Kaum eine Torte ist so eng mit einer Region verbunden wie die Schwarzwälder Kirschtorte mit dem Schwarzwald. Und das nicht nur aufgrund ihres Namens. Viel Sahne, Eier, Schokolade, Kirschen und ein Hauch Kirschwasser – diese Torte ist üppig, festlich und alles andere als zurückhaltend. Und nachhaltig?
Das SCHWARZWALD PANORAMA hat uns das Rezept ihrer Hotelküche gegeben. Genauso, wie man sich diesen Klassiker vorstellt. Und genau so, wie er seit Generationen gebacken wird. Aber das Hotel wäre nicht einer der Pioniere der nachhaltigen Hotellerie in Deutschland, wenn es nicht auch beim Klassiker um Themen wie Verantwortung und Nachhaltigkeit ginge.
Deutschlands berühmteste Torte: Einordnung und Kontext
Mit reichlich Sahne und Eiern lässt sich die klassische Schwarzwälder Kirschtorte definitiv nicht als nachhaltigstes Element der Kaffeetafel bezeichnen. Doch: Genuss, Tradition und Verantwortung schließen sich nicht automatisch aus. Entscheidend ist die Qualität der Zutaten und der bewusste Umgang damit. Und am Ende ist diese Torte eben auch keine Alltagsküche, sondern ein Highlight für besondere Momente.
Im SCHWARZWALD PANORAMA in Bad Herrenalb wird die Schwarzwälder Kirschtorte beispielsweise ausschließlich mit Bioprodukten gebacken. Das Hotel ist Bioland-GOLD-zertifiziert, der höchsten Auszeichnung des Verbands. Wann immer möglich, stammen die Zutaten direkt aus der Region, andernfalls werden sie in Bio- und Fair-Trade-Qualität bezogen, etwa bei der Schokolade.
Touristische Erwartungen wie Kuckucksuhr und eben auch die Schwarzwälder Kirschtorte werden hier nicht ablehnt, sondern angenommen und weitergedacht. Mit guten Zutaten und Regionalität. Das gleiche gilt übrigens auch für den Rest des Hotels: kreislauffähige Zimmer, ein ganzheitliches Selfness-Konzept und moderne Formen des Schwarzwaldwald-Erlebens wie Waldbaden. Die Torte ist ein Stück kulinarische Kultur, die deinen Schwarzwaldurlaub komplett macht.

Schwarzwälder Kirschtorte Original-Rezept
Zutaten
Für den Biskuit
- 6 Eier bio
- 200 g Zucker bio
- 200 g Mehl bio
- 50 g Speisestärke bio
- 50 g Kakaopulver bio & Fair Trade
- 2 TL Backpulver Bio
- 3 EL heißes Wasser
Füllung
- 1 Glas Schattenmorellen bio
- 2 EL Speisestärke bio
- 1 l Sahne bio
- 5 Päckchen Sahnesteif
- 1 EL Zucker bio
- 9 EL Kirschwasser (aus dem Schwarzwald)
- 100 g Schokoraspel bio & Fair Trade
Anleitungen
Biskuit
- Eier mit Zucker und Wasser in eine Schüssel geben und 5 min schlagen (am besten mit einer "8" - am Ende soll sich der Zucker ganz aufgelöst haben)
- Mehl, Speisestärke, Kakaopulver und Backpulver in einer Schüssel vermischen
- Mit einem Sieb zur Eiermasse hinzugeben
- Ofen auf 180 Grad vorheizen
- Den Boden der Springform einfetten und bemehlen
- Biskuitmasse hineingeben und glattstreichen
- 20 min backen und danach auskühlen lassen
Kirschen
- Schattenmorellen über einem Sieb abgießen und Saft auffangen
- Stärke mit 2 EL vom Saft anrühren
- Kirschsaft aufkochen und Speisestärke-Kirschsaft mit einrühren
- Unterrühren und einmal aufkochen lassen
- 8 bis 12 Schattenmorellen für die Deko beiseitelegen
- Restliche Schattenmorellen unter Speisestärke-Kirschwasser heben
Zubereitung der Torte
- Tortenboden 2x durchschneiden, sodass drei Böden entstehen
- Auf den ersten 3 EL Kirschwasser träufeln
- Kirschmasse vollständig darauf verteilen und glattstreichen
- Abkühlen lassen
- Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen
- Mit einem Löffel etwa 3 EL Sahne dünn auf die Kirschmasse streichen
- 4 EL Sahne in einen Spritzbeutel
- Zweiter Boden darauflegen und leicht andrücken
- Wieder 3 EL Kirschwasser auf den Boden träufeln
- Sahne auf den Boden streichen
- Letzten Biskuitboden auflegen und mit restlichen Kirschwasser tränken
- Mit restlicher Sahne Torte verkleiden
- Mit Spritzbeutel Sahnestuffs auf die Torte spritzen
- Kirschen obendrauf setzen
- Mit Raspel Schokolade Oberfläche und Rand bestreuen
- Kalt stellen

PS: Ich habe das Rezept kürzlich erst nachgebacken. Meine kleinen Änderungen: kein Kirschwasser, sondern stattdessen etwas Mandelaroma in die Eimasse. Außerdem habe ich zusammen mit den Kirschen noch ein paar frische Erdbeeren eingekocht sowie Himbeeren verwendet, da diese hier gerade Saison haben. War superköstlich, schön anzusehen und hat allen geschmeckt.



