Warum ist Hotelbettwäsche eigentlich immer weiß?

Warum ist Hotelbettwäsche eigentlich immer weiß?

Warum ist Hotelbettwäsche eigentlich immer weiß?

Rosen sind rot, Pfeilchen sind blau und Hotelbetten sind….weiß. Eine fast unumstößlich scheinende Tatsache. Aber hast du dich jemals gefragt, warum Hotelbettwäsche eigentlich immer weiß ist? Und ob das negative Auswirkungen auf die Umwelt haben könnte? BILD: ©SANDnature (Hotel an der Ostsee mit Betten aus Naturfasern)

 

Der „Halo-Effekt“ und weitere Gründe, warum Hotelbettwäsche weiß ist

Das Hotelbettwäsche einheitlich weiß ist, war nicht immer der Fall. Allgemein wird davon ausgegangen, dass dieser Trend von den Westin Hotels & Resorts aufgebracht wurde. Wie die HuffPost 2014 berichtete, experimentierten sie in den 1990er Jahren mit verschiedenen Farbtönen und stellten fest, dass weiß einen „Halo Effekt“ hatte, der dafür sorgte, dass Hotelgäste sogar schon dachten, dass die Räume frisch renoviert worden seien. Wir assoziieren Weiß nämlich mit Reinlichkeit.

 

Design-Aspekt

Bei der Inneneinrichtung eines Hotelzimmers ist es wesentlich leichter, Weiß mit anderen Farben und Elementen zu kombinieren als beispielsweise karierte Bettwäsche. Weiß ist keine Spektralfarbe, sondern eine Lichtfarbe und gilt somit als „neutral“, bzw. als „Neutrum“, reflektiert Licht und lässt Räume heller wirken.

 

Reinigung & Hygiene

Aber auch aus praktischen Gründen hat sich die weiße Hotelbettwäsche durchgesetzt. Zum einen erlaubt sie bei der Zimmerreinigung, schnell zu identifizieren, ob die Bettwäsche gewechselt werden muss. Zum anderen behält weiße Bettwäsche verglichen mit dunklerer länger die originale Farbe und kann auch ganz einfach mit den auch fast immer weißen Handtüchern gewaschen werden. Dies bestätigt uns z. B. die Firma elis aus Hamburg, die einen Leihservice für Hotelbettwäsche betreibt.

Der Grund warum wir sehr gerne weiße Wäsche einsetzen liegt in der Textilzusammensetzung. Bunte Wäsche ist eingefärbt, wohingegen weiße Wäsche sich mit weißer Wäsche schneller und einfacher reinigen lässt.“ – Mathias Kunz, elis GmbH

 

Problem optische Aufheller

Um das strahlende Weiß zu erhalten und zu verbessern, werden oft optische Aufheller eingesetzt. Hierbei handelt es sind um chemische Substanzen, die unsichtbares UV-Licht in sichtbares blaues Licht umwandeln. Das Auge sieht daher anstatt eines Gelbstiches, strahlendes Weiß.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test kritisiert dies immer wieder, da optische Aufheller schwer biologisch abbaubar sind und über die Wäsche in den Wasserkreislauf geraten.

 

 Optische Aufheller sind von einem hygienischen Gesichtspunkt aus völlig unnötig, da sie die Wäsche nicht „sauberer“ machen, sondern nur weißer erscheinen lassen. Und dies auf Kosten der Umwelt.

Optische Aufheller können sich sowohl im Material (also der Bettwäsche selbst) oder im Waschmittel befinden.

 

So vermeidest du optische Aufheller

Beim Kauf von weißer Bettwäsche setzt du am besten auf Siegel wie Global Organic Textile Standard (GOTS), welche den Einsatz von optischen Aufhellern und aggressiven Bleichmitteln grundsätzlich verbieten. Manche Hersteller geben auch explizit an, dass ihre Bettwäsche „ohne optische Aufheller“ hergestellt ist.

 

Bei Waschmitteln: Fast alle herkömmlichen Vollwaschmittel enthalten optische Aufheller. Du erkennst dies in der Beschreibung der Inhaltsstoffe (gekennzeichnet als optische Aufheller, Weißtöner, Aufheller oder Fluoreszenzaufheller. Öko-Waschmittel hingegen verzichten darauf.


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