Architektur Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/architektur/ GREEN PEARLS® – curated for sustainable impact Wed, 03 Jun 2026 09:42:35 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://green-travel-blog.com/wp-content/uploads/2019/10/cropped-logo-perle-green-pearls.png Architektur Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/architektur/ 32 32 Umbauen statt Neubauen: Wie Hotels alte Mauern retten https://green-travel-blog.com/de/umbauen-statt-neubauen-wie-hotels-alte-mauern-retten/ https://green-travel-blog.com/de/umbauen-statt-neubauen-wie-hotels-alte-mauern-retten/#respond Tue, 26 May 2026 06:06:55 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74367 „Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere…

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„Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere Nutzungen werden weitererzählt.

Ehemalige Klöster werden zu Wellnesshotels, historische Bauernhöfe zu Bio-Retreats und alte Bausünden zu Design-Hideaways. Gebäude, die eigentlich ihre Funktion verloren hatten, bekommen ein neues Leben – oft mit viel Feingefühl für Architekturgeschichte, Materialität und Atmosphäre.

Hotels wandeln sich vom “Ort zum Übernachten” zu „Bewahrern“ von Baukultur.

 

Warum Umbauen als Zukunftsmodell gilt

Inkaterra La Casona in Cusco. © Inkaterra Hotels - nachhaltig Reisen in Peru - UNESCO Welterbe Cusco
Der Spa-Bereich vom La Casona in Cusco befindet sich in einem historischen Gebäude. ©Inkaterra Hotels

 

Jahrzehntelang galt Neubau in der Architektur als Ideal: größer, effizienter, moderner. Heute wächst dagegen das Bewusstsein dafür, wie viele Ressourcen bereits im Bestand stecken.  

In Mauern, Fundamenten, Dachstühlen und Fassaden ist sogenannte „graue Energie“ gespeichert – also jene Energie, die bereits bei Herstellung, Transport und Nutzung (also dem „Verbauen“) der Materialien verbraucht wurde. Wird ein Gebäude abgerissen und das Material entsorgt, geht diese Energie verloren.

Gleichzeitig mit dem Bewusstsein für Ressourcennutzung verändert sich auch der ästhetische Blick. Sichtbare Spuren der Vergangenheit gelten längst nicht mehr als Makel. Im Gegenteil: Gewachsene Architektur wirkt oft authentischer als makellose Neubauten. Alte Gewölbe, historische Stuben, Natursteinmauern oder originale Holzbalken erzählen Geschichten, die kein Neubau imitieren kann.

Hotels eignen sich besonders für diese Art der Transformation. Sie können historische Gebäude wirtschaftlich erhalten und gleichzeitig öffentlich zugänglich machen. Statt leerzustehen, werden ehemalige Klöster, Höfe oder Herrenhäuser wieder genutzt und bleiben damit Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Region.

 

Ist Umbauen wirklich ressourcenschonender als Neubauen?

Ja. Darauf weisen zahlreiche Studien und Fachinstitutionen hin. Entscheidend ist vor allem der Erhalt der bereits vorhandenen Bausubstanz.

Was dafür spricht:

  • Erhalt grauer Energie: In bestehenden Gebäuden steckt bereits viel Energie aus Herstellung und Bau der Materialien. Abriss vernichtet diese Ressourcen.

  • Weniger Bauabfälle: Der Gebäudesektor verursacht große Mengen an Abfall. Abriss und Neubau erzeugen deutlich mehr Materialverbrauch als Sanierungen.

  • Geringere Emissionen über den Lebenszyklus: Laut Studien des Wuppertal Instituts verursacht die energetische Sanierung eines typischen Mehrfamilienhauses über den gesamten Lebenszyklus betrachtet etwa halb so viele CO₂-Emissionen wie ein Neubau.

  • Schutz von Flächen: Umbauten benötigen häufig keine zusätzliche Flächenversiegelung.

  • Erhalt kultureller Identität: Historische Gebäude prägen Ortsbilder und regionale Baukultur.

 

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass in Deutschland weiterhin tausende Gebäude abgerissen werden, ohne zuvor die Auswirkungen auf Klima und Ressourcen zu prüfen.

Auch international wächst der Druck auf die Baubranche: Laut World Economic Forum entfallen rund 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf den Gebäudesektor. Durch das fortlaufende Bevölkerungswachstum wird bis 2060 extrem viel neue Wohnfläche benötigt. Wenn dies alles neu gebaut werden würde (Rechnungen zufolge würden wir dann jeden Monat eine neue Großstadt benötigen!), würde dies enorme negative Umweltauswirkungen haben.

 

Klosterhotels: Wenn spirituelle Architektur weiterlebt

Nachhaltiges Hotel Klosterbräu Luxushotel Inneneinrichtung mit nachhaltigen Materialien
Das 5-Sterne-Hotel Klosterbräu verbindet Geschichte und Moderne. ©David Johansson | Hotel Klosterbräu

 

Ein geschichtsträchtiger Gebäudetyp sind die Klöster. Jahrhunderte lang waren sie Zentren christlicher Spiritualität, Orte des Wissens, der Heilkunst, der Landwirtschaft und Gastfreundschaft. Doch die Zeit der Klöster ist vorbei. Weltweit sinkt die Zahl der Mönche und Nonnen in einen verschwindenden Bereich.

Was passiert mit diesen oft denkmalgeschützten Anlagen?

Ehemalige Klöster in Hotels umzubauen, gilt (was mich bei meinen Recherchen zum Artikel über Klosterhotels überraschte) als ein “best case” Szenario. Die katholische Kirche erlaubt Verkäufe solcher Gebäude nur für eine „ehrwürdige Nutzung“. Und Hotels, die das klösterliche Erbe sichtbar bewahren, werden ausdrücklich begrüßt. (Dinge wie Wellness mit “textilfreien Bereichen” oder Zimmer an Unverheiratete sieht die Kirche heute offensichtlich anders als im Mittelalter.)

 

Hotel Klosterbräu: Vom Augustinerkloster zum Wellnesshotel

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol zeigt eindrucksvoll, wie historische Nutzung weitergeführt werden kann. Ursprünglich war das Gebäude ein Augustinerkloster, gegründet Anfang des 16. Jahrhunderts. Schon damals wurden hier Pilger beherbergt.

Heute ist daraus ein Fünf-Sterne-Wellnesshotel geworden. Doch viele architektonische Elemente des Klosters blieben erhalten: der Gewölbekeller, originales Mauerwerk und sogar die ehemalige Klosterglocke, die heute über dem Außenpool hängt.

Auch die Brautradition wurde bewahrt. Damit bleibt nicht nur die Architektur sichtbar, sondern auch ein Teil der immateriellen Geschichte des Hauses.

 

Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa: Architektur der Gesundung

Klosterhoh, nachhaltiges Gesundheitshotel in Deutschland - Drohnenshot der Hotelanlage + Außenansicht
Das Hotel Klosterhof beherbergte einst Augustiner-Mönche und hat eine wunderbare Lage in Berchtesgaden. ©Klosterhof Alpine Hideaway & Spa

 

Auch das 4-Sterne-Superior Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain war einst Teil eines Augustinerklosters. Die historischen Strukturen der einstigen Klosterökonomie reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Ein verbindendes Element zur Geschichte des Hauses ist die Heilkunde. Gastgeber Dr. Andreas Färber integrierte ein medizinisches Gesundheitszentrum in das Hotel – eine zeitgenössische Interpretation jener Heiltradition, für die viele Klöster früher bekannt waren.

 

Green Spirit Hotel Le Pavillon in Paris: Ein ehemaliges Frauenkloster

Mitten im 7. Arrondissement von Paris findest du das Green Spirit Hotel Le Pavillon, einst ein Frauenkloster. Das Gebäude entstand im 19. Jahrhundert.

Gerade in Paris, wo Klöster über Jahrhunderte das Stadtbild prägten, erzählen solche Orte viel über die Geschichte der Stadt. Statt leerzustehen, bleibt die historische Architektur heute Teil des urbanen Lebens und bietet dir einen ruhigen Rückzugsort inmitten der Stadt.

 

Schlosshotels: Nach der Dekadenz kommt die Denkmalpflege

3 Generationen der Familie Steinwender vor dem nachhaltigen Schloss Lerchenhof
3 Generationen der Familie Steinwender kümmern sich um die Gäste ©Schloss Lerchenhof

 

Schlösser sind Monumente vergangener Machtverhältnisse. Sie stehen für Reichtum, Repräsentation und Herrschaft. Nachhaltigkeitsgedanken spielten beim Bau solcher Anwesen naturgemäß keine Rolle.

Und trotzdem wäre ein Abriss kaum vorstellbar. Denn Schlösser sind nicht nur Gebäude, sondern kulturelle Zeugnisse ihrer Zeit. Aber: Viele könnten ohne touristische Nutzung gar nicht erhalten werden.

 

Schloss Lerchenhof: Liebevoll erhalten durch die Familie

Im Kärntner Schloss Lerchenhof setzt die Gastgeberfamilie Steinwender bewusst auf Weiterentwicklung und Denkmalpflege.

Wenn du im heutigen Boutiquehotel Urlaub machst, siehst du nicht nur die historische Schlossfassade, sondern gehst auch durch ein historisches Stiegenhaus zu den Zimmern.

Doch nicht nur die Prestige-Zimmer wie die Bibliothek werden weitergenutzt. Der ehemalige Kuhstall ist heute ein stilvoller Festsaal. Die historische Struktur blieb erhalten, die Nutzung änderte sich vollständig.

  • Wenn du mehr über die Geschichte (psst: es ist eine wirklich tolle und ein bisschen skandalöse Liebesgeschichte) erfahren willst, lies diesen Blogartikel über Schloss Lerchenhof.

 

 

Inkaterra La Casona: Ein Herrenhaus wird zum Boutique-Hotel

Inkaterra La Casona
©Inkaterra La Casona

 

Das Inkaterra La Casona in Cusco befindet sich zwar nicht in einem Schloss, aber in einem bedeutenden Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde auf den Überresten ehemaliger Inka-Anlagen erbaut. Einst lebten hier spanische Konquistadoren wie Diego de Almagro, später residierte sogar der Befreiungskämpfer Simón Bolívar in der Casona.

Das Haus wurde mit viel Liebe behutsam zu einem Boutique-Hotel umgewandelt und wirkt durch die restaurierten Artefakte und Deckenbemalungen fast wie ein bewohnbares Museum.

 

Alte Bauernhöfe: Architektur, die gewachsen ist

Für diesen Teil gehen wir weit zurück in der Geschichte: Denn mit dem Sesshaft-Werden der Menschen entstand einer der ältesten und prägendsten Errungenschaften der Menschheit: die Landwirtschaft. Der Anbau von Nahrung und die Tierhaltung prägten über Jahrtausende nicht nur Landschaften, sondern auch Architektur. Fast jede Region entwickelte ihre eigenen bäuerlichen Bautraditionen – angepasst an Klima, Materialien und Arbeitsweisen.

Der klassische Bauernhof bestand dabei selten nur aus einem einzelnen Gebäude. Vielmehr entstand ein funktionaler Gebäudekomplex aus Wohnhaus, Stallungen, Scheunen, Speichern und Werkstätten. Oft lässt sich daher an der Architektur erkennen, welche Art von Hof einst betrieben wurde.

Allein in Deutschland unterscheiden sich beispielsweise:

  • norddeutsche Hallenhäuser mit großem zentralem Wirtschaftsraum,
  • alpine Einhöfe mit Wohn- und Stallbereich unter einem Dach,
  • Vierseithöfe in Mitteldeutschland, die einen geschlossenen Innenhof bilden,
  • oder süddeutsche Gutshöfe mit repräsentativen Wohntrakten und Wirtschaftsgebäuden.

Und auch wenn die Funktionalität natürlich im Vordergrund stand, so zeigte man auch handwerkliches Können, Geschmack und die Zugehörigkeit zu einer Region. Interessant sind z. B. Dachformen, Fenster, Ornamente, Schnitzereien, Bemalung und Verzierungen.

 

Gut Sonnenhausen: Historische Substanz trifft zeitgenössische Gestaltung

Bauernhaus umgebaut zum Hotel. Zimmer mit blick in die Natur
Das über 200 Jahre alte Bauernhaus auf dem Gelände von Gut Sonnenhausen. Dort blieben alte Strukturen sichtbar, während Materialien wie Lehmputz und Holz den historischen Charakter aufnehmen. ©Gut Sonnenhausen

 

Das Gut Sonnenhausen bei München wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Münchner Architekten Wilhelm Spannagel als Pferdegestüt nach englischem Vorbild erbaut.

Unter Öko-Pionier Georg Schweisfurth wurden die Gebäude (ehemalige Ställe,Reithalle, Bauernhaus etc.) behutsam restauriert und weiterentwickelt. Verschiedene Innenarchitekt*innen arbeiteten mit der bestehenden Struktur statt gegen sie. Historische Substanz, zeitgenössische Kunst und moderne Gestaltung verbinden sich zu einer Architektur, die bewusst nicht perfekt homogen wirkt.

 

Der Stanglwirt: Ein Hotel, das über Generationen gewachsen ist

Beim Bio- und Wellnessresort Stanglwirt in Tirol wurde Bestehendes nie vollständig ersetzt, sondern über Jahrzehnte weiterentwickelt.

Das Hotel ist kein durchgeplantes Designobjekt, sondern ein organisch gewachsenes Ensemble mit 400 Jahren Geschichte. Es ist auch das zu Hause der Familie Hauser. Der Seniorchef kam sogar in einem der Zimmer zur Welt. Die Bio-Landwirtschaft mit Kühen ist seit Generationen ein wichtiger Teil des Luxushotels und die eigenen Milchprodukte gibt es zum Frühstück.

Gäste fühlen sich hier “wie zu Hause”. Das ist den Gastgebern sehr wichtig. Ebenso ihr Selbstverständnis als Landwirt*innenn erster Linie – und nur wie nebenbei noch Gastgerber*innen und Inhaber*innen eines der bekanntesten Tiroler Hotels. 🙂

 

Albergo Diffuso: Wie ganze Dörfer gerettet werden

Relais del Maro Blick vom Pool auf das Albergo diffuso
Der Pool gehört zum Haupthaus, bestehend aus einer ehemaligen Dorf-Metzgerei. @Relais del Maro

 

Landflucht ist in vielen Dörfern ein Problem. Junge Menschen ziehen in die Städte. Dort wachsen dann auch ihre Kinder auf. Die Dörfer verfallen. Leerstand, geschlossene Geschäfte … Aus dieser Situation entstand das Konzept des Albergo Diffuso – des „verstreuten Hotels“. Statt ein großes Hotel neu zu bauen, werden mehrere bestehende Häuser eines Dorfes zu Gästeunterkünften umfunktioniert. Besonders in Italien ist diese Hotelform eine beliebte Möglichkeit, ungenutzte Gebäude vor dem Verfall zu bewahren und dir als Gast gleichzeitig ein authentisches Italien-Gefühl zu vermitteln.

 

Relais del Maro: Ein Hotel aus alten Dorfhäusern

Das Relais del Maro in Ligurien zeigt, wie dieses Konzept funktioniert. Gastgeberin Elena Scalambrin verwandelte mehrere Wohn- und Geschäftshäuser ihrer Familie in ein Vier-Sterne-Hotel. Das Haupthaus war früher beispielsweise eine Metzgerei. Heute befinden sich dort Frühstücksterrasse und Pool.

Das Spannende daran: Nicht nur die Gebäude bleiben erhalten. Auch das Dorf selbst profitiert. Gäste beleben lokale Cafés, Restaurants und Geschäfte – und tragen dazu bei, dass kleine Orte am Leben bleiben.

 

Wenn alte Hotels neu gedacht werden

Es muss nicht immer ein Bauwerk mit historischer Substanz sein – auch ein Bau aus den 1970er-Jahren kann radikal transformiert werden.

 

Lifestyle Resort Zum Kurfürsten: Vom Bus-Hotel zum Wellnessresort

Das heutige Lifestyle Resort Zum Kurfürsten an der Mosel war früher ein einfaches Null-Sterne-Bushotel. Gastgeber Heiner Buckermann entwickelte es Schritt für Schritt weiter – inklusive eigenem TCM-Zentrum. Statt Abriss entstand eine vollständige Neupositionierung innerhalb der bestehenden Struktur.

 

STURM in Mellrichstadt: Vom 70er-Jahre Klinkerbau zum Designhotel

Hotel STURM Außenansicht die zeigt wie man Hotels mit Umbauen statt Neubauen erhalten kann.
Im Hintergrund sieht man den ehemaligen „Klingerbau“ der nun weiß getüncht ist. Die „Loebermann-Fassade“ ist als Design-Element hinzugekommen. ©STURM

 

Das STURM in Mellrichstadt zeigt ebenfalls sehr eindrucksvoll, wie Bestand transformiert werden kann.

Das Hotel entstand in den 1970er-Jahren als typischer Klinkerbau nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Gemeinsam mit dem Architekten Prof. Matthias Loebermann verwandelten es die heutigen Gastgeber Christa und Matthias Schulz Dieckhoff in ein Design-Hideaway. Christa ist die Tochter des Erbauers und mit den beiden Söhnen Xaver und Julius ist bereits die dritte Generation im Hotel aktiv.

22 Handwerker trugen jeden einzelnen Klinkerstein von Hand ab. Die Fassade erhielt eine natürliche Oberfläche mit weiß getünchten Kalkschlamm. Davor steht heute ein Holz-Paravent – eines der Vorzeige-Objekte von Loebermann.

Auch innen setzt das Hotel auf Lehmputz, Holz und behutsame Modernisierung statt radikaler Erneuerung. Alte Deckenelemente im Restaurant wurden nicht entfernt, sondern nur schwarz gefasst, wodurch sie sich optisch zurückziehen.

 

Weitere Hotels, die auf Weiterbauen statt Abriss setzen

Viele weitere Green Pearls® Hotels zeigen, wie unterschiedlich Umbauen interpretiert werden kann:

  • Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in Südtirol renovierte innerhalb strenger UNESCO-Vorgaben mit Naturmaterialien wie Kalkputz, Stein und Holz statt neu zu bauen. Das Hotel liegt auf über 2000 Metern auf der Seiser Alm im UNESCO-Schutzgebiet Dolomiten.
  • Hotel Korinjak in Kroatien setzt auf kreative Wiederverwendung bestehender Materialien – etwa Möbel aus recycelten Holzpaletten.
  • Das Naturhotel Outside in Osttirol entwickelte seinen Wellnessbereich mit regionalen Materialien wie Lärchenholz, Lehm und Naturstein der Region weiter.
  • Im APIPURA hotel rinner in Südtirol werden während der Schließzeit historische Mauern für neue Zimmer adaptiert.
  • Der Weiherhof gestaltete Zimmer nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip um.
  • Das Hotel Luise in Erlangen experimentiert seit Jahren mit kreislauffähigen Materialien, Upcycling und nachwachsenden Rohstoffen.

All die genannten Hotels sind übrigens familiengeführt. Das heißt, die Kinder haben das Hotel von ihren Eltern (und Großeltern) übernommen.

 

Was wir von den Hotels lernen können

Umbauen ist oft komplizierter als Neubauen. Alte Mauern bringen Überraschungen mit sich, Denkmalauflagen begrenzen Möglichkeiten und historische Grundrisse lassen sich nicht beliebig verändern.

Das Alte zu bewahren ist demnach eine Herausforderung, lohnt sich aber für die Umwelt. Zudem lebt Geschichte in den Wänden, die eine besondere Atmosphäre zaubert.

Die spannendsten Hotels entstehen heute oft nicht neu auf der grünen Wiese, sondern dort, wo schon lange vor uns Menschen gelebt, gearbeitet und gebaut haben.

 


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Vier Fotos von Hotels: Oben links ein historisches Gebäude mit Rundbögen und Innenhof, oben rechts ein modernes Hotel in ländlicher Berglandschaft, unten links ein altes Gebäude mit Turm und rotem Dach, unten rechts ein moderner Bau mit Holzgeländer und weißer Fassade.

Oben ein langgestrecktes Hotelgebäude vor bewaldeten Bergen, unten ein modernes Hotel mit Holzfassade und großen Fenstern in einer grünen Parklandschaft.

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CRADLE TO CRADLE® FÜR ZU HAUSE – PRODUKTE MIT ZIRKULÄREM ANSATZ https://green-travel-blog.com/de/cradle-to-cradle-fuer-zu-hause-next-level-nachhaltigkeit/ https://green-travel-blog.com/de/cradle-to-cradle-fuer-zu-hause-next-level-nachhaltigkeit/#respond Tue, 21 Apr 2026 06:17:59 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73698 Hast du die Bezeichnung Cradle to Cradle® (C2C) schon mal gehört? Dahinter steckt eine einfache, aber ziemlich radikale Idee: eine Welt ohne Müll zu schaffen. Statt Ressourcen auf Mülldeponien versauern zu lassen oder zu verbrennen, werden Materialien so gestaltet, dass sie immer wieder genutzt werden…

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Hast du die Bezeichnung Cradle to Cradle® (C2C) schon mal gehört? Dahinter steckt eine einfache, aber ziemlich radikale Idee: eine Welt ohne Müll zu schaffen. Statt Ressourcen auf Mülldeponien versauern zu lassen oder zu verbrennen, werden Materialien so gestaltet, dass sie immer wieder genutzt werden können und so im ständigen Kreislauf bleiben. Was lange vor allem ein Konzept für innovative Unternehmen war, kommt inzwischen auch in der Hotellerie an. Und davon kannst du einiges in deinem Alltag umsetzen. Wir zeigen dir, wie.

 

Milliarden Tonnen Müll – und wir mittendrin

Sonnenaufgang über einer Mülldeponie. In der Luft fliegen Vögel.
Sonnenaufgang, Vögel – und eine Landschaft voller Müll. ©panaramka | Stock.Adobe.com

 

Riesige Mülldeponien, Plastikstrudel in den Ozeanen, Mikroplastik in der Luft – die Müll-Misere ist längst global und gleichzeitig das Problem eines jeden einzelnen von uns. Denn mal ehrlich: Sind unsere Keller, Dachböden und Schränke nicht einfach nur voll mit Dingen, die wir nicht mehr brauchen? Und wie sieht deine Mülltonne (bzw. Tonnen) am Ende einer durchschnittlichen Woche aus?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie groß die Herausforderung ist:

  • Laut Weltbank könnte das weltweite Müllaufkommen bis 2050 auf bis zu 3,9 Milliarden Tonnen pro Jahr steigen (2016 waren es noch 2,1 Milliarden Tonnen).
  • Bereits heute entstehen jährlich Milliarden Tonnen Siedlungsabfälle – 760 Millionen Tonnen davon werden nicht korrekt entsorgt.

Kurz gesagt: Wir produzieren mehr Müll, als unser System verarbeiten kann.

 

Zero Waste? Gut, aber nicht genug

Natürlich entfällt ein großer Teil der Müllproduktion auf die Industrie und Unternehmen. Doch auch Haushalte haben einen erheblichen Anteil an den Müllbergen. Wir können und sollten also bei diesem Thema tatsächlich direkt bei uns selbst anfangen! Ein Möglichkeit: nach Zero-Waste-Prinzipien leben.

Béa Johnson Portrait
Zero Waste Begründerin Béa Johnson | Wikimedia Commons

Die Zero-Waste-Bewegung hat bereits einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Pionierin und Begründerin der Bewegung, Bea Johnson, entwickelte für sich und ihre Familie einen Lebensstil, in dem es nicht um Recycling geht, sondern um weniger Konsum überhaupt. Refuse – Ablehnen – ist eines ihrer berühmten R‘s. Ein Produkt, das verpackt ist? Kauft sie nicht.  Einwegprodukte? Verwendet sie nicht.

Doch reicht das?

In Bezug auf Einwegprodukte und Verpackungsmüll hat die Zero-Waste-Bewegung schon einige gute Dinge angestoßen: Produkte unverpackt kaufen (Lebensmittel auf dem Markt und in Unverpackt-Läden in eigenen Behältern und Beutel mitnehmen)und Einwegprodukte durch Mehrweg ersetzen (die berühmte eigene Trinkflasche oder der Mehrweg-Kaffeebecher).

Doch auch die konsequentesten Zero-Wastler tragen Schuhe, schlafen in einem Bett und nutzen Computer. Und was tun wir, wenn die Dinge kaputt oder abgenutzt sind? Dann müssen sie doch auf den Müll. Oder nicht?

 

Anna-Karina Reibold von der Cradle to Cradle NGO formuliert es gegenüber dem Green-Travel-Blog so: “Oft versuchen wir durch Verzicht, weniger Konsum oder geringeren Energieverbrauch, etwas weniger schädlich zu handeln. Das greift jedoch zu kurz und verlagert die Verantwortung [für die Müll-Krise zu stark] auf Verbraucher*innen. Zudem verschiebt es Probleme lediglich in die Zukunft, statt sie an der Wurzel zu packen.”

“C2C versteht Abfall nicht als Endprodukt, sondern als Designfehler.” – Cradle to Cradle NGO

 

Was bedeutet Cradle to Cradle® konkret?

Büro vom Cradle to Cradle Lab in Deutschland. Zu sehen sind Menschn am Schreibtisch hinter einer Glasscheibe.
Einrichtung komplett nach Kreislauf-Prinzipien ©C2C Lab

 

Cradle to Cradle®, also „Von der Wiege zur Wiege“ heißt: Produkte werden von Anfang an so konzipiert, dass die Materialien dauerhaft im Kreislauf bleiben. Es entsteht kein Abfall im herkömmlichen Sinn. Jedes Material wird wiederverwendet.  

Dafür gibt es zwei Wege:

  • Biologischer Kreislauf: Materialien wie Holz, Leinen oder Naturfasern können vollständig kompostiert und so dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt werden.
  • Technischer Kreislauf: Produkte werden so designt, dass sie komplett zerlegt und die einzelnen Bestandteile wiederverwendet oder ausgetauscht werden können.

Ein Beispiel für ein nach dem C2C-Prinzip gestaltetes Produkt sind die Matratzen des Herstellers SWISSFEEL. Diese bestehen aus nur zwei Komponenten (Schweizer Mineralschaum und Bezugsstoff). Nach ihrer ohnehin schon längeren Nutzungsdauer werden sie vom Hersteller zurückgenommen, gereinigt und das Material wiederverwertet. Zunächst wandern die Ressourcen in weitere SWISSFEEL-Produkte, wie Flockenkissen, später lässt sich der Mineralschaum rückstandslos chemisch zersetzen und steht für eine erneute Schaumstoffproduktion zur Verfügung. Das Material bleibt so über Jahrzehnte im Kreislauf, statt im Müll zu landen.

Exkurs: Ist Müllverbrennung auch Kreislaufdenken?

Absolut nicht. Zwar entsteht durch Müllverbrennung Wärme/ Energie. Doch gehen die Ressourcen dadurch dauerhaft verloren. Erdöl z. B. (die Grundlage für Kunststoff) ist endlich. Zudem entstehen durch Müllverbrennung Schadstoffe (überwiegend C02 aber auch hochgiftige organische Verbindungen)

 

Professor Braungart sitzt im Publikum und klatscht.
Professor Braungart ©C2C Lab

Professor Braungart, oder: der Mann mit den Turnschuhen

Der bekannteste Mitbegründer des C2C-Konzepts ist der deutsche Chemiker Prof. Michael Braungart.

Hotelier Stephan Bode erzählte uns im Interview, wie er ihn 2008 zum ersten Mal traf: “Das werde ich nie vergessen. Der ist mit so Turnschuhen rumgelaufen und hat gesagt: ‚Guck mal hier, dieser Turnschuh: Wenn der nach zwei Jahren durchgelaufen ist, kann er in seine Einzelteile zerlegt und in den Kreislauf zurückgeführt werden.“

Jahre später hat Stephan Bode in seinem Hotel SCHWARZWALD PANORAMA eine ganze Etage nach dem C2C-Prinzip gestaltet.

 

 

Hotellerie als Vorbild: Kreislaufzimmer zum Erleben

In den „Circular Living“ Zimmern vom SCHWARZWALD PANORAMA sind alle Materialien bewusst so gewählt, dass sie entweder in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden können und sich zudem durch Materialgesundheit und faire Produktion auszeichnen (frei von Schadstoffen und schlechtem Karma).

“Die Gäste spüren direkt, wie die Urkräfte sie inspirieren und wissen durch unsere Kommunikationskanäle, dass in den Zimmern Zukunft steckt.” – Stephan Bode

 

Suite Waldklang - Circula Living Zimmer im SCHWARZWALD PANORMA
Die Suite Waldklang ist komplett nach Cradle to Cradle umgesetzt. ©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Nachwachsende Hotelzimmer

Im Hotel Luise in Erlangen wird Cradle to Cradle® schon seit über zehn Jahren gelebt. Ebenfalls mit der Expertise von Prof. Dr. Michael Braungart entwickelte Hotelier Benjamin Förtsch dort die ersten „nachwachsenden Hotelzimmer“ überhaupt.

Diese stellte er jüngst im Webinar „Cradle to Cradle in der touristischen Praxis“ (März 2026) vor, welches im Rahmen des EU-Projekts Cross-Re-Tour stattfand. Dort wurde diskutiert, wie sich Kreislaufdenken in der Hotellerie umsetzen lässt, etwa durch einen entwickelten Einkaufsleitfaden für Materialien und Produkte.

Da es schon vor zehn Jahren möglich war, seien C2C Zimmer “gar nicht so schwer”, erzählt Benjamin Förtsch.

“Die größte Herausforderung ist es, dass sich die Materialien am Ende wieder komplett trennen lassen und keine Verbundstoffe entstehen (z. B. durch Kleber).” – Benjamin Förtsch

Beispiele wie er dies geschafft hat:

  • Die Decken aus Stroh-Deckenplatten wurden mit sichtbaren Schrauben angebracht, damit sie wieder abgebaut werden können.
  • In den Zimmern wurden biologisch abbaubare Naturfarben (z. B. von Keim) statt versiegelnde Lacke genutzt.
  • Die Griffe an den Schränken und Schubladen sind aus Naturlatex, die nicht verklebt sind, sondern auf der Rückseite verknotet wurden.

Wie du siehst, erfordert C2C einige Überlegungen und Recherche im Vorfeld, weshalb wir dies auch als “Next Level Nachhaltigkeit” bezeichnen. 🙂

Nachwachsendes Hotelzimmer im Creativhotel Luise
Nachwachsendes Hotelzimmer nach C2C-Prinzipien ©Hotel Luise

 

Wie sehen Cradle to Cradle® Zimmer aus?

Die vielleicht überraschende Antwort: ganz normal und überhaupt nicht „öko“. Wenn du im Hotel Luise übernachtest, wirst du nicht sofort merken, dass du dich in einem der innovativsten Zimmerkonzepte der Branche befindest. Das TV-Format Galileo wollte ursprünglich über die nachwachsenden Hotelzimmer berichten, sagte den Beitrag dann aber ab, weil die Zimmer „wie normale Hotelzimmer“ aussähen.

Nachhaltigkeit muss nicht auffallen, um wirksam zu sein.

Benjamin Förtsch plant bereits die nächsten Generationen von Zimmern: sogenannte „Wertstoffhof-Zimmer“ und „Weiher-Zimmer“, die bewusst experimenteller und außergewöhnlich gestaltet sein sollen. Hier soll sichtbar werden, was bisher eher im Verborgenen passiert ist.

Die Ideen reichen von Lampenschirmen aus Pilzmyzel (Benjamin stellt sich vor, diese in der Sauna des Hotels zu backen) bis zur Nutzung des Kaffeesatzes vom Frühstück für Produkte aus dem 3D-Drucker.

 

Hier kannst du in Cradle to Cradle® Zimmern schlafen

Neues Hotelzimmer Circular Living vom Hotel SCHWARZWALD PANORAMA - nachhaltiges Hotelzimmer
Die „Falkenstein Suite“ ist ein nachhaltiges Hotelzimmer nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip @SCHWARZWALD PANORAMA

 

Wenn du live erleben möchtest, wie sich ein kreislauffähiges Zimmer anfühlt, so können wir dir einen Besuch im Hotel Luise oder SCHWARZWALD PANORAMA wärmstens empfehlen! Noch ein paar Ausflugstipps dazu?

 

Cradle to Cradle® für zu Hause – geht das überhaupt?

Die kurze Antwort: Ja. Zudem gibt es zunehmend mehr Ideen, Infos, Ressourcen und auch Produkte, die es uns erleichtern C2C in den eigenen vier Wänden umzusetzen, da sich immer mehr Menschen aktiv damit beschäftigen, wie sich das Prinzip im Alltag umsetzen lässt.

Anna-Karina Reibold von der Cradle to Cradle NGO bestätigt uns:

„Privatpersonen treten regelmäßig mit uns in Kontakt. Über 1.000 Ehrenamtliche engagieren sich in rund 35 Initiativen im deutschsprachigen Raum für die C2C NGO und tragen Cradle to Cradle in die Gesellschaft. Gemeinsam treiben wir den Wandel voran.“ – C2C NGO

Und sie macht deutlich:

„Cradle to Cradle ist nicht nur ein industrielles Konzept, sondern betrifft alle Bereiche unseres Lebens.“

 

Inspiration aus der Praxis: Eine Cradle to Cradle® Wohnung

Christina Ebisch steht im Wohnzimmer mit einem Mann der seine Wohnung nach Cradle to Cradle renoviert hat.
Christina Ebisch besucht eine Wohnung, die nach Cradle to Cradle renoviert ist | Screenshot YouTube

 

Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein spannendes Beispiel aus der Praxis: Stefan Otto hat gemeinsam mit Sven Urselmann und seinem Team eine Altbauwohnung nach Cradle to Cradle®-Prinzipien saniert.

In der YouTube-Roomtour wird schnell klar, worauf es ankommt:

  • natürliche Materialien wie Kalk und FSC-zertifiziertes Holz
  • Materialien aus der Region (z. B. Wolle von deutschen Deichschafen für Sitzauflagen)
  • möglichst reine, trennbare Baustoffe

recycelbare und kreislauffähige Materialien

  • Produkte, die nach Cradle to Cradle®-Prinzipien konzipiert sind (er bestellte deswegen seine Stühle z. B. extra aus Spanien)
  • Upcycling-Produkte als Design- und Kunstelemente in der Wohnung

Berit Weiß, vom Cradle-to-Cradle-Seminar sagt: „Ich habe mich ebenfalls gefragt, ob man das auch als Privatperson umsetzen kann und mir ist aufgefallen, dass es im Einkaufsführer für Hotels viele Punkte gibt, die man auch zu Hause beachten kann.“ Welche das sind, zeigen wir jetzt:

 

Cradle to Cradle® Einkaufsführer für zu Hause

Memo Mitarbeiterin mit der Mehrweg Memo-Box.
Kreislauffähige Produkte kannst du dir von Memolife in einer Mehrweg-Versandbox liefern lassen. ©Memo AG

Viele der Kriterien aus der Hotellerie lassen sich direkt auf deinen Alltag übertragen. Hier sind ein paar einfache Einstiege:

  • Materialien bewusst wählen: möglichst reine Stoffe statt Mischgewebe (z. B. Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher aus 100 % Bio-Baumwolle)
  • Kreislauffähigkeit mitdenken: Produkte bevorzugen, die kompostierbar sind, die du leicht reparieren kannst, oder wo der Hersteller eine überzeugende Strategie zu Rücknahme und Recycling hat
  • Verbundstoffe vermeiden: Dinge, die fest verklebt sind, lassen sich oft nicht mehr trennen. Das heißt: Die nachhaltige Bodenfliese allein reicht nicht, sondern du solltest auch an den Kleber denken!
  • Langlebigkeit priorisieren: Achte besonders bei Elektronik auf Qualität und Reparierbarkeit. Auch gibt es bei Elektronik bereits Hersteller, die den Gedanken Kreislaufwirtschaft verfolgen. Kennst du z. B. Fairphone?
  • Rücknahmesysteme nutzen: Hersteller wählen, die Produkte zurücknehmen und (nachweislich) wiederverwerten
  • Mehrwegsysteme nutzen: Wenn du online bestellst, so verschickt z. B. der Online-Versandhandel Memolife in einer Mehrweg-Box, welche du kostenlos wieder zurückschickst. Hierdurch wird tonnenweise Kartonage (und damit Waldbestand) eingespart. Zudem ist der nachhaltige Marktplatz auch eine gute Adresse, um C2C-Produkte zu finden! Viele Restaurants, Cafés, Bäckereien, Tankstellen und sogar Kinos setzen zudem inzwischen auf das Recup-System: Du leihst den Mehrwegbecher und gibst ihn bei einer beliebigen anderen teilnehmenden Einrichtung zurück.
  • Biologische Kreisläufe stärken: Lebensmittelreste kompostieren; natürliche Materialien verwenden und diese auch unbehandelt lassen (z. B. ein Gartenweg mit Natursteinen)
  • Denke um: Frage dich nicht nur „Brauche ich das?“, sondern auch:
    Was passiert mit diesem Produkt am Ende seines Lebens?

 

Fazit: Perspektivwechsel statt Verzicht

Cradle to Cradle® bedeutet, Dinge anders zu betrachten: nicht als Müll von morgen, sondern als Ressourcen von übermorgen. Im ersten Moment klingt es vielleicht etwas kompliziert, doch wie Benjamin Förtsch es beschreibt, entwickelt man mit der Zeit ein Gespür dafür, Kreislauffähigkeit automatisch zu erkennen:

„Irgendwann weiß man es einfach – so wie ein Veganer weiß, dass eine Banane vegan ist.“ – Benjamin Förtsch

Wie sieht es bei dir aus? Hast du ein Kreislaufdenken schon verinnerlicht oder möchtest du gern damit anfangen? Schreib es uns in die Kommentare!

 


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Modern eingerichtetes Hotelzimmer mit großem Doppelbett, heller Bettwäsche und Holzmöbeln. An der Wand hinter dem Bett befinden sich drei runde, von Licht umrahmte Moosinstallationen. Im unteren Bereich sind drei Detailaufnahmen aus Cradle-to-Cradle Hotelzimmern. Im oberen Bereich steht in weißer Schrift: 'GREEN PEARLS® UNIQUE PLACES'. Darunter folgt: 'INSPIRATION VON HOTELS FÜR ZUHAUSE' und 'CRADLE-TO-CRADLE FÜR DEIN ZUHAUSE'.

Blick durch ein rundes Fenster auf zwei Personen, die an einem Tisch vor geöffneten Fensterläden sitzen

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Die Geschichte hinter Schloss Lerchenhof: Wie ein mutiges Erbe den Grundstein für ein Hotel mit nachvollziehbaren Nachhaltigkeitsmaßnahmen legte https://green-travel-blog.com/de/die-geschichte-hinter-schloss-lerchenhof-wie-ein-mutiges-erbe-ein-nachhaltiges-hotel-begruendete/ https://green-travel-blog.com/de/die-geschichte-hinter-schloss-lerchenhof-wie-ein-mutiges-erbe-ein-nachhaltiges-hotel-begruendete/#respond Tue, 24 Mar 2026 07:55:17 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73161 Schloss Lerchenhof entstand als Sommerresidenz für eine bevorstehende Hochzeit – doch dazu kam es nie. Eine Geschichte aus Liebe, Schicksal und einer Entscheidung, die im 19. Jahrhundert gesellschaftliche Konventionen sprengte. Wir durften als Erste erfahren, was wirklich hinter der Geschichte von Schloss Lerchenhof steckt und…

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Schloss Lerchenhof entstand als Sommerresidenz für eine bevorstehende Hochzeit – doch dazu kam es nie. Eine Geschichte aus Liebe, Schicksal und einer Entscheidung, die im 19. Jahrhundert gesellschaftliche Konventionen sprengte. Wir durften als Erste erfahren, was wirklich hinter der Geschichte von Schloss Lerchenhof steckt und wie diese Haltung bis heute weiterlebt.

 

Was steckt wirklich hinter der „besonderen Liebesgeschichte“?

Historisches Stiegenhaus im Schloss Lerchenhof - Treppenaufgang im nachhaltigen Hotel
Das historische Stiegenhaus ©Schloss Lerchenhof

 

Wenn du heute durch das beeindruckende historische Stiegenhaus von Schloss Lerchenhof schreitest, spürst du: Dieses Haus trägt Geschichte in sich. Hohe Räume, Biedermeier-Stil, dicke Mauern aus dem 19. Jahrhundert. Auf der Website ist von einer „besonderen Liebesgeschichte“ die Rede, durch die das Schloss in den Besitz von Familie Steinwender kam. Was genau dahinter steckt?

Das wollten wir natürlich auch wissen und haben bei der Familie Steinwender nachgefragt. Was uns Johann Steinwender erzählte, wurde bisher nirgends öffentlich so detailliert festgehalten. Du gehörst also zu den ersten, die diese Geschichte lesen dürfen.

 

1848: Ein Schloss zur Hochzeit

Julius Emanuel Wodley der Erbauer von Schloss Lerchenhof
Julius Emanuel Wodley. Ein schöner reicher Mann mit großen Plänen. ©Schloss Lerchenhof

Die Wurzeln des Hauses reichen bis ins Jahr 1848 zurück. Der junge Industrielle Julius Emanuel Wodley ließ das Schloss als Sommerresidenz errichten – zur bevorstehenden Hochzeit mit seiner Verlobten Susanne, genannt Susi. Hinter dem Schloss betrieb er die Hammerwerke im Gösseringgraben, nebenan lag der Bauernhof der Steinwenders. Schloss Lerchenhof sollte ein gemeinsamer Lebensort für das junge Paar werden.

Doch noch vor der Fertigstellung geschah das Unerwartete: Wodley verunglückte in den umliegenden Bergen tödlich. Jung, voller Pläne und ohne das Schloss je in seiner ganzen Pracht zu sehen oder es mit seiner Braut beziehen zu können.

 

Ein außergewöhnliches Erbe

Am Sterbebett vermachte er das Schloss seiner zukünftigen Frau. Außergewöhnlich zu dieser Zeit, wenn nicht sogar beinahe skandalös! Eine unverheiratete Frau als Erbin und überhaupt eine Frau als Eigentümerin von irgendwas – das war Mitte des 19. Jahrhunderts weder üblich noch gewollt.

Doch es geht noch weiter. Susanne war nämlich schwanger. Und auch wenn es nicht sicher belegt ist, so ist es doch wahrscheinlich, dass der junge Julius dies wusste und das Schloss somit nicht nur an seine Liebe, sondern auch an sein Kind vererben wollte.

Susannes Tochter, ebenfalls Susi genannt, heiratete 1880 einen Steinwender. So gelangte der Lerchenhof durch diese Verbindung von Liebe, Mut und gesellschaftlicher Grenzüberschreitung in jene Familie, die Schloss und Hof bis heute führt.

 

Zwei Brüder, ein Stall – und keine Differenzen

Gemälde Schloss Lerchenhof Winter
©Schloss Lerchenhof

 

Zunächst wurde das Schloss Teil des Stammbauernhofes der Familie Steinwender. 1928 kam es zur Aufteilung zwischen zwei Söhnen:

  • Der Stammbauernhof blieb bei dem einen Bruder
  • Schloss Lerchenhof wurde mit eigenem Bauernhof eigenständig vom anderen Bruder weitergeführt.

Und auch hier erzählt die Familie eine Geschichte, die viel über ihre Haltung verrät. Die beiden Brüder hatten sich so gut verstanden, dass sie sich unkompliziert im Stall trafen und die Kühe untereinander aufteilten. Freundschaftlich und ohne Streit. Innerhalb einer Nacht war alles geregelt.

Hans Steinwender übernahm den Lerchenhof, führte gemeinsam mit seiner Frau Frieda die Landwirtschaft weiter, betrieb Pferdezucht und engagierte sich auch öffentlich in der Region.

Kuhstall auf Schloss Lerchenhof Mann mit Mistgabel Historisches Bild der Pferdezucht auf Schloss Lerchenhof

Denkmalschutz fürs Schloss und die Eröffnung eines Gasthofs

1939 wurde das Anwesen unter Denkmalschutz gestellt und offiziell als „Schloss Lerchenhof“ anerkannt. Aus dem landwirtschaftlichen Gut wurde Schritt für Schritt ein Ort der Gastfreundschaft. 1959 übernahm die nächste Generation – erneut ein Hans Steinwender, diesmal mit seiner Frau Gertrude – und eröffnete einen Gasthof.

1996 folgte der nächste Entwicklungsschritt: Die Eltern der heutigen

Gastgeber, Hans und Gernhild Steinwender führten das Schloss als 4-Sterne-Hotel mit Komfortzimmern und Wohlfühlbereich weiter. Aus dem ehemaligen Gutshof war endgültig ein Boutiquehotel geworden – mit historischem Kern und moderner Ausrichtung.

2025 übernahmen Johann Steinwender und seine Frau Karin das Schloss offiziell von Johanns Eltern Hans und Gerhild. Zwei Jahre lang hatten sie den Betrieb bereits in einer Übergangsphase per Pacht betrieben und wuchsen so Schritt für Schritt in die neue Verantwortung hinein. “Ein vorbildhafter und selten gelungener Prozess, wie ich finde”, sagt Johann rückblickend. Und ganz im Sinne der Steinwender-Familien-Tradition, die großen Wert auf ein friedliches Miteinander legt.

3 Generationen der Familie Steinwender vor dem nachhaltigen Schloss Lerchenhof
3 Generationen der Familie Steinwender. 2025 übernahmen Johann Steinwender und seine Frau Karin das Schloss offiziell von Johanns Eltern Hans und Gerhild.

 

Johann Steinwender: Geschichte als Verantwortung

Johann Steinwender und seine Frau Karin an der Bar des nachhaltigen Boutique Hotels Schloss Lerchenhof
Die heutigen Gastgeber Johann und Karin Steinwender ©Schloss Lerchenhof

Wenn Johann Steinwender die Geschichte seiner Vorfahren erzählt, merkt man sofort, wie sehr er mit seinen Wurzeln verbunden ist. Er spricht mit sichtlichem Stolz und Begeisterung. Er und Karin führen das Boutiquehotel mit gerade einmal 20 Zimmern persönlich und herzlich und sind als Gastgeber vor Ort immer für dich ansprechbar.

 

Urlaub im Schloss – zwischen Geschichte und Zukunft

Wenn du im Schloss Lerchenhof ankommst, betrittst du kein Museum, sondern  ein lebendiges Haus. Du steigst das historische Stiegenhaus hinauf, ziehst dich in individuell gestaltete Zimmer zurück, liest in der Bibliothek oder genießt die Stille in den Sälen. Draußen erstreckt sich ein 14 Hektar großer Natur-Kraftplatz mit Wiesen, Wäldern und Feldern.

 

Energieautarkes Hideaway mit Kraftplatz und Slow Food Philosophie

Die Küche folgt einer klaren Haltung: Slow Food, Null-Kilometer-Produkte, eigene Landwirtschaft nach ökologischen Prinzipien, saisonale Naturküche und handwerkliche Qualität. Was auf den Teller kommt, hat Herkunft und Charakter und stammt größtenteils frisch von den eigenen Feldern.

Gleichzeitig ist das Hotel energieautark. Eine eigene Energiewirtschaft mit Kleinwasserkraftwerk und Biomasseanlage versorgt das historische Gebäude nachhaltig und ressourcenschonend mit Strom und Wärme.

Ein Biedermeier-Schloss, das seine Energie selbst erzeugt, das ist Weiterentwicklung im Sinne der Verantwortung.

 

Wenn du (so wie ich) ein Faible für Familiengeschichten hast und sehen willst, wie ein Biedermeier-Schloss aus dem Jahr 1848 heute nachhaltig und sogar energieautark geführt wird, dann könnte das Hotel Schloss Lerchenhof ideal für deinen nächsten Urlaub sein. Aber auch wenn du ein Genussmensch bist und die Region Kärnten kulinarisch kennenlernen möchtest, bist du hier an der richtigen Adresse. Und ganz nebenbei wirst du zum Teil der besonderen Geschichte des Hauses.

Manche Orte erzählen Geschichten. Und manche Orte sind selbst eine.

 


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Obere Bildhälfte zeigt zwei Hände, die eine Herzform aus Getreidekörnern halten, untere Bildhälfte zeigt das gelbe Gebäude des Hotels Schloss Lerchenhof mit Garten und Fahnen im Vordergrund

Oben steht eine schwarz-weiße Gruppenaufnahme von Menschen vor einem historischen Gebäude, darunter der Schriftzug 'Die Liebesgeschichte von Schloss Lerchenhof WIE EIN MUTIGES ERBE EIN SLOW FOOD HOTEL BEGRÜNDETE', unten ist eine farbige Außenansicht des Schlosses Lerchenhof mit blauem Himmel und Bäumen zu sehen.

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„Nachhaltigkeit ist gesunder Menschenverstand und gutes Wirtschaften“: Die nächste STURM-Generation im Interview https://green-travel-blog.com/de/nachhaltigkeit-ist-gesunder-menschenverstand-und-gutes-wirtschaften-die-naechste-sturm-generation-im-interview/ https://green-travel-blog.com/de/nachhaltigkeit-ist-gesunder-menschenverstand-und-gutes-wirtschaften-die-naechste-sturm-generation-im-interview/#respond Tue, 17 Mar 2026 07:32:06 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73155 Nachhaltig geführte Hotels stehen für eine bestimmte Haltung. Das wirft eine spannende Frage auf, wenn solche Hotels an die nächste Generation übergeben werden. Wie denkt die junge Generation nachhaltige Hotellerie weiter? Für den Green Travel Blog haben wir mit Xaver Schulze Diekhoff (25) vom Bio- und…

Der Beitrag „Nachhaltigkeit ist gesunder Menschenverstand und gutes Wirtschaften“: Die nächste STURM-Generation im Interview erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

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Nachhaltig geführte Hotels stehen für eine bestimmte Haltung. Das wirft eine spannende Frage auf, wenn solche Hotels an die nächste Generation übergeben werden. Wie denkt die junge Generation nachhaltige Hotellerie weiter? Für den Green Travel Blog haben wir mit Xaver Schulze Diekhoff (25) vom Bio- und Wellnesshotel STURM in Mellrichstadt gesprochen. Als Teil der Generation Z denkt er Nachhaltigkeit vor allem pragmatisch statt ideologisch und räumt dabei mit gängigen Klischees auf.

 

Von der Betonsünde zum Design- und Lifestylehotel: Drei Generationen prägen das STURM

Hotel STURM Außenansicht
Das STURM war früher ein Hotel für „Grenztourismus“ an der Innerdeutschen-Grenze. Heute ist es ein Bio-Refugium und Wellnesshotel. ©STURM

 

Green Travel Blog: Hallo Xaver, erstmal vielen Dank, dass du dir heute Zeit für das Interview nimmst. Das STURM ist ein bekanntes Hotel und der Grund dafür, dass viele überhaupt nach Mellrichstadt kommen. Spürst du da einen “Druck” es als nächste Generation noch etwas besser machen zu müssen?

Xaver Schulze Diekhoff: Druck würde ich es nicht nennen. Natürlich ist es eine große Herausforderung, ein so erfolgreiches Haus weiterzuführen, und man möchte dem gerecht werden. Gleichzeitig geben mir meine Eltern durch ihre hundertprozentige Unterstützung sehr viel Rückhalt.

 

GTB: Das STURM hat eine bewegte Geschichte. Früher lag es an der innerdeutschen Grenze, später war es ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer und heute ist es eine Ruhe- und Wellnessoase. Wie blickst du auf diese Entwicklung?

Xaver: Ich habe natürlich nicht alle Phasen selbst miterlebt, denn das STURM gibt es inzwischen seit 50 Jahren. Dennoch verbinde ich mit früheren Zeiten viele positive Erinnerungen, zum Beispiel an die berühmten Motorradzeiten mit den legendären Partys.

Wir sind den Weg von einer echten Betonsünde hin zu einem architektonischen Highlight gegangen mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit. Meine Eltern haben sich sehr bewusst für Nachhaltigkeit entschieden – zu einer Zeit, als das Thema noch längst nicht so präsent war wie heute.

Aus meiner Sicht war der Wandel zu einem Bio- und Wellnesshotel zeitgemäß und die richtige Entscheidung. Sie ist auch ein Grund, warum das STURM heute noch besteht.

 

“Nachhaltigkeit zahlt sich in der Bilanz aus”

Award-Winner: Die neuen Gartenblickzimmer setzen Maßstäbe in der nachhaltigen Hotel-Architektur. Sie bieten allen nötigen Komfort und verbinden den Bewohner dabei direkt mit der Natur.
Award-Winner: Die neuen Gartenblickzimmer setzen Maßstäbe in der nachhaltigen Hotel-Architektur. |©STURM

 

GTB: Wirst du diesen Weg weitergehen?

Xaver: Wir treiben den nachhaltigen Ansatz als Familie, also meine Eltern Christa und Matthias sowie ich und mein Bruder Julius, aktiv voran. Wir sind ständig auf der Suche nach Verbesserungen, sei es im Food-&-Beverage-Bereich oder in der baulichen Weiterentwicklung.

Nachhaltigkeit ist dabei weit mehr als nur ein Marketing-Tool. Sie ist eine kluge wirtschaftliche Entscheidung, die sich durch sinkende Energiekosten und Ressourceneffizienz direkt in der Bilanz auszahlt. Weiterhin legen wir viel Wert darauf, Bestehendes zu bewahren und in die Moderne zu bringen, anstatt abzureißen und neu zu bauen.

 

GTB: Architektonisch arbeitet ihr hierbei ja eng mit Professor Loebermann zusammen. Ein sehr gefragter zeitgenössischer Architekt.

Xaver: Ja, und er hat dafür bereits einige Auszeichnungen erhalten (z. B. den “best architects award 2024 für unsere Gartenblickzimmer). Einige seiner ikonischsten Entwürfe wurden bei uns realisiert.

 

Mit der Natur verbunden

Ein Bio-Salatkopf frisch vom Feld
©STURM

GTB: Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich persönlich?

Xaver: Nachhaltigkeit bedeutet für mich, bewusst mit unserer Umwelt umzugehen und Verantwortung dafür zu übernehmen, wie und wofür wir Ressourcen einsetzen. Es geht darum, Entscheidungen nicht nur nach kurzfristigem Nutzen zu treffen, sondern mit Blick auf ihre langfristigen Auswirkungen.

Ich bin selbst leidenschaftlicher Jäger und gerade dadurch habe ich eine besondere Wertschätzung für das Produkt Fleisch entwickelt. Wer den Ursprung kennt und Verantwortung übernimmt, geht automatisch achtsamer damit um. Diese Haltung prägt mein persönliches Verständnis von Nachhaltigkeit ebenso wie meine Arbeit im STURM.

 

GTB: Was ist dein Part im STURM?

Xaver: Ich bin im operativen Bereich eingebunden und ein direkter Ansprechpartner für die Mitarbeitenden. Gleichzeitig arbeite ich mich Schritt für Schritt gemeinsam mit meinem Vater in die Aufgaben des Geschäftsführers ein, um das Unternehmen langfristig verantwortungsvoll weiterführen zu können.

 

GTB: Konntest du bereits eigene Ideen oder neue Impulse ins Hotel einbringen? Wie offen sind deine Eltern dafür?

Xaver: Meine Eltern sind sehr offen: Alles, was ich einbringe, wird angehört, gemeinsam besprochen und im besten Fall umgesetzt. So konnte ich schon einige Dinge einbringen (z. B. im Stammgast-Konzept) und denke, dass sich das STURM auch in Zukunft laufend weiterentwickeln wird ohne seine Identität zu verlieren.

 

Das STURM in der Rhön – ein Hideaway vom Alltagsstress

Nachhaltige Kulinarik im STURM - Koch mit Handschuhen salzt einen angerichteten Teller mit Bio-Fleisch Magische Atmosphäre Tipps aus den Hotels Kaminofen

GTB: Warum kommen eure Gäste überhaupt ins STURM?

Xaver: Bei uns kannst du dem Alltagsstress und lauten Großstädten bewusst entfliehen. Die Ruhe, die Natur, Bio-Küche, Wellness und die Weite der Rhön bieten genau den Raum, den man braucht, um abzuschalten.

 

Gibt es etwas, das du Reisenden mitgeben möchtest, die sich für nachhaltigen Urlaub interessieren?

Xaver: Nachhaltiger Urlaub bedeutet keinen Verzicht, sondern bewussteres Erleben. Es geht darum, die Dinge intensiver wahrzunehmen, Ressourcen achtsam zu nutzen und Qualität über Quantität zu stellen. Wer mit dieser Haltung reist, nimmt nicht nur mehr Wertschätzung für Natur, Produkte und Menschen mit nach Hause – sondern oft auch mehr Ruhe und Zufriedenheit.

GTB: Das klingt nach einer klaren Haltung. Wir sind gespannt, wie ihr das STURM künftig weiter prägt. Vielen Dank für das Gespräch.

 


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Außenansicht des Hotels Sturm in der Rhön mit modernem Anbau und altem Hauptgebäude im Hintergrund sowie Text über Generationenwechsel und Nachhaltigkeit, darunter ein schwarz-weiß-Porträt eines Mannes vor einem historischen Gebäude

Porträt von Xaver Schulze Diekhoff, eines Mannes in schwarzem Anzug und weißem Hemd, vor einer Bar mit Hockern im Hotel STURM in der Rhön

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Naschgärten: Hotels mit erlebnisorientierten Gartenkonzepten und Nachhaltigkeitsmaßnahmen https://green-travel-blog.com/de/naschgaerten-nachhaltige-hotels-mit-bewusst-erlebnisorientiertem-gartenkonzept/ https://green-travel-blog.com/de/naschgaerten-nachhaltige-hotels-mit-bewusst-erlebnisorientiertem-gartenkonzept/#respond Fri, 06 Mar 2026 07:13:22 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72569 Ein Naschgarten hält genau das, was der Name verspricht: Du darfst und sollst zugreifen! Beeren vom Strauch pflücken, einen Apfel direkt vom Baum essen, ein paar Kräuter zwischen den Fingern zerreiben. Alles, was hier wächst, ist essbar, duftend, reif zum Entdecken. In diesem Artikel zeigen…

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Ein Naschgarten hält genau das, was der Name verspricht: Du darfst und sollst zugreifen! Beeren vom Strauch pflücken, einen Apfel direkt vom Baum essen, ein paar Kräuter zwischen den Fingern zerreiben. Alles, was hier wächst, ist essbar, duftend, reif zum Entdecken. In diesem Artikel zeigen wir dir Hotels, die das Naschen ausdrücklich erlauben – und geben dir Tipps, wie du dieses Prinzip auch zu Hause umsetzen kannst.

 

Was genau ist ein Naschgarten?

Im Gegensatz zu klassischen Ziergärten, die vor allem schön aussehen sollen, oder streng gestalteten Zen-Gärten, die auf Ruhe und Reduktion setzen, steht im Naschgarten das Erleben im Mittelpunkt. Er verbindet Genuss mit Nähe zur Natur. Statt „Bitte nicht betreten“ heißt es hier: Probier‘ ruhig. Für viele Menschen – gerade im Urlaub – ist das ein überraschend intensiver Moment von Freiheit und Verbundenheit.

Einige Green Pearls® Hotels setzen bewusst auf Naschgärten. Sie sind niedrigschwellig, machen die Herkunft von Lebensmitteln unmittelbar erfahrbar und schaffen eine spielerische Verbindung zwischen Gast, Küche und Landschaft. Die Ernte landet, wenn nicht im Mund der Gäste, in der Hotelküche und (ebenfalls wichtig) auch bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten, die hier genauso willkommen sind.

Der Naschgarten als Gartenkonzept ist ein Statement für Vertrauen, Teilen und ein entspanntes Miteinander von Mensch und Natur.

 

Der Naschgarten im STURM ist ein Herzstück des nachhaltigen Hotelkonzepts

Naschgarten
©STURM

 

Einen besonders großen und beeindruckenden Naschgarten erlebst du im Wellnesshotel STURM in Mellrichstadt in der Rhön (Bayern). Auf rund 3.500 Quadratmetern wächst hier alles, was Lust aufs Zugreifen macht: Gemüse, Salate, Obst, Kräuter – hinzu kommt der Honig der eigenen Bienen. Der Garten ist bewusst so angelegt, dass er Raum bietet für alle: für Pflanzen, für Vögel und Insekten – und natürlich für dich als Gast.

Besonders schön: Im Naschgarten sind nicht nur Früchte und Kräuter essbar, sondern auch viele Blumen. Schmuckkörbchen (Cosmea) etwa leuchten im Sommer bunt zwischen den Beeten, ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an – und landen als essbare Blüten auf dem Teller im hauseigenen Bio-Restaurant Otto’s. Zwei besondere Empfehlungen des Hotels sind zudem französischer Estragon und Kerbel. Estragon wirkt als Tee verdauungsfördernd, Kerbel unterstützt traditionell Nieren, Blase und Verdauung.

Seit 30 Jahren entwickeln Christa und Matthias Schulze Dieckhoff das ehemalige innerdeutsche Grenzhotel Schritt für Schritt zu einem Design-Hideaway mit nachvollziehbaren Nachhaltigkeitsmaßnahmen – mit Naturschwimmteich statt Pool und einem Garten, der Erlebnisse schafft statt Kulisse zu sein.

 

Naschgarten als Arten-Garten im SCHWARZWALD PANORAMA

Naschgarten mit DIY Ohrwurmhaus
Der Naschgarten hat den Beinamen „Arten Garten“ ©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Der Naschgarten im SCHWARZWALD PANORAMA steckt voller Leben. Auf rund 100 Quadratmetern erstreckt sich der liebevoll angelegte „Arten-Garten“, der Naschfreude, Biodiversität und Kulinarik miteinander verbindet. Gäste sind ausdrücklich eingeladen, sich zu bedienen: Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren wachsen entlang einer 25 Meter langen Beerenstraße mit rund 15 verschiedenen Sorten. Dazu kommen Gemüse wie Paprika, Tomaten und Zucchini sowie aromatische Kräuter, die direkt in der Küche landen.

Der Hotelgarten von Gastgeber Stephan Bode orientiert sich an den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft. Auf synthetische Pflanzenschutzmittel wird konsequent verzichtet. Stattdessen setzt das Hotel auf vielfältige Pflanzgemeinschaften und insektenfreundliche Bepflanzung. Zwischen Hochbeeten, Obstbäumen und Wildblumenwiese entsteht so ein lebendiger Ort, der alle Sinne anspricht: sehen, riechen, fühlen, schmecken – und dem Summen der emsigen Bienen zuhören.

Gleichzeitig ist der Naschgarten ein Rückzugsraum für Tiere. Eidechsen finden Unterschlupf im Steinhaufen, Honig- und Wildbienen sind Dauergäste, Vögel, Igel und Ohrwürmer nutzen die zahlreichen Nisthilfen und Wasserstellen. Für Gäste wird der Spaziergang durch den Garten so zu einem echten Naturerlebnis und stellt zudem eine Beziehung zur Herkunft der Zutaten auf dem Teller her.

 

Und wenn ein Naschgarten nicht möglich ist? Küchengärten als Alternative

Die Idee eines Naschgartens gefällt dir – aber ganz ehrlich: So einfach ist das im Alltag nicht. Woher kommen die Menschen, die naschen dürfen? Vielleicht könntest du den Zaun abbauen und ein Schild aufstellen: Naschgarten – Betreten ausdrücklich erwünscht. Eine schöne Vorstellung – besonders, wenn du in einer lebendigen Nachbarschaft oder einer Spielstraße wohnst.

Wenn das für dich jedoch nicht realistisch ist, gibt es eine ebenso stimmige Alternative: den Küchengarten. Hier wachsen Kräuter, Gemüse und Früchte gezielt für die eigene Küche – weniger offen, aber sehr bewusst. Auch Küchengärten schaffen Nähe zur Natur, stärken den Geschmack auf dem Teller und zeigen, wie viel Wirkung selbst kleine Flächen entfalten können. Und letztendlich ist es auch eine Art Naschgarten – nur eben für dich selbst.

 

Mocktails aus dem Küchengarten vom LA VIMEA

Tisch auf der Terrasse vom LA VIMEA in Naturns
Dein Tisch auf der Terrasse mit Blick auf den Schwimmteich und die Natur von Naturns. @LA VIMEA

 

Im veganen Adults-only-Retreat LA VIMEA ist der Küchengarten Teil des ganzheitlichen Wohlfühlkonzepts. Hier wachsen biologisch angebaute Heilkräuter, die nicht nur in der Küche, sondern auch an der Bar eine Rolle spielen. Aus ihnen entstehen unter anderem  hausgemachte Infusionen für Cocktails und Mocktails – frisch, aromatisch und perfekt abgestimmt auf das Selfness-Konzept des Hauses.

 

Hotel Bella Vista, Zermatt: “Unser Garten auf dem Garagendach gibt ganz schön was her.”

Eco-Travel in den Alpen - Tee mit Panorama
Ein frischer Kräutertee mit Kräutern aus dem Naschgarten und Blick aufs Matterhorn. So lässt sich nachhaltiger Urlaub genießen. © Christian Pfammatter für Hotel Bella Vista Zermatt

 

Im kleinen Familienhotel Bella Vista in Zermatt wächst der Küchengarten dort, wo man ihn nicht sofort vermuten würde: auf dem Garagendach. Trotz begrenzter Fläche bringt der Garten eine beeindruckende Vielfalt hervor. Kräuter für Tees wie Pfefferminze, Zitronenmelisse, Eisenkraut, Kamille und Brennnessel wachsen hier ebenso wie Beeren (Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren) aus denen Marmeladen entstehen.

Ergänzt wird das Angebot durch Rhabarber, Salate, Zucchini und Blumenkohl. Der Dachgarten zeigt, wie auch im alpinen Raum und auf sehr begrenzten Flächen ein funktionierender Küchengarten entstehen kann – direkt angebunden an Küche und Teestube und fest verankert im nachhaltigen Selbstverständnis des Hauses.

 

Du träumst vom “Mediterranen Kräutergarten”? Hotel Korinjak hat ihn

Gesundes veganes Essen mit frischem Saft im Sonnenschein vor dem Meer in Kroatien
Mediteran und vegetarisch/ vegan genießen. ©Hotel Korinjak

 

Das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz ist umgeben von einer natürlichen Island-Food-Landschaft aus Olivenbäumen, Feigen und wilden Kräutern. Ergänzt wird diese durch einen kleinen, traditionell angelegten dalmatinischen Kräutergarten. Rosmarin, Salbei, Minze, Zitronenmelisse, wilder Fenchel und Lavendel wachsen hier ohne Chemie, mit minimalem Eingriff und viel Vertrauen in Boden und Klima.

Der Garten ist ein bewusster Anker zur Insel. Die Kräuter landen in der Küche, an der Teestation oder in Workshops, an denen du als Gast teilnehmen kannst. Wer möchte, darf pflücken, riechen, lernen – und versteht ganz nebenbei, wie sehr Geschmack mit Ort und Rhythmus zusammenhängt.

 

Fazit: Nutzgarten – aber lebendig

Ob Naschgarten oder Küchengarten: In diesen Gärten ist etwas los. Sie sind Nutzgärten, ja – aber keine streng kontrollierten Produktionsflächen. Zwischen Beerensträuchern, Kräutern und Hochbeeten summt, flattert und krabbelt es. Hier dürfen Insekten naschen, Bestäuber ihrer Arbeit nachgehen und Pflanzen einfach wachsen, statt perfekt auszusehen.

Naschgärten laden zum Teilen ein, Küchengärten zum bewussten Verarbeiten. Beide verbinden Menschen wieder mit dem, was sie essen, und mit der Natur, aus der es kommt.

 


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Vierteilige Collage mit Kräutern, einer Hand, die Kräuter in einem Korb hält, einer Frau, die in einem Garten Himbeeren pflückt, und einer Himbeerpflanze mit roten Beeren vor einer Steinmauer.

Frau mit halblangen Haaren in grünem Hemd steht in einem Garten und hält eine rote Frucht in der Hand

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Natürlich gut schlafen: Kopfkissen in Hotels mit verantwortungsvollen Materialien und Konzepten https://green-travel-blog.com/de/natuerlich-gut-schlafen-kopfkissen-in-nachhaltigen-hotels/ https://green-travel-blog.com/de/natuerlich-gut-schlafen-kopfkissen-in-nachhaltigen-hotels/#respond Tue, 10 Feb 2026 06:59:31 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72473 Das sogenannte Kissenmenü gilt in vielen Hotels als Ausdruck von Luxus. Doch während in klassischen Häusern häufig Memory Foam (Chemie-Mix mit Polyurethan) oder andere synthetische Materialien zum Einsatz kommen, gehen nachhaltige Hotels bewusst einen anderen Weg. Green Pearls® Hotels setzen bei Kissen auf Naturmaterialien, regionale…

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Das sogenannte Kissenmenü gilt in vielen Hotels als Ausdruck von Luxus. Doch während in klassischen Häusern häufig Memory Foam (Chemie-Mix mit Polyurethan) oder andere synthetische Materialien zum Einsatz kommen, gehen nachhaltige Hotels bewusst einen anderen Weg. Green Pearls® Hotels setzen bei Kissen auf Naturmaterialien, regionale Hersteller und echte Individualität.

Wir haben uns in unserem Netzwerk umgehört: Worauf schlafen anspruchsvolle Gäste heute – und wie setzen nachhaltige Hotels das Thema Kopfkissen um?

 

Was ist ein Kissenmenü und braucht ein Hotel das wirklich?

Ein Kissenmenü (also die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Kopfkissen) ist kein Pflichtprogramm. Laut Kriterienkatalog der Hotelstars Union zählt es zu den „erweiterten Serviceleistungen“. Ab 3 Sternen kann es als Komfortmerkmal gewertet werden, ab 4 Sternen werden Möglichkeiten der  Individualisierung zunehmend erwartet. In der Praxis zeigt sich jedoch: Gerade nachhaltige Hotels bieten oft freiwillig eine größere Auswahl an Kissen – nicht aus Prestigegründen, sondern aus Aufmerksamkeit gegenüber ihren Gästen.

 

Individuell schlafen im Green City Hotel Vauban, Freiburg

Hotelzimmer vom Green City Hotel Vauban - hier warten die Lieblingskissen auf Stammgäste
Hier liegt dein Lieblingskissen schon für dich bereit. ©Green City Hotel Vauban

 

Im Green City Hotel Vauban ist man sich sicher: Schlaf ist zutiefst persönlich. Johannes Staub, Hotelmanager, und Kristine Staub von der Rezeption bringen es auf den Punkt:

„Kopfkissen ist ein sehr individuelles Thema, jeder Gast hat seine eigenen Gewohnheiten und somit haben wir beschlossen, eine große Auswahl an Sonderkissen zur Verfügung zu stellen.“

Gäste können zwischen verschiedenen Varianten wählen – darunter Nackenkissen, Nackenrollen, Seitenschläferkissen und klassische Federkissen. In echter Gastgeber*innenkultur erklären die Staubs weiter:

„Bei Stammgästen legen wir das gewünschte Kissen selbstverständlich schon vor der Anreise ins Zimmer.“ – Green City Hotel Vauban

 

Kissenmenü mit Betthupferl im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten

Im Lifestyle Resort Zum Kurfürsten an der Mosel wird das Thema Schlaf mit einem Augenzwinkern und viel Wärme interpretiert. Auf den Zimmern liegen standardmäßig ein 40 × 80 cm-Kissen sowie zwei 40 × 40 cm-Kissen pro Person bereit. Wer mehr möchte, kann aus einer zusätzlichen Auswahl wählen – von Nackenstützen über ergonomische Kissen bis hin zu Allergikerkissen.

Besonders charmant: Du kannst dir ein Kirschkernkissen bestellen, welches extra vor dem Schlafengehen für dich aufgewärmt wird. „Bitte nicht lachen“, sagt Tina Meier, Resident Managerin und seit über 13 Jahren Teil des Hauses, „wir wärmen das Kirschkernkissen in der Regel in unserer Holzofensauna auf.“ Und noch ein Extra: Im Anschluss an deinen Aufenthalt darfst du das Kirschkernkissen sogar mit nach Hause nehmen.

Zum weiteren Luxus gehört ein Betthupferl. Der Begriff ist tief in der bayerisch-österreichischen Kultur verwurzelt und steht traditionell für eine kleine Aufmerksamkeit vor dem Zubettgehen. Was dies an der Mosel bedeutet, verrät uns Tina:

„Das Betthupferle ist eine kleine Süßigkeit wie Gummitierchen oder eine kleine Schokolade.” – Lifestyle Resort Zum Kurfürsten
 

Naturkissen mit Charakter im Hotel Luise, Erlangen

Zimmer 1 im Hotel Luise
©Hotel Luise

 

Im Hotel Luise gehört das Kissenmenü fest zum Service – und wird von den Gästen sehr geschätzt. Die Auswahl ist konsequent nachhaltig. Zum Einsatz kommen unter anderem Dinkelkissen aus kontrolliert biologischem Anbau, Relax-Kissen mit Hirseschalen und Wildkräutern, Seegraskissen sowie Kombikissen aus Wollkügelchen und Hirseschalen.

Viele der Kissen stammen von der Marke speltex®, deren Naturfüllungen bei den Gästen so gut ankommen:

„Wir werden regelmäßig gefragt, wo man die Kissen kaufen kann.“ – Hotel Luise

Ein schönes Kompliment – und ein Zeichen dafür, dass sich viele den Hotelkomfort gern mit nach Hause nehmen.

 

Kopfkissen aus zertifizierten Materialien in Green Pearls® Hotels: Vielfalt mit Herkunft

Coco-Mat Bett und Kissen
Matratze und Kissen stammen von COCO-MAT ©SANDnature

 

Auch über diese drei Beispiele hinaus zeigt sich im Green Pearls® Netzwerk eine beeindruckende Bandbreite an nachhaltigen Kopfkissen-Konzepten:

  • Naturresort Gerbehof, Bio Hotel am Bodensee
    Hier wählen Gäste zwischen Dinkel-, Zirben-, Kräuter- und Energetikkissen. Die Kissen stammen von Himmelgrün aus Vorarlberg – regional, transparent und mit klarem Fokus auf Naturmaterialien.
  • Hotel Bella Vista, Zermatt
    In dem nachhaltigen Boutiquehotel in der Schweiz stehen Hirse-, Dinkel- und Allergikerkissen zur Verfügung – reduziert, hochwertig und passend zur alpinen Umgebung. Übrigens: Schläfst du in der Sky-Lounge nächtigst du zudem unter einem Dachfenster mit Blick auf das Matterhorn.
  • STURM, Mellrichstadt (Rhön)
    Geschlafen wird auf Daunen-Bettwaren der Marke Seibersdorfer, ausgezeichnet mit der „Glückliche Gänse“-Garantie. Kein Lebendrupf, artgerechte Haltung und dank NOMITE-Siegel auch für Hausstaubmilbenallergiker geeignet.
  • SANDnature, Timmendorfer Strand
    Nur wenige Meter vom Ostseestrand entfernt setzt das Hotel auf COCO-MAT. Die Grundausstattung bildet das Kissen „Morfeas“, zusätzliche Varianten können bequem per App bestellt werden – modern und dennoch konsequent natürlich.

 

Wenn das Kissenmenü zum kleinen Ritual wird: Hotel Das Rübezahl, Allgäu

Ein Paar frühstückt auf dem Hotelbett
©Hotel Das Rübezahl

 

Im Hotel Das Rübezahl fühlt sich das Kissenmenü fast wie eine Einladung an, kurz innezuhalten. Du sitzt auf dem Bett, draußen vielleicht schon Dämmerlicht über den Allgäuer Bergen, und liest dich durch die Auswahl:

Möchte ich heute etwas Stützendes? Etwas Duftendes? Etwas, das mich runterbringt? (Ein Blick ins Kissenmenü vom Hotel Das Rübezahl)

Die Entscheidung fällt nicht leicht. Da gibt es Hirsekissen mit Lavendel und Hopfen, Zirbenkissen, die laut alter Volksweisheit den Schlaf vertiefen sollen, oder Kräuterkissen mit Minze, Bergkräutern und Dinkelspelz. Jedes Kissen erzählt eine kleine Geschichte – von Pflanzen, Düften und Regeneration.

Alle Kissen stammen vom Hersteller Himmelgrün. Gäste schätzen besonders die Qualität und den angenehmen Duft, der den Schlaf ganz subtil begleitet.

 

Guter Schlaf ist mehr als ein Kissen: My Arbor, Südtirol

ZImmer im Hotel My Arbor - Bett mit gemütlichen Kissen und fantastischer Ausblick
©bp | My Arbor

 

Zum Abschluss wefen wir noch einen Blick ins Adults-only Hotel My Arbor, das eines klarmacht: Ein Kissenmenü ist wichtig – aber niemals isoliert zu betrachten. Auch hier können Gäste zwischen Daunen-, Allergiker- und Nackenstützkissen wählen. Doch entscheidend ist das Gesamtkonzept.

Geschlafen wird in hochwertigen Boxspringbetten mit Simmons-Matratzen, ergänzt durch feine Bettwäsche, die mit einem speziellen, hautfreundlichen Waschmittel gepflegt wird. Alles greift ineinander – vom Kissen bis zur Matratze, vom Duft bis zum Stoffgefühl.

„Uns geht es nicht nur um Komfort, sondern um echte Regeneration.“ – My Arbor

Ein Satz, den wir nur unterschreiben können. Mehr zu diesem ganzheitlichen Ansatz liest du auch in unserem Artikel über Schlafkomfort in grünen Hotels und Ferienhäusern.

 


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Person liegt auf einem Bett mit mehreren Kissen, hält eine Ukulele und trägt ein gelbes Oberteil

Zwei Personen in Freizeitkleidung schlagen sich lachend mit Kissen auf einem Bett in einem hellen Raum

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Glamping im kambodschanischen Regenwald: die schwimmenden Zelte vom Canvas & Orchids Retreat https://green-travel-blog.com/de/glamping-schwimmende-zelte-canvas-and-orchids-retreat/ https://green-travel-blog.com/de/glamping-schwimmende-zelte-canvas-and-orchids-retreat/#comments Fri, 29 Aug 2025 06:48:02 +0000 https://greenpearlsuniqueplaces.de/?p=37681 Warst du schon einmal in Kambodscha? Wenn nicht, dann hast du bisher echt was verpasst. Was genau zeigen wir dir gemeinsam mit unserem neuen-alten Partner, dem Canvas & Orchids Retreat! Mitten in der unberührten Natur des Botum Sakor Wildlife Sanctuary gelegen – umgeben von Regenwald,…

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Warst du schon einmal in Kambodscha? Wenn nicht, dann hast du bisher echt was verpasst. Was genau zeigen wir dir gemeinsam mit unserem neuen-alten Partner, dem Canvas & Orchids Retreat!

Mitten in der unberührten Natur des Botum Sakor Wildlife Sanctuary gelegen – umgeben von Regenwald, Bergen, Mangrovenwäldern und dem sanft dahinströmenden Tatai River – erwartet dich hier ein ganz besonderes Glamping-Erlebnis in schwimmenden Zeltvillen auf dem Fluss.

 

Eco-Glamping im kambodschanischen Dschungel

Der Begriff Glamping wird heute fast schon inflationär verwendet. Gefühlt nennt sich jede zweite Campingliege im Baumarkt so … Doch im Canvas & Orchids Retreat erlebst du, was luxuriöses Camping wirklich bedeuten kann. Die schwimmenden Zelt-Villen bieten den Komfort eines Boutique-Hotels – mit großen Betten, eleganten Bädern, privaten Terrassen und Blick auf den Fluss. Gleichzeitig vermitteln sie dir das Gefühl, ganz nah an der Natur zu sein.

Die Zelte stehen allerdings nicht auf festen Fundamenten, sondern auf schwimmenden Plattformen. Diese „nicht permanenten Strukturen“ lassen sich vollständig zurückbauen – ohne Spuren zu hinterlassen. So bleibt die Natur unberührt, auch wenn du mitten in ihr übernachtest.

 

canvas & orchids retreat kambodscha
Luftaufnahme vom Glaming-Resort. ©Canvas & Orchids Retreat

 

Eintauchen in die wilde Seele Kambodschas

Eine Reise ins Canvas & Orchids Retreat erlaubt dir ein tiefes Eintauchen in die Natur und Kultur Kambodschas. Das Land fasziniert mit seiner bewegten Geschichte, jahrhundertealten Tempelanlagen wie Angkor Wat und einer beeindruckenden landschaftlichen Vielfalt. In den entlegenen Südwesten verschlägt es allerdings nur wenige – dabei zeigt sich Kambodscha hier von seiner ursprünglichsten Seite.

 

Anreise nur per Boot

Kanu fahren auf dem Fluss in Kambodscha - Eco-Urlaub
©Canvas & Orchids Retreat

Schon die Anreise ist Teil des Abenteuers: Das Resort erreichst du ausschließlich per Boot. Sanft gleitest du über den Tatai River, vorbei an üppigem Grün, du tauchst ein in die Urwaldlandschaft unterhalb der Kardamomberge. Die Landschaft ist saftig, lebendig, faszinierend. Und plötzlich tauchen sie auf – die schwimmenden Zelt-Villen, elegant und still in die Landschaft eingebettet.

Im Inneren erwartet dich stilvoller Komfort, der dazu verleitet, einfach zu bleiben und zu genießen. Doch kaum öffnest du die Zeltplane, ruft der Regenwald. Direkt vor deiner Terrasse beginnt das Schutzgebiet der Kardamom-Berge – ein Hotspot der Biodiversität, Heimat seltener Tierarten und voller geheimnisvoller Geräusche und Gerüche.

Das Wasser des Tatai-Flusses lädt zum Schwimmen direkt vom Steg aus ein, oder du erkundest per Kajak die verschlungenen Wege der Mangroven, begleitet von einem lokalen Guide. Wenn du magst, kannst du dein Glück beim traditionellen Fischen versuchen oder einfach die Ruhe auf dich wirken lassen.

Info: Wann ist die beste Reisezeit für Kambodscha?

Die Gastgeber Valentin und Anna empfehlen: Dezember bis Februar – direkt nach der Regenzeit. Da ist es angenehm kühl (was in Kambodscha immer noch etwa 25°C bedeutet), trocken und ideal für Erkundungen im Botum Sakor Wildlife Sanctuary und Aktivitäten am Fluss. Der Januar ist allerdings auch die Haupt-Touristenzeit – das heißt Attraktionen wie Ankor Watt sind jetzt am stärksten besucht. Abseits der Hauptreisezeit bieten auch Mai und Oktober reizvolle Alternativen, wenn du nichts gegen hohe Temperaturen oder etwas Regen hast. Erfahre mehr darüber in diesem ausführlichen Insider-Bericht über die beste Reisezeit.

 

Gäste-Favorit – nächtliche Firefly Tour

Familie beim Sonnenuntergang in Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

Wie uns Gastgeber Valentin berichtet, ist besonders die “Firefly Tour” (Glühwürmchen-Tour) ein Highlight für die Gäste. Wenn die Sonne hinter den Baumwipfeln versinkt, steigst du in ein Longtail-Boot und gleitest fast lautlos über den Fluss. Sobald die Dunkelheit hereingebrochen ist, wird es still – und dann beginnt das Spektakel: Plötzlich flackern entlang der Ufer tausende winzige Lichter auf. Glühwürmchen, die wie kleine Sterne zwischen den Ästen tanzen, scheinbar perfekt synchronisiert.

Diese nächtliche Bootsfahrt ist nicht nur ein stiller, fast meditativer Moment, sondern ein echtes Naturwunder. Ein flüchtiges Schauspiel, das sich nicht festhalten lässt – außer im Herzen.

 

Gemeinsam mit der Region – von Anfang an

Tierwelt in Kambodscha
Entdecke das ursprüngliche Kambodscha. ©Canvas & Orchids Retreat

 

Nachhaltigkeit im Canvas & Orchids Retreat bedeutet nicht nur Umweltbewusstsein, sondern auch soziale Verantwortung. Schon beim Bau der zusammen genommen 2.500 m² großen Plattformen wurde konsequent auf lokale Expertise gesetzt: Über 60 Menschen aus der Region arbeiteten mit einfachen Handwerkzeugen an der Errichtung des Resorts – vom ersten Pfosten bis zur letzten Zeltplane.

Auch heute sind viele von ihnen fester Teil des Teams: Reiseleiter, Servicekräfte, Köch*innen – mehr als 20 Einheimische sorgen dafür, dass du dich willkommen fühlst. Eine von ihnen ist die stellvertretende Hotelmanagerin: Sie begann als Reinigungskraft während der Bauphase und übernahm nur zwei Jahre später eine leitende Position.

 

Nachhaltigkeit im Canvas & Orchids Retreat

Bei der Energieversorgung setzt das Retreat auf innovative Lösungen. Statt Bäume für die Solarpaneele zu fällen – wie es ein Anbieter vorgeschlagen hatte – entschied sich das Team für eine eigene schwimmende Solarplattform mitten auf dem Fluss. Diese versorgt das Retreat täglich für rund zwölf Stunden mit sauberem Strom.

In den übrigen Stunden übernimmt ein Generator die Versorgung – möglichst ressourcenschonend. Zum Einsatz kommt dabei Biodiesel, der unter anderem aus gebrauchtem Speiseöl gewonnen wird. Dieses wird an Naga Biofuels geliefert, eine lokale Initiative, die aus dem Altöl umweltfreundlichen Kraftstoff herstellt – ein durchdachter Kreislauf, der Müll vermeidet und Emissionen reduziert.

 

Canvas & Orchids Retreat Kambodscha - Zelt von Innen - Glamping
Geräumig und perfekt zum Wohlfühlen: Ein Blick in eines der Zelte. ©Canvas & Orchids Retreat

 

Auch an Land zeigt sich das ökologische Engagement: Auf dem eigenen Grundstück wachsen Pflanzen, die als natürliche Trinkhalme oder für Dekorationen genutzt werden. Wasser wird in Glasflaschen serviert, Kosmetikprodukte stehen in nachfüllbaren Spendern bereit, Müll wird sorgfältig getrennt. Alles mit dem Ziel, Natur und Komfort in Einklang zu bringen – und dabei so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen.

Ein Aufenthalt im Canvas & Orchids Retreat bietet dir einen unvergleichlichen Urlaub voller Abenteuer und Ruhe – mitten in der Natur, nah an der lokalen Kultur und fernab vom Massentourismus.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist das Besondere am Canvas & Orchids Retreat in Kambodscha?
Das Retreat liegt auf dem Tatai River inmitten des Regenwalds und bietet schwimmende Zelt-Villen mit Hotelkomfort – ideal für Reisende, die Natur und Luxus verbinden möchten.

Ist das Canvas & Orchids Retreat nachhaltig?
Ja, das Retreat wurde mit lokalen Materialien und Arbeitskräften gebaut, nutzt Solarstrom auf einer schwimmenden Plattform und setzt auf plastikfreie Alternativen, Biodiesel und Zero-Waste-Prinzipien.

Wie erreicht man das Canvas & Orchids Retreat?
Das Resort ist nur per Boot erreichbar – ein Teil des besonderen Erlebnisses und der naturnahen Auszeit.

Wann ist die beste Reisezeit für Kambodscha?
Die angenehmste Reisezeit ist zwischen Dezember und Februar. Dann ist es trocken und nicht zu heiß – ideal für Erkundungstouren und Aktivitäten auf dem Fluss. Doch auch die Regenzeit ist „fun“ und eignet sich besonders gut für Fotos und das Beobachten von Wildtieren. Lies mehr darüber in unserem Artikel über Reisen in der Regenzeit

Was bedeutet Glamping im Canvas & Orchids Retreat?
Glamping steht hier für luxuriöses Naturerlebnis: komfortable, stilvoll eingerichtete Zeltvillen mit Bad und Strom – mitten auf dem Fluss und ohne dabei die Umwelt zu belasten.

Welche Aktivitäten bietet das Canvas & Orchids Retreat?
Highlights sind Kajaktouren durch Mangroven, Baden im Tatai River, Glühwürmchen-Touren bei Nacht und Ausflüge in den Regenwald – alles geführt von lokalen Expert*innen.

Dies ist ein Update von unserem ursprünglichen Artikel am 7. Januar 2020

 


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Eine Frau entspannt sich mit einer Kokosnuss auf einer Terrasse des Öko-Glamping-Resorts Canvas & Orchids Retreat in Kambodscha und blickt auf einen ruhigen Fluss und üppig grüne Palmen in Kambodscha. Der Text lautet „Canvas & Orchids Retreat”.

Luftaufnahme des üppigen Glamping-Geländes am Flussufer des nachhaltigen Canvas & Orchids Retreat – mit luxuriösen Zelten inmitten von Palmen. Weitere Bilder zeigen das Innere eines Zeltes, einen Holzsteg und eine ruhige Wasserlandschaft.

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Green & Gorgeous: Die schönsten Zimmer in Hotels mit Fokus auf Nachhaltigkeit weltweit https://green-travel-blog.com/de/green-and-gorgeous-die-schoensten-zimmer-in-nachhaltigen-hotels-weltweit/ https://green-travel-blog.com/de/green-and-gorgeous-die-schoensten-zimmer-in-nachhaltigen-hotels-weltweit/#comments Fri, 25 Jul 2025 06:23:41 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=69635 „Alle unsere Zimmer sind schön“ – das ist das Erste, was viele unserer Hotelpartner mir auf die Frage nach ihrem „BEST ROOM“ geantwortet haben. Doch im Endeffekt stellt sich heraus: Es gibt es wirklich – das ganz besondere Zimmer zum Ankommen, Staunen und Wohlfühlen. Mit…

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„Alle unsere Zimmer sind schön“ – das ist das Erste, was viele unserer Hotelpartner mir auf die Frage nach ihrem „BEST ROOM“ geantwortet haben. Doch im Endeffekt stellt sich heraus: Es gibt es wirklich – das ganz besondere Zimmer zum Ankommen, Staunen und Wohlfühlen. Mit Privat-Spa, atemraubender Aussicht oder besonderen Materialien trumpfen die schönsten Zimmer auf unserer Green Pearls® Unterkünfte aus.Und wer weiß: Vielleicht ist ja auch dein nächstes Hotelzimmer dabei?

 

Das schönste Zimmer eignet sich zum Überraschen und Trumpfen

Als ich vor einigen Jahren in Tel Aviv gelebt habe, kamen meine Eltern zu Besuch. Ich empfahl ihnen ein Hotel direkt am Strand – mit zwei Seiten: Die einen Zimmer blickten auf die Straße, die anderen aufs Mittelmeer. Letztere waren teurer. Mein Vater entschied: „Wir nehmen den Meerblick. Wenn schon, denn schon.“ Sie entschieden sich zudem noch für ein Zimmer in den oberen Etagen. Jeden Tag hörte ich meine Mutter im Urlaub schwärmen: wie schön der Ausblick sei, wie fantastisch das Zimmer. Der Aufpreis? Voll gerechtfertigt.

Diese Erinnerung war auch der Auslöser für diesen Artikel. Ich wollte wissen: Haben unsere Partnerhotels auch so besondere Zimmer – die Gäste zum Staunen, zum Schwärmen und zum Weitererzählen bringen? Die Antwort: Ja, und wie!

 

20 Traumzimmer mit ressourcenschonendem Design

Das wirklich Traumhafte an den Zimmern, die wir dir hier vorstellen? Sie sind nicht nur individuell und besonders gestaltet – sondern auch nachhaltig. Hier geht es nicht um bloßen Luxus um des Luxus willens, sondern um bewussten Komfort: mit nachwachsenden und kreislauffähigen Materialien, grünem Strom und moderner Technik zum Wasser- und Energiesparen. Du wirst sehen: Abstriche oder Kompromisse musst du trotzdem nicht machen.

 

Round Viw Suite | Der Birkenhof***** Spa & Genussresort, Deutschland 

Die Round View Suite im Hotel Der Birkenhof***** Spa und Genussresort ist das beste Zimmer
©Birkenhof***** Spa & Genussresort

 

In der „Round View Suite“ vom 5-Sterne Hotel Der Birkenhof hast du einen umlaufenden Balkon mit Panoramablick über das Oberpfälzer Seenland. Gerade erst wurde das Hotel vom Falstaff-Guide zum „besten Spa Hotel in Deutschland 2025“ gewählt. Es gibt mehrere Pools, eine Sauna-Landschaft und ein Restaurant mit 2 Michelin Sternen. Der Strom dafür? Komplett aus nachhaltigen Quellen! 

 

Chalet | The Pavilions Himalayas – The Farm, Nepal

Nachhaltiges Hotelzimmer
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

Das „Chalet“ im The Pavilions Himalayas – The Farm ist im traditionellen nepalesischen Stil erbaut und luxuriös eingerichtet. Ein privater Rückzugsort für dich und deine Lieblingsmenschen. Du befindest dich hier in der Gegend von Pokhara inmitten landwirtschaftlicher Flächen mit Bio-Anbau und umgeben von den höchten Gipfeln der Welt. Das Resort ist ein Charity-Hotel zugunsten nachhaltiger Projekte und eng verknüpft mit der NGO „Rights4Children“.

 

Treetop Suite | My Arbor, Italien

BEST Room mit fantastischem Balkon - Blick auf Plose und Private Whirlpool im Hotel My Arbor
©BP | My Arbor

 

Im Adults-Only Hotel My Arbor erwarten dich viele schöne Zimmer – doch das Highlight sind die „Treetop Suiten“ (davon gibt es drei Stück). Ausgestattet sind sie mit diesem traumhaften Balkon mit Blick über die Plose, einer eigenen Sauna und deinem privaten Whirlpool. 

 

Spa Loft | Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa, Deutschland

Spa Loft Hotelzimmer mit Privatsauna und Whirlwanne mit Panorama
©Günter Standl | Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Über eine Treppe erreichst du in den „Spa Lofts“ vom Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa  deinen ganz persönlichen Spa-Bereich mit Whirlwanne und Sauna. Das Beste ist der Ausblick aufs Brechtesgardener Land, den du auch von deinem privaten Balkon genießen kannst. Übrigens: Alle Möbel sind aus Apfelholz gefertigt. Die Bäume dafür stammten alle aus dem gleichen Bestand (und wurden nicht von verschiedenen Quellen bezogen).

 

AlmRausch | Hotel Das Rübezahl, Deutschland

Nachhaltiges Hotelzimmer AlmRausch Suite
©DR | Hotel Das Rübezahl

 

Die „AlmRausch Suite“ vom Hotel Das Rübezahl ist zwar nicht die größte Suite des Hotels, doch das persönliche Lieblingszimmer der Gastgeberfamilie. Das Besondere ist der freie Blick auf Schloss Neuschwanstein sowie eine eigene Infrarotkabine mit Blick auf die Allgäuer Bergwelt. Zum Chalet-Feeling des Zimmers tragen zudem ein Kamin, eine Bibliothek, ein Whirlpool und ein begehbarer Kleiderschrank bei. 

 

Sky Suite | Hotel Bella Vista Zermatt, Schweiz

Sky Lounge Room mit Blick auf die Alpen
©Hotel Bella Vista Zermatt

 

2024 hat das Hotel Bella Vista Zermatt seine Dachzimmer komplett neu saniert. Das Highlight sind die Dachfenster – du liegst im Bett und blickst hoch zur Spitze des Matterhorns! 

 

Familiensuite | Green City Hotel Vauban, Deutschland 

Familienzimmer mit Schlafkoje für die Kinder und Leiter im Hotel Vauban
©Green City Hotel Vauban

 

„Unser Herzstück ist unsere Familiensuite“, berichtet das Green City Hotel Vauban aus Freiburg. Sie sei nicht nur bei Familien mit Kindern beliebt, sondern auch bei Pärchen und Junggesell*innen-Abschieden. Durch die zwei getrennten Schlafzimmer und die schöne Dachterrasse fühlen sich hier alle Gäste wohl. Das Inklusionshotel ist Teil der modernen, ökologischen Stadtentwicklung des Stadtteils Vauban und hat ein integratives Konzept bezüglich der Mitarbeiter*innen.

 

Roarer Suite | Hotel Weihrerhof, Italien

Frau im nachhaltigen Hotelzimmer genießt Blick auf den See in Südtirol
©Hotel Weihrerhof

 

„Unser bestes Zimmer ist die „Roarer Suite“ mit freischwebendem Erker“, erklärt Gastgeber Klaus Pichler vom Hotel Weihrerhof ohne zu zögern. Du blickst von diesem aus direkt über den Wolfsgrubener See – einen der saubersten Badeseen in Italien. Das Hotel liegt auf dem Ritten in Südtirol und bietet dir eine wunderbare Residenz für Natururlaub – gern mit Kindern.

 

Lifestyle Loft 500 | Hotel Klosterbräu, Österreich

Loft 500 nachhaltiges Hotelzimmer im Hotel Klosterbräu Seefeld
©David Johannsen | Hotel Klosterbräu

 

Die „Lifestyle Loft 500“ ist das höchstgelegene Zimmer vom Hotel Klosterbräu und bietet einen Blick über ganz Seefeld. Zum Zimmer gehören eine 66 Quadratmeter große Südterrasse und ein 20 Quadratmeter Ost-Balkon! Zudem gibt es eine private Weitblick-Sauna, eine eigene Bar inkl. Bierzapfanlage und Weinschrank sowie ein Geheimzimmer. Auch das Bett mit Holzbaldachin zählt zu den Highlights.

 

Zirbensuite | Naturhotel Outside, Österreich 

Ein Paar entspannt sich in der Zirben Suite vom Naturhotel Outside
©Naturhotel Outside

 

In der „Zirbensuite“ vom Naturhotel Outside im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol sorgt Zirbenholz für eine natürliche Atmosphäre und besseren Schlaf. Die nächtliche Erholung wird unterstützt durch ein Massivholzbett aus Zirbe mit hochwertiger Taschenfederkernmatratze (180 x 200 cm) inkl. allergikerfreundliche Bettwäsche und Zirbenpolstern. Wanderungen in der Bergwelt, der Spa-Bereich und die ausgezeichnete Kulinarik (das Restaurant hat 3 Falstaff Gabeln) tun ihr übriges zu einer ganzheitlichen, naturhnahen Erholung. 

 

Inkaterra Suite | Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel, Peru

Suite Villa Terasse vom nachhaltigen Inkaterra Hotel Peru
©Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel

 

Die „Inkaterra Suite“ ist genau genommen kein Hotelzimmer, sondern eine eigene 176 Quadratmeter große Villa auf dem Gelände des Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotels. Hier hast du deinen eigenen Garten mit Pool, Daybed und Outdoor-Dusche sowie einen großzügigen Wohnbereich, mehrere Zimmer und einen Kamin. Direkt vom Hotel aus erkundest du auf Führungen mit erfahrenen Guides die ehemalige Inkastadt Machu Picchu. Die Betreiber des Hotels engagieren sich seit Jahren für den Erhalt des Welterbes sowie Umweltschutz, Artenschutz und Nachhaltigkeit in ganz Peru.

 

ApartSuite L | OLM Nature Escape, Italien

Suite L im Aparthotel OLM mit eigener Sauna und freistehender Badewanne
„ApartSuite L“ ©Hannes Niederkofler | OLM Nature Escape

 

Ein Apart-Zimmer mit Privat Sauna und freistehender Badewanne klingt für dich nach Energiesünde? Gut, dass das OLM Nature Escape in Sand in Taufers in Südtirol seinen kompletten Strom selbst produziert und durch Solarenergie und Erdsonden vollkommen energieautark ist. Ausgestattet mit eigener Küche, kannst du hier entscheiden, ob du das Restaurant in Anspruch nimmst oder lieber selbst kochst. 

 

Family Room No. 2 | Relais del Maro, Italien

Das Family Room im Albergo Diffuso Relais del Maro
©Relais del Maro

 

Das Relais del Maro ist ein Albergo Diffuso – das heißt, das 4-Sterne-Hotel ist auf mehrere alte Wohn- und Geschäftshäuser des Dorfs verteilt. Du lebst hier in Borgomaro in Ligurien Tür an Tür mit den Einheimischen und kannst echten Italien-Flair im Hinterland von Imperia genießen. Das schönste Zimmer ist, laut Gastgeberin Elena, das „Family Room No 2“ – elegant, großräumig und hell. 

 

Waldklang | SCHWARZWALD PANORAMA, Deutschland 

Suite Waldklang - Circula Living Zimmer im SCHWARZWALD PANORMA
©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Die „Suite Panorama Deluxe Waldklang“ gehört zu den „Circular Living“ Zimmern des Hotels. Das SCHWARZWALD PANORAMA im Kurort Bad Herrenalb wurde für diese Zimmer, zu denen auch die Falkenstein- und Freigeist-Suiten gehören, mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Von der Wandfarbe bis zu den Einrichtungsgegenständen und Stoffen ist alles 100 % recyclebar oder biologisch abbaubar und lässt sich so in den Kreislauf zurückführen. Ein weiteres Highlight ist natürlich der Panorama-Ausblick auf den Schwarzwald, der im „Waldklang“ besonders zur Geltung kommt.

 

Stallzimmer im Bauernhaus | Gut Sonnenhausen, Deutschland

Nachhaltiges Hotelzimmer
©Gut Sonnenhausen

 

In den „Stallzimmern“ im Bauernhaus von Gut Sonnenhausen bei München findest du liebevoll restaurierte, antike Bauernschränke aus Niederbayern und einen Mix aus Retro-Möbeln und moderner Gestaltung. Die Zimmer wurden mit Kaffee-Jutesäcken gedämmt. Zusammen mit dem Lehmputz und viel Fichtenholz haben die Zimmer ein wunderbares Raumklima sowie einen besonderen Charme. 

 

Apis Royal | APIPURA hotel rinner, Italien

Bestes Zimmer vom Apipura Rinner Hotel in Südtirol - die Suite Apis Royal
©APIPURA hotel rinner

 

„Wie in einem Bienenstock, gibt es auch bei uns im Haus nur eine Bienenköniginnen-Suite – unsere Suite Apis Royal“, erklärt Gastgeberfamilie Rinner schmunzelnd. Das APIPURA hotel rinner auf dem Ritten in Südtirol wurde von einem Wanderimker ganz im Zeichen der Biene gestaltet. In der „Suite Apis Royal“ hast du einen eigenen Privat-Spa-Bereich bestehend aus Whilwanne mit Lichtterapie (empfohlen wird ein Hydrobad mit Honig) sowie eine Infrarotkabine für zwei Personen.

 

Little Two+ | Lifestylehotel SAND, Deutschland

Bestes Hotelzimmer mit Coco-Mat und Balkon im SAND
©Lifestylehotel SAND

 

Im beliebten Ferienort Timmendorfer Strand an der Ostsee befindet sich das Lifestylehotel SAND. Die Mitarbeiter*innen vom Empfang empfehlen gern das Zimmer „Little Two+“: ein Doppelzimmer mit Balkon zur Meerseite und ausgestattet mit COCO-MAT Natur-Boxspringbett. Tipp: Im SAND kannst du auch eine deiner Urlaubsnächte in einem Schlafstrandkorb auf dem Dach verbringen! 

 

Nachwachsende Junior Suite | Hotel Luise, Deutschland

Nachwachsendes Hotelzimmer Junior Suite
©Hotel Luise

 

„Unser bestes Zimmer ist aus unserer Sicht unsere Nachwachsende Junior Suite“, meint das Team des Hotel Luise aus Erlangen. „Die Suite ist wie all unsere nachwachsenden Zimmer nach dem Cradle-to-Cradle Konzept gestaltet. Das heißt, nahezu alle Bestandteile sind zu 100% biologisch abbaubar oder recycelbar“. Du duschst hier zudem unter einer „Astronautendusche“, die bis zu 90% Wasser und bis zu 80% Energie spart. Das Zimmer hat einen Eckbalkon mit Blick über den Hotelgarten und begrünten Tiefhof. 

 

Gartenblickzimmer | STURM, Deutschland

Preisgekrönte Gartenblickzimmer im Hotel STURM Mellrichstadt
©STURM

 

2023 erweiterte das STURM in Mellrichstadt in der Röhn das Hotel um die „Gartenblickzimmer“. Zusammen mit Architekt Prof. Matthias Loebermann wurden Zimmer geschaffen, die „eine einzigartige Verbindung mit der Natur“ bieten. Direkt vor der Terrasse der Zimmer liegt der Schwimmteich – zusammen mit dem Verzicht auf Fernseher und den natürlichen Materialien ist dies die perfekte Ausgangslage für Entschleunigung und Erholung vom Alltag. Die Zimmer wurden mit dem „best architects award 2024“ ausgezeichnet.

 

Signature Suite | Eco-Hotel Okelmann‘s, Deutschland

Signature Suite vom Hotel Okelmanns
©Eco-Hotel Okelmann’s

 

Auch im Eco-Hotel Okelmann’s in Warpe in Niedersachsen gibt es ein neues Zimmer mit extra viel Ruhe. Zur „Signature Suite“ gehört ein eigener Garten und es gibt extra viel Platz für zwei bis sechs Personen. Persönliches Detail: Im Schlafzimmer steht der originale Hochzeitsschrank der Urgroßmutter der heutigen Okelmann-Gastgeberinnen.

 

Junior Suite | Naturresort Gerbehof, Deutschland

Junior Suite im Naturresort Gerbehof komplett aus natürlichen und nachhaltigen Materialien
©Naturresort Gerbehof

 

„Unsere beliebtesten Zimmer sind die Juniorsuite und Suite“, berichtet das Naturresort Gerbehof. Das Naturresort liegt an der deutschen Seite des Bodensees und ist umgeben von Apfelbäumen und einem eigenen Waldgebiet. Aus dem Wald stammt das Holz, womit die Möbel und unbehandeten Holzdielen für die Zimmer geschreinert wurden. Die „Juniorsuite“ bietet ein gesundes Wohnklima, extra viel Platz und einen eigenen Balkon.

 

 

Und? In welchem dieser Zimmer würdest du am liebsten nächtigen?

Schreib es uns in die Kommentare!

 


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Gemütliches Hotelzimmer mit minimalistischem Design, mit einem Holzbett unter einer Holzbalkendecke. Textüberlagerung: „Best Rooms“ (Beste Zimmer), die Schönheit und Nachhaltigkeit hervorhebt.

Collage von schicken Hotelzimmern mit umweltfreundlichem Design, gemütlichen Holzinterieurs, einer weißen Badewanne mit Öko-Toilettenartikeln und toller Aussicht. Text: „Green & Gorgeous“ – Werbung für nachhaltige Hotels.

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Nachhaltiger eingerichtet: Hotels mit handgefertigten Holzmöbeln https://green-travel-blog.com/de/nachhaltig-eingerichtet-hotels-mit-handgefertigten-holzmoebeln/ https://green-travel-blog.com/de/nachhaltig-eingerichtet-hotels-mit-handgefertigten-holzmoebeln/#respond Tue, 15 Jul 2025 05:59:40 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=69978 Du reist gerne bewusst, hast ein Faible für Design und eine besondere Liebe zu Holzmöbeln? Dann geht es dir wie mir. Bevor ich in den Nahen Osten gezogen bin, gehörten ein wunderschöner Holzschrank aus dem 19. Jahrhundert und ein Schreibtisch – einst das Gesellenstück eines…

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Du reist gerne bewusst, hast ein Faible für Design und eine besondere Liebe zu Holzmöbeln? Dann geht es dir wie mir. Bevor ich in den Nahen Osten gezogen bin, gehörten ein wunderschöner Holzschrank aus dem 19. Jahrhundert und ein Schreibtisch – einst das Gesellenstück eines Großvaters – zu meinen liebsten Möbelstücken. Mit solchen Stücken zu leben, macht einfach glücklich.

 

Aus dieser Nostalgie heraus habe ich mich bei unseren Green Pearls® Partnerhotels umgehört – und festgestellt: Es gibt viele Gleichgesinnte mit einer großen Leidenschaft für Holz und Handwerkskunst. Einige Hotels besitzen sogar einen eigenen Wald, aus dessen Holz sie ihre Möbel fertigen lassen. Andere setzen auf traditionelle Materialien wie Zirbenholz, Apfelholz oder sogar Mondholz. Manche statten ihre Zimmer mit liebevoll restaurierten Familienerbstücken aus, andere denken Möbel komplett neu – nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft.

 

Ein Hotel aus Apfelholz: Der Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

Nachhaltige Holzmöbel im Hotel
In der Rückenlehne der Stühle des Restaurants wurde das Logo des Hotels ausgesägt. ©Günter Standl | Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Einer der Hoteliers, der meine Begeisterung für Massivholzmöbel teilt, ist Dr. Andreas Färber vom Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain. Als er und seine Frau das Hotel übernommen haben, trafen sie eine außergewöhnliche Entscheidung: Der Klosterhof sollte ein „Apfelhotel“ werden – eines der ganz wenigen weltweit.

Rund 90 Prozent der maßgefertigten Möbel im Haus bestehen aus Apfelholz. Doch es handelt sich dabei nicht um zusammengesammeltes Holz von verschiedenen Orten: Die verwendeten Stämme stammen aus einer zusammenhängenden Apfelplantage. So zieht sich eine gestalterische und inhaltliche Einheit durch das gesamte Haus – spürbar in jedem Zimmer, in jedem Detail.

Umgesetzt wurde das Konzept in Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern der Meisterwerkstätte Philipp Haas + Söhne aus dem nahegelegenen Bad Reichenhall. Als neuestes Projekt wirkte die Meisterwerkstatt beim “Spa Glow-Up” 2025 mit.

 

Meisterhandwerk mit regionalem Charakter

Ralph Wagner vom Naturresort Gerbehof
Juniorchef Ralph ist gelernter Obstbaumeister. Steht im Hotel aber auch gern mal hinter dem handgeschreinerten Tresen. ©Naturresort Gerbehof

 

Wie beim Klosterhof, so setzen auch viele andere unserer Green Pearls® Partnerhotels auf handgefertigte Möbel von lokalen Tischlereien.

Im Naturresort Gerbehof am Bodensee stammt der Rohstoff für sämtliche Möbel aus dem hauseigenen Holzbestand. Verarbeitet wurde vor allem Fichte – geschreinert direkt auf dem Hof. Die Möbel tragen den Charakter des lebendigen Materials in sich, erzählen von der Natur, die sie hervorgebracht hat. Auch der Whirlpool im Spa-Bereich ist ein Unikat: Er wurde mit Steinen aus der nahegelegenen Rheinmündung gestaltet.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol: Für die 28 neu gebauten Naturzimmer wurde fast ausschließlich auf regionale Materialien gesetzt. 95 % der Materialien kommen aus der Alpenregion und das Holz stammt aus dem hoteleigenen Wald. Ein interessantes architektonisches Element ist die Platzierung des Betts unter einem Rundbogen an der Wand. Dies gibt eine gemütliche, fast märchenhafte Atmosphäre. Abgerundet wird es mit Nachttischleuchten mit Lampenschirmen aus Heublumen.

“Eine innere Zufriedenheit lässt einen zuweilen die Hand ausstrecken, um das Stück zu berühren, zu streicheln. Gott segne die Handwerker, die ihren Mitmenschen solch ein Gefühl bereiten können mit ein paar Stückchen Holz!” – Aus dem Buch “So grün war mein Tal” von Richard Llewellyn

 

Outside, Zirbensuite, Mann liest
Holz sorgt für Wärme und gutes Raumklima. © ANDERGASSEN | Naturhotel Outside

 

Im Naturhotel Outside in Osttirol zieht sich die Verbindung zur Natur durch das gesamte Einrichtungskonzept: Die Zimmer sind mit Wänden und Betten aus Lärche gestaltet, die Tische aus regionaler Eiche stammen von einem Tischler aus dem Salzburger Pinzgau. Im neugestalteten Natur-Spa kommen ebenfalls Holzelemente aus dieser Tischlerei zum Einsatz.

 

 

Holzkunst in Südtirol

Auch im Hotel Weihrerhof am Ritten in Südtirol stehen Individualität und Regionalität im

Mittelpunkt. Seit vielen Jahren arbeitet das Hotel mit der Tischlerei Eisath und Lintner zusammen, die die Möbel direkt vor Ort fertigt – aus heimischem Holz, mit viel Liebe zum Detail.

Aparthotel mit Private Spa Room
ApartSuite aus heimischem Lärchenholz mit „schwebendem Bett“ und mit privater Sauna. Das Design hat nichts mit „Alpenkitsch“ zu tun, sondern ist gradlinig und klar – speziell nach den Wünschen der Inhaber. @OLM Nature Escape

 

Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt das OLM Nature Escape im Ahrntal. Hier sind die ApartSuiten nahezu vollständig mit Lärchenholz ausgekleidet – von Boden bis Decke. Verschnörkelungen oder Alpenschnitzereien wirst du hier nicht finden. Stattdessen sorgt ein klares, geradliniges und modernes Design für ein natürliches Raumgefühl, das ergänzt wird durch Fichte in den Saunen und Ahorn im Restaurantbereich. Realisiert wurde das Interior Design vom Südtiroler Meisterbetrieb Planaladina aus dem Gadertal.

 

Honigwaben-Design

Holzregal in Honigwabenform
Das Regal für den Verkauf von eigenem Bio-Honig wurde im Honigwaben-Design geschreinert. ©APIPURA hotel rinner

 

Und schließlich das APIPURA hotel rinner, ebenfalls in Südtirol: Hier stammt die komplette Zimmereinrichtung von einem Tischler aus dem eigenen Dorf. Dieser hat als wiederkehrendes Element die Honigwabe gewählt. Zum Hotel gehört nämlich eine eigene Bio-Imkerei.

 

Maßarbeit in der Green City: Handgeschreinerte Eschenmöbel im Hotel Vauban

Der Freiburger Stadtteil Vauban ist ein europaweit bekanntes Modell für umweltfreundliche Stadtentwicklung. Mittendrin: das Green City Hotel Vauban, das diese Philosophie konsequent weiterträgt – bis ins Mobiliar.

Die gesamte Einrichtung wurde von der Werkhalle 53, einem Zusammenschluss von drei Freiburger Schreinermeistern, individuell angefertigt. Verwendet wurde massive Esche aus dem nahegelegenen Umkirch – ein Holz, das mit seiner feinen Maserung und hohen Widerstandsfähigkeit überzeugt. Die Möbel ziehen sich durch alle Bereiche des Hauses: Zimmer, Lobby und Tagungsräume – modern, zeitlos und klar im Design.

Nachhaltige Holzmöbel im Hotelzimmer. Abgebildet sind Bett, Schrank und Flur
Ein barrierefreies Hotelzimmer mit speziell angefertigten Holzmöbeln, die langlebig sind und sich reparieren lassen. ©Baschi Bender | Green City Hotel Vauban

 

Ein weiterer Pluspunkt: Die Möbel sind so konzipiert, dass sie bei Bedarf leicht ergänzt oder restauriert werden können. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern schafft auch eine langfristige gestalterische Kontinuität – ganz im Sinne des Viertels, das für sein durchdachtes Zusammenspiel von Ökologie, Architektur und Gemeinschaft bekannt ist.

 

Die Kraft des Mondes: Möbel aus Mondholz im LA VIMEA

LA VIMEA, room
Im Hotelzimmer vom LA VIMEA findest du handgeschreinerte Möbel aus Mondholz. ©Gregor Khuen Belasi | LA VIMEA

 

Holz ist nicht gleich Holz – das wissen vor allem Menschen, die sich intensiv mit traditionellem Handwerk und nachhaltiger Verarbeitung beschäftigen. Ein besonderes Beispiel dafür ist Mondholz: Dabei handelt es sich um Holz, das bei abnehmendem Mond geschlagen wird. Diese alte Praxis beruht auf dem Wissen, dass der Feuchtigkeitsgehalt im Holz während bestimmter Mondphasen niedriger ist. Das Resultat: besonders widerstandsfähiges, langlebiges und formstabiles Material – ganz ohne chemische Zusätze.

Im LA VIMEA, einem rein veganen Hotel in Südtirol, spielt Mondholz eine zentrale Rolle. Der Großteil der Möbel wurde aus lokalem Holz gefertigt, das gezielt während des abnehmenden Mondes geschlagen wurde. Das Holz bleibt naturbelassen und wird nicht behandelt – was die besondere Energie und Authentizität in den Räumen spürbar macht.

Auch bei der Dekoration setzt das LA VIMEA ausschließlich auf natürliche und tierleidfreie Materialien wie Holz, Papier, Jute, Stroh und Kork. Selbst die Kerzen bestehen aus umweltfreundlichem Rapswachs.

 

Möbel im Kreislauf: Circular Economy trifft Design

Einrichtungsmaterialien müssen nicht neu sein, um modern und hochwertig zu wirken. Alles kann als Teil einer Kreislaufwirtschaft wieder verwendet werden. Das beweisen zwei unserer Partnerhotels, die genau das zu ihrem Gestaltungskonzept gemacht haben. Neben Holz spielen auch andere recycelte und recycelbare Materialien eine zentrale Rolle.

 

Circular Living im SCHWARZWALD PANORAMA

Im SCHWARZWALD PANORAMA im Kurort Bad Herrenalb, realisiert in Kooperation mit dem Impactdienstleister RITTWEGER + TEAM und der Fritz Schlecht GmbH, wurden Zimmerkonzepte wie „Freigeist“, „Waldklang“ und „Falkenstein“ entwickelt – eine stilvolle Verbindung von Natur und zeitgemäßem Design. Highlights sind ein Eichenparkettboden mit Cradle‑to‑Cradle‑Bronze‑Zertifikat, regionale Nadelholz‑Beistelltische und Pendelleuchten aus PEFC-zertifizierter Birke – ökologisch einwandfrei und ästhetisch überzeugend.

 

Das nachwachsende Hotelzimmer im Hotel Luise

Das Hotel Luise in Erlangen ist Pionier für nachhaltige Stadthotellerie. Besonders bemerkenswert sind die sogenannten nachwachsenden Hotelzimmer®, umgesetzt nach dem Cradle‑to‑Cradle‑Prinzip. Alles im Zimmer – von Boden bis Decke – ist entweder biologisch abbaubar oder vollständig recycelbar.

Für Charakter sorgen im Hotel aber auch eine Reihe von Upcycling-Möbeln und restaurierten Schätzchen, wie der ehemalige Apothekerschrank aus der Hofapotheke Coburg. Den Schrank hatten die Hotelbesitzer in den lokalen Kleinanzeigen entdeckt und aufbereitet. In ihm befindet sich jetzt der “Tiny Shop” des Hotels.

Individuelle Möbel in nachhaltigen Hotels - alter Apothekenschrank wird zum Tiny Shop
Apothekenschrank ©Hotel Luise

 

Möbel mit Geschichte: Restauriert, geerbt, bewahrt

Wie der Apothekerschrank, so tragen viele Möbel Erinnerungen in sich – an frühere Generationen und an (fast vergessene) handwerkliche Tradition. In einigen Green Pearls® Hotels ist genau diese emotionale Verbindung Teil des Einrichtungskonzepts. Statt auf Massenware setzen sie auf restaurierte Einzelstücke und liebevoll bewahrte Familienerbstücke – ergänzt durch maßgefertigte Möbel aus nachhaltiger Produktion.

Im ligurischen Relais del Maro wohnst du in historischen Häusern der Gastgeberfamilie – liebevoll restauriert und als Albergo Diffuso über das Dorf Borgomaro verteilt. Die Einrichtung stammt teilweise noch aus Familienbesitz oder von kleinen Antiquitätenmärkten an der nahegelegenen Côte d’Azur – jedes Möbelstück erzählt eine eigene Geschichte.

Auch im niedersächsischen Hotel Okelmann’s trifft Altes auf Neues. Der Hochzeitsschrank der Großmutter etwa hat einen Ehrenplatz in der neuen Signature Suite gefunden. Daneben stehen handgefertigte Möbel aus einer Tischlerei aus dem Nachbarort. Weitere antike Stücke wurden aufgearbeitet und sorgfältig in die Gestaltung integriert.

Zimmer im Hotel Okelmanns in Warpe mit Bett und Schrank im nachhaltigen und gemütlichen Stil.
Die Okelmann-Schwestern haben den Hochzeitsschrank ihrer Oma restauriert und ins Schlafzimmer der „Signature Suite“ gestellt. ©Okelmann’s

 

Auf Gut Sonnenhausen in Bayern wird Individualität großgeschrieben. In den Stallzimmern im historischen Bauernhaus wurden originale Bauernschränke aus ganz Bayern zusammengetragen und liebevoll restauriert. Sie bilden einen spannenden Kontrast zu moderner Kunst und zeitgemäßem Design. Die Betten wurden selbst entworfen und vom lokalen Schreiner aus regionalem Holz umgesetzt – jedes Zimmer ein Unikat, kein Raum wie der andere.

“Holz ist stolz auf sein Alter” – Aus dem Buch “So grün war mein Tal” von Richard Llewellyn

 

Handwerkskunst zum Eintauchen: Geschnitzte Räume mit Wohlfühlfaktor

Ruheraum aus Arvenholz Hotel Bella Vista
Das Zirbenholz trägt im Ruheraum zum Wohlbefinden bei. ©Hotel Bella Vista Zermatt

 

In manchen Hotels erwarten dich nicht nur einzigartige Möbelstücke, sondern komplett geschnitzte Räume.

Im Hotel Bella Vista in Zermatt lädt dich die „Arvenstube“ zum Entspannen ein. Der gesamte Ruheraum ist mit duftendem Arvenholz (Zirbenholz) ausgestattet, das für seine regenerierenden Eigenschaften bekannt ist (etwas über die aktuelle Studienlage erfährst du in diesem Blogartikel). Hier entspannst du dich auf Wasserbetten und genießt die Erholung nach einem aktiven Tag in den Bergen rund ums Matterhorn. Laut Gastgeberin Fabienne Anthamatten ist dies einer der Lieblingsräume der Gäste 🙂

 

Handgeschnitzte und nachhaltig betriebene Sauna im Hotel Klosterbräu Seefeld
Handgeschnitzte Sauna ©David Johansson für Hotel Klosterbräu

 

Ebenfalls handwerkliche Meisterleistung zeigt das Hotel Klosterbräu in Seefeld mit seiner einzigartigen, handgeschnitzten „Herzerl-Sauna“. Diese gibt es weltweit nur einmal.

Solche handgefertigten Räume verbinden Handwerkskunst, Naturmaterialien und Wohlbefinden auf besondere Weise.

 

Holz in all seinen Facetten: regionale Materialien, regionale Partner und natürliche Bauweisen

Neben handgefertigten Möbeln setzen unsere Partnerhotels auf unterschiedliche Wege, Holz und Natur nachhaltig erlebbar zu machen – sei es durch regionale Materialwahl, langlebige Produkte oder innovative Bauweisen.

Im My Arbor etwa dominieren Möbel aus regionaler Eiche und sonnengebrannter Lärche, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Das ganze Hotel wurde hoch in die Baumkronen des Südtiroler Fichtenwaldes gebaut und die Zimmer bieten dir einen einzigartigen Ausblick über die Plose.

Hotelzimmern mit Holzmöbel
„Arbor“ ist das lateinische Wort für Baum. Der umliegende Wald verbindet sich mit dem Holz im Inneren des Hotels. ©Hotel My Arbor by Benno Prenn

 

Nachhaltigkeit zieht sich auch durch die Kooperationen im Lifestlyehotel SAND (SAND Aspires Natural Design). Hier kommen Betten von CocoMat zum Einsatz, deren Matratzen ausschließlich aus natürlichen Materialien wie Kokosfasern gefertigt sind. Die Betthauptstücke aus robustem und recyceltem Teakholz sowie die passenden Tische im Frühstücks- und Barbereich unterstreichen das nachhaltige Einrichtungskonzept, das auf Qualität und Langlebigkeit setzt.

 

Urlaub in Naturstammhäusern

Ganz anders, aber ebenso beeindruckend sind die Summit Lodges in Pfunds. Die Ferienhäuser sind traditionelle Naturstammhäuser, die komplett aus ganzen Rundholzstämmen gebaut werden. Diese Bauweise punktet mit einer exzellenten Ökobilanz, minimalem Ressourcenverbrauch und einem besonders angenehmen Raumklima – dank natürlicher Dämmung mit Tiroler Schafwolle und großer Fensterflächen, die viel Sonnenlicht hereinlassen.

Summit Lodges
© Summit Lodges Pfunds

 

Holzmöbel-Inspiration für dich zu Hause

Du willst dir ein Stück Handwerkskunst in dein Zuhause holen? Hier ein paar Ideen, wie du Möbel mit Geschichte, Charakter und Nachhaltigkeit finden kannst:

  • Auf Schatzsuche gehen: Antikmärkte, Flohmärkte und Online-Kleinanzeigen sind wahre Fundgruben für besondere Stücke mit Patina.
  • Gesellenstücke entdecken: In vielen Städten – z. B. in meiner Heimatstadt Köln – stellen Handwerkskammern jedes Jahr Gesellen- und Meisterstücke aus. Hier bekommst du Inspiration und kommst direkt mit jungen Tischler*innen in Kontakt. Jahre später landen solche Unikate auch manchmal in den Kleinanzeigen.
  • Selbst bauen – mit dem richtigen Holz: Im Netz findest du zahlreiche DIY-Anleitungen für Regale, Tische & Co. Achte beim Holzkauf auf regionale Herkunft und das FSC-Siegel (besser als PEFC).
  • Vollholz statt Pressspan: Möbel aus Massivholz sind nicht nur langlebiger, sondern auch besser fürs Raumklima – ganz ohne Klebstoffe oder Formaldehyd. Funierte Platten haben zwar ihren Sinn, aber wenn möglich, lieber zu Vollholz greifen.
  • Maßarbeit vom Profi: Du brauchst ein neues Möbelstück? Frag doch mal beim lokalen Schreiner nach. Individuelle Anfertigungen sind zwar teurer, aber nicht unerschwinglich und dazu einzigartig und hochwertig.

 

So zeigt sich: Holz ist ein vielfältiger Rohstoff, der in der nachhaltigen Hotellerie und im Wohnen nicht nur als Möbelstück, sondern in ganz unterschiedlichen Formen zum Einsatz kommt – immer mit dem Ziel, Natur, Design und Verantwortung zu vereinen.

 


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Die gemütliche und einladende Hotellobby des nachhaltigen OLM Nature Escape in Südtirol mit Holzelementen, stimmungsvoller Beleuchtung und eleganten Regalen. Der Text hebt die handgefertigte Einrichtung in umweltfreundlichen Hotels hervor.

Schicke Hotel-Inneneinrichtung mit nachhaltigen, handgemachten Holzmöbeln. Mit dabei sind die coole Bar des Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern und gemütliche, moderne Zimmer mit warmer Beleuchtung im Naturhotel Outside (Österreich), im APIPURA Hotel Rinner und im OLM Nature Escape (beide in Südtirol).

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Klosterhotels – Bewahrung eines Erbes oder reine Geschäftsidee? https://green-travel-blog.com/de/klosterhotels-bewahrung-eines-erbes-oder-reine-geschaeftsidee/ https://green-travel-blog.com/de/klosterhotels-bewahrung-eines-erbes-oder-reine-geschaeftsidee/#respond Tue, 15 Apr 2025 06:46:43 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=68626 Die europäische Klosterbewegung ist an ihrem Ende angekommen. Das kann man bedauern, aber nicht abstreiten. Die Frage ist – was passiert mit den Immobilien? Leerstehen und verfallen lassen sollte keine Option sein. Interessanterweise gelten Klosterhotels eine der besten Ideen.   Mein Bezug zu Klöstern Zu…

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Die europäische Klosterbewegung ist an ihrem Ende angekommen. Das kann man bedauern, aber nicht abstreiten. Die Frage ist – was passiert mit den Immobilien? Leerstehen und verfallen lassen sollte keine Option sein. Interessanterweise gelten Klosterhotels eine der besten Ideen.

 

Mein Bezug zu Klöstern

Zu Beginn meiner journalistischen Ausbildung hatte ich eine recht gute Verbindung zur Katholischen Nachrichtenagentur (kna). Das ging auch, ohne katholisch zu sein. Bei ihnen war ich z. B. auf Seminaren oder Pressereisen in den Vatikan. Journalisten konnten in Klöstern übernachten und die dortige Gastfreundschaft genießen. Doch Gebete? Das hätte man, wenn überhaupt, irgendwie privat machen müssen.

Mittlerweile wohne ich ja im Heiligen Land und man könnte meinen, dass jeder Orden, der etwas auf sich hält, hier seine Vertretung hat. Ist auch so. Doch wo sind die Mitglieder? Ich habe schon einige christliche und orthodoxe Klöster besucht. Es sind Touristen-Attraktionen. Sensationelle Gebäude mit wunderschönem Ausblick und langer Geschichte – die Zahl der aktuellen Bewohner liegt aber immer so bei unter 15 und meistens sind diese auch schon sehr alt.

Luftaufnahme Mar Saba Kloster in der Nähe von Bethlehem Palästina
Das griechisch-orthodoxe Kloster Mar Saba ist für mich eines der schönsten Klöster der Welt. Zumindest von außen, denn Frauen ist der Zutritt nicht gestattet. Die genaue Zahl der Bewohner wird nicht offen genannt. Man schätzt sie auf vielleicht 15. ©yorgen67 | Stock.Adobe.com

 

Ein Zeitalter endet – und was kommt danach?

Im Mittelalter blühten christliche Klöster in Europa vielerorts auf. Sie erfüllten wichtige Aufgaben, wie Bildung und Krankenpflege, und sie standen für den Zeitgeist, der uns heute manchmal seltsam vorkommen mag. Es war eine Zeit, wo Dinge wie Wunder, Buße, Gebet und Auferstehung eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielten.

Einige argumentieren, dass Klöster einfach nicht mehr gebraucht werden, weil viele ihrer damaligen Aufgaben inzwischen vom Staat übernommen werden. Im Mittelalter konnten beispielsweise fast nur Mönche lesen und schreiben, kopierten Bücher und erstellten Bibliotheken. Manche Orden hatten sich auch der Krankenpflege verschrieben. Doch der Grund dafür, dass immer mehr Klöster profaniert und aufgelöst werden, ist viel substanzieller. Der Bezug auf Gott fehlt.

 

„Gott wird ausgeklammert“

Pater Suitbert von der Benediktinerabtei Stift Neuburg in Deutschland trat vor über 70 Jahren ins Kloster ein. In Glanzzeiten waren sie 36 Glaubensbrüder. Jetzt leben hier noch sieben Mönche und die sind, wie Pater Suitbert, schon alt. „In unserer heutigen Welt wird Gott immer mehr ausgeklammert, Gott spielt in der Öffentlichkeit so gut wie keine Rolle mehr“, sagt er gegenüber dem Deutschlandfunk. „[In einem Kloster] kommen die zusammen, die sich von Gott für diesen Weg berufen fühlen, und wenn das ausbleibt, gut, dann ist halt eben nix mehr da. Oder kaum.“

Der Innenhof des Kvatakhevi-Klosters. Steinmauern, ein Turm, ein Teil der Kirche, Wohnräume der Mönche.
©Michael | Stock.Adobe.com

 

Kaum noch Novizen und Novizinnen

In einem großen europäischen, christlich geprägten Land wie Deutschland gab es 2023 (in allen männlichen Klosterorden zusammengerechnet) nur noch insgesamt 21 Novizen („Neulinge“ in ihren ersten fünf Klosterjahren). Die Frauenorden haben aktuell noch deutlich größere Gemeinschaften als die Männer, doch sind über 84 % der Ordensfrauen über 65 Jahre alt. 2023 gab es 38 Novizinnen.

Das sind sehr wenige Menschen, für sehr viele (und zum Teil sehr große) Klostergebäude. Ein Problem ist auch, dass viele der Gebäude unter Denkmalschutz stehen und somit die Kosten und der Aufwand für deren Erhalt und Renovierung sehr hoch sind.

 

Was passiert mit den nicht mehr gebrauchten Klosterimmobilien?

Wird ein Kloster geschlossen, wird es „profaniert“. Danach ist es kein geheiligter Raum mehr, sondern ein gewöhnliches Gebäude. Das Gebäude sollte aber dennoch nicht „unwürdig“ genutzt werden, wie aus verschiedenen Bistums-Dekreten hervorgeht.

Das Magazin „Christ in der Gegenwart” hat sich vor einiger Zeit genauer damit beschäftigt, was aus aufgelösten Klöstern wird. Es stellt verschiedene Immobilien-Firmen vor, die sich auf „die Abwicklung“ kirchlicher Bauten spezialisiert haben und es geht auch um die Frage, welche Nutzung von Seiten der Kirche wohl am wünschenswertesten wäre. Ein Skandal war der (fast) Käufer eines Klosters, bei dem erst später herauskam, dass das Gebäude ein Swingerclub werden sollte.

 

Klosterhotels sind die beste Wahl

Wohnprojekte wie Mehr-Generationen-Wohnen oder Studentenwohnheime sind beispielsweise eine beliebte Wahl. Am gelungensten unter den verschiedenen Projekten, die das christliche Wochenmagazin aufzeigte, schienen allerdings Hotels. Und zwar solche, die sich auf das klösterliche Erbe berufen und diese Kultur sichtbar machen.

„Gastgeber sein. Das ist ein urchristliches Thema.“ – Beate Hierold, Verwaltungsleiterin von Kloster Arenberg

 

Green PearlsⓇ Hotels in ehemaligen Klöstern

Geschichte der Hotels - Nachhaltig aus einem alten Kloster entstanden - das Hotel Klosterbräu in Tirol
© David Johansson |Klosterbräu

 

Zum Green PearlsⓇ Netzwerk nachhaltiger Hotels gehören drei Hotels, die auf ehemaligen Klostermauern errichtet wurden. Auch aus nachhaltiger Sicht hat dies mehrere Vorteile:

  • Die Nutzung von Bestandsgebäuden ist ökologisch besser als ein kompletter Neubau.
  • Das kulturelle und architektonische Erbe der Region wird bewahrt.
  • Viele historisch wertvolle Gebäude können so gerettet werden.

Interessanterweise üben Klöster auch eine Art „magische Wirkung“ auf die Menschen aus. Das beobachtet zumindest Kirchenhistoriker Joachim Schmiedl, der (ebenfalls gegenüber „Christ der Gegenwart“) sagte, dass das Klostersterben von einem gesteigerten Interesse der Menschen an allem, was mit Mönchen, Nonnen und Klöstern zu tun habe, begleitet sei.

 

Hotel Klosterbräu: ein Ort für Gäste – und selbstgebrautes Bier

Bierbrauerei vom Hotel Klosterbräu
Das selbstgebraute Bier ist eine Tradition, die auf die Augustiner-Mönche zurückgeht. ©Hotel Klosterbräu

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol ist sicherlich ein Paradebeispiel für ein Hotel, dass das kulturelle Klostererbe weiterpflegt. 1809 wurde in Seefeld ein Augustiner-Kloster gegründet. Schon früh wurden hier Wallfahrer beherbergt und bewirtet wurden die Pilger mit selbstgebrautem Bier.

Seit rund 200 Jahren ist das ehemalige Kloster in Besitz der Gastgeberfamilie Seyrling, die es mittlerweile in ein 5-Sterne Wellnesshotel verwandelt haben. Die Tradition des Bierbrauens haben sie beibehalten.

Auch viele andere Elemente des einstigen Klosters sind bis heute sichtbar. Es gibt die Gewölbekeller und die ehemalige Klosterglocke hängt gut sichtbar über dem Außenpool.

 

Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa: ein Ort der Gesundung

Pool im Hotel Klosterhof Alpine Hideaway & Spa nach dem "Glow Up" mit Kunstwerkt - Regenbogenweg
Wellness in ehemaligen Klostermauern ©Günter Standl für Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Auch das Gesundheits- und Wellnesshotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern war einst ein Augustiner-Kloster. Seine Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Rustikaler Steintisch im Klosterhotel
Im Restaurant ist die Klostervergangenheit spürbar. ©Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

Bevor Gastgeber Dr. med. Andreas Färber Hotelier wurde, war er als Arzt in der Entwicklungshilfe in Ecuador tätig. “Als ich in Ecuador war, habe ich mich dort sehr viel mit der Kultur beschäftigt“, berichtet er. „Es gibt dort sehr viele Klöster und ein oder zwei waren als Hotel umgebaut, das fand ich damals sehr spannend. (…) Und das war vielleicht schon die erste Initialzündung für den jetzigen Klosterhof.”

Als Arzt hat er in das nachhaltige Wellnesshotel ein Gesundheitszentrum integriert. Dies ist eine schöne Anknüpfung an die Wurzeln des Klosterhofs, wo die damaligen Mönche auch Wissen über Heilmittel sammelten und anwendeten.

 

Hotel Le Pavilion in Paris – älter als der Eiffelturm

Paris stieg im Mittelalter zu einer Metropole auf. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Stadtkulisse geprägt von Kirchtürmen und es gab zahlreiche Orden und Klöster. Sämtliche Schulen, Hospize und Krankenhäuser wurden von Klöstern betrieben und auch die Tempelritter hatten ein Haus in Paris.

Das Green Pearls® Hotel Le Pavilion im heutigen 7. Stadtbezirk von Paris war früher ein Frauenkloster für Nonnen. Gebaut wurde es im 19. Jahrhundert (wohl einige Jahre vor dem Bau des Eiffelturms, den du von hier aus fußläufig erreichen kannst).

Green yard amidst Paris © Hôtel Le Pavillon - nachhaltiger Städtetrip nach Paris
©Hôtel Le Pavillon Paris

 

Ausgebetet, aber nicht vergessen: Klosterhotels tragen das Erbe weiter

Ich selbst kann sagen, dass ich es – obwohl ich selbst gar nicht christlich bin – zuerst irgendwie bedauerlich fand, wenn man sieht, dass aus einem Kloster plötzlich ein Hotel wird. Es sieht so aus, als würde das Weltliche Überhand nehmen, und das Göttliche verschwinden. Doch wenn man das Ganze von einer praktischen Seite betrachtet, so zeigt sich, dass Hotels tatsächlich die aktuell vielleicht würdigsten Erben sind. Oder was ist deine Meinung? Hinterlasse mir doch einen Kommentar, wie du darüber denkst.

 


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Ein Paar tanzt unbeschwert in einem warm beleuchteten, eleganten Flur des nachhaltigen Hotels Klosterbräu und symbolisiert damit die Umwandlung von Klöstern in nachhaltige Hotels. Der überlagerte Text lautet: „Ein Kloster wird zu einem nachhaltigen Hotel“.

Collage von inspirierenden Hotels in ehemaligen Klöstern mit rustikalem und elegantem Dekor. Enthält Bilder von Hotel Klosterbräu, Klosterhof - Alpine Hideaway & Spa, und Hotel Le Pavillon.

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