earth to table Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/earth-to-table-de/ GREEN PEARLS® – curated for sustainable impact Mon, 01 Jun 2026 10:51:15 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://green-travel-blog.com/wp-content/uploads/2019/10/cropped-logo-perle-green-pearls.png earth to table Archive - GREEN TRAVEL BLOG https://green-travel-blog.com/de/category/earth-to-table-de/ 32 32 10 Food-Erlebnisse im Urlaub, die Genuss und Verantwortung zusammenbringen https://green-travel-blog.com/de/10-food-erlebnisse-im-urlaub-die-genuss-und-verantwortung-zusammenbringen/ https://green-travel-blog.com/de/10-food-erlebnisse-im-urlaub-die-genuss-und-verantwortung-zusammenbringen/#respond Tue, 19 May 2026 06:02:06 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=74175 Du planst deinen nächsten Trip nicht nach Sehenswürdigkeiten, sondern nach Geschmack? Willkommen im Club. Food-Erlebnisse sind stark im Trend. Doch aufgepasst: Nicht alle Delikatessen und Trends sind auch wirklich vertretbar (z. B. Wagyu-Beef in Japan, Heart Attack Grill in Vegas oder der Online-Trend Mog-Bang). Stattdessen…

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Du planst deinen nächsten Trip nicht nach Sehenswürdigkeiten, sondern nach Geschmack? Willkommen im Club. Food-Erlebnisse sind stark im Trend. Doch aufgepasst: Nicht alle Delikatessen und Trends sind auch wirklich vertretbar (z. B. Wagyu-Beef in Japan, Heart Attack Grill in Vegas oder der Online-Trend Mog-Bang). Stattdessen kannst du auch Dinge erleben, die wirklich cool sind, und dabei deine Haltung bewahren. Wie wären z. B. ein “Secret Forest Diner” mit nur 11 anderen Leuten an einem geheimen Ort? Veganes Fine-Dining? Eine kulinarische Nachtfahrt mit dem Zug oder ein Slow-Food-Workshop? Hier kommen 10 besondere Food-Erlebnisse als Highlight für deine nächste Reise.

 

Vegan Fine Dining als Erlebnis: OMNIA plant-based restaurant im Paradiso Pure.Living in Südtirol

Veganes Dessert "The Tree Desert" von Aggeliki Charami
„The Tree Desert“ ©OMNIA Plant Based Restaurant

 

Ein Restaurant mit nur sechs Tischen. Ein Menü mit neun Gängen. Und eine tätowierte Küchenchefin, die Geschichten vom mystischen Wald kochen kann.

Im OMNIA plant-based restaurant im Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in den Dolomiten wird vegane Küche zur Inszenierung. Executive Chef Aggeliki Charami gehört zu den spannendsten Stimmen der pflanzenbasierten Fine-Dining-Szene in Südtirol. Ihr Menü erzählt Geschichten, ist geheimnisvoll – und im OMNIA präsentiert sie jeden Gang persönlich. Davor bekommst du auch noch einen Einblick in die Küche, bei der Fermentationstechniken wie Koji oder SCOBY erklärt werden. Der ganze Abend ist ein sehr intimes “Meet the creator of your dish”-Erlebnis und das Restaurant wurde schon in seinem ersten Jahr mehrfach ausgezeichnet (u. a. Gault&Millau, Identità Golose).

 

Geheim, reduziert, intensiv: Secret Forest Dinner im Klosterhof in Bayerisch Gmain

Secret Forest Dinner Fine Dining angerichtet auf einer Steinplatte mit Rauch.
Secret Forest Dinner auf einer Steinplatte. Was genau dich erwartet, bleibt eine Überraschung. ©Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa

 

Ein Tisch. Zwölf Plätze. Eine Location, die du vorher nicht kennst.

Beim „Secret Forest Dinner“ im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa wird Fine Dining bewusst zelibriertaber ohne klassische Restaurantkulisse. Stattdessen: Natur, Atmosphäre, Überraschung.

Küchenchef Sascha Förster und sein Team bereiten die Gerichte direkt vor deinen Augen zu. Du sitzt mit den anderen Gästen gemeinsam am Chef’s Table, erlebst die Entstehung jedes Gangs und bekommst Einblicke in Techniken, Zutaten und Ideen. Ein Erlebnis, das stark über Atmosphäre und neue Begegnungen funktioniert.

 

Vom Ursprung auf den Teller: Stanglwirt in Tirol

Koch im Stanglwirt mit großer Pfeffermühle würzt Fleisch in der Küche.
Koch Patrik in der Küche vom Stanglwirt beteiligt sich an Koch-Events und Food-Erlebnissen für die Gäste. ©Stanglwirt

 

Luxus, Bio-Bauernhof und prominente Köche.

Wusstest du, dass das Bio- und Wellnessresort Stanglwirt sich nicht als Luxushotel versteht, sondern in erster Linie als Bio-Bauernhof? “Die eigene Landwirtschaft prägt das Haus seit Generationen und ist für uns ein zentrales Element”, berichten sie. Fleisch- und Milchprodukte stammen direkt aus eigener Herstellung.

Für Gäste wird dies auf verschiedene Weis erlebbar gemacht, wie z. B. im Kaiserschmarrn-Kurs im Wochenprogramm. Hinzu kommen Food-Erlebnisse mit bekannten Persönlichkeiten (in der Vergangenheit z. B. Sally von „Sally backt“ sowie Sarah Wiener).

 

Kulinarische Nachtfahrt: Rittner Bahn Erlebnis in Südtirol

Vier Stopps, vier Gänge, ein Abend mit der historischen Eisenbahn.

Um 19 Uhr steigst du am Bahnhof Oberbozen in die historische Rittner Bahn, erlebst die Landschaft und steigst an vier Haltestellen aus, wo verschiedene Gastbetriebe jeweils einen Gang beisteuern. Einer dieser Betriebe ist das APIPURA hotel rinner, ein Green PearlsⓇ Hotel mit eigener Bio-Imkerei und Mitglied bei “Bio Fair Südtirol”. Begleitet wird die kulinarische Reise von Wein, Säften und Musik. Ende ist gegen Mitternacht.

 

Käsefondue mit Blick aufs Matterhorn: Bella Vista Zermatt

Matterhorn Fass auf der Terrasse vom Hotel Bella Vista Zermatt
Schweizer Kästefondue auf der Terrasse des Hotels ist ein Highlight für Foodies. ©Hotel Bella Vista Zermatt

 

Fondue gehört zur Schweiz wie die Berge. Aber hier wird es besonders inszeniert.

Im Hotel Bella Vista Zermatt kannst du ein Fondue aus dem Holzfass auf der Terrasse genießen. Von hier aus wandert dein Blick direkt zum Matterhorn, während du dir den Käse aus der Region, z. B. vom lokalen Produzenten Walker, auf der Zunge zergehen lässt.

Zwei Fässer reichen für acht Personen und zum Abschluss gibt es noch einen “Schlummertrunk”.

 

Alpines Tapas-Show-Cooking: OLM Nature Escape

Tapas in Südtirol? Hier wird Essen zum sozialen Erlebnis.

Im OLM Nature Escape gibt es ein Tapas-Konzept mit Show-Cooking. Warme und kalte Gerichte werden frisch vor deinen Augen zubereitet und im “Sharing-Stil” serviert. Jede*r darf alles probieren und am Ende werden garantiert alle satt. 

Beim APÈRO Dinner sind die Tapas international inspiriert, während beim OLM Local nur Produkte und Gerichte aus der Region verwendet werden.

  • Das APÈRO Dinner gibt es jeden Donnerstag und OLM Local immer mittwochs & samstags für 35,00 € pro Person und wird nur für Gäste des Aparthotels angeboten.

 

Slow-Food-Workshop im Schloss Lerchenhof, Kärnten

Seniorchef vom Schloss Lerchenhof begutachtet Speck.
Im Slowfood-Workshop lernst du alles über Speck. ©Schloss Lerchenhof

 

Wie entsteht eigentlich Speck?

Im Schloss Lerchenhof in Kärnten geht es genau darum. Beim Workshop „Faszination Speck“ erlebst du den gesamten Prozess: vom Rohprodukt bis zum fertigen Ergebnis in einem 2-Tage-Arrangement.

Du kannst selbst Hand anlegen, lernst traditionelle Techniken kennen und bekommst ein Gefühl dafür, wie viel Zeit und Wissen hinter solchen Produkten steckt. Ein echtes „Nose-to-Tail“-Erlebnis. 500 Gramm Speck bekommst du nach der Reifezeit nach Hause geschickt.

 

Farm-to-Table & Einblicke: ADLER Lodge RITTEN in Südtirol

Ein Blick hinter die Kulissen eines Farm-to-Table Resorts.

Die ADLER Lodge RITTEN ist bekannt für das Farm-to-Table Konzept. Doch bekommst du hier nicht nur frische Produkte auf den Teller, du kannst auch an Führungen teilnehmen, die dich vom Bauerngarten des Hotels bis in die Küche führen. Dort siehst du, wie ein Team täglich für rund 90 Gäste kocht – inklusive Planung, Abläufe und Zusammenarbeit. Zusätzlich gibt es Besuche bei lokalen Produzenten, etwa bei den „Rittner Milchbuam“, die Milch und Joghurt liefern.

 

Ligurien zum Selbermachen: Relais del Maro

Bella Italia. In Ligurien wirst du selbst aktiv und lernst Pasta & Pesto authentisch zuzubereiten.

Das Relais del Maro ist ein Albergo Diffuso im kleinen Dort Borgomaro (Hinterland von Imperia) und entsprechend verwurzelt mit der Region. Als Food-Erlebnis empfiehlt das Hotel unter anderem den:

Die Kurse sind bewusst persönlich gehalten und verbinden Kochen mit Austausch und Kultur. Perfekt, wenn du nicht nur essen, sondern auch etwas lernen willst.

 

Wildküche mit Kontext: Naturresort Gerbehof am Bodensee

Ralph Wagner vom Naturresort Gerbehof
Juniorchef Ralph ist Jäger. Steht im Hotel aber auch gern mal hinter dem handgeschreinerten Tresen. ©Naturresort Gerbehof

 

Fleisch bewusst genießen – aber wie?

Im Naturresort Gerbehof kommt Wild auf den Teller, das aus der direkten Umgebung stammt. Gastgeber Bruno Wagner und sein Sohn sind selbst Jäger und kennen die regionalen Bestände.

Der Ansatz: kurze Wege, klare Herkunft, respektvoller Umgang mit dem Tier. Wildfleisch unterscheidet sich von konventionell erzeugtem Fleisch u. a. durch die freie Lebensweise der Tiere und ihre natürliche Ernährung. Zu den Food-Erlebnissen gehört Reh während der Jagdsaison (Februar bis April ist Schonzeit), zudem wir hier auch ein Rezept (XXXXLINK) haben.

 

Fazit: Essen als Zugang zur Welt

Ob pflanzenbasiertes Fine Dining, traditionelles Handwerk oder gemeinsames Kochen – Food-Erlebnisse können Reisen intensiver machen. Du nimmst nicht nur Eindrücke mit, sondern auch Wissen, Gespräche und Erinnerungen. Wichtig ist, dass es darum geht, das Essen wertzuschätzen und respektvoll damit umzugehen.

 


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Bärlauch-Falafel aus dem Klosterhof – veganes Rezept für den Frühling https://green-travel-blog.com/de/baerlauch-falafel-aus-dem-klosterhof-veganes-rezept-fuer-den-fruehling/ https://green-travel-blog.com/de/baerlauch-falafel-aus-dem-klosterhof-veganes-rezept-fuer-den-fruehling/#respond Tue, 14 Apr 2026 06:06:16 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=73583 Das Gesundheitshotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern hat uns ein ganz besonderes Rezept verraten: frische Bärlauch-Falafel, die perfekt in den Frühling passen. Würzig, aromatisch und dabei angenehm leicht – eine wunderbare Alternative zu den klassischen, frittierten Falafel.   Bärlauch – das wilde…

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Das Gesundheitshotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern hat uns ein ganz besonderes Rezept verraten: frische Bärlauch-Falafel, die perfekt in den Frühling passen. Würzig, aromatisch und dabei angenehm leicht – eine wunderbare Alternative zu den klassischen, frittierten Falafel.

 

Bärlauch – das wilde Kraut vor deiner Tür

Bärlauch ist eines der ersten wilden Kräuter, die im Jahr wachsen, und für viele ein echtes Frühlings-Highlight. Du findest ihn vor allem in schattigen Laubwäldern, wo er oft ganze Teppiche bildet. Sein Geschmack? Intensiv nach Knoblauch, aber frischer und grüner. Genau daran kannst du ihn übrigens auch am besten erkennen: einfach ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben; der intensive Duft nach Knoblauch ist unverwechselbar.

Wenn du dir unsicher bist, wie du Bärlauch eindeutig bestimmst (und ihn nicht mit giftigen Doppelgängern verwechselst), schau unbedingt in unseren Insight-Artikel hinter dem Link. Dort zeigen wir dir, worauf du achten solltest und geben dir auch noch mehr Ideen, was du alles mit Bärlauch zubereiten kannst.

 

Falafel im Ofen statt frittiert

Im Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa spielt die Verbindung von Natur und bewusster Ernährung eine große Rolle. Als Gesundheitshotel setzt das Team auf frische regionale Bio-Zutaten und eine Küche, die leicht und bekömmlich ist. Deshalb werden die Falafel hier nicht (wie sonst üblich) in Öl frittiert, sondern im Ofen gebacken. Das spart Fett, ohne auf Geschmack zu verzichten.

Damit die Konsistenz perfekt gelingt, solltest du die Kichererbsen selbst vorbereiten. Weiche sie über Nacht in Wasser ein und koche sie anschließend im Schnellkochtopf (ca. 25 Minuten, je nach Gerät), bis sie weich sind, sich leicht zerdrücken lassen, aber noch ihre Form behalten.

Zwei Hände halten ein knuspriges Bärlauch-Falafel mit grünem Innenleben vor rotem Hintergrund
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Falafel mit Bärlauch

Frühlingshafte Falafel mit frischem Bärlauch. Rezept aus dem Klosterhof - Alpine Hideaway & Spa. Bärlauch wächst hier direkt in den Wäldern rund um das nachhaltige Hotel.
Gericht Vorspeise
Küche European
Keyword Falafel, Vegan
Servings 15 Stück

Zutaten

  • 300 g Kichererbsen gekocht und gut abgetropft
  • 50 g Karotten orange bio
  • 50 g Karotten gelb bio
  • 25 g Petersilie
  • 20 g frischer Bärlauch
  • 60 g gehackte Zwiebel
  • 70 g Kichererbsenmehl (falls nicht vorhanden geht auch normales Mehl)
  • 40 g Tahin
  • 20 g Zitronensaft
  • 20 g Sonnenblumenöl Bio
  • 8 g Salz (1 bis 1,5 gehäufte TL)
  • 2 g Ras el Hanout (1 gehäufter TL)
  • 2 g Garam Masala (1 gehäufter TL)
  • 1 g Cayennepfeffer (1 gestrichener TL)

Anleitungen

  • Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.
  • Karotten fein reiben.
  • Petersilie, Bärlauchund Zwiebel fein hacken.
  • Kichererbsen in eine große Schüssel geben und miteiner Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken (nicht komplettpürieren – leichte Stückigkeit ist ideal).
  • Zwiebel, Karotten, Petersilie und Bärlauch untermischen.
  • Tahin, Zitronensaft und Sonnenblumenöl hinzufügen.
  • Mit Salz, Ras el Hanout, Garam Masala undCayennepfeffer würzen.
  • Zum Schluss das Kichererbsenmehlunterheben, bis eine gut formbare Masse entsteht.Fallsdie Masse zu feucht ist, etwas mehr Kichererbsenmehl ergänzen.
  • Den fertigen Falafelteig mit angefeuchteten Händen in ca. 15 kleine Falafelbällchen formen und leicht flach drücken.
  • Die Falafel auf ein mit Backpapier belegtes Blechlegen.Bei 160 °C ca. 5 Minuten backen.
  • Danach den Ofen auf 180°C hoch stellen und weitere 5-10 Minuten fertig backen oder alternativ in der Pfanne mit wenig Öl goldbraun braten.
  • Serviervorschlag
    Dazu passt hervorragend ein Joghurt-Zitronen-Dip oder etwas zusätzliches Tahin sowie ein frischer Frühlingssalat.

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Verantwortungsvolle Hotelkulinarik: Diese Küchenchefs solltest du kennen https://green-travel-blog.com/de/innovativ-und-leidenschaftlich-wir-stellen-die-kuechenchefs-nachhaltiger-hotels-vor/ https://green-travel-blog.com/de/innovativ-und-leidenschaftlich-wir-stellen-die-kuechenchefs-nachhaltiger-hotels-vor/#respond Fri, 13 Mar 2026 07:27:33 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=56004 In der traditionellen Fine-Dining-Logik galt lange: Restaurantküche = Bühne für Ruhm, Hotelküche = Dienstleistung. Heute hat sich das Bild verändert. Vor allem Boutiquehotels, Resorts und nachhaltige Hideaways geben Küchenchef*innen kreative Freiheit, Zugang zu sehr guten, frischen und regionalen Zutaten und ein Umfeld, das Genuss mit…

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In der traditionellen Fine-Dining-Logik galt lange: Restaurantküche = Bühne für Ruhm, Hotelküche = Dienstleistung. Heute hat sich das Bild verändert. Vor allem Boutiquehotels, Resorts und nachhaltige Hideaways geben Küchenchef*innen kreative Freiheit, Zugang zu sehr guten, frischen und regionalen Zutaten und ein Umfeld, das Genuss mit Haltung verbindet.

Bei unseren Green Pearls® Unterkünften gibt es mehrere Küchenchefs, deren kulinarische Handschrift das jeweilige Haus entscheidend prägt. Manche Gäste reisen sogar gezielt ihretwegen an.

 

Veganes Fine Dining auf der Seiser Alm – ein Weg zum Restaurant und Auszeichnungen

Aggeliki Charami, Paradiso Pure.Living · LA VIMEA · OMNIA plant-based restaurant

Vegan Chef Aggeliki Charami mit einem Spritzbeutel
©Aggeliki Charami | OMNIA

 

Ein perfektes Beispiel für diese neue Art von nachhaltigen Chefs ist Aggeliki Charami. Sie gilt als eine der innovativsten veganen Köchinnen der Alpen. In nur  zwei Jahren, die die gebürtige Griechin in Südtirol verbraucht hat, hat sie eine bemerkenswerte Karriere hingelegt und eine Reihe von Auszeichnungen abgeräumt (u.a. von Gault&Millau).

Aggeliki Charami kam als Outsiderin nach Südtirol, doch ihre Vision von veganem Fine Dining wurde sofort verstanden. Und nicht nur das. Die Gastgeber vom Paradiso Pure.Living Vegan Hotel geben ihr viel kreative Freiheit. Gemeinsam mit ihr entschieden sie, mit dem Paradiso Pure.Living den lang ersehnten nächsten Schritt zu gehen: von einem vegetarisch-veganen Konzept zu einem rein veganen Hotel. Mit dem OMNIA plant based Restaurant schufen sie zusätzlich einen Ort, an dem Charamis pflanzenbasierte Küche und besondere Herangehensweise auf Fine-Dining-Niveau erlebbar wird – auch unabhängig vom Hotelaufenthalt.

Was ihre Küche auszeichnet sind Storytelling und die Verbindung der dunklen, mystischen Bergwelt mit der mediterranen Lebensfreude ihrer griechischen Herkunft. Die Chefköchin experimentiert viel mit Fermentierung, Texturen und weniger bekannten Lebensmitteln aus der Region. Nachhaltigkeit und Respekt vor den Zutaten bezeichnet sie als die Grundlage für alles.

Auch im veganen LA VIMEA hat sie die Küchenleitung übernommen, wobei die Gerichte in dem naturverbundenen Adults-Only Hotel in Naturns etwas heller und leichter sind, als hoch oben auf der Seiser Alm.

Erfahre mehr über Aggeliki Charami in diesem Interview.

 

Südtiroler Spitzenküche und Promi-Kochevnets

Berni Aichner, PRENN° Kulinarik-Chef im OLM Nature Escape

Nachhaltige Kulinarik in Südtirol mit den Köchen Berni Aichner und Theodor Falser
Berni Aichner (l.) bei einem Kochevent mit Sternekoch Theodor Falser ©OLM Nature Escape

 

Auch Berni Aichner ist ein Beispiel dafür, wie viel Wirkung ein Küchenchef entfalten kann, wenn ihm ein Hotel echten Freiraum gibt. Als PRENN° Kulinarik-Chef im noch jungen OLM Nature Escape prägt er die kulinarische Identität des Aparthotels entscheidend mit und trug maßgeblich dazu bei, dass Gault&Millau das OLM Nature Escape als Südtiroler Hotel des Jahres 2026 auszeichnete.

Zuvor sammelte Berni Aichner Erfahrung auf höchstem Niveau: unter anderem als Souschef bei Norbert Niederkofler, einem der renommiertesten Drei-Sterne-Köche ItaliensHeute trägt er selbst die kulinarische Gesamtverantwortung und setzt seine Vision einer zeitgemäßen Slow-Food-Küche im Südtiroler Ahrntal um – regional verwurzelt, präzise gearbeitet und klar im Geschmack.

Das PRENN° ist ausschließlich Hotelgästen vorbehalten. Bei ausgewählten Events öffnet Berni Aichner seine Küche jedoch auch für externe Gäste. Ob beim 4-Hands-Dinner mit Sternekoch Theodor Falser oder bei besonderen Kochevents, etwa mit Reinhold Messner – immer wieder wird seine Küche so einem größeren Publikum zugänglich.

Wie das schmeckt, zeigt beispielhaft folgendes Menü: Tatar vom roten Thunfisch mit wildem Knoblauch und Pfifferlingen, Saibling mit Buchweizen-Miso, Kohlrabi und Schnittlauchöl, ein intensives Rote-Bete-Risotto, geschmorte Kalbsbäckchen mit Kartoffel-Wasabi-Creme, Wasserkresse, Burrata und gebratenem Zitronenpulver – und zum Abschluss marinierte Erdbeeren mit Balsamico-Eis, Joghurtschaum und Haferflocken-Crumble.

 

Allgäuer Küche neu interpretiert

Erik Wendt, Hotel Das Rübezahl

Chefkoch Erik Wendt mit Fisch
Küchenchef Erik Wendt ©Hotel Das Rübezahl

 

Der Küchenchef des Hotels Das Rübezahl, Erik Wendt selbst definiert seine Küche kurz und knapp so: moderne Küche mit viel Liebe zum Detail! Doch wie gelingt es ihm, Weltoffenheit und Heimatliebe kulinarisch immer wieder auf neue Weise miteinander zu verbinden? Mit einer tollen Mannschaft, besten Zutaten und viel Liebe zum Beruf, lautet seine Antwort. Gelernt hat Erik im Leipziger Mercure-Hotel und wurde anschließend von Michael Lacher (Alte Sonne Ludwigsburg) entdeckt und gefördert. Nach weiteren Stationen in einigen der besten Küchen Deutschlands kam er mit seiner Familie 2011 nach Schwangau zum Hotel Das Rübezahl.

Seine über die Jahre gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen notierte er in seinem „weißen Buch“, welches er jedem seiner Azubis überreicht. Sein Werk mit allen darin notierten Grundrezepten dient dem Nachwuchs als Basis für das Entwickeln neuer Rezepte. Wenn Erik kocht, bereitet er nicht einfach nur Essen zu, er zaubert Glück zum Löffeln und das spürst du bei jedem Bissen. Nach dem Prinzip des Aromakreises kreiert er Gerichte, die mit verschiedenen Aromen und Texturen alle deine Sinne ansprechen.

Eine seiner bekanntesten Kreationen ist seine vegetarische Interpretation der “Krautkrapfen” – eine Allgäuer Spezialität bestehend aus Teigrollen mit Sauerkraut, Zwiebeln und Äpfeln. Mehr darüber und was du im Allgäu unbedingt probieren solltest, hat uns Erik Wendt in diesem Blogbeitrag über Allgäuer Kulinarik erzählt.

 

„Secret Forest“-Dinner Events als Highlight und „Special Cuts“ aus dem Dry-Ager im Hotel

Sascha Förster, Klosterhof Alpine Hideaway & Spa

nachhaltige Küchenchefs, Klosterhof, Sascha Förster
© Klosterhof Alpine Hideaway & Spa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du dich kulinarisch in die Hände von Sascha Förster und seinem Team begibst, erlebst du Gourmet-Momente vom Feinsten. Mit Begeisterung und Leidenschaft gestaltet er unter anderem außergewöhnliche Menüs für die Gäste seiner regelmäßigen Fine-Dining Experiences “Secret Forest”. Hierbei buchst du dir einen Platz in einer geheimen Location, Ein Tisch mit 12 Plätzen und ein spezielles Fine-Dining-Menü vom Küchenchef. Die Zutaten hierfür stammen direkt aus der Region und richten sich nach der Saison.

Das tägliche Abendmenü für die Gäste des Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa hat Sascha Förster als “GenussArt Menü” konzipiert. Du wählst zwischen “Chef’s Choice” (hier gibt es das, was gerade vom Feld und aus dem Wald kommt), “Bergwiese” (traditionell Alpenküche und moderne Variationen davon) und “Kraut & Rüben” (vegetarische und/oder vegane Kreationen). Seine neueste Leidenschaft sind allerdings “Special Cuts” aus dem Dry-Ager. Der hauseigene Dry-Ager (ein spezieller Kühlschrank zur Trockenreifung von Rindfleisch) verleiht dem Fleisch “ein intensives Aroma, eine unvergleichliche Zartheit und eine Tiefe im Geschmack”.

 

Genieße die Schätze des Meeres nachhaltig und mit geliebten Familienrezepten

Giuseppe Schimmenti, ADLER Spa Resort SICILIA

Authentische Küche auf Sizilien
Küchenchef Giuseppe Schimmenti | ©ADLER Spa Resort SICILIA by Alex Filz

Für Giuseppe Schimmenti ist die sizilianische Küche weit mehr als eine kulinarische Tradition – sie ist eine Lebensart. Als Küchenchef des ADLER Spa Resort SICILIA nimmt er seine Gäste mit auf eine Reise durch die Aromen, Geschichten und Erinnerungen seiner Heimatinsel. Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer, prägt seine Küche mit Fisch und Meeresfrüchten, mediterranen Kräutern, Olivenöl und Zitrusfrüchten – alles als 0km-Lebensmittel aus der direkten Umgebung des Resorts.

Das Essen spielte schon in Giuseppes Kindheit eine große Rolle. Der Großvater brachte als Fischer täglich frischen Fisch nach Hause, die Großmutter servierte mit Liebe gemachte Pasta, oft mit Tintenfischtinte. Diese Erinnerungen an Aromen, Düfte und das gemeinsame Essen in der Familie prägen bis heute seine Küche. „Wenn man durch die Straßen von Palermo schlendert, wird einem schnell klar, wie sehr Essen im Mittelpunkt steht“, sagt er.

Im ADLER Spa Resort SICILIA übersetzt Giuseppe diese Esskultur in eine zeitgemäße, nachhaltige Hotelküche. Besonderen Wert legt er auf hochwertige Grundprodukte und traditionelle Herstellungsweisen. Für seine hausgemachte Pasta verwendet er beispielsweise eine auf Sizilien heimische Urweizensorte, die in einer traditionellen Mühle gemahlen wird. Gerichte wie Maltagliati oder Tortellini mit Tintenfischfüllung gehören zu seinen eigenen und zu den Favoriten der Gäste.

Für unseren Blog hat Giuseppe Schimmenti uns auf eine (virtuelle) Kulinarische Reise durch Sizilien mit den Must-Eats der Mittelmeerinsel mitgenommen.

 

25 Jahre Hotelkoch mitten im Alpen-Nationalpark

nachhaltige Küchenchefs, Naturhotel Outside, Redenko Jovicic
© Naturhotel Outside

Radenko Jovicic, Naturhotel Outside

Eine bewegende Reise liegt hinter dem Küchenchef des Naturhotel Outside Radenko Jovicic. Er kam durch dem Jugoslawien-Krieg nach Österreich, Matrei. Der handwerklich talentierte Autodidakt arbeitet seit fast 25 Jahren in den Familienbetrieben des Naturhotel Outside und hat sich in der Zeit vom Hausmeister zum Chefkoch hochgearbeitet.

Seine Küche steht für eine „nachhaltige Überraschung der Sinne“, die er sich mit seinem Team zum Ziel gesetzt hat. Täglich können Gäste nachmittags eine frisch zubereitete Jause und abends ein 6-Gänge-Gourmet-Menü genießen. Dabei steht dir immer eine vegane und vegetarische Variante zur Auswahl. Serviert wird dir auch Hausgemachtes, wie zum Beispiel Schwarzbrot aus Osttiroler Ur-Weizen, eigene Marmeladen und Sirups. Den Weg in die Küche finden vor allem Lebensmittel aus dem Garten des Naturhotels oder der Region. Radenkos einfache Formel lautet „Je kürzer der Weg, desto jünger die Vitamine. Je näher der (Berg-) Bauernhof, desto besser der Geschmack.“

 

Gesunde & leichte Küche für Gäste am Atlantik

Fernando Hernández Izquierdo, OCÉANO Health Spa Hotel

Kulinarik in Teneriffa. Küchenchef richtet Tellergericht an. Blick auf Pool, Palmen, Atlantik
Küchenchef Fernando begeistert die Hotelgäste mit gesunder Inselküche. ©OCEANO Health Spa Hotel

 

Zwischen Atlantik und Vulkanlandschaft hat Fernando Hernández Izquierdo im OCÉANO Health Spa Hotel eine Küche etabliert, die die traditionelle kanarische Küche mit dem ganzheitlichen Gesundheitsansatz des Resorts verbindet.

Die Basis seiner Küche bilden Klassiker wie Mojo (würzige kalte Saucen) und frischer Atlantikfisch. Statt komplexer Techniken setzt Fernando auf hochwertige Grundprodukte, schonende Zubereitung und klare Aromen. Kreuzkümmel, Knoblauch, Paprika und frischer Koriander prägen viele seiner Gerichte – ergänzt durch viel Gemüse, Hülsenfrüchte und regionale Feldfrüchte. Das Ziel: Gesundes Essen, das nährt, ohne zu beschweren.

„Unser Ziel ist es, dass sich die Gäste nach dem Essen energiegeladen fühlen – nicht müde oder überladen, sagt Fernando Hernández Izquierdo. Durch welche Gerichte dies gelingt und was seiner Meinung nach die Must-Eats von Teneriffa sind, hat er uns im verlinkten Artikel erzählt.

 

Chefkoch und „Aromengärtner“ auf den Malediven

Hari Govindaraj, Gili Lankanfushi Malediven

Bereits seit über 13 Jahren führt Hari Govindaraj das Küchenteam des Hotels Gili Lankanfushi mit großem Talent und Geschick. Der im Süden Indiens geborene Küchenchef entdeckte seine Leidenschaft fürs Kochen schon in jungen Jahren und pflegt einen einzigartigen kulinarischen Stil mit besonderem Interesse für die vegane Küche. 

Wertvolle Impulse sammelte Hari Govindaraj unter anderem bei renommierten Michelin-Sterneköchen wie Raymond Blanc (Le Manoir aux Quat’ Saisons, zwei Michelin-Sterne) und Pierre Gagnaire, einem der einflussreichsten Drei-Sterne-Köche der internationalen Spitzengastronomie. Diese Erfahrungen prägen bis heute seine fein ausbalancierte, aromatische Küche.

Ein Teil der von ihm und seinem Team verwendeten Kräuter, Gemüse und Früchte stammt aus dem üppigen Garten, für den Hari ebenso verantwortlich ist. Genau dort erhält er auch die Zutaten für seine eigenen besonderen Kreationen wie das Aloe Vera Ceviche, das Avocado & Gartenblätter-Gazpacho und natürlich der Zitrusfrüchte-Salat.

Wenn du tiefer in seine Philosophie eintauchen möchtest, findest du bei Lightfoot Travel ein ausführliches Porträt über Hari Govindaraj, in dem er auch einige seiner veganen Rezepte teilt.

 

Nachhaltige Hotels bieten Küchenchefs eine neue Rolle

Die vorgestellten Küchenchefs stehen exemplarisch für eine neue Rolle der Hotelküche: als kreativer Motor, als Ausdruck der Haltung eines Hauses und als Grund, warum Gäste anreisen. Ihre Menüs sind so individuell wie ihre Lebenswege, doch sie eint eine gemeinsame Philosophie: hochklassiger Genuss, der auf regionalen und saisonalen Zutaten basiert, Bio-Produkte bevorzugt und den Respekt vor Natur und Herkunft in den Mittelpunkt stellt.

Viele Green Pearls® Hotels geben ihren Küchenchef*innen genau dafür den nötigen Raum – mit eigenen Gärten, kurzen Lieferketten, einem offenen Ohr und einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit.

Wir sind gespannt, wohin die kulinarischen Wege dieser Köchinnen und Köche noch führen werden. Überzeugt sind wir davon, dass ihr Einfluss auf die nachhaltige Hotellerie weiterwachsen wird und wie so oft sehen wir unsere Partner hier als Pioniere.

Dies ist ein Update vom 29. November 2022

 


Und speichere dir unten für deinen nächsten Urlaub einen der beiden Pins ab.

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Naschgärten: Hotels mit erlebnisorientierten Gartenkonzepten und Nachhaltigkeitsmaßnahmen https://green-travel-blog.com/de/naschgaerten-nachhaltige-hotels-mit-bewusst-erlebnisorientiertem-gartenkonzept/ https://green-travel-blog.com/de/naschgaerten-nachhaltige-hotels-mit-bewusst-erlebnisorientiertem-gartenkonzept/#respond Fri, 06 Mar 2026 07:13:22 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72569 Ein Naschgarten hält genau das, was der Name verspricht: Du darfst und sollst zugreifen! Beeren vom Strauch pflücken, einen Apfel direkt vom Baum essen, ein paar Kräuter zwischen den Fingern zerreiben. Alles, was hier wächst, ist essbar, duftend, reif zum Entdecken. In diesem Artikel zeigen…

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Ein Naschgarten hält genau das, was der Name verspricht: Du darfst und sollst zugreifen! Beeren vom Strauch pflücken, einen Apfel direkt vom Baum essen, ein paar Kräuter zwischen den Fingern zerreiben. Alles, was hier wächst, ist essbar, duftend, reif zum Entdecken. In diesem Artikel zeigen wir dir Hotels, die das Naschen ausdrücklich erlauben – und geben dir Tipps, wie du dieses Prinzip auch zu Hause umsetzen kannst.

 

Was genau ist ein Naschgarten?

Im Gegensatz zu klassischen Ziergärten, die vor allem schön aussehen sollen, oder streng gestalteten Zen-Gärten, die auf Ruhe und Reduktion setzen, steht im Naschgarten das Erleben im Mittelpunkt. Er verbindet Genuss mit Nähe zur Natur. Statt „Bitte nicht betreten“ heißt es hier: Probier‘ ruhig. Für viele Menschen – gerade im Urlaub – ist das ein überraschend intensiver Moment von Freiheit und Verbundenheit.

Einige Green Pearls® Hotels setzen bewusst auf Naschgärten. Sie sind niedrigschwellig, machen die Herkunft von Lebensmitteln unmittelbar erfahrbar und schaffen eine spielerische Verbindung zwischen Gast, Küche und Landschaft. Die Ernte landet, wenn nicht im Mund der Gäste, in der Hotelküche und (ebenfalls wichtig) auch bei Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten, die hier genauso willkommen sind.

Der Naschgarten als Gartenkonzept ist ein Statement für Vertrauen, Teilen und ein entspanntes Miteinander von Mensch und Natur.

 

Der Naschgarten im STURM ist ein Herzstück des nachhaltigen Hotelkonzepts

Naschgarten
©STURM

 

Einen besonders großen und beeindruckenden Naschgarten erlebst du im Wellnesshotel STURM in Mellrichstadt in der Rhön (Bayern). Auf rund 3.500 Quadratmetern wächst hier alles, was Lust aufs Zugreifen macht: Gemüse, Salate, Obst, Kräuter – hinzu kommt der Honig der eigenen Bienen. Der Garten ist bewusst so angelegt, dass er Raum bietet für alle: für Pflanzen, für Vögel und Insekten – und natürlich für dich als Gast.

Besonders schön: Im Naschgarten sind nicht nur Früchte und Kräuter essbar, sondern auch viele Blumen. Schmuckkörbchen (Cosmea) etwa leuchten im Sommer bunt zwischen den Beeten, ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an – und landen als essbare Blüten auf dem Teller im hauseigenen Bio-Restaurant Otto’s. Zwei besondere Empfehlungen des Hotels sind zudem französischer Estragon und Kerbel. Estragon wirkt als Tee verdauungsfördernd, Kerbel unterstützt traditionell Nieren, Blase und Verdauung.

Seit 30 Jahren entwickeln Christa und Matthias Schulze Dieckhoff das ehemalige innerdeutsche Grenzhotel Schritt für Schritt zu einem Design-Hideaway mit nachvollziehbaren Nachhaltigkeitsmaßnahmen – mit Naturschwimmteich statt Pool und einem Garten, der Erlebnisse schafft statt Kulisse zu sein.

 

Naschgarten als Arten-Garten im SCHWARZWALD PANORAMA

Naschgarten mit DIY Ohrwurmhaus
Der Naschgarten hat den Beinamen „Arten Garten“ ©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Der Naschgarten im SCHWARZWALD PANORAMA steckt voller Leben. Auf rund 100 Quadratmetern erstreckt sich der liebevoll angelegte „Arten-Garten“, der Naschfreude, Biodiversität und Kulinarik miteinander verbindet. Gäste sind ausdrücklich eingeladen, sich zu bedienen: Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren wachsen entlang einer 25 Meter langen Beerenstraße mit rund 15 verschiedenen Sorten. Dazu kommen Gemüse wie Paprika, Tomaten und Zucchini sowie aromatische Kräuter, die direkt in der Küche landen.

Der Hotelgarten von Gastgeber Stephan Bode orientiert sich an den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft. Auf synthetische Pflanzenschutzmittel wird konsequent verzichtet. Stattdessen setzt das Hotel auf vielfältige Pflanzgemeinschaften und insektenfreundliche Bepflanzung. Zwischen Hochbeeten, Obstbäumen und Wildblumenwiese entsteht so ein lebendiger Ort, der alle Sinne anspricht: sehen, riechen, fühlen, schmecken – und dem Summen der emsigen Bienen zuhören.

Gleichzeitig ist der Naschgarten ein Rückzugsraum für Tiere. Eidechsen finden Unterschlupf im Steinhaufen, Honig- und Wildbienen sind Dauergäste, Vögel, Igel und Ohrwürmer nutzen die zahlreichen Nisthilfen und Wasserstellen. Für Gäste wird der Spaziergang durch den Garten so zu einem echten Naturerlebnis und stellt zudem eine Beziehung zur Herkunft der Zutaten auf dem Teller her.

 

Und wenn ein Naschgarten nicht möglich ist? Küchengärten als Alternative

Die Idee eines Naschgartens gefällt dir – aber ganz ehrlich: So einfach ist das im Alltag nicht. Woher kommen die Menschen, die naschen dürfen? Vielleicht könntest du den Zaun abbauen und ein Schild aufstellen: Naschgarten – Betreten ausdrücklich erwünscht. Eine schöne Vorstellung – besonders, wenn du in einer lebendigen Nachbarschaft oder einer Spielstraße wohnst.

Wenn das für dich jedoch nicht realistisch ist, gibt es eine ebenso stimmige Alternative: den Küchengarten. Hier wachsen Kräuter, Gemüse und Früchte gezielt für die eigene Küche – weniger offen, aber sehr bewusst. Auch Küchengärten schaffen Nähe zur Natur, stärken den Geschmack auf dem Teller und zeigen, wie viel Wirkung selbst kleine Flächen entfalten können. Und letztendlich ist es auch eine Art Naschgarten – nur eben für dich selbst.

 

Mocktails aus dem Küchengarten vom LA VIMEA

Tisch auf der Terrasse vom LA VIMEA in Naturns
Dein Tisch auf der Terrasse mit Blick auf den Schwimmteich und die Natur von Naturns. @LA VIMEA

 

Im veganen Adults-only-Retreat LA VIMEA ist der Küchengarten Teil des ganzheitlichen Wohlfühlkonzepts. Hier wachsen biologisch angebaute Heilkräuter, die nicht nur in der Küche, sondern auch an der Bar eine Rolle spielen. Aus ihnen entstehen unter anderem  hausgemachte Infusionen für Cocktails und Mocktails – frisch, aromatisch und perfekt abgestimmt auf das Selfness-Konzept des Hauses.

 

Hotel Bella Vista, Zermatt: “Unser Garten auf dem Garagendach gibt ganz schön was her.”

Eco-Travel in den Alpen - Tee mit Panorama
Ein frischer Kräutertee mit Kräutern aus dem Naschgarten und Blick aufs Matterhorn. So lässt sich nachhaltiger Urlaub genießen. © Christian Pfammatter für Hotel Bella Vista Zermatt

 

Im kleinen Familienhotel Bella Vista in Zermatt wächst der Küchengarten dort, wo man ihn nicht sofort vermuten würde: auf dem Garagendach. Trotz begrenzter Fläche bringt der Garten eine beeindruckende Vielfalt hervor. Kräuter für Tees wie Pfefferminze, Zitronenmelisse, Eisenkraut, Kamille und Brennnessel wachsen hier ebenso wie Beeren (Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren) aus denen Marmeladen entstehen.

Ergänzt wird das Angebot durch Rhabarber, Salate, Zucchini und Blumenkohl. Der Dachgarten zeigt, wie auch im alpinen Raum und auf sehr begrenzten Flächen ein funktionierender Küchengarten entstehen kann – direkt angebunden an Küche und Teestube und fest verankert im nachhaltigen Selbstverständnis des Hauses.

 

Du träumst vom “Mediterranen Kräutergarten”? Hotel Korinjak hat ihn

Gesundes veganes Essen mit frischem Saft im Sonnenschein vor dem Meer in Kroatien
Mediteran und vegetarisch/ vegan genießen. ©Hotel Korinjak

 

Das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz ist umgeben von einer natürlichen Island-Food-Landschaft aus Olivenbäumen, Feigen und wilden Kräutern. Ergänzt wird diese durch einen kleinen, traditionell angelegten dalmatinischen Kräutergarten. Rosmarin, Salbei, Minze, Zitronenmelisse, wilder Fenchel und Lavendel wachsen hier ohne Chemie, mit minimalem Eingriff und viel Vertrauen in Boden und Klima.

Der Garten ist ein bewusster Anker zur Insel. Die Kräuter landen in der Küche, an der Teestation oder in Workshops, an denen du als Gast teilnehmen kannst. Wer möchte, darf pflücken, riechen, lernen – und versteht ganz nebenbei, wie sehr Geschmack mit Ort und Rhythmus zusammenhängt.

 

Fazit: Nutzgarten – aber lebendig

Ob Naschgarten oder Küchengarten: In diesen Gärten ist etwas los. Sie sind Nutzgärten, ja – aber keine streng kontrollierten Produktionsflächen. Zwischen Beerensträuchern, Kräutern und Hochbeeten summt, flattert und krabbelt es. Hier dürfen Insekten naschen, Bestäuber ihrer Arbeit nachgehen und Pflanzen einfach wachsen, statt perfekt auszusehen.

Naschgärten laden zum Teilen ein, Küchengärten zum bewussten Verarbeiten. Beide verbinden Menschen wieder mit dem, was sie essen, und mit der Natur, aus der es kommt.

 


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Vierteilige Collage mit Kräutern, einer Hand, die Kräuter in einem Korb hält, einer Frau, die in einem Garten Himbeeren pflückt, und einer Himbeerpflanze mit roten Beeren vor einer Steinmauer.

Frau mit halblangen Haaren in grünem Hemd steht in einem Garten und hält eine rote Frucht in der Hand

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Schwarzwälder Kirschtorte – Klassiker zwischen Tradition und Verantwortung (inkl. Original-Rezept) https://green-travel-blog.com/de/schwarzwaelder-kirschtorte-original-rezept/ https://green-travel-blog.com/de/schwarzwaelder-kirschtorte-original-rezept/#respond Tue, 24 Feb 2026 07:42:41 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72770 Kaum eine Torte ist so eng mit einer Region verbunden wie die Schwarzwälder Kirschtorte mit dem Schwarzwald. Und das nicht nur aufgrund ihres Namens. Viel Sahne, Eier, Schokolade, Kirschen und ein Hauch Kirschwasser – diese Torte ist üppig, festlich und alles andere als zurückhaltend. Und…

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Kaum eine Torte ist so eng mit einer Region verbunden wie die Schwarzwälder Kirschtorte mit dem Schwarzwald. Und das nicht nur aufgrund ihres Namens. Viel Sahne, Eier, Schokolade, Kirschen und ein Hauch Kirschwasser – diese Torte ist üppig, festlich und alles andere als zurückhaltend. Und nachhaltig?

Das SCHWARZWALD PANORAMA hat uns das Rezept ihrer Hotelküche gegeben. Genauso, wie man sich diesen Klassiker vorstellt. Und genau so, wie er seit Generationen gebacken wird. Aber das Hotel wäre nicht einer der Pioniere der nachhaltigen Hotellerie in Deutschland, wenn es nicht auch beim Klassiker um Themen wie Verantwortung und Nachhaltigkeit ginge.

 

Deutschlands berühmteste Torte: Einordnung und Kontext

Mit reichlich Sahne und Eiern lässt sich die klassische Schwarzwälder Kirschtorte definitiv nicht als nachhaltigstes Element der Kaffeetafel bezeichnen. Doch: Genuss, Tradition und Verantwortung schließen sich nicht automatisch aus. Entscheidend ist die Qualität der Zutaten und der bewusste Umgang damit. Und am Ende ist diese Torte eben auch keine Alltagsküche, sondern ein Highlight für besondere Momente.

Im SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb wird die Schwarzwälder Kirschtorte beispielsweise ausschließlich mit Bioprodukten gebacken. Das Hotel ist Bioland-GOLD-zertifiziert, der höchsten Auszeichnung des Verbands. Wann immer möglich, stammen die Zutaten direkt aus der Region, andernfalls werden sie in Bio- und Fair-Trade-Qualität bezogen, etwa bei der Schokolade.

Touristische Erwartungen wie Kuckucksuhr und eben auch die Schwarzwälder Kirschtorte werden hier nicht ablehnt, sondern angenommen und weitergedacht. Mit guten Zutaten und Regionalität. Das gleiche gilt übrigens auch für den Rest des Hotels: kreislauffähige Zimmer, ein ganzheitliches Selfness-Konzept und moderne Formen des Schwarzwaldwald-Erlebens wie Waldbaden. Die Torte ist ein Stück kulinarische Kultur, die deinen Schwarzwaldurlaub komplett macht.

Ansicht einer angeschnittenen Schwarzwälder Kirschtorte mit Sahnetupfen und Kirschen auf einem Teller
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Schwarzwälder Kirschtorte Original-Rezept

Das Hotel SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb im Schwarzwald bereitet die Schwarzwälder Kirschtorte ganz traditionell zu und verwendet zu 100 % Bio-Zutaten.
Gericht Cake, Kuchen
Küche Deutschland, Schwarzwald
Keyword Schwarzwald, Torte

Zutaten

Für den Biskuit

  • 6 Eier bio
  • 200 g Zucker bio
  • 200 g Mehl bio
  • 50 g Speisestärke bio
  • 50 g Kakaopulver bio & Fair Trade
  • 2 TL Backpulver Bio
  • 3 EL heißes Wasser

Füllung

  • 1 Glas Schattenmorellen bio
  • 2 EL Speisestärke bio
  • 1 l Sahne bio
  • 5 Päckchen Sahnesteif
  • 1 EL Zucker bio
  • 9 EL Kirschwasser (aus dem Schwarzwald)
  • 100 g Schokoraspel bio & Fair Trade

Anleitungen

Biskuit

  • Eier mit Zucker und Wasser in eine Schüssel geben und 5 min schlagen (am besten mit einer "8" - am Ende soll sich der Zucker ganz aufgelöst haben)
  • Mehl, Speisestärke, Kakaopulver und Backpulver in einer Schüssel vermischen
  • Mit einem Sieb zur Eiermasse hinzugeben
  • Ofen auf 180 Grad vorheizen
  • Den Boden der Springform einfetten und bemehlen
  • Biskuitmasse hineingeben und glattstreichen
  • 20 min backen und danach auskühlen lassen

Kirschen

  • Schattenmorellen über einem Sieb abgießen und Saft auffangen
  • Stärke mit 2 EL vom Saft anrühren
  • Kirschsaft aufkochen und Speisestärke-Kirschsaft mit einrühren
  • Unterrühren und einmal aufkochen lassen
  • 8 bis 12 Schattenmorellen für die Deko beiseitelegen
  • Restliche Schattenmorellen unter Speisestärke-Kirschwasser heben

Zubereitung der Torte

  • Tortenboden 2x durchschneiden, sodass drei Böden entstehen
  • Auf den ersten 3 EL Kirschwasser träufeln
  • Kirschmasse vollständig darauf verteilen und glattstreichen
  • Abkühlen lassen
  • Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen
  • Mit einem Löffel etwa 3 EL Sahne dünn auf die Kirschmasse streichen
  • 4 EL Sahne in einen Spritzbeutel
  • Zweiter Boden darauflegen und leicht andrücken
  • Wieder 3 EL Kirschwasser auf den Boden träufeln
  • Sahne auf den Boden streichen
  • Letzten Biskuitboden auflegen und mit restlichen Kirschwasser tränken
  • Mit restlicher Sahne Torte verkleiden
  • Mit Spritzbeutel Sahnestuffs auf die Torte spritzen
  • Kirschen obendrauf setzen
  • Mit Raspel Schokolade Oberfläche und Rand bestreuen
  • Kalt stellen
Schwarzwälder Kirschtorte nach originalrezept nachgebacken (mit Himbeeren statt Kirschen als Deko)
©Laura Farag

PS: Ich habe das Rezept kürzlich erst nachgebacken. Meine kleinen Änderungen: kein Kirschwasser, sondern stattdessen etwas Mandelaroma in die Eimasse. Außerdem habe ich zusammen mit den Kirschen noch ein paar frische Erdbeeren eingekocht sowie Himbeeren verwendet, da diese hier gerade Saison haben. War superköstlich, schön anzusehen und hat allen geschmeckt.

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Vom Wegwerfen zum Weiterdenken: Zeit für Circular Food https://green-travel-blog.com/de/vom-wegwerfen-zum-weiterdenken-zeit-fuer-circular-food/ https://green-travel-blog.com/de/vom-wegwerfen-zum-weiterdenken-zeit-fuer-circular-food/#respond Fri, 13 Feb 2026 07:06:49 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72394 1,05 Milliarden Tonnen Lebensmittel. So viel Essen ist laut dem UNEP Food Waste Index Report 2024 allein im Jahr 2022 weltweit im Müll gelandet. Das entspricht über einer Milliarde weggeworfener Mahlzeiten – jeden einzelnen Tag. Besonders unbequem: 60 % dieses Food Waste entsteht in privaten Haushalten.…

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1,05 Milliarden Tonnen Lebensmittel. So viel Essen ist laut dem UNEP Food Waste Index Report 2024 allein im Jahr 2022 weltweit im Müll gelandet. Das entspricht über einer Milliarde weggeworfener Mahlzeiten – jeden einzelnen Tag. Besonders unbequem: 60 % dieses Food Waste entsteht in privaten Haushalten. Also nicht in der Industrie, nicht in Supermärkten – sondern bei uns zu Hause. In unseren Kühlschränken, in vergessenen Gemüsefächern, auf Tellern, die wir zu voll beladen haben.

Und noch ein Punkt, der überrascht: Lebensmittelverschwendung ist längst kein Wohlstandsproblem mehr. Der Report zeigt, dass der Pro-Kopf-Food-Waste über Einkommensstufen hinweg erstaunlich ähnlich ist. Heißt: Das Problem betrifft uns alle – unabhängig davon, wie viel wir verdienen oder wo wir leben.

 

2030 ist nicht mehr weit und das Ziel noch lange nicht erreicht

Mit den Sustainable Development Goals (SDG 12.3) hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Klingt nach Zukunft? 2030 ist näher, als es sich anfühlt – und ohne einen echten Wandel in unserem Alltag wird dieses Ziel nicht erreichbar sein.

Denn Food Waste ist kein Randthema. Er treibt Klimakrise, Ressourcenverbrauch und wirtschaftliche Verluste massiv an. Jedes weggeworfene Lebensmittel steht für verschwendetes Wasser, Energie, Arbeitszeit und Emissionen.

 

Was hat das mit Reisen zu tun?

Gerade in der nachhaltigen Hotellerie ist das Thema Essen besonders sensibel: wechselnde Gästeströme, Buffets, individuelle Ernährungswünsche, saisonale Schwankungen. Gerade dort, wo viele Menschen täglich verpflegt werden, zeigt sich, ob Kreislaufdenken funktioniert. Und genau da holen wir uns jetzt Inspiration für unser eigenes Leben 😉 .

 

Weniger ist mehr: Warum kluger Einkauf Food Waste verhindert

Open Kitchen Konzept im Hotel Klosterbräu
Einkaufen und zubereiten nach Bedarf. Open Kitchen im Hotel Klosterbräu | ©Hotel Klosterbräu, Fotograf: Stephen Elsler

 

Circular Food beginnt nicht erst beim Kochen, sondern davor – bei der Produktion und beim Einkauf. Viele unserer Green Pearls®-Partner zeigen, wie entscheidend dieser erste Schritt ist.

Im Hotel Klosterbräu in Tirol stammen mindestens 80 % der Lebensmittel aus der Region. Vieles wird aber auch selbst produziert: Eier vom eigenen Bauernhof, selbstgemachte Marmeladen und Kompotte, Kräuter und Honig aus dem eigenen Garten, Heumilch von den Kühen aus der Nachbarschaft. Kurze Lieferketten, kaum Verpackung, volle Kontrolle über Qualität und Mengen.

Auch das Baumhotel My Arbor, das energieautarke Aparthotel OLM Nature Escape und das nachhaltige Lifestylehotel SANDnature an der Ostsee setzen auf gezielten, bedarfsorientierten Einkauf bei regionalen (Bio-)Produzent*innen. Bestellt wird nicht „auf Vorrat“, sondern nach Auslastung. Das Ergebnis: kaum abgelaufene Produkte in den Vorratskammern.

Was wir daraus lernen können:

  • Wie wir im Blogartikel zu Bio-Lebensmitteln erklärt haben, führt die Verwendung von (teureren) Bio-Lebensmitteln automatisch dazu, diese bewusster zu verwenden. Zudem kannst du bei Bio-Produkten (wenn möglich) auch die Schale mitessen.
  • Setze auf saisonale Produkte aus deiner Region (eine Hilfe sind hier z. B. Rezepte aus Saison-Kalendern)
  • Laut dem Hotel Klosterbräu ist vor allem der Verzicht auf Fertigprodukte wichtig, “da so komplette Zutatenkreisläufe gewahrt und Resteverwertung ermöglicht wird.”
  • Einkaufen mit Einkaufsliste und gezielter Planung für Gerichte. Denke anGerichte mit “Resten”, Frühstück, Snacks, mit realistischer Mengenplanung. (Nicht einfach “Irgendwas werde ich damit schon machen”.)

 

Planung schlägt Perfektion – und Buffets sind keine Pflicht

Nachhaltiges Frühstück im Hotel am Zero-Waste Buffet
©SCHWARZWALD PANORAMA

 

Ein weiterer Hebel gegen Food Waste: Planung. Und der Mut, Dinge anders zu machen.

Im Canvas & Orchids Retreat in Kambodscha gibt es bewusst ein tägliches Set-Menü (das heißt: keine Karte mit Auswahl). Gekocht wird mit dem, was frisch verfügbar ist – kreativ, saisonal und vollständig verwertet. Das reduziert Abfall und macht Nachhaltigkeit für Gäste als kulinarische Entdeckungsreise erlebbar.

Etwas, das sich ebenfalls erst wenige Hotels “trauen” ist die flexible Portionsgröße. Das heißt, dass das Personal so geschult ist, auch mal eine halbe Portion anzubieten (oder einen Nachschlag). Das Naturhotel Outside setzt auf kleinere Portionen. Überschüsse landen nicht im Müll, sondern am Nachmittagsbuffet oder bei den Mitarbeitenden. Ähnlich arbeitet das SCHWARZWALD PANORAMA, wo intelligente Menüplanung und angepasste Portionsgrößen Food Waste von vornherein vermeiden.

Ein echtes Best-Practice-Beispiel ist das Hotel Luise in Erlangen:
Hier bleiben im Schnitt nur 5 Gramm Lebensmittelreste pro Gast und Mahlzeit übrig. Möglich wird das durch kleinere Platten am Buffet, die nach Bedarf lieber einmal mehr nachgelegt werden. Am Ende des Frühstücks fragen die Mitarbeiter*innen die Gäste gezielt danach, was noch gewünscht wird. Und dann wird z. B. noch eine einzelne Scheibe Käse aus der Küche geholt, anstatt einfach noch mal 20 Scheiben auszulegen.

 

Für zu Hause heißt das:

  • Lieber nachnehmen als überladen. Zwar hast du zu Hause nicht das Problem wie ein Hotel, dass alle Lebensmittel, die einmal auf dem Tisch standen, kein zweites Mal angeboten werden dürfen. Doch solltest auch du dafür sorgen, dass die Lebensmittel appetitlich bleiben. Reis, der schon mit Saucen und anderem Essen vermischt ist, will keiner mehr essen; Reis, der pur übrigbleibt, lässt sich hingegen vielseitig verwenden.
  • Es muss nicht immer eine riesige Auswahl geben und nicht jeden Tag ein neues Angebot. (Lieber erstmal das angebrochene Hummus und die schon offene Marmelade aufessen, statt  etwas Neues zu öffnen.)

 

Aus Resten wird Geschmack – wenn Kreativität Teil des Konzepts ist

Selber Brotbacken imHotel Bella Vista Zermatt
Das Brot wird im Hotel gebacken und lässt sich auch am nächsten Tag noch verwerten. | ©Hotel Bella Vista Zermatt

 

“Resteverwertung” gehört zur Kunst des Kochens und hat auch in der Profigastronomie ihren festen Platz.

  • Im Hotel Bella Vista Zermatt werden Orangenschalen zu Sirup, hartes Brot geht an die Schafe, Kaffeesatz düngt die Blumen.
  • In den drei Südtiroler Hotels My Arbor, Hotel Weihrerhof und OLM Nature Escape werden Gemüseschalen zu Fonds und altes Brot zu Knödeln oder Croûtons verarbeitet.
  • Das SCHWARZWALD PANORAMA verwandelt Überschüsse in Suppen, Eintöpfen oder frische Salate.

Für zu Hause gilt:

Eigne dir eine kreative Resteküche an. Unsere Tipps aus dem Web:

  • Resteverwertung von Zucker und Jagdwurst: Der vegane Foodblog präsentiert zu den üblichen Lebensmitteln (Reis, Brot, matschiges Obst …) eine übersichtliche Liste mit passenden Rezepten.
  • Familienkost hat auch Ideen für eher ungewöhnliche Lebensmittel wie Spargel oder Zitronen und eine Suchfunktion nach Zutaten
  • Der Restegourmet ist eine ziemlich ausgeklügelte Webseite und App speziell für das Kochen mit Resten. Es dauert ein bisschen sich einzufinden, doch dann gibt es sehr nützliche Tipps und Rezepte.

 

Wenn Essen zurück zur Erde geht: Kreislaufdenken konsequent zu Ende gedacht

Was nicht mehr gegessen werden kann, muss trotzdem nicht verloren sein. Viele unserer Partner schließen den Kreis über Kompostierung:

  • STURM wirft alles, was kompostiert werden darf, auf den eigenen Kompost und nutzt die daraus gewonnene Erde anschließend im Naschgarten.
  • Im Naturresort Gerbehof werden Lebensmittelreste ebenfalls durch Kompostierung zu Dünger.
  • Das SCHWARZWALD PANORAMA arbeitet mit ReFood zusammen, welche gekochte Speisereste und Altfett aus der Gastronomie abholen und daraus Biodiesel, Biogas, Wärme und organische Dünger herstellen.

Besonders konsequent ist das Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz. Hier werden selbst gekochte Speisereste mit einer professionellen Kompostiermaschine direkt vor Ort verarbeitet. Der nährstoffreiche Kompost landet im eigenen Garten und wird sogar in Säckchen als kleines Geschenk an Gäste weitergegeben. “Ein Geschenk von unserer kleinen Insel an ihre Gärten und Pflanzen zu Hause”, erzählen sie.

“Für uns ist der Kreislauf ein System, nach dem die Natur schon immer funktioniert hat. Und wir sehen uns als Teil dieses natürlichen Rhythmus’.” – Hotel Korinjak

Zu Hause:

  • Speisen vom Vortag erneut aufwärmen und genießen (Hygiene beachten)
  • Biotonne bewusst nutzen (Plastik und Fleischreste gehören NICHT hinein. Dazu gehört vielerorts übrigens auch „Plastik“ aus natürlichen Materialien wie Maisstärke.)
  • Eigenen Kompost herstellen (geht übrigens auch als Mini-Version bzw. mit Hilfe einer Wurmkiste oder eines Bokashis auf dem Balkon einer Stadtwohnung.)

 

Machu Picchu , Weltwunder
Weltwunder Machu Picchu war wegen Umweltverschmutzung in Gefahr. ©Inkaterra

 

Speiseöl: Der unsichtbare Food Waste mit massiven Folgen

Ein Thema, das oft vergessen wird: altes Speiseöl. Frittier- und Bratfette gehören nicht in den Abfluss.

Wie gravierend die Folgen sein können, zeigt das Beispiel Machu Picchu Pueblo in Peru. Dort war die Belastung der Flüsse durch alte Speiseöle aus der Gastronomie des beliebten Touristenorts so hoch, dass sich die Wasserqualität messbar verschlechterte. Die Reaktion: Gemeinsam mit der Gemeinde errichtete das Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel eine Anlage, in der Speiseöl aus der Gastronomie, Haushalten und lokalen Betrieben gesammelt und zu Biodiesel verarbeitet wird. Ein Projekt, das Umwelt schützt – und die Region aktiv einbindet.

Wie du Speiseöl korrekt entsorgst:

  • Altes Speiseöl, Frittierfett und Co. gehören in den Restmüll. Kleine Reste kannst du einfach mit etwas Küchenpapier aufnehmen und in der Restmülltonne entsorgen.
  • Größere Mengen lässt du abkühlen und gibst es anschließend in einem gut verschlossenen Behälter ebenfalls in den Restmüll oder bringst es zu speziellen Sammelstellen in deiner Region.

 

 

Circular Food funktioniert nur gemeinsam

Ob im Hotel Klosterbräu, im Naturhotel Outside, bei SANDnature oder im Hotel Luise: Überall zeigt sich, dass Kreislaufdenken nur funktioniert, wenn Mitarbeitende und Gäste eingebunden werden. Dies gilt natürlich auch zu Hause –  für dich, deine Familie und deine Gäste. Und da ist es wahrscheinlich deutlich einfacher: Darf ich dir das noch einpacken? „Möchtest du das noch aufessen? Nimmst du noch ein paar Radieschen aus unserem Garten mit? Selbst bei Hochzeiten und anderen großen Feierlichkeiten wird es immer selbstverständlicher, dass Gäste Dosen und Behälter mitbringen, damit vom Buffet nicht zu viel übrig bleibt.

 

Fazit: Kreislaufdenken beginnt im Kopf

Unsere Green Pearls® zeigen, dass Circular Food selbst unter komplexen Bedingungen funktioniert. Und genau deshalb ist klar: Wenn es dort geht, geht es auch bei uns.

Denn wenn Haushalte den größten Anteil an Food Waste verursachen, haben sie auch den größten Hebel für Veränderung. Kreislaufdenken beginnt im Kopf und damit sich verantwortlich zu fühlen.

2030 rückt näher. Lass uns anfangen.

 


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Im Vordergrund hält eine Person einen weißen Teller mit bunten Gemüseresten, darunter Salatblätter, Paprika und Tomaten. Mit einer schwarzen Zange werden die Lebensmittelreste in einen großen schwarzen Abfalleimer entsorgt. Oben im Bild steht das Logo und der Schriftzug 'GREEN TRAVEL BLOG'. Unten ist der Text 'CIRCULAR FOOD' sowie 'WENIGER LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG ZU HAUSE UND AUF REISEN' zu sehen. Das Bild thematisiert Lebensmittelkreisläufe und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln in Hotels.

Ein Koch mit weißer Jacke und grauer Schürze steht in einer modernen Hotelküche. Die Arbeitsfläche ist mit verschiedenen Zutaten und Küchenutensilien bestückt. Im Hintergrund sind Steinwände, Pflanzen und ein Pizzaofen sichtbar. Unten im Bild befindet sich ein Textfeld mit grünem Titel und weißem Fließtext. Der Text thematisiert Lebensmittelverschwendung und nachhaltige Lösungen in Hotels im Zusammenhang mit Circular Food.

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Hier wird selbst geerntet – Hotels mit eigener Landwirtschaft und Nachhaltigkeitsmaßnahmen https://green-travel-blog.com/de/hier-wird-selbst-geerntet-nachhaltige-hotels-mit-eigener-landwirtschaft/ https://green-travel-blog.com/de/hier-wird-selbst-geerntet-nachhaltige-hotels-mit-eigener-landwirtschaft/#respond Tue, 03 Feb 2026 07:42:08 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72429 Hotels mit eigener Landwirtschaft nutzen ihren Einfluss nicht nur als Konsument*innen – also indem sie regional einkaufen und Bio wählen. Sie  geben auch in der Produktion den Ton an: mit eigenen Gärten, Feldern oder Farmen direkt am Haus. Wir stellen dir Unterkünfte vor, die dir…

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Hotels mit eigener Landwirtschaft nutzen ihren Einfluss nicht nur als Konsument*innen – also indem sie regional einkaufen und Bio wählen. Sie  geben auch in der Produktion den Ton an: mit eigenen Gärten, Feldern oder Farmen direkt am Haus. Wir stellen dir Unterkünfte vor, die dir auf deinen Reisen den Luxus bieten, zu sehen, wie etwas wächst – und es später auf dem Teller wiederzufinden.

 

Konzepte wie Bio-Landbau und Permakultur stärken zudem lokale Kreisläufe, bauen Böden (wieder) auf, fördern die Vielfalt und schaffen bzw. sichern faire Arbeitsplätze. „Farm-to-Table“ ist hier nicht nur ein hübscher Satz im Marketing, sondern die Essenz der Küche.

 

5 Hotels mit eigener Landwirtschaft in Deutschland, Österreich und Südtirol – mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmaßnahmen

 

#1 ADLER Lodge RITTEN, Südtirol

Adler Lodge Ritten, Hotelgarten, nachhaltig reisen
Hannes Pignater pflückt Kräuter direkt vor dem Hotel. ©AlexFilz | ADLER Lodge RITTEN

 

Die ADLER Lodge RITTEN, ein bewusst geführtes 5-Sterne-Hotel auf dem Ritten in Südtirol hat Farm-to-Tablevon Anfang in ihr Konzept integriert. Auf rund 4.000 Quadratmetern wurde ein vielfältiger Bauerngarten mit Äckern, Obststräuchern und Kräutergärten angelegt – direkt neben dem Hauptgebäude. Sommerweizen, Kartoffeln, verschiedenes Gemüse, Beeren und aromatische Kräuter wachsen dort.

Der Garten ist nicht nur Versorgungsquelle, sondern auch Erlebnisraum: mit Wegen, Bänken und Beschilderungen, die zeigen, was gerade wächst

Betreut wird der Bauerngarten von Christian Fink und Freundin Johanna, die auch den benachbarten Viehweiderhof bewirtschaften. Ihr Ansatz ist naturnah, vielfältig und ökologisch: Mischkulturen in den Beeten, Blumen zwischen den Pflanzen, die den Boden stärken und Bestäuber anziehen. Auch die Bienen der Lodge profitieren davon – und liefern den Honig für das Frühstücksbuffet gleich mit.

 

Farm-to-Table Konzept von Cristian Cinquemani

Was einst eine Herzensangelegenheit von Küchenchef Hannes Pignater war, wird heute weitergeführt. Sein Nachfolger, ADLER Lodge RITTEN Küchenchef Cristian Cinquemani hält das offene Küchen-Konzept mit lokalen Bio-Zutaten, Produkten aus eigenem Anbau und direktem Gästekontakt weiter am Leben und hat der Kulinarik einen Touch Inselflair von seiner Heimat Elba hinzugefügt.

 

#2 Hotel Klosterbräu, Tirol, Österreich

Mädchen kehren den Stall im Streichelzoo vom nachhaltigen Hotel Klosterbräu in Seefeld
In „Sigis Sauhaufen“ vom Hotel Klosterbräu können sich Kinder mit Tieren und Stallarbeit beschäftigen. ©David Johansson

 

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld knüpft mit seiner eigenen Landwirtschaft bewusst an die über 500-jährige Geschichte des Hauses an. Bereits die Augustinermönche bewirtschafteten die Flächen des einstigen Klosters selbst – mit Ackerbau, Hopfen für die Brauerei sowie Tierhaltung. Diese Tradition lebt Gastgeber Alois Seyrling heute neu auf: nachhaltig, zeitgemäß, konsequent biologisch – aber vegetarisch.

Seit 2017 betreibt das Klosterbräu die vegetarische Landwirtschaft „Sigis Sauhaufen“ nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen. Die Felder auf dem Pfarrhügel werden mit eigenem Kompost versorgt, der aus den Bio-Abfällen des Hotels entsteht. Angebaut werden Kartoffeln, Kräuter, Hopfen und Früchte wie Äpfel – alles klar auf den Eigenbedarf ausgerichtet. Ein besonderes Projekt ist die sogenannte „Plateau-Kartoffel“, die durch Farbe und Geschmack einzigartig ist.

 

Hotel mit Landwirtschaft und Streichelzoo

Zur Landwirtschaft gehört auch Tierhaltung mit viel Raum: Ein Wanderhühnerstall mit rund 200 Legehennen aus alten und seltenen Rassen liefert unter anderem die Frühstückseier. Ergänzt wird das Ganze durch den privaten Streichelzoo mit Ziegen, Zwergrindern und weiteren Kleintieren. Das Hotel eignet sich daher auch besonders gut, um Landwirtschaft auch für deine Kinder erlebbar zu machen.

 

#3 Naturresort Gerbehof, Bodensee, Deutschland

Apfelernte Naturresort Gerbehof - nachhaltiger Urlaub Bodensee Deutschland
Das Naturresort Gerbehof produziert eigene Bio-Äpfel ©Guenter Standl

 

Im Bio Hotel Naturresort Gerbehof wird Landwirtschaft ganzheitlich gedacht. Hotel und Hof bilden eine Einheit – beide sind zu 100 Prozent biozertifiziert und Teil eines konsequenten Kreislaufs. Als Mitglied bei Bioland steht der Betrieb für eine Landwirtschaft, die achtsam mit Ressourcen umgeht und Verantwortung über Generationen hinweg übernimmt.

Auf rund 22 Hektarn bewirtschaftet Gastgeberfamilie Wagner Obstplantagen mit Äpfeln und Birnen im Bio-Anbau. Ein Teil der Ernte geht in den regionalen Handel, ein anderer direkt in die eigene Verarbeitung: Apfelsaft, Destillate aus der hauseigenen Brennerei und Produkte, die du auf dem Frühstücksbuffet findest, entstehen also direkt vor Ort. Ergänzt wird die Landwirtschaft durch Weideflächen für Pferde, freilaufende Hühner sowie eine kleine Tierhaltung mit Wildschweinen.

Das Naturresort Gerbehof zeigt auch, wie Hotellerie und Klimaschutz miteinander verbunden sein können. Besonders konsequent ist der Ansatz beim Thema Energie und Ressourcen. Miscanthus-Gras aus eigenem Anbau dient als Heizmaterial und Einstreu für die Pferde – und wird in Form von Pferdemist später wieder als Dünger auf den Feldern eingesetzt. Für die Bewässerung gibt es Regenwasserzisternen und einen eigenen Brunnen.

 

#4 My Arbor, Südtirol

Landwirtschaft vom Hotel My Arbor
©Hotel My Arbor

 

Mit dem Projekt Agricoltura Pura hat das luxuriöse Wellnesshotel My Arbor bei Brixen eine Verbindung zur Landwirtschaft geschaffen, auch wenn sie nicht direkt an das Hotelgelände grenzt. Etwa 170 Kilometer entfernt, bei Albisano am Gardasee, werden rund 20 Hektar Land nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft bewirtschaftet – als groß angelegte Permakultur mit Obst, Gemüse, Oliven, Getreide, Wein und Kräutern.

Im Mittelpunkt stehen gesunde Böden, Biodiversität und funktionierende natürliche Kreisläufe. Statt kurzfristiger Erträge setzt das Projekt auf langfristige Bodenfruchtbarkeit und Vielfalt. Die geernteten Produkte gelangen direkt ins Hotel: frisch verarbeitet in der Küche oder veredelt, um sie das ganze Jahr über nutzen zu können. So entstehen unter anderem eingelegtes Gemüse, Marmeladen, Konserven und hausgemachtes Öl.

 

#5 Gut Sonnenhausen, Bayern, Deutschland

Luftaufnahme Gut Sonnenhausen. Das nachhaltige Hotel ist umgeben von Feldern, Natur und Wald
Luftaufnahme vom nachhaltigen Hotel Gut Sonnenhausen mit seiner Landwirtschaft ©Ekkehard Winkler

 

Das Prinzip der Permakultur ist auch bestimmend für die Landwirtschaft auf Gut Sonnenhausen bei München. Wie uns Hotelgärtnerin Marie Louise Troll im Interview berichtet, ist das Konzept der Permakultur auch eine Antwort auf die Klimakrise.

“Wir beschäftigen uns seit Jahren mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasservorkommen und das vermehrte Auftreten von Extremwetterereignissen. Die Permakultur-Prinzipien helfen, die Landwirtschaft dafür stark zu machen.” – Gut Sonnenhausen

Der Garten von Gut Sonnenhausen umfasst rund 2.700 Quadratmeter Gemüseanbau, 500 Quadratmeter Küchenkräuter und zusätzlich 25 Hektar Natur rund um das Hotel mit Obst- und Nussbäumen. Um mehr darüber zu erfahren (oder auch Tipps für deinen eigenen Garten mitzunehmen) kannst du am kostenlosen “Gartentreff” des Hotels teilnehmen.

 

Über den Tellerrand hinaus – wenn Landwirtschaft mehr verändert als das Menü

Gerade in der wohlhabenden DACH-Region zeigen viele Hotels, wie viel Gestaltungskraft in einer eigene Landwirtschaft steckt. Doch wer beim Reisen wirklich über den Tellerrand blickt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – erkennt: In anderen Teilen der Welt hat Bio-Landwirtschaft noch eine ganz andere Bedeutung. Hier geht es nicht nur um Geschmack, Qualität oder Transparenz, sondern um Existenzsicherung und echte Zukunftsperspektiven für lokale Gemeinschaften.

 

#1 The Pavilions Himalayas – The Farm, Nepal

The Pavilions Himalayas Nepal - nachhaltig reisen
©The Pavilions Himalayas – The Farm

 

The Pavilions Himalayas – The Farm wurde mit einer klaren Vision gegründet: lokalen Bauern den Übergang von konventioneller Landwirtschaft hin zum Bio-Anbau zu ermöglichen und anschließend ihre Existenz zu sichern. Auf den Feldern rund um das Resort wachsen saisonales Gemüse, Kräuter und es gibt Eier und Milch, die direkt in der nepalesischen Küche verarbeitet werden – frisch, pestizidfrei und im Einklang mit den Jahreszeiten. Typische Zutaten für Dal Bhat, Currys oder Momos stammen sogar direkt vom eigenen Land.

Noch wichtiger als die Ernte ist jedoch der Wissenstransfer. Lokale Bauern lernten neben dem ökologischen Anbau auch unternehmerische Grundlagen und versorgen heute eigenständig die Hotelküche mit Bio-Lebensmitteln und haben ein Einkommen für sich und ihre Familien.

Die Gründer des nepalesischen Eco-Resorts, Douglas und Insuba Maclagan, engagieren sich seit fast 30 Jahren in sozialen Projekten rund um Bildung, Gesundheit und Arbeitsplätze. Ihr Ansatz ist bewusst nicht profitorientiert: Ziel ist es vor allem, mit dem Tourismus eine positive Wirkung zu erzielen – für die Region, die Menschen und den gesamten Tourismussektor.

  • Mehr über ihre beeindruckende Geschichte kannst du in unserem Blogbeitrag über Tourismus mit Impact

 

#2 Canvas & Orchids Retreat, Kambodscha

Luftaufnahme von den Öko-Zelt-Villen auf dem Fluss in Kambodscha
©Canvas & Orchids Retreat

 

Im Canvas & Orchids Retreat, ein nachhaltiges Resort mit luxuriösen und zum Teil schwimmenden Zelt-Villen inmitten der Natur, beginnt Landwirtschaft im Kleinen. Und wirkt dennoch weit. Auf der eigenen Farm wachsen grundlegende Gemüsesorten wie Auberginen, Gurken sowie Kräuter für die tägliche Küche. Das reduziert Transportwege und garantiert Frische auf dem Teller.

 

Gäste unterrichteten Kambodschaner*innen in der Hühnerhaltung

Darüber hinaus bezieht das Retreat bewusst die Nachbarschaft und sogar die Gäste ein. Ein besonders schönes Beispiel: Wiederkehrende Gäste mit Erfahrung in der Geflügelzucht unterstützten lokale Familien beim Aufbau kleiner Hühnerfarmen – mit Know-how und Ausstattung. Diese Familien liefern heute Eier und Fleisch direkt an das Retreat. Dadurch, dass Gäste die Initiative ergriffen, entstand eine besondere Form der Farm-to-Table-Verbindung, die bis heute Existenzen erhält und lokale Strukturen stärkt.

 

Zurück zur Erde – und zu einem bewussteren Reisen

Die hier vorgestellten Green PearlsⓇ Hotels zeigen, wie Reisen wortwörtlich wieder erdender werden können. Wenn du sie besuchst, verbindest du dich nicht nur mit einem Ort, sondern auch mit dem, was dort wächst. Du siehst Gemüsepflanzen,riechst Kräuter, die zur Region gehören, und genießt Essen, das frischer kaum sein könnte.

Gleichzeitig unterstützt du mit deinem Urlaub in einem solchen Hotel Menschen, die Landwirtschaft mit Verantwortung betreiben – sei es in den Alpen, am Bodensee oder am Tatai River in Kambodscha. Genau darin liegt für uns nachhaltiges Reisen: bewusst genießen und der Natur etwas zurückgeben.

 


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Hände ernten frische Blätter auf einem Feld, darunter drei kleinere Bilder mit einer Frau im Gemüsegarten, einer Person vor einem Bauernhaus und einer Hand, die einen Apfel hält

Person hockt in einem Garten vor einem modernen Holzhaus und betrachtet Pflanzen

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Cultivated Meat – Ist Laborfleisch eine nachhaltigere Lösung für Fleischkonsum? https://green-travel-blog.com/de/cultivated-meat-ist-laborfleisch-eine-nachhaltige-loesung-fuer-fleischkonsum/ https://green-travel-blog.com/de/cultivated-meat-ist-laborfleisch-eine-nachhaltige-loesung-fuer-fleischkonsum/#respond Fri, 26 Dec 2025 07:20:06 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=72010 Würdest du Fleisch essen, das im Labor gezüchtet wurde? Für diesen Artikel hätte ich es (fast) getan, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Die Gastronom*innen aus nachhaltig orientierten Hotels und Restaurants sehen da nämlich bessere Alternativen zu Fleischkonsum. Erfahre mehr über das angebliche “Zukunftsfleisch”…

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Würdest du Fleisch essen, das im Labor gezüchtet wurde? Für diesen Artikel hätte ich es (fast) getan, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Die Gastronom*innen aus nachhaltig orientierten Hotels und Restaurants sehen da nämlich bessere Alternativen zu Fleischkonsum. Erfahre mehr über das angebliche “Zukunftsfleisch” und ob pflanzliche Alternativen nicht doch die beste Lösung sind.

 

Was ist kultiviertes Fleisch?

In-vitro-Fleisch, kultiviertes Fleisch, Zellkulturfleisch oder Laborfleisch wird aus Stammzellen gewonnen, ohne dass dafür Tiere sterben müssen. Prof. Dr. Petra Kluger von der Universität Reutlingen (Schwerpunkt: Züchtung von tierischem und menschlichem Gewebe im Labor) erklärt den Vorgang gegenüber TÜV Nord:

„Man entnimmt ein kleines Stück Gewebe von einem lebenden Tier und gewinnt daraus die Stammzellen. Die Stammzellen werden dann in einem Bioreaktor mit einem “Nährmedium” vermehrt und wachsen mithilfe einer “Stützstruktur” (z. B. Chitin oder Kollagen) zu einer großen Masse. Dieses Fleisch kann dann z. B. für Burger, Nuggets oder als Raviolifüllung verwendet werden.“

In den Anfängen der Forschung setzte man noch lediglich auf Muskelgewebe, inzwischen wird auch Fettgewebe im Labor gezüchtet, was laut der Professorin wesentlich dazu beiträgt, den richtigen Fleischgeschmack zu treffen.

 

Wo kann ich In-vitro-Fleisch probieren?

Cultivated Meat Hänchenfleisch aus dem Labor als Tellergericht
So sieht Hähnchenfleisch aus dem Labor als Tellergericht aus ©Screenshot PBS Newshour

Das erste Land, das den Verkauf von Laborfleisch erlaubte, war Singapur. Schon seit 2020 kannst du hier kultiviertes Fleisch essen (neuerdings gibt es dieses auch “halal” klassifiziert). Seit 2023 gibt es auch Lizenzen in den USA. Es formte sich dort allerdings eine Gegenbewegung und einige US-Bundesländer haben bereits Verbote ausgesprochen. Weitere Länder, in denen du In-vitro-Fleisch probieren kannst, sind Israel, Australien und Hongkong. In vielen weiteren Ländern (z. B. China, Thailand, Südkorea) wird eine Erlaubnis derzeit diskutiert. In Europa erlauben die Niederlande “Verkostungen”, aber noch keinen kommerziellen Verkauf, während Italien sowohl den Verkauf als auch die Produktion verboten hat – beide Länder werden sich im Endeffekt allerdings einem EU-Gesetz  anschließen müssen.

 

US-Restaurant mit Laborfleisch

Ein Restaurant, das kultiviertes Fleisch anbietet, ist das China Chilcano von Chefkoch José Andrés in Washington, DC. TV-Journalist William Brangham war dort und probierte kultivierte Hähnchenspieße (eine Nacht lang mariniert). Sie seien “köstlich” berichtet er in der PBS News Hour.

 

Wie schmeckt kultiviertes Fleisch?

Die einfache Antwort: Es schmeckt wie Fleisch. Nachdem, was Professorin Petra Kruger und verschiedene Journalist*innen und Tester*innen sagen, merke man (wenn man es nicht wüsste) keinen Unterschied. Allerdings taugt In-vitro-Fleisch momentan hauptsächlich für Zubereitungsformen wie Nudelfüllung oder Chicken-Nuggets.

 

Ist kultiviertes Fleisch nachhaltiger?

Im Vergleich zur konventionellen Fleischproduktion wahrscheinlich ja. Doch dafür muss sich die Technik erst noch weiterentwickeln. Die liegen allerdings auf der Hand:

  • Es müssen keine Tiere geschlachtet
  • Es müssen nur weniger Tiere gehalten werden. (Wenige Stammzellen für viel Masse)
  • Der Bedarf für Weideflächen wird geringer.
  • Der Bedarf für die Futterproduktion wird langfristig wohl ebenfalls geringer, doch auch die Zellen benötigen Nahrungsenergie, um zu wachsen.
  • Einer Studie zufolge könnte das Treibhauspotenzial von kultivierten Rindfleisch bis zu 80 % niedriger sein als bei konventionell produziertem Rindfleisch. Es könnte aber auch 26 % höher (Dann nämlich, wenn man die Geräte, Stromkosten und das Laborfutter mit einem Stalltier zum jetzigen Zeitpunkt vergleicht.)

 

“Kultiviertes Fleisch ist nicht automatisch gut fürs Klima”

Labor für kultiviertes Fleisch - mitarbeiter an der Maschine
Herstellung vom kultiviertem Fleisch im Labor ©Screenshot PBS Newshour

Professor Ned Spang, von der UC Davis Universität in California sagt gegenüber PBS News: “Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass kultiviertes Fleisch gut für die Umwelt ist”. Berechnungen der UC Davis zeigen, dass durch den aktuell noch sehr hohen Energieverbrauch, Laborfleisch noch nicht wirklich nachhaltiger ist. Der intensive Energieverbrauch komme zum einen durch die Maschinen und zum anderen durch die “Fütterung” der Zellen (als Beispiel nennt er Glukose, was einen erheblichen CO2-Fußabdruck hat).

Fazit: Damit kultiviertes Fleisch als nachhaltiger bezeichnet werden könnte:

  • muss die Produktion technisch optimiert werden.
  • müssen die Maschinen mit erneuerbarer Energie laufen
  • muss die “Fütterung” der Zellen optimiert werden

 

Aktuell ist kultiviertes Fleisch in jedem Fall klimaschädlicher als pflanzliche Produkte wie Tofu, Seitan oder Hülsenfrüchte und das wird wohl auch nach einer Prozessoptimierung noch der Fall sein.

 

Würden vegane Küchenchefs mit Laborfleisch kochen?

Vegan Chef Aggeliki Charami mit einem Spritzbeutel
©Aggeliki Charami | OMNIA

 

Im Green PearlsⓇ Netzwerk nachhaltiger Hotels und Unternehmen, sind wir im Austausch mit nachhaltig ausgerichteten Köch*innen und haben mit ihnen über kultiviertes Fleisch gesprochen. 

Aggeliki Charami ist die vegane Küchenchefin vom Paradiso Pure.Living Vegan Hotel, dem OMNIA Restaurant und LA VIMEA Vegan Hotel. Erst kürzlich erhielt sie 17 von 20 Gault&Millau-Punkten und wurde unter die 50 besten Küche Südtirols gewählt. Sie ist überzeugt, dass bei der “Zukunft der Ernährung” die pflanzliche Küche “im Mittelpunkt” stehen wird.

“Ich bin voll und ganz der pflanzlichen Gastronomie verschrieben, daher verwende ich in meiner Küche kein kultiviertes Fleisch. Ich verfolge die Technologie jedoch aufmerksam, da sie das Potenzial hat, das Leiden der Tiere zu verringern. Wenn sie in Zukunft wirklich ethisch und nachhaltig ist, wäre ich offen dafür, sie in Betracht zu ziehen, aber der Kern meiner Arbeit wird immer pflanzlich bleiben.” – Aggeliki Charami

Ihre liebste Fleischalternative ist übrigens Koji (ein japanischer Schimmelpilz, mit dem z. b. Reis oder Soja fermentiert werden und dadurch Umami-Geschmack erhalten). Das Team des LA VIMEA berichtet, dass bei ihren Gästen besonders Tempeh beliebt sei.

 

Herstellung von Tempeh

Tempeh Zubereitung Step 1 Tempeh Zubereitung Step 2 Tempeh Zubereitung Step 3 Tempeh Zubereitung Step 4

EXKURS: Tempeh: Fermentierte Pflanzenpower statt Fleisch

Tempeh wird aus ganzen Sojabohnen hergestellt, die gekocht, geschält und anschließend mit einem natürlichen Edelschimmel (Rhizopus oligosporus) fermentiert werden. Dabei verbinden sich die Bohnen zu einem festen „Kuchen“ mit nussigem, leicht erdigem Geschmack und angenehmer, bissfester Textur. Tempeh liefert rund 18–20 g Protein pro 100 g (dies ist etwas weniger als Hühnerbrust 22-24 g, oder Rindfleisch ca. 26 g).

 

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Veganer Fleischersatz: Rote Bohnen und Erdnuss Tempeh mit Bergamotte und Miso Glasur. Sauce aus Selleriewurzel und schwarzem Knoblauch, Blaubeeren und Schokolade. ©LA VIMEA

 

“Pflanzliche Küche braucht noch nicht mal Fleischersatz”

Im Hotel Korinjak auf der kroatischen Insel Iz, geht man sogar so weit zu sagen, dass gutes Essen weder Fleisch noch Fleischersatz braucht.

 “Wir verwenden keine verarbeiteten Fleischersatzprodukte oder Imitate. Stattdessen basiert unsere Küche auf der Fülle an Pflanzen. Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Kräuter, Samen und lokales Olivenöl. Wir glauben, dass echte Ernährung keine Nachahmung braucht.” – Hotel Korinjak

Zwar haben sie einige kroatische Klassiker fleischfrei abgewandelt, doch kultiviertes Fleisch sei überhaupt nicht interessant für sie. “Es passt einfach nicht zu unseren Werten wie Einfachheit, lokale Produktion und geringe ökologische Auswirkungen.”

 

Interesse an Laborfleisch – Bei klaren Prinzipien

Hühner am Gardasee in der Landwirtschaft vom nachhaltigen Wellneshotel My Arbor
Hotel My Arbor hält eigene Bio-Hühner am Gardasee. ©BP | My Arbor

 

Küchenchef Matthias Hinteregger, vom My Arbor, mit dem wir kürzlich über nachhaltige Kulinarik in Südtirol gesprochen haben, bietet seinen Gästen einige pflanzliche Alternativen, wie Linsen-Bolognese oder hausgemachte Ravioli mit Kräuterfüllung.

Der Entwicklung von Laborfleisch beobachte man im My Arbor “mit Interesse”. Allerdings bleibe die Philosophie regional, frisch, nachhaltig und bewusst. Laborfleisch passe da nur unter ganz bestimmten Bedingungen ins Konzept.

Im SANDnature an der Ostsee wird global gedacht und Nachhaltigkeit z. B. nach den Sustainable Development Goals umgesetzt. Bezüglich der globalen Erwärmung und der wachsenden Bevölkerung sieht man hier “sowohl Fleischersatz als auch kultiviertes Fleisch als gute Alternative.” Kultiviertes Fleisch sei allerdings “noch weit entfernt davon, nachhaltig oder global einsetzbar zu sein”.

 

Weniger Fleisch, mehr Bewusstsein

Authentische Küche auf Sizilien
Küchenchef Giuseppe Schimmenti | ©ADLER Spa Resort SICILIA by Alex Filz

 

Generell ist bei unseren Green PearlsⓇ Partnern der Trend zu erkennen, weniger Fleisch zu verwenden. Im Canvas & Orchids Reteat in Kambodscha (hier wohnst du spektakulär auf schwimmenden Zelten direkt auf dem Fluss) wird gezeigt, dass kambodschanische Küche sowohl “authentisch als auch von Natur aus fleischarm”  ist.

Im ADLER Spa Resort SICILIA, wo Giuseppe Schimmenti die Küche leitet, sei der Klimawandel direkt zu spüren und mache sich im Mittelmeer (direkt vor der Hoteltür) bemerkbar. Schimmenti liebt vor allem Fisch und Meeresfrüchte und empfiehlt auch Gerichte mit Innereien wie “Stigghiola”.

Als Gast im ADLER Spa Resort SICILIA stehen dir aber immer auch vegetarische und vegane Speisen zur Verfügung – als fester Bestandteil des Buffets und der Menüs, seien sie “weit mehr als bloße Alternativen”.

Mit kultiviertem Fleisch wurden hier noch keine Erfahrungen gemacht. Wichtiger sei zu diesem Zeitpunkt, nur Fleisch aus der direkten Umgebung und aus artgerechter Tierhaltung zu verwenden.

 

“Laborfleisch geht gar nicht – und vegane Wurst auch nicht”

Herstellung von Laborfleisch
Fleischlabor ©Screenshot PBS Newshour

Im Naturresort Gerbehof am Bodensee hat Gastgeberin Ursula Wagner eine deutliche Meinung:

Meiner Meinung nach geht Fleischersatz gar nicht. Lieber gutes Fleisch aus regionaler Bioaufzucht oder Wild aus heimischer Jagd essen. Fleisch muss auch nicht jeden Tag sein, sondern wertgeschätzt werden.”

 

Sie verurteile aber nicht nur kultiviertes Fleisch, sondern auch “Billigfleisch” oder Fleischprodukte wie Wurst – dies betreffe auch vegane Wurst. “Bei veganer Wurst sollte nur jeder mal auf die Zutatenliste schauen”, sagt Ursula. Ihr Ansatz ist klar: Keine Chemie im Essen!

 

Das Essen der Zukunft und die Frage, wie die Welt satt werden kann

Wie du siehst, sind Kochen und Essen mit sehr individuellen Ansichten (und Geschmäckern) verbunden. Doch über allem steht ein globales Problem: Wie soll die Welt satt werden? Ein höchst lesenswerter Artikel im The Ecologist berichtet über eine Londoner Ausstellung über das Essen der Zukunft. Neben Laborfleisch werden laut Londons Natural History Museum Heuschrecken und Quallen als tierische Proteinquellen genutzt werden. An pflanzlichen Produkten werden z. B. Algen und Kaktus auf unsere Teller wandern. Ebenfalls könnte Solain, ein chemisch gewonnenes Protein eines finnischen Food-Tech-Unternehmens ohne tierische oder pflanzliche Bestandteile, als Pulver zahlreiche Lebensmittel anreichern. 2023 war es kurzzeitig im Fisco Restaurant Singapur als Eiscreme-Beimischung erhältlich, ist nun aber schon wieder von der Speisekarte verschwunden.

 

Wie können Menschen in 2050 satt werden?

Nachhaltige Ernährung nach der Planetary App
BILD: Pixabay

 

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung laut aktueller Prognosen auf knapp 10 Milliarden Menschen anwachsen. Gleichzeitig steigt mit wachsendem Wohlstand (insbesondere im globalen Süden) der Wunsch nach fleischlastigen Ernährungsweisen.

Das World Resources Institute (WRI) geht davon aus, dass die gesamte globale Nahrungsmittelnachfrage bis 2050 um mehr als 50 Prozent steigen wird, die Nachfrage nach tierischen Produkten sogar um fast 70 Prozent.

„Schon heute nutzt die Landwirtschaft fast die Hälfte der weltweit bewachsenen Landflächen, dennoch litten 2023 über 700 Millionen Menschen an Hunger – rund neun Prozent der Weltbevölkerung, mit steigender Tendenz durch Klimawandel und Extremwetter.“ – WRI

 

2050 wird ein massives Kaloriendefizit erwartet

Forschende des WRI warnen: Bleibt die Effizienz der Lebensmittelproduktion auf dem heutigen Niveau, entsteht bis 2050 ein massives Kaloriendefizit, das nur durch drastische Maßnahmen ausgeglichen werden könnte und schlimmstenfalls bedeute: großflächige Abholzung, massiven Artenverlust und Treibhausgasemissionen, die selbst bei vollständigem Stopp aller anderen Emissionen die Klimaziele von Paris mehr als nur sprengen würden.

Du siehst: Ein „Weiter so“ ist keine Option – das Ernährungssystem der Zukunft muss grundlegend anders gedacht werden. Fleischverzicht, Fleisch-Alternativen und Laborfleisch sind hierbei drei Ansätze.

 

Würdest du Laborfleisch essen?

Wie ist deine Meinung jetzt zum Ende des Artikels? Also ich persönlich wollte es ausprobieren – mein Sohn auch. “Für die Wissenschaft, Mama.” Mein Mann hingegen hat sich schon im Vorfeld strikt geweigert. Ist aber trotzdem mit mir zu einem Fleischgeschäft in Jerusalem gefahren, das laut Google (als bisher einziges der Stadt) kultiviertes Fleisch führen sollte. Der Laden war an sich schon sehr kurios: am anderen Ende der Stadt und geöffnet nur donnerstags von 13 Uhr bis 2 Uhr nachts. Letzten Endes fragten wir dort 5 von geschätzt 12 Mitarbeitern. Alle meinten, hier würde nur Fleisch von normal geschlachteten Tieren verkauft werden. Ob das jetzt etwas Gutes oder Schlechtes ist? So ganz genau weiß ich es nicht. Wir haben dann jedenfalls gar kein Fleisch gekauft.

 


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Luftaufnahme von Laborfleisch und einem Mikroskop vor hellblauem Hintergrund. Der Text lautet: „Meinung: Laborfleisch in Hotelküchen“. Der Tonfall ist neugierig und wissenschaftlich.

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Kulinarische Reise nach Teneriffa – kräftig, gesund & überraschend vielfältig https://green-travel-blog.com/de/kulinarische-reise-nach-teneriffa-kraeftig-gesund-ueberraschend-vielfaeltig/ https://green-travel-blog.com/de/kulinarische-reise-nach-teneriffa-kraeftig-gesund-ueberraschend-vielfaeltig/#respond Fri, 05 Dec 2025 07:30:53 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=71714 Zwischen Atlantik und Vulkanlandschaft verbirgt sich auf Teneriffa eine Küche, die genauso ehrlich ist wie die Insel selbst: einfach, aromatisch, voll ursprünglicher Kraft. Gemeinsam mit dem Küchenteam des OCEANO Health Spa Resorts nehmen wir dich mit auf eine kulinarische Reise, bei der Mojo, Gofio und…

Der Beitrag Kulinarische Reise nach Teneriffa – kräftig, gesund & überraschend vielfältig erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

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Zwischen Atlantik und Vulkanlandschaft verbirgt sich auf Teneriffa eine Küche, die genauso ehrlich ist wie die Insel selbst: einfach, aromatisch, voll ursprünglicher Kraft. Gemeinsam mit dem Küchenteam des OCEANO Health Spa Resorts nehmen wir dich mit auf eine kulinarische Reise, bei der Mojo, Gofio und frischer Fisch die Hauptrolle spielen – immer mit Blick auf Gesundheit, Regionalität und Genuss.

Dies ist der zwölfte Teil unserer Serie Kulinarische Reise – jeden Monat gibt es eine neue Destination.

 

Die Seele der Inselküche von Terneriffa: Mojo, Gofio & Co.

Stell dir eine einfache, bodenständige, aber unglaublich aromatische Küche vor: viel frisches Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Feldfrüchte – dazu der Geschmack des Atlantiks in jedem Fisch. Genau das macht die Gastronomie Teneriffas aus.

 

Gofio mit Mojo Verde und Mojo Picon
©OCEANO Health Spa Hotel

Das unzertrennliche Duo: Mojo & Gofio-Pella

Mojo ist die Seele der kanarischen Küche. Es gibt ihn in vielen Varianten, doch zwei sind besonders typisch:

  • Mojo Picón – kräftig, leicht scharf, auf Basis von Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch und Olivenöl
  • Mojo Verde – frischer, grüner Dip mit Koriander oder Petersilie

Fast alles wird damit kombiniert: Kartoffeln, Fisch, Fleisch – sogar Brot.

Die zweite Hauptrolle spielt Gofio, ein traditionell geröstetes Getreidemehl (z. B. aus Mais oder Weizen), das bereits von den Ureinwohnern, den Guanches, verwendet wurde. Daraus entsteht die berühmte Gofio-Pella – eine Knetteig-artige Masse aus Gofio, Wasser, Öl und Salz, die zu Fisch oder Eintopf gereicht wird. Heute findet man Gofio auch in Desserts, Eiscreme oder als Topping auf Suppen.

 

Der „goldene Dreiklang“ der Gewürze

Die kanarische Küche kommt ohne komplizierte Gewürzmischungen aus. Stattdessen baut sie auf einen aromatischen Dreiklang:

  • Kreuzkümmel – der König der Küche, unverzichtbar in Mojo, Eintöpfen und vielen traditionellen Gerichten
  • Knoblauch – frisch, großzügig und selbstbewusst dosiert, z. B. in Marinaden oder Salmorejo
  • Paprika / Pimentón – sorgt für Farbe, Tiefe und leichte Schärfe, oft geräuchert verwendet

Dazu kommt frischer Koriander, der besonders im Mojo Verde und in Fischgerichten für Frische sorgt.

 

So genießt du im OCEANO Health Spa Resort

OCÉANO Health Spa Hotel, Restaurant nachhaltig reisen auf Teneriffa
© Peter Aldag | OCÉANO Health Spa Hotel

 

Im OCEANO Health Spa Resort auf Teneriffa trifft diese traditionelle Inselküche auf moderne Gesundheitsküche. Die Restaurant-Philosophie: bewusst genießen, ohne Verzicht, im Einklang mit Körper und Umgebung.

 

#1 Abwechslungsreiche, ausgewogene Menüs

Die Menüs sind so gestaltet, dass sie Körper und Geist stärken:

  • täglich wechselnde Gerichte
  • viel frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte
  • mageres Eiweiß wie gegrillter Fisch, Pute oder Huhn
  • schonende Zubereitung statt Frittieren

Auch bei langen Aufenthalten bleibt es spannend: kein Tag gleicht dem anderen, trotzdem bleibt der Stil der Küche klar erkennbar.

 

#2 Für jede Ernährungsweise etwas dabei

Ob du klassisch isst, vegetarisch oder vegan lebst – im Resort findest du passende Optionen:

  • vegetarische Gerichte wie gefüllte Zucchini, Risotto oder Gemüse mit Tahini
  • vegane Kompositionen mit Hülsenfrüchten, Gemüse und Getreide
  • klare Allergenkennzeichnung (z. B. Gluten, Laktose) für mehr Sicherheit und Wohlbefinden

So kannst du genießen, ohne ständig nachfragen zu müssen.

Ansicht vom Restaurant des OCEANO Health Spa Hotel auf Teneriffa - heller Raum mit Blick auf Palmen und Meer
Vom Restaurant aus blickst du auf Palmen und den Atlantik. ©OCEANO Health Spa Hotel

 

#3 Frische, Saison & „Km 0“

Die Küche setzt bewusst auf Produkte aus der Region:

  • Saisonales Gemüse wie Süßkartoffeln, Pastinaken, Mangold und regionale Sorten
  • Fisch aus dem Atlantik, bevorzugt gegrillt oder im Ofen gegart
  • Obst aus der Umgebung, das je nach Jahreszeit variiert

Das Ergebnis: eine Küche, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch die Landschaft und das Klima Teneriffas widerspiegelt.

 

#4 Kreative Präsentation auf hohem Niveau

Trotz aller Bodenständigkeit ist die Küche im OCEANO Health Spa Resort raffiniert und modern:

Gerichte wie etwa ein cremiges Gemüsegericht mit Hummus, ein liebevoll angerichteter Fischgang oder überraschende Desserts zeigen, dass hier mit viel Technik, Erfahrung und Liebe zum Detail gearbeitet wird. Die Teller sind stilvoll, aber nie überladen – Genuss soll leichtfallen, nicht erschlagen.

„Unser Ziel ist es, dass sich die Gäste nach dem Essen leicht, genährt und energiegeladen fühlen – nicht müde und überfordert.“ – Küchenchef Fernando Hernández Izquierdo vom OCEANO Health Spa Hotel

 

#5 Essen im Rhythmus der Jahreszeiten

Im Frühling und Sommer dominieren leichtere, frische Gerichte mit viel Gemüse, Salaten, gegrilltem Fisch und kühlen Desserts. Im Herbst und Winter wird es wärmer, cremiger, würziger – mit Eintöpfen, Ofengemüse und herzhaften Schmorgerichten, die von innen wärmen.

So fügt sich das Restaurant perfekt in den ganzheitlichen Ansatz des Resorts ein: Wellness, Entschleunigung und Kulinarik greifen ineinander.

 

Die 6 „Must-Eats“ auf Teneriffa – ausgewählt von OCEANO-Küchenchef Fernando

Diese Klassiker solltest du bei deiner Teneriffa-Reise unbedingt probieren – ob im Hotel, im traditionellen Restaurant oder in einer kleinen Bar abseits der Tourist*innenpfade.

 

#1 Papas Arrugadas mit Mojo

Fischgericht mit Mojo Verde
Papas Arrugadas und Mojo Verde passen hervorragend zu frischem Fisch. ©OCEANO Health Spa Hotel

 

Was ist das?
Kleine kanarische Kartoffeln, in stark gesalzenem Wasser gekocht, bis die Schale leicht „runzelt“ und eine salzige Kruste entsteht. Serviert werden sie mit Mojo Picón (rot, würzig) und Mojo Verde (grün, frisch).

Wo probieren?
Überall auf der Insel: im Hotelrestaurant, in traditionellen Tascas, in Strandbars oder in ganz einfachen Dorfkneipen. Papas Arrugadas sind Beilage, Tapas und Nationalsymbol in einem.

 

#2 Frittierter Fisch oder Sancocho Canario

Was ist das?
Der Geschmack des Atlantiks auf dem Teller:

  • entweder als frisch frittierter Fisch
  • oder als Sancocho Canario, ein traditioneller Fischeintopf mit gesalzenem Fisch, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Mojo

Wo probieren?
Am besten dort, wo das Meer nicht weit ist: in kleinen Strand-Chiringuitos oder Fischrestaurants an der Küste, zum Beispiel in Orten wie Los Abrigos, El Médano oder La Caleta de Adeje.

 

Gegrillter Ziegenkäse auf Salat
Teneriffa ist bekannt für Ziegenhaltung – Gegrillter Ziegenkäse daher ein „Must Eat“ der Speisekarte. ©www.freund-foto.de | Stock.Adobe.com

 

#3 Gegrillter Käse mit Mojo

Was ist das?
Ziegenkäse – außen goldbraun, innen cremig –, auf den Grill gelegt und mit Mojo serviert. Simpel, aber absolut suchterzeugend.

Wo probieren?
In fast jeder Tasca oder in einem Guachinche, den typischen kanarischen Familienbetrieben. Auf der Karte meist als „queso asado“ zu finden – eine der beliebtesten Tapas der Insel.

 

#4 Kaninchen in Salmorejo

Was ist das?
Ein rustikales Gericht mit intensivem Geschmack. Das Kaninchen wird in einer Marinade aus Knoblauch, Paprika, Kreuzkümmel, Öl und Wein eingelegt und anschließend geschmort. Das Ergebnis: zartes Fleisch mit tiefem Aroma.

Wo probieren?
Vor allem in ländlichen Restaurants und Guachinches im Inselinneren – perfekt, um die traditionelle Hausmannskost der Kanaren kennenzulernen.

 

#5 Gofio – in allen Variationen

Was ist das?
Die uralte Seele der Kanaren: geröstetes Getreidemehl, meist aus Mais oder Weizen. Geschmacklich intensiv, leicht nussig und erdig.

Klassisch wird Gofio als Pella serviert – eine kompakte Masse aus Gofio, Wasser, Öl und Salz, die zum Hauptgericht gegessen wird.
Modern taucht Gofio in Desserts, Eiscremes, Mousses oder als Topping auf Suppen auf – auch im OCEANO Health Spa Resort.

Wo probieren?
In traditionellen Restaurants als Pella, in modernen Restaurants oder Hotels in kreativen Dessertvarianten.

 

Ropa Vieja typisch kanarisches Essen mit Kichererbsen und Fleisch
Ropa Vieja ©Miguel Tamayo | Stock.Adobe.com

 

#6 Ropa Vieja – Teneriffa Treat für kalte Tage

Was ist das?
Der Name bedeutet „alte Kleidung“, tatsächlich handelt es sich aber um einen köstlichen Eintopf aus Kichererbsen, Gemüse und meist Fleisch, bei dem besonders die Struktur des Fleisches dem Gericht seinen Namen gibt. Wärmend, kräftig und ideal für Tage, an denen der Passatwind etwas frischer weht.

Wo probieren?
Am authentischsten in Familienrestaurants oder kleinen Dorf-Tascas – dort, wo noch nach alten Rezepten gekocht wird.

 

Fisch essen auf Teneriffa

Fischgericht mit Kartoffeln und Tomaten auf dem Teller in Teneriffa
©OCEANO Health Spa Hotel

 

Beim Fisch setzt Küchenchef Fernando Hernández Izquierdo auf nachhaltigen Einkauf. Laut WWF-Fischratgeber gilt der Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) – in der Gastronomie als Lubina bekannt – als „Gute Wahl“, wenn er per Wildfang mit Leinen gefangen wird oder aus nachhaltiger Aquakultur stammt. Die Goldbrasse schneidet dort nicht aus Aquakultur, sondern aus Wildfang am besten ab – hier fällt vergleichsweise wenig Beifang an. Meiden solltest du hingegen „Mero“ (Grouper): Der beliebte Speisefisch ist in vielen Regionen überfischt und damit keine nachhaltige Wahl.

Wichtig ist mir, Fisch und Meeresfrüchte verantwortungsvoll zu beziehen, auf saisonale Unterschiede zu achten und unseren Gästen stets die bestmögliche Qualität zu servieren.“ – Küchenchef Fernando

 

Extra-Tipp: Probier die Früchte von Teneriffa!

Ein echtes Highlight im OCEANO Health Spa Hotel: Schon beim Frühstück wartet ein großer Korb voller frischer Früchte direkt von der Insel auf dich – exotischer Genuss ganz ohne Transport-CO₂. Dank des subtropischen Klimas wachsen auf Teneriffa nicht nur Bananen, Orangen, Mangos und Avocados, sondern auch Drachenfrüchte (Pitayas), Kiwis, Ananas, Papayas, Zitronen, Erdbeeren und Trauben. Dazu kommen saisonale Schätze wie Cherimoyas, Feigen, Melonen oder Granatäpfel. Frischer geht’s nicht.

Pitayas, Bananen, Trauben und weitere Früchte von Teneriffa
Pitaya (Drachenfrucht) und weiteres frisches Obst auf dem Frühstücksbuffet. ©OCEANO Health Spa Hotel

Bezüglich der Nachhaltigkeit gibt es allerdings Unterschiede. Denn auch wenn Bananen direkt auf der Insel wachsen, so benötigen sie enorm viel Wasser. Schätzungen zufolge verbrauchen Bananen rund 60 % des gesamten landwirtschaftlichen Wassers der Insel. Auch Avocados benötigen enorme Wassermengen (bis zu 1.000–2.000 Liter pro Kilo) und ihr boomender Anbau verdrängt teilweise traditionelle, weniger wasserintensive Kulturen.

Nachhaltiger Tipp: Wenn du bewusster genießen möchtest, greif im OCEANO gern zu Früchten, die natürlicherweise besser ans trockene Klima angepasst sind – etwa Drachenfrucht, die als Kaktusgewächs deutlich weniger Wasser benötigt. Auch Feigen, Granatäpfel oder saisonale Zitrusfrüchte sind oft die ressourcenschonendere Wahl und schmecken herrlich frisch.

 

Übrigens: Auf Teneriffa, so wie im gesamten spanischsprachigen Raum sagt man „¡Buen provecho!“ – um jemanden „Guten Appetit“ zu wünschen. „¡Buen apetito!“ ist zwar die wörtliche Übersetzung, wird im täglichen Sprachgebrauch aber nicht wirklich verwendet.

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Südtirol bewusst entdecken: Unterkünfte, Kulinarik und sanfte Mobilität https://green-travel-blog.com/de/nachhaltiger-urlaub-in-suedtirol-tipps-und-unterkuenfte/ https://green-travel-blog.com/de/nachhaltiger-urlaub-in-suedtirol-tipps-und-unterkuenfte/#comments Tue, 21 Oct 2025 06:00:40 +0000 https://green-travel-blog.com/?p=57852 Italien hat als Reiseland unglaublich viel zu bieten: Berge, Meer, Kulturgeschichte und natürlich das weltberühmte Essen! Was dir vielleicht weniger bewusst ist: Italien entwickelt sich zunehmend zu einer Reisedestination mit Fokus auf Regionalität, sanfte Mobilität und umweltbewusstere Tourismuskonzepte. Wie du Südtirol bewusster und ressourcenschonender entdecken…

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Italien hat als Reiseland unglaublich viel zu bieten: Berge, Meer, Kulturgeschichte und natürlich das weltberühmte Essen! Was dir vielleicht weniger bewusst ist: Italien entwickelt sich zunehmend zu einer Reisedestination mit Fokus auf Regionalität, sanfte Mobilität und umweltbewusstere Tourismuskonzepte. Wie du Südtirol bewusster und ressourcenschonender entdecken kannst zeigen wir dir im ersten Teil von unserem Green Travel Guide Italien – inklusive Insider-Tipps und Green Pearls® Unterkünften. Bereit? Los geht’s!

 

Green Travel Guide Italien

Du bist hier: Nachhaltigerer Urlaub in Südtirol

Nachhaltig unterwegs in Ligurien und der Lombardei

Nachhaltig Reisen in Süditalien und auf Sizilien

 


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Warum Südtirol eine nachhaltige Reisedestination ist

Kulinarik in Südtirol: regional, saisonal – und immer grüner

Von „Cook the Mountain“ bis “Bio Fair Südtirol”

Vegan reisen in Südtirol: kreative Pflanzenküche

Kulinarische Besonderheit: Törggelen in Südtirol

Nachhaltiger Wintersport in Südtirol

Die drei Hebel für einen grüneren Skiurlaub

Dolomiti Superski – groß, berühmt und unter UNESCO-Dach

Plose bei Brixen – überschaubar & sonnig (mit My Arbor, Adults-Only)

Skiworld Ahrntal – kompakt, vielseitig & ganz nah am OLM Nature Escape

Sanfter Wintersport auf dem Ritten

Autofrei unterwegs auf dem Sonnenplateau Ritten

7 Grüne Unterkünfte in Südtirol (Green Pearls® Auswahl)

ADLER Lodge RITTEN (Ritten) – Luxus-Chalets, Farm-to-table, Sonnenplateau

Hotel Weihrerhof (Ritten) – Familienfreundlich am Wolfsgrubener See

APIPURA hotel rinner (Ritten) – Bio und Fair, Bienen, Familien

LA VIMEA (Naturns) – 100 % vegan

Paradiso Pure.Living Vegan Hotel (Seiser Alm) – Ski-in/Ski-out & Kunst

My Arbor (Brixen/Plose) – Adults-only, Baumhotel, Spa

OLM Nature Escape (Sand in Taufers) – Energieautarkes Eco-Aparthotel

Nachhaltig saunieren in Südtirol (Aufguss-Trend)

Beispiele nachhaltiger Saunen aus unseren Green Pearls® Hotels

Exkurs: Die Bedeutung von heimischem Holz in Südtirol

FAQ zu einem nachhaltigen Urlaub in Südtirol

Wann geht’s los?


 

Warum Südtirol eine nachhaltige Reisedestination ist

Südtirol vereint Naturschutz, Regionalität und grüne Mobilität in einer Bergregion, die (zugegeben nicht immer perfekt, aber durchaus bewusst) an der Zukunft arbeitet: kurze Wege, erneuerbare Energien, gut ausgebauter ÖPNV und ein wachsendes Angebot an Bio-zertifizierter Kulinarik und nachhaltigen Unterkünften. Viele Orte sind autofrei erreichbar, Wander- und Radwege starten direkt an den Hotels, und regionale Produzent*innen prägen das, was auf den Teller kommt.

 

„Südtirol zählt zu den Regionen Italiens, die sich besonders intensiv mit nachhaltiger Tourismusentwicklung beschäftigen.n.“

Green Pearls®

 

Hotel Rinner, Nachhaltige Destination Südtirol
© Tiberio Sorvillo

 

Kulinarik in Südtirol: regional, saisonal – und immer grüner

Von „Cook the Mountain“ bis “Bio Fair Südtirol”

Zwei Entwicklungen prägen die Kulinarik in Südtirol: die Rückbesinnung auf traditionelle, lokale Gerichte und Zutaten, und die vegan-vegetarische Bewegung. Zugute kommt dieser Ausrichtung, dass Südtirol neben den alpinen Gebieten von landwirtschaftlichem Anbau (inzwischen oftmals ökologisch) geprägt ist. Neben den berühmten Apfelplantagen und Weinbergen werden u. a. Kartoffeln, Karotten, Spargel, Salate, Blumenkohl, Wirsing, Spinat, Sellerie u. v. m. angebaut.

©Hotel My Arbor

 

Tipp: In vielen Hofläden bekommst du Obst und Gemüse direkt von Produzent*innen; im Supermarkt weist ein „Südtirol“-Sticker regionale Produkte aus.

 

Natürlich prägen vor allem die Küchenchefs in Restaurants und Hotels diese Entwicklung. Allen voran die der Green Pearls® Partner.

 

Namen, die du in diesem Zusammenhang kennen solltest:

  • Norbert Niederkofler: Der Drei-Sterne-Koch begründete mit „Cook the Mountain“ ein Küchenkonzept, das saisonal, lokal und bergverbunden denkt. Er bewies damit unter anderem, dass Sterneküche und regionale Zutaten zusammenpassen können und setzte die als “bäuerlich und gewöhnlich” verschrienen Produkte ins Rampenlicht. (Sein Restaurant ist das AlpINN in Bozen)
  • Berni Aichner: Er war langjähriger Sous-Chef Niederkoflers und hält heute die kulinarische Leitung im OLM Nature Escape inne (mehr dazu unten).
  • Theodor Falser: Der Michelin-Sternekoch hat das Dinner-Konzept im OLM Nature Escape mitentwickelt – und legte dabei den Fokus auf nachhaltige Gourmetküche.
  • Aggeliki Charami: Der „Rockstar der veganen Küche“ richtet seit der Saison 2023/24 die Küche im Paradiso Pure.Living neu aus. Heute ist das Paradiso nicht nur das erste vollständig vegane Hotel auf der Seiser Alm, sondern beherbergt auch das exklusive (und natürlich vegane) Fine-Dining Restaurant OMNIA Plant-Based Restaurant (auch extern buchbar). 2025 übernahm sie zusätzlich die vegane Küche im LA VIMEA in Naturns.
  • Manfred Rinner: Der Küchenchef im APIPURA hotel rinner war Teil einer Arbeitsgruppe, die das Gastronomiekonzept “Bio Fair Südtirol” 2022 einführte. Zertifizierte Betriebe unterstützen die lokale Bio-Landwirtschaft, indem die Lebensmittel aus einem Umkreis von max. 200 km stammen. Zudem müssen die wenigen Importprodukte wie Kaffee, Kakao und Gewürze ein Fair Trade Siegel tragen.
  • Hannes Pignater: Der ehemalige Küchenchef der ADLER Lodge RITTEN ist Vertreter und Verfechter der “Farm to Table”-Bewegung. Für die ADLER Lodge RITTEN hat er dafür gesorgt, dass der eigene landwirtschaftliche Anbau und das Angebot in der Küche des 5-Sterne-Hotels Hand in Hand gehen.
  • Cristian Cinquemani: Er löste Hannes Pignater ab und hat jetzt die Küchenleitung der ADLER Lodge RITTEN inne. Der aus Elba stammende Koch schätzt besonders das offene Küchenprinzip mit direktem Kontakt zu den Gästen.
  • Matthias Hinteregger: Der Küchenchef im My Arbor Restaurant in der Nähe von Bozen hat eine Vorliebe für regionale Spezialitäten. In diesem Artikel stellt er die Must-Eats in Südtirol

 

Vegan reisen in Südtirol: kreative Pflanzenküche

Italien zählt europaweit zu den dynamischsten Märkten für vegane und vegetarische Ernährung. Die italienische Küche bietet ohnehin viele pflanzenbasierte Klassiker (Pasta, Risotti, Antipasti) hinzu kommen vegane Fast-Food-Ketten wie “Flower Burger”, die für einen Instagram-Hype sorgten. In Cafés sind Pflanzenmilch-Alternativen Standard, veganes Gelato immer mehr verbreitet. Es verwundert uns (dich vielleicht auch) daher kaum, dass der vegane Pioniergeist auch in der Hotellerie Fuß fasst und vorangetrieben wird.

 

Veganer Hotspot: Veganer Pionier in Naturns

©LA VIMEA Vegan Hotel

Bereits vor zehn Jahren eröffnete mit dem LA VIMEA das erste 100 % vegane Hotel nicht nur in Südtirol, sondern in ganz Italien – ein konsequenter und damals hochmutiger Schritt. Heute ist das Haus ein Leuchtturm für bewusstes Reisen: Küche, Einrichtung, Kosmetik – alles vegan. Inhaberin Valeria Caldarelli lebt selbst vegan und versteht Veganismus als Verantwortung für Mensch und Umwelt. Gleichzeitig ist es ihr wichtig, vor allem als Vorbild zu inspirieren und nicht den Zeigefinger zu erheben.

Aber warum Naturns? Das charmante Dorf unweit von Meran ist ideal für Erholung in der Natur: sanfte Radwege, sonnige Hänge, Bergblicke. Umgeben von dieser Natur ist der Wunsch danach, sie zu schützen mehr als verständlich. Und mit einer veganen Lebensweise oder Hotelführung tut man genau das. Neben der Gesundheit des Planeten förderst du im LA VIMEA aber auch deine eigene. Leih dir E-Bikes und mach dich mit veganen Lunch-Paketen in der Tasche auf eine Erkundungstour in die Alpen. Oder starte den Tag mit dem täglichen Yoga-Programm (im Sommer unter freiem Himmel). Zur Entspannung warten Naturschwimmteich und Salzwasser-Indoor-Pool. Das Hotel ist Adults-Only – perfekt also für alle, die in Ruhe genießen möchten.

 

Veganer Hotspot: Kunst, Kühnheit & vegane Küche auf der Seiser Alm

Die Seiser Alm ist Europas größte Hochalm und liegt auf über 2.000 Metern Höhe. Weltbekannt als Ski-Region bietet sie auch im Sommer Weite und Natur zum Durchatmen – mitten in dem Weltnaturerbe Dolomiten. Hier führen die Brüder Alexander & Maximilian Spögler (das sind übrigens die Söhne von Valeria Caldarelli) das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel. Als Art-Hotel mit wechselnden Ausstellungen war es immer schon besonders – die kulinarische Transformation war jedoch ein echter Kraftakt: 2019 zunächst vegetarisch, 2025 dann komplett vegan. In einer Region, in der viele Gäste Fleisch und Käse erwarten, brauchte es Mut und Ausdauer – und es wurde ein Erfolg.

Erfahre mehr über die einzigartige Hintergrundstory: Ein Hotel wird fleischfrei …

Interessant zu wissen: Es war übrigens die Tochter von Valeria Caldarelli, die zuerst vegan wurde. Jahre später folgten dann ihre Mutter, ihre Brüder und immer mehr Familienmitglieder und die veganen Hotels entstanden. Sie selbst leitet mit ihrem Mann zusammen ebenfalls ein veganes Hotel in der Toskana. So siehst du, wie weitreichend manchmal die Entscheidungen von Einzelnen sein können!

Eine ruhige Berglandschaft mit dem Paradiso Pure.Living Vegan Hotel, umgeben von weitläufigen grünen Feldern und vereinzelten Wäldern. Sanfte Hügel und ferne Berge unter einem teilweise bewölkten Himmel schaffen eine friedliche Atmosphäre.
©Paradiso Pure.Living

 

Kulinarische Besonderheit: Törggelen in Südtirol

Dann gibt es noch eine Besonderheit, die wir in unserem kleinen Green Travel Guide für Südtirol unbedingt erwähnen müssen: Törggelen. Im Oktober und November (kurz nach der Erntezeit) ziehst du beim Törggelen zu Fuß durch die herbstbunten Weinberge von Buschenschank zu Buschenschank. Hierbei kommst du leicht mit den Einheimischen ins Plaudern und wirst Teil dieser Südtiroler Kultur. Auf den Tischen: jung gekelterter Wein, Schlutzkrapfen & Co. – und über dem Feuer rösten die frisch gepflückten Maronen.

Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: 9 Gründe zum Törggelen in Südtirol

 

Nachhaltigerer Wintersport in Südtirol

Der klassische Wintersport steht oft in der Kritik – vor allem wegen des Kunstschnees und der Waldrodungen für Pisten. Gleichzeitig gibt es – gerade in Südtirol – viele Hebel, mit denen du deinen Skiurlaub nachhaltiger gestalten kannst. Entscheidend sind drei Dinge: Anreise, Unterkunft und die Wahl des Wintersportgebiets.

Veganer Skiurlaub - Frau mit Ski
©Annika Vossen for Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Die drei Hebel für einen grüneren Skiurlaub

  1. Anreise: Wenn möglich, reise mit der Bahn (z. B. nach Bozen, Brixen, Bruneck oder Meran) und nutze vor Ort den ÖPNV und die Skibusse. Viele Green-Pearls®-Hotels bieten (kostenfreie) Bahnhof-Shuttles.
  2. Unterkunft: Bevorzuge Häuser, die erneuerbare Energie nutzen (Wasserkraft/Geothermie/PV), Ski-in/Ski-out ermöglichen (weniger Transfers) und regionale Bio-Küche (mit pflanzlichen Optionen) anbieten.
  3. Wintersportgebiet:Wähle Gebiete, die Ressourcen schonend arbeiten – etwa durch eigene Wasserteiche für Beschneiung, stromsparende Anlagen, grünen Strom und autofreie Erreichbarkeit.

 

Dolomiti Superski – groß, berühmt und unter UNESCO-Dach

Das Verbundgebiet Dolomiti Superski ist eines der bekanntesten Skigebiete der Alpen – eingebettet in das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten. Entsprechend gibt es verbindliche Naturschutzvorgaben und diverse Nachhaltigkeitsmaßnahmen (z. B. Beschneiung aus Speicherteichen, zunehmende Elektrifizierung/Optimierung von Anlagen, ÖPNV-Anbindung vieler Einstiege).

  • Tipp für die Unterkunft: Auf der Seiser Alm liegt das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel direkt an der Piste (Ski-in/Ski-out). Die Terrasse fungiert im Winter als einzige komplett vegane „Skihütte“ der Seiser Alm – ideal für eine pflanzliche Mittagspause.
Nachhaltiges Hotel Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in den Dolomiten im Winter
©Paradiso Pure.Living Vegan Hotel

 

Plose bei Brixen – überschaubar & sonnig (mit My Arbor, Adults-Only)

Wer es kompakter mag, findet an der Plose oberhalb von Brixen sonnige Hänge, kurze Wege und ein klares Plus an Ruhe.

  • Skigebiet Plose: 40 km Pisten, 7 Aufstiegsanlagen, Höhenlage 1.067–2.446 m, Highlight: 9 km Talabfahrt.
  • Unterkunftstipp: My Arbor – Adults-Only Baumhotel auf Stelzen direkt an der Piste (Ski-in/Ski-out), großer Spa-Bereich, regionale Küche, Fokus auf grüne Energie.
  • Anreise: Bahn bis Brixen, Hotel-Shuttle/Taxi für die letzten Minuten; auch vor Ort brauchst du kein Auto.
©BP | My Arbor

 

Skiworld Ahrntal – kompakt, vielseitig & ganz nah am OLM Nature Escape

Die Skiworld Ahrntal bündelt die Skigebiete Klausberg und Speikboden plus die Ortslifte in Rein in Taufers und Weißenbach zu insgesamt 86 Pistenkilometern. Dazu kommen idyllische Langlaufloipen, panoramareiche Skitouren und vielversprechende Rodelmöglichkeiten. Ideal, wenn du Abwechslung suchst und trotzdem kurze Wege bevorzugst. Viele Einstiege sind per Skibus/ÖPNV erreichbar – so bleibt das Auto stehen.

  • Tipp für eine ressourcenschonende  Unterkunft: Nur wenige Minuten von der Speikboden-Talstation entfernt liegt das OLM Nature Escape in Sand in Taufers – ein kreisförmiges Eco-Aparthotel, das sich aus erneuerbaren Energien versorgt (Geothermie + Photovoltaik). In den Apartments kannst du selbst kochen – oder die Küche von Küchenchef Berni Aichner (oben erwähnt) genießen.
Luftaufnahme eines modernen, kreisförmigen Gebäudes, umgeben von schneebedeckten Feldern und Bergen, mit einer ruhigen Winteratmosphäre und klarem blauem Himmel.
©OLM Nature Escape

 

Sanfter Wintersport auf dem Ritten

Wer im Winter die ruhige Natur erleben will, ist auf dem Ritten goldrichtig: Winter- und Schneeschuhwanderungen starten direkt ab den Hotels, die Weite des Hochplateaus sorgt für Ruhe fantastische Blicke in die schneebedeckte Landschaft.

Green Pearls® Partner am Ritten:

  • ADLER Lodge RITTEN – geführte Winter- & Schneeschuhtouren als Ski-Alternativen direkt vor der Tür.
  • APIPURA hotel rinner – familienfreundlich, Bio-Fokus, Winterwege ab Haus.
  • Hotel Weihrerhof – direkt am Wolfsgrubener See (ca. 200 m). Im Winter wird die Fläche zur natürlichen Eisbahn – perfekt zum Eisstockschießen; danach Wärmestunde in der Bootshaussauna.

 

Autofrei unterwegs auf dem Sonnenplateau Ritten

Der Ritten ist ganzjährig eine Urlaubsdestination, die wir dir gern empfehlen. Das Hochplateau ist super schön und war schon immer eine Erholungs-Region für die Bozener. Du findest hier alpine Berglandschaften, Weinberge, Seen und insgesamt 15 Ortschaften.

ADLER Lodge RITTEN, Chalets am Naturteich
© Thaddaeus Salcher

In den letzten Jahren hat die italienische Gemeinde Ritten die Nachhaltigkeit stark in den Vordergrund gerückt und möchte eine Vorreiterrolle im Naturschutz einnehmen. Bereits 2011 wurde deshalb die RittenCard initiiert. Mit dieser kannst du alle öffentlichen Verkehrsmittel sowie Wanderbusse, die Rittner Schmalspurbahn, die Seilbahn und die Bergbahn Rittner Horn nutzen. Zudem gibt es freien Eintritt in rund 80 Museen und Schlösser. Besuche zum Beispiel Iceman Ötzi im Ötzimuseum, oder das Messner Mountain Museum, wo der italienische Extrembergsteiger Reinhold Messer bisweilen auch persönlich für Vorträge vorbeikommt. Weiterhin bekommst du Ermäßigungen beim Skiverleih, Reiten, Bogenschießen und dem umfangreichen Sport-, Wander- und Kulturprogramm.

In allen drei Green PearlsⓇ Hotels auf dem Ritten bekommst du die RittenCard als Hotelgast kostenlos. Egal, ob du mit dem Auto anreist oder den umweltfreundlichen Zug wählst – Vor Ort benötigst du in jedem Fall kein Auto mehr. Zum Teil kann dir die Karte auch schon vor deinem Urlaub zugeschickt werden. So kannst du sie direkt während der Anreise nutzen.

 

Top-Sehenswürdigkeiten auf dem Ritten:

  • Rittner Horn: Das Rittner Horn (nicht “Ritterhorn” J) ist 2.260 Meter hoch und somit noch mal rund 1.000 Meter höher als der Ritten! Du kannst den Gipfel mit Seilbahn und Bergbahn erreichen oder per Wanderung erklimmen. Mountainbiker schätzen eine Tour zum Rittner Horn als wunderbare Tour mit “vielen Höhenmetern” 🙂
  • Erdpyramiden: Erdpyramiden sind ein Naturwunder aus der Eiszeit, von denen man im Tourismusbüro von Ritten überzeugt ist, die “höchsten und schönsten” zu besitzen. Es handelt sich um eindrucksvolle, spitze Lehmfelsbrocken. Gleich mehrere davon siehst du auf dem Erdpyramiden-Wanderweg.

Tipp: Als Gast der ADLER Lodge RITTEN kannst du die Erdpyramiden und das Rittner Horn zusammen mit den professionelle Wander- und Bike-Führern Klaus und Dominik erkunden. Sie begleiten dich sowohl auf gemütlichen als auch auf anspruchsvollen Touren.

Wandern in Südtirol, Oberbozen, ADLER Lodge RITTEN
© chicchoolee / ADLER Lodge RITTEN

 

7 Grüne Unterkünfte in Südtirol (Green Pearls® Auswahl)

ADLER Lodge RITTEN (Ritten) – Luxus-Chalets, Farm-to-table, Sonnenplateau

Ein Hotel mit Haupthaus, Nebengebäuden (Junior Suiten) und einzelnen Holz-Chalets mit viel Privatsphäre, All-inclusive-Kulinarik (Farm-to-Table), geführte Touren, RittenCard inklusive.

Hotel Weihrerhof (Ritten) – Familienfreundlich am Wolfsgrubener See

Direkt am Badesee gelegen; perfekt für Ferien & Familienzeit (Klein- bis Teenager-Alter), engagiert von Familie Pichler geleitet, die sich sehr persönlich um ihre Gäste kümmern. Spa-Bereich mit hauseigener Kosmetiklinie

APIPURA hotel rinner (Ritten) – Bio und Fair, Bienen, Familien

Imkertradition und Gastfreundschaft seit mehr als 50 Jahren, ApiWellness-Erlebnisse, Bio Fair Südtirol Siegel, starker Familienfokus (Garten/Spielplatz, Programm, Spielzimmer). Frühstück mit der wohl größten Honigauswahl.

LA VIMEA (Naturns) – 100 % vegan

Das erste komplett vegane Hotel Italiens (seit 2015), 100 % vegane Ausstattung, Yoga/Meditation/Waldbaden, Naturbadeteich & Salzwasserpool, Adults-Only.

Paradiso Pure.Living Vegan Hotel (Seiser Alm) – Ski-in/Ski-out & Kunst

Komplett vegan, Kunst- und Kreativfokus, Terrasse als vegane Skihütte, OMNIA Fine-Dining Restaurant auch für externe Gäste.

My Arbor (Brixen/Plose) – Adults-only, Baumhotel, Spa

Architektur im Wald auf Stelzen, Ski-in/Ski-out im Winter, Waldbaden und geführte Hikes im Sommer, 2.500 m² Spa, grüne Energie.

OLM Nature Escape (Sand in Taufers) – Energieautarkes Eco-Aparthotel

Verwirklichung des Baus in Zusammenarbeit mit CasaClima Nature, Geothermie und PV-Anlagen, ApartSuiten mit Private Spa, Naturbadeteich, Dinner-Konzept mit Sternekoch-Finesse.

 

Nachhaltiger saunieren in Südtirol (Aufguss-Trend)

Der Aufguss hat in Südtirol eine lange Tradition – probier’s unbedingt aus! Der Aufgruss-Trend geht sogar so weit, dass du fast schon Theater-Aufführungen in der Sauna besuchen kannst. Im Erst!

Die Frage, die man sich als nachhaltig Reisender stellt: Geht Saunieren und Wellnessurlaub auch umweltfreundlich? Unsere Green Pearls® Partner sind hier ökologische Vorreiter. Alle sieben hier vorgestellten Hotels bieten mindestens eine Sauna und schaffen es dabei, nachhaltig zu bleiben. Und zwar dadurch, dass Haus und Anlage auf erneuerbare Energiequellen setzen und die Bauweise effizient ist. Eine vertiefte Einordnung findest du hier:

➡️ Saunieren ist gesund – doch ist es auch nachhaltig?

adler-lodge-ritten-wellness-sauna
© ADLER Lodge RITTEN

 

Beispiele nachhaltiger Saunen aus unseren Green Pearls® Hotels

  • My Arbor (Plose/Brixen) – Show-Aufgüsse mit Saunameister Manuel Greifenberg: Er setzt bei Meisterschaften auf klassisches Wedeln und ruhige, achtsame Rituale. Wichtig: Das Haus legt Wert auf grüne Energie.
  • OLM Nature Escape (Ahrntal) – energieautarke Saunen direkt in deiner privaten Spa-Suite. Dank Geothermie + Photovoltaik komplett mit erneuerbaren Energien beheizt. Ideal, wenn du Wellness und Klimaschutz verbinden willst.
  • ADLER Lodge RITTEN (Ritten) – Waldsauna mit Ausblick und kurzen Wegen in die Natur zum sanften Abkühlen.
  • Hotel Weihrerhof (Ritten) – Bootshaus-Sauna mit Blick auf den Wolfsgrubener See: Eintauchen in Ruhe, Ausruhen am Wasser.
  • APIPURA hotel rinner (Ritten) & LA VIMEA (Naturns) – Fasssaunen: Die runde Form gilt als energieeffizient, weil die Wärmeverteilung besonders günstig ist.
  • Paradiso Pure.Living Vegan Hotel (Seiser Alm) – Infrarotkabinen in ausgewählten Zimmern für sanfte Tiefenwärme direkt im privaten Rückzugsort.

 

Exkurs: Die Bedeutung von heimischem Holz in Südtirol

An dieser Stelle möchten wir noch kurz auf das heimische Holz eingehen, welches du in den Green PearlsⓇUnterkünften finden (und riechen) kannst. Durch die Verwendung von heimischen Hölzern aus nachhaltiger Forstwirtschaft kannst du sicher sein, dass hierfür kein Ressourcenraub in den Tropenwäldern (oder auch in den letzten europäischen Urwäldern in Rumänien (Stichwort Holzmafia)) stattgefunden hat.

Der natürliche Holzduft in den nachhaltigen Unterkünften, ist insbesondere den ätherischen Ölen des Zirbenholzes zu verdanken. Die Zirbe ist ein Nadelbaum, der erst ab 1.600 Meter Höhe wächst und absolut frosthart ist. Kleineren Studien zufolge hat man in Schlafzimmern mit Zirbenholz einen ruhigeren Puls und einen tieferen Schlaf.  Und man schnarcht weniger 😀

 

Wann geht’s los?

Wie du siehst, ist Südtirol eine erstklassige Region für nachhaltiges Reisen in Italien. Auch, wenn du vielleicht gerade erst damit beginnst, dich mit dem Thema zu beschäftigen, in Südtirol wird es dir leichtfallen, umweltfreundlich unterwegs zu sein.

Gesprochen wird hier übrigens Deutsch, Italienisch und Ladinisch. “Guten Tag” heißt auf Ladinisch “Bun dì!”. Das ist einfach, oder? Dann kann die Reise ja jetzt losgehen!

 


FAQ zu einem nachhaltigen Urlaub in Südtirol

Wie kann man in Südtirol nachhaltig Urlaub machen?

Indem du lokale, umweltfreundliche Unterkünfte wie die Green Pearls® Hotels wählst, öffentliche Verkehrsmittel nutzt und saisonale Lebensmittel genießt. Regionen wie der Ritten und die Seiser Alm sind besonders engagiert in Sachen Nachhaltigkeit.

 

Welche nachhaltigen (Green Pearls®) Hotels gibt es in Südtirol?

  • LA VIMEA (veganes Hotel in Naturns)
  • Paradiso Pure.Living (veganes Hotel Seiser Alm)
  • ADLER Lodge RITTEN (nachhaltiges Luxus-Resort auf dem Ritten)
  • Hotel Weihrerhof (Familenfreundlich und naturverbunden am Wolfsgrubener Badesee)
  • My Arbor (luxuriöses Baumhotel mit Eco-Wellness bei Brixen)
  • APIPURA hotel rinner (Familiengeführtes Tradtioinshotel mit eigener Imkerei und Bio-Fair-Südtirol Partner)
  • OLM Nature Escape (komplett energieautarke Aparthotel im Ahrntal)

 

Gibt es in Südtirol 100 % vegane Hotels?

Ja. Das LA VIMEA (Naturns) und das Paradiso Pure.Living Vegan Hotel (Seiser Alm) sind beide rein vegan.

 

Gibt es in Südtirol eine 100 % vegane Skihütte?

Die Terrasse vom Paradiso Pure.Living Vegan Hotel liegt direkt an der Skipiste und dient als einzige komplett vegane Skihütte der Seiser Alm.

 

Gibt es in Südtirol eine Gästekarte, die ich in der gesamten Region nutzen kann?

Ja, in Südtirol gibt es die Südtirol Guestpass-Karte, die viele Vorteile für Gäste bietet. Sie ermöglicht die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in der gesamten Region und gewährt oft Ermäßigungen bei Seilbahnen, Museen oder Freizeiteinrichtungen. Viele Unterkünfte geben diese Karte automatisch beim Check-in aus.

 

Welche Sprache wird in Südtirol gesprochen?

In Südtirol gibt es drei Amtssprachen: Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Deutsch wird in den meisten Tälern und Städten gesprochen, Italienisch vor allem in Städten wie Bozen oder Meran, und Ladinisch ist eine regionale Sprache in einigen Dolomiten-Tälern. Englisch wird häufig in touristischen Bereichen verstanden und gesprochen.

 

Was ist ein typisches Südtiroler Gericht?

Südtirol vereint alpine und mediterrane Küche. Typische Gerichte sind Speck mit Knödeln, Schlutzkrapfen (gefüllte Teigtaschen), Brettljause (regionale Wurst- und Käseplatte) und Apfelstrudel als Dessert. Die Küche setzt stark auf lokale und saisonale Produkte.

 

Kann ich in Südtirol auch nachhaltigen Wellnessurlaub machen?

Ja, Südtirol bietet zahlreiche Wellnesshotels mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Viele Unterkünfte verwenden regionale (Natur-)Kosmetikprodukte, setzen auf Energie- und Ressourcenschonung und bieten Anwendungen wie Kräuterbäder, Saunen oder Spa-Treatments aus natürlichen Materialien.

 

Wie familienfreundlich ist Südtirol?

Südtirol gilt als sehr familienfreundlich. Es gibt zahlreiche Wander- und Radwege für Kinder, Erlebnisbauernhöfe, Freizeitparks und familienfreundliche Unterkünfte mit Kinderbetreuung. Selbst viele Wellnesshotels bieten spezielle Programme und Pools für Familien.

 


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Collage von nachhaltigen Hotels in Südtirol, mit modernen, umweltfreundlichen Gebäuden inmitten von üppigem Grün, die eine ruhige und natürliche Umgebung widerspiegeln.

Collage mit den Highlights Südtirols: malerische Berge, ein Radfahrer, vegane Gerichte, gemütliches Interieur und ein Text, der für vielfältige Traditionen und Nachhaltigkeit wirbt.

Der Beitrag Südtirol bewusst entdecken: Unterkünfte, Kulinarik und sanfte Mobilität erschien zuerst auf GREEN TRAVEL BLOG.

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