Schon mal etwas vom Törggelen gehört? Da du gerade auf unserem Blogartikel gelandet bist, scheinst du dich zumindest für diesen Südtiroler Brauch zu interessieren. Falls du dir aber noch unsicher bist, ob es sich wirklich lohnt, die 5. Südtiroler Jahreszeit mitzuerleben, dann findest du hier neun Gründe, warum du es einfach mal ausprobieren solltest.
1. Du lernst einen wichtigen, lokalen Brauch kennen.
Das Törggelen in Südtirol existiert seit vielen Jahrhunderten und findet jährlich zum Ende der Traubenernte statt. Das heißt, etwa im Oktober und November steht die gesamte Region im Zeichen der liebevoll als 5. Jahreszeit bezeichneten Törggelen-Zeit. Der für Außenstehende niedlich klingende Name geht übrigens auf das lateinische Wort „torquere“ zurück, was „drehen“ bedeutet. Gedreht wurden damals die Weinpressen und der frische Traubensaft ist meist das Erste, was beim Törggelen auf den Tisch kommt.
2. Du schmaust mit den Einheimischen.
Beim Törggelen kommst du ohne viel Anstrengung mit den Einheimischen ins Gespräch. Schon immer ist das Ende der Weinlese und die Reifezeit der Esskastanien ein Anlass, für gemütliches Beisammensitzen von Südtiroler*innen und Gästen. Über dem Feuer werden die frischgeernteten Maronen geröstet, die oftmals, wie im APIPURA hotel rinner, in Handarbeit von den Jahrhunderte alten Edelkastanienbäumen gepflückt werden. Der felsige und steile Grund macht die Ernte anstrengend. Umso schöner ist danach das gemütliche Beisammensitzen und Genießen.
3. Entdecke die Region anhand ihrer Spezialitäten.
Wenn du auch der Meinung bist, dass sich ein Reiseziel am besten durch die lokale Küche kennenlernen lässt, dann ist Grund 3 der einzige, der für dich zählt. Beim Törggelen wirst du so ziemlich alle Südtiroler Spezialitäten auf dem Tisch finden. Von frisch geräuchertem Speck bis Gertsensuppe, von gerösteten Maronen bis hin zu Schlutzkrapfen, Sauerkraut und Kartoffelplattlan. Dazu gibt es reichlich Traubenmost oder den ersten frisch gekelterten Wein. Pass nur auf, dass dir letzterer nicht zu Kopf steigt 😉

4. Du lernst was Buschenschenken sind aus erster Hand.
Buschenschenken, das sind die kleinen, rustikalen Stuben auf den Weingütern und Bauernhöfen, die nur während der Törggelenzeit öffnen. Traditionell erkennst du sie an einem Kranz mit rotem Band an der Tür. Wer eintritt darf sich auf urige Gemütlichkeit, Herzlichkeit und natürlich deftige Speisen freuen.
5. Du kannst frischen Traubenmost und jungen Wein probieren.
Das Ende der Traubenernte bedeutet, klar, dass der frische Most und der junge Wein auch probiert werden müssen. Übrigens ist es allein schon deshalb empfehlenswert, sich zum Törggelen eine Übernachtung zu suchen, sowie auf das Auto zu verzichten. So muss am Ende des Abends niemand fahren und alle können so viel oder so wenig Wein genießen, wie sie möchten.
6. Du verbindest Wandern und Schlemmen miteinander.
Du willst das richtige, echte Törggelen? Dann bist du zu Fuß unterwegs. Denn klassischerweise wanderst du von Buschenschenke zu Buschenschenke, probierst hier mal etwas und dort mal etwas. Ganz entspannt, ganz gemütlich.
In Südtirol gibt es auch einige Anbieter, die geführte Touren anbieten, oder sogar richtige Events organisieren. So findet in diesem Jahr schon zum zweiten Mal der ADLER Wander-Halbmarathon statt, der die Teilnehmenden und Gäste des Hotels auf dem Ritten über schönste Wegstrecken zu verschiedenen Schenken und Einkehrmöglichkeiten führt.
Falls du lieber auf eigene Faust unterwegs bist, kannst du dich am Keschtnweg orientieren. Der Fernwanderweg führt vom Kloster Neustift bei Brixen bis zur Bilderburg Runkelstein in Bozen und ist besonders im Herbst, wenn sich die Kastanienblätter Gold färben, sehr empfehlenswert.

7. Du erlebst die Region im Zauber des Herbsts
Apropos Kastanien und Gold: Der Südtiroler Herbst besticht durch bunte Laubwälder und mystische Morgenstimmung, bei dem Nebelschwaden über Felder und Seen ziehen. Es ist genau die richtige Jahreszeit zum deftigen Schlemmen, zum gemütlichen Beisammensitzen, aber auch zum Reflektieren und Loslassen von Altem.
8.Du kannst bequem mit der Bahn anreisen.
Südtirol ist ideal zum nachhaltigen Reisen. Die Anreise mit der Bahn aus Deutschland, Österreich oder Italien ist super einfach. Vor Ort bist du mit der Südtirol Card (oder einer regionalen Entsprechung wie der Ritten Card für den Ritten) kostenfrei im Öffentlichen Nahverkehr unterwegs. Ansonsten lädt die Region auch zum Wandern und zum Fahrrad fahren ein. Allerdings solltest du die Steigungen nicht unterschätzen 😉 Inzwischen bieten aber viele Hotels wie die ADLER Lodge RITTEN auf dem Rittner Hochplateau, das Paradiso Pure.Living auf der Seiser Alm oder das vegane LA VIMEA in Naturns E-Bikes zum Ausleihen an.
9. In Südtirol gibt es zahlreiche nachhaltige Hotels für deine Übernachtung während des Törggelens.
Wo wir schon die ersten Hotels erwähnt haben: In Südtirol hast du die Qual der Wahl, wenn es darum geht, eine Übernachtung für die Törggelen-Zeit zu finden. Zahlreiche nachhaltige Hotels bieten dir einzigartige Unterkünfte an, in denen du dich darauf verlassen kannst, dass alles getan wird, um die Natur und die Kultur der Region zu erhalten.
Paradiso Pure.Living
Die Seiser Alm ist die höchstgelegene Alm Europas. Und mittendrin findet sich das erste vegan-vegetarische Hotel der Dolomiten. Neben der regionalen, pflanzenbasierten Küche, darfst du dich auf das individuelle Design und wechselnde Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern freuen.





