzen der Dolomiten beginnt dein Naturabenteuer direkt vor der Tür. Das vegan ausgerichtete Hotel liegt auf über 2.000 Metern Höhe mitten im UNESCO-geschützten Naturpark Schlern-Rosengarten – hier begegnest du Rehen, Füchsen, Murmeltieren, Bergziegen, Adlern und Falken bei deinen Wanderungen rund ums Hotel. Auch die Wälder rings um den Schlern sind artenreich: von beerentragenden Zwergsträuchern über Spechte und Eulen bis zum Auerwild (große Wildhühner).
 👉 Hier erfährst du mehr über den Naturpark Schlern-Rosengarten.

 

Nationalpark Hohe Tauern: Mit dem/r Ranger*in unterwegs

Gletscher-Wanderung mit Nationalpark Ranger
Gletscher-Wanderung mit Nationalpark Ranger ©Nationalpark Hohe Tauern

 

Der Nationalpark Hohe Tauern ist einer der ältesten und größten Nationalparks in Österreich. Geschützt wird die imposante Alpen-Natur rund um imposante Dreitausender Gipfel wie den Großglockner, Großvenediger und Kitzsteinhorn. Auf Grund der Größe des Nationalparks kannst du hier so ziemlich alle Tier- und Pflanzenarten der Alpen entdecken. Alpensteinbock, Gämse, Murmeltiere und Steinadler – erfahrene Ranger*innen sind bestens darin ausgebildet, dich durch den Lebensraum dieser Tiere zu führen (und sie auch zu finden. Das ist manchmal nämlich gar nicht so einfach.)

Nächtigst du im Naturhotel Outside, bekommst du eine geführte Ranger*innen Tour kostenlos. Zusätzlich hat das Hotel auch eigene Wanderführer*innen und eine hauseigene Wanderconcierge, die dir in diesem Artikel einige Insider-Tipps zum Nationalpark Hohe Tauern gibt. Weitere Highlights des Hotels sind der große Wellnessbereich mit mehreren Pools, sowie die ausgezeichnete Kulinarik. Das Restaurant hat drei Falstaff-Gabeln.

 

Mittelfranken: Wildpferde und Mikrowald

Nur wenige Kilometer vom Hotel Luise in Erlangen entfernt liegt der Tennenloher Forst, ein außergewöhnliches Naturschutzgebiet mit Wildpferden, Ziegen und seltenen Vogelarten. Es werden auch verschiedene Führungen angeboten. Für die Wildpferde-Führung müssen allerdings 15 Personen zusammenkommen.

Auf dem Hotelgelände selbst, kannst du ebenfalls viel entdecken – denn obwohl es ein Stadthotel ist, wird Artenvielfalt gefördert. Direkt vor dem Haus wurde ein Mikrowald gepflanzt, in dem schon jetzt Igel, Libellen, Frösche und Eichhörnchen zu Hause sind.

 

#4 Wildtiergehege – nachhaltig oder nicht?

Im Nationalpark Hohe Tauern leben rund 40 Steinadler-Brutpaare
Steinadler ©Nationalpark Hohe Tauern

 

Wildtiergehege sind aus nachhaltiger Sicht nicht per se problematisch – entscheidend ist das Konzept dahinter. Gehege, die auf möglichst artgerechte Haltung, Umweltbildung und Schutz gefährdeter Arten setzen, können eine sinnvolle Ergänzung zum Natur- und Artenschutz sein – besonders dort, wo Rückzugsräume in der freien Wildbahn fehlen. Wichtig sind dabei ausreichend große Flächen, natürliche Lebensräume, Rückzugsorte für die Tiere, transparente Bildungsarbeit und die klare Abgrenzung zu reiner Tierunterhaltung, wie sie in Zoos stattfindet. Wenn du mit deinen Kindern oder Freund*innen ein Wildtiergehege besuchst, lohnt es sich also, genauer hinzusehen: Dient der Ort dem Schutz und der Aufklärung? Oder nur der schnellen Unterhaltung? Hier zeigen wir dir einige Gehege, die unsere Partner empfehlen (und sogar selbst betreiben):

 

Wildgehege Dobeltal – Schwarzwaldidylle in Bad Herrenalb

Wenn du mit Kindern unterwegs bist oder einfach selbst Lust hast, heimische Wildtiere aus der Nähe zu erleben, dann schau dir das Wildgehege Dobeltal im Schwarzwald an. Nicht weit vom SCHWARZWALD PANORAMA entfernt, erwartet dich ein kleines Paradies mit Hirschen, Rehen und Wildschweinen – eingebettet in die stille Natur des deutschen Musterwaldes. Die verschlungenen Wege eröffnen dir ganz neue Perspektiven auf heimische Tiere in naturnaher Umgebung. Besonders im Herbst oder Winter ist ein Spaziergang dort ein echtes Naturerlebnis.

 

Wildtiergehege Feichti am Kobl – über den Dächern von Pfunds

Tief im Wald, hoch über dem Tiroler Ort Pfunds, liegt das Wildtiergehege Feichti am Kobl. Von Ende Mai bis Anfang Oktober kannst du dort freitags an einer geführten Wanderung teilnehmen – kostenlos mit der Sommercard. Perfekt, wenn du in einer der Summit Lodges Pfunds übernachtest. Das sind zwei nachhaltige Ferien-Blockhäuser mit Bergblick, privater Sauna und Kamin. Der Aufstieg zum Wildtiergehege dauert etwa 30 Minuten. Dann öffnet sich dir eine ruhige Waldlichtung mit Blick auf Hirsche, Rehe und Wildschweine. Tipp: Nutze den Wanderbus – ganz im Sinne eines entspannten, autofreien Naturerlebnisses.

 

Wolfcenter Dörverden – Faszinierende Begegnung mit dem Rudel

Wölfe heulen im Rudel - wildtiere im deutschen Wald
©alexvirid | Stock.Adobe.com

 

Wölfe in freier Wildbahn zu sehen, bleibt den meisten von uns verwehrt – im Wolfcenter Dörverden kannst du diesen faszinierenden Tieren jedoch ganz nah kommen. Hier lernst du nicht nur, wie Wölfe leben, sondern auch, warum sie in Westeuropa lange Zeit fast verschwunden waren. Das Wolfscenter hat sich klar einem Bildungsauftrag verschrieben und betrachtet sich und seine Tiere als Botschafter für die wildlebenden Artgenossen. Ein spannender Ausflug für Grundschulkinder, aber auch für Teenager, die sich für Wildtiere (oder für Twilight 😉) interessieren. Als Unterkunft empfehlen wir dir das nahegelegene Eco-Hotel Okelmann’s: ein familiär geführtes Hotel mit gemütlicher Atmosphäre, Yoga, Klangschalenmassagen und achtsamem Lifestyle.

 

Naturresort Gerbehof – Wildbeobachtung direkt auf dem Gelände

Wenn an den Bodensee reist und nachhaltige Erholung suchst, bist du im Naturresort Gerbehof genau richtig. Auf dem Gelände selbst findest du ein Gehege mit Schweinen und Wildschweinen – ideal, um mit Kindern Tiere zu beobachten und gleichzeitig mehr über deren Lebensweise zu lernen. Aber auch Rehe, Füchse oder sogar ein Dachs lassen sich mit etwas Glück in der Umgebung blicken. Eine perfekte Kombination aus Naturkontakt und nachhaltigem Urlaub auf dem Land.

 

#5 Wildtierfütterung in Schwangau – Wintertour mit Aha-Moment

Nachhaltig reisen mit dem Pferdeschlitten. Slow Travel im Winter
Mit dem Pferdeschlitten durch den Wald. BILD: TomasProzek | Pixabay

 

Im Allgäu wird im Winter an einem jahrhundertealten Brauch festgehalten – der Wildtierfütterung. Was auf den ersten Blick nach Eingriff in die Natur klingt, ist in diesem Fall ein Schutzmechanismus für den Wald: Ohne zusätzliches Futter würden Rehe und Hirsche junge Bäume anknabbern und so langfristig ihren eigenen Lebensraum gefährden. In Schwangau haben die Jäger deshalb feste Futterstellen eingerichtet – und das Hotel Das Rübezahl bietet geführte Touren dorthin an.

Ob zu Fuß oder mit der Pferdekutsche – die Wanderung durch die verschneite Landschaft ist schon für sich ein Highlight. Und wenn dann plötzlich aus dem Wald ein Hirsch auftaucht, ganz langsam zur Futterstelle schreitet und du in aller Ruhe beobachten kannst, wie er sich in sicherer Entfernung bedient, dann ist das ein echter Gänsehautmoment. Geführt werden die Touren von Bergführer Baschdi oder der Gastgeberfamilie Thurm, die dabei auch Spannendes zur Region erzählen. Wichtig zu wissen: Hunde dürfen bei der Fütterung nicht dabei sein – zum Schutz der Wildtiere.

 

#6 Tiere im ländlichen Raum entdecken – ganz ohne Gehege

Wenn du aufmerksam bist und dir Zeit nimmst, entdeckst du wilde Tiere im Urlaub ganz ohne Eintrittskarte und Zäune. Viele nachhaltig geführte Green PearlsⓇ Unterkünfte liegen so naturnah, dass tierische Begegnungen fast garantiert sind – besonders in den frühen Morgen- oder Abendstunden.

Im Birkenhof***** Spa & Genussresort im Oberpfälzer Seeland lohnt sich ein früher Spaziergang: Regelmäßig zeigen sich Rehe, Hasen oder sogar ein Fuchs auf den Waldwegen rund um das Hotel. Auch das Hotel Weihrerhof auf dem Ritten in Südtirol bietet beste Aussichten – und das ganz wörtlich: Vom Zimmer aus lassen sich Eichhörnchen und Wildvögel beobachten, manchmal sogar Rehe. Zudem blickst du auf den Wolfsgrubener See, der im Sommer als Badesee und im Winter zum Eislaufen genutzt wird.

Junger Rehbock im Wald
Junger Rehbock gesichtet in Deutschland ©ON-Photography | Stock.Adobe.com

Wer im energieautarken OLM Nature Escape in Sand in Taufers übernachtet, hat gute Chancen, abends oder nachts Rehen, Wildhasen und Füchsen zu begegnen. Und das direkt vor dem Aparthotel, das eingebettet im Tal liegt und sich mit seinem runden Bau organisch in die Natur einfügt. Im STURM in der Rhön wird Artenschutz zum Urlaubserlebnis: Hier summen die Bienen im Garten, Frösche quaken am Naturteich und nachts leuchten die Sterne besonders hell – denn in der Umgebung findest du statt Großstädten Lichtschutzgebiete, in denen sich auch nachtaktive Insekten wohlfühlen.

 

Fazit: Erlebe die Tierwelt mit Respekt

Ob Safari oder Wildgehege mit Schutzfunktion, begleitete Fütterungen oder zufällige Begegnung in der Dämmerung – wenn du mit offenen Augen reist, erkennst du, wie vielfältig die Beziehung zwischen Mensch und Tier im nachhaltigen Tourismus gelebt werden kann. Entscheidend ist dabei immer: der respektvolle Abstand und das Verständnis dafür, dass echte Tierbegegnungen nicht inszeniert, sondern ermöglicht werden. Denn das größte Naturerlebnis ist oft das, das sich ganz still ergibt.

 


Speichere den Artikel auf Pinterest!

Ein Delfin springt aus dem ruhigen Meerwasser unter sanftem Licht. Der Text lautet „Go Wild!“ und wirbt für nachhaltiges Reisen und Begegnungen mit Wildtieren in Kroatien.

Hirsche in einem grasbewachsenen Feld mit dunklem Waldhintergrund, überlagert von den Texten „Watching Wildlife on Vacation“ und „Tips and Inspiration for Your Wildlife Encounter“.

Der Beitrag Wildtiere im Urlaub beobachten – mit Respekt und Geduld erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/wildtiere-im-urlaub-beobachten-mit-respekt-und-geduld/feed/ 0
Green Travel Guide Nepal: So reist du nachhaltig durch das Himalaya-Land https://green-travel-blog.com/de/green-travel-guide-nepal-so-reist-du-nachhaltig-durch-das-himalaya-land/ https://green-travel-blog.com/de/green-travel-guide-nepal-so-reist-du-nachhaltig-durch-das-himalaya-land/#respond Fri, 25 Apr 2025 05:59:35 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=68826 Nepal – das klingt nach schneebedeckten Gipfeln, bunten Gebetsfahnen, Mystik und fremder Kultur Für viele ist das kleine Himalaya-Land zwischen Indien und Tibet ein Sehnsuchtsort: ein Platz für Abenteuer und Begegnungen mit einer ganz anderen Welt. Doch der Tourismus ist auch hier ein zweischneidiges Schwert.…

Der Beitrag Green Travel Guide Nepal: So reist du nachhaltig durch das Himalaya-Land erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Nepal – das klingt nach schneebedeckten Gipfeln, bunten Gebetsfahnen, Mystik und fremder Kultur Für viele ist das kleine Himalaya-Land zwischen Indien und Tibet ein Sehnsuchtsort: ein Platz für Abenteuer und Begegnungen mit einer ganz anderen Welt. Doch der Tourismus ist auch hier ein zweischneidiges Schwert. Das berühmteste Beispiel sind wohl die Basecamp-Besucher des Mount Everest, die dort die “höchstgelegene Müllhalde der Welt” errichteten. Nachhaltiger Tourismus bietet hingegen eine echte Chance für das Land.

 

Mad Honey und Menschenfresser? Nepal ist mehr als Schlagzeilen und Click-Baiting

Katmandu Nepal Touristin
©Puripan | Stock.Adobe.com

 

Die kulturellen Eigenschaften von Nepal üben auf den Westen eine Faszination aus, die zum Teilgrenzwertig ist. Zu den populärsten aktuellen Reisevideos über Nepal zählt das Ernten von psychedelischen “Mad Honey” (über 51 Millionen Views), die Verbrennung von Leichen sowie der Besuch eines “Menschenfressers” (rund 5 Millionen Views) und ein Bericht über die Kumari, ein junges Mädchen, das in Nepal als lebende Göttin verehrt wird (rund 9 Millionen Views).

Sensationsgeilheit und Exotisierung von Menschen und das Ausnutzen für westliche Augen seltsamer Traditionen und Verhaltensweise zur Generierung von Klicks hat nichts mit einer Unterstützung des Landes oder der Promotion von Tourismus zu tun. Es hat übrigens auch nichts mit Aufklärung und (fundierter) Kritik und Aufarbeitung zu tun, was bei solchen Aufnahmen gern zur Verteidigung angebracht wird. Pass also auf und lass dich bei deinen Recherchen rund um Nepal und deine Reise dorthin nicht von solchen Dingen blenden. In Nepal leben nämlich vor allem Menschen wie du und ich. Sei offen und habe ehrliches Interesse an der echten Kultur des Landes – nicht an den Click-Baiting-Videos.

Der Engländer Douglas MacLagan, der Gründer vom Eco-Resort The Pavilions Himalayas – The Farm, dessen Geschichte wir kürzlich auf unserem Blog vorgestellt haben, zeichnet ein solches Bild von seinen Begegnungen mit den Menschen in Nepal:

„Sie hatten so wenig, waren aber bereit, alles zu teilen, um einer Person, die sie noch nie zuvor getroffen hatten, eine Freude zu machen und sie zu respektieren. (…) Was mich auch sehr überrascht hat, war die Fröhlichkeit der Menschen. Sie brauchen keinen Materialismus, etwas, mit dem ich aufgewachsen bin. Ihre abendliche Unterhaltung bestand darin, als Familie, als Gemeinschaft um ein Feuer zu sitzen, Witze zu reißen, über Angelegenheiten des Dorfes und der Familie zu sprechen und darüber, was auf dem Land getan werden muss.“

 

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Touristen sind eine Herausforderung

Jährlich reisen über eine Millionen Touristen nach Nepal. Laut Hotelmanager Rajiv Desraj Shrestha vom The Pavilions Himalayas – The Farm reisen Menschen aller Altersstufen in das kleine Land. “Und sie verteilen sich zu gleichen Teilen auf Abenteuer- und Kulturreisen”, ergänzt er.

Der Tourismus-Sektor ist enorm wichtig für Nepal. Er sichert tausende von Arbeitsplätzen und spielt zudem eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung des einzigartigen Kultur- und Naturerbes Nepals. Allerdings hat er auch seine Schattenseiten.

 

Die höchstgelegene Müllkippe der Welt

Gebetsfahnen
©Bishal | Stock.Adobe.com

 

Abholzung, Müllberge und die Belastung der Wasserressourcen sind nur einige der drängenden Probleme, mit denen der Tourismus Nepals Natur strapaziert. Die vielen Trekker in der Everest-Region haben zum Beispiel dafür gesorgt, dass die ehemals unberührte  Khumbu-Region im Himalaya heute als  „die höchstgelegene Müllkippe der Welt“ bezeichnet wird. Allein im Frühjahr 2024 wurden im Everest-Basislager über 77 Tonnen Abfall gesammelt. Weggeworfene Ausrüstungsgegenstände, Kochutensilien, Plastikmüll und “Human Waste” (also Kot und Urin). Solche Statistiken zeigen, dass der Tourismus zwingend nachhaltiger gestaltet werden muss – nicht nur, aber vor allem in den Bergen.

 

Neue Maßnahmen der Regierung

Wie New Business Age berichtet, hat die nepalesische Regierung inzwischen Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehören:

  • Die Müllbeseitigung mit Hilfe von Dohnen
  • Verpflichtung für Bergsteiger*innen, mindestens 8 kg Müll vom Everest zurückzubringen
  • Die Erhebung einer “Müllkaution” in Höhe von 4.000 $, um verantwortungsbewusstes Verhalten zu fördern.

Die Zeitung moniert hierbei allerdings, dass die Durchsetzungsmechanismen nicht streng genug seien. Als Tourist*in solltest du dich daher nicht nur von (möglichen) Strafen und Verordnungen leiten lassen, sondern eigenverantwortlich handeln.

Ein Beispiel nimmt sich die Regierung übrigens an Bali. Die indonesische Trauminsel sah sich aufgrund von Overtourism genötigt, eine Reihe von Gesetzen gegen Müll und respektloses Verhalten umzusetzen.

 

Tipps zum nachhaltigen Bergsteigen in der Himalaya-Region

Nachhaltig Reisen in Nepal - bergsteigen im Himalaya
Bergsteigen im Himalaya ©Andrii Vergeles | Stock.Adobe.com

 

Wenn du eine Trekkingtour in Nepal planst, kannst du mit ein paar einfachen Entscheidungen viel bewirken.

  • Leihe dir die Trekkingausrüstung vor Ort. Besonders in touristischen Zentren wie Kathmandu oder Pokhara ist dies sehr einfach.
  • Wähle nach Möglichkeit Routen und Wege abseits der ausgetretenen Pfade – nicht nur, um den Massentourismus zu umgehen, sondern auch, um kleinere Dörfer zu unterstützen, die bisher weniger vom Tourismus profitiert haben. Damit meinen wir also nicht, die Wanderwege zu verlassen, sondern einfach weniger frequentierte Wege zu wählen!
  • Achte bei der Wahl deines Anbieters auf lokale Guides, faire Arbeitsbedingungen und transparente Nachhaltigkeitskonzepte. (TrekkingTeamGroup wirbt z. B. mit “excellence in sustainability”, Royal Mountain Travel setzt sich für die Unterstützung lokaler Gemeinschaften und Solarenergie ein und Social Trek Nepal berücksichtigt sowohl soziale Aspekte als auch den Umweltschutz.
  • Verzichte auf Einwegprodukte und bring Dinge wie Trinkflasche, Brotbox und Seifendose mit.
  • Nutze Toiletten, wo immer möglich. Wenn nicht: Vergrabe deine Hinterlassenschaften, decke sie ab oder sammle sie ein und entsorge sie bei der nächsten Gelegenheit korrekt.
  • Informiere dich vorab über die Entsorgung von Abfällen auf deiner Route.
  • Lass nichts zurück. Auch nicht den kleinsten Schnipsel. Die Berge sind kein Abenteuerspielplatz und erst recht keine Müllhalde, sondern ein sehr empfindliches Ökosystem.

 

8 Dinge über Nepal, die du vor deiner Reise wissen solltest

Der Narayanhiti Palace in Kathmandu, Nepal war bis 2008 Sitz des Königs. Heute ist es ein Museum. BILD: Wikimedia Comons

 

#1: Monsun: Während der Monsunzeit in Nepal, (in der Regel Juli/ August) können schwere Regenfälle und Erdrutsche das Reisen erschweren. Viele Resorts und Touren-Veranstalter haben in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen geschlossen. Danach ist das Land besonders grün.

#2: Mount Everest: Der Mount Everest (mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde über dem Meeresspiegel) trägt den Nachnamen eines britischen Landvermessers. In Nepal wird der Berg सगरमाथा Sagarmatha genannt. Es gibt zwei Base-Camps, eines in Nepal und eines in Tibet.

#3: Geschichte: Nepal hat zehn Jahre Bürgerkrieg (1996 – 2006) hinter sich. Ein Resultat davon war die Abschaffung der hinduistischen Monarchie in 2008. Seit 2015 hat das Land eine neue Verfassung ist nun eine parlamentarische Demokratie.

 

Die Bevölkerung von Nepal

#4: Ethnien und Religion: Ethnisch und kulturell ist das Land überaus vielfältig. Die rund 30 Millionen Nepali teilen sich in über 100 ethnische Gruppen. Rund 80 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, etwa 9 % Anhänger des Buddhismus (insbesondere in Mustang).

#5: Landbevölkerung: Im weltweiten Vergleich hat Nepal einen sehr niedrigen Anteil an Stadtbewohnern. Das Land ist bis heute überwiegend bäuerlich und ländlich geprägt.

#6: Klimawandel: Laut Klima-Risiko-Index 2021 gehört Nepal zu den zehn Ländern, die am stärksten vom Klimawandel betroffenen sind. Dies liegt in erster Linie an der Gletscherschmelze.

#7: Armut: Seit Ende des Bürgerkriegs steigt das Pro-Kopf-Einkommen und das Land konnte bereits Erfolge bei der Armutsbekämpfung erzielen. Trotzdem leben laut dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung (BMZ) 17 % der Bevölkerung in Armut. Fast ein Drittel der Kinder leidet unter Mangelernährung und es fehlt an grundlegender Infrastruktur und medizinischer Versorgung.

#8: Tiere: In Nepal leben seltene Tiere wie der Bengalische Tiger, der Schneeleopard und das Panzernashorn. Im Süden des Landes schließt ein tropischer Dschungel mit einer besonders reichen Tierwelt an den Fuß des Gebirges an. Hier befindet sich auch der berühmte Chitwan Nationalpark.

 

Reise-Highlights in Nepal und wie du sie nachhaltig entdeckst

Portrait von einem hinduistischen Sadhu in Nepal
Hinduistischer Sadhu im Pashupatinath-Tempel von Kathmandu ©MemoryMan | Stock.Adobe.com

 

Nepal hat trotz seiner vergleichsweise geringen Größe einiges zu bieten. Ob Natur- oder Kultururlaub, Abenteuer oder Entspannung – Es gibt beinahe nichts, was es nicht gibt. Nicht alles davon ist jedoch mit einer nachhaltigen Reise vereinbar. Aber keine Sorge: Auch mit nachhaltiger Einstellung musst du nicht auf einzigartige Erlebnisse verzichten. Wahrscheinlich werden sie sogar noch intensiver, da du mit den Locals in Kontakt kommst und die Umgebung direkter wahrnimmst, als wenn du durchhetzt – oder darüber hinweg fliegst.

 

Abenteuer erlebst du auch ohne Helikopter

Ob Trekking in der Annapurna-Region oder eine Expedition zum Everest – Abenteuer gibt es in Nepal reichlich und für dieses Publikum werden zahlreiche Adrenalin-Attraktionen angeboten. Frei nach dem Motto: Höher, schneller, extremer.

Wenn du nachhaltig unterwegs sein willst, brauchen wir dir das vermutlich nicht sagen. Der Vollständigkeit halber tun wir es trotzdem: Verzichte lieber auf Aktivitäten wie Helikopterflüge oder Fallschirmspringen – diese verursachen enorme Emissionen und stehen im Widerspruch zu einem ökologisch verantwortlichen Reisen. Wenn es extrem sein soll, kannst du zum Beispiel Bungee-Jumping, Zipline-Fliegen oder Wildwasser-Rafting wählen – Abenteuer mit deutlich geringerer Umweltbelastung. Natürlich solltest du auch hier darauf achten, dass sich die Veranstalter respektvoll der Natur gegenüber verhalten.

 

Sanfte Tierbeobachtungen statt Elefantenreiten

Frau beim Elefantenreiten
Sieht nach Spaß aus? Elefanten lassen sich nicht freiwillig reiten, sondern ihr Wille wird gebrochen. ©Kristin | Stock.Adobe.com

 

Vom Chitwan-Nationalpark bis zum Rara-See – Nepal ist ein Hotspot für Biodiversität. Achte bei Naturausflügen auf zertifizierte Anbieter, die Schutzgebiete respektieren, Wildtiere nicht stören und lokale Gemeinden mit einbinden. Verzichte auf Elefantenreiten (leider wird dies von zahlreichen Veranstaltern im Chitwan-Nationalpark angeboten), denn Elefantenreiten ist immer mit Tierleid verbunden. Entscheide dich stattdessen für naturfreundliche Safaris zu Fuß oder mit dem Kanu.

 

Respektvolle Begegnungen mit Kultur und Tradition

Nepals kulturelles Erbe ist beeindruckend. Von jahrhundertealten Tempeln über lebendige Städte wie Bhaktapur bis hin zu kleinen traditionellen Dörfern gibt es viel zu entdecken. Nimm dir Zeit, die Geschichten hinter den Fassaden zu verstehen. Wie bereits bei der Auswahl der Tourenanbieter erwähnt, suche dafür Veranstalter, die sich auf die Unterstützung lokaler Gemeinschaften spezialisiert haben und mit diesen zusammenarbeiten.

 

Übernachten und Helfen

In Nepal gibt es einige wunderbare, nachhaltige Unterkünfte, wie das Eco-Resort The Pavilions Himalayas – The Farm in der Pokhara Region. Das Resort versorgt sich mit grünem Strom, betreibt eine eigene Bio-Landwirtschaft und kocht mit selbstgewonnenem Biogas. Durch die Einnahmen unterstützt The Pavilions unter anderem die Organisation Right4Children. Mehr über das soziale Engagement erfährst du in unserem Artikel über Charity-Hotels.

 

Shyam Gurung - Yoga Lehrer aus Nepal - Yoga Alliance
Shyam Gurung ©The Pavilions Himalayas – The Farm

Spiritualität, Yoga und Ayurveda

In Nepal kannst du viele Klöster und spirituelle Orte finden. Aber Achtung: In manchen ist der Besuch von Tourist*innen ausdrücklich unerwünscht, was du dann auch respektieren solltest. Achte generell darauf, respektvoll aufzutreten, dich vorher über Verhaltens- und Besuchsregeln zu informieren und Angebote zu wählen, die nicht nur auf schnelle Selfies abzielen.

Im eben erwähnten Resort The Pavilions Himalayas – The Farm kannst du Yogaretreats bei Guru Shyam Gurung buchen, die in die Tiefe gehen und sich mit der Theorie und der Philosophie von Yoga beschäftigen.  Ebenfalls gibt es hier Ayurveda-Anwendungen.

 

Tourismus als Chance, nicht als Belastung

Durch nachhaltiges Reisen kannst du Nepal erleben, ohne (großen) Schaden anzurichten. Du tauchst ein in eine Welt voller Kontraste – zwischen schneebedeckten Gipfeln und subtropischem Dschungel. Erlebe uralte Rituale und gastfreundliche Menschen.

Statt die Kultur zu konsumieren oder die Natur als bloßen Abenteuerspielplatz zu nutzen, begegnest du dem Land und seinen Einwohner*innen auf Augenhöhe. So kann der Tourismus und deine Reise eine echte Unterstützung sein.

PS: Unsere Position zu Flugreisen findest du z. B. in dem Artikel „Dürfen wir noch Fliegen?“

 


Den Artikel auf Pinterest speichern.

Ein ruhiger See spiegelt ein Dorf und schneebedeckte Berge unter blauem Himmel wider. Der Text lautet: „Zwischen Natur und Geschichte. Entdecke Nepals reiche Geschichte und Natur.“

Berglandschaft mit schneebedeckten Gipfeln unter klarem blauem Himmel und bunten Gebetsfahnen. Unten wandert jemand durch einen üppigen, moosbewachsenen Wald. Der Text betont nachhaltiges Reisen in Nepal.

Der Beitrag Green Travel Guide Nepal: So reist du nachhaltig durch das Himalaya-Land erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/green-travel-guide-nepal-so-reist-du-nachhaltig-durch-das-himalaya-land/feed/ 0
Nachhaltige Kulinarik – Ein Überblick über Konzepte, Trends und Herausforderungen https://green-travel-blog.com/de/nachhaltige-kulinarik-ein-ueberblick-ueber-konzepte-trends-und-herausforderungen/ https://green-travel-blog.com/de/nachhaltige-kulinarik-ein-ueberblick-ueber-konzepte-trends-und-herausforderungen/#respond Fri, 18 Apr 2025 06:30:25 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=68813 Wir leben in schwierigen Zeiten: Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit, Welthunger, Tierschutz, Umweltkatastrophen und soziale Ungleichheit werfen große Fragen auf – auch (oder gerade) in Bezug auf unser Essen. Was und wie wir konsumieren, hat direkte Auswirkungen: auf unsere eigene Gesundheit, auf die Umwelt und auf die…

Der Beitrag Nachhaltige Kulinarik – Ein Überblick über Konzepte, Trends und Herausforderungen erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Wir leben in schwierigen Zeiten: Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit, Welthunger, Tierschutz, Umweltkatastrophen und soziale Ungleichheit werfen große Fragen auf – auch (oder gerade) in Bezug auf unser Essen. Was und wie wir konsumieren, hat direkte Auswirkungen: auf unsere eigene Gesundheit, auf die Umwelt und auf die Menschen entlang der gesamten Lieferkette. Nachhaltige Kulinarik ist komplex und kann in den meisten Fällen nicht pauschal beschrieben werden.

Ist Bio wirklich immer besser als regional? Sollten wir auf Importware verzichten oder doch lieber Fair Trade Unternehmen unterstützen? Ist Fleischkonsum oder Fischverzehr vertretbar? Und wann ja, wie?

In diesem Artikel beleuchten wir verschiedene Konzepte und stellen Akteure vor, die nachhaltige Ernährung neu denken. Am Ende bekommst du zudem konkrete Tipps, wie du deinen eigenen Speiseplan nachhaltiger gestalten kannst.

 


Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet nachhaltige Kulinarik?

Ist eine nachhaltige Ernährung = eine gesunde Ernährung?

Die großen Fragen: Was ist wirklich nachhaltig?

Regional vs. Bio – Wann ist welches Konzept sinnvoll?

Vorteile von regionalen Lebensmitteln

Vorteile von Bio-Lebensmitteln

Fair Trade vs. Importverzicht – Globale Gerechtigkeit oder lokale Wirtschaftsförderung?

Verzicht auf Vanille und Kaffee

APIPURA hotel rinner zeigt, wie der Mittelweg aussieht

Tierische vs. pflanzliche Ernährung – Ist vegan automatisch nachhaltiger?

LA VIMEA begründete die vegane Hotellerie in Italien

Veganes Restaurant OMNIA

Saisonalität, kurze Lieferketten und CO₂-Fußabdruck

Hotels und Restaurants mit eigener Landwirtschaft

Was bedeutet Farm-to-Table?

Urgetreide und alte Obstsorten

Nose-to-Tail und Root-to-Leaf

Abfallvermeidung in der Gastronomie

1,9 Millionen Tonnen Lebensmittelmüll

Zero-Waste-Buffets

“Nur 5 Gramm Lebensmittelreste pro Gast”

Nachhaltige Sterneküche in der Spitzengastronomie

Der Grüne Michelin Stern

Nachhaltiger Hochgenuss in Bayern: Restaurant Eisvogel

Globale Gerechtigkeit: Wer zahlt den Preis für unser Essen?

Food Justice und weitere faire Konzepte

Nachhaltige Kulinarik im Alltag – Was kannst du tun?

Fazit: Kleine Schritte mit großer Wirkung

 


 

Was bedeutet nachhaltige Kulinarik?

Nachhaltige Kulinarik im Hotel My Arbor - gedeckter Tisch mit Sonnenschein und Getränk.
©My Arbor

 

Nachhaltige Kulinarik heißt, den Verzehr von Lebensmitteln und Getränken so zu gestalten, dass Umweltbelastungen minimiert, Ressourcen geschont, Emissionen und Müll vermieden werden, die Biodiversität erhalten bleibt, an das Wohl der Tiere gedacht wird und faire und soziale Bedingungen für alle Menschen entlang der gesamten Lieferkette sichergestellt sind.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)  definiert ihre Vision für eine nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaft so, dass Lebensmittel nahrhaft und für alle zugänglich sind und dass die natürlichen Ressourcen so bewirtschaftet werden, dass die Ökosystemfunktionen erhalten bleiben, um die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Menschen zu decken.

Schon diese kurzen Definitionen verdeutlichen die Komplexität nachhaltiger Kulinarik. Dazu kommen regionale Besonderheiten und – was wir hier auf unserem Blog auch nicht vergessen wollen – es soll auch noch gesund sein und gut schmecken! Nachhaltigkeit allein reicht beim Essen, weder zu Hause noch im Restaurant oder Hotel, nämlich nicht aus.

Exkurs: Ist eine nachhaltige Ernährung auch eine gesunde Ernährung?

Nicht unbedingt. Wenn du dich ausschließlich von veganer Fair-Trade-Schokolade und Bio-Wein ernährst, mag das vom Nachhaltigkeitsaspekt her okay sein, doch zur zur Förderung deiner Gesundheit trägt es nicht bei. Trotzdem gibt es viele Überschneidungen zwischen nachhaltiger und gesunder Ernährung.

 

Die großen Fragen: Was ist wirklich nachhaltig?

Blumen - nachhaltiger Garten
©Gut Sonnenhausen

 

Regional vs. Bio – Wann ist welches Konzept sinnvoll?

Das Thema Regional vs. Bio ist etwas, das kontrovers diskutiert wird. Eine Umfrage unter den nachhaltigen Hotels und Unterkünften des Green Pearls® Netzwerks zeigt, dass die meisten Gastronomen (88,3 %) versuchen beides umzusetzen, also größtenteils regionale Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden. Wenn das zusammen nicht möglich ist, so stufen 46 % die Regionalität als wichtiger ein, während 11,5 % der Bio-Qualität den Vorrang einräumen.

 

Vorteile von regionalen Lebensmitteln:

  • Kaum CO2-Emissionen durch den Transport: Stell dir vor, dass du in Deutschland “FIJI-Wasser” von den 16.000 km entfernten Fidschi-Inseln kaufen kannst oder ein Hotel in Hongkong seinen Gästen VOSS-Wasser aus Norwegen vorsetzt. Delikatessen wie spezielle Feigen gehen (jede einzeln in Styropor gewickelt) im Flugzeug und Kühltransport um die Welt. Die Ökobilanz solcher Luxusgüter ist entsprechend unterirdisch! Bei regionalen Lebensmitteln entfallen sowohl Emissionen als auch Transportkosten und oftmals sogar Zwischenlager, wenn direkt beim Produzenten gekauft wird.
  • Frische: Besonders Hotels, die nach dem “Farm to Table”-Konzept eine eigene Landwirtschaft betreiben, können den Salatkopf abschneiden und sofort verarbeiten und auf den Tisch bringen. Diese Frische garantiert nicht nur einen intensiven Geschmack, sondern auch den vollen Erhalt der Nährstoffe.
  • Vertrauen: Viele Gastronomen besuchen selbst die Erzeuger und sehen mit eigenen Augen, wie die Hühner leben, die die Eier legen, wie das Gemüse angebaut wird und wie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden sind. Und vor allem kennen sie die persönliche Einstellung und Überzeugung des*der Landwirt*in. Dies ist in vielen Fällen mehr wert als ein Siegel.
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft: Ein Hotel, ein Restaurant oder auch du selbst bist Teil einer Gemeinschaft. Durch die Unterstützung der Unternehmen pflegst du gute Nachbarschaft und hilfst den Menschen in deiner Region

Nachteile:

  • Regionale Lebensmittel können aus der konventionellen Landwirtschaft stammen, bei der Pestizide eingesetzt werden
  • Regionale Betriebe könnten zu denen gehören, die genetisch verändertes Saatgut verwenden
  • Regionale Fleischprodukte können aus der Massentierhaltung stammen (die Tiere erhalten Antibiotika, leben in unnatürlichen Verhältnissen, naturferner Umgebung, erhalten High-tech-Futter und werden gequält)

 

Vorteile von Bio-Lebensmitteln

  • Unterstützung der Bio-Landwirtschaft
  • Biologische Landwirtschaft arbeitet ohne Pestizide: Der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel hat einen enorm großen Wert, und zwar für:
    • Deine Gesundheit: Keine Pestizid-Rückstände in deinem Essen. Dass Bio-Obst und -Gemüse mehr Vitamine und Nährstoffe enthält, ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt. In dem Artikel, ob Bio-Lebensmittel gesünder sind, haben wir uns genauer mit der Studienlage dazu beschäftigt.
    • Die Gesundheit der Feldarbeiter*innen, da diese nicht mit chemischen und potenziell gesundheitsgefährdenden Substanzen arbeiten müssen
    • Die Biodiversität: In der Bio-Landwirtschaft gibt es nachweislich eine höhere Biodiversität. Pestizide töten ja nicht nur Schädlinge, sondern auch nützliche Insekten.
    • Den Grund- und Bodenwasserschutz: Pestizide und Düngemittel von den Feldern versickert im Boden und gelangt so in den Wasserkreislauf. In der Bio-Landwirtschaft sind sowohl das Bodenwasser als auch das Grundwasser messbar weniger belastet.
    • Die Bodenfruchtbarkeit: Die ist messbar höher als auf vergleichbaren, konventionell bewirtschafteten Flächen.

Nachteile:

  • Wenn Bio-Lebensmittel am anderen Ende der Welt angebaut werden haben sie einen langen Transportweg und verursachen somit mehr CO2-Emissionen.
  • Das Bio-Siegel sagt nichts über die Arbeitsbedingungen aus.

Wir würden so abstufen:

Am besten: Regionale Bio-Produkte

Am zweitbesten: Regionale Produkte, die zwar kein Bio-Siegel haben, doch wo ein persönlicher Vertrauenskontakt besteht und die Umstände der Produktion und Haltung bekannt sind.

Am drittbesten: Bio-Lebensmittel aus der erweiterten Region (z. B. Europa)

Am mit Abstand schlechtesten: Industrielle Massenproduktion von Lebensmitteln (Stichwort: Massentierhaltung) sowie Exportprodukte von weit her für die es regionale Alternativen gibt.

 

Fair Trade vs. Importverzicht – Globale Gerechtigkeit oder lokale Wirtschaftsförderung?

Küche ernten nach dem Farm to Table Konzept in Südtirol
Küchenchef Manfred Rinner kocht in erster Line regional. ©rot wild | APIPURA hotel rinner

 

Die Frage, ob regional immer die beste Lösung ist, bringt uns direkt zum Thema Fair Trade und die Verteilung des Reichtums durch Handel. Genauso, wie es in der Gastronomie Menschen und Unternehmen gibt, die Fairtrade-Produkte einkaufen, um ihren Gästen Vielfalt oder ein bestimmtes Niveau (z. B. in der Sterneküche) zu bieten, gibt es auch einige Vertreter, die auf Importe verzichten. Der richtige Weg? Für die meisten ein Kompromiss und ein immer wieder erneutes Abwägen von Argumenten.

 

Verzicht auf Vanille und Kaffee

Einer, der komplett auf Importware verzichtet, ist beispielsweise Ricky Saward vom Seven Swans in Frankfurt. Er war der erste vegane Sternekoch überhaupt und vertritt verschiedene radikale Ansätze, zu denen auch der Verzicht auf fast alle Gewürze gehört. Und zwar nicht nur auf Vanille aus Madagaskar, sondern auch auf Pfeffer, Zitronen, und Olivenöl.

Wärst du bereit dazu, deinen Speiseplan so konsequent auf regionale Produkte zu begrenzen? Und ist das bezogen auf die globale Weltgemeinschaft überhaupt sinnvoll? Wir sehen hier eine Parallele zum Reisen. Wenn wir jetzt alle nur noch in unseren (ohnehin eher reichen) Heimatländern Urlaub machen und niemand mehr weiter wegreist, so würden zwar weniger Flug- bzw. Anreiseemissionen entstehen, es würde jedoch auch ein wichtiger (und für manche Länder sogar der wichtigste) Wirtschaftsfaktor wegfallen. 

In Fair Trade Kooperationen finden viele Menschen eine gut bezahlte und sichere Anstellung, mit der sie sich selbst und ihre Familien versorgen können. Kinder können durch dieses Einkommen in die Schule gehen und müssen nicht selbst Geld verdienen. Die Unabhängigkeit von Frauen wird gestärkt und oftmals werden kleinere oder familiengeführte Unternehmen und Produzenten unterstützt.

 

APIPURA hotel rinner zeigt, wie der Mittelweg aussieht

Es ist daher aus unserer Sicht und aus der Sicht vieler unserer Partner*innen das Beste, einen individuellen Mittelweg zu finden. Das APIPURA hotel rinner in Südtirol ist beispielsweise ein Hotel, dass sich sehr für lokale Bio-Lebensmittel engagiert. Als einer der ersten Betriebe der Region etablieren sie das Label “Bio Fair Südtirol” in der Gastronomie. Küchenchef und Gastgeber Manfred Rinner verwendet in seiner Küche Bio-Fleisch, Bio-Gemüse und Bio-Obst direkt aus der Südtiroler Region. Trotzdem findest du in dem Hotel auch Kaffee und Desserts mit Schokolade. In diesem Fall wird auf Fair Trade bzw. Fair-Trade-Bio-Produkte geachtet.

 

Tierische Produkte vs. pflanzliche Ernährung – Ist vegan automatisch nachhaltiger?

Hühner am Gardasee in der Landwirtschaft vom nachhaltigen Wellneshotel My Arbor
©BP | My Arbor

 

Diese Frage lässt sich ziemlich leicht mit “ja” beantworten. Fleisch und Milchprodukte verursachen mit Abstand die höchsten CO2-Emissionen. Gut, laut einer Studie vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), die 2020 rund 200 Lebensmittel auf ihre Umweltverträglichkeit verglich, war Rindfleisch „nut“ auf Platz 2 nach der Flugananas. Veganer*innen, die täglich eine halbe, mit dem Flugzeug importierte Ananas zum Frühstück verspeisen, könnten demnach größere Ökosünder*innen sein, als Menschen, die 1 x pro Woche Rindersteak essen. Allerdings sind diese Veganer*innen stark in der Unterzahl. Ehrlicherweise bezweifeln wir sogar, dass sie existieren … Wer jedoch existiert sind die vielen, vielen Menschen, die täglich Butter, Käse und Wurst zu sich nehmen – und vielleicht sogar mehr als einmal pro Woche Rindfleisch essen.

Die Studie zeigt übrigens noch etwas viel wichtigeres, als dass Flugananas eine schlechtere Umweltbilanz als Rindfleisch hat: Pflanzliche Lebensmittel haben im Schnitt einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck als tierische Produkte. Daher gehört es unbestreitbar zur nachhaltigen Kulinarik, die Pflanzenküche in den Mittelpunkt zu rücken und Fleisch-, Fisch-, Milch- und Eierkonsum zu beschränken. Am besten kochst du so oft wie möglich frisch! Vegane Fertiggerichte (und erst recht nicht vegane Fertiggerichte) haben ebenfalls einen ziemlich hohen ökologischen Fußabdruck.

 

LA VIMEA begründete die vegane Hotellerie in Italien

Verschiedene Teller mit veganen Spezialitäten
©Federico Graziati for LA VIMEA

 

Durch die Hinwendung zum Veganismus bieten immer mehr nachhaltige Hotels vegetarische und vegane Gerichte standardmäßig auf ihrer Speisekarte an. Es gibt allerdings erst wenige, die konsequent und ausschließlich auf vegane Produkte setzen.

Das Adults-Only Hotel LA VIMEA in Naturns, Südtirol, kann sich auf die Fahne schreiben, 2016 das erste komplett vegane Hotel in ganz Italien gewesen zu sein. Nicht nur die Speisen, sondern auch alle Materialien und verwendeten Produkte im Hotel sind vegan. Gastgeberin Valeria Caldarelli gehört zu einer eingesessenen Hoteliersfamilie und hat selbst den veganen Lebensstil für sich entdeckt. Fast die komplette Familie lebt vegan – und vermittelt diesen Lebensstil auch sanft an seine Gäste. Tochter Franziska eröffnete die erste vegane Unterkunft in der Toskana und die Söhne Maximilian und Alexander das erste vegane Hotel auf der Seiser Alm.

 

Saisonalität, kurze Lieferketten und CO₂-Fußabdruck

Den geringsten ökologischen Fußabdruck haben pflanzliche Produkte aus deiner direkten Nähe, die gerade Erntezeit haben. Sich nachhaltig zu ernähren heißt demnach auch sich saisonal zu ernähren.

 

Hotels und Restaurants mit eigener Landwirtschaft

Es gibt einige Hotels und Restaurants, die in ihren Küchen selbst angebaute Lebensmittel verwenden. Vorbildlich sind hierbei z. B. die ADLER Lodge RITTEN und das ADLER Spa Resort SICILIA. Schon bei der Planung und dem Bau der letzteren wurden landwirtschaftliche Felder und Gärten mitbedacht, von denen sich die Hotelküche direkt bedienen kann. Auf dem Ritten entstand vor einigen Jahren ein diverser Bauerngarten, der von den benachbarten Jungbauern gepflegt wird. Angebaut wird dabei, was in der Region heimisch ist und gut wächst. Auf Sizilien gibt es z. B. Organen und Zitronen und in Südtirol Knollengewächse wie Kartoffeln und Rote Beete.

The Pavilions Himalayas – The Farm in Nepal hat es sogar geschafft, die umliegenden Felder in zertifizierte Bio-Landwirtschaft umzuwandeln. Die ortsansässigen Bauern wurden speziell geschult und haben durch das Resort einen direkten Abnehmer für die Bio-Produkte.

ADLER Lodge RITTEN, nachhaltiger Hotelgarten
Frisches Gemüse kommt direkt aus dem Hotelgarten. ©ADLER Lodge RITTEN

 

Trendkonzept: Farm-to-Table

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Begriffen, die das eben erklärte Konzept von Hotels und Restaurants mit eigener Landwirtschaft beschreiben:

  • Farm-to-Table – Der wohl bekannteste Begriff, beschreibt die direkte Verbindung zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Gastronomie. Im Idealfall holt der/die Küchenchef*in die Erzeugnisse direkt vom Feld ab.
  • Farm-to-Fork – Ähnlich wie Farm-to-Table betont dieser Begriff eine extrem kurze Lieferkette vom Feld über die Küche bis auf den Teller (bzw. die Gabel) des Gastes.
  • Field-to-Fork – ein weiterer Ausdruck dafür.
  • Zero-Kilometer-Food / Null-Kilometer-Lebensmittel – Dieser Begriff wird vor allem in Italien und Spanien verwendet und bedeutet, dass Lebensmittel aus unmittelbarer Nähe bezogen werden und daher nicht nur saisonal und frisch sind, sondern kaum Transport-Emissionen verursachen.
  • Garden-to-Table – Dies ist ein Begriff speziell für Hotels und Restaurants, die einen eigenen Garten oder eine kleine Landwirtschaft betreiben.
  • Pasture-to-Plate – Bezieht sich speziell auf nachhaltig gezüchtetes Fleisch und Milchprodukte.
  • Hyperlocal Food – Ein moderner Begriff für Lebensmittel, die vor Ort produziert und konsumiert werden, oft direkt auf dem Hotel- oder Restaurantgelände.

 

Urgetreide und alte Obstsorten

Brot Sommelier hält Korb mit nachhaltig gebackenem Brot
Brot Sommelier Benjamin Profanter ©Profanter Natur-Backstube

 

In diesem Zusammenhang wollen wir einen weiteren Trend nachhaltiger Kulinarik erwähnen. Denn vielen geht es nicht nur darum, dass die landwirtschaftlichen Produkte in der Region nach Bio-Richtlinien angebaut werden, sondern es geht auch um den Erhalt heimischer Obst, Gemüse und Getreidesorten.

Benjamin Profanter, Naturbäcker aus Brixen verwendet und empfiehlt Brote aus Urgetreide zu backen. Urgetreide bezeichnet Getreidearten, die noch vor der industriellen Kultivierung angebaut wurden. Laut Benjamin sind solch alte Landsorten prädestiniert für die ökologische Landwirtschaft, da sie im Gegensatz zu hochgezüchteten Getreidesorten gut ohne Pestizide und Herbizide auskommen. Auch ernährungspsychologisch sei Urgetreide besser, da es mehr Nährstoffe enthalte.

Der Brot-Sommelier beliefert mit seiner Naturbackstube gleich zwei unserer nachhaltigen Green PearlsⓇ Partner aus der Region: Das Wellnesshotel My Arbor (erhöht auf Stelzen mitten in die Baumkronen gebaut) und das OLM Nature Escape, ein energieautarkes Aparthotel inmitten der Natur.

 

Nose-to-Tail und Root-to-Leaf

Interessant ist in der nachhaltigen Kulinarik auch, dass möglichst ALLES vom Schlachttier oder von den genutzten Lebensmitteln allgemein verwendet wird. Innereien waren z. B. lange aus der Mode, kehren aber jetzt mit dem Nachhaltigkeitsgedanken wieder zurück. Ein Vertreter des Nose-to-Tail Konzepts ist beispielsweise Küchenchef Manuel Madei vom Gut Sonnenhausen in der Nähe von München. Als klassisch bayerische Gerichte empfiehlt er in unserem kulinarischen Bayern-Guide z. B. “Saures Lüngerl” (Ragout mit Kalbslunge) und “Leberknödelsuppe”.

Moderne Köche (die noch Fleisch zubereiten) beginnen wieder ieder Knochen für Brühe auszukochen, Fett zu Schmalz zu verarbeiten. Übrigens: Der Gastgeber vom Gut Sonnenhausen, Georg Schweisfurth, ist selbst gelernter Metzger und bezieht das Fleisch von den nahegelegenen Partner-Bio-Höfen der Herrmannsdorfer Landwerkstätten.

Root-to-Leaf ist ein ähnliches Konzept für Pflanzen, bei dem Blätter, Stiele und Schalen genutzt werden, um beispielsweise Chips, Gemüsebrühen oder ungewöhnliche Beilagen zu kreieren.

 

Abfallvermeidung in der Gastronomie

SCHWARZWALD PANORAMA Zero-Waste-Frühstück - nachhaltiges Hotel
Die wiederverwendbaren Gläser auf dem Frühstücksbuffet sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch eleganter als Einweg. ©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Von Root-to-Leaf bzw. Nose-to-Tail fällt es nicht schwer die Brücke zum Abfallmanagement zu schlagen. Die ganzheitliche Verwertung gehört nämlich zum Konzept des Zero-Waste-Cookings, mit dem Kampf der Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie der Kampf angesagt wird. Doch auch der Verpackungsmüll ist ein riesiges Problem. Beides zu vermeiden, umfasst sämtliche Bereiche eines Restaurants, Hotels, Cafés – oder auch deines Zuhauses:

  • Planung
  • Einkauf
  • Lagerung
  • Personalschulung (oder Schulung der anderen Familienmitglieder im Haushalt)
  • Präsentation der Lebensmittel
  • Einbeziehung der Gäste

 

1,9 Millionen Tonnen Lebensmittelmüll im Jahr

Wie die Verbraucherzentrale berichtet, landen allein in Deutschland jährlich rund 1,9 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Besonders die Lebensmittelverschwendung an Buffets ist laut dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA ein großes Thema.

 

Zero-Waste-Buffets

Um Abfall und Verschwendung beim Frühstücksbuffet im Hotel zu vermeiden, gibt es bei den nachhaltigen Unterkünften wie denen im Green Pearls® Netzwerk ausgetüftelte Konzepte.

 

“Nur 5 Gramm Lebensmittelreste pro Gast”

Das Hotel Luise in Erlangen hat es beispielsweise erreicht, dass jeder Gast im Durchschnitt nur 5 Gramm Lebensmittelreste beim Frühstücksbuffet hinterlässt. Besonders wirkungsvoll sei eine “intelligente Plattenbelegung mit kleinen Platten”. Gegen Ende der Frühstückszeit werden die Platten auch nicht einfach noch mal neu belegt, sondern das Personal fragt aktiv bei den Gästen nach, was gewünscht wird. Noch eine Scheibe Käse? Dann gibt es eine Scheibe Käse. Was vom Buffet übrig bleibt, wird am Ende an die Mitarbeiter*innen verteilt.

 

Besonderheiten und warme Speisen auf Bestellung

Zero-Waste Frühstück mit Frühstücksei im Lifestylehotel SAND

©Lifestylehotel SAND 

 

Bewährt hat sich in vielen Restaurants und Unterkünften eine Mischform aus Buffet und Bestellung. Im Lifestylehotel SAND an der Ostsee gibt es z. B. zusätzlich zum Buffet eine Front-Cooking-Station, an der Eierspeisen frisch auf Gästewunsch zubereitet werden. Durch diese Maßnahme rechnet es sich auch wirtschaftlich hochwertige Bioeier zu verwenden.

Ein vorbildliches Zero-Waste-Buffet kannst du auch im SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb erleben. Hier gibt es z. B. keine Einwegverpackungen. Statt Butter-Portionen gibt es eine Buttermaschine und anstatt abgepackter Marmeladen kleine Gläschen. Du findest hier kein Einwegplastik und nur Bio-Produkte. Speiseabfälle aus der Küche (auch gekochte) gehen an ReFood. Das Unternehmen erzeugt aus den organischen Reststoffen Strom, Wärme, organischen Dünger und Biodiesel. Die Kompostierung und Resteverwertung mit anschließender Wiederverwendung zum Beispiel im Gemüseanbau wird auch als Circular Gastronomy,  also Kreislaufwirtschaft in der Gastronomie, bezeichnet.

 

Nachhaltige Sterneküche – Geht das?

Nachhaltige Kulinarik in Südtirol mit den Köchen Berni Aichner und Theodor Falser
Berni Aichner (l.) bei einem Kochevent mit Sternekoch Theodor Falser ©OLM Nature Escape

Bei Kulinarik kann es nicht nur um Nachhaltigkeit gehen. Der Geschmack und der Genuss sind immer eine Komponente. Bis heute herrscht jedoch im Bereich Fine Dining der Denkfehler vor, dass “exquisite Zutaten” von weit herkommen müssen.

Dass dies nicht stimmt, beweist der Südtiroler Drei-Sterne-Koch Norbert Niederkofler, der die italienische Sterneküche nachhaltig revolutioniert hat. Mit seinem Konzept „Cook the Mountain“ verfolgt er eine Philosophie, die ausschließlich auf saisonalen und regionalen Zutaten basiert. Dabei legt er großen Wert darauf, die natürlichen Kreisläufe zu respektieren und Abfälle auf ein Minimum zu reduzieren.

Diese konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit wurde mehrfach gewürdigt: Sein ehemaliges Restaurant St. Hubertus erhielt neben den drei Michelin-Sternen auch einen Grünen Stern, der für besonderes Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit verliehen wird. Jahrelanger Sous Chef von Norbert Niederkofler war übrigens Berni Aichner, der heutige Küchenchef vom OLM Nature Escape.

 

Der Grüne Michelin Stern

Der Grüne Michelin Stern wurde 2020 eingeführt und zeichnet Restaurants aus, die sich durch umweltschonende Betriebsführung und einen respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen hervorheben. Kriterien für diese Auszeichnung sind unter anderem die Verwendung lokaler und saisonaler Produkte, die Reduktion von Lebensmittelverschwendung und der Einsatz energiesparender Technologien. ​

„Wir wollten den Gastronomen, die auf Nachhaltigkeit setzen, mehr Sichtbarkeit verschaffen und sie für ihre Bemühungen würdigen“ – Direktor des Guide Michelin für Deutschland, Österreich und die Schweiz im Gespräch mit Green Pearls®.

 

Nachhaltiger Hochgenuss in Bayern: 2-Sterne-Restaurant Eisvogel

Dass Nachhaltigkeit und Sterneküche kein Widerspruch sind, zeigt auch das Restaurant Eisvogel, welches an das 5-.Sterne-Wellnesshotel Der Birkenhof***** Spa & Genussresort in Bayern angeschlossen ist.

Küchenchef Sebastian Obendorfer – Mitglied der Gastgeberfamilie – führt das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant mit großer Hingabe für Region und Saison. Seine Philosophie: moderne deutsche Küche mit tiefen Wurzeln in der Oberpfalz und internationalen Einflüssen.

Verarbeitet werden frische Zutaten von vorwiegend kleinen, regionalen Erzeuger*innen, Wildkräuter, die in den umliegenden Wäldern wachsen, oder Fisch aus den nahen Gewässern. Auch auf schonende Zubereitung und kurze Transportwege wird konsequent geachtet. Ganz auf Importe verzichten kann das Hotel noch nicht. Die Erwartungshaltung der Gäste steht dem an manchen Stellen im Weg. Doch im Zusammenspiel mit dem nachhaltigen Gesamtkonzept des Resorts – von erneuerbaren Energien über regionale Architektur bis zur plastikfreien Zimmerausstattung ist das Eisvogel ein gutes Beispiel dafür, wie verantwortungsbewusste Gourmetküche heute aussehen kann.

 

Veganes Fine Dining im OMNIA Plant-based Restaurant

Veganes Essen mit Feuer
Vegan Fine Dining im OMNIA @Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Zum Paradiso Pure.Living Vegan Hotel auf der Seiser Alm gehört seit Dezember 2024 das Restaurant OMNIA, ein Herzensprojekt der Küchenchefin Aggeliki Charami sowie der beiden Hotelchefs Maximilian und Alexander. Hier gibt es nur sechs Tische und ein spezielles Fine-Dining-Erlebnis mit 9 veganen Gängen, die von der Küchenchefin persönlich erklärt werden. Die vegane Küche wird nach wie vor nur sehr selten mit Sternen gewürdigt, doch für ein exklusives Fine Dining Experience braucht es diese nicht unbedingt. Oder was denkst du?

 

Globale Gerechtigkeit: Wer zahlt den Preis für unser Essen?

Nachhaltige Kulinarik endet nicht beim Produkt – sie wirft auch einen kritischen Blick auf die globalen Zusammenhänge von Ernährung. Denn oft zahlen andere den Preis für unsere (günstigen) Lebensmittel: Menschen, die in prekären Arbeitsverhältnissen in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelproduktion beschäftigt sind, häufig ohne faire Löhne oder ausreichenden Arbeitsschutz.

Zugleich bleibt vielen weltweit der Zugang zu gesunden, nachhaltigen Lebensmitteln verwehrt – sei es durch ökonomische, geografische oder soziale Barrieren. Auch die massive Lebensmittelverschwendung, die wir eben angesprochen haben und die vor allem in wohlhabenden Ländern stattfindet, ist ein ethisches Problem: Während bei uns tonnenweise Essen entsorgt werden muss, hungern Millionen Menschen auf der Welt.

Immer mehr kulinarische Konzepte greifen diese Herausforderungen auf. Die Planetary Diet etwa konzentriert sich auf eine Ernährung mit möglichst geringem CO₂-Fußabdruck. Im  Selbsttest der Planetary-Diet App haben wir festgestellt, dass neben Fleisch auch Schokoriegel ein Reißer im Emissionsverbrauch sind. Die Regenerative Cuisine unterstützt Landwirt*innen, die mit regenerativen Methoden arbeiten und so Boden, Wasser und Biodiversität erhalten und sogar wiederherstellen.

Fine Dining in Südtirol - ein Küchenchef hinter seiner Kreation
©APIPURA hotel rinner

 

Food Justice und weitere faire Konzepte

Bei nachhaltiger Kulinarik stehen auch soziale Aspekte im Fokus – zumindest sollten sie es. Food Justice setzt sich für gerechte Bedingungen in der Lebensmittelproduktion und eine faire Verteilung ein. Weitere Ansätze die dazu beitragen, globale Gerechtigkeit im Ernährungssystem zu fördern sind:

  • Slow Food – Gegenbewegung zu Fast Food mit Fokus auf regionale Lebensmittel und traditionelles Handwerk
  • Ethical Eating – Essen mit ethischen Überlegungen, z. B. fair gehandelte, tierfreundliche Produkte.
  • Blue Economy – Nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen in der Kulinarik.

Auch technologische und praktische Lösungen wie Solar Cooking (Kochen mit Sonnenenergie) zeigen, wie bewusstes Kochen auch energetisch nachhaltiger gestaltet werden kann.

 

Nachhaltige Kulinarik im Alltag – Was kannst du tun?

Wie du siehst, ist das Thema komplex und längst nicht so privat oder persönlich, wie wir es uns manchmal vorstellen. Nachhaltige Kulinarik bzw. eine nachhaltige Ernährung findet immer in Bezug auf unsere Gesellschaft und den Planeten statt. Das klingt jetzt riesig und unübersichtlich und als ob es dir den Appetit verderben könnte, aber keine Sorge! Es gibt ein paar simple Entscheidungen, die du im Alltag treffen kannst, die deinen kulinarischen Genuss ein bisschen nachhaltiger machen.

 

#1 Reste kreativ verwerten

Werde kreativ mit dem, was du bereits zu Hause hast. Aus Gemüseresten wird eine Suppe, altes Brot lässt sich rösten oder zu Paniermehl oder Knödeln verarbeiten. Plane deine Einkäufe so, dass möglichst wenig übrigbleibt und friere Reste rechtzeitig ein, bevor sie schlecht werden.

 

#2 Regional und saisonal einkaufen oder selbst anbauen

Lokal erzeugte Lebensmittel haben kürzere Transportwege und oft eine bessere Klimabilanz. Saisonkalender helfen dir dabei, Obst und Gemüse aus deiner Region zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen oder du gehst auf den Markt und lässt dich vom dortigen Angebot inspirieren. So schmeckt’s frischer – und du unterstützt gleichzeitig heimische Betriebe.

Einige Kräuter und Gemüse kannst du dir auch selbst ziehen. Hier gibt es Tipps zur Hochbeet-Planung. Aber Vorsicht: Nicht immer ist Urban Gardening (LINK) besser als das regionale Pendant vom Markt.

 

#3 Auf Siegel achten – und sie verstehen

Nicht jedes grüne Label steht für echte Nachhaltigkeit. Informiere dich über die Bedeutung von Bio-, Fairtrade- oder MSC-Siegeln. Wähle bevorzugt Produkte mit glaubwürdigen und umfassenden Zertifizierungen wie Demeter, Naturland oder Bioland.

Eine gute Übersicht bietet dir beispielsweise der Siegel-Guide von Utopia.

 

#4 Alternativen entdecken

Nachhaltig kochen in Eco-Hotels mit regionalen Zutaten
© StefanieBaum Stock.Adobe.com

 

Nachhaltig leben ist ein ständiger Prozess und man lernt immer wieder hinzu. Sei offen für neue Produkte. Probiere dich mal die Limonade oder Cola der regionalen Brauerei, statt der überzuckerten Varianten der Softdrink-Riesen. Anstelle von Orangensaft schmecken auch andere (regionale) Fruchtsäfte und wie wäre es mit Pilzen statt Hühnchen.

 

#5 Boykottiere bekloppte Luxus-Trends

Beispiel: Voss- oder FIJI-Wasser. Solche Produkte kommen von weit her, haben eine katastrophale Umweltbilanz und sind in den allermeisten Fällen völlig überflüssig. Leitungswasser ist beispielsweise in Deutschland streng kontrolliert und meist von hervorragender Qualität. Investiere lieber in einen Wasserfilter (falls du in Regionen mit sehr kalkhaltigem Wasser wohnst) und in eine schöne, wiederverwendbare Flasche für unterwegs.

Auch andere Trends wie irgendwelche Eissorten aus Korea, die auf Social Media viral gehen, musst du NICHT ausprobieren. Sicher, schmeckt bestimmt lecker, aber echt jetzt?

 

#6 Den Fleischkonsum radikal einschränken – oder gleich vegetarisch bzw. vegan leben

Ab sofort vegan zu leben, ist ökologisch betrachtet sicher die beste Entscheidung. Doch wir verstehen es, dass dies nicht für jede*n infrage kommt oder möglich ist. Wenn du nicht komplett auf Fleisch oder tierische Produkte verzichten willst, so kann die Entscheidung nur noch regionales Biofleisch zu konsumieren einen tiefergreifenden Wandel herbeiführen. Solches Fleisch (und auch andere tierische Produkte höherer Bio-Qualität) ist nämlich wesentlich teuer und allein darum wirst du es seltener einkaufen und bewusster genießen. Recherchiere eine geeignete Bezugsquelle in deiner Umgebung. Mache einen Bogen um alle Fleischprodukte im Supermarkt und um Fleisch, dessen Herkunft du nicht kennst (z. B. die Salami bei der Pizzabestellung).

 

Fazit: Kleine Schritte mit großer Wirkung

Nachhaltige Ernährung ist mehr als ein privates Projekt – sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Gastronom*innen, Hoteliers und Produzent*innen tragen ebenso Verantwortung wie wir als Konsument*innen. Jeder bewusste Einkauf, jedes gerettete Lebensmittel und jeder Teller ohne Massentierhaltungsfleisch ist ein Beitrag zu einem gerechteren und ökologischeren Ernährungssystem. Natürlich sind wir uns bewusst, dass wir als Einzelperson nicht unbedingt die Welt retten. Trotzdem ist jede klima- und gesellschaftsfreundliche Entscheidung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Unsere Green Pearls® Partner zeigen außerdem, dass sich Nachhaltigkeit und Genuss nicht ausschließen – im Gegenteil. Sie beweisen Tag für Tag, dass ein respektvoller Umgang mit Ressourcen, faire Bedingungen und kulinarische Exzellenz Hand in Hand gehen können. Und genau das ist die Art von Wandel, die wir brauchen – auf allen Ebenen.

 


Den Artikel auf Pinterest speichern.

Eine Frau in einem schwarzen Kleid schaut sich das Essen an einem modernen Buffet mit Holzdekor im OLM Nature Escape in Südtirol an. Der Text lautet „Sustainable & Culinary Travel“ (Nachhaltiges & kulinarisches Reisen) und betont das umweltfreundliche Essen.

Collage von Köchen, die in einer Küche Gerichte mit frischem Gemüse zubereiten, wobei der Fokus auf nachhaltiger Gastronomie liegt. Der Text darunter lautet: „So funktioniert nachhaltige Gastronomie.“

Der Beitrag Nachhaltige Kulinarik – Ein Überblick über Konzepte, Trends und Herausforderungen erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/nachhaltige-kulinarik-ein-ueberblick-ueber-konzepte-trends-und-herausforderungen/feed/ 0
Tourismus mit Impact: Ein Resort in Nepal bekämpft Kindersterblichkeit und Menschenhandel https://green-travel-blog.com/de/tourismus-mit-impact-ein-resort-in-nepal-bekaempft-kindersterblichkeit-und-menschenhandel/ https://green-travel-blog.com/de/tourismus-mit-impact-ein-resort-in-nepal-bekaempft-kindersterblichkeit-und-menschenhandel/#respond Tue, 01 Apr 2025 06:21:37 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=68552 Als der Engländer Douglas Maclagan 1993 zum ersten Mal nach Nepal reiste, ahnte er nicht, dass diese Reise sein Leben – und das vieler anderer Menschen – für immer verändern würde. Was mit einer erschütternden Begegnung begann, führte zu einem außergewöhnlichen Tourismus-Projekt am Fuße des…

Der Beitrag Tourismus mit Impact: Ein Resort in Nepal bekämpft Kindersterblichkeit und Menschenhandel erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
Als der Engländer Douglas Maclagan 1993 zum ersten Mal nach Nepal reiste, ahnte er nicht, dass diese Reise sein Leben – und das vieler anderer Menschen – für immer verändern würde. Was mit einer erschütternden Begegnung begann, führte zu einem außergewöhnlichen Tourismus-Projekt am Fuße des Himalayas.

 

Eine Begegnung, die alles veränderte – Die Geschichte von Douglas Maclagan

Nepal ist ein Land voller majestätischer Berge, spiritueller Orte und herzlicher Menschen, das Reisende aus aller Welt anzieht. Einer dieser Reisenden war Douglas Maclagan aus England. Es hätte eine „normale“ Reise werden können, wenn ihm nicht eine Frau ihr krankes Kleinkind in den Arm gedrückt hätte. „Hilf!“, schien ihr Blick zu sagen. Doch er konnte es ihr nur zurückgeben. „Ich bin kein Arzt“, hatte er nur hilflos zu ihr sagen können. Noch in derselben Nacht starb das Kind.

Douglas lernte, dass zu dieser Zeit (1993) die Kindersterblichkeit in Nepal extrem hoch war. Rund 34 % der Kinder erreichten nicht das Schulkindalter. Und dies aus vermeidbaren Gründen wie Infektionskrankheiten, Durchfall oder Lungenentzündung. Es fehlte sowohl an einer zuverlässigen Gesundheitsversorgung als auch an geeigneten Räumlichkeiten für die Versorgung und Pflege von Kindern.

 

Ein Erbe eröffnet neue Möglichkeiten

Kurze Zeit nach dieser schicksalhaften Begegnung verstarb Douglas’ Großvater und hinterließ ihm ein Haus in England. Mit dem Geld aus dem Verkauf des Hauses tat er, was er sich seit dem Tag als ihm die Frau ihr krankes Kind gereicht hatte, gewünscht hatte: Er flog nach Nepal und eröffnete dort 1995 zwei Daycare-Zentren für Kleinkinder. Aus diesen ist die heutige Organisation Right4Children entstanden, die bereits über 40.000 Individuen helfen konnte.

Die Daycare-Zentren bestehen aus kindgerechten Betreuungsräumen mit geschultem Personal, wo Eltern ihre Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren tagsüber hinbringen können. . Es gibt Spiele, warme Mahlzeiten und eine hygienische Umgebung mit Gesundheitsvorsorge. Der erste Bericht zeigte: Kein einziges der betreuten Kinder starb.

Kinder in Nepal waschen sich die Hände vor dem Mittagessen
Kinder in Nepal – die richtige Hygiene verhindert Krankheiten. ©Gary | Stock.Adobe.com

 

Daycare-Zentren für starke und gesunde Kinder

In den Nachbardörfern wünschten sich die Menschen ebenfalls solche Daycare-Zentren für ihre Kinder, woraufhin Douglas sich an die Provinz-Regierung wandte, damit diese ebenfalls solche Zentren eröffnen. Diese sagte allerdings, er selbst müsse erst noch weitere Daycare-Zentren in der ganzen Provinz gründen und einen genauen Bericht über die Entwicklung führen, damit sich der Nutzen dieser Einrichtungen auch belegen lasse. Als einzige Unterstützung von Seiten der Monarchie, wurde seine Arbeit als NGO anerkannt. Doch das Geld für die Zentren müsse er selbst organisieren.

1996 flog er mit seinem letzten Geld nach Hongkong (damals noch britisch) und warb für sein Projekt. Nebenbei kellnerte er im Hard Rock Cafe. Durch Zeitungs- und Fernsehberichte konnte er seine Idee bekanntmachen und Spendengelder sammeln. Zunächst kam ein weiteres Daycare-Zenter hinzu und später noch drei weitere. Der Vorsitzende für das Charity-Projekt „Child Welfare Scheme (CWS)” in Hongkong wurde Gordon Oldham, welcher auch heute noch der Vorsitzende der gesamten Pavilions Hotels & Resorts Gruppe ist.

 

Liebe in Nepal – Douglas und Incuba

In dieser Zeit lernte Douglas auch eine weitere wichtige Person kennen: Incuba. Die Nepalesin war eine der Frauen, die in den Daycare-Zentren als Betreuerin ausgebildet wurden. Sie verband nicht nur eine gemeinsame Vision für die Kinder von Nepal, sondern auch Liebe. Heute sind sie verheiratet und haben drei Töchter. Mit ihr hatte Douglas von Anfang an eine Mitstreiterin an seiner Seite, die die lokalen Gegebenheiten und Menschen gut kannte. Was sich als sehr wichtig erweisen sollte, denn nun kam der Krieg.

 

Nepal im Bürgerkrieg (1996–2006) – Anhaltendes Engagement in schweren Zeiten

Narayanhiti Palace Museum Nepal
Der Narayanhiti Palace in Kathmandu, Nepal war bis 2008 Sitz des Königs. Heute ist es ein Museum. BILD: Wikimedia Comons

 

Nepal war bis 2008 ein hinduistisches Königreich, wobei der König ein brutales Regiment führte. 1996 begann der Aufstand der kommunistischen Partei. Eine maoistische Guerilla überfiel Polizeistationen, raubte Banken aus und vertrieb Großgrundbesitzer. Sie forderten eine Entmachtung der Herrscherelite und Landreformen. Es kam zu einem zehnjährigen Bürgerkrieg mit über 16.000 Toten, 100.000 Flüchtlingen, zahlreichen Verschwundenen und politischen Häftlingen.

Douglas und Incuba erinnern sich in ihrem Eco-Booklet an diese Zeit:

Viele NGOs verließen das Land aus Angst, aber CWS blieb, um den Menschen zu helfen, als sie es am meisten brauchten. In abgelegenen Gebieten wurden Hunderte von Kindern als Soldaten rekrutiert. So kam es aus Angst zu einer Massenflucht aus den Dörfern in die Städte in der Hoffnung auf Sicherheit und Schutz. Leider führte dies in der Realität dazu, dass viele Kinder die Schule verließen und zu Kinderarbeitern, Straßenkindern oder Haussklaven wurden. Junge Mädchen und Frauen wurden Opfer des Menschenhandels und zur Prostitution über die Grenzen verschleppt.”

In dieser Zeit errichteten sie:

  • ein Zentrum für Straßenkinder
  • ein Berufsausbildungszentrum für praktische Berufe wie Klempner und Elektriker (dieses lief bis 2015)
  • die „Asha Primary Health Clinic“ in Pokhara (bis heute in Betrieb)

 

Tourismus als Einnahmequelle

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Als 2008 die globale Finanzkrise kam, blieben plötzlich viele der Spendengelder, die Douglas und Incuba bis dahin (vornehmlich aus UK und Hongkong) generiert hatten, plötzlich aus. Dies sei ein Weckruf gewesen, erinnert sich das Ehepaar. Es kam der Wunsch auf, ein Unternehmen auf die Beine zu stellen, dass die gemeinnützigen Projekte finanzieren kann.

 

Finanzielle Hilfe aus der Familie

Noch bevor Douglas’ Mutter 2011 verstarb, besuchte sie das Paar in Nepal und besichtigte mit ihnen das Grundstück in der Nähe von Pokhara, auf dem das heutige Green PearlsⓇ Resort Pavilions Himalayas – The Farm steht. „Ich werde dir Geld hinterlassen“, sagte sie sinngemäß. „Geld, um ein Unternehmen zu gründen, dass die Finanzierung der Charity-Projekte sichert, welche bereits so viel Gutes für die Menschen in Nepal bewirkt haben.“

So wurde das Grundstück mit landwirtschaftlichen Flächen in Chisapani gekauft und The Pavilions Himalayas – The Farm entstand. 2015 war die Eröffnung. Die Ferienanlage umfasst 15 geräumige Villen, die traditionellen nepalesischen Stil und Luxus verbinden. Es gibt einen Pool, einen Außen-Whirlpool, einen Spa-Bereich mit Sauna, einen Fitnessraum, einen Yoga- und Meditationsraum, ein Clubhouse und Restaurant. Es wurde Teil der „Pavilions Global Collection“, welche Boutique-Resorts an weiteren Orten der Welt (z. B. Bali und Phuket) umfasst.

 

Bio-Landwirtschaft und Nachhaltigkeit

Nepal ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. „Rund 70 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung Nepals leben von kleinbäuerlicher Subsistenzwirtschaft“, schreibt die UN. Das Grundstück in Chisapani wurde in eine kontrolliert biologische Landwirtschaft umgewandelt. Douglas und Incuba waren so ein Vorbild für die lokalen Bauern und zeigten ihnen einen alternativen und dennoch profitablen Weg, um von der traditionellen Landwirtschaft zum Bio-Anbau zu wechseln.

Die dort beschäftigten Bauern erlernten alles rund um den Bio-Anbau und erhielten zusätzlich betriebswirtschaftliche Schulungen. Der erste Abnehmer für die Erträge der Felder ist die Hotelküche. Als Gast im Pavilions Himalayas – The Farm erhältst du somit nicht nur absolut frische Lebensmittel, sondern unterstützt auch die Bauern und die Natur.

 

Grüne Initiativen

Die Landwirtschaft ist aber nicht das Einzige, was die Unterkunft nachhaltig macht. Der Strom wird über Solaranlagen hergestellt, es gibt eine eigene Biogasanlage, deren Energie zum Kochen verwendet wird, Grauwasser-Nutzung und es werden biologisch abbaubare Pflegeartikel hergestellt.

“Wir haben uns vorgenommen, eines der umweltfreundlichsten Hotels der Welt zu bauen, und ich denke, das ist uns gelungen.“ – Douglas Maclagan gegenüber Nepali Times

 

Rückblick auf 30 Jahre Kinderhilfe und 10 Jahre Hotelbetrieb

1995 begann Douglas mit den Daycare-Zentren und 2015 eröffnete das Pavilions Himalayas – The Farm. In einer Pressemitteilung haben sie im Februar 2025 einen Rückblick verfasst. Besonders hervorgehoben wurden das nun abgeschlossene Projekt “Kinderfreundliche Schule” welches über 14.000 Schüler*innen erreichte und eine neue Initiative zur Bekämpfung des Menschenhandels. Bei dieser Initiative wurden bereits mehr als 4.400 junge Frauen und Mädchen unterstützt.

 

Reisen und Gutes tun

Nepal zieht Reisende aus aller Welt in seinen Bann. Doch hinter der atemberaubenden Kulisse verbirgt sich auch eine bewegende Geschichte. Das The Pavilions Himalayas – The Farm ist nicht nur ein nachhaltiges Hideaway für Reisende, sondern auch eine Quelle der Unterstützung für die lokale Gemeinschaft.

Hier hast du die Möglichkeit, einen unvergesslichen Urlaub in Nepal verbringen und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt und die Bevölkerung zu tun.

 


Den Artikel auf Pinterest speichern.

Blick auf üppig grüne Terrassenhügel in Nepal mit dem nachhaltigen Resort The Pavilions Himalayas - The Farm im Vordergrund. Text überlagert: „Tourismus mit Wirkung: Ein Resort in Nepal bekämpft Kindersterblichkeit und Menschenhandel“.

Ein Paar steht inmitten üppiger grüner Felder mit den Bergen des Himalaya im Hintergrund und vermittelt Gelassenheit. Unten: eine Luftaufnahme des luxuriösen Resorts Pavilions Himalayas - THe Farm mit Pool, eingebettet in die Natur.

Der Beitrag Tourismus mit Impact: Ein Resort in Nepal bekämpft Kindersterblichkeit und Menschenhandel erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

]]>
https://green-travel-blog.com/de/tourismus-mit-impact-ein-resort-in-nepal-bekaempft-kindersterblichkeit-und-menschenhandel/feed/ 0