Wenn man auf eine nachhaltige Reise geht, dann… macht man das Licht aus, wenn man die Wohnung verlässt und fährt los. Nun ja. Ganz so einfach ist es nicht, aber auch nicht so kompliziert, wie du vielleicht denkst! In diesem Artikel nehmen wir dich an die Hand und zeigen dir Schritt für Schritt, wie eine nachhaltige Reiseplanung aussieht.
Womit beginnt die Reiseplanung?
Mit einem Gefühl vielleicht, mit einer Empfehlung aus dem Freundeskreis, mit einem Foto, einem Clip oder einer Reportage? In Endeffekt wissen wir oft selbst nicht mehr so genau, woher die Idee für eine Destination, eine Sehenswürdigkeit oder eine Art zu reisen kam. Uns umgeben tagtäglich so viele Eindrücke, da ist es schwer zu sagen, was nun genau der Auslöser für eine Reiseentscheidung war. Aber auch das kannst du beeinflussen und dich von vornherein nachhaltig ausrichten.

Suche deine Inspirationen dort, wo auf Nachhaltigkeit geachtet wird
Ob Social Media, Reisereportagen oder Blogs – Umgib dich mit Informationen und Eindrücken, die deine Werte und deine Lust auf nachhaltiges Reisen widerspiegeln. Inzwischen gibt es so viele Creator*innen, Blogs und Informationsquellen, dass es nicht schwer ist, sich mit einer nachhaltigkeitsbewussten Reisebubble zu umgeben.
Falls du noch Inspirationen suchst, so stöbere auch unbedingt noch ein bisschen auf unserem Blog 🙂 Hier kannst du dir übrigens bei allen vorgestellten Partnern und Unterkünften sicher sein, dass sie sich ehrlich zur Nachhaltigkeit bekennen und dafür einsetzen.
Wer kommt mit?

Konkret wird die Reiseplanung mit der Frage: Wer reist mit? Wird es eine Solo-Reise nur für dich? Oder ein Familienurlaub mit Kindern? Willst du deinen Hund mitnehmen oder soll es ein romantischer Urlaub mit deinem*r Partner*in sein?
- Out of the box: Nicht immer will man klassisch in der eigenen Familie oder Partnerschaft unterwegs sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Geschwisterreise oder einem Mehr-Generationen-Urlaub, wo Oma oder Opa mitkommt?
Welche Reise passt zu mir? Der Test
Städtereise, Kultur, Wellness … sehnst du dich nach Entspannung oder Abenteuer? So richtig sicher bist du dir noch nicht? Oder du hast so viele Ideen und Ziele, dass du dich kaum auf eines festlegen kannst? Dann mch den Selbsttest und finde heraus, welcher Urlaub zu dir (jetzt gerade) passt.
Wie plane ich eine nachhaltige Reise?

Die Grundfragen haben wir geklärt. Wohin soll es gehen, wer kommt mit und welche Art von Reise stellst du dir vor. Im nächsten Schritt der Reiseplanung bauen wir darauf auf.
#1: Wähle umweltfreundliche Transportmittel
Wenn die Reise nachhaltig sein soll, so sollte dir zunächst bewusst sein, dass die Anreise in der Regel den größten Teil des ökologischen Fußabdrucks einer Reise ausmacht. Eine Destination, die du ohne Flugzeug, Kreuzfahrtschiff oder Auto erreichen kannst, ist somit schonmal ein großer Beitrag. Das heißt nicht, dass wir Flugreisen generell verteufeln. Doch falls sich das Ziel stattdessen z. B. mit dem Nachtzug oder Fernbus erreichen lässt, so ist das definitiv besser.
Hotels mit Haltestelle
Einige unserer Green PearlsⓇ Unterkünfte haben eine Bahn-Haltestelle direkt vor der Tür. Dies betrifft natürlich in erster Linie Stadthotels wie das integrative Green City Hotel Vauban in Freiburg, das Zero-Emissions-Hotel Milano Scala in Mailand oder das individuelle Hotel Le Pavilion – ein grüner Geheimtipp mitten in Paris. Doch auch ländliche Unterkünfte wie das APIPURA hotel rinner auf dem Ritten in Südtirol lassen sich wunderbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Zum APIPURA hotel rinner fährt die historische Ritten Bahn direkt an die Station “Rinner” – und das mit der “RittenCard” sogar kostenlos.

Welche Transportmittel sind am umweltfreundlichsten?
- Wandern/ Radfahren
- E-Bike
- Zug / Fernbus
- E-Auto
- Auto
- Flugzeug
- Kreuzfahrtschiff
(Bei Interesse kannst du hier mehr über den Vergleich Flugzeug vs. Kreuzfahrtschiff sowie E-Auto vs. Zug lesen)
#2: Vermeide Overtourism, wähle die Nebensaison und entdecke Second-Citys
Du willst nach Las Palmas auf Gran Canaria? Wie wäre es statt einer Bettenhochburg am Strand mit einem liebevollen Boutiquehotel im Landesinneren der Insel wie dem Casa Leon Royal Retreat? Du willst unbedingt Machu Picchu sehen? Dann wähle vielleicht die Regenzeit (November bis März) – der Nebel kann die alte Inkastadt sogar besonders magisch machen und es sind viel weniger Touristen unterwegs. So hat das Weltkulturerbe Zeit, sich von den Touristenströmen zu erholen. Das Green PearlsⓇ Hotel Inkaterra Machu Picchu Pueblo ist übrigens mit dafür verantwortlich, dass das ehemals gefährdete Welterbe weiterhin bestehen bleibt und engagiert sich vor Ort für Müllentsorgung, Wasserschutz und nachhaltigen Tourismus.
#3: Buche eine nachhaltige Unterkunft

Nach der Anreise bestimmt besonders die Wahl der Unterkunft darüber, ob du deine Reise als umweltfreundlich bezeichnen kannst oder nicht. Und wen würden wir da anderes empfehlen als die Green PearlsⓇ? 🙂 Bei den “Grünen Initiativen” auf der Seiten von jeder Unterkunft findest du transparent aufgelistet, in welchen Bereichen sie sich nachhaltig engagiert. Denn die Nachhaltigkeit hat viele Fassetten. Einige Green Pearls® Partner sind eher sozial engagiert, andere im Bereich erneuerbare Energien und andere beim veganen Lifestyle.
So geht eine nachhaltige Buchung
Wie Zahlen aus dem Jahr 2023 zeigen, werden unter 30 % der Unterkünfte direkt gebucht und über 70 % über Drittanbieter. Es ist kein Geheimnis, dass Buchungsplattformen (OTAs) eine Provision nehmen. Diese liegt bei 15 % bis 30 % auf den Zimmerpreis.
Fairer und nachhaltiger ist es, wenn du direkt bei Unterkunft buchst. Dann erhalten sie nämlich 100 % vom Zimmerpreis und du unterstützt ihre Bemühungen für Umweltschutz und soziales Engagement. Bei Green PearlsⓇ, wo kleine und individuell geführte Unterkünfte von engagierten Gastgeber*innen vorgestellt werden, wirst du für eine Buchung direkt (und provisionsfrei) auf die Webseite der Unterkunft geleitet.
Reiseplanung abgeschlossen? Zeit für Vorfreude und Vorbereitung auf die Reise
Wie Studien zeigen, tritt der positive Effekt eines “gesteigerten subjektiven Wohlbefindens” und höherer “Lebenszufriedenheit” bereits vor dem Urlaub ein. Das heißt: Die Vorfreude auf eine geplante Reise allein macht schon glücklich! Darum genieße und nähre sie 😉
So kannst du deine Vorfreude vertiefen:
- Lese Bücher, die in der Urlaubsregion spielen. Damit sind nicht unbedingt Reiseführer gemeint, sondern Romane, Krimis, Urban Fantasy, usw. Stöbere dafür auch mal in deiner Stadtbücherei!
- Lass dich online weiterinspirieren z. B. bei Pinterest oder YouTube
- Lerne etwas über die Urlaubsregion, z. B. über die Kultur, Geschichte und Kulinarik. Hier kommen jetzt die Reiseführer ins Spiel. Überlege dir dabei, ob du wirklich einen aus Papier benötigst oder ob es die digitale Version auch tut. Denn sei ehrlich: Wie oft hast du den Reiseführer vergangener Reisen hinterher noch in die Hand genommen?
- Lerne ein paar Wörter und Floskeln in der Landessprache.
- Bereinige und befreie dich vor deinem Urlaub von Dingen, die dich belasten. Dass können ungeschlichtete Streitereien mit Verwandten oder unbeglichene Schulden sein. Aber auch eine unordentliche Wohnung oder die Glasflaschen, die schon längst zum Container sollten. Erledige und lös diese Dinge jetzt, damit du entspannt in den Urlaub starten kannst!
Vorbereitung: Nachhaltig Koffer packen

Nachhaltig packen heißt:
- Leicht packen
- Ressourcen schonen
- Verzicht auf Schadstoffe und Plastik
Je weniger Gewicht du packst, desto weniger Kraftaufwendung braucht der Transport und somit auch weniger Sprit, Strom oder generell Energie. Viele Reisende legen sich dafür z. B. eine Capsule Wardrobe an. Das heißt, du hast nur wenige Kleidungsstücke, die aber alle miteinander kombinierbar sind.
Ressourcen schonst du vor allem, indem du nicht alles neu kaufst. Du möchtest im Urlaub z. B. SUP, Surfen oder Schneeschuh laufen? Solche Dinge kannst du ideal vor Ort leihen. In vielen Hotels kannst du vom Wanderrucksack bis zur Yogamatte auch weniger spezialisiertes Equipment als Leihgaben erhalten. Das Naturhotel Outside in Osttirol bietet dir als zertifiziertes Wanderhotel z. B. einen kostenlosen Ausrüstungsverleih für deine Wandertouren im umliegenden Nationalpark Hohe Tauern.
Für Zero Waste Reisen lohnt es sich zudem eine eigene Wasserflasche, eine Brotbox und einen Jutebeutel zum Einkaufen einzupacken. Weitere ZeroWaste-Artikel sind zum Beispiel festes Shampoo, Miswak-Zahnbürste oderwaschbare Wattepads. Achte zudem darauf, dass du z. B. Sonnencreme von einem zertifizierten Naturkosmetikhersteller kaufst und diese korallensicher ist (Je nach Reiseland ist das sogar verpflichtend!).
- Hier gibt es weitere Tipps zum Thema Ultralight Travel.

Und los geht’s: Die Wohnung verlassen
Bevor du deine Wohnung oder dein Haus für den Urlaub verlässt, achte darauf, dass Lebensmittel nicht weggeschmissen werden, sondern dass du sie schon im Vorfeld aufbrauchst oder verschenkst. Deinen Kühlschrank kannst du abschalten oder ein paar Grad wärmer stellen. Moderne Kühlschränke haben auch manchmal einen sogenannten Urlaubsmodus: Dabei wird weniger gekühlt (da die Tür ja nicht ständig aufgemacht wird) und so weniger Energie verbraucht. Trenne alle anderen Elektrogeräten vom Strom und achte darauf, dass nichts im Standby verbleibt. Versorge deine Pflanzen, stelle wo nötig das Wasser ab und denke unbedingt an die Heizung.
- Out of the Box: Könntest du vielleicht noch irgendwem etwas Gutes damit tun, dass deine Wohnung für eine Zeit lang leer steht? Bräuchte jemand, den du kennst, einen Schlafplatz/ einen ruhigen Ort zum Lernen oder Arbeiten? Wohnst du vielleicht an einem Ort, an dem andere gern Urlaub machen würden? Gerade, wenn du länger weg bist, hast du dann auch gleich jemanden, der sich um Pflanzen und ggf. Haustiere kümmert. Allerdings erfordert dies einen Extra-Schritt in der Planung 😉
Eine nachhaltige Reiseplanung ist der beste Start für einen nachhaltigen Urlaub. Und das Schönste? Dieser Artikel war bereits dein Anfang! Welche Tipps hast du für eine nachhaltige Reiseplanung? Teile sie in den Kommentaren!



