Wenn es dir so wie uns geht, dann weißt du, dass wir nicht mehr so weiterreisen können, wie wir es bis vor ein paar Jahren noch getan haben. Vielleicht hast du dein Reiseverhalten sogar schon angepasst und suchst nun nach weiteren Möglichkeiten zum nachhaltig Reisen. Oder du willst die Zusammenhänge von Nachhaltigkeit und Tourismus verstehen.
Beides wirst du hier finden. Gemeinsam schauen wir uns das Thema „Nachhaltig Reisen“ ausgiebig an, beleuchten Hintergründe und ziehen Verbindungen. Auch ein paar praktische Tipps wirst du im Artikel finden. Aber genug der Vorrede. Lass uns aufbrechen.
Inhaltsverzeichnis: Nachhaltig Reisen
Was ist Nachhaltigkeit und was hat sie mit unseren Reisen zu tun?
Nachhaltigkeit heute: Umfassend und verwaschen
Wasserverbrauch als Reisende*r
Klimaschutz auf Reisen: Fliegst du noch?
Let’s talk about money – Was unser Geld auf Reisen bewirkt
Fragen, die du dir stellen kannst, bevor du dein Geld ausgibst
Exkurs: Das Green Pearls® Label
Oft übersehen: Soziale Nachhaltigkeit auf Reisen
Eine Alternative zum klassischen Tourismus: Slow Travel
Kleine Schritte machen auch einen Unterschied
Nachhaltig Reisen – Anders Erleben

Wenn du auf unserem Blog gelandet bist, bist du vermutlich selbst gern in der Welt unterwegs, oder? Denk doch mal zurück, wo warst du schon überall? Bei uns in der Redaktion ist das ganz unterschiedlich. Manche sind schon um die halbe Welt gereist. Wortwörtlich. Andere bleiben lieber in Deutschland und Europa. Uns allen ist gemein, dass wir es lieben, neue Ecken zu entdecken.
Ein Blick auf den Tourismus
Während unserer Reisen, und vielleicht geht es dir da ähnlich, haben wir gemerkt, dass wir nicht mehr so weitermachen können wie bisher. Massentourismus, Kurzstreckenflüge und Wasserknappheit sind nur einige Stichworte in diesem Zusammenhang. Aber wie können wir es besser machen? Wie können wir andere Länder und Regionen entdecken, ohne einen schädlichen Abdruck vor Ort zu hinterlassen? Kurz gesagt: Wie können wir nachhaltig reisen?
Wie geht nachhaltig Reisen?
Genau dieser Frage wollen wir in diesem Blogartikel nachgehen. Und zwar möglichst ausführlich. Deshalb fangen wir auch zunächst damit an, was Nachhaltigkeit eigentlich ist und was das mit unserem Reiseverhalten zu tun hat. Auch das Thema Klimaschutz und Fliegen hat natürlich seinen Platz. Am Ende zeigen wir euch eine Alternative zum klassischen Tourismus und geben euch im zweiten Teil dieser Artikel-Reihe handfeste, erprobte Tipps mit auf den Weg, wie ihr eure Reise nachhaltiger gestalten könnt.
Trotz aller Tipps wollen wir dir jedoch eines nicht verschweigen: Als Reisende*r wirst du immer mehr Ressourcen verbrauchen und einen höheren CO2e-Ausstoß (CO2e = CO2-Äquivalente) haben, als wenn du nicht reisen würdest. Zumindest in den allermeisten Fällen. Die nachhaltigste Art zu reisen, zumindest in Bezug auf die Umwelt, wäre also, gar nicht zu reisen. Aber Nachhaltigkeit ist nun einmal mehr als Umweltschutz.

Was ist Nachhaltigkeit und was hat sie mit unseren Reisen zu tun?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir einen Ausflug ins Mittelalter machen. Damals tauchte der Begriff „nachhaltend“ das erste Mal auf und bedeutete soviel wie „dauerhaft“. Eine erste richtige Definition von Nachhaltigkeit im heutigen Sinn stammt von Hans Carl von Carlowitz. Der Oberberghauptmann sah sich im 18. Jahrhundert mit extremer Abholzung, Dürren und Borkenkäferplagen in seinen Wäldern konfrontiert. Kommt dir das bekannt vor?
Vielleicht sollten wir nochmal das Lehrwerk aufschlagen, dass von Carlowitz vor gut 300 Jahren veröffentlichte. Darin stellt er nämlich das Prinzip einer nachhaltenden Forstwirtschaft vor, bei der nur so viele Bäume entnommen werden, wie nachwachsen können. So wollte er sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen noch Holz haben würden.
Nachhaltigkeit heute: Umfassend und verwaschen
Unsere Vorstellung von Nachhaltigkeit hat sich seitdem weiterentwickelt und verändert. Du denkst wahrscheinlich auch nicht mehr an die Forstwirtschaft bei dem Begriff, sondern vielleicht an deine Handyhülle, deine Kleidung oder Lebensmittel. Und ja auch Reisen gehört mit dazu.
Wie genau Nachhaltigkeit beim Reisen aussieht, darüber gibt es zahlreiche Meinungen. Was es nicht gibt, ist die eine Definition. Auch bei uns wirst du sie nicht finden (Sorry 🙂 ) Stattdessen wollen wir dir die einzelnen Aspekte der Nachhaltigkeit beim Reisen zeigen und näher bringen. Angefangen bei dem offensichtlichsten Aspekt: der Umwelt.
Umweltschutz auf Reisen
Dass wir Reisende ziemliche Umweltsünder sind oder zumindest sein können, ist uns allen bewusst, oder? Sonst würdest du diesen Artikel wahrscheinlich gar nicht lesen. Aber nicht nur Flüge und Abgase, die mit unserer Anreise zusammenhängen, machen unsere Umweltauswirkungen aus.
Zum Beispiel ist den wenigsten bewusst, dass der Bau eines Hotels enorme Eingriffe in die Natur bedeutet. Pflanzen werden zwangsläufig zerstört und Tiere müssen sich einen anderen Lebensraum suchen. Am besten ist es also, wenn alter Bestand renoviert wird.
Ein gutes Beispiel dafür sind Klosterhotels, wie das Hotel Klosterbräu in Seefeld, Klosterhof – Alpine Hideaway & Spa in Bayern und Hotel Le Pavilion in Paris. Durch die Nutzung alter Klostermauern wird den aufgegebenen Gebäuden ein neues Leben gegeben und gleichzeitig werden Kultur und Geschichte der Gemeinde bewahrt. Wenn du mehr über diesen Trend erfahren willst, schau in unseren Artikel über Klosterhotels.

Wasserverbrauch als Reisende*r
Tja, Schönreden bringt an dieser Stelle leider gar nichts. Wir verbrauchen als Reisende jede Menge Wasser – deutlich mehr als die Locals.
- Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) verbraucht ein*e Tourist*in im Hotel ca. 350 Liter pro Übernachtung (während er/sie zu Hause rund 130 Liter verbraucht)
- Der 2030-Report geht sogar von bis zu 2.425 Litern pro Übernachtung für eine*n Tourist*in aus. Hierbei sind neben dem persönlichen Wasserbedarf (Duschen, Toilette) auch Swimmingpools, Golfkurs, Grünanlagen etc. eingerechnet).
Auch wenn nachhaltige Hotels und Unterkünfte Wasserspararmaturen einsetzen und Regenwasser und Grauwasser für die Gartenbewässerung nutzen: Jeder Gast nutzt im Urlaub mehr Wasser. Nicht nur zum Zähneputzen. Das mach den geringsten Teil aus. Indirekt nutzen wir auch das Wasser, was im Restaurant, für den Pool und für die Reinigung gerbraucht wird.
Best Practice aus dem STURM
Cool ist es, wenn das Hotel statt auf einen klassischen gechlorten Pool auf einen Naturbadeteich setzt, wie es das STURM in Mellrichstadt zum Beispiel tut. Damit bietet es nämlich zeitgleich einen Lebensraum für zahlreiche Tiere. Wenn dann noch Blühwiesen mit bienen- und insektenfreundlichen Blumen angelegt sind, wird der Hotelgarten zum kleinen, biodiversen Paradies.

Auf unserer Green Pearls®-Website findest du eine handverlesene Auswahl nachhaltiger Hotels und Ferienwohnungen weltweit. Jedes Hotel stellen wir nicht nur mit seinen Räumlichkeiten und Angeboten vor, sondern auch mit seinen nachhaltigen Initiativen und Maßnahmen. So kannst du dir schon im Vorfeld einen Überblick verschaffen und mit deiner Unterkunftswahl aktiven Klimaschutz auf Reisen betreiben.
Nachhaltig Reisen ist Tierschutz
Tiere auf Reisen zu erleben, egal ob wilde Tiere auf Safari oder beim Tauchen, oder heimische Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gehört zu den Top-Erlebnissen besonders für Kinder. Leider ist das mit dem Reisen ein zweischneidiges Schwert, was den Tierschutz angeht: Einerseits sorgen wir mit unseren Besuchen dafür, dass Nationalparks und Co. arbeiten können und dass sich der Schutz der Tiere auch finanziell lohnt. Andererseits fördert der Tourismus gleichzeitig tierschutzwidrige Praktiken wie Elefantenreiten oder Löwenstreicheln.
Falls du mehr über den Tierschutz auf Reisen wissen willst, und was du unternehmen kannst, um deine Reise tierfreundlich zu gestalten, dann hüpf doch mal rüber zu diesem Blogartikel. Hier haben wir uns ausführlich mit dem Thema befasst.
Weiterhin gibt es in unserem Artikel über Wildtiere im Urlaub, ganz konkrete Urlaubsangebote, wo du z. B. eine Safari, Tauchgänge oder Nationalparktiere nachhaltig erleben kannst.
Klimaschutz auf Reisen: Fliegst du noch?

Die Anreise macht generell den größten Teil unserer Umweltauswirkungen aus, zusammen mit der Unterkunft. Das heißt, an diesen Stellschrauben zu drehen, hat den größten Effekt. Inzwischen ist uns allen bewusst, dass Fliegen, insbesondere Kurzstreckenflüge, enorm schädlich für das Klima sind. Flugscham hat sich als Begriff dafür durchgesetzt, wenn man trotzdem in den Flieger steigt, sich dabei jedoch grandios schlecht fühlt.
Wie du mit Flugscham umgehen kannst, erklären wir dir in diesem Blogartikel.
Die Alternativen zum Flieger sind Auto, Bus und Bahn, Fahrrad und Wanderschuhe. Ja, auch das Auto zählen wir dazu. Zwar sind wir zu hundert Prozent der Meinung, dass der Autoverkehr verringert werden muss, betrachtet man jedoch rein die CO2-Emissionen, dann kann ein vollbesetztes Auto mit vier oder fünf Personen manchmal sogar die bessere Bilanz haben, als eine leere Bahn. Allerdings: Die Bahn fährt ohnehin und bietet noch dazu die Möglichkeit, gemeinsam mit der Familie oder Freunden Zeit zu verbringen, ohne dass sich jemand auf den Straßenverkehr konzentrieren muss.
Eine Alternative, die viele zudem nicht auf dem Schirm haben, ist der Fernbus. In den vergangenen Jahren hat z. B. die Firma “Flixbus” ein riesiges Netz in Europa errichtet und die Umweltfreundlichkeit ist gleichauf mit der Bahn! Hier erfährst du mehr zum nachhaltigen Urlaub mit dem Fernbus.
Noch umweltfreundlicher ist man zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Hier wird schon die Anreise zum Abenteuer und du wirst mit Sicherheit einen völlig neuen Blick entwickeln. Dieses Prinzip liegt übrigens der Slow-Travel-Bewegung zu Grunde. Über die erfährst du weiter unten im Artikel mehr.
Let’s talk about money – Was unser Geld auf Reisen bewirkt
Auf Reisen geben wir Geld aus. Für Unterkünfte, Essen, Souvenirs, Aktivitäten und Events. Nicht umsonst ist der Tourismus in vielen Ländern einer der wichtigsten, manchmal sogar der wichtigste Wirtschaftszweig. Und er bietet viel Potenzial, wenn er richtig betrieben wird.
Richtig heißt in diesem Fall: So, dass unser Geld dem Land und der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt und nicht wieder zurück ins Ausland oder an große, internationale Unternehmen fließt. Experten sprechen hier von der Sickerrate, die angibt, wie viele der Gewinne aus dem jeweiligen Reiseland wieder absickern. Das passiert zum Beispiel durch die Übernachtung in internationalen Hotelketten, Kauf importierter Ware und das Essen bei globalen Franchise-Unternehmen.
Ein weiterer Aspekt ist, dass wir mit unserem Kauf- bzw. Konsumverhalten bestimmen, was wir unterstützen. Welche Praktiken und Verhaltensweisen „sponsorn“ wir mit dem Geld, was wir auf Reisen ausgeben? Stichworte hier sind Produktionsbedingungen und Lieferketten, Bezahlung von Mitarbeitenden, Ausbeutung der Natur und auch Kinderarbeit, um nur einige zu nennen.

Fragen, die du dir stellen kannst, bevor du dein Geld ausgibst:
- Wem gehört das Hotel oder die Unterkunft, in der ich übernachten will? Ist es familiengeführt? In lokaler Hand?
- Wem gehört das Restaurant? Wer kocht? Wie werden die Mitarbeitenden behandelt?
- Wo kommt das Essen her? Wurde es lokal angebaut? Oder importiert?
- Wo kommen die Souvenirs her? Aus welchem Material sind sie gemacht?
- Kommt die Veranstaltung der lokalen Bevölkerung zu Gute? Oder ist es kulturelle Aneignung und Ausbeutung?
Übrigens: Eine nachhaltige Wirtschaft bezieht sich auch auf die Unternehmenden im Tourismus. Sie sollten darauf achten, nicht nur für den kurzfristigen Gewinn zu arbeiten, sondern langfristig zu denken. Das heißt, die Auswirkungen und Verantwortung des eigenen Unternehmens im Blick behalten, lokale Mitarbeitende einstellen und in Umwelt- und Sozialmaßnahmen investieren.
Exkurs: Green Pearls® Netzwerk
Wir bei Green Pearls® wollen uns für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus einsetzen und dir dabei helfen, das Gleiche zu tun. Deshalb arbeiten wir mit verschiedenen Partnern weltweit zusammen, die nachhaltige Hotels und Ferienunterkünfte anbieten. Nach vorheriger Prüfung und nur, wenn sie bestimmte nachhaltige Kriterien erfüllen, die sowohl Umweltschutz, als auch Wirtschaft und Soziales betreffen, dürfen sie dem Green Pearls® Netzwerk beitreten.
Für dich bedeutet das: Wenn du ein Green Pearls® Hotel oder Ferienhaus wählst, kannst du dir sicher sein, dass du nachhaltig übernachtest. Was genau das Hotel oder die Ferienwohnung nachhaltig macht, kannst du auf der jeweiligen Seite bei Green Pearls® lesen. Dort erfährst du zum Beispiel wie das 5-Sterne-Haus Der Birkenhof***** Spa & Genussresort in Bayern trotz seiner Luxusausrichtung durch technische Innovationen ein Vorreiter in der nachhaltigen Hotellerie ist, dass das Aparthotel OLM Nature Escape in Südtirol seinen kompletten Energiebedarf aus eigenen Quellen generiert, im Green City Hotel Vauban zu 50 Prozent Menschen mit Behinderung Arbeiten und im Erlanger Hotel Luise die Hotelzimmer komplett aus kreislauffähigen Materialien bestehen.
Oft übersehen: Soziale Nachhaltigkeit auf Reisen
Sowohl der wirtschaftliche als auch der ökologische Aspekt der Nachhaltigkeit hängen mit der sozialen Ebene zusammen. Das klingt jetzt erst einmal sehr abstrakt, aber stell dir folgendes einmal vor: Du reist in ein beliebiges Land, oder auch nur eine andere Stadt. Du kommst dort an, wohnst in einem Hotel, isst im Restaurant, schlenderst durch die Straßen und kaufst ein paar Souvenirs. Du trinkst Wasser, schwimmst im Pool, wirfst deinen Müll weg, fährst Boot, Taxi, Auto. Dann reist du wieder ab. Das Geld, dass du ausgegeben hast bleibt da, wenn du dir Mühe gegeben hast, es lokal auszugeben. Was auch da bleibt sind deine Umweltauswirkungen, das fehlende Wasser und der Müll.
Und jetzt stell dir vor, Tausende, mancherorts sogar Millionen machen das Gleiche. Was meinst du, welche Effekte hat das auf die Menschen vor Ort?
Betrachten wir die sozialen Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels, an dem auch der Tourismus nicht ganz unschuldig ist. Von ihm sind vor allem die Menschen betroffen, die nicht oder nur marginal dazu beitragen. Menschen, die nicht dreimal im Jahr um die Welt fliegen.

Desweiteren gibt es im Tourismus auch ganz klar Missstände, die z. B. mit der Ausbeutung von Saison-Arbeiter*innen zu tun haben. In diesem Artikel über soziale Nachhaltigkeit im Tourismus kannst du mehr darüber erfahren.
Eine Alternative zum klassischen Tourismus: Slow Travel
Von Slow Travel hast du sicher schon einmal gehört, oder? Gerade in den letzten Jahren sind darüber unzählige Bücher, Artikel und Podcasts erschienen. Die Idee dahinter ist simpel: Langsam reisen. Den Weg zum Ziel machen. Das Unterwegssein über das Ankommen stellen.
Damit wenden sich Slow Traveler wieder der alten Definition vom Reisen zu: ein Unterwegssein von A nach B.
Slow Travel entstand aus der Slow Food Bewegung, die sich für einen bewussten Anbau, Umgang mit und Genuss von Lebensmitteln einsetzt. Gegründet wurde sie als Gegenentwurf zum Fast Food. Ähnlich lässt sich Slow Travel mit dem konventionellen Reisen vergleichen.
Statt also zum Beispiel die Anreise als bloßes Werkzeug zum Erreichen des Reiseziels zu betrachten, stellt sie im Slow Travel einen essentiellen Part der Reise dar. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Bahn erlebst du die ersten Abenteuer schon vor deiner Destination.
Vor Ort geht es vor allem darum, länger an einem Ort zu bleiben. Denn je länger wir bleiben, desto besser ist es für die lokale Wirtschaft. Außerdem lernst du die Menschen vor Ort ganz anders kennen und entdeckst Orte, die anderen Touristen entgehen. Vielleicht wird dir sogar von den Einheimischen der ein oder andere Geheimtipp verraten 😉
Mehr über Slow Travel und wie eine langsame Reise aussehen kann, erfährst du in diesem Blogartikel. Begleite uns außerdem auf einer abenteuerlichen Reise mit dem Zug durch Thailand!
Kleine Schritte machen auch einen Unterschied

Alles schön und gut, denkst du jetzt vielleicht, aber das sind einfach super viele Dinge, die ich beachten muss. Wo fange ich denn da an? Genau so hat jeder begonnen, der oder die sich mit nachhaltigem Reisen beschäftigt. Und der Trick ist, in kleinen Schritten zu starten. Wenn dir das Thema „Anreise“ momentan viel zu groß vorkommt, starte damit, eine nachhaltige Unterkunft in deinem Reiseziel zu buchen. Bleibe länger an einem Ort, statt jeden Tag woanders zu verbringen. Entscheide dich aktiv für vegetarische oder sogar vegane Gerichte. Das alles sind kleine Schritte, mit denen du dich in die Richtung eines nachhaltigeren Reiseverhaltens bewegst.
Nachhaltig Reisen – Anders Erleben
Reisen ist eine wunderbare Sache. Wir lernen neue Menschen mit anderen Ansichten kennen, entdecken unbeschreibliche Natur und erleben besondere Momente. Leider hat unser Reisen jedoch immense Auswirkung auf die Umwelt und die Menschen weltweit.
Im ersten Moment klingt es daher logisch zu sagen: „Dann verzichten wir auf das Reisen, auch wenn es schwerfällt.“
Aber das ist zu kurz gedacht. Weltweit hängen Tausende Arbeitsplätze und Lebensgrundlagen am Tourismus und viele Menschen verlassen sich auf uns Reisende. Gerade in Regionen wie den Malediven gibt es abseits des Tourismus‘ kaum Arbeitsplätze oder Einkommensmöglichkeiten. Nachhaltige Hotels wie das Gili Lankanfushi bieten den Einheimischen ein sicheres Einkommen und stoßen gleichzeitig eine Veränderung im Mindset der Menschen, egal ob vor Ort oder von weit her, an. Wie so ein nachhaltiger Urlaub auf den Malediven aussehen kann? Voller Luxus, mit Beach Feeling, Schnorcheltouren und einem guten Gewissen. Als ausgebildete Taucher*in kannst du im Gili sogar aktiv an einem Projekt zum Korallenschutz mitwirken.
Außerdem bieten sich Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum an. Die Reisenden, die im Relais del Maro in dem kleinen ligurischen Ort Borgomaro übernachten, sichern nicht nur den Erhalt der historischen Bauten, in denen das familiengeführten „Albergo Diffuso“ Hotel untergebracht ist, sie unterstützen auch die regionalen Landwirte, Weinbauern und Kunsthandwerker.
Nicht aufhören, sondern anders
Nachhaltiges Reisen löscht unsere Auswirkungen nicht aus. Aber wenn wir nachhaltig reisen, treffen wir bewusstere Entscheidungen und nehmen unsere Effekte nicht einfach nur hin. Wir entscheiden uns bewusst dafür, auf Flüge zu verzichten, nehmen uns mehr Zeit ein Land oder einen Ort zu erkunden und suchen nach nachhaltigen Unterkünften und Aktivitäten. Dabei helfen wir euch hier auf dem Green Travel Blog und drüben bei Green Pearls®.
Kurz gesagt: Wir müssen nicht aufhören zu reisen. Wir müssen anders reisen.
Wie reist du am liebsten? Bist du nachhaltig unterwegs? Und welche Aspekte sind dir bei deiner Reise besonders wichtig? Teile deine Erfahrungen und Ideen gern in den Kommentaren.
Dies ist ein Update vom 27. September 2022
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