Südamerika Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/reisen/sudamerika/ GREEN PEARLS® – curated for sustainable impact Mon, 08 Jun 2026 13:25:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://green-travel-blog.com/wp-content/uploads/2019/10/cropped-logo-perle-green-pearls.png Südamerika Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/reisen/sudamerika/ 32 32 Set-Jetting: Sind Reisen zu Filmschauplätzen Contra-Nachhaltigkeit? https://green-travel-blog.com/de/set-jetting-sind-reisen-zu-filmschauplaetzen-contra-nachhaltigkeit/ https://green-travel-blog.com/de/set-jetting-sind-reisen-zu-filmschauplaetzen-contra-nachhaltigkeit/#respond Tue, 02 Jun 2026 06:06:03 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74416 Jetset ist das genaue Gegenteil davon, was verantwortungsvolles Reisen ausmacht. Der Begriff beschreibt eine „High Society“, die sich per Flugzeug an exklusiven Orten trifft – fernab der Menschen vor Ort. Doch was ist eigentlich Set-Jetting? Reiseziele zu besuchen, die durch Filme oder Serien berühmt wurden,…

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Jetset ist das genaue Gegenteil davon, was verantwortungsvolles Reisen ausmacht. Der Begriff beschreibt eine „High Society“, die sich per Flugzeug an exklusiven Orten trifft – fernab der Menschen vor Ort. Doch was ist eigentlich Set-Jetting? Reiseziele zu besuchen, die durch Filme oder Serien berühmt wurden, ist ein anhaltender Trend in der Reisebranche und inzwischen mit dem Wortspiel „Set-Jetting“ (nach Jetsetting) betitelt.

Ob als Fan großer Franchises oder nischiger Indie-Filme: Den Schauplatz bekannter Szenen oder ikonischer Momente live zu sehen, ist vielleicht auch für dich ein Grund bei der Auswahl deiner Destination. Klingt erstmal unproblematisch, oder? Nicht unbedingt. In diesem Blogartikel zeigen wir dir neben der kritischen Seite des Set-Jettings aber auch Schauplätze und Filmkulissen, die du auch mit geringem ökologischem Fußabdruck bereisen kannst. Und vielleicht bist du bei einigen Orten genauso überrascht wie wir!

 

Der Fall von Maya Bay: Wenn Set-Jetting ausartet

Manche Orte wurden durch Filme so bekannt, dass sie dem darauffolgenden Besucheransturm kaum standhalten konnten. Ein drastisches Beispiel ist die Maya Bay in Thailand. Die kleine Bucht auf der Insel Koh Phi Phi wurde durch den Hollywoodfilm “The Beach” mit Leonardo DiCaprio als “unberührtes Inselparadies“ weltberühmt.

Zu Spitzenzeiten kamen täglich bis zu 5.000 Menschen zur Maya Bay. Die Folgen waren gravierend: Laut thailändischen Behörden waren 2018 rund 90 Prozent (!) der Korallenriffe beschädigt. Die Regierung entschied daraufhin, die Bucht komplett für den Tourismus zu schließen, damit sich die Natur erholen konnte. 2022 wurde Maya Bay wieder geöffnet – allerdings unter deutlich strengeren Regeln und stark reglementiertem Besucherstrom.

 

So sieht Maya Bay 2026 aus

Touristen drüngen sich über eine Treppe und im Vordergrund sind Bote in Maya Bay Thailand 2026. Maya Bay wurde als Filmset von The Beach bekannt.
Touristenströme in Maya Bay ©Phuket101

 

Wie kontrolliert der Besuch heute abläuft, beschreibt der Reiseblogger Willy Thuan auf Phuket101, der die Bucht bereits in den 1990er-Jahren (also vor dem Filmhype) besucht hatte und 2026 zurückkehrte. Er berichtet von Menschenmengen auf den Stegen, Ranger-Durchsagen über Lautsprecher und strikten Vorschriften zum Schutz der Natur. Besucher*innen dürfen beispielsweise nicht schwimmen, keine Korallen berühren, keine Fische füttern und keinen Sand mitnehmen. Auch Drohnenflüge sind ohne Genehmigung verboten.

 

Unser Fazit zur Maya Bay

Maya Bay ist ein Beispiel dafür, wie stark Film-Hypes empfindliche Reiseziele verändern (und zerstören) können. Deshalb empfehlen wir dir die Bucht aktuell nicht als Reiseziel. Stattdessen gibt es in Südostasien viele andere Küstenorte und Inselregionen, die weniger überlaufen sind und wo sich Naturerlebnisse bewusster gestalten lassen – einige davon findest du auch in unserem Green Travel Guide für Südostasien.

 

Das Ziel: Filmkulissen bereisen, ohne das zu verursachen, was in Maya Bay passiert ist.

 

Cabo Blanco: Wo „Der alte Mann und das Meer“ zum Leben erwachte

Das Phänomen, dass prominente Persönlichkeiten Reiseziele populär machen und damit indirekt zur Belastung von Natur und Ökosystemen beitragen, ist übrigens keineswegs neu.

Ein Beispiel dafür ist Cabo Blanco an der Nordküste Perus. In den 1950er- und 1960er-Jahren galt der abgelegene Küstenort als exklusiver Treffpunkt für internationale Celebrities, Millionär*innen und sogenannte „Big Game“-Angler. Ernest Hemingway verbrachte hier mehrere Wochen für die Verfilmung seines Weltromans “The Old Man and the Sea”.

 

Big Game Angeln galt als chic

Pauline, Patrick, Ernest, John, and Gregory Hemingway with four marlins on the dock in Bimini, 20 July 1935.
Hemmingway und Familie 1935 auf der „Miss Texas“ vor Cabo Blanco in Peru mit 4 Merlins. Um den Fang eines Merlins geht es auch in Hemmigways Buch „Der alte Mann und das Meer“.

Marilyn Monroe, John Wayne und Paul Newman weilten in dieser Zeit ebenfalls im berühmten “Cabo Blanco Fishing Club”. Doch anders als im Roman, ging es hier nicht um die existenzielle Geschichte eines armen Fischers, der mit einem einzelnen Marlin um sein Überleben kämpft. Stattdessen galt als chic, möglichst große Fische zu fangen und natürlich mit ihnen fotografiert zu werden. Mehrere Weltrekorde wurden zu jener Zeit aufgestellt, darunter der Fang des größten Blauen Marlins der Welt.

Dieser Weltrekord wird wohl auch für immer ungebrochen bleiben:  Inzwischen stuft die IUCN den Blauen Marlin als „gefährdet“ (vulnerable) ein. Sowohl im Atlantik als auch im Indischen Ozean und im Pazifik gelten die Bestände als überfischt, werden aber weiterhin befischt. Über die Ethik der Trophäenjagd (ob im Wasser oder an Land) müssen wir wahrscheinlich nichts schreiben. Heute ist es allerdings vor allem die industrielle Fischerei, die die Bestände  massiv dezimiert und unter Druck setzt.

Umso spannender ist, dass ein Ort wie Cabo Blanco, der so eng mit der Fischerei (wenn auch in anderem Ausmaß) verbunden ist, heute versucht, eine andere Richtung einzuschlagen.

 

Vom Fishing Club zum Meeresschutz

Inkaterra Cabo Blanco
©Inkaterra Cabo Blanco

 

Mit dem Inkaterra Cabo Blanco entsteht dort ein Hotelprojekt, das den Fokus auf Natur- und Meeresschutz legt. Die peruanische Hotelgruppe Inkaterra (Teil des Netzwerks von Green Pearls®) verbindet die bewegte Geschichte des Ortes mit langfristigen Naturschutz- und Forschungsprojekten.

Schon lange, bevor das luxuriöse Hideaway eröffnet wurde, engagierte sich Inkaterra vor Ort. Das Projekt „Ocean Forest“ umfasst wissenschaftliche Forschung, Schutzmaßnahmen für Meeresschildkröten, Bildungsarbeit und die Förderung traditioneller Fischereimethoden. Direkt vor dem Hotel richtete das familiengeführte Unternehmen zudem ein privates Meeresschutzgebiet ein.

Teil des Konzepts, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet, ist das restaurierte Fischerboot “Miss Texas”, mit dem auch Hemingway zu seiner Zeit unterwegs war. Statt Trophäenangeln dient sie heute allerdings dazu, den Gästen den Pazifik und seine Bewohner näherzubringen.

Weitere Filme, die Peru bekannt machten

Die Geschichte Inkaterras ist übrigens allgemein eng mit der Filmgeschichte Perus verknüpft. Inkaterra-Gründer José Koechlin hat die beiden Filmklassiker “Aguirre”, der Zorn Gottes (1972) und “Fitzcarraldo” (1982) mitproduziert und daraufhin die ersten Standorte seiner Hotels in der Nähe der Filmsets ausgewählt (Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel und Inkaterra Reserva Amazónica). Seine Verbindung zum Film und dazu, sein Heimatland Peru über die Leinwand zu promoten, wurde auch vom „Paddington in Peru“-Regisseur Dougal Wilson gewürdigt. Paddington besuchte Inkaterra sogar (als Statue) zusammen mit dem britischen Botschafter.

 

Paddington Statue sitzt auf einer Bank im Inkaterra Hotel Peru
©British Embassy Peru

 

Auf der Spur von James Bond

James Bond Flimplakat “Ein Quantum Trost”
James Bond Filmplakat BILD: Wikimedia Commons

James Bond kennst du natürlich. Der wohl berühmteste Geheimagent und Spion (oder vielleicht eher Auftragskiller?) für England. Ein Playboy, umgeben von Frauen, Geld und Autos. 25 Filme gibt es bereits und viele bekannte Gesichter wie Sean Connery, Roger Moore und zuletzt Daniel Craig verkörperten den Agenten.

Aktuell wird Medienberichten zufolge nach einem neuen Gesicht gesucht. (Hierzu gibt es eine nette Anekdote von Angelina Jolie, die 2006 das Angebot bekam, ein “Bond-Girl” zu sein. Sie lehnte ab und sagte, stattdessen könne sie Bond spielen.)

Der Profikiller 007 raste in seinen Filmen an zweien unserer Green PearlsⓇ Partner vorbei:

 

 

  • In James Bond “For your eyes only” (In tödlicher Mission) 1981 wird Roger Moore (Bond) auf Motorrädern und Skiern durch die Dolomiten verfolgt. Die berühmte Verfolgungsjagd fand unweit vom Paradiso Pure.Living Vegan Hotel
  • “Ein Quantum Trost” mit Daniel Craig als James Bond wurde zum Teil am Bodensee gedreht. Das “Tosca Auge” von der Seebühne in Bregenz ist deutlich im Film zu sehen und nur ca. 30 Kilometer vom Naturresort Gerbehof

 

Jason Bourne – die neue Agenten-Legende begann in Imperia

Als James Bond gerade ein kleines Tief hatte (kurz vor dem letzten Film mit Pierce Brosnan) sorgte “Die Bourne Identität” für gefüllte Kinos. Der Film von 2002 wird von Filmkritikern als Beginn einer “neuen Ära des Agentenfilms” gefeiert.

Es beginnt damit, dass italienische Fischer im Mittelmeer einen Mann mit zwei Kugeln im Rücken aus dem Wasser fischen. Er lebt noch, hat aber sein Gedächtnis verloren. Es stellt sich heraus, dass die CIA ihn als Agenten in Paris stationiert hatte – und jetzt Killer auf ihn angesetzt hat. Im Gegensatz zu Bond ist Bourne ein eher sensibler und sympathischer Typ. Anstatt futuristischer Gadgets und Show Effekte zeigt Bourne „knallharte Action in Realität“.

Matt Damon im Film Jason Burne am Hafen von Imperia
Der “Hafen, wo Bourne Identity gedreht wurde” ist ein beliebter Jet-Set Platz. (Screenshot YouTube)

 

Der Film lief so gut, dass es bereits 4 weitere Teile davon gab und Bourne 6 in Planung ist. Auch die James Bond Filme mit Daniel Craig sollen von Bourne inspiriert worden sein – insofern, dass Bond jetzt auch manchmal Gefühle zeigt und die Kampfszenen “echter” wirken.

Und wo begann diese neue Ära des Agentenfilms? Im Alten Hafen von Imperia in Ligurien, dort wo das Albergo Diffuso Relais del Maro Gäste beherbergt. (Naja fast, das Hotel liegt ruhiger im Hinterland im Dorf Borgomaro). Gleich in der Anfangsszene, wo der Agent entdeckt wird und am Pier an Land gelassen wird, geht Bourne-Schauspieler Matt Damon verwirrt den Hafen Imperias entlang.

 

Deutsche TV-Serien

Tatort-Kommisare am Drehset in Dortmund
Tatort-Kommisare am Drehset in Dortmund. BILD: Wikimedia Commons

 

#1 TATORT – Deutschlands Kult-Krimi wurde zum Reisefenster des Landes

Wenn du Deutschland verstehen willst, solltest du mindestens einmal einen „Tatort“ gesehen haben. Seit 1970 läuft die Krimireihe jeden Sonntagabend (abgesehen von der Sommerpause) in der ARD und wurde längst zum Kult. Millionen Menschen schauen regelmäßig zu, diskutieren im eigenen Wohnzimmer und online über Täter*innen oder treffen sich sogar zum „Tatort Public Viewing“.

Das Besondere: Jede Region erzählt ihren eigenen Krimi und hat ihre eigenen Hauptcharaktere. Ob Hamburg, Wien, Münster oder Bodensee – jede Stadt bringt eigene Ermittler*innen, Dialekte und Schauplätze mit. Dadurch wurde der „Tatort“ fast nebenbei auch zu einer filmischen Deutschlandreise. Viele Fans entdecken Regionen neu, die sie vorher kaum kannten, und besuchen sie dann im nächsten Urlaub.

 

Franken-Tatort in Erlangen

Gedreht wurde der Franken-Tatort unter anderem in Erlangen – direkt dort, wo das Hotel Luise mit seinen “nachwachsenden Hotelzimmern“ steht. Gastgeber Benjamin Förtsch erinnert sich: “Das Kommissariat war direkt auf der anderen Straßenseite.” Ein Dreh sei zudem fast nur in Erlangen gewesen. Hier gibt es also immer wieder Ecken und Gebäude zum Wiedererkennen. (In der Folge „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ (2024 wurde in der Uni Erlangen, im Justizpalast und in der Fürther Straße gedreht. 2026 sind wieder zahlreiche Straßen in Erfurt für die Filmarbeiten gesperrt worden. NN.de berichtet über die Drehorte.

 

Tatort Bodensee

Der Bodensee gehört zu den bekanntesten „Tatort“-Kulissen: Häfen, Alpenpanorama und kleine Uferorte sorgen für die besondere Stimmung der Fälle. Zwischen 2002 und 2016 lösten die Tatort-Kommissare vom Bodensee, Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) ganze 28 Fälle. Nicht weit von den Drehorten entfernt liegt das Naturresort Gerbehof.

Tipp: 2026 ist ein neues Kommissarinnen-Team am Bodensee gestartet. Allerdings nicht vom Tatort, sondern jetzt von der freitäglichen ZDF-Serie “Mordufer” (unter dem Link kannst du die letzte Folge streamen und im Hintergrund die Bodensee-Kulisse sehen).

 

Tatort vor Alpenkulisse

Berchtesgaden war ebenfalls Filmkulisse für den „Tatort“. Die Region mit Bergen, Seen und historischen Gebäuden liefert schon an sich eine fast cineastische Atmosphäre. Ganz in der Nähe befindet sich der Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa. Zu den bekannten Schauplätzen gehört die “Brücke im Wald” zwischen dem Bergsteigerdorf Ramsau und Bad Reichenhall. Näheres zu den Schauplätzen erfährst du auf Filmregion-Berchtesgaden.

  • Lust auf Tatort bekommen? In der ARD-Mediathek findest du viele Tatort-Folgen zum ansehen.

 

#2 Der Bergdoktor – Alpenpanorama statt Actionkulisse

Kirchplatz in Going - ein bekannter Drehort von Der Bergdoktor
Der Kirchplatz in Going am Wilden Kaiser gehört zu den bekanntesten Filmschauplätzen von „Der Bergdoktor“ BILD: Wikimedia Commons

 

“Der Bergdoktor“ ist ein weiterer TV-Klassiker im deutschsprachigen TV. Die Serie läuft bereits seit 2008 im ZDF und ORF und gehört bis heute zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Fernsehproduktionen. 2026 läuft die 19. Staffel.

Im Mittelpunkt steht Dr. Martin Gruber (Hans Sigl), der als Arzt im Tiroler Bergdorf Ellmau arbeitet. Zwischen medizinischen Notfällen, Familienkonflikten und Liebesdramen zeigt die Serie vor allem eines: spektakuläre Alpenlandschaften rund um den Wilden Kaiser.

Anders als bei vielen internationalen Film-Hypes reisen Fans hier oft nicht wegen eines einzelnen Instagram-Spots an, sondern wegen der Stimmung: Berge, Almen, Seen und kleine Dörfer. Der Tourismusverband Wilder Kaiser bietet sogar eigene „Bergdoktor“-Drehorttouren sowie eine Reihe von Bergdoktor-Events an.

 

Bergdoktor-Kulisse in Going

Mitten in der bekannten Drehregion liegt das Bio- und Wellnessresort Stanglwirt in Going. Die Gegend rund um den Wilden Kaiser ist in der Serie immer wieder zu sehen und wurde für viele Zuschauer*innen überhaupt erst durch den „Bergdoktor“ bekannt.

 

Der Bergdoktor in Osttirol

Auch Osttirol war bereits Teil der Bergdoktor-Welt. Nicht weit von den Drehorten entfernt liegt das Naturresort Outside in Matrei in Osttirol. Das Naturresort befindet sich inmitten des Nationalpark Hohe Tauern und ist ein zertifiziertes Wanderhotel.

 

#3 Küstenwache & Schwarzwaldklinik – TV-Klassiker, die Reisebilder prägen

Nicht jede Serie muss heute noch laufen, um ganze Regionen bis heute zu prägen. Manche TV-Klassiker haben sich so stark ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, dass viele Menschen bestimmte Landschaften sofort damit verbinden.

Dazu gehört zum Beispiel „Die Küstenwache“. Die ZDF-Serie lief von 1997 bis 2016 und zeigte über viele Jahre Einsätze auf Nord- und Ostsee – mit Häfen, Dünen, Segelbooten und langen Stränden als Kulisse. Gedreht wurde unter anderem in Neustadt in Holstein. Ganz in der Nähe liegt das SANDnature am Timmendorfer Strand.

Noch legendärer ist allerdings die „Schwarzwaldklinik“. Die Serie aus den 1980er-Jahren gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen überhaupt und machte den Schwarzwald international bekannt. Millionen Zuschauer*innen verfolgten damals die Geschichten rund um Professor Brinkmann – eingebettet in Wälder, Berge und Schwarzwaldhöfe.

Noch heute wird das Team im SCHWARZWALD PANORAMA von Gästen regelmäßig auf die Serie angesprochen.

Der Schwarzwald steht genau diese Mischung aus Naturidylle, Kurort-Romantik und dichter Waldlandschaft. Gleichzeitig war die Region schon lange vor Film und Fernsehen Inspirationsquelle für Märchen und Sagen der Brüder Grimm, wie wir in unserem Destination Guide über bewussteres Reisen im Schwarzwald genauer beschreiben.

 

Ist das Disney-Schloss Schloss Neuschwanstein?

Schloss Neuschwanstein bei strahlend blauem Himmel
UNESCO-Welterbe Schloss Neuschwanstein gilt als Vorlage des Disney-Schlosses. ©SCStock | Stock.Adobe.com

 

Vom Schwarzwald ist es gedanklich gar nicht so weit bis zu einem der berühmtesten Märchenschlösser der Welt: Schloss Neuschwanstein. König Ludwig II. ließ das Schloss im 19. Jahrhundert wie eine romantische Fantasie aus Oper, Sage und Mittelalter errichten und es gilt als die Haupt-Inspiration für das berühmte Dornröschenschloss in den Disney-Freizeitparks und im Disney-Logo.

Schloss Neuschwanstein diente zudem als Filmkulisse für zahlreiche Filmproduktionen (u.a. Szenen für “Chitty Chitty Bang Bang” (1968), “Gesprengte Ketten” (The Great Escape, 1963) sowie mehrere Verfilmungen über Ludwig II.

Vom Hotel Das Rübezahl aus hast du einen wunderbaren Blick auf das Schloss. Weil dies so romantisch ist, zieht das Hotel besonders Paare an und ist spezialisiert auf romantische Arrengements wie z. B. Heiratsanträge. Zu den Specials gehören auch die „guten Feen“ des Hauses, welche z. B. ein Picknick (mit Schlossblick) für euch vorbereiten. Ihr wandert – und plötzlich ist da der gedeckte Platz. Wie im Märchen… 

 

Von Netflix bis Autorenfilm in Südtirol

Die Regionen Südtirol und Tirol tauchen immer wieder in Film- und Serienwelten auf. Die Berglandschaften rund um den Reschensee wurden beispielsweise durch die Netflix-Serie “Curon” international bekannt. Ganz in der Nähe liegen die Summit Lodges Pfunds – gemütliche Ferienhäuser im Blockhausstil mit Kamin und privater Sauna. Eigentlich genau der richtige Ort für einen Serienabend nach einem Tag in den Bergen. 🙂

Das APIPURA hotel rinner auf dem Ritten kennt Filmproduktionen ebenfalls gut: Die Region diente schon mehrfach als Drehort, Filmteams waren dabei teilweise direkt im Hotel untergebracht. Gedreht wurden unter anderem Szenen für den Film “Fräulein” von Caterina Carone, den Dokumentarfilm “Unterm Horn” oder “Abbi fede” von Giorgio Pasotti.

Und auch die Berge rund um das vegane Hotel LA VIMEA in Südtirol haben Filmgeschichte geschrieben: Reinhold Messners legendärer Bergfilm “Gasherbrum – Der leuchtende Berg” (The Dark Glow of the Mountains) entstand 1985 in dieser alpinen Welt. Der Film dokumentiert eine außergewöhnliche Himalaya-Expedition von Messner und Hans Kammerlander – ohne zusätzlichen Sauerstoff und mit minimaler Ausrüstung. Unweit vom Hotel ist zudem das Messner Mountain Museum, was du dir gut als Tagesausflug einplanen kannst.

 

Unser Fazit: Set-Jetting muss nicht automatisch problematisch sein

Filme und Serien inspirieren Menschen schon immer zum Reisen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn einzelne Orte durch Hypes überlastet werden oder Reisen ausschließlich für das perfekte Social-Media-Bild stattfinden.

Doch Set-Jetting kann auch anders aussehen: Wenn du mit dem Zug anreist, kleinere Unterkünfte wählst, regionale Küche ausprobierst oder Orte außerhalb der großen Hotspots entdeckst, entsteht ein bewusstes Reiseerlebnis.

 


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Oben steht eine Frau im hellen Kleid und Hut im seichten Wasser vor großen Felsen im Meer, unten gehen ein Mann und eine Frau Hand in Hand auf einem Weg mit Schloss im Hintergrund, dazwischen steht der Text 'Set Jetting Wie nachhaltig sind Reisen zu Filmschauplätzen wirklich (und wie kann man sie nachhaltiger gestalten?)'

Flugzeug fliegt über Palmen vor bewölktem Himmel mit Text zu nachhaltigem Reisen zu Filmsets

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Umbauen statt Neubauen: Wie Hotels alte Mauern retten https://green-travel-blog.com/de/umbauen-statt-neubauen-wie-hotels-alte-mauern-retten/ https://green-travel-blog.com/de/umbauen-statt-neubauen-wie-hotels-alte-mauern-retten/#respond Tue, 26 May 2026 06:06:55 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74367 „Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere…

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„Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere Nutzungen werden weitererzählt.

Ehemalige Klöster werden zu Wellnesshotels, historische Bauernhöfe zu Bio-Retreats und alte Bausünden zu Design-Hideaways. Gebäude, die eigentlich ihre Funktion verloren hatten, bekommen ein neues Leben – oft mit viel Feingefühl für Architekturgeschichte, Materialität und Atmosphäre.

Hotels wandeln sich vom “Ort zum Übernachten” zu „Bewahrern“ von Baukultur.

 

Warum Umbauen als Zukunftsmodell gilt

Inkaterra La Casona in Cusco. © Inkaterra Hotels - nachhaltig Reisen in Peru - UNESCO Welterbe Cusco
Der Spa-Bereich vom La Casona in Cusco befindet sich in einem historischen Gebäude. ©Inkaterra Hotels

 

Jahrzehntelang galt Neubau in der Architektur als Ideal: größer, effizienter, moderner. Heute wächst dagegen das Bewusstsein dafür, wie viele Ressourcen bereits im Bestand stecken.  

In Mauern, Fundamenten, Dachstühlen und Fassaden ist sogenannte „graue Energie“ gespeichert – also jene Energie, die bereits bei Herstellung, Transport und Nutzung (also dem „Verbauen“) der Materialien verbraucht wurde. Wird ein Gebäude abgerissen und das Material entsorgt, geht diese Energie verloren.

Gleichzeitig mit dem Bewusstsein für Ressourcennutzung verändert sich auch der ästhetische Blick. Sichtbare Spuren der Vergangenheit gelten längst nicht mehr als Makel. Im Gegenteil: Gewachsene Architektur wirkt oft authentischer als makellose Neubauten. Alte Gewölbe, historische Stuben, Natursteinmauern oder originale Holzbalken erzählen Geschichten, die kein Neubau imitieren kann.

Hotels eignen sich besonders für diese Art der Transformation. Sie können historische Gebäude wirtschaftlich erhalten und gleichzeitig öffentlich zugänglich machen. Statt leerzustehen, werden ehemalige Klöster, Höfe oder Herrenhäuser wieder genutzt und bleiben damit Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Region.

 

Ist Umbauen wirklich ressourcenschonender als Neubauen?

Ja. Darauf weisen zahlreiche Studien und Fachinstitutionen hin. Entscheidend ist vor allem der Erhalt der bereits vorhandenen Bausubstanz.

Was dafür spricht:

  • Erhalt grauer Energie: In bestehenden Gebäuden steckt bereits viel Energie aus Herstellung und Bau der Materialien. Abriss vernichtet diese Ressourcen.

  • Weniger Bauabfälle: Der Gebäudesektor verursacht große Mengen an Abfall. Abriss und Neubau erzeugen deutlich mehr Materialverbrauch als Sanierungen.

  • Geringere Emissionen über den Lebenszyklus: Laut Studien des Wuppertal Instituts verursacht die energetische Sanierung eines typischen Mehrfamilienhauses über den gesamten Lebenszyklus betrachtet etwa halb so viele CO₂-Emissionen wie ein Neubau.

  • Schutz von Flächen: Umbauten benötigen häufig keine zusätzliche Flächenversiegelung.

  • Erhalt kultureller Identität: Historische Gebäude prägen Ortsbilder und regionale Baukultur.

 

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass in Deutschland weiterhin tausende Gebäude abgerissen werden, ohne zuvor die Auswirkungen auf Klima und Ressourcen zu prüfen.

Auch international wächst der Druck auf die Baubranche: Laut World Economic Forum entfallen rund 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf den Gebäudesektor. Durch das fortlaufende Bevölkerungswachstum wird bis 2060 extrem viel neue Wohnfläche benötigt. Wenn dies alles neu gebaut werden würde (Rechnungen zufolge würden wir dann jeden Monat eine neue Großstadt benötigen!), würde dies enorme negative Umweltauswirkungen haben.

 

Klosterhotels: Wenn spirituelle Architektur weiterlebt

Nachhaltiges Hotel Klosterbräu Luxushotel Inneneinrichtung mit nachhaltigen Materialien
Das 5-Sterne-Hotel Klosterbräu verbindet Geschichte und Moderne. ©David Johansson | Hotel Klosterbräu

 

Ein geschichtsträchtiger Gebäudetyp sind die Klöster. Jahrhunderte lang waren sie Zentren christlicher Spiritualität, Orte des Wissens, der Heilkunst, der Landwirtschaft und Gastfreundschaft. Doch die Zeit der Klöster ist vorbei. Weltweit sinkt die Zahl der Mönche und Nonnen in einen verschwindenden Bereich.

Was passiert mit diesen oft denkmalgeschützten Anlagen?

Ehemalige Klöster in Hotels umzubauen, gilt (was mich bei meinen Recherchen zum Artikel über Klosterhotels überraschte) als ein “best case” Szenario. Die katholische Kirche erlaubt Verkäufe solcher Gebäude nur für eine „ehrwürdige Nutzung“. Und Hotels, die das klösterliche Erbe sichtbar bewahren, werden ausdrücklich begrüßt. (Dinge wie Wellness mit “textilfreien Bereichen” oder Zimmer an Unverheiratete sieht die Kirche heute offensichtlich anders als im Mittelalter.)

 

Hotel Klosterbräu: Vom Augustinerkloster zum Wellnesshotel

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol zeigt eindrucksvoll, wie historische Nutzung weitergeführt werden kann. Ursprünglich war das Gebäude ein Augustinerkloster, gegründet Anfang des 16. Jahrhunderts. Schon damals wurden hier Pilger beherbergt.

Heute ist daraus ein Fünf-Sterne-Wellnesshotel geworden. Doch viele architektonische Elemente des Klosters blieben erhalten: der Gewölbekeller, originales Mauerwerk und sogar die ehemalige Klosterglocke, die heute über dem Außenpool hängt.

Auch die Brautradition wurde bewahrt. Damit bleibt nicht nur die Architektur sichtbar, sondern auch ein Teil der immateriellen Geschichte des Hauses.

 

Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa: Architektur der Gesundung

Klosterhoh, nachhaltiges Gesundheitshotel in Deutschland - Drohnenshot der Hotelanlage + Außenansicht
Das Hotel Klosterhof beherbergte einst Augustiner-Mönche und hat eine wunderbare Lage in Berchtesgaden. ©Klosterhof Alpine Hideaway & Spa

 

Auch das 4-Sterne-Superior Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain war einst Teil eines Augustinerklosters. Die historischen Strukturen der einstigen Klosterökonomie reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Ein verbindendes Element zur Geschichte des Hauses ist die Heilkunde. Gastgeber Dr. Andreas Färber integrierte ein medizinisches Gesundheitszentrum in das Hotel – eine zeitgenössische Interpretation jener Heiltradition, für die viele Klöster früher bekannt waren.

 

Green Spirit Hotel Le Pavillon in Paris: Ein ehemaliges Frauenkloster

Mitten im 7. Arrondissement von Paris findest du das Green Spirit Hotel Le Pavillon, einst ein Frauenkloster. Das Gebäude entstand im 19. Jahrhundert.

Gerade in Paris, wo Klöster über Jahrhunderte das Stadtbild prägten, erzählen solche Orte viel über die Geschichte der Stadt. Statt leerzustehen, bleibt die historische Architektur heute Teil des urbanen Lebens und bietet dir einen ruhigen Rückzugsort inmitten der Stadt.

 

Schlosshotels: Nach der Dekadenz kommt die Denkmalpflege

3 Generationen der Familie Steinwender vor dem nachhaltigen Schloss Lerchenhof
3 Generationen der Familie Steinwender kümmern sich um die Gäste ©Schloss Lerchenhof

 

Schlösser sind Monumente vergangener Machtverhältnisse. Sie stehen für Reichtum, Repräsentation und Herrschaft. Nachhaltigkeitsgedanken spielten beim Bau solcher Anwesen naturgemäß keine Rolle.

Und trotzdem wäre ein Abriss kaum vorstellbar. Denn Schlösser sind nicht nur Gebäude, sondern kulturelle Zeugnisse ihrer Zeit. Aber: Viele könnten ohne touristische Nutzung gar nicht erhalten werden.

 

Schloss Lerchenhof: Liebevoll erhalten durch die Familie

Im Kärntner Schloss Lerchenhof setzt die Gastgeberfamilie Steinwender bewusst auf Weiterentwicklung und Denkmalpflege.

Wenn du im heutigen Boutiquehotel Urlaub machst, siehst du nicht nur die historische Schlossfassade, sondern gehst auch durch ein historisches Stiegenhaus zu den Zimmern.

Doch nicht nur die Prestige-Zimmer wie die Bibliothek werden weitergenutzt. Der ehemalige Kuhstall ist heute ein stilvoller Festsaal. Die historische Struktur blieb erhalten, die Nutzung änderte sich vollständig.

  • Wenn du mehr über die Geschichte (psst: es ist eine wirklich tolle und ein bisschen skandalöse Liebesgeschichte) erfahren willst, lies diesen Blogartikel über Schloss Lerchenhof.

 

 

Inkaterra La Casona: Ein Herrenhaus wird zum Boutique-Hotel

Inkaterra La Casona
©Inkaterra La Casona

 

Das Inkaterra La Casona in Cusco befindet sich zwar nicht in einem Schloss, aber in einem bedeutenden Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde auf den Überresten ehemaliger Inka-Anlagen erbaut. Einst lebten hier spanische Konquistadoren wie Diego de Almagro, später residierte sogar der Befreiungskämpfer Simón Bolívar in der Casona.

Das Haus wurde mit viel Liebe behutsam zu einem Boutique-Hotel umgewandelt und wirkt durch die restaurierten Artefakte und Deckenbemalungen fast wie ein bewohnbares Museum.

 

Alte Bauernhöfe: Architektur, die gewachsen ist

Für diesen Teil gehen wir weit zurück in der Geschichte: Denn mit dem Sesshaft-Werden der Menschen entstand einer der ältesten und prägendsten Errungenschaften der Menschheit: die Landwirtschaft. Der Anbau von Nahrung und die Tierhaltung prägten über Jahrtausende nicht nur Landschaften, sondern auch Architektur. Fast jede Region entwickelte ihre eigenen bäuerlichen Bautraditionen – angepasst an Klima, Materialien und Arbeitsweisen.

Der klassische Bauernhof bestand dabei selten nur aus einem einzelnen Gebäude. Vielmehr entstand ein funktionaler Gebäudekomplex aus Wohnhaus, Stallungen, Scheunen, Speichern und Werkstätten. Oft lässt sich daher an der Architektur erkennen, welche Art von Hof einst betrieben wurde.

Allein in Deutschland unterscheiden sich beispielsweise:

  • norddeutsche Hallenhäuser mit großem zentralem Wirtschaftsraum,
  • alpine Einhöfe mit Wohn- und Stallbereich unter einem Dach,
  • Vierseithöfe in Mitteldeutschland, die einen geschlossenen Innenhof bilden,
  • oder süddeutsche Gutshöfe mit repräsentativen Wohntrakten und Wirtschaftsgebäuden.

Und auch wenn die Funktionalität natürlich im Vordergrund stand, so zeigte man auch handwerkliches Können, Geschmack und die Zugehörigkeit zu einer Region. Interessant sind z. B. Dachformen, Fenster, Ornamente, Schnitzereien, Bemalung und Verzierungen.

 

Gut Sonnenhausen: Historische Substanz trifft zeitgenössische Gestaltung

Bauernhaus umgebaut zum Hotel. Zimmer mit blick in die Natur
Das über 200 Jahre alte Bauernhaus auf dem Gelände von Gut Sonnenhausen. Dort blieben alte Strukturen sichtbar, während Materialien wie Lehmputz und Holz den historischen Charakter aufnehmen. ©Gut Sonnenhausen

 

Das Gut Sonnenhausen bei München wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Münchner Architekten Wilhelm Spannagel als Pferdegestüt nach englischem Vorbild erbaut.

Unter Öko-Pionier Georg Schweisfurth wurden die Gebäude (ehemalige Ställe,Reithalle, Bauernhaus etc.) behutsam restauriert und weiterentwickelt. Verschiedene Innenarchitekt*innen arbeiteten mit der bestehenden Struktur statt gegen sie. Historische Substanz, zeitgenössische Kunst und moderne Gestaltung verbinden sich zu einer Architektur, die bewusst nicht perfekt homogen wirkt.

 

Der Stanglwirt: Ein Hotel, das über Generationen gewachsen ist

Beim Bio- und Wellnessresort Stanglwirt in Tirol wurde Bestehendes nie vollständig ersetzt, sondern über Jahrzehnte weiterentwickelt.

Das Hotel ist kein durchgeplantes Designobjekt, sondern ein organisch gewachsenes Ensemble mit 400 Jahren Geschichte. Es ist auch das zu Hause der Familie Hauser. Der Seniorchef kam sogar in einem der Zimmer zur Welt. Die Bio-Landwirtschaft mit Kühen ist seit Generationen ein wichtiger Teil des Luxushotels und die eigenen Milchprodukte gibt es zum Frühstück.

Gäste fühlen sich hier “wie zu Hause”. Das ist den Gastgebern sehr wichtig. Ebenso ihr Selbstverständnis als Landwirt*innenn erster Linie – und nur wie nebenbei noch Gastgerber*innen und Inhaber*innen eines der bekanntesten Tiroler Hotels. 🙂

 

Albergo Diffuso: Wie ganze Dörfer gerettet werden

Relais del Maro Blick vom Pool auf das Albergo diffuso
Der Pool gehört zum Haupthaus, bestehend aus einer ehemaligen Dorf-Metzgerei. @Relais del Maro

 

Landflucht ist in vielen Dörfern ein Problem. Junge Menschen ziehen in die Städte. Dort wachsen dann auch ihre Kinder auf. Die Dörfer verfallen. Leerstand, geschlossene Geschäfte … Aus dieser Situation entstand das Konzept des Albergo Diffuso – des „verstreuten Hotels“. Statt ein großes Hotel neu zu bauen, werden mehrere bestehende Häuser eines Dorfes zu Gästeunterkünften umfunktioniert. Besonders in Italien ist diese Hotelform eine beliebte Möglichkeit, ungenutzte Gebäude vor dem Verfall zu bewahren und dir als Gast gleichzeitig ein authentisches Italien-Gefühl zu vermitteln.

 

Relais del Maro: Ein Hotel aus alten Dorfhäusern

Das Relais del Maro in Ligurien zeigt, wie dieses Konzept funktioniert. Gastgeberin Elena Scalambrin verwandelte mehrere Wohn- und Geschäftshäuser ihrer Familie in ein Vier-Sterne-Hotel. Das Haupthaus war früher beispielsweise eine Metzgerei. Heute befinden sich dort Frühstücksterrasse und Pool.

Das Spannende daran: Nicht nur die Gebäude bleiben erhalten. Auch das Dorf selbst profitiert. Gäste beleben lokale Cafés, Restaurants und Geschäfte – und tragen dazu bei, dass kleine Orte am Leben bleiben.

 

Wenn alte Hotels neu gedacht werden

Es muss nicht immer ein Bauwerk mit historischer Substanz sein – auch ein Bau aus den 1970er-Jahren kann radikal transformiert werden.

 

Lifestyle Resort Zum Kurfürsten: Vom Bus-Hotel zum Wellnessresort

Das heutige Lifestyle Resort Zum Kurfürsten an der Mosel war früher ein einfaches Null-Sterne-Bushotel. Gastgeber Heiner Buckermann entwickelte es Schritt für Schritt weiter – inklusive eigenem TCM-Zentrum. Statt Abriss entstand eine vollständige Neupositionierung innerhalb der bestehenden Struktur.

 

STURM in Mellrichstadt: Vom 70er-Jahre Klinkerbau zum Designhotel

Hotel STURM Außenansicht die zeigt wie man Hotels mit Umbauen statt Neubauen erhalten kann.
Im Hintergrund sieht man den ehemaligen „Klingerbau“ der nun weiß getüncht ist. Die „Loebermann-Fassade“ ist als Design-Element hinzugekommen. ©STURM

 

Das STURM in Mellrichstadt zeigt ebenfalls sehr eindrucksvoll, wie Bestand transformiert werden kann.

Das Hotel entstand in den 1970er-Jahren als typischer Klinkerbau nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Gemeinsam mit dem Architekten Prof. Matthias Loebermann verwandelten es die heutigen Gastgeber Christa und Matthias Schulz Dieckhoff in ein Design-Hideaway. Christa ist die Tochter des Erbauers und mit den beiden Söhnen Xaver und Julius ist bereits die dritte Generation im Hotel aktiv.

22 Handwerker trugen jeden einzelnen Klinkerstein von Hand ab. Die Fassade erhielt eine natürliche Oberfläche mit weiß getünchten Kalkschlamm. Davor steht heute ein Holz-Paravent – eines der Vorzeige-Objekte von Loebermann.

Auch innen setzt das Hotel auf Lehmputz, Holz und behutsame Modernisierung statt radikaler Erneuerung. Alte Deckenelemente im Restaurant wurden nicht entfernt, sondern nur schwarz gefasst, wodurch sie sich optisch zurückziehen.

 

Weitere Hotels, die auf Weiterbauen statt Abriss setzen

Viele weitere Green Pearls® Hotels zeigen, wie unterschiedlich Umbauen interpretiert werden kann:

  • Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in Südtirol renovierte innerhalb strenger UNESCO-Vorgaben mit Naturmaterialien wie Kalkputz, Stein und Holz statt neu zu bauen. Das Hotel liegt auf über 2000 Metern auf der Seiser Alm im UNESCO-Schutzgebiet Dolomiten.
  • Hotel Korinjak in Kroatien setzt auf kreative Wiederverwendung bestehender Materialien – etwa Möbel aus recycelten Holzpaletten.
  • Das Naturhotel Outside in Osttirol entwickelte seinen Wellnessbereich mit regionalen Materialien wie Lärchenholz, Lehm und Naturstein der Region weiter.
  • Im APIPURA hotel rinner in Südtirol werden während der Schließzeit historische Mauern für neue Zimmer adaptiert.
  • Der Weiherhof gestaltete Zimmer nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip um.
  • Das Hotel Luise in Erlangen experimentiert seit Jahren mit kreislauffähigen Materialien, Upcycling und nachwachsenden Rohstoffen.

All die genannten Hotels sind übrigens familiengeführt. Das heißt, die Kinder haben das Hotel von ihren Eltern (und Großeltern) übernommen.

 

Was wir von den Hotels lernen können

Umbauen ist oft komplizierter als Neubauen. Alte Mauern bringen Überraschungen mit sich, Denkmalauflagen begrenzen Möglichkeiten und historische Grundrisse lassen sich nicht beliebig verändern.

Das Alte zu bewahren ist demnach eine Herausforderung, lohnt sich aber für die Umwelt. Zudem lebt Geschichte in den Wänden, die eine besondere Atmosphäre zaubert.

Die spannendsten Hotels entstehen heute oft nicht neu auf der grünen Wiese, sondern dort, wo schon lange vor uns Menschen gelebt, gearbeitet und gebaut haben.

 


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Vier Fotos von Hotels: Oben links ein historisches Gebäude mit Rundbögen und Innenhof, oben rechts ein modernes Hotel in ländlicher Berglandschaft, unten links ein altes Gebäude mit Turm und rotem Dach, unten rechts ein moderner Bau mit Holzgeländer und weißer Fassade.

Oben ein langgestrecktes Hotelgebäude vor bewaldeten Bergen, unten ein modernes Hotel mit Holzfassade und großen Fenstern in einer grünen Parklandschaft.

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“Geiles Frühstück” – Was Hotels von Gästestimmen mitnehmen https://green-travel-blog.com/de/geiles-fruehstueck-was-hotels-von-gaestestimmen-mitnehmen/ https://green-travel-blog.com/de/geiles-fruehstueck-was-hotels-von-gaestestimmen-mitnehmen/#respond Fri, 22 May 2026 06:09:29 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74256 Bevor wir buchen, schauen wir erst mal auf die Bewertungen, oder? Und damit sind wir nicht allein. Studien zeichnen seit Jahren ein ziemlich klares Bild: Die große Mehrheit der Reisenden (oft über 80 %) liest vor der Buchung Gästestimmen. Und viele vertrauen diesen Bewertungen ähnlich…

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Bevor wir buchen, schauen wir erst mal auf die Bewertungen, oder? Und damit sind wir nicht allein. Studien zeichnen seit Jahren ein ziemlich klares Bild: Die große Mehrheit der Reisenden (oft über 80 %) liest vor der Buchung Gästestimmen. Und viele vertrauen diesen Bewertungen ähnlich stark wie persönlichen Empfehlungen – vorausgesetzt, sie wirken authentisch und differenziert. Plattformen wie Google Reviews, Booking.com oder TripAdvisor spielen demnach eine wichtige Rolle in der Buchungsentscheidung, auch wenn sich die Nutzung je nach Zielgruppe unterscheidet. Aber lesen die Hoteliers diese Bewertungen eigentlich auch selbst? Allerdings. Und genau da wird es spannend.

 

Was sagen Gästestimmen über Hotels aus?

Wir haben 18 Green Pearls® Unterkünfte gefragt: Was erwähnen eure Gäste eigentlich am häufigsten?

Die Antworten kamen aus ganz unterschiedlichen Regionen – von Tirol bis Peru, von der Ostsee bis Südtirol. Gäste-Feedback erfolgt dabei nicht nur über Plattformen, sondern auch direkt vor Ort. Im Gespräch, beim Check-out oder beiläufig zwischendurch. Wiederkehrende Eindrücke und häufige Wiederholungen bestimmter Aspekte, Angebote oder Details geben Hoteliers eine Idee davon, wie sie wahrgenommen werden.

 

Ankommen und sofort wohlfühlen

Johann Steinwender und seine Frau Karin an der Bar des nachhaltigen Boutique Hotels Schloss Lerchenhof
Johann und Karin sind Teil der großen Steinwender-Gastgeberfamilie und sorgen persönlich für die Gäste. ©Schloss Lerchenhof

„Atmosphäre“ klingt erstmal nach Floskel. Aber es ist ein absoluter Gästeliebling. Wo die Atmosphäre stimmt, fühlt man sich wohl.

Im Bio- und Wellnessresort Stanglwirt sprechen Gäste davon, sich „wie daheim“ zu fühlen – ein Eindruck, der so häufig geäußert wurde, dass er sogar zum Slogan des luxuriösen Wellnesshotels am Wilden Kaiser wurde. Entscheidend ist dabei nicht nur das Ambiente, sondern auch die sichtbare und spürbare Präsenz der Gastgeberfamilie Hauser.

Ähnlich klingt es im Hotel Klosterbräu: Gäste berichten, dass sie das Haus betreten und es sich sofort vertraut anfühlt. Die Verbindung aus jahrhundertealter Geschichte und persönlicher Betreuung durch die Gastgeberfamilie Seyrling wird hier immer wieder hervorgehoben.

Im Schloss Lerchenhof sagen die Gäste sogar, sie würden hier nicht nur Urlaub machen, sondern für eine Zeit Teil des Hauses zu sein. Auch hier spielt die enge, persönliche Beziehung zur Familie Steinwender und dem Team eine große Rolle.

Im Hotel Okelmann’s in Niedersachsen wird genau diese Mischung aus familiärem Umfeld und persönlicher Betreuung geschätzt. Familie Okelmann erwartet dich hier immer wieder mit vertrauten Gesichtern.

  • Was bei all diesen Schilderungen auffällt: Es geht selten nur um „Freundlichkeit“, sondern um Wiedererkennung, persönliche Ansprache und Authentizität. Wenn dir dies im Urlaub besonders wichtig ist, findest du hier noch mehr Hotels mit “zu Hause Gefühl”

 

Zimmer, in denen man länger bleiben will als geplant

Neben dem persönlichen Flair durch die Gastgeber(familie) spielt auch der Raum selbst eine große Rolle. Dies wird vor allem dann deutlich (und häufiger in Bewertungen erwähnt), wenn Architektur und Umgebung zusammen gedacht werden.

Die Inkaterra Hotels in Peru zeigen, wie stark die Gestaltung eines Hotels eine Erfahrung prägen kann. Die von Mitgründerin Denise Guislain entwickelten Designkonzepte verbinden lokal-inspirierte Bauweisen, natürliche Materialien und die jeweilige Landschaft Perus zu einem Gesamtbild. Im Amazonasgebiet etwa öffnen sich die Cabañas mit großen Veranden im Inkaterra Reserva Amazonica direkt in den Regenwald. Übergänge zwischen Innen und Außen verschwimmen bewusst. Im Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel dagegen verstecken sich die weißgetünchten Casitas entlang verschlungener Wege im Nebelwald.

Naturhotel Inkaterra Reserva Amazónica © Inkaterra Reserva Amazónica
Zimmer im Inkaterra Reserva Amazónica © Inkaterra Reserva Amazónica

 

Ein ganz anderes, aber ebenso prägnantes Beispiel ist das My Arbor in Südtirol: ein Baumhotel auf Stelzen mitten in den Baumwipfeln. Gäste sprechen hier oft von Ruhe und Naturverbundenheit. Aber auch von besonderen Momenten, etwa einem Whirlpool auf dem Balkon mit Blick bis zu den Dolomiten.

  • Architektur wird dann besonders geschätzt, wenn sie ein Teil des Erlebnisses ist.

 

Frühstück, über das man noch zu Hause spricht

Zero-Waste Frühstück mit Frühstücksei im Lifestylehotel SAND
Frühstück mit Bio-Produkten bis 13 Uhr. ©SANDnature

 

Manche Dinge bleiben länger im Kopf als andere. Und ein einzigartiges Frühstück gehört oft dazu, wie viele Bewertungen zeigen.

Im LA VIMEA in Südtirol wird besonders das rein pflanzliche Frühstücksbuffet hervorgehoben. Gäste schätzen die Vielfalt und die Möglichkeit, eine 100% vegane Küche kennenzulernen.

Im Relais del Maro in Ligurien wird das Frühstück als sehr liebevoll wahrgenommen, was wohl an den vielen selbstgemachten, regionalen Produkten liegt (und der Herzlichkeit des Personals).

Im SANDnature gibt es ein Langschläfer-Frühstück bis 13 Uhr mit einer Front-Cooking-Station für Bio-Eierspeisen sowie Hafermilch für den Kaffee auf Knopfdruck. Dies ist vielen schon positiv aufgefallen.

 

Kleine Gäste, große Erwartungen

Mädchen probieren Honig. Nachhaltig Reisen
Bio-Honigschlecken im Hotel mit eigener Imkerei ©APIPURA hotel rinner

 

Wer mit Familie reist, achtet oft auf andere Dinge, aber auch hier zeigen sich klare Muster.

Im APIPURA hotel rinner auf dem Ritten wird die Kombination aus entspannter Atmosphäre und familienfreundlicher Infrastruktur geschätzt: vom gesicherten Spielplatz über großzügige Außenflächen bis hin zu besonderen Angeboten wie einem Bienenlehrpfad und einem Spielraum für Regentage.

Das Hotel Weihrerhof, ebenfalls auf dem Ritten, punktet mit seiner Lage direkt am Wolfsgrubener See. Gäste schätzen hier neben der Ruhe, die Möglichkeiten für Aktivitäten am Wasser, wie Baden, Ruderboot- oder Tretbootfahren. Für Familien besonders angenehm: Der Spielplatz ist von der Terrasse aus einsehbar.

 

Die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Während große Themen oft die Berichterstattung und Websites dominieren, sind es häufig die Details, die in Erinnerung bleiben und bei Bewertungen besonders auffallen.

Im Hotel Bella Vista in Zermatt beginnt der Aufenthalt zum Beispiel mit selbstgebackenen Keksen und einem handgeschriebenen Willkommensgruß. Statt elektronischer Karten gibt es Zimmerschlüssel mit handgeschnitzten Holzherzen aus einer sozialen Werkstatt. Diese “liebevollen Details” bleiben bei den Gästen nicht unentdeckt und werden oft positiv erwähnt.

Das SANDnature an der Ostsee bekommt oft Komplimente für den “Check-in/Check-out”. Das Team gibt besonders bei der An- und Abreise ihre volle Aufmerksamkeit den Gästen, führt Gespräche und erfüllt gern individuelle Wünsche.

  • Genau solche Details machen einen guten Aufenthalt noch besser und Feedback dazu bestätigt die Hoteliers darin, auf solche Kleinigkeiten zu achten.

 

Lage, Lage, Lage

UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten in Südtirol Italien markante Bergspitze
UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten in Südtirol ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Auch die Umgebung spielt eine zentrale Rolle. Klar, oft ist diese ja das eigentliche Reiseziel.

Das Paradiso Pure.Living vegan Hotel liegt auf über 2.000 Metern Höhe in den Dolomiten auf der Seiser Alm direkt an der Skipiste. Eine besondere Lage, die Gäste immer wieder hervorheben. Weite Ausblicke in das UNESCO-Welterbe und die unmittelbare Natur prägen hier den Aufenthalt.

Im Hotel Das Rübezahl im Allgäu sorgt der Blick auf Schloss Neuschwanstein für einen besonderen Rahmen. Viele Gäste wandern hier gern zu den Berghütten oder genießen das Schlosspanorama vom Wellnssgarten aus.

Das Relais del Maro in Ligurien zeigt, dass auch weniger bekannte Orte beeindrucken können: Das kleine Dorf Borgomaro wird von Gästen oft als echter Geheimtipp beschrieben.

Im Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iž wird vor allem die ruhige, reduzierte Umgebung geschätzt. Das Hotel ist das einzige auf der ganzen Insel. Viele Gäste sprechen von einem Gefühl des bewussten Rückzugs: Abschalten unter Pinienbäumen. Im Meer schwimmt mit Glück sogar ein Delfin vorbei.

 

Wellness: Rückzugsorte mit Konzept

Wellness wird häufig genannt. Doch hierunter werden sehr viele Dinge verstanden.

Im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten steht ein umfangreicher Spa-Bereich im Mittelpunkt, der sich über mehrere Ebenen erstreckt und unterschiedliche Anwendungen, zahlreiche Saunen (inkl. „Chinesischer Hölle“ mit 95°C) sowie Ruhebereiche kombiniert. Gäste heben immer wieder die Vielfalt der Angebote hervor.

Das Naturresort Gerbehof am Bodensee setzt dagegen stärker auf individuelle Behandlungen und eine ruhige, entschleunigende Atmosphäre. Gastgeberfamilie Wagner bietet ihren Gästen verschiedene heilmedizinische Behandlungen wie bioenergetische Massagen und Vegeto-Behandlungen.

 

Schlafen – und wirklich zur Ruhe kommen

Neues Hotelzimmer Circular Living vom Hotel SCHWARZWALD PANORAMA - nachhaltiges Hotelzimmer
Die „Falkenstein Suite“ ist ein nachhaltiges Hotelzimmer nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip @SCHWARZWALD PANORAMA

 

Ein Bereich, der in Bewertungen ebenfalls ein Trend ist, ist der Schlaf. (Es gibt ja mittlerweile sogar schon Schlaf-Tourismus, wie wir berichtet haben.)

Im SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb steht der Schlaf oft im Fokus der Gästestimmen. Gäste heben die verwendeten Materialien (ausgewiesen schadstofffrei und kreislauffähig), die Gestaltung der Zimmer und die Schlafqualität hervor. Aspekte, die auch durch externe Auszeichnungen wie den „Green Sleeping Award“ eingeordnet werden.

Übrigens: Du schläfst hier auf SWISSFEEL Matratzen mit kreisslauffähigem Schweizer Mineralschaum.

 

Was uns überrascht hat

Je mehr Rückmeldungen wir über Rückmeldungen gelesen haben, desto klarer wurde:

  • wie oft „Herzlichkeit“ genannt wird
  • wie wichtig scheinbar kleine Abläufe sind
  • und wie ähnlich die Wünsche von Gästen sind – unabhängig von Region oder Hoteltyp

 

Was Gäste seltener sagen, aber trotzdem wichtig ist

Interessant ist auch, was (leider) seltener direkt angesprochen wird: die nachhaltigen Bemühungen und Maßnahmen des Hotels.

Obwohl sich alle Green PearlsⓇ Unterkünfte durch ihre nachhaltigen Maßnahmen auszeichnen, welche zu jedem Hotel transparent und nachvollziehbar aufgelistet sind, werden diese im Gäste-Feedback nur selten erwähnt.

Lediglich das Naturhotel Outside in Osttirol mitten im Nationalpark Hohe Tauern berichtet, dass viele Gäste loben, dass Nachhaltigkeit sich hier in allen Bereichen zeige, von natürlichen Materialien über die regionale Küche bis zum naturnahen Lebensstil.

 

Und jetzt du

Worauf achtest du, wenn du Bewertungen liest? Sind es eher die großen Themen oder die kleinen Details zwischen den Zeilen? Und worauf willst du für deine nächste Bewertung vielleicht mehr achten? Kennst du schon die drei Fragen, mit denen du in Hotels punktest?

 


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Finger tippt auf einem Tablet mit einer Gästebewertungsumfrage neben einer Sonnenbrille und einem Glas

Ein Hotelmitarbeiter im Anzug steht hinter einem Empfangstresen und hält die Hand einer Frau mit langen braunen Haaren, die ihm gegenübersteht

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Vom Wegwerfen zum Weiterdenken: Zeit für Circular Food https://green-travel-blog.com/de/vom-wegwerfen-zum-weiterdenken-zeit-fuer-circular-food/ https://green-travel-blog.com/de/vom-wegwerfen-zum-weiterdenken-zeit-fuer-circular-food/#respond Fri, 13 Feb 2026 07:06:49 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72394 1,05 Milliarden Tonnen Lebensmittel. So viel Essen ist laut dem UNEP Food Waste Index Report 2024 allein im Jahr 2022 weltweit im Müll gelandet. Das entspricht über einer Milliarde weggeworfener Mahlzeiten – jeden einzelnen Tag. Besonders unbequem: 60 % dieses Food Waste entsteht in privaten Haushalten.…

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1,05 Milliarden Tonnen Lebensmittel. So viel Essen ist laut dem UNEP Food Waste Index Report 2024 allein im Jahr 2022 weltweit im Müll gelandet. Das entspricht über einer Milliarde weggeworfener Mahlzeiten – jeden einzelnen Tag. Besonders unbequem: 60 % dieses Food Waste entsteht in privaten Haushalten. Also nicht in der Industrie, nicht in Supermärkten – sondern bei uns zu Hause. In unseren Kühlschränken, in vergessenen Gemüsefächern, auf Tellern, die wir zu voll beladen haben.

Und noch ein Punkt, der überrascht: Lebensmittelverschwendung ist längst kein Wohlstandsproblem mehr. Der Report zeigt, dass der Pro-Kopf-Food-Waste über Einkommensstufen hinweg erstaunlich ähnlich ist. Heißt: Das Problem betrifft uns alle – unabhängig davon, wie viel wir verdienen oder wo wir leben.

 

2030 ist nicht mehr weit und das Ziel noch lange nicht erreicht

Mit den Sustainable Development Goals (SDG 12.3) hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Klingt nach Zukunft? 2030 ist näher, als es sich anfühlt – und ohne einen echten Wandel in unserem Alltag wird dieses Ziel nicht erreichbar sein.

Denn Food Waste ist kein Randthema. Er treibt Klimakrise, Ressourcenverbrauch und wirtschaftliche Verluste massiv an. Jedes weggeworfene Lebensmittel steht für verschwendetes Wasser, Energie, Arbeitszeit und Emissionen.

 

Was hat das mit Reisen zu tun?

Gerade in der nachhaltigen Hotellerie ist das Thema Essen besonders sensibel: wechselnde Gästeströme, Buffets, individuelle Ernährungswünsche, saisonale Schwankungen. Gerade dort, wo viele Menschen täglich verpflegt werden, zeigt sich, ob Kreislaufdenken funktioniert. Und genau da holen wir uns jetzt Inspiration für unser eigenes Leben 😉 .

 

Weniger ist mehr: Warum kluger Einkauf Food Waste verhindert

Open Kitchen Konzept im Hotel Klosterbräu
Einkaufen und zubereiten nach Bedarf. Open Kitchen im Hotel Klosterbräu | ©Hotel Klosterbräu, Fotograf: Stephen Elsler

 

Circular Food beginnt nicht erst beim Kochen, sondern davor – bei der Produktion und beim Einkauf. Viele unserer Green Pearls®-Partner zeigen, wie entscheidend dieser erste Schritt ist.

Im Hotel Klosterbräu in Tirol stammen mindestens 80 % der Lebensmittel aus der Region. Vieles wird aber auch selbst produziert: Eier vom eigenen Bauernhof, selbstgemachte Marmeladen und Kompotte, Kräuter und Honig aus dem eigenen Garten, Heumilch von den Kühen aus der Nachbarschaft. Kurze Lieferketten, kaum Verpackung, volle Kontrolle über Qualität und Mengen.

Auch das Baumhotel My Arbor, das energieautarke Aparthotel OLM Nature Escape und das nachhaltige Lifestylehotel SANDnature an der Ostsee setzen auf gezielten, bedarfsorientierten Einkauf bei regionalen (Bio-)Produzent*innen. Bestellt wird nicht „auf Vorrat“, sondern nach Auslastung. Das Ergebnis: kaum abgelaufene Produkte in den Vorratskammern.

Was wir daraus lernen können:

  • Wie wir im Blogartikel zu Bio-Lebensmitteln erklärt haben, führt die Verwendung von (teureren) Bio-Lebensmitteln automatisch dazu, diese bewusster zu verwenden. Zudem kannst du bei Bio-Produkten (wenn möglich) auch die Schale mitessen.
  • Setze auf saisonale Produkte aus deiner Region (eine Hilfe sind hier z. B. Rezepte aus Saison-Kalendern)
  • Laut dem Hotel Klosterbräu ist vor allem der Verzicht auf Fertigprodukte wichtig, “da so komplette Zutatenkreisläufe gewahrt und Resteverwertung ermöglicht wird.”
  • Einkaufen mit Einkaufsliste und gezielter Planung für Gerichte. Denke anGerichte mit “Resten”, Frühstück, Snacks, mit realistischer Mengenplanung. (Nicht einfach “Irgendwas werde ich damit schon machen”.)

 

Planung schlägt Perfektion – und Buffets sind keine Pflicht

Nachhaltiges Frühstück im Hotel am Zero-Waste Buffet
©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Ein weiterer Hebel gegen Food Waste: Planung. Und der Mut, Dinge anders zu machen.

Im Canvas & Orchids Retreat in Kambodscha gibt es bewusst ein tägliches Set-Menü (das heißt: keine Karte mit Auswahl). Gekocht wird mit dem, was frisch verfügbar ist – kreativ, saisonal und vollständig verwertet. Das reduziert Abfall und macht Nachhaltigkeit für Gäste als kulinarische Entdeckungsreise erlebbar.

Etwas, das sich ebenfalls erst wenige Hotels “trauen” ist die flexible Portionsgröße. Das heißt, dass das Personal so geschult ist, auch mal eine halbe Portion anzubieten (oder einen Nachschlag). Das Naturhotel Outside setzt auf kleinere Portionen. Überschüsse landen nicht im Müll, sondern am Nachmittagsbuffet oder bei den Mitarbeitenden. Ähnlich arbeitet das SCHWARZWALD PANORAMA, wo intelligente Menüplanung und angepasste Portionsgrößen Food Waste von vornherein vermeiden.

Ein echtes Best-Practice-Beispiel ist das Hotel Luise in Erlangen:
Hier bleiben im Schnitt nur 5 Gramm Lebensmittelreste pro Gast und Mahlzeit übrig. Möglich wird das durch kleinere Platten am Buffet, die nach Bedarf lieber einmal mehr nachgelegt werden. Am Ende des Frühstücks fragen die Mitarbeiter*innen die Gäste gezielt danach, was noch gewünscht wird. Und dann wird z. B. noch eine einzelne Scheibe Käse aus der Küche geholt, anstatt einfach noch mal 20 Scheiben auszulegen.

 

Für zu Hause heißt das:

  • Lieber nachnehmen als überladen. Zwar hast du zu Hause nicht das Problem wie ein Hotel, dass alle Lebensmittel, die einmal auf dem Tisch standen, kein zweites Mal angeboten werden dürfen. Doch solltest auch du dafür sorgen, dass die Lebensmittel appetitlich bleiben. Reis, der schon mit Saucen und anderem Essen vermischt ist, will keiner mehr essen; Reis, der pur übrigbleibt, lässt sich hingegen vielseitig verwenden.
  • Es muss nicht immer eine riesige Auswahl geben und nicht jeden Tag ein neues Angebot. (Lieber erstmal das angebrochene Hummus und die schon offene Marmelade aufessen, statt  etwas Neues zu öffnen.)

 

Aus Resten wird Geschmack – wenn Kreativität Teil des Konzepts ist

Selber Brotbacken imHotel Bella Vista Zermatt
Das Brot wird im Hotel gebacken und lässt sich auch am nächsten Tag noch verwerten. | ©Hotel Bella Vista Zermatt

 

“Resteverwertung” gehört zur Kunst des Kochens und hat auch in der Profigastronomie ihren festen Platz.

  • Im Hotel Bella Vista Zermatt werden Orangenschalen zu Sirup, hartes Brot geht an die Schafe, Kaffeesatz düngt die Blumen.
  • In den drei Südtiroler Hotels My Arbor, Hotel Weihrerhof und OLM Nature Escape werden Gemüseschalen zu Fonds und altes Brot zu Knödeln oder Croûtons verarbeitet.
  • Das SCHWARZWALD PANORAMA verwandelt Überschüsse in Suppen, Eintöpfen oder frische Salate.

Für zu Hause gilt:

Eigne dir eine kreative Resteküche an. Unsere Tipps aus dem Web:

  • Resteverwertung von Zucker und Jagdwurst: Der vegane Foodblog präsentiert zu den üblichen Lebensmitteln (Reis, Brot, matschiges Obst …) eine übersichtliche Liste mit passenden Rezepten.
  • Familienkost hat auch Ideen für eher ungewöhnliche Lebensmittel wie Spargel oder Zitronen und eine Suchfunktion nach Zutaten
  • Der Restegourmet ist eine ziemlich ausgeklügelte Webseite und App speziell für das Kochen mit Resten. Es dauert ein bisschen sich einzufinden, doch dann gibt es sehr nützliche Tipps und Rezepte.

 

Wenn Essen zurück zur Erde geht: Kreislaufdenken konsequent zu Ende gedacht

Was nicht mehr gegessen werden kann, muss trotzdem nicht verloren sein. Viele unserer Partner schließen den Kreis über Kompostierung:

  • STURM wirft alles, was kompostiert werden darf, auf den eigenen Kompost und nutzt die daraus gewonnene Erde anschließend im Naschgarten.
  • Im Naturresort Gerbehof werden Lebensmittelreste ebenfalls durch Kompostierung zu Dünger.
  • Das SCHWARZWALD PANORAMA arbeitet mit ReFood zusammen, welche gekochte Speisereste und Altfett aus der Gastronomie abholen und daraus Biodiesel, Biogas, Wärme und organische Dünger herstellen.

Besonders konsequent ist das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz. Hier werden selbst gekochte Speisereste mit einer professionellen Kompostiermaschine direkt vor Ort verarbeitet. Der nährstoffreiche Kompost landet im eigenen Garten und wird sogar in Säckchen als kleines Geschenk an Gäste weitergegeben. “Ein Geschenk von unserer kleinen Insel an ihre Gärten und Pflanzen zu Hause”, erzählen sie.

“Für uns ist der Kreislauf ein System, nach dem die Natur schon immer funktioniert hat. Und wir sehen uns als Teil dieses natürlichen Rhythmus’.” – Hotel Korinjak

Zu Hause:

  • Speisen vom Vortag erneut aufwärmen und genießen (Hygiene beachten)
  • Biotonne bewusst nutzen (Plastik und Fleischreste gehören NICHT hinein. Dazu gehört vielerorts übrigens auch „Plastik“ aus natürlichen Materialien wie Maisstärke.)
  • Eigenen Kompost herstellen (geht übrigens auch als Mini-Version bzw. mit Hilfe einer Wurmkiste oder eines Bokashis auf dem Balkon einer Stadtwohnung.)

 

Machu Picchu , Weltwunder
Weltwunder Machu Picchu war wegen Umweltverschmutzung in Gefahr. ©Inkaterra

 

Speiseöl: Der unsichtbare Food Waste mit massiven Folgen

Ein Thema, das oft vergessen wird: altes Speiseöl. Frittier- und Bratfette gehören nicht in den Abfluss.

Wie gravierend die Folgen sein können, zeigt das Beispiel Machu Picchu Pueblo in Peru. Dort war die Belastung der Flüsse durch alte Speiseöle aus der Gastronomie des beliebten Touristenorts so hoch, dass sich die Wasserqualität messbar verschlechterte. Die Reaktion: Gemeinsam mit der Gemeinde errichtete das Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel eine Anlage, in der Speiseöl aus der Gastronomie, Haushalten und lokalen Betrieben gesammelt und zu Biodiesel verarbeitet wird. Ein Projekt, das Umwelt schützt – und die Region aktiv einbindet.

Wie du Speiseöl korrekt entsorgst:

  • Altes Speiseöl, Frittierfett und Co. gehören in den Restmüll. Kleine Reste kannst du einfach mit etwas Küchenpapier aufnehmen und in der Restmülltonne entsorgen.
  • Größere Mengen lässt du abkühlen und gibst es anschließend in einem gut verschlossenen Behälter ebenfalls in den Restmüll oder bringst es zu speziellen Sammelstellen in deiner Region.

 

 

Circular Food funktioniert nur gemeinsam

Ob im Hotel Klosterbräu, im Naturhotel Outside, bei SANDnature oder im Hotel Luise: Überall zeigt sich, dass Kreislaufdenken nur funktioniert, wenn Mitarbeitende und Gäste eingebunden werden. Dies gilt natürlich auch zu Hause –  für dich, deine Familie und deine Gäste. Und da ist es wahrscheinlich deutlich einfacher: Darf ich dir das noch einpacken? „Möchtest du das noch aufessen? Nimmst du noch ein paar Radieschen aus unserem Garten mit? Selbst bei Hochzeiten und anderen großen Feierlichkeiten wird es immer selbstverständlicher, dass Gäste Dosen und Behälter mitbringen, damit vom Buffet nicht zu viel übrig bleibt.

 

Fazit: Kreislaufdenken beginnt im Kopf

Unsere Green Pearls® zeigen, dass Circular Food selbst unter komplexen Bedingungen funktioniert. Und genau deshalb ist klar: Wenn es dort geht, geht es auch bei uns.

Denn wenn Haushalte den größten Anteil an Food Waste verursachen, haben sie auch den größten Hebel für Veränderung. Kreislaufdenken beginnt im Kopf und damit sich verantwortlich zu fühlen.

2030 rückt näher. Lass uns anfangen.

 


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Im Vordergrund hält eine Person einen weißen Teller mit bunten Gemüseresten, darunter Salatblätter, Paprika und Tomaten. Mit einer schwarzen Zange werden die Lebensmittelreste in einen großen schwarzen Abfalleimer entsorgt. Oben im Bild steht das Logo und der Schriftzug 'GREEN TRAVEL BLOG'. Unten ist der Text 'CIRCULAR FOOD' sowie 'WENIGER LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG ZU HAUSE UND AUF REISEN' zu sehen. Das Bild thematisiert Lebensmittelkreisläufe und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln in Hotels.

Ein Koch mit weißer Jacke und grauer Schürze steht in einer modernen Hotelküche. Die Arbeitsfläche ist mit verschiedenen Zutaten und Küchenutensilien bestückt. Im Hintergrund sind Steinwände, Pflanzen und ein Pizzaofen sichtbar. Unten im Bild befindet sich ein Textfeld mit grünem Titel und weißem Fließtext. Der Text thematisiert Lebensmittelverschwendung und nachhaltige Lösungen in Hotels im Zusammenhang mit Circular Food.

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Shiatsu ist out, Gua Sha ist in. Das sind die Massage-Trends für 2026 https://green-travel-blog.com/de/shiatsu-ist-out-gua-sha-ist-in-das-sind-die-massage-trends-fuer-2026/ https://green-travel-blog.com/de/shiatsu-ist-out-gua-sha-ist-in-das-sind-die-massage-trends-fuer-2026/#comments Tue, 27 Jan 2026 07:26:25 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72325 Wenn wir an Massage denken, haben die meisten sofort ein Bild im Kopf: warme Hände, Öl, ruhige Musik. Entspannung pur. Tatsächlich hat sich die Welt der Massage in den letzten Jahren jedoch stark verändert – oft leiser im Spa, aber lauter im Alltag. Für diesen…

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Wenn wir an Massage denken, haben die meisten sofort ein Bild im Kopf: warme Hände, Öl, ruhige Musik. Entspannung pur. Tatsächlich hat sich die Welt der Massage in den letzten Jahren jedoch stark verändert – oft leiser im Spa, aber lauter im Alltag. Für diesen Artikel habe ich mit 17 nachhaltigen Hotels über Massage- und Spa-Trends für 2026 gesprochen. Und fast alle beschreiben denselben Wandel: eine bewusste Rückbesinnung auf das, was Berührung ursprünglich ausmacht.

 

Warum Massage in der Vergangenheit so technisch wurde

In den vergangenen Jahren haben zwei Entwicklungen die Massagewelt spürbar geprägt. Zum einen die Pandemie: Spas waren geschlossen, Berührung wurde zur Ausnahme – und Selbstmassage rückte in den Fokus. Zum anderen der technologische Boom. Elektronische Massagegeräte, Auflagen und sogenannte „Shiatsu“-Tools überschwemmten den Markt. Begriffe aus fernöstlichen Heiltraditionen klangen vertraut, versprachen Wirkung – und passten perfekt in eine Zeit, in der alles schnell, effizient und jederzeit verfügbar sein sollte.

Diese Entwicklung ist kein Zufall. In Ländern wie Japan, Südkorea oder China gehören Technologie, Robotik und automatisierte Anwendungen längst zum Alltag – auch im Wellnessbereich. Doch auf dem Weg in den Westen drohte dabei etwas verloren zu gehen: das traditionelle Handwerk der Berührung.

Zwei Massagesessel in einer Praxis.
Technisch und steril – so sah Massage in den letzten Jahren aus. BILD: Pexels

 

Nachhaltige Massage-Trends 2026

Umso spannender ist, was sich jetzt abzeichnet. 2026 steht für viele Spas nicht mehr die Frage im Raum, welches Gerät das nächste Upgrade bringt – sondern welche Technik ohne Strom wirklich wirkt. Gua Sha ist dabei eines der auffälligsten Beispiele. Der schlichte Schabestein erlebt ein Comeback, nicht als Beauty-Gadget, sondern als ernstzunehmende Massagetechnik, die inzwischen in Ganzkörperrituale integriert wird.

Gua Sha ist jedoch nur ein Teil dieser Bewegung. Auch Bambusmassagen, Hot Stone, Klangmassagen und der gezielte Einsatz ätherischer Öle gewinnen wieder an Bedeutung. Welche Massagetechniken 2026 im Trend liegen, was du selbst zu Hause umsetzen kannst und welche Erlebnisse nur im Spa möglich sind, schauen wir uns jetzt genauer an.

 

Gua Sha – vom Beauty-Tool zum Ganzkörperritual

Frau präsentiert den Gua Sha Massage Stein
Der „magische“ Gua Sha Stone aus Jadestein BILD: Pexels

Gua Sha ist alles andere als neu und erlebt 2026 dennoch ein echtes Comeback. Was lange auf Gesichtsmassagen reduziert wurde, findet seinen Weg zurück in den Spa-Kontext: als gezielte Technik zur Aktivierung von Durchblutung, Energiefluss und tiefer Entspannung.

Im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten an der Mosel ist Gua Sha fest in das ganzheitliche TCM-Konzept eingebettet. Das nach Feng-Shui-Prinzipien gestaltete Wellnesshotel verfügt über ein eigenes TCM-Center, in dem Gua Sha eingesetzt wird, um nach traditioneller chinesischer Lehre Stagnationen von Qi und Blut zu lösen. Mit einem Jadestein und Öl wird die Haut – häufig im Schulter-Nacken-Bereich – so lange geschabt, bis sie intensiv durchblutet ist. Ob und wie die Methode sinnvoll angewendet wird, entscheiden erfahrene TCM-Therapeut*innen nach einer vorherigen Diagnostik.

 

Gua Sha in entschleunigter Form

Einen ruhigeren, naturverbundenen Zugang bietet das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz. Direkt am Meer, mit täglichem Yoga unter Pinien und vegetarisch-veganer Küche, gehören hier Gua-Sha-Gesichts- sowie Kopf- und Körperrituale zum ganzheitlichen Behandlungsangebot. Die Anwendungen, inspiriert von ayurvedischen und fernöstlichen Techniken, zielen darauf ab, den Energiefluss zu harmonisieren und körperliche Erneuerung anzustoßen – reduziert, achtsam und ohne Technik.

Dass Gua Sha mehr ist als ein Wellness-Trend, zeigt auch die Forschung: Eine Pilotstudie der Universität Duisburg-Essen (2007) konnte eine deutlich erhöhte Mikrozirkulation nach der Behandlung nachweisen – begleitet von einer unmittelbaren Linderung muskulärer Beschwerden. Ein Hinweis darauf, dass die jahrhundertealte Technik auch physiologisch Wirkung zeigt.

 

Die Ganzkörpermassage – vertraut, aber 2026 neu interpretiert

Die Ganzkörpermassage bleibt das Fundament jeder Spa-Kultur. Doch sie hat sich verändert. Statt standardisierter Abläufe steht heute das Erleben im Vordergrund – oft eingebettet in Rituale, Düfte und regionale Bezüge.

Im OLM Nature Escape beginnt eine Ganzkörpermassage nicht mit Öl, sondern mit Rauch. Eine Räucherung aus Almkräutern öffnet die Sinne, bevor Arnika und Zirbe die Muskulatur entspannen. Die Massage wird Teil eines Übergangs: raus aus dem Alltag, hinein in die Ruhe.

Auch im SANDnature zeigt sich, dass Gäste bewusst das Einfache suchen. Die klassische Ganzkörpermassage – 30 oder 60 Minuten – ist hier das meistgewählte Treatment. Keine therapeutischen Versprechen, kein Überbau. Dafür klare Berührung, Rhythmus und Entspannung.

 

Ganzkörpermassage als “Detox Glow”

Massage mit Alpen-Panorama im Hotel Das Rübezahl
©Hotel Das Rübezahl

 

Im Hotel Das Rübezahl wird die Ganzkörpermassage detoxifiziert gedacht. Sanfte und kräftige Griffe wechseln sich ab, individuell angepasst. Peeling-Handschuhe regen die Durchblutung an und die Massage soll deinen Körper “zum Strahlen” bringen.

 

Bambusmassage – ideal für Sportler

Die Bambusmassage gehört zu den dynamischeren Massageformen. Mit glatten Bambusstäben werden rollende und tiefgehende Bewegungen ausgeführt. Das Ergebnis: intensive Durchblutung, gelöste Muskelverhärtungen und ein aktivierter Lymphfluss.

Im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten ist die Bambusmassage fester Bestandteil des Angebots. Beine, Rücken und Arme werden mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet – kraftvoll, aber fließend. Die Massage passt perfekt in das ganzheitliche Konzept des Hauses, das TCM und moderne Wellness verbindet.

Noch sportlicher interpretiert wird die Bambusmassage im Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain. Hier richtet sie sich gezielt an aktive Gäste. Der frisch renovierte Artemacur Spa (1.500 m²) verbindet medizinische Kompetenz mit alpiner Entspannung. Dass der Klosterhof 2025 als „Medical Spa“ ausgezeichnet wurde, unterstreicht diesen Anspruch.

 

Trend: Aromaöl-Massagen

Frau genießt eine Massage im nachhaltigen Hotel Weihrerhof in Südtirol
©Hotel Weihrerhof

Ätherische Öle werden in der Aromamassage zum aktiven Element. Sie wirken über Haut, Atem und Nervensystem.

Im Naturhotel Outside entfaltet sich das besonders sinnlich. Die Mind Relaxing Aroma Massage verbindet sanfte Berührung mit ausgewählten Bio-Aromaölen. Der Duft begleitet jede Bewegung, beruhigt mental und bringt den Körper in Balance – eine multisensorische Erfahrung. Zudem nutzt das Hotel ätherische Öle für Chakra-Massagen. Mehr darüber (auch, wie du selbst ätherische Öle in deinem Alltag nutzen kannst, erfährst du in unserem Blog über ätherische Öle.

Das Hotel Weihrerhof in Südtirol verbindet Aromatherapie mit Regionalität. Die hauseigene Kosmetiklinie BergSea nutzt Wolfsgrubener Seewasser. (Der See grenzt direkt an das Hotel.) In der Bootshaussauna füllen ätherische Öle aus Südtirol – Zirbe, Latsche – den Raum. Wellness riecht hier quasi nach der umgebenen Landschaft.

 

Hot Stone – die zeitlose Kraft der Wärme bleibt im Trend

Wärme entspannt Muskeln, öffnet, trägt und ist somit ein zentrales Element einer jeden Massage. Kein Wunder, dass die Hot-Stone-Massage auch 2026 ihren festen Platz behält.

Im gerade erwähnten Naturhotel Outside werden zum Beispiel vor der Aromaölmassage warme Basaltsteine genutzt, um Energiezentren zu stimulieren. Übrigens: Der Natur Spa des Hauses wurde 2025 umfassend neu gestaltet – mit Heilwasser-Solebad, Pools und Spa-Garten im Nationalpark Hohe Tauern.

Auch im SCHWARZWALD PANORAMA zeigt sich, wie eng Hot Stone und Aromaölmassage zusammengehören: individuell abgestimmt, ruhig, regenerierend. Wie die Gastgeber berichten, gehörte die “Hot Stone Massage” zu den beliebtesten Massagen von 2025, weshalb das Angebot auch 2026 bestehen bleibt.

Im Naturresort Gerbehof am Bodensee gehört die Steinmassage zu den Klassikern, womit sich die Gäste einfach immer wieder wohlfühlen.

Was 2026 an Bedeutung verliert – und warum

Frau mit Massage Pistole (Massage gun) im Fitnessstudio
Einfach mal mit einem Gerät auf Trigger-Punkte einhämmern? Die Selbstmassage mit einer Massage Gun sollte skeptisch betrachtet werden. BILD: Pexels

In den vergangenen Jahren wurde Massage nicht nur neu gedacht, sondern auch neu vermarktet. Für meine frühere journalistische Arbeit – unter anderem für kommerzielle Plattformen wie Amazon, RTL oder wetter.de – habe ich mich intensiv mit Massagesesseln, Massageauflagen und Massage-Guns beschäftigt. Elektronische Selbstmassage boomte. Und fast jedes Gerät versprach dasselbe: Shiatsu.

Der Begriff klingt vertraut, hochwertig, fernöstlich. Tatsächlich bedeutet Shiatsu übersetzt schlicht „Fingerdruck“ – eine in Japan entwickelte, manuelle Körperarbeit, bei der mit Händen, Daumen und Körpergewicht gearbeitet wird. In der Gerätewelt jedoch wurde Shiatsu zu einem Marketingbegriff. Der Name ist nicht geschützt, weshalb nahezu jede Massageauflage so beworben werden kann – unabhängig davon, wie nah sie der ursprünglichen Technik tatsächlich kommt. Was gut klingt, verkauft sich. Tiefe Berührung lässt sich elektrisch jedoch nur begrenzt imitieren.

 

Bevor du eine Massage-Gun kaufst, solltest du das lesen

Ähnlich verhält es sich mit Massage-Guns. Die sogenannte Perkussionstherapie verspricht, tief ins Muskelgewebe vorzudringen und Triggerpunkte (Muskelknoten) zu lösen. In bestimmten Kontexten kann dies durchaus sinnvoll sein. Gleichzeitig sind viele Geräte laut, schwer, energieintensiv und alles andere als entspannend. Billigere Modelle erreichen Lautstärken von bis zu 90 Dezibel, selbst hochwertige Varianten liegen oft noch bei 50 Dezibel. Statt Ruhe entsteht Reiz. Statt Loslassen Anspannung. Zumindest meiner Meinung nach.

Dazu kommt: Technische Massagetools sind alles andere als günstig und meine Vermutung ist, dass die meisten dieser Geräte ohnehin inzwischen ein Dasein in der Rumpelkammer fristen. Oder?

 

Dazu kommt ein Aspekt, der in der Wellness-Debatte lange kaum eine Rolle spielte: Nachhaltigkeit. Akkus, Ressourcenverbrauch, kurze Produktlebenszyklen, globaler Versand – all das steht im Kontrast zu dem, was viele Menschen heute von Entspannung erwarten. Nach Jahren der Selbstoptimierung, des Vibrieren-lassens und Durchknetens wächst die Sehnsucht nach etwas anderem.

2026 zeichnet sich deshalb (zumindest bei nachhaltigen Green PearlsⓇ Hotels) ein klarer Gegentrend ab: weniger Technik, weniger Lärm, weniger Geräte. Stattdessen wieder Zeit, Wärme, Öl, echte Hände und natürlich gestaltete Räume. Wer tiefer gehen möchte, investiert nicht in das nächste Tool, sondern in ein gutes Day Spa, ein durchdachtes Wellnesskonzept oder eine individuell abgestimmte Behandlung.

 

Therapeutische Massagen – wenn Massage mehr als Entspannung ist

Alle Massagen, die wir bis hierhin vorgestellt haben, gehören zum Bereich “Wellnessmassage”, das heißt, sie richten sich an gesunde Menschen. Das Ziel dieser Massagen ist Entspannung, Regeneration und Wohlbefinden. Sie arbeiten meist mit fließenden Griffen, Ölen, Wärme oder rhythmischen Bewegungen – ohne medizinische Diagnose, ohne Heilversprechen.

Therapeutische Massagen hingegen verfolgen ein anderes Ziel. Sie sind Teil medizinischer oder manualtherapeutischer Konzepte und setzen gezielt bei Beschwerden an – etwa bei Rücken-, Gelenk- oder Muskelproblemen. Dabei geht es nicht nur um Linderung, sondern darum, Ursachen zu erkennen, Funktionen zu verbessern und langfristig zu stabilisieren.

Wichtig ist hier der rechtliche Rahmen: Therapeutische Massagen, die als medizinische Behandlung gelten und unter bestimmten Voraussetzungen sogar von Krankenkassen übernommen werden können, dürfen ausschließlich von staatlich geprüften Masseur*innen, medizinischen Bademeister*innen, Physiotherapeut*innen oder Ärzt*innen durchgeführt werden. Diese Berufsbezeichnungen sind gesetzlich geschützt und an eine fundierte Ausbildung gebunden.

Gesundheitshotel auf Teneriffa - Behandlung
Therapeutische Massagen sind dazu geeignet Schmerzen und gesundheitliche Probleme zu lindern. ©OCÉANO Health Spa Hotel Teneriffa

 

Wellness-Massagen dagegen – so wohltuend sie sein mögen – gehören ausdrücklich nicht in diesen Bereich. Sie dürfen von entsprechend geschulten, aber nicht zwangsläufig staatlich geprüften Fachkräften ausgeführt werden, solange klar kommuniziert wird, dass es sich um keine therapeutische oder medizinische Behandlung handelt.

Einige Häuser setzen in ihren Spas gezielt auf therapeutische Kompetenz. Hierzu gehören z. B. das STURM in Mellrichstadt, Deutschland (ein Wellnesshotel mit Bio-Essen, Naturschwimmteich und Yoga-Angebot) sowie das OCEANO Health Spa Hotel auf Teneriffa. Das Hotel auf der Kanareninsel verbindet Wellness und ärztliche Behandlungen, sowie Sport und gesunde Ernährung in einem einzigartigen Nature-Setting zwischen Atlantik und Bergen.

Andere Hotels bleiben bewusst im Wellnessbereich. Beides ist legitim. Entscheidend ist Transparenz.

 

Zwischen Therapie und Ritual – alternative Massageformen

Stressabbaumassage mit Steinen auf dem Rücken einer Frau.
Stressabbaumassage mit „aktivierten“ Steinen. ©Naturresort Gerbehof

 

Daneben existieren Massageformen, die nicht medizinisch-therapeutisch anerkannt sind, aber auf fundierten Traditionen beruhen.

Im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten wird Tuina angeboten – eine manuelle chinesische Therapieform mit Akupressur, Dehnungen und rotierenden Griffen. Sie kann kräftig oder sanft sein und wird individuell nach Puls- und Zungendiagnostik abgestimmt.

Das Naturresort Gerbehof ergänzt sein Angebot um Stressabbau-Massagen nach der Philippi-Methode sowie VegetoDynamik® nach Margot Esser – sanfte, ganzheitliche Behandlungen, die Körper und Seele gleichermaßen ansprechen.

 

Klangmassagen – Berührung ohne Hände

Klangmassagen sind ein weltweiter Trend, der 2026 anhalten wird. Die Methode nach Peter Hess® nutzt Schwingungen, die über Klangschalen in den Körper übertragen werden. Interessanterweise ist die Klangmassage übrigens gar keine fernöstliche Erfindung, wie wir oftmals automatisch annehmen, sondern eine westliche, wie wir in diesem Blogbeitrag über Klangmassagen erklären.

Im Hotel Korinjak gehören Klangmassagen und tägliche Gongbäder zum ganzheitlichen Programm. Die Schalen werden auf oder nahe am bekleideten Körper gespielt – Vibrationen durchziehen das Gewebe, lösen Spannungen und bringen tiefe Ruhe.

Auch Hotel Okelmann’s setzt auf Klangmassagen nach Peter HessⓇ sowie intuitive Wellnessmassagen – leise, wirkungsvoll, überraschend intensiv.

Klangschalenmassage in nachhaltigen Hotels
Klangschalenmassage im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa©Lisa Schuster

 

Massage-Rituale, die nur der Ort erschaffen kann

Manche Massagen sind untrennbar mit ihrem Ort verbunden. Bei Inkaterra in Peru entstehen Signature Treatments aus Kultur, Natur und Geschichte der Umgebung des Hotels: Reinigungsrituale mit Heilpflanzen aus dem Regenwald, königliche Bäder in Cusco, Massagen für Wandernde im Sacred Valley.

Ähnlich individuell arbeitet LA VIMEA, wo “Wellness Masterin Sylwia” 21 ganzheitliche Treatments gestaltet – von Massagen über Energiearbeit bis zu ayurvedischen Ritualen, immer abgestimmt auf den inneren Rhythmus der Gäste.

 

Zum Abschluss: ein Ritual zum Mitnehmen – inspiriert vom Hotel My Arbor

Zum Abschluss möchten wir dir ein Wellness-Ritual vorstellen, dass auch für dich zu Hause eine schöne Inspiration sein kann. Vorgestellt hat es uns das My Arbor bei Brixen, ein Wellnesshotel auf Stelzen in den Baumkronen. Das “Arboris Baumritual” wird von den Gastgebern als “Herzstück” ihres Spas beschrieben. So sieht es aus:

#1) Duftendes Ganzkörperpeeling: Ein reinigendes Peeling mit natürlichen Essenzen befreit Körper und Geist und bereitet auf die weiteren Schritte vor.

#2) Sauna: Der Gang in die Sauna öffnet die Sinne.

#3) Massage & Baumkraft: In einer harmonisierenden Massage werden die wohltuenden Wirkungen von Lärche, Latschenkiefer, Zirbe und Fichte vereint. Vier Bäume aus der Region, die für Stärke, Beruhigung, Erdung und Lebenskraft stehen.

#4) Kuschelzeit: Eingehüllt in Geborgenheit genießen die Gäste anschließend eine Ruhephase im Nest, begleitet von hausgemachtem Sorbet und Schokoladenpralinen. “Ein Moment völliger Wärme, Schutz und Entspannung.”

“Das Baumritual vereint Reinigung, Regeneration und tiefe Erdung – ein ganzheitliches Erlebnis, das unsere Gäste in die Welt der Südtiroler Wälder eintauchen lässt” – My Arbor

 

Fazit: Massage 2026 fühlt sich wieder echt an

Nach Jahren der Technisierung kehrt die Massage zu ihrem Kern zurück. Weniger Geräte, weniger Lärm – mehr Hände, Wärme, Präsenz. Die nachhaltigen Green Pearls® Hotels zeigen: Der wahre Luxus liegt nicht im Neuen, sondern im Bewussten.

 


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Person liegt auf einer Liege, Rücken mit grünen Blättern bedeckt, Hände berühren die Blätter, darunter Text 'MASSAGE-TRENDS AUS NACHHALTIGEN SPAS', weitere Bilder zeigen Massageanwendungen im Freien und in einem Holz-Pavillon

Frau liegt entspannt auf einer Massageliege, während Hände ihren Kopf massieren, Text 'Die Massage-Trends für 2026' und weitere Informationen zu nachhaltigen Hotels sichtbar

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Der grüne Reisekalender 2026: 12 Monate, um antizyklisch & nachhaltiger zu reisen https://green-travel-blog.com/de/gruener-reisekalender-2026/ https://green-travel-blog.com/de/gruener-reisekalender-2026/#respond Fri, 16 Jan 2026 07:51:17 +0000 https://greenpearlsuniqueplaces.de/?p=31492 Das Jahr ist noch ganz frisch und wir stellen euch Reisefans hier unseren Reisekalender für 2026 vor: mit zwölf inspirierenden Zielen, die für ein perfektes Urlaubserlebnis sorgen, ganz egal, wann ihr auf Reisen gehen wollt.  Nachhaltiger Reisen beginnt mit besseren Entscheidungen – und manchmal auch…

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Das Jahr ist noch ganz frisch und wir stellen euch Reisefans hier unseren Reisekalender für 2026 vor: mit zwölf inspirierenden Zielen, die für ein perfektes Urlaubserlebnis sorgen, ganz egal, wann ihr auf Reisen gehen wollt. 

Nachhaltiger Reisen beginnt mit besseren Entscheidungen – und manchmal auch einfach mit dem richtigen Zeitpunkt. Während sich viele Reiseziele in den klassischen Ferienmonaten unter Besucher*innenmassen biegen, zeigt antizyklisches Reisen eine nachhaltige Alternative: bewusst außerhalb der Hochsaison unterwegs sein.

 

Die Vorteile vom Reisen in der Nebensaison

Antizyklisch zu reisen bedeutet, Reiseziele dann zu entdecken, wenn sie Luft zum Atmen haben. Oder vereinfacht gesagt: Wenn alle in den Süden strömen, entdecken wir den Norden. Die Vorteile:

  • Weniger Andrang entlastet Natur, Infrastruktur und lokale Gemeinschaften.
  • Gleichzeitig erlebst du Orte oft ursprünglicher, ruhiger und authentischer – und (Bonus!) günstiger.
  • Auch für Gastgeber*innen ist diese Form des Reisens ein wichtiger Hebel, um Saisonspitzen abzuflachen, Arbeitsplätze ganzjährig zu sichern und nachhaltige Konzepte langfristig tragfähig zu machen.

 

Dein Antizyklischer Reisekalender für 2026

In unserem grünen Reisekalender 2026 zeigen wir dir deshalb zwölf Reiseideen – für jeden Monat eine Inspiration. Alle Ziele folgen einem einfachen Prinzip: nachhaltig reisen, Overtourism vermeiden und besondere Urlaubsmomente genau dann erleben, wenn andere noch gar nicht daran denken.

 

  1. Januar

Eine Region während der Regenzeit zu bereisen, hat zwei gute Vorteile: weniger Touristen und sattes Grün! Deshalb unser Januar-Tipp: Peru. Im Amazonasgebiet gibt es ohnehin keine klassische Trockenzeit. Etwa noch bis April regnet es allerdings (noch) häufiger und kräftiger. Und gerade diese Zeit lässt den Regenwald in sattem Grün explodieren. (Klar, Wege können matschig sein. Doch das gehört zum Dschungelerlebnis einfach mit dazu). Direkt im Regenwald wohnst du im Inkaterra Reserva Amazónica. Und wenn du die Anden in der Regenzeit genießen willst, so ist das Highlight Machu Picchu in der Nähe des Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel zumindest etwas weniger besucht als zur Hochsaison.

Green Travel Guide Peru - nachhaltig reisen in den anden
Peru ist zur Regenzeit ein Abenteuer. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY | Inkaterra

 

  1. Februar

Februar – weder Winter noch Frühling. Freiburg braucht allerdings keinen Frühling, um seine Besucher um den Finger zu wickeln. Die charmante Innenstadt hat einiges zu bieten, vor allem die historische Architektur, das Freiburger Bächle und der fast tägliche Wochenmarkt rund um das Freiburger Münster zählen zu den Wahrzeichen der Stadt. Bei schlechtem Wetter gibt es Kultur in Museen (Augustinermuseum, Natur und Mensch) sowie historische Orte (Colombischlössle) zu entdecken.

In Freiburgs Öko-Viertel Vauban findest du nach einem ereignisreichen Tag mit dem Green City Hotel Vauban eine besonders nachhaltige Unterkunft. Übrigens: Egal ob Wintereinbruch oder schon frühlingshafte Temperaturen – von hier aus bist du schnell in der zu jeder Jahreszeit schönen Schwarzwälder Natur.

 

  1. März

Skifahren muss nicht mitten im Hochwinter stattfinden. In der Schweiz kommt der Schnee vielerorts später, bleibt im Hochgebirge dafür aber auch länger liegen. Der März bietet deshalb oft beste Bedingungen – und das abseits der Hochsaison. In Zermatt sind die Pisten leerer, die Temperaturen milder und das Licht besonders intensiv. Fabienne Anthamatten aus Zermatt bringt es auf den Punkt:

 „Komm im März oder April zum Skifahren! Da düst du nicht auf Kunstschnee rum – und das macht richtig Spaß.“

Passend dazu empfehlen wir natürlich das Hotel Bella Vista Zermatt. Das familiengeführte Haus der Familie Anthamatten liegt direkt an der Skipiste, ist gemütlich mit viel Holz eingerichtet und bietet einen herrlichen Blick aufs Matterhorn – perfekt für entspannte Skitage ohne allzu großen Trubel.

 

Albtal, Schwarzwald © SCHWARZWALD PANORAMA
© SCHWARZWALD PANORAMA

 

  1. April

Wie wäre es zu Ostern einmal mit Waldbaden statt der Ostereiersuche? Das Selfnesshotel SCHWALRZWALD PANORAMA bietet  “Schwarz-Waldbaden” mit einer privaten Trainerin an.

Waldbaden (Shinrin Yoku) hat gesundheitsfördernde Auswirkungen auf euren gesamten Organismus, stärkt das Immunsystem und streichelt die Seele. Besonders für die Stressbewältigung bietet sich der meditative Ausflug ins Grün an. Und Waldbaden in Bad Herrenalb lohnt sich besonders, denn hier ist der Schwarzwald so wunderbar naturbelassen!

 

  1. Mai

Ein Badeurlaub an der Ostsee im Mai? Warum nicht, finden wir! Der Mai bietet schon genug Sonnenschein und gleichzeitig sind die Strände nicht überlaufen. Und euer Bad im (noch zugegebenermaßen kalten) Meer hat zudem noch den Charakter einer Klimatherapie und fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem. Wer sich anschließend aufwärmen will, genießt am besten den Ausblick von der Sauna auf der Dachterrasse im SANDnature am Timmendorfer Strand.

 

  1. Juni

Kathmandu in Nepal lässt sich nachhaltig entdecken. Eine Frau steht in der Tür eines nepalesischen Gebäudes.
©Napatsan | Stock.Adobe.com

 

Nepal wird meist mit der klassischen Trekking-Saison im Herbst verbunden – dabei ist der Juni eine besonders spannende Reisezeit. Kurz vor dem Monsun zeigt sich die Landschaft außergewöhnlich grün, die Luft klar und die Wege sind deutlich ruhiger als in den stark frequentierten Monaten. Wer antizyklisch reist, erlebt Nepal jetzt intensiver, ursprünglicher und entspannter.

Unser Tipp für diese Zeit ist The Pavilions Himalayas – The Farm bei Pokhara. Das Boutique-Resort liegt malerisch inmitten ökologisch bewirtschafteter Felder, sanfter Hügel und mit Blick auf das Himalaya-Gebirge. In nachhaltigen Villen erlebst du hier das traditionelle nepalesische Leben ebenso wie modernen, umweltbewussten Komfort, Yoga, Meditation und tolle Ausflugsmöglichkeiten, wie z. B. tierfreundliche Safaris.

 

  1. Juli

Wenn Strände und Städte im Juli überfüllt sind, bieten die Tiroler Berge eine erfrischende Alternative. Kühleres Klima, grüne Landschaften und viel Raum zum Durchatmen machen den Sommer in den Alpen ideal für antizyklisches Reisen.

In Seefeld verbindet das Hotel Klosterbräu nachhaltigen Fünf-Sterne-Wellnesskomfort mit über 500 Jahren Geschichte. Das familiengeführte Haus in sechster Generation bietet Ruhe, Natur und Entschleunigung – fernab von Hitze und Trubel.

Wer mehr Platz und Privatsphäre sucht, findet in den Summit Lodges Pfunds im Tiroler Oberland luxuriöse, nachhaltig geführte Ferienhäuser für bis zu sechs Personen. Mit privater Sauna und direkter Nähe zur Bergnatur genießt du hier den Sommer ganz entspannt.

 

  1. August

Den Spätsommer genießt ihr am besten in den Dolomiten! Wenn die Berge am Abend durch den Sonnenuntergang in Rot und Gold getaucht werden (die Einheimischen nennen das Spektakel „Enrosadira“), willst du an keinem anderen Ort mehr sein. Die Lage des Paradiso Pure.Living Vegan Hotel ist dafür ausgezeichnet und zudem ideal, um von hier aus auf Mountainbikes die Landschaft zu erobern oder die Wanderwege auf der Seiser Alm zu erkunden.

Alpenglühen in den Dolomiten
Alpenglühen ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

  1. September

Der September gilt laut einer britischen Reisestudie als beliebtester Reisemonat überhaupt – „Super September“. Gerade deshalb lohnt es sich, bewusst nicht dort zu sein, wo sich jetzt alle sammeln, sondern Reiseziele neu zu denken.

Sizilien zeigt sich im September von seiner entspannten Seite: Die große Sommerhitze ist vorbei, das Meer noch warm, das Leben auf der Insel kehrt in seinen eigenen Rhythmus zurück. Statt Hochsaison-Trubel erwarten dich Weite, Ruhe und echtes Dolce Vita.

Unser Tipp ist das ADLER Spa Resort SICILIA, das abgeschieden an einem WWF-geschützten Wildstrand liegt, der fast ausschließlich über das Resort zugänglich ist. Umgeben von Natur, mit viel Raum, nachhaltigem Anspruch und umfassenden Wellnessangebot.

 

  1. Oktober

Der Oktober ist ideal, um den Sommer bewusst zu verlängern – ohne Hitze, Ferienrummel und volle Strände. Auf der kroatischen Insel bist du jetzt ungestört.. Genau diese Zeit macht die Insel zu einem starken Ziel für antizyklisches Reisen.

Direkt am Meer liegt das nachhaltige Hotel Korinjak, umgeben vom Duft von Kiefern und Salzluft. Minimalistische Zimmer mit Meerblick, vegetarisch-mediterrane Küche und die unmittelbare Nähe zum Strand laden dazu ein, den Alltag hinter dir zu lassen. Yoga am Morgen, Gong-Klangbäder oder Retreats unterstützen diesen entschleunigten Rhythmus.

 

  1. November

Wenn es in Mitteleuropa grau und kalt wird, suchen viele die Sonne in der Ferne. Etwas näher liegt Teneriffa. Im November bietet die Kanareninsel ein mildes Klima (etwa 23° C bis 26 °C) und viel Natur – und das außerhalb der Hochsaison.

Direkt am Atlantik im Nordosten Teneriffas (also nochmal etwas weiter weg von den touristischen Hotspots) liegt das OCEANO Health Spa Hotel. Alle Zimmer bieten Meerblick, dazu kommen eine leichte, regionale Küche, Thalasso-Therapien und ein Meerwasser-Infinity-Pool sowie der direkte Zugang zum natürlichen Piscina Natural (Meerwasserbecken). Bewegungs-, Yoga- und Gesundheitsangebote machen den November zur idealen Zeit für bewusste Erholung. Auch ein Wanderurlaub auf Teneriffa ist zu dieser Zeit ideal.

 

  1. Dezember

Matrei in Österreich im Winter © Naturhotel Outside
© Naturhotel Outside

 

Zwar ist Wintersport im Dezember ein Klassiker und hat daher weniger mit antizyklischem Reisen zu tun, aber statt Skiern und Snowboards könntest du doch mal auf Schneeschuhen die Winterlandschaft genießen und den Trubel der Pisten hinter dir lassen. Im Naturhotel Outside in Matrei, Osttirol, wanderst du quer durch den eingeschneiten Nationalpark Hohe Tauern.

 

Zwölf Monate, zwölf Möglichkeiten, bewusst zu reisen. Wo du mich findest? Dort, wo andere gerade nicht sind. 🙂

Dies ist ein Update vom 8. Januar 2019

 


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Zwei Personen gehen eine enge, von alten Gebäuden gesäumte Straße entlang, die von Pflanzen und Laternen belebt wird

Zwei Personen gehen eine enge, von alten Gebäuden gesäumte Straße entlang, die von Pflanzen und Laternen belebt wird

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Pancakes mit Quinoa – Originalrezept aus Peru https://green-travel-blog.com/de/pancakes-mit-quinoa-originalrezept-aus-peru/ https://green-travel-blog.com/de/pancakes-mit-quinoa-originalrezept-aus-peru/#respond Tue, 25 Nov 2025 07:12:59 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=71687 Quinoa gilt als “Superfood der Anden”. Die nachhaltigen Inkaterra Hotels in Peru haben uns verraten, wie sie das glutenfreie Pseudogetreide in ihrem Frühstücksklassiker Quinoa Pancakes verarbeiten – ein “All-Time-Favorite” der Gäste. Die Inkaterra Hotels gehören zu den Vorreitern des Ökotourismus in Peru. Seit Jahrzehnten setzen…

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Quinoa gilt als “Superfood der Anden”. Die nachhaltigen Inkaterra Hotels in Peru haben uns verraten, wie sie das glutenfreie Pseudogetreide in ihrem Frühstücksklassiker Quinoa Pancakes verarbeiten – ein “All-Time-Favorite” der Gäste.

Die Inkaterra Hotels gehören zu den Vorreitern des Ökotourismus in Peru. Seit Jahrzehnten setzen sie sich dafür ein, Natur, Kultur und kulinarische Traditionen des Landes zu schützen – von der Artenvielfalt des Regenwaldes bis zur Küche der Anden.

 

Was ist Quinoa?

Quinoa stammt aus der Andenregion und wird dort seit über 5.000 Jahren als „Gold der Inka“ geschätzt. Obwohl es stärkereiche Körner produziert, ist Quinoa kein Getreide, sondern gehört botanisch zu den Gänsefußgewächsen wie etwa Spinat. Es liefert hochwertige pflanzliche Proteine, wichtige Mineralstoffe und Ballaststoffe – und wächst selbst in extremen Höhenlagen zuverlässig – ohne dass Pestizide oder Herbizide benötigt werden.

 

Quinoa in Pancakes?

Eine gute Idee! Die Inkaterra Hotels erzählen uns, dass ihre Quinoa-Pancakes zu den beliebtesten Frühstücksgerichten zählen. Ob im Reserva Amazónica, im Machu Picchu Pueblo Hotel oder im Boutiquehotel La Casona in Cusco – sie dürfen nirgends fehlen. Hier bekommst du das Originalrezept für deinen perfekten Start in den Tag.

Eine Hand gießt Sirup über Quinoa-Pfannkuchen auf einem rustikalen Teller, garniert mit Obst. Der Text wirbt für ein beliebtes Frühstück in den Inkaterra Hotels.
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Quiona Pancake Rezept

Lieblings-Frühstück der Gäste der nachhaltigen Inkanterra Hotels: Pancakes mit historischem Superfood aus den Anden.
Gericht Breakfast, Frühstück
Küche Peru
Keyword Pancakes, Pfannkuchen, Quiona, Superfood
Gesamtzeit 25 Minuten

Kochutensilien

  • 1 beschichtete Pfanne

Zutaten

  • 70 gr Gekochte Quinoa
  • 360 gr Mehl
  • 10 gr Backpulver
  • 25 gr Geschmolzene Butter (ungesalzen)
  • 100 ml Milch bio
  • 2 Eier bio
  • 75 gr Zucker
  • 1 Priese Salz
  • 20 cc Vanille Aroma Fair Trade
  • 20 cc Pisco oder Brandy (oder eine alkoholfreie Aroma-Alternative)

Anleitungen

Zubereitung der Quinoa

  • Wasch die Körner ganz vorsichtig in kaltem Wasser, bis das Wasser klar ist (nimm doppelt so viel Wasser wie Körner).
  • Koche das Wasser in einem Topf und gib dann die gewaschene Quinoa dazu.
  • Die Kochzeit beträgt 12 bis 18 Minuten.
  • Tipp: Kein Salz und keinen Zucker ins Kochwasser geben.
  • Tipp: Lass die gekochte und abgegossene Quinoa bis zur Weiterverarbeitung offen abkühlen.

Pancakes

  • Vermische die Eier mit dem Zucker, dem Salz, der Vanilleessenz, dem Pisco (oder einer Alternative) der Milch und der geschmolzenen Butter.
  • Mehl und Backpulver separat mischen und nach und nach zur Mischung geben, bis der Teig weich und gleichmäßig ist.
  • Gib die vorher gekochte Quinoa dazu. Wenn nötig, etwas Milch hinzufügen.
  • Den Teig in einer beschichteten Pfanne zu Pancakes (kleinen runden Pfannkuchen) ausbacken.
  • Mit Ahornsirup oder Honig servieren.

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Aufforstung im Tourismus: Zwischen Klimaschutz, Verantwortung und Greenwashing https://green-travel-blog.com/de/baeume-pflanzen-fuers-klima-reines-greenwashing-oder-echte-chance-fuer-nachhaltiges-reisen/ https://green-travel-blog.com/de/baeume-pflanzen-fuers-klima-reines-greenwashing-oder-echte-chance-fuer-nachhaltiges-reisen/#respond Fri, 10 Oct 2025 06:06:06 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=71266 Bäume pflanzen ist eine beliebteste Maßnahmen im Reisemarkt, wenn es um Klimaschutz geht. Ob es dabei um Claims wie „CO₂-kompensierte Flüge“, „Net Zero Travel“ oder „klimapositiver Urlaub“ geht – Versprechen wie diese begegnen uns häufig. Doch wie wirksam und glaubwürdig sind Baumpflanzprojekte tatsächlich als Teil…

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Bäume pflanzen ist eine beliebteste Maßnahmen im Reisemarkt, wenn es um Klimaschutz geht. Ob es dabei um Claims wie „CO₂-kompensierte Flüge“, „Net Zero Travel“ oder „klimapositiver Urlaub“ geht – Versprechen wie diese begegnen uns häufig. Doch wie wirksam und glaubwürdig sind Baumpflanzprojekte tatsächlich als Teil von Klima- und Umweltstrategien?

 

Wir bei Green PearlsⓇ begleiten nachhaltige Unterkünfte schon seit über einem Jahrzehnt in der Kommunikation und kommen somit immer wieder in Kontakt mit diesem Thema. Wir stehen der CO2-Kompensation durch das reine Pflanzen von Bäumen kritisch gegenüber. Denn: „Bäume pflanzen“ kann schnell zum Greenwashing werden und wird zudem gerne zu genau diesem Zweck eingesetzt. „Für jedes gekaufte Produkt pflanzen wir einen Baum“ – wer kennt dieses Werbeversprechen nicht? Gleichzeitig gibt es aber auch sinnvolle Wald- und Aufforstungsprojekte, die einen echten Beitrag zum Klimaschutz leisten, ohne dass sie als Kompensationsmaßnahme dienen. Die kannst du als Reisende*r gern und ohne schlechtes Bauchgefühl unterstützen.

 

Warum überhaupt Bäume zum Emissionsausgleich pflanzen?

Ein Mann pflanzt einen Baum auf einer Waldlichtung. Bis dieser Setzling nennenswert CO2 binden kann, wird es Jahre dauern
©Robert Kneschke | Stock.Adobe.com

 

Klimaschutz ist heute in allen Bereichen unseres Lebens Thema – und fast jede Aktivität verursacht CO₂-Emissionen. Besonders beim Fliegen fallen oft auf einer einzelnen (Lang-)Strecke mehrere Tonnen Treibhausgase pro Person an, die in großer Höhe ausgestoßen noch klimaschädlicher wirken. Ab dem Winter 2025/26 sollen diese Emissionen durch das neue Flight Emissions Label (FEL) der Europäischen Kommission erstmals für Passagier*innen sichtbar werden. Ziel ist es, die Klimawirkung von Flügen transparenter zu machen – auch wenn die Teilnahme der Airlines bislang freiwillig ist (was leider mal wieder zeigt, wie stark die Lobby hier ist)

Doch was tun, wenn die  Reise enorm viel CO2 verursachst? Hier kommt die Idee mit den Baumpflanzaktionen: Da Bäume CO₂ binden und gleichzeitig Sauerstoff abgeben, werden häufig als Möglichkeit dargestellt, einen Teil der reisebedingten Emissionen auszugleiche. Klingt logisch – funktioniert aber vor allem auf dem Papier. Wie groß der tatsächliche Klimaeffekt ist, hängt jedoch stark davon ab, wie und wo solche Projekte umgesetzt werden.

 

Die Probleme beim „Bäume pflanzen“ zum Emissionsausgleich

#1 Die Berechnungen

Oft heißt es als Erklärung, dass Baumpflanzprojekte sinnvoll als Teil umfassender Klima- und Umweltmaßnahmen: „Ein Baum nimmt X Kilogramm CO₂ auf.“ Doch solche Berechnungen gelten für ausgewachsene Bäume. (Eine 35 Meter hohe Fichte speichert beispielsweise rund 2,6 Tonnen CO2 in ihrem Lebenszyklus von 100 Jahren). In Kompensationsprojekten werden aber meist Setzlinge gepflanzt, die Jahrzehnte brauchen, bis sie überhaupt größere Mengen CO₂ speichern können.

 

#2 Fehlende Pflege

Immer wieder zeigt sich, dass Kompensations-Pflanzaktionen damit enden, dass ein Setzling in den Boden gesetzt wird – und dann auf sich allein gestellt bleibt. Ohne Pflege vertrocknen die Bäumchen, werden von Tieren gefressen oder sterben ab. Ob aus einem Setzling wirklich ein Baum wird, ist also keineswegs garantiert.

 

Banyan Baum in Bali
Ein Banyan Baum auf Bali braucht mehrere Hundert Jahre zum Wachsen. ©Umike_foto | Stock.Adobe.com

 

#3 Einzelbäume statt Ökosysteme

Eine andere Studie zeigt, dass diese Pflege prinzipiell auch gar nicht nötig wäre. Allerdings nur dann, wenn man keine Mono-Plantage anlegt, sondern stattdessen funktionierende Ökosysteme schützt. Die Studie zeigt auf, dass der Viele Forschende sehen den Schutz intakter Ökosysteme langfristig als wirkungsvoller an als Baumpflanzkampagnen.

 

#4 Wird wirklich zusätzliches CO2 gebunden?

Wenn es um den Schutz bestehender Waldprojekte geht, so beschreiben es Klima-Partner allerdings als Problem, dass es schwer sei zu garantieren, dass durch den Schutz nun wirklich die durch Reisen ZUSÄTZLICH entstandenen Emissionen gebunden werden. Sprich: Der Wald ist ja schon da – diejenigen, die Emissionen ausgleichen wollen, fordern aber, dass es einen NEUEN positiven Effekt zur Verbesserung des Klimas gibt.

 

#5 Waldbrände

Waldbrand mit einem Helikopter vor der Rauchwolke
Bei einem Waldbrand wird alles gebundene CO2 wieder frei gesetzt. BILD: Pixabay

 

Ein Risiko besteht immer, wird aber durch den Klimawandel noch begünstigt: Wälder sind zunehmend von Bränden bedroht. Kommt es dazu, wird das über Jahre gebundene CO₂ wieder freigesetzt. Klimaschutz durch Aufforstung kann also schnell zunichtegemacht werden.

 

#5 Falsche Baumarten, falsche Flächen

Wie der Guardian 2024 aufdeckte, wurden in Afrika Savannen als Land für Aufforstungsprojekte bestimmt – obwohl dort natürlicherweise eigentlich keine Wälder vorkommen. Wissenschaftler*innen warnen, dass so wertvolle Ökosysteme zerstört und Artenvielfalt gefährdet werde. In anderen Fällen kritisieren Ökolog*innen z. B.  Eukalyptusfarmen in Brasilien, da Eukalyptus dort keine heimische Baumart ist.

 

#6 Vertreibung von Menschen

Besonders problematisch sind Fälle, in denen Menschen für angeblich nachhaltige Projekte verdrängt wurden. In Uganda etwa verlor eine ganze Region ihr Land an eine Forstfirma, die mit „Klimaschutz durch Aufforstung“ warb. Rund 10.000 Menschen wurden dort gewaltsam vertrieben.

“Aus meiner Erfahrung geht Bäume pflanzen oft in Richtung Greenwashing. Ich finde soziale Projekte, wo man Menschen direkt hilft, besser.”  – Stephany Seipp, Geschäftsführerin von Green PearlsⓇ Unique Places

 

Ist Bäume pflanzen fürs Klima also schlecht?

Nein, pauschal kann man das nicht sagen. Bäume sind für unseren Planeten und somit auch für unser Überleben unverzichtbar. Aber viele Baumpflanzaktionen dienen eher dem Marketing als dem Klima – und können im schlimmsten Fall sogar mehr schaden als nutzen. Ein Kommentar auf The Conversation fasst es so zusammen: Corporate Tree Planting schafft vor allem ein positives Ansehen kann aber dem Planeten und den lokalen Communities sogar schaden, wenn es ohne Rücksicht auf vorhandene Gegebenheiten gemacht wird.

 

Wie erkennen wir Reisende Greenwashing beim Thema „Bäume pflanzen fürs Klima“?

Junge Frau blickt in den tropischen Wald in Peru
©ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY | Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel

Als Verbraucher*in hast du mehr Macht, als du vielleicht denkst. CO₂-Kompensationsangebote entstehen, weil die Nachfrage da ist. Umso wichtiger ist es, genau hinzusehen:

  • Nachfragen stellen: Wo werden die Bäume gepflanzt? Welche Baumarten? Wer kümmert sich um die Pflege?
  • Transparenz einfordern: Seriöse Projekte beantworten diese Fragen offen und oftmals ohne, dass du sie erst stellen musst, z. B. auf ihrer Website. Bei Greenwashing-Aktionen wird es meist schnell still.
  • Ganzheitlich denken: Nicht nur auf einen „Baum pro Nacht“ achten, sondern auch auf alles rundherum. Setzt sich deine gewählte Unterkunft auch anderweitig für Nachhaltigkeit ein? Ist die Baumpflanzaktion Teil einer umfassenden Strategie oder ist es die einzige Maßnahme? Uns persönlich sind jedoch Projekte am liebsten, die Klima, Menschen und Biodiversität zugleich im Blick haben. Das kann durchaus auch eine durchdachte Baumpflanzmaßnahme sein!

Die Reisebloggerin Julia Lassner (Globusliebe) bringt es auf den Punkt:

„Ich frage grundsätzlich nach, wo die Bäume gepflanzt werden und ob die Pflege gesichert ist. Meistens bekomme ich daraufhin keine Antwort – oder es besteht plötzlich kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit. Das zeigt mir sehr schnell, welche Unternehmen ehrlich arbeiten und welche Greenwashing betreiben.“ – Julia von Globusliebe

 

Wie Hotels mit umfassenden Umwelt- und Ressourcenkonzepten mit dem Thema „Bäume pflanzen“ umgehen

Bei unseren Green Pearls® Unterkünften ist der Ausgleich von CO₂ ein großes Thema. Einigkeit besteht vor allem in einem Punkt: Vermeiden ist besser als kompensieren.

 

CO₂ vermeiden statt schönrechnen

Alessa Konrad vom Naturhotel Outside in Osttirol wird regelmäßig von Firmen kontaktiert, die CO₂-Kompensationsprojekte verkaufen wollen. Ihre Antwort ist immer dieselbe:

„Ja, wir stehen als umweltzertifiziertes Naturhotel für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, aber wir verfolgen einen anderen Ansatz als Bäume pflanzen. Wir setzen Maßnahmen direkt im Hotel um und geben diese auch unseren Gästen mit: kostenlose Abholung vom Bahnhof bei öffentlicher Anreise, regionaler Einkauf, Verzicht auf Wegwerfprodukte wie Badeschlappen, energieeffiziente Techniken im Wellnessbereich oder die Maximierung unserer PV-Anlage.“

 

Der Ansatz ist klar: Erst einmal Emissionen dort vermeiden, wo sie entstehen. Das gilt übrigens nicht nur für Hotels, sondern auch für Reisende selbst: lieber mit dem Zug statt mit dem Flugzeug, einen Koffer leihen statt neu kaufen oder gleich in einem nachhaltigen Hotel übernachten, statt in einer internationalen Kette.

Marion Muller von der norddeutschen Hotelvereinigung SANDcollection fügt dem hinzu, dass sie in ihren nachhaltigen Lifestylehotels SANDnature und SANDglow immer darauf achten, welche Firmen sie unterstützen. Von den MyBoo Bambusfahrrädern zum Ausleihen über den Samova Tee beim Frühstück bis hin zum recyceltes Toilettenpapier in Kombination mit erneuerbaren Energieprojekten und zertifizierten Klimaprojekten von Green Hygiene. Bei letzterem wird die “Klimaneutralität” übrigens nicht durch Bäume, sondern durch (eigene und über Climate Partner geförderte) Solarenergie erreicht.

 

Erfolgreiche Waldprojekte – wenn sie richtig gedacht und gemacht sind

Die Kritik am “Bäume pflanzen fürs Klima” bedeutet jedoch nicht, dass es grundsätzlich abgelehnt wird. Im Gegenteil: Einige Green PearlsⓇ Hotels haben beeindruckende Projekte ins Leben gerufen, die Artenvielfalt fördern und Ökosysteme stärken.

 

Machu Picchu Peru im Nebel
Der Nebel ist etwas Typisches für Machu Picchu und der umliegende Wald wurde mit Hilfe von Inkaterra wieder aufgeforstet. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY

 

Ursprünglicher Nebelwald in den peruanischen Anden

Ein Vorzeigeprojekt ist das Nebelwaldprojekt des Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotels. Als Gründer José Koechlin in den 1980er-Jahren das Grundstück erwarb, war der einstige Nebelwald bereits gerodet und in landwirtschaftliche Flächen verwandelt worden. Anstatt dies zu akzeptieren, begann er, den ursprünglichen Wald rund um das Hotel Schritt für Schritt wiederherzustellen.

Heute – rund 30 Jahre später – können Gäste die Früchte dieser Pionierarbeit mit eigenen Augen sehen: Orchideen, Schmetterlinge und seltene Vogelarten wie der Andenfelsenhahn. Mit weiteren Initiativen wie einem umfassenden Abfallmanagement und Flusssäuberungen trug Inkaterra zudem dazu bei, dass Machu Picchu 2017 im Rahmen umfassender Klima- und Nachhaltigkeitsinitiativen international hervorgehoben wurde. 

Das Besondere: Hier stand nie ein kurzfristiges Kompensationsversprechen im Vordergrund, sondern echtes, langfristiges Engagement für Natur und Artenvielfalt.

 

Wälder direkt vor der Haustür anlegen

Auch viele europäische Hotels setzen auf Aufforstung und Waldschutz – und zwar direkt bei ihren Unterkünften, allerdings nicht unbedingt als Kompensationsmaßnahme, sondern als Naturschutz zum Anfassen:

Loft 500 nachhaltiges Hotelzimmer im Hotel Klosterbräu Seefeld
Hotelzimmer mit Holz aus dem eigenen Wald – Holz, das zu Möbeln verarbeitet wird, speichert weiterhin CO2. ©David Johannsen | Hotel Klosterbräu

 

  • Gut Sonnenhausen, Bayern
    Vor mehreren Jahren pflanzte das Hotel entlang des hoteleigenen Höhenwegs rund 400 Bäume und über 10.000 Sträucher. Heute profitieren Gäste, Mitarbeitende und Tierwelt gleichermaßen von der neuen Vielfalt in der Flora.
  • Naturresort Gerbehof, Bodensee
    Das Bio-Hotel bei Friedrichshafen ist von eigenem Wald umgeben. Das Holz wird unter anderem auch für die eigenen Möbel genutzt, während Tot- und Käferholz zur Energiegewinnung dienen. Gleichzeitig gibt es eine Waldruhezone für Wildtiere. Gastgeberin Ursula Wagner sieht es kritisch, Bäume als reine CO₂-Kompensation zu nutzen: „In diesem Bereich wird viel Greenwashing betrieben.“
  • OLM Nature Escape, Südtirol
    Anstatt Bäume irgendwo zu pflanzen, hat das OLM einen eigenen Wildgarten mit Biotop-Pflanzen angelegt – inklusive alter, regionaler Obstbaumarten. „Für uns bedeutet echter Klimaschutz nicht Quantität, sondern Qualität. Wir übernehmen Verantwortung vor Ort, statt auf Fernprojekte zu setzen“, so Gastgeberin Astrid Hellweger.
  • My Arbor, Südtirol
    Als „Baumhotel“ ist das nachhaltige Wellnesshotel My Arbor eng mit dem Wald verbunden. Rund um das Haus werden regelmäßig neue Bäume wie Fichten, Zirben, Tannen oder Lärchen gepflanzt. Damit wird nicht nur CO₂ gebunden, sondern auch die Biodiversität gestärkt und der Wald erhalten. Zum Ökosystem gehören auch Fichten. Über diese erzählt Gastgeberin Alexandra Huber: „Das Problem ist, dass Fichten anfällig für den Borkenkäfer sind, die manchmal ganze Hänge vernichten. Genau deswegen versuchen wir diese nachzurüsten.”
  • Hotel Klosterbräu, Tirol
    Neben einem eigenen Wald (aus diesem stammt z. B. das Holz für die Naturzimmer) hat das Hotel 2025 ein neues Projekt gestartet: Auf dem Pfarrhügel wurden gemeinsam mit Gästen 300 Apfelbäume Schon bald sollen die Früchte im Hotel verarbeitet und genutzt werden – vom Apfelstrudel bis zum Tierfutter für den hauseigenen Streichelzoo.

 

Ein Wald mitten in der Stadt

Mikrowald bei der Pflanzung und Jahre später
Der Mikrowald vom Hotel Luise – kurz nach der Pflanzung und heute. ©Hotel Luise / Kollage lf

 

Dass Waldprojekte nicht nur auf dem Land möglich sind, zeigt das Hotel Luise in Erlangen. Dort entstand ein Mikrowald mit über 200 Bäumen – angelegt nach ökologischen Prinzipien, mit unterschiedlichen Pflanzenhöhen, die zusammen wie ein echter Wald funktionieren.

Laura Heufelder vom Hotel erklärt:

„Unser Mikrowald verbessert nicht nur das Mikroklima, sondern ist auch ein Paradies für Vögel, Insekten und Kleintiere geworden. In erster Linie versuchen wir als Hauptziel betriebliche Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Nur im letzten Schritt kompensieren wir CO2, dass sich nicht vermeiden lässt. Dabei geht es nicht nur um den ökologischen Aspekt, sondern auch den ökonomischen, denn es werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen.”

 

Den eigenen Wald schützen und genießen

Nicht jedes nachhaltige Hotel pflanzt neue Bäume – manche schützen bewusst den Wald, der sie umgibt, und machen ihn für Gäste auf besondere Weise erlebbar.

 

Paradiso Pure.Living Vegan Hotel , Südtirol
Dolomiten mit dem Auto? Das geht zum Schutz des Waldes nur mit Genehmigung. ©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Auf über 2.000 Metern Höhe, mitten im UNESCO-geschützten Naturpark Schlern-Rosengarten auf der Seiser Alm, liegt das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel. In dieser sensiblen Umgebung ist Naturschutz oberstes Gebot. Um die Belastung durch Verkehr zu minimieren, gilt hier eine strikte Regel: Gäste dürfen mit dem Auto nur an An- und Abreisetagen fahren, während des Aufenthalts bleibt es auf dem Parkplatz.

Das Hotel stellt dafür ein spezielles Transit-Permit aus, das von den Ranger*innen des Parks kontrolliert wird. So wird sichergestellt, dass die alpine Natur nicht nur erhalten bleibt, sondern auch kommende Generationen sie genießen können.

 

Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa, Bayern

Auch im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain steht der angrenzende Wald im Mittelpunkt. Gäste erleben ihn etwa beim achtsamen Waldbaden, das nicht nur Entspannung, sondern auch ein neues Bewusstsein für die Natur fördert. Ergänzt wird das Angebot durch einen Kräutergarten und eine „grüne Wand“ am Buffet, an der frische Kräuter direkt geerntet werden können.

Hier geht es nicht um CO₂-Kompensation, sondern darum, Natur erlebbar zu machen, ihre Ressourcen wertzuschätzen und ein Stück Ursprünglichkeit in den Alltag der Gäste zu bringen.

 

Übernachtungsangebote in Kombination mit zertifizierten Klimaprojekten

Ein Mensch läuft durch den Wald.
©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Ein Sonderfall in unserem Netzwerk ist das SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb. Das Haus von Gastgeber Stephan Bode gilt als Pionier der nachhaltigen Hotellerie: Bio-Zertifizierung in Gold, ein Zero-Waste-Frühstücksbuffet und Hotelzimmer aus 100 % kreislauffähigen Materialien („Circular Living“) setzen Maßstäbe.

Doch auch hier lassen sich nicht alle Emissionen vermeiden. Um klimaneutrale Übernachtungenundklimaneutrale Tagungen anzubieten, arbeitet das Hotel deshalb mit ClimatePartner zusammen. Der Grundsatz bleibt klar: Reduktion vor Kompensation. Unvermeidbare Emissionen werden jedoch transparent ausgeglichen – unter anderem über zwei Waldprojekte, die Teil eines größeren Portfolios aus 20 anerkannten Klimaschutzinitiativen sind.

So konnte das SCHWARZWALD PANORAMA bereits 5.710 Tonnen CO₂ reduzieren, entfernen oder vermeiden und gleichzeitig 6.010 Kilogramm Plastik sammeln. Zudem wurden in den Jahren 2023 und 2025 insgesamt 112 Bäume gepflanzt, sowohl in Deutschland als auch international, immer als Teil eines umfassenderen Klimaschutzkonzepts.

 

FAQ und Tipps: Bäume pflanzen zum Emissionsausgleich auf Reisen

Ist Bäume pflanzen zum CO2-Ausgleich sinnvoll?

Jein. Es ist nur sinnvoll, wenn es durchdacht, standortgerecht und langfristig angelegt ist. Viele Projekte scheitern an fehlender Pflege oder dienen mehr dem Marketing als dem Klima. Wer wirklich etwas bewegen möchte, sollte vor allem Emissionen vermeiden und die unvermeidbaren Emissionen über anerkannte Klimaschutzprojekte (nicht unbedingt Baumpflanzungen) ausgleichen.

 

Wie erkenne ich Greenwashing?

Sei kritisch bei Versprechen wie „Ein Baum pro verkaufte Zahnpastatube“. Frag nach: Wo werden die Bäume gepflanzt? Wer kümmert sich um die Pflege? Seriöse Unternehmen beantworten solche Fragen transparent – Greenwasher eher nicht.

 

Wie kann ich selbst aktiv werden?

  • Nachfragen stellen: Ruhig auch mal eine Mail an Firmen schreiben, die mit Baumpflanzaktionen werben.
  • Vor Ort pflanzen: Bäume in der eigenen Umgebung pflanzen – dort, wo man sich selbst um sie kümmern oder zumindest den Erfolg sehen kann.
  • Bewusst konsumieren: Wie Ursula Wagner vom Naturresort Gerbehof betont: „Es sollte jeder im täglichen Leben auf Umwelt und Natur achten. Muss das Licht immer brennen? Brauche ich Produkte wie Avocados, die riesige Mengen Wasser verbrauchen?“ Achtsamkeit im Alltag spart oft mehr CO₂ als symbolische Pflanzaktionen.
  • Kreativ denken: Fabienne Anhamatten vom Hotel Bella Vista Zermatt zeigt ein schönes Beispiel: Ihr Weihnachtsbaum wurde nicht entsorgt, sondern im Frühling eingepflanzt – so bleibt er Teil des Kreislaufs.

 

Zum Abschluss sagen wir: Echter Klimaschutz auf Reisen beginnt nicht mit dem Pflanzen eines Baums, sondern mit vielen kleinen, achtsamen Entscheidungen unterwegs.

 


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Junge Frau pflanzt einen Baum auf einem sonnigen Feld, trägt Handschuhe und ist voll bei der Sache. Der Text darunter fragt, ob das Pflanzen von Bäumen nur Greenwashing oder echt nachhaltig ist.

Collage von Waldszenen mit Text darüber: „Baumpflanzprojekte in Öko-Hotels. Wie nachhaltig sind die wirklich? Wie erkennt man Greenwashing und welche Alternativen gibt's?“

Der Beitrag Aufforstung im Tourismus: Zwischen Klimaschutz, Verantwortung und Greenwashing erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

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Calmcation – Lohnt es sich, für Nichtstun Geld zu zahlen? https://green-travel-blog.com/de/calmcation-lohnt-es-sich-fuer-nichtstun-geld-zu-zahlen/ https://green-travel-blog.com/de/calmcation-lohnt-es-sich-fuer-nichtstun-geld-zu-zahlen/#respond Tue, 23 Sep 2025 06:47:58 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=70980 Einfach mal – gar nichts tun. Ganz bewusst den süßen Müßiggang genießen. Was nicht klingt, als wäre es etwas bahnbrechend Neues, hat sich in letzter Zeit zu einem Reisetrend mit der Bezeichnung Calmcation entwickelt. Jetzt fragst du dich vielleicht: Muss ich dafür extra in den…

Der Beitrag Calmcation – Lohnt es sich, für Nichtstun Geld zu zahlen? erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

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Einfach mal – gar nichts tun. Ganz bewusst den süßen Müßiggang genießen. Was nicht klingt, als wäre es etwas bahnbrechend Neues, hat sich in letzter Zeit zu einem Reisetrend mit der Bezeichnung Calmcation entwickelt. Jetzt fragst du dich vielleicht: Muss ich dafür extra in den Urlaub fahren? Unsere Antwort: Du solltest es zumindest in Betracht ziehen. Gerade dann, wenn Stress dein ständiger Begleiter ist!

 

Warum sind wir eigentlich alle so gestresst?

Stress ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine der größten Gesundheitsgefahren unseres Jahrhunderts. “Jeder hat manchmal Stress”, schreiben sie. Doch: “Zu viel Stress kann zu körperlichen und psychischen Problemen führen.

Wenn ich so an meinen Bekanntenkreis denke, so sind irgendwie alle im “Stress”. Die Hoteliers aus unserem Netzwerk, berichten laufend von “Stress” oder davon “extrem eingespannt” zu sein. Thomas Steiner vom Aparthotel OLM Nature Escape in Südtirol schrieb mir sogar, er sei “aktuell ziemlich unter Beschuss” (zum Glück nur durch positive Ereignisse, wie er mich später noch beruhigte).

Es zeigt: Stress ist für viele ein permanenter Zustand. Es gibt laufend viel zu tun, der Kalender ist voller Termine und zwischendurch piept immer fleißig die Smartwatch und erinnert uns daran, 5 Minuten vom Schreibtisch aufzustehen oder 3 x tief ein- und auszuatmen!

Das Zauberwort in diesem Hamsterrad könnte CALMCATION heißen, eine verlockende Verbindung aus Ruhe (calm) und Urlaub (vacation).

 

Aber muss ich für eine Calmcation in den Urlaub fahren?

Frau schwimmt in einem natürlichen Naturschwimmteich, ihr Gesicht taucht aus dem Wasser auf.
Einfach mal abtauchen und bei sich sein. ©STURM

 

Muss ich dafür wirklich wegfahren und Geld ausgeben, wenn ich dann doch nichts mache? Könnte man nicht auch einfach zu Hause Nichtstun? Man könnte. Doch warum tust du es nicht zwischendurch „einfach“ mal?

Wie viele „Abers“ sind dir gerade spontan durch den Kopf geschossen? Die Wäsche, das Aufräumen, diese eine Mail, das Essen, das Spülen, die Familie, das Smartphone… irgendwie klappt es eben nicht mit dem „einfach mal“ Nichtstun. Und wenn, dann kommt ganz schnell das schlechte Gewissen um die Ecke geschlichen, weil Wäsche und Rumpelecke dafür liegen geblieben sind.

In einem (natürlich nachhaltigen!) Hotel hingegen musst du weder kochen noch putzen, noch Wäsche waschen, noch Mails checken (du bist ja im Urlaub!) Du kannst auch nicht schnell noch ins Büro fahren oder noch eben diese eine Sache erledigen, sondern es ist voll akzeptiert, dass du eben nicht da bist – und nichts machst!

  • Ein ähnlicher Trend ist übrigens der Schlaftourismus, über den wir auf dem Blog bereits berichtet haben.

 

Nachhaltige Hotels für deine Calmcation in Deutschland

Karen vom Hotel Okelmanns mit Klangschale im Schneidersitz auf dem Fußboden. Nachhaltiger und Achtsamer Lifestyle.
Gastgeberin Maren Geisler-Okelmann ist Yoga-Lehrerin und Klangschalenmeisterin und somit eine Spezialistin der Ruhefindung. © Okelmann’s

 

Nichtstun zwischen Feldern und Wäldern in Niedersachsen

Für eine Calmcation fährst du am besten dorthin, wo nicht alle sind und wo es ohnehin ruhig ist. Zum Beispiel nach Warpe in Niedersachsen. Noch nie gehört? Dann wird es Zeit! Denn hier befindet sich das Eco-Hotel Okelmann’s. Zum Thema „Nichtstun“ haben Gastgeberinnen Kristin und Maren Okelmann eine klare Meinung:

“Das süße Nichtstun kann man bei uns besonders gut zelebrieren. Ob in der Sauna, im Hot Tub, bei Massagen oder einfach im Daybed im Raum der Stille. Außerdem stehen zahlreiche Sonnenliegen im Garten bereit, um in Ruhe zu lesen, zu träumen oder zu meditieren.” – Kristin Okelmann

Noch nicht überzeugt, dass Warpe der richtige Ort für dich ist? Vielleicht änderst du deine Meinung, wenn du unseren Blog über das gemütliche Dorf liest und erfährst, warum Warpe eine Reise wert ist.

 

Nachhaltige Calmcation in der Rhön

Preisgekrönte Gartenblickzimmer im Hotel STURM Mellrichstadt
In den Preisgekrünten Gartenblickzimmern erwartet dich der beruhigende Blick in die Natur. ©STURM

 

Oder kennst du Mellrichstadt? Die bayrische Stadt mit etwa 5.000 Einwohnern liegt in der Rhön. Dort gibt es ein wunderschön entspanntes Hotel, das STURM, einer unserer langjährigen Green PearlsⓇ Partner, mit Bioküche, Naturschwimmteich und großem Gartengelände. Julius Schulze Dieckhoff, der Sohn der Gastgeber Christa und Matthias, ist seit einiger Zeit auch in den Hotelbetrieb eingestiegen. Ich habe ihn gefragt, ob Mellrichstadt nicht manchmal etwas langweilig für Leute in seinem Alter ist. Seine Antwort:

„Es stimmt, die Rhön ist kein Hotspot für Massentourismus. Manchmal würde ich mir wünschen, hier wäre mehr los – aber genau das ist dein Vorteil, wenn du Ruhe und deine „Calmcation“ suchst. Zwar fehlen beim Wandern die Hütten zum Einkehren, doch gerade deshalb bleibt die Natur hier so ursprünglich und die Stille so einzigartig.“ – Julius Schulze Dieckhoff, STURM

Besonders zu empfehlen sind die neuen, preisgekrönten Gartenblickzimmer – hier gibt es noch nicht einmal einen Fernseher, um dich vom Nichtstun abzulenken – dafür einen Panoramablick direkt in die Natur 🙂

 

Ruhe mit Schwarzwaldluft

Bad Herrenalb ist, zumindest in Deutschland, wesentlich bekannter. Der Luftkurort mit seinen Thermalbädern zieht viele Touristen auf der Suche nach Erholung an. Ideal also, wenn du zu den Leuten gehörst, die zwar Ruhe möchten – aber dabei nicht allein sein wollen (wenn du verstehst, wie ich meine.) Das nachhaltige Gesundheitshotel SCHWARZWALD PANORAMA eignet sich wunderbar zum Abschalten. Die Circular Living Zimmer haben durch ihre natürlichen Materialien ein besonders wohltuendes Raumklima und auch das Design erdet dich und sorgt für eine ruhige Atmosphäre. Nathalie Riegsinger aus der Marketing-Abteilung des Hotels empfiehlt für eine Calmcation:

“Der Blick ins Tal, die klare Schwarzwaldluft und der Rückzug ins Grüne laden ein, einfach mal nichts zu tun. Direkt vor der Tür beginnen zudem gut ausgeschilderte Wanderwege durch das heilklimatische Terrain von Bad Herrenalb.” 

 

Weitere Green PearlsⓇ Partner in Deutschland für deine Calmcation

 

#1 Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa, Bayerisch Gmain, Berchtesgaden

Frau blickt auf das Bergpanorama vom Ruheraum des Hotel Klosterhof aus
©Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Das nachhaltige Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa hat fast Alleinlage in Bayerisch Gmain – umgeben von den Bergen des Berchtesgadener Land. Rückzugsorte findest du hier fast überall: in der Leseecke mit Bergblick, im ruhigen Saunagarten oder einfach in den großzügigen Zimmern. Ein Ort, an dem Stille und Natur dich ganz selbstverständlich entschleunigen.

 

#2 Naturresort Gerbehof, Bodensee

„Mehr als Wellness – Seelenwellness“, so beschreibt Gastgeberin Ursula Wagner das Konzept. Das Bio-Hotel am Bodensee hat einen natürlichen Stil. Ob im Steinkreis im Wald, im Saunabereich oder beim Vogelgezwitscher im Garten – im Naturresort Gerbehof kommst du innerlich zur Ruhe, und die Entspannung wirkt lange über den Aufenthalt hinaus. Hinter “Seelenwellness” verbirgt sich zudem noch ein alternatives Konzept, worüber ich in “Retreats für den Geist” mehr berichte.

 

#3 Gut Sonnenhausen, Glonn bei München

Gut Sonnenhausen ist ein altes, wunderschön restauriertes Gutshaus, umgeben von eingener Permakultur-Landwirtschaft und Naturschutzgebiet. Es ist bestückt mit zeitgenössischer Kunst – perfekt für spontane, meditative Spaziergänge oder ein Buch in der Bibliothek. Wer Gesellschaft mag, entspannt sich im Innenhof, wer lieber allein ist, findet stille Bänke am Höhenweg mit Blick über die Lichtung.

 

#4 Hotel Luise, Erlangen

Wintergarten Hotel Dach Erlangen
Der Wintergarten auf der Dachterrasse ist ein herrlicher Platz zum chillen. ©Hotel Luise

 

Calmcation mitten in der Stadt? Geht. Auf der begrünten Dachterrasse, am plätschernden Wasserfall im Tiefhof oder im Private Spa des Hotels Luise in Erlangen – ein urbaner Rückzugsort, an den du dich auch im Großstadttrubel vollkommen zurückziehen kannst. Durch die vielen umweltfreundlichen Aktionen des Hotels, kannst du beim „Nichtstun“ sogar noch Gutes bewirken. 

 

#5 Hotel Das Rübezahl, Füssen, Allgäu

Boutique-Spa, Kaminlobby und kleine thematische Bibliotheken – Hotel Das Rübezahl lädt dich dazu ein, Digital Detox und Ruhe bewusst zu erfahren. Dabei genießt du noch einen herrlichen Blick auf Schloss Neuschwanstein. Hier kannst du mehr über das Digital Detox Konzept erfahren.

 

Nachhaltige Calmcation in Österreich

Ein Paar entspannt sich in der Zirben Suite vom Naturhotel Outside
Calmcation in der Zirbenstube. ©Naturhotel Outside

 

Auch in Österreich gibt es zauberhafte Orte, die wie geschaffen sind, um einfach mal nichts zu tun. Besonders empfehlen möchte ich dir das Hotel Klosterbräu in Seefeld. Seefeld ist zwar eine bekannte Urlaubsregion in Tirol, doch das traditionsreiche Klosterhotel hat seinen ganz eigenen, ruhigen Charme. Hier vereinen sich jahrhundertealte Mauern mit dem Komfort eines 5-Sterne-Hauses – ideal, um wirklich loszulassen und dich rundum umsorgt zu fühlen.

Wie Gastgeberfamilie Seyrling es beschreibt:

 „Nichts tun. Kein Termin, kein Plan – nur du, ein Liegestuhl und die Ruhe der Berge. Im Garten Eden (Liegewiese und Naturgrundstück vom Hotel) findest du genau diesen Ort. Zwischen alten Klostermauern, sanftem Grün und dem leisen Rascheln der Blätter wartet ein bequemer Liegestuhl oder eine Hängematte – perfekt, um einfach mal abzuschalten.”

In Osttirol gibt es das Naturhotel Outside, mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Viele kommen zum Hotel zum Wandern, doch du kannst auch Müßiggang genießen. Geeignet dafür sind die gemütliche Lobby mit Kaminfeuer oder der neu gestaltete Nature Spa mit Heilwasser-Solebad.

 

Nichtstun und abschalten in Südtirol

LA VIMEA, vagan and adults only hotel, Italy
Das vegane Adults Only Hotel in Naturns ist ein Ort der Entspannung. ©LA VIMEA

 

Südtirol verbindet beeindruckendes Alpenpanorama mit italienischem Lebensgefühl – die ideale Mischung für eine Auszeit vom Alltag. Zwei Adults-Only Hotels machen die Ruhe zu ihrem zentralen Konzept:

 

My Arbor, Brixen

 „My Time“ lautet das Motto – und genau das spürt man überall. Ob im Infinity-Pool mit Dolomitenblick, im Liegestuhl zwischen den Baumwipfeln oder mit einem Tee am Kamin: Hier wird das Nichtstun zur eigentlichen Kunst. Viele Gäste berichten, dass sie im My Arbor seit Langem wieder richtig durchatmen und bewusst Zeit für sich finden.

 

LA VIMEA Vegan Hotel, Naturns

Als ganzheitlich veganes Adults-Only Retreat ist das LA VIMEA ein Rückzugsort für alle, die Stille und innere Balance suchen. Besonders beliebt sind die sonnige Terrasse am Naturteich und der gemütliche Wintergarten mit seinen weichen Sesseln – perfekt zum Lesen, Träumen und Abschalten. Eine kleine Bibliothek zu veganer Ernährung und Heilmethoden rundet das Angebot ab.

 

OLM Nature Escape, Sand in Taufers

„Bei uns ist das bewusste Nichtstun nicht nur erlaubt – es wird geradezu zelebriert“, erzählen uns die Gastgeber vom OLM Nature Escape. (Thomas hatte ich schon am Anfang des Artikels zitiert.)

„Unser großzügiger Garten bietet zahlreiche Rückzugsorte, an denen man vollkommen zur Ruhe kommen kann. Die Liegestühle stehen mit viel Abstand zueinander und schaffen Raum für echte Privatsphäre. An sonnigen Herbsttagen ist unser Garten ein besonderer Ort, um sich in der milden Sonne zu regenerieren. In unseren Apartsuiten kannst du auf der eigenen Terrasse in der Schaukel schwingen oder eine stille Yogaeinheit in der eigens dafür vorgesehenen Nische abhalten. Hier findet jede*r seinen persönlichen Kraftort.“ – Astrid Hellweger, OLM Nature Escape

 

Drei Orte zum Nichtstun auf dem Ritten

Gemütlichkeit in der ADLER Lodge RITTEN in Südtirol
Gemütlichkeit in Südtirol | ©ADLER Lodge RITTEN by Alex Filz

 

Wer es familiärer und naturnaher mag, findet auf dem Ritten gleich drei wunderbare Adressen: Das APIPURA hotel rinner bietet eine ruhige, herzliche Atmosphäre und Nähe zur Natur mit eigener Imkerei und Bioküche. Im Hotel Weihrerhof gilt die Philosophie „Einfach da sein“ – ohne Programm, ohne Termine, nur mit dem Steg am See, einem guten Buch und Bergblick.

Luxuriös und ideal für Paare ist die ADLER Lodge RITTEN. Sie lädt im Ruheraum mitten im Wald zum Loslassen ein, in deinem privaten Chalet sitzt du am Kamin oder auf dem Balkon und genießt den unverbauten Blick auf die Dolomiten. Für das wirkliche „Nichts tun müssen“-Gefühl sorgt das All-Inclusive-Arrangement basierend auf den Spezialitäten und Produkten der Region.

 

Ruhe finden in der Schweiz

Das kleine Boutiquehotel Bella Vista Zermatt bietet dir zum Nichtstun und Relaxen mehrere inspirierende Orte. Da wären der Ruheraum mit Matterhornblick oder die Arvenstube mit  Wasserbetten, wo du von wohltuendem Zirbenholz umgeben bist.

„Bei schönem Wetter empfehlen wir für eine Calmcation unsere Terrasse“, sagt Gastgeberin Fabienne Anthamatten. Die Terrasse ist ruhig gelegen und verfügt (wie der Ruheraum und Yogaraum) über einen atemberaubenden Matterhornblick. Dabei darf eine Tasse Tee mit Kräutern aus unserem Garten nicht fehlen!

 

Calmcation als Teil einer Fernreise: Kroatien, Teneriffa  und Peru

Inkaterra Hacienda Urubamba
©Inkaterra Urubamba

 

Natürlich kannst du deine Calmcation auch mit einer Reise in fernere Länder verbinden – idealerweise im Rahmen eines längeren Aufenthalts. Denn gerade bei (Fern-)Reisen mit dem Flugzeug gilt: Kurztrips sind nicht nachhaltig. Daher plane deine Fernreisen über längere Zeiträume und lege zwischendrin auch einmal bewusst eine Pause ein, um das bis dahin Erlebte zu verarbeiten. Dafür ist eine Calmcation, wenn auch nur für ein paar Tage, perfekt.

 

Hotel Korinjak, Kroatien – Insel Iž

Zwischen Pinienwäldern und der kristallklaren Adria wird das Nichtstun zum Programm. Ob in der Hängematte, auf der Terrasse oder beim Schlendern entlang versteckter Pfade: Das Hotel Korinjak lädt – als das einzige Hotel auf einer Insel – dazu ein, sich einfach treiben zu lassen. Die einzigen Geräusche sind das Rauschen der Wellen, das Zirpen der Grillen und das Rascheln der Olivenblätter – perfekte Begleiter, um ganz bei dir selbst anzukommen.

 

OCÉANO Health Spa Hotel, Teneriffa

Health Hotel mit Thalasso - Frau floatet im Wasser. Indoor Pool vom Oceano Health Spa Hotel
Floaten im Thalasso-Pool ©OCEANO Health Spa Hotel

 

„Im OCÉANO finden Gäste viele Rückzugsorte, um zur Ruhe zu kommen und die Seele baumeln zu lassen“, berichtet uns unser Green Pearls® Partner von der Kanareninsel Teneriffa. Sie empfehlen dir z. B. „ein Daybed im grünen Garten mit einem Buch, die Rooftop-Terrasse mit weitem Meerblick oder ein frühes Bad im Piscina Natural (Meerwasserbecken direkt vor dem Hotel).“ Auch die Bibliothek mit Büchern in drei Sprachen lädt zum Verweilen ein. Als passende Anwendung gibt es das OCEAN BALANCING im Thalasso-Pool (siehe Bild).

 

Inkaterra Hacienda Urubamba, Peru – Heiliges Tal der Inka

Wer Peru bereist, erlebt unzählige Eindrücke – und gerade deshalb lohnt es sich, zwischendurch eine Calmcation einzulegen. Die Inkaterra Hacienda Urubamba im Heiligen Tal ist wie geschaffen dafür: Von den weitläufigen Terrassen und Gärten aus öffnet sich der Blick auf die Anden, während Vögel zwitschern und Bergwinde sanft durch die Bäume streifen. Im Mayu Spa sorgen Anwendungen mit traditionellen Anden-Zutaten für tiefe Entspannung, und im kleinen Pool spiegelt sich das Bergpanorama. Hier wird das Innehalten zur Philosophie – eine wohltuende Pause, die Körper und Geist wieder in Einklang bringt und dich bereit für das nächste Abenteuer in Peru macht.

 

Nichtstun ist gut für dich.

Nichtstun kann die Kreativität fördern. Darauf weisen verschiedene Studien und Experten hin. Allerdings mussten die Teilnehmenden an diesen Studien teilweise allein in leeren, weißen Räumen sitzen oder erstmal Nummern aus einem Telefonbuch abschreiben … das geht schon eher in die Richtung Selbstversucht. Darum geht es bei einer Calmcation jedoch nicht! Es bedeutet – zum Beispiel – auf einer Bank zu sitzen, den Blick in die Berglandschaft schweifen zu lassen und keine Termine zu haben. Stattdessen entscheidest du spontan. Geh ich zum Essen? Chille ich auf dem Hotelbett? Mach ich noch einen kleinen Spaziergang? All das eingebettet in eine Umgebung, die schön und inspirierend ist. So wie bei den vorgestellten Partnerhotels.

Ach und übrigens: Julius vom STURM beendete unser Gespräch mit dem Satz:

“Das mit dem ‚Manchmal würde ich mir wünschen, hier wäre mehr los‘ kann man sogar weglassen.”

Und bei einer Calmcation ist weniger eben buchstäblich mehr 🙂

 


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Ein Paar chillt an einem ruhigen See der ADLER Lodge RITTEN unter klarem Himmel und strahlt dabei Ruhe und Entspannung aus. Text: „Calmcation: Lohnt es sich, fürs Nichtstun zu bezahlen?“

Eine Collage aus ruhigen Bildern: eine Frau, die in einem Whirlpool lächelt, eine andere, die auf einem Bett sitzt, jemand, der sich in einem Spa entspannt, und eine Frau, die die Natur an einem See genießt. Der Text lautet „Vier Öko-Hotels für entspanntes Nichtstun“ mit Fragen zum Trend „Calmcation“. Ruhe, Natur, Entspannung.

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Reisen in der Regenzeit – Insider-Eco-Tipps aus Kambodscha, Nepal, Peru und den Malediven https://green-travel-blog.com/de/reisen-in-der-regenzeit-insider-eco-tipps-aus-kambodscha-nepal-peru-und-den-malediven/ https://green-travel-blog.com/de/reisen-in-der-regenzeit-insider-eco-tipps-aus-kambodscha-nepal-peru-und-den-malediven/#respond Thu, 28 Aug 2025 06:31:19 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=70367 Draußen flimmert die Sommerhitze, der Rasen ist verbrannt, die Erde staubtrocken – und dann erreicht mich eine Mail aus Nepal: „The monsoon has just started here – everything is green.“ Für einen Moment war ich gedanklich ganz woanders. Inmitten leuchtender Reisfelder, dampfender Erde, tropfender Blätter.…

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Draußen flimmert die Sommerhitze, der Rasen ist verbrannt, die Erde staubtrocken – und dann erreicht mich eine Mail aus Nepal: „The monsoon has just started here – everything is green.“ Für einen Moment war ich gedanklich ganz woanders. Inmitten leuchtender Reisfelder, dampfender Erde, tropfender Blätter. In einer Welt, die atmet. Während in Europa Wälder wie im Harz verdorren, versinkt der Süden Asiens im saftigen Grün. Lush Green, wie es so schön heißt.

 

Üppiges Grün statt staubiger Hitze

Der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Warum sehen wir die Regenzeit eigentlich als Nachteil, obwohl sie eigentlich die vielleicht schönste Zeit zum Reisen ist? Nachhaltig ist es obendrein, denn zur Regenzeit bist du in der Regel abseits der touristischen Massen unterwegs. Weniger überfüllte Sehenswürdigkeiten, niedrigere Preise und Natur pur. Deshalb habe ich Menschen aus unserem Netzwerk gefragt, wie sich das Reisen in der Regenzeit wirklich anfühlt. Den Anfang macht Kambodscha.

 

„Deo hat keinen Zweck“ – Regenzeit in Kambodscha (Juni bis November)

Nachhaltiger Urlaub im Regenwald Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

„Die Regenzeit in Kambodscha ist super”, sagt Valentin Pawlik, der gemeinsam mit seiner Frau Anna das Canvas & Orchids Retreat mitten im Regenwald Kambodschas leitet. Hier übernachtest du in Zelt-Villen auf schwimmenden Plattformen direkt auf dem Fluss. Umgeben von sattgrüner Natur – vor allem in der Regenzeit.

Der Monsun bringt Kambodscha nicht nur Regen, sondern auch Leben: Die Landschaften verwandeln sich in grüne Oasen, Flüsse schwellen an, die Reisfelder werden neu bepflanzt, und Wildtiere kehren zurück. „Wer noch nie einen Monsunregen erlebt hat, sollte das unbedingt mal tun – es ist unglaublich“, schwärmt Valentin.

In der Regel regne es nur ein paar Stunden am Tag – dabei sei es angenehm warm, und danach ruhig und frisch. „Angkor Wat im Regen ist magisch“, erzählt er weiter. „Manchmal lohnt es sich einfach, nass zu werden.“ Und Deo bräuchte man nicht einpacken – das sei durch die Hitze und die Nässe absolut zwecklos!

 

In der Regenzeit gibt‘s die besten Fotos!

Tierwelt in Kambodscha
In der Regenzeit hast du besseres Licht für Fotos. ©Canvas & Orchids Retreat

 

Für Fotograf*innen ist die Regenzeit übrigens ein Geheimtipp. Valentin erklärt: „Das Licht ist klarer, der Himmel spannender, die Farben intensiver“. Darum sei die Regenzeit die beste Zeit für Fotos (mit Glück auch von der besonderen Tierwelt).

 

Angkor Wat ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Kambodscha
Angkor Wat © tawatchai1990 | Stock.Adobe.com

Extra-Tipp: Yoga-Retreat bei Angkor Wat

Wenn du Angkor Wat besuchst, kannst du deine Reise wunderbar mit einem 3-tägigen Yoga-Retreat* verbinden – inklusive authentischem Yoga, Spa, Sound Healing und moderner Fitness.

Das Retreat im Angkor Grace Residence & Wellness Resort bietet dir englischsprachigen Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene.

 

 

Herausforderungen durch den Monsun

Natürlich bringt die Regenzeit auch Herausforderungen mit sich: Es kann zu Überschwemmungen in ländlichen Regionen kommen, manche Unterkünfte schließen in der Nebensaison, und Reisen auf dem Land dauert gelegentlich etwas länger. „Früher war es schwierig, während der Regenzeit zu reisen. Wegen schlechter Straßen und kaputter Brücken“, erklärt Valentin. „Aber heute sind die Hauptverbindungen gut ausgebaut, und viele Sorgen, die in alten Reiseführern stehen, sind überholt.“

Luftaufnahme von den Öko-Zelt-Villen auf dem Fluss in Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

Auswirkungen vom Klimawandel auf den Monsun

Der Klimawandel könnte allerdings schon bald wieder für neue Probleme sorgen. Greenpeace erklärt in diesem Artikel, wie die Klimakrise das Monsungleichgewicht durcheinander bringt: Der Indische Ozean wird wärmer, Trockenzeiten werden länger, Regenphasen unberechenbarer. Somit ist auch die Regenzeit etwas, das sich verändert, und das wir in Zukunft wohl nicht mehr so erleben können, wie es jetzt ist.

 

Monsunzeit in Nepal (Juni bis September) – begleite die Locals bei der Reisernte

Reisfeld in Nepal
Auf den Reisfeldern in Nepal geht die Arbeit traditionell zu. ©Pavilions Himalayas – The Farm

 

Rajiv Desraj Shrestha, General Manager des The Pavilions Himalayas – The Farm, schwärmt von der Regenzeit in seiner Heimat:

„Wie die Landschaft mit ihren Reisterrassen, nebligen Morgenstunden und ihrer bunten Flora zum Leben erwacht. Die Aussicht von deiner Villa ist dann wie ein lebendes Gemälde, das sich ständig verändert und die Seele berührt.“ – Rajiv

Von Mitte Juni bis Ende September bringt der Monsun neues Leben in die Hügellandschaft rund um Pokhara. Nebelschwaden ziehen durch das Tal, sattgrüne Reisterrassen stufen sich die Hänge hinab, und die Luft ist erfüllt vom Duft nasser Erde und frisch sprießender Pflanzen.

Ein besonderer Höhepunkt in dieser Zeit ist das traditionelle Ropain-Fest, zum Beginn der Reisernte (Termine 29.06.2025, TBC Juni 2026). Das Fest wird unterschiedlich begangen, doch um ein authentisches Instagram-Foto zu posten, musst du am Ende des Tages schlammverschmiert sein 🙂

 

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

Im The Pavilions Himalayas – The Farm, einem preisgekrönten Eco-Hotel mit Charity-Ansatz, spielt die Verbindung zur lokalen Landwirtschaft und dem Umstieg auf Bio-Produktion eine ganz besondere Rolle.

Mehr darüber erfährst du in diesem Artikel zur besonderen Geschichte des Resorts.

Wenn du magst, kannst du rund um das Resort sogar selbst mithelfen, barfuß durch den weichen, nassen Boden waten und Seite an Seite mit den Bäuer*innen Reissetzlinge in die Erde drücken.

 

 

Malediven und Regen? Dann erst recht ins Wasser!

„Was kümmert dich unter Wasser der Regen?“ – so bringen es unsere Partner vom Gili Lankanfushi auf den Punkt. Und tatsächlich: Wenn du jemals davon geträumt hast, Walhaien und Manta-Rochen beim Tauchen oder Schnorcheln zu begegnen, ist jetzt genau die richtige Zeit dafür.

Denn während des Westmonsuns von Mai bis November sammeln sich in der Hanifaru-Bucht im Baa-Atoll riesige Mengen an Plankton – und damit genau das, was diese Meeresriesen lieben. Bis zu 200 Mantas und 20 Walhaie wurden hier bereits gleichzeitig gesichtet. Selbst Schnorchler*innen können ihnen ganz nah kommen. Ein echtes Naturschauspiel, das du nicht verpassen solltest – und das es nur zur Regenzeit gibt.

Manta Rays - nachhaltig reisen auf den Malediven
Mit Mantarochen zu tauchen ist ein besonderes Erlebnis. ©Gili Lankanfushi

 

Info: Haie sind weltweit bedroht. Wie der WWF betont, stehen Haie unter Wasser an der Spitze der Nahrungskette und wenn ihre Population aus dem Gleichgewicht gerät, hat dies somit auch Folgen auf alle anderen Meerestiere. Informiere dich daher vorher über die Nachhaltigkeit deines Tour-Anbieters, das richtige Verhalten auf dem Boot und im Wasser, halte Abstand und begegne allen Tieren (unter und über Wasser) mit Respekt. Wenn du dir unsicher bist, ob dein gewählter Anbieter wirklich tierschutzkonform handelt, verzichte lieber auf den Trip.

Im Gili Lankanfushi wohnst du in luxuriösen Villen auf Stelzen über dem Wasser – perfekt, um nach einem Tauchgang direkt in die Lagune zu springen oder dich auf der Terrasse vom warmen Regen berieseln zu lassen. Das nachhaltige Green PearlsⓇ Resort setzt sich aktiv für den Schutz der Korallenriffe ein und arbeitet mit Meeresbiolog*innen vor Ort. Gäste können an Führungen teilnehmen, mehr über bedrohte Arten lernen oder selbst beim Korallenpflanzen helfen.

Gili Lankanfushi Resort auf den Malediven. Blick auf Stege und Himmel. Urlaubsatmosphäre
Urlaub umgeben von Wasser ©Gili Lankanfushi

 

Tipp: 8-tägiges Tauchcamp mit Tigerhaien – nur für erfahrene Taucher*innen

Wenn du bereits zertifizierte*r Taucher*in (min. AOWD oder gleichwertig) bist und Lust auf ein echtes Abenteuer hast, könnte dieses 8-tägige Tauchcamp auf der Insel Fuvahmulah* genau das Richtige für sein. Fernab der kommerziellen touristischen Tauchspots gilt Fuvahmulah als einer der letzten wilden Hotspots für Tigerhaie. An sechs Tauchtagen erwarten dich jeweils drei Tauchgänge mit erfahrenen englischsprachigen Guides. Infos zum Camp und zur Buchung findest du hier: 8 Day Fuvahmulah Tiger Shark Diving Trip

 

Affiliate Link (nur Engl) https://www.tripaneer.com/shark-island-dive/8-day-fuvahmulah-shark-diving-trip-for-certified-divers-only?lang=en&aid=10970

 

Peru zur Regenzeit erleben – Zwischen Dschungelregen und Nebelzauber

Amazonas Regenwald mit dem Inkaterra Reserva Amazonica Hotel im Nebel
Nachhaltig urlauben im Regenwald von Peru. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY | Inkaterra

 

Amazonasregen – Tierbeobachtung im Rhythmus des Wassers

Im peruanischen Amazonasgebiet gibt es keine klassische Trockenzeit. Der tägliche Kreislauf aus Verdunstung und Regen sorgt dafür, dass hier einer der artenreichsten Lebensräume der Erde gedeiht. Zwischen November und April regnet es allerdings häufiger und intensiver: Das ist die offizielle Regenzeit. Für Tierbeobachtungen ist diese Zeit ideal – denn Affen, Kaimane, Faultiere und unzählige Vogelarten nähern sich auf der Suche nach Nahrung den Uferzonen.

Klar, Wege können mal unpassierbar oder sehr matschig sein. Doch wer in den Dschungel reist, sucht schließlich das Abenteuer – und wird mit leuchtendem Grün, spektakulären Geräuschen und einem einmaligen Naturerlebnis belohnt.

Tipp: Die nachhaltige Dschungel-Lodge Inkaterra Reserva Amazónica mitten im Amazonas-Tiefland, am Rio Madre de Dios, bietet dir direkten Zugang zu einem spektakulären Netz aus Hochseilbrücken, auf denen du sicher durch die Baumkronen wanderst. Immer mit dabei: erfahrene Guides, die dir zeigen, was dein Auge allein vielleicht übersehen würde.

Mehr Infos zur Reisevorbereitung (Impfungen, Packliste etc.) findest du auch in unserem Artikel über dein nachhaltiges Dschungelabenteuer im Amazonas.

 

Mystischer Nebelwald statt Touristenmassen – Die Regenzeit in den Anden

Machu Picchu Peru im Nebel
Der Nebel ist etwas Typisches für Machu Picchu und macht es noch magischer. © ZHENYA SWAN PHOTOGRAPHY

 

Regenzeit in den peruanischen Anden bedeutet vor allem eines: Nebel. Und der verleiht Orten wie Machu Picchu eine fast mystische Atmosphäre. Viele Reisende bevorzugen die Trockenzeit zwischen Juni und August – was zu einem enormen Ansturm führt. Dabei ist es ruhiger und günstiger, in der Nebensaison von Oktober bis März zu reisen.

Der Nebelwald wurde übrigens mit Hilfe unseres Green PearlsⓇ Partners, dem Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel wieder aufgeforstet. Dort, wo heute das mehrfach ausgezeichnete Hotel steht, war einst karges Land. In den 1970er Jahren begann Inkaterra-Gründer José Koechlin an dieser Stelle, Bäume zu pflanzen. Es dauerte 15 Jahre, bis sich der Nebelwald zurückmeldete – mit Vögeln, Schmetterlingen, wilden Orchideen. Heute erwartet dich rund um das Hotel ein Refugium mit über 300 Vogelarten, 372 heimischen Orchideen und 98 Farnarten.

 

Fazit: Regenzeit – ein Naturwunder mit Abenteuergarantie

Nachhaltig Reisen in den Wald - Schlafen in Baumhaushotels
© Inkaterra Reserva Amazonica Peru

 

Die Regenzeit gehört zu den faszinierendsten Naturphänomenen unserer Erde. Sie ist Teil eines globalen Wettersystems, das Leben schenkt – und das durch die Klimakrise zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät. Wer sich entscheidet, genau in dieser Zeit zu reisen, erlebt nicht nur eine üppig grüne Landschaft, sondern auch eine tiefere Verbindung zur Natur und zu den Menschen vor Ort.

Aber beachte: Ein Urlaub zur Monsunzeit ist nichts für reine Liegestuhlurlauber*innen oder Genussreisende – er fordert dich heraus, lässt dich staunen, manchmal auch improvisieren, und vor allem wachsen. Mit erfahrenen lokalen Guides und Gastgeber*innen an deiner Seite, bist du aber bestens vorbereitet auf dein Regenzeit-Abenteuer.

Und noch ein letzter Tipp von Valentin aus dem kambodschanischen Regenwald: Die Locals tragen bei Regen am liebsten Flipflops – du aber solltest auf leichte, aber feste Trekking-Schuhe setzen. Sie werden nass – aber du bleibst sicher auf den Beinen.

 

FAQ: Häufige Fragen zum Reisen in der Regenzeit

1. Ist Reisen in der Regenzeit gefährlich?

Nein – zumindest nicht grundsätzlich. In vielen Ländern sind die Infrastrukturen heute deutlich besser als früher. So erklärt Valentin vom Canvas & Orchids Retreat in Kambodscha: „Das Straßennetz hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Früher konnte man bei starkem Regen tagelang steckenbleiben – heute ist das kein Thema mehr.“

Wichtig ist: Wer zur Regenzeit reist, sollte flexibel bleiben, sich vorab über regionale Besonderheiten informieren und erfahrene lokale Guides an seiner Seite haben.

 

2. Welche Tiere sieht man in der Regenzeit besonders gut?

Gerade in der Regenzeit lassen sich in vielen Regionen Tiere besonders gut beobachten:

  • Amazonas, Peru: Durch den höheren Wasserstand kommen viele Tiere näher ans Ufer. Die Chancen stehen gut, Affen, Faultiere, Kaimane und seltene Vögel zu sehen.
  • Kambodscha: Mit etwas Glück kannst du Languren, Eisvögel oder Wasserbüffel beobachten – meist ganz in der Nähe der Öko-Resorts.
  • Malediven: In der Hanifaru-Bucht sammeln sich zwischen Mai und November riesige Mengen Plankton – das lockt Manta-Rochen und Walhaie Schnorchler*innen können ihnen erstaunlich nah kommen.

 

3. Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Regenzeit aus?

Der Klimawandel bringt die Jahreszeiten aus dem Gleichgewicht – das gilt auch für den Monsun. Wie Greenpeace erklärt, hat sich die Regenzeit in vielen Regionen verändert: „Die steigende Temperatur des Indischen Ozeans führt dazu, dass Intensität und Regelmäßigkeit des Monsuns abnehmen – gleichzeitig kommt es immer häufiger zu extremem Starkregen.“ Folgen sind u. a. längere Trockenphasen, schwer planbare Regenperioden, Erdrutsche und Überschwemmungen – besonders in Regionen wie Indien, Bangladesch oder Pakistan.

 

4. Wie viel regnet es in der Regenzeit?

Das ist je nach Region sehr unterschiedlich – meist handelt es sich nicht um Dauerregen, sondern um kräftige Schauer, oft am Nachmittag oder in der Nacht. Manchmal einige Stunden lang.

  • In Kambodscha dauert die Regenzeit von Mai bis Oktober, oft gibt es nur eine Stunde bis drei Stunden Regen pro Tag.
  • Im peruanischen Amazonas regnet es zwar grundsätzlich oft, aber die eigentliche Regenzeit mit besonders starken Schauern geht von November bis April.
  • Auf den Malediven regnet es während des Westmonsuns (Mai–Oktober) vermehrt, aber auch hier ist es meist warm und sonnig zwischen den Schauern.

 

*Bei den mit Sternchen gekennzeichneten Angeboten erhalten wir eine Provision, wenn du das Angebot buchst. Für dich bedeutet das keine Mehrkosten!

 


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Bambusterrasse an einem Fluss, umgeben von üppig grünen Bäumen und fernen Hügeln unter einem bewölkten Himmel. Der Text lautet: „Reisen in der Regenzeit“.

Eine Person mit einem roten Regenschirm geht im Regen spazieren, sichtbar durch ein Fenster mit Wassertropfen. Der Text lautet „Reisen in der Regenzeit“ mit Eco-Tipps aus verschiedenen Ländern.

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