Umbauen statt Neubauen: Wie Hotels alte Mauern retten

Umbauen statt Neubauen: Wie Hotels alte Mauern retten

Umbauen statt Neubauen: Wie Hotels alte Mauern retten
Gastgeber Ehepaar Färber befestigt Lerchenschindeln. Das Gebäude war früher ein Kloster und wurde mit natürlichen Materialien zum Hotel umgebaut. ©Klosterhof - Alpine Hideaway & Spa

„Die Besten ihres Fachs respektieren das Vorhandene.“ So beschreibt das AD Magazin einen Architekturtrend, der sich vielerorts zur Haltung entwickelt hat: Umbauen statt Neubauen. Dabei wird die historische Substanz nicht als Hindernis gesehen, sondern dient als Ausgangspunkt für neue Ideen. Alte Mauern bleiben sichtbar, frühere Nutzungen werden weitererzählt.

Ehemalige Klöster werden zu Wellnesshotels, historische Bauernhöfe zu Bio-Retreats und alte Bausünden zu Design-Hideaways. Gebäude, die eigentlich ihre Funktion verloren hatten, bekommen ein neues Leben – oft mit viel Feingefühl für Architekturgeschichte, Materialität und Atmosphäre.

Hotels wandeln sich vom “Ort zum Übernachten” zu „Bewahrern“ von Baukultur.

 

Warum Umbauen als Zukunftsmodell gilt

Inkaterra La Casona in Cusco. © Inkaterra Hotels - nachhaltig Reisen in Peru - UNESCO Welterbe Cusco
Der Spa-Bereich vom La Casona in Cusco befindet sich in einem historischen Gebäude. ©Inkaterra Hotels

 

Jahrzehntelang galt Neubau in der Architektur als Ideal: größer, effizienter, moderner. Heute wächst dagegen das Bewusstsein dafür, wie viele Ressourcen bereits im Bestand stecken.  

In Mauern, Fundamenten, Dachstühlen und Fassaden ist sogenannte „graue Energie“ gespeichert – also jene Energie, die bereits bei Herstellung, Transport und Nutzung (also dem „Verbauen“) der Materialien verbraucht wurde. Wird ein Gebäude abgerissen und das Material entsorgt, geht diese Energie verloren.

Gleichzeitig mit dem Bewusstsein für Ressourcennutzung verändert sich auch der ästhetische Blick. Sichtbare Spuren der Vergangenheit gelten längst nicht mehr als Makel. Im Gegenteil: Gewachsene Architektur wirkt oft authentischer als makellose Neubauten. Alte Gewölbe, historische Stuben, Natursteinmauern oder originale Holzbalken erzählen Geschichten, die kein Neubau imitieren kann.

Hotels eignen sich besonders für diese Art der Transformation. Sie können historische Gebäude wirtschaftlich erhalten und gleichzeitig öffentlich zugänglich machen. Statt leerzustehen, werden ehemalige Klöster, Höfe oder Herrenhäuser wieder genutzt und bleiben damit Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Region.

 

Ist Umbauen wirklich ressourcenschonender als Neubauen?

Ja. Darauf weisen zahlreiche Studien und Fachinstitutionen hin. Entscheidend ist vor allem der Erhalt der bereits vorhandenen Bausubstanz.

Was dafür spricht:

  • Erhalt grauer Energie: In bestehenden Gebäuden steckt bereits viel Energie aus Herstellung und Bau der Materialien. Abriss vernichtet diese Ressourcen.

  • Weniger Bauabfälle: Der Gebäudesektor verursacht große Mengen an Abfall. Abriss und Neubau erzeugen deutlich mehr Materialverbrauch als Sanierungen.

  • Geringere Emissionen über den Lebenszyklus: Laut Studien des Wuppertal Instituts verursacht die energetische Sanierung eines typischen Mehrfamilienhauses über den gesamten Lebenszyklus betrachtet etwa halb so viele CO₂-Emissionen wie ein Neubau.

  • Schutz von Flächen: Umbauten benötigen häufig keine zusätzliche Flächenversiegelung.

  • Erhalt kultureller Identität: Historische Gebäude prägen Ortsbilder und regionale Baukultur.

 

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass in Deutschland weiterhin tausende Gebäude abgerissen werden, ohne zuvor die Auswirkungen auf Klima und Ressourcen zu prüfen.

Auch international wächst der Druck auf die Baubranche: Laut World Economic Forum entfallen rund 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf den Gebäudesektor. Durch das fortlaufende Bevölkerungswachstum wird bis 2060 extrem viel neue Wohnfläche benötigt. Wenn dies alles neu gebaut werden würde (Rechnungen zufolge würden wir dann jeden Monat eine neue Großstadt benötigen!), würde dies enorme negative Umweltauswirkungen haben.

 

Klosterhotels: Wenn spirituelle Architektur weiterlebt

Nachhaltiges Hotel Klosterbräu Luxushotel Inneneinrichtung mit nachhaltigen Materialien
Das 5-Sterne-Hotel Klosterbräu verbindet Geschichte und Moderne. ©David Johansson | Hotel Klosterbräu

 

Ein geschichtsträchtiger Gebäudetyp sind die Klöster. Jahrhunderte lang waren sie Zentren christlicher Spiritualität, Orte des Wissens, der Heilkunst, der Landwirtschaft und Gastfreundschaft. Doch die Zeit der Klöster ist vorbei. Weltweit sinkt die Zahl der Mönche und Nonnen in einen verschwindenden Bereich.

Was passiert mit diesen oft denkmalgeschützten Anlagen?

Ehemalige Klöster in Hotels umzubauen, gilt (was mich bei meinen Recherchen zum Artikel über Klosterhotels überraschte) als ein “best case” Szenario. Die katholische Kirche erlaubt Verkäufe solcher Gebäude nur für eine „ehrwürdige Nutzung“. Und Hotels, die das klösterliche Erbe sichtbar bewahren, werden ausdrücklich begrüßt. (Dinge wie Wellness mit “textilfreien Bereichen” oder Zimmer an Unverheiratete sieht die Kirche heute offensichtlich anders als im Mittelalter.)

 

Hotel Klosterbräu: Vom Augustinerkloster zum Wellnesshotel

Das Hotel Klosterbräu in Seefeld in Tirol zeigt eindrucksvoll, wie historische Nutzung weitergeführt werden kann. Ursprünglich war das Gebäude ein Augustinerkloster, gegründet Anfang des 16. Jahrhunderts. Schon damals wurden hier Pilger beherbergt.

Heute ist daraus ein Fünf-Sterne-Wellnesshotel geworden. Doch viele architektonische Elemente des Klosters blieben erhalten: der Gewölbekeller, originales Mauerwerk und sogar die ehemalige Klosterglocke, die heute über dem Außenpool hängt.

Auch die Brautradition wurde bewahrt. Damit bleibt nicht nur die Architektur sichtbar, sondern auch ein Teil der immateriellen Geschichte des Hauses.

 

Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa: Architektur der Gesundung

Klosterhoh, nachhaltiges Gesundheitshotel in Deutschland - Drohnenshot der Hotelanlage + Außenansicht
Das Hotel Klosterhof beherbergte einst Augustiner-Mönche und hat eine wunderbare Lage in Berchtesgaden. ©Klosterhof Alpine Hideaway & Spa

 

Auch das 4-Sterne-Superior Hotel Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayerisch Gmain war einst Teil eines Augustinerklosters. Die historischen Strukturen der einstigen Klosterökonomie reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Ein verbindendes Element zur Geschichte des Hauses ist die Heilkunde. Gastgeber Dr. Andreas Färber integrierte ein medizinisches Gesundheitszentrum in das Hotel – eine zeitgenössische Interpretation jener Heiltradition, für die viele Klöster früher bekannt waren.

 

Green Spirit Hotel Le Pavillon in Paris: Ein ehemaliges Frauenkloster

Mitten im 7. Arrondissement von Paris findest du das Green Spirit Hotel Le Pavillon, einst ein Frauenkloster. Das Gebäude entstand im 19. Jahrhundert.

Gerade in Paris, wo Klöster über Jahrhunderte das Stadtbild prägten, erzählen solche Orte viel über die Geschichte der Stadt. Statt leerzustehen, bleibt die historische Architektur heute Teil des urbanen Lebens und bietet dir einen ruhigen Rückzugsort inmitten der Stadt.

 

Schlosshotels: Nach der Dekadenz kommt die Denkmalpflege

3 Generationen der Familie Steinwender vor dem nachhaltigen Schloss Lerchenhof
3 Generationen der Familie Steinwender kümmern sich um die Gäste ©Schloss Lerchenhof

 

Schlösser sind Monumente vergangener Machtverhältnisse. Sie stehen für Reichtum, Repräsentation und Herrschaft. Nachhaltigkeitsgedanken spielten beim Bau solcher Anwesen naturgemäß keine Rolle.

Und trotzdem wäre ein Abriss kaum vorstellbar. Denn Schlösser sind nicht nur Gebäude, sondern kulturelle Zeugnisse ihrer Zeit. Aber: Viele könnten ohne touristische Nutzung gar nicht erhalten werden.

 

Schloss Lerchenhof: Liebevoll erhalten durch die Familie

Im Kärntner Schloss Lerchenhof setzt die Gastgeberfamilie Steinwender bewusst auf Weiterentwicklung und Denkmalpflege.

Wenn du im heutigen Boutiquehotel Urlaub machst, siehst du nicht nur die historische Schlossfassade, sondern gehst auch durch ein historisches Stiegenhaus zu den Zimmern.

Doch nicht nur die Prestige-Zimmer wie die Bibliothek werden weitergenutzt. Der ehemalige Kuhstall ist heute ein stilvoller Festsaal. Die historische Struktur blieb erhalten, die Nutzung änderte sich vollständig.

  • Wenn du mehr über die Geschichte (psst: es ist eine wirklich tolle und ein bisschen skandalöse Liebesgeschichte) erfahren willst, lies diesen Blogartikel über Schloss Lerchenhof.

 

 

Inkaterra La Casona: Ein Herrenhaus wird zum Boutique-Hotel

Inkaterra La Casona
©Inkaterra La Casona

 

Das Inkaterra La Casona in Cusco befindet sich zwar nicht in einem Schloss, aber in einem bedeutenden Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde auf den Überresten ehemaliger Inka-Anlagen erbaut. Einst lebten hier spanische Konquistadoren wie Diego de Almagro, später residierte sogar der Befreiungskämpfer Simón Bolívar in der Casona.

Das Haus wurde mit viel Liebe behutsam zu einem Boutique-Hotel umgewandelt und wirkt durch die restaurierten Artefakte und Deckenbemalungen fast wie ein bewohnbares Museum.

 

Alte Bauernhöfe: Architektur, die gewachsen ist

Für diesen Teil gehen wir weit zurück in der Geschichte: Denn mit dem Sesshaft-Werden der Menschen entstand einer der ältesten und prägendsten Errungenschaften der Menschheit: die Landwirtschaft. Der Anbau von Nahrung und die Tierhaltung prägten über Jahrtausende nicht nur Landschaften, sondern auch Architektur. Fast jede Region entwickelte ihre eigenen bäuerlichen Bautraditionen – angepasst an Klima, Materialien und Arbeitsweisen.

Der klassische Bauernhof bestand dabei selten nur aus einem einzelnen Gebäude. Vielmehr entstand ein funktionaler Gebäudekomplex aus Wohnhaus, Stallungen, Scheunen, Speichern und Werkstätten. Oft lässt sich daher an der Architektur erkennen, welche Art von Hof einst betrieben wurde.

Allein in Deutschland unterscheiden sich beispielsweise:

  • norddeutsche Hallenhäuser mit großem zentralem Wirtschaftsraum,
  • alpine Einhöfe mit Wohn- und Stallbereich unter einem Dach,
  • Vierseithöfe in Mitteldeutschland, die einen geschlossenen Innenhof bilden,
  • oder süddeutsche Gutshöfe mit repräsentativen Wohntrakten und Wirtschaftsgebäuden.

Und auch wenn die Funktionalität natürlich im Vordergrund stand, so zeigte man auch handwerkliches Können, Geschmack und die Zugehörigkeit zu einer Region. Interessant sind z. B. Dachformen, Fenster, Ornamente, Schnitzereien, Bemalung und Verzierungen.

 

Gut Sonnenhausen: Historische Substanz trifft zeitgenössische Gestaltung

Bauernhaus umgebaut zum Hotel. Zimmer mit blick in die Natur
Das über 200 Jahre alte Bauernhaus auf dem Gelände von Gut Sonnenhausen. Dort blieben alte Strukturen sichtbar, während Materialien wie Lehmputz und Holz den historischen Charakter aufnehmen. ©Gut Sonnenhausen

 

Das Gut Sonnenhausen bei München wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Münchner Architekten Wilhelm Spannagel als Pferdegestüt nach englischem Vorbild erbaut.

Unter Öko-Pionier Georg Schweisfurth wurden die Gebäude (ehemalige Ställe,Reithalle, Bauernhaus etc.) behutsam restauriert und weiterentwickelt. Verschiedene Innenarchitekt*innen arbeiteten mit der bestehenden Struktur statt gegen sie. Historische Substanz, zeitgenössische Kunst und moderne Gestaltung verbinden sich zu einer Architektur, die bewusst nicht perfekt homogen wirkt.

 

Der Stanglwirt: Ein Hotel, das über Generationen gewachsen ist

Beim Bio- und Wellnessresort Stanglwirt in Tirol wurde Bestehendes nie vollständig ersetzt, sondern über Jahrzehnte weiterentwickelt.

Das Hotel ist kein durchgeplantes Designobjekt, sondern ein organisch gewachsenes Ensemble mit 400 Jahren Geschichte. Es ist auch das zu Hause der Familie Hauser. Der Seniorchef kam sogar in einem der Zimmer zur Welt. Die Bio-Landwirtschaft mit Kühen ist seit Generationen ein wichtiger Teil des Luxushotels und die eigenen Milchprodukte gibt es zum Frühstück.

Gäste fühlen sich hier “wie zu Hause”. Das ist den Gastgebern sehr wichtig. Ebenso ihr Selbstverständnis als Landwirt*innenn erster Linie – und nur wie nebenbei noch Gastgerber*innen und Inhaber*innen eines der bekanntesten Tiroler Hotels. 🙂

 

Albergo Diffuso: Wie ganze Dörfer gerettet werden

Relais del Maro Blick vom Pool auf das Albergo diffuso
Der Pool gehört zum Haupthaus, bestehend aus einer ehemaligen Dorf-Metzgerei. @Relais del Maro

 

Landflucht ist in vielen Dörfern ein Problem. Junge Menschen ziehen in die Städte. Dort wachsen dann auch ihre Kinder auf. Die Dörfer verfallen. Leerstand, geschlossene Geschäfte … Aus dieser Situation entstand das Konzept des Albergo Diffuso – des „verstreuten Hotels“. Statt ein großes Hotel neu zu bauen, werden mehrere bestehende Häuser eines Dorfes zu Gästeunterkünften umfunktioniert. Besonders in Italien ist diese Hotelform eine beliebte Möglichkeit, ungenutzte Gebäude vor dem Verfall zu bewahren und dir als Gast gleichzeitig ein authentisches Italien-Gefühl zu vermitteln.

 

Relais del Maro: Ein Hotel aus alten Dorfhäusern

Das Relais del Maro in Ligurien zeigt, wie dieses Konzept funktioniert. Gastgeberin Elena Scalambrin verwandelte mehrere Wohn- und Geschäftshäuser ihrer Familie in ein Vier-Sterne-Hotel. Das Haupthaus war früher beispielsweise eine Metzgerei. Heute befinden sich dort Frühstücksterrasse und Pool.

Das Spannende daran: Nicht nur die Gebäude bleiben erhalten. Auch das Dorf selbst profitiert. Gäste beleben lokale Cafés, Restaurants und Geschäfte – und tragen dazu bei, dass kleine Orte am Leben bleiben.

 

Wenn alte Hotels neu gedacht werden

Es muss nicht immer ein Bauwerk mit historischer Substanz sein – auch ein Bau aus den 1970er-Jahren kann radikal transformiert werden.

 

Lifestyle Resort Zum Kurfürsten: Vom Bus-Hotel zum Wellnessresort

Das heutige Lifestyle Resort Zum Kurfürsten an der Mosel war früher ein einfaches Null-Sterne-Bushotel. Gastgeber Heiner Buckermann entwickelte es Schritt für Schritt weiter – inklusive eigenem TCM-Zentrum. Statt Abriss entstand eine vollständige Neupositionierung innerhalb der bestehenden Struktur.

 

STURM in Mellrichstadt: Vom 70er-Jahre Klinkerbau zum Designhotel

Hotel STURM Außenansicht die zeigt wie man Hotels mit Umbauen statt Neubauen erhalten kann.
Im Hintergrund sieht man den ehemaligen „Klingerbau“ der nun weiß getüncht ist. Die „Loebermann-Fassade“ ist als Design-Element hinzugekommen. ©STURM

 

Das STURM in Mellrichstadt zeigt ebenfalls sehr eindrucksvoll, wie Bestand transformiert werden kann.

Das Hotel entstand in den 1970er-Jahren als typischer Klinkerbau nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Gemeinsam mit dem Architekten Prof. Matthias Loebermann verwandelten es die heutigen Gastgeber Christa und Matthias Schulz Dieckhoff in ein Design-Hideaway. Christa ist die Tochter des Erbauers und mit den beiden Söhnen Xaver und Julius ist bereits die dritte Generation im Hotel aktiv.

22 Handwerker trugen jeden einzelnen Klinkerstein von Hand ab. Die Fassade erhielt eine natürliche Oberfläche mit weiß getünchten Kalkschlamm. Davor steht heute ein Holz-Paravent – eines der Vorzeige-Objekte von Loebermann.

Auch innen setzt das Hotel auf Lehmputz, Holz und behutsame Modernisierung statt radikaler Erneuerung. Alte Deckenelemente im Restaurant wurden nicht entfernt, sondern nur schwarz gefasst, wodurch sie sich optisch zurückziehen.

 

Weitere Hotels, die auf Weiterbauen statt Abriss setzen

Viele weitere Green Pearls® Hotels zeigen, wie unterschiedlich Umbauen interpretiert werden kann:

  • Paradiso Pure.Living Vegan Hotel in Südtirol renovierte innerhalb strenger UNESCO-Vorgaben mit Naturmaterialien wie Kalkputz, Stein und Holz statt neu zu bauen. Das Hotel liegt auf über 2000 Metern auf der Seiser Alm im UNESCO-Schutzgebiet Dolomiten.
  • Hotel Korinjak in Kroatien setzt auf kreative Wiederverwendung bestehender Materialien – etwa Möbel aus recycelten Holzpaletten.
  • Das Naturhotel Outside in Osttirol entwickelte seinen Wellnessbereich mit regionalen Materialien wie Lärchenholz, Lehm und Naturstein der Region weiter.
  • Im APIPURA hotel rinner in Südtirol werden während der Schließzeit historische Mauern für neue Zimmer adaptiert.
  • Der Weiherhof gestaltete Zimmer nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip um.
  • Das Hotel Luise in Erlangen experimentiert seit Jahren mit kreislauffähigen Materialien, Upcycling und nachwachsenden Rohstoffen.

All die genannten Hotels sind übrigens familiengeführt. Das heißt, die Kinder haben das Hotel von ihren Eltern (und Großeltern) übernommen.

 

Was wir von den Hotels lernen können

Umbauen ist oft komplizierter als Neubauen. Alte Mauern bringen Überraschungen mit sich, Denkmalauflagen begrenzen Möglichkeiten und historische Grundrisse lassen sich nicht beliebig verändern.

Das Alte zu bewahren ist demnach eine Herausforderung, lohnt sich aber für die Umwelt. Zudem lebt Geschichte in den Wänden, die eine besondere Atmosphäre zaubert.

Die spannendsten Hotels entstehen heute oft nicht neu auf der grünen Wiese, sondern dort, wo schon lange vor uns Menschen gelebt, gearbeitet und gebaut haben.

 


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Vier Fotos von Hotels: Oben links ein historisches Gebäude mit Rundbögen und Innenhof, oben rechts ein modernes Hotel in ländlicher Berglandschaft, unten links ein altes Gebäude mit Turm und rotem Dach, unten rechts ein moderner Bau mit Holzgeländer und weißer Fassade.

Oben ein langgestrecktes Hotelgebäude vor bewaldeten Bergen, unten ein modernes Hotel mit Holzfassade und großen Fenstern in einer grünen Parklandschaft.


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